TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Samstag, 31. Juli 2010

Vorschriften

Fünf Jahre CDU-Führung des Verteidigungsministeriums haben tiefe Spuren hinterlassen.
Nach dem in der Truppe überaus beliebten Peter Struck bekam die Hardthöhe einen denkbar ungeeigneten Hongo als Chef. Franz Josef Jung dilettierte so stetig und so extrem, daß selbst Merkels wohlmeinendste Presseschreiberlinge völlig irritiert fragten, weshalb die Kanzlerin Roland Kochs U-Boot nicht endlich aus dem Kabinett jagt.

Nachdem der tumbe Hesse endlich doch noch den Verteidigungsministerstab abgab, hatte das Problemhaus endlich wieder einen herzeigbaren Chef.
Den Playboy des Kabinetts, der medial versiert und beliebt wie kein zweiter Politiker BUNTE und GALA mit immer neuen Photo-shotings auf dem Times Square, bei der Olympiade in Vancouver und im Gala-Dress bei den Wagner-Festspielen entzückte.

Für die Bundeswehr bleibt da nicht viel Zeit.
Als Polit-Model kann man sich schließlich nicht auch noch um Inhalte kümmern.
Wozu auch?
In seinem Jahr als Wirtschaftsminister hatte von und zu Guttenberg schließlich auch rein gar nichts getan.
Nicht ein einziger Vorschlag, nicht eine einzige Gesetzesinitiative wurde von dem jungen Bayern bekannt. So brachte er es zum beliebtesten Minister Deutschlands.
Er punktete lediglich einmal mit dem Gerücht, daß er möglicherweise gedroht hätte zurück zu treten, wenn man Opel mit Staatsknete helfe.
Die Milliarden wurden dennoch zugesagt und der Wirtschaftsminister knickte sofort ein; blieb also in seinem Grüßonkel-Amt.

Auf der Hardthöhe macht es der Baron nicht anders.
Er setzt sich mit ein paar Schlagworten medial in Szene - „Krieg“, „Berufsarmee“ - läßt aber seinen Worten keine Taten folgen.
Um die Soldaten kümmert er sich schon gar nicht - schließlich ist der voll damit beschäftigt auf Afghanistan-Visiten die ihn umringenden Photographen mit Motiven zu versorgen.
Seine Garderobe - oft gewagte Kombinationen wie cremefarbender Kaschmir-Rolli zur Transall (grau!) - ist da allemal von größerer Bedeutung als die läppische Frage was wir da eigentlich sollen in Afghanistan und wie das bitte schön weitergehen soll.
Dazu hat der feine Freiherr von und zu Guttenberg keine Meinung.
Ohne die Aktenlage zu kennen, kommen möglicherweise wieder nur dreiste Unwahrheiten aus dem ministerlichen Mund und langsam sind keine Inspekteure und Staatssekretäre mehr übrig, denen er dafür die Schuld in die Schuhe schieben könnte.

Das deutsche Volk ist gut entertained von der CSU-Hoffnung.
Es beeinträchtigt seinen demoskopischen Höhenflug keineswegs, daß er die Soldaten im Stich läßt.

Bis vor ein paar Monaten hatte Guttenberg noch den allseits beliebten und hochkompetenten Wehrbeauftragen Reinhold Robbe zu fürchten, bei dem eine Flut von Beschwerden einging.
Man glaubt es kaum, wie die Bundeswehr im Jahre fünf unter CDU-Führung verkommen ist:
Totales Versagen der Inspektoren und militärischen Führung, perfide sadistische Methoden in der Ausbildung, katastrophale Ausrüstungsmängel und beschämend ungenügende medizinische und psychologische Betreuung der Verwundeten.

Robbe unter anderem:
„Ich komme deshalb nicht umhin, der Führungsebene, insbesondere dem Inspekteur, ein klares Versagen in seinem Verantwortungsbereich vorzuwerfen.“ Viele in der Bundeswehr sagten, „dass dieser Inspekteur die Sanität regelrecht vor die Wand gefahren habe“. Es seien Fehlentwicklungen „verschlafen“ und Probleme „schöngeredet“ worden. Das betreffe die flächendeckende Versorgung der Soldaten an den Heimatstandorten, die Versorgung von im Einsatz traumatisierten Soldaten und die Personalsituation. Inzwischen fehlten 600 von 3000 Bundeswehrärzten.

Der Wehrbeauftragte und damit Ansprechpartner für Beschwerden von unzufriedenen Soldaten hatte schon in den letzten Jahren gravierende Mängel aufgelistet.
Das Ministerium schlief gemütlich weiter und so verschlimmerten sich die Zustände von Jahr zu Jahr.

Guttenberg wollte das Problem ein für allemal aus der Welt schaffen.
Natürlich nicht, indem er die Mißstände behob, sondern indem er den Wehrbeauftragten durch einen pflegeleichteren Menschen ersetzen ließ.
Ein FDP-Hinterbänkler namens Königshaus soll nun Ruhe einkehren lassen.

FDP beharrt auf Königshaus: Der aktuelle Wehrbeauftragte Reinhold Robbe ist bei CDU, SPD und Grünen beliebt. Trotzdem will die FDP jetzt ihren Kandidaten, Hellmut Königshaus, auf den Posten hieven.
[…] Der Vorsitzende der Unions-Fraktion, Volker Kauder (CDU), sagte dazu am Freitagmorgen in Berlin: "Es ist richtig, dass mit der FDP vereinbart worden ist, dass sie den Wehrbeauftragten stellt." Die Union hatte sich für eine Fortsetzung der Amtszeit Robbes stark gemacht. Homburger berief sich erneut auf das Vorschlagsrecht der FDP für den Posten.
(taz, 05.03.10)

Das ist die bei schwarz-gelb schon lange erprobte „Methode Sawicki“.

Der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) war zu einer Bedrohung für die Milliardengewinne der FDP-freundlichen Pharmafirmen geworden und mußte als erstes nach der Amtsübernahme Röslers durch einen Pharma-freundlichen Mann ersetzt werden.

Rösler holte sich sogar einen PKV-Mann ins Ministerium, damit die Privatkassen gleich selbst die Gesetze formulieren können.

Einer der ranghöchsten Interessensvertreter der privaten Krankenversicherung (PKV) wechselt ins Bundesgesundheitsministerium. Der Vizedirektor des PKV-Verbandes, Christian Weber, werde voraussichtlich Anfang Februar die Leitung der Grundsatzabteilung übernehmen, hieß es am Dienstag in Berlin.
In dieser Funktion wird der 53-Jährige unter anderem für die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung verantwortlich sein. Die Opposition warf Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vor, Klientelpolitik zu Lasten der GKV zu betreiben.
(SZ)

Die Opposition sieht paralysiert dem Treiben der Koalition zu - aber außer starken Worten kann sie nichts tun - denn der Wähler hat gerade eben erst gesprochen.

Die Damen und Herren von Grünen, Linken und SPD, verbalisieren einen Umstand, der auch vor dem 27.09.09 bekannt war, der aber dem Urnenpöbel offensichtlich egal war.

".. typische Klientelpolitik der FDP . Offensichtlich zahlen sich die hohen Wahlkampfspenden an die FDP jetzt aus"
Elke Ferner , stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Bei Königshaus hat sich Minister Guttenberg allerdings ein bißchen verschätzt.
Der hält auch nicht die Klappe.

Das dürfte weniger daran liegen, daß er womöglich über ein FDP-untypisches Rückgrat verfügt, als an der schlichten Tatsache, daß die Ausrüstungsmängel unter Guttenberg so existentiell gefährlich geworden sind, daß man dazu schlicht und ergreifend nicht schweigen kann.

Noch nicht mal genug Munition ist vorhanden.

Aber immerhin werden einige der gravierenden Mängel auch hinreichend erklärt.

Praktische Dinge wie gepanzerte Sanitätsfahrzeuge und Spezialfahrzeuge zur Minensuche, wie sie die Armeen anderer NATO-Staaten ganz selbstverständlich in Afghanistan benutzen, KÖNNEN wir nicht haben, weil das GEGEN DIE VORSCHRIFTEN IST!

„Bislang scheiterten viele Anschaffungen an komplizierten Zulassungsverfahren“
(Königshaus)

Na dann kann man ja auch nichts machen und Guttenberg ist fein raus, wie sein Sprecher Christian Dienst dazu am 23. Juli 2010 erklärte:

Der Mangel müsse immer erst im Einsatz erkannt werden, bevor man optimieren könne. «Wir können nicht durch einen Blick in die Glaskugel sehen, welche optimale Ausrüstung wir in zwei Jahren brauchen.»

Ne, ist klar, daß man in Afghanistan womöglich gepanzerte Transporter und Krankenwagen bräuchte, konnte nun wirklich keiner erahnen.
Das zeigt sich ja erst im Laufe des Einsatzes und die Bundeswehr ist ja auch erst seit gestern am Hindukusch.
So schnell, also in den kurzen neun Jahren, ist man vor Ort wohl noch nicht dazu gekommen einen Brieftaube nach Berlin zu schicken mit der Nachricht „Halloooo - wir brauchen auch Munition!“
Also wie sollte Guttenberg davon erfahren?

Die Erfahrungen in Afghanistan belegen, dass das Sanitätsfahrzeug vom Typ »Yak« nicht für Gefechte geeignet ist, weil es leicht fahruntüchtig geschossen werden kann. Auch bei den Fahrzeugen der Typen »Dingo« und »Fuchs« gibt es Probleme bezüglich des Schutzes der Insassen und der Bewaffnung. Als besonders gravierend wird das völlige Fehlen von Minenräumfahrzeugen dargestellt. Weitere Mängel listete das Papier in den Bereichen Flugausbildung, Sanitätsdienst und persönlicher Ausrüstung wie Sprechfunksätzen auf.
»Munition für Einsatz reicht nicht«
Nun legt Königshaus noch einmal nach und konkretisiert seine Vorwürfe. Ein »sehr gut gesichertes« Sanitätsfahrzeug auf Basis des Truppentransporters »Dingo« werde nicht für die Bundeswehr zugelassen, weil die Stehhöhe im Innenraum nicht ausreiche und »dadurch die Gefahr besteht, dass sich die Stabsärzte den Kopf stoßen«. Ebenso würden geschützte Fahrzeuge zur Kampfmittelbeseitigung nicht eingesetzt, »weil sie den deutschen Zulassungsnormen nicht entsprechen«. Aus Kostengründen fehle es an Munition für Ausbildung und Einsatz, sogar die Feldbetten seien knapp. Weiteres Problem: Deutsche Soldaten dürfen nur dann von der Schusswaffe Gebrauch machen, wenn sie absolut sicher sein können, dass keine Unbeteiligten zu Schaden kommen. »Da muss eine Lösung her, die zu einem besseren Schutz unserer Soldaten führt.«
(Main-Netz)

Nun, das mit der mangelnden „Stehhöhe“ überzeugt!
Wir können ja nicht riskieren, daß sich deutsche Sanitäter den Kopf stoßen.

Da werden sie lieber ungepanzert losgeschickt und ab und an in die Luft gesprengt - aber dafür aufrecht stehend!

Die Vorschriften haben schließlich ihren Sinn!

Der Ministeriumssprecher betonte, dass die Zulassungsnormen verbindlich seien und gesetzliche Regeln nicht außeracht gelassen werden dürften. Zugleich würden die Anforderungen im Einsatz durchaus berücksichtigt: "Da, wo es einsatzrelevant ist, geht man schon hart an die Toleranzgrenze", sagte Dienst mit Blick auf in Deutschland geltende Normen.
(NTV)

Daß andere Nationen wie Österreich kein Problem mit der Dingo-Stehhöhe haben, liegt vermutlich daran, daß dort nur Zwerge dienen.

Gebraucht werden gepanzerte Sanitäts-Fahrzeugen vom Typ Dingo. Die gibt es zwar - beim österreichischen Bundesheer. Bei uns erhalten sie keine Zulassung, weil die Stehhöhe im Inneren zu niedrig ist. Oh heiliger Bürokratius!
(Finanznachrichten.de)



Aber inzwischen hat auch Guttenberg erkannt wo der Schuh drückt.
Der Wehrbeauftragte ist schuld.

Daß so einer den eigenen Minister, noch dazu den CSU-Starminister kritisiert, findet der Minister „unerhört“!

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

"Um die Soldaten kümmert er sich schon gar nicht - ...."

Aber die Soldaten moegen ihn doch genauso wie die Buerger und "KT fühlt sich wohl in der Truppe und die Truppe mag ihren neuen Chef. Die Soldaten haben ihm sogar extra eine Schüssel mit Gummibärchen an seinen Platz gestellt."
Na?

Und er sagt: "«Ich unterstütze sie da unten, sie werden mich nicht los.»
Dann reibt er sich den Staub aus dem Auge und blickt auch etwas sorgenvoll in den Himmel.

«Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.»"

http://www.news.de/politik/855067248/gummibaerchen-fuer-den-freiherr/1/


Und die Vorschriften. Die werden genauso gehandhabt wie Vertraege und Gesetze.
Sinnvolles umgehen, .. sinnloses bestehen.
Es gibt aber auch vernuenftige zb. ZDVs wie: 'Der Soldat sollte ab einer bestimmten Wassertiefe selbststaendig mit Schwimmbewegungen beginnen.
oder: 'Der Soldat hat bei Einbruch der Nacht mit Dunkelheit zu rechnen.'

Wichtig waeren auch Pflichten des Vorgesetzten und Rechte des Untergebenen.
Unter Anderem hatte ich immer eine Kopie ueber angebrachte, notwendige, legale Befehlsverweigerung in der Brusttasche.
Ich Frage mich, ob man heutzutage die Soldaten immer noch zum Besuch der Vorschriftenstelle ermuntert und wieviele Rechte sie seit meiner Zeit und im 'Kriegszustand noch zur Verfuegung haben.
Man wird wohl kaum mehr das Risiko eingehen so eine Dauermoserbacke wie mich in Uniform ertragen zu muessen.

Gruss
Jake

TAMMOX hat gesagt…

@ Jake, in Wahrheit fällt es mir ein bißchen schwer die Ausrüstungsmängel der deutschen Soldaten zu beklagen.

WER WIRD SCHON SOLDAT?

Es werden auch keine Wehrpflichtigen nach Afghanistan geschickt, sondern ausschließlich Typen, die sich freiwillig verpflichtet haben.
Wieso tut das jemand?
Und wieso JETZT, nachdem man doch schon lange weiß, was einen in A. zum Beispiel erwartet.

Ich bin eigentlich dafür, daß die Deutschen am Hindukusch verschwinden und vielleicht gelingt das umso schneller, je dümmer sie sich anstellen und je schlechter sie ausgerüstet sind.

Richtig ärgerlich finde ich nur, daß ein schleimiger selbstverliebter Parvenü wie Guttenberg seinen Job nicht macht und andere das ausbaden müssen und er dennoch über alle Maßen vom deutschen Urnenpöbel gemocht wird.

Vielleicht haben sich die meisten Soldaten ja schon vor ihrer Verpflichtung ziemlich oft den Kopf gestoßen, so daß ihnen Tipps wie Deine hochwillkommen sind:

'Der Soldat sollte ab einer bestimmten Wassertiefe selbstständig mit Schwimmbewegungen beginnen.

'Der Soldat hat bei Einbruch der Nacht mit Dunkelheit zu rechnen.'


Im Oberstübchen scheint es bei vielen Uniformierten etwas ausgedünnt zu sein.
Davon zeugt nicht nur Deine Gummibärchenstory.

Man denke nur an die berichte, wie sie mit dem Perversen im roten Kleid (Bischof em. Mixa) nächtliche Saufgelage abgehalten haben und volltrunken mit dem obersten Militärbischof („Komm zu mir - ich brauche deine Liebe!“) rumballerten.

Aber vielleicht bin ich auch nur mal wieder zu unsoldatisch-zimperlich.

Mir behagen schon die Ausbildungsmethoden der Bundeswehr nicht so recht:


So solle einem Soldaten Dörrobst ins Gesäß geschoben und dann mit einem Paddel darauf geschlagen worden sein. Auch soll ein anderer Soldat die Früchte heraus geleckt haben

http://www.stern.de/panorama/fallschirmjaeger-obst-in-den-po-und-paddel-drauf-563756.html


LGT

jakebaby hat gesagt…

"WER WIRD SCHON SOLDAT?"

"Wieso tut das jemand?"

Wie du weisst, gibt es jedes Jahr 10tausende ohne jeglichsten Schulabschluss und 100tausende die mit ihrem Hauptschulabschluss auch nicht wesentlich schlauer werden durften.

Potenzielle Kandidaten fuer Billiglohn/Hartz-IV.
Da werden sich einige finden die zB. der angedrohten Zwangsarbeit aller H-IVler unter 25 nicht unbedingt Folge leisten wollen muessen.
http://www.news.de/politik/855053633/kabinett-bringt-reform-auf-den-weg/1/

Vor allem diejenigen nicht, die sich darueber bewusst sind, dass man sie auch nach der 'Buergerarbeit weiterhin traktiert.
http://narrenschiffsbruecke.blogspot.com/2010/08/burgerarbeit-die-fortfuhrung-der.html

Was Ausbildungsmethoden/Rituale angeht. Die findet man auch in anderen MonoSex-'Hirarchien wie zB. Kirche, Polizei, ... GOPs..

Das mit dem Dörrobst ist allerdings schon recht 'ausgefallen.
Bei all den Hungernden weltweit sollte man von Sexspielen mit Nahrungsmitteln ehh Abstand nehmen, wobei im Falle 'Dörrobst' durchaus vorbildlich der Verzehr gewaehrleistet wird.
Die rektal'orale Nahrungsaufnahme entspricht auch dem Prinzip der Bundeswehr: "Essen soll nicht schmecken, sondern am Leben erhalten."
Party On!

Gruss
Jake

TAMMOX hat gesagt…

Ja, deswegen bremse ich mich ja auch schon immer selbst, wenn ich über blöde US-Soldaten lästere, die so dumm sind sich in den Irak oder nach Afghanistan schicken zu lassen.

Das soziale Netz in den USA ist bekanntlich nicht so der Hit und es ist mir klar, daß Dummbatze auf dem Land ohne Jobs und Krankenversicherung oft nicht viel Auswahl außer Armee haben. Insbesondere, wenn sie wie es für Fundi-Christen typisch ist, schon mit 17 verheiratet sind und ein Balg haben.
Da bietet die US-Armee ja einige Sicherheit.


Ganz so weit ist es in Deutschland zugegebenermaßen ja noch nicht.
Bevor man nach Kunduz zwangsverschickt wird, sollte erst mal Zwangsarbeitsdienst auf dem Spargelfeld anstehen - und selbst das kriegt ja hier keiner hin.


Ich erinnere mich noch sehr genau, als ich gedraftet wurde. Es gibt zwar keine US-Wehrpflicht, aber im entsprechenden Alter muß man sich doch melden, um im Falle einer Änderung griffbereit zu sein.
Da habe ich dem Typ hier im US-Konsulat gleich gesagt, daß das nichts wird mit mir. Dazu müßte es schon einen Weltkrieg geben, wenn die USA ihre Bürger aus anderen Kontinenten abziehen, die nicht zur Armee wollen und wenn es soweit wäre, desertiere ich sowieso, bzw bin eh tot, bevor ich mich über den Atlantik wuchten kann.
Glücklicherweise ist mein Körper jetzt alt und unbrauchbar für die US-Armee.
Weit wären sie eh nicht mit mir gekommen - spätestens beim Dörrobst-Paddeltraining hätte ich Selbstmord begangen; dazu müßte ich gar nicht erst bis in den Irak kommen.

Es gibt aber auch Leute, die machen das gerne. Ich erinnere mich noch, daß in einer meiner allerletzten Schulstunden, als der Lehrer fragte, was wir jetzt so vor hätten, zwei Typen erzählten sich für 12 Jahre beim Bund zu verpflichten.
Das waren völlig normale Leute, die ich ganz gut kannte und die nicht irgendwie familiär vorbelastet waren.
Einfach so. Die meinten, daß ihnen das gefallen würde Soldat zu sein.
Da habe ich mich schon gefragt, was das Wort „Reifezeugnis“ eigentlich zu bedeuten hat, das wir da in die Hand gedrückt bekamen.

Einer von denen hat dann beim Bund Zahnmedizin studiert und hatte später seine eigene Praxis - habe ich mal gehört.
Vielleicht lag da der tiefere Grund - an der Bundeswehr-Uni gilt nicht der normale Numerus Clausus und dessen NC war viel zu schlecht, um einen normalen Studienplatz im nächsten Jahrhundert zu bekommen.
Die Bundeswehr nimmt hingegen auch das akademische Kroppzeug.

Aber damals gab es auch noch keine deutschen Auslandseinsätze…..

LGT

TAMMOX hat gesagt…

PS:
Nochmal Punkt "Dörrobst":

Guttenberg hat doch auch bei den Fallschirmspringern gedient - vielleicht war das ja eine ganz liebevolle Anspielung mit den Gummibärchen und die Soldaten haben ihrem Minister die Gummitierchen auch in den Hintern geschoben und ausgeleckt?

Quasi als ministerliches Souvenir?

Gibt es da nicht so einen Gummibärchen-Werbespruch?

"Minister-Po macht Soldaten froh?"

Haben wir das alles flasch verstanden?

Und was nimmt man für ein Paddel bei einem adeligen Minister-Po?


Fragen über Fragen......

jakebaby hat gesagt…

Erstmal 'flutschen Gummibaerchen wesentlich leichter, wobei man dann im Gegensatz zum grantigen Dörrobst kein Paddel zum vertiefen benoetigt.
Adelsstandgemaess kann man da beim KT mit einem silbernen Loeffelchen sanften Nachdruck verleihen.

'Bekannterweise pervertieren dieser Art Rituale zunehmend im Rang.
Ich war auch in einem traditionell und als 'knochig verrufenen FallschirmjaegerBataillon stationiert.
Da sollte ich auch in der ersten Nacht, nach meiner Anreise aus der Grundausbildung zur Stammeinheit, von meinen neuen Kameraden der FernmeldeGruppe die 'Dusche erhalten.
Nichts Schlimmes: Mitnaechtlich aus dem Bett gezerrt, in die Dusche geschleppt, Wasser marsch,-Bierflaschen geschuettelt,.. Pschsch... (wovon ich zuvor nichts wusste)
Die Jungs wussten 'leider nicht, dass es schon immer fatal war, mich aus dem Schlaf zu reissen und dass auch noch mit relativer Gewalt.
Zusaetzlich kam ich aus dem Kraftkampfsport und hatte fuer kurze Distanzen auch haesslichstes Knie'Ellbogentraining.
Auch die stockdunkle Stube war von Nachteil fuer die Truppe, vor allem auch, da ich der Einzige der, grob aus dem Schlaf gerissen und unter'bewusst, auf das Etablieren von Schmerzen aus war.
Als es einer der 'Gepeinigten zum Lichtschalter schaffte, sass ich immer noch brav im Bettchen.

Solche Stories machen natuerlich die Runde und am naechsten Tag wusste man, dass der neue Rotarsch zumindest physisch mit Vorsicht zu geniessen ist.

Ich moecht mir gar nicht ausmalen, wie ich wohl auf 'Ideen wie zB. Dörrobst reagiert haette.
Waffenkammer? :-)

Gruss
Jake

TAMMOX hat gesagt…

Adelsstandgemaess kann man da beim KT mit einem silbernen Loeffelchen sanften Nachdruck verleihen.

NATÜRLICH!

Was bin ich doch nur für ein phantasieloser Depp!

Das liegt ja wohl auf der Hand - wozu sollten Leute wie er denn sonst mit einem silbernen oder gar güldenen Löffelchen im Mund geboren worden sein???

Jetzt geht mir ein Licht auf.

Überhaupt sehe ich das enorme Angebot an Weingummi und anderem Haribo-Dreck (macht Kinder froh UND ERWACHSENE EBENSO) nun mit ganz anderen - nämlich wissenden - Augen.

Ich muß unbedingt morgen beim grocery-shopping mal das entsprechende Regal genauer unter die Lupe nehmen und es unter dem Bundeswehr-anal-Aspekt betrachten.

Da gehe ich seit Dekaden an diesen vermeidlichen Fressalien vorbei und entdecke jetzt erst, daß es sich um eatable butt-plugs handelt.
Gut, daß es Blogs gibt.

Deine Fallschirm-Dusch-Geschichte ist auch nett.

Ich bin mir nur nicht so sicher, ob der Ausgang des Ganzen seinen Grund in Deiner Kampfsport-Tüchtigkeit hat.

Vielleicht warst Du einfach auch nur ein SCHLECHTER Soldat.
Denn ein guter, sich in die Hierarchie einfügender Untertan, hätte doch mit Freuden seine Eingliederung als unterstes Subjekt akzeptiert.

Wer in dem Verein richtig Karriere machen will, sollte frohgemut jede anale Demütigung hinnehmen und sich schon darauf freuen in Bälde selbst eine Stufe höher zu steigen und damit einen Untergebenen zu haben, den man ebenfalls ein bißchen Foltern und Quälen kann.

Falls Dir bei Deiner Geburt nicht der ein oder andere Edelmetalllöffel in irgendwelchen Körperöffnungen steckte, hättest Du mal mehr die Methode Fahrradfahrer (nach oben buckeln und nach unten treten) anwenden müssen.

Vielleicht wärest Du dann jetzt GENERAL!!!!

LGT