TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!
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Mittwoch, 8. Juni 2011

Ich klage an!

Als eine der ganz großen Geißeln der Menschheit hat sich die Römisch-katholische Kirche schon oft großen Anklagen gegenüber gesehen.

Viele dieser „Prozesse“ sind weltberühmt geworden.

Am bekanntesten ist womöglich der Furor des Obrigkeits-fanatischen Antisemiten Martin Luther, der seine 95 Thesen angeblich im Jahre 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberge hämmerte.

Ein besonders berühmter Prozess gegen die katholische Kirche in literarischer Form ist Fjodor Michailowitsch Dostojewskis „Großinquisitor.
Es handelt sich eigentlich um ein Kapitel aus den „Brüdern Karamasow“, welches aber auch einzeln gedruckt und verkauft wird.
Die Anklage gegen die RKK gilt heute unbestritten als eins der größten Meisterwerke der Weltliteratur.

"'Die Brüder Karamasow' ist der großartigste Roman, der je geschrieben wurde, die Episode des Großinquisitors eine der Höchstleistungen der Weltliteratur."
(Siegmund Freud)

Die bedeutendste historische Anklage gegen die Kirche dürfte das zehn-bändige Hauptwerk Karl-Heinz Deschners; „die Kriminalgeschichte des Christentums“ sein.
Seit 1986 sind neun Bände in vielen Sprachen erschienen - ein absolutes MUST-HAVE für jeden Kirchenkritiker weltweit.

Eine eindrucksvolle strafrechtliche Anklage gegen die RKK hat die Kanzlei Dr. jur. Christian Sailer und Dr. jur. Gert-Joachim Hetzel beim Chefankläger des internationalen Gerichtshofes in Den Haag eingereicht.
(„Strafanzeige gegen Dr. Joseph Ratzinger, Papst der röm.-kath. Kirche wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gem. Art.7 IStGH-Statut")
Dabei belegen die Juristen eindrucksvoll unter anderem die Verantwortung Ratzingers für das „angsterregende Kirchenregiment“, welches durch Zwangsmitgliedschaft, Psychoterror, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das mörderische Kondomverbot, die weltweiten Sexualverbrechen katholischer Priester, die Praxis der Vertuschung, die Begünstigung und Wiedereinsetzung der Täter und Gehorsam mit Todesfolge geprägt sei.


Ich will nur einen winzigen Teilaspekt herauspicken und dafür ganz konkret die Bischöfe MORALISCH anklagen.

Es geht um die sexuellen Übergriffe auf kleine Jungs durch katholische Priester und Mönche, die seit Anfang 2010 in Deutschland in den Schlagzeilen sind.

Ein extrem unschöner Aspekt waren für mich dabei die Bischöfe Andreas Laun und Hans-Jochen Jaschke, welche in verschiedenen Talkshows auf die Fragen weswegen denn die RKK nicht viel früher gegen Sexualtäter in ihren eigenen Reihen eingeschritten sei, fröhlich in die Kamera logen, daß man ja jetzt erst von den Fällen erfahren habe und sich das vorher einfach nicht habe vorstellen können.
Das ist schon dreist. Ich erinnere nur daran, daß unter anderem seit Bestehen dieses Blogs (2007) über derartige sexuelle Übergriffe berichtet wird. Dabei verfüge ich über keinerlei geheime Informationen, die ich mir irgendwie investigativ oder konspirativ verschafft hätte, sondern greife lediglich auch ganz normale öffentlich zugängliche Quellen zurück.
Auch in Massenblättern wie Süddeutsche Zeitung oder DER SPIEGEL wurde seit vielen Jahren über pädoperverse Priester berichtet.
Nur die katholischen Bischöfe wollen das nicht gelesen haben?

Nach über einem Jahr „Rundem Tisch“ hat die Katholische Kirche Deutschlands immer noch keinen Cent Entschädigung an die seelisch zerstörten Opfer ihrer Sexpriester bezahlt.

Das moralische Versagen der Kirchenfürsten, welche von Frau Merkel als Ethik-Experten eben noch in die Atomausstiegskommission berufen wurden, ist eklatant.

Raphael Hildebrandt und Gerhard Maier, die beiden Missbrauchsopfer, welche im vorgestrigen REPORT-MAINZ portraitiert wurden, betteln und bitten seit 13 Monaten bei der Katholischen Kirche um eine Anerkennung ihrer Leiden.

An Gerhard Maier […] verging sich der damalige [Oberharmersbacher] Pfarrer [Franz B.] bis zu dreimal die Woche. Insgesamt rund 900 mal. Raphael Hildebrandt wurde acht Jahre lang, mehr als 400 mal missbraucht.
(SWR.de)



Es geht um lumpige 5000 Euro, die die RKK möglicherweise bereit sein könnte zu zahlen - in einem Fall also 5,50 Euro pro Vergewaltigung und im anderen Fall ganze 12,50 pro Vergewaltigung.

Auf dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz können sich die Opfer - MAL WIEDER NICHT - verlassen.

»Wir sind bereit auch zu finanziellen Leistungen, zu Hilfen. Die Frage Entschädigung ist ein schwieriger Begriff, denn wie kann man so etwas schwieriges Entschädigen. Aber wir sind bereit, auch finanziell mit einzusteigen.«
(Robert Zollitsch, 23.09.2010, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)

Rechtsanwalt Ingo Lenßen vertritt Maier und Hildebrandts Interessen gegenüber der RKK und wurde bisher nur abgeblockt.
Nach wie vor erwartet die Kirche, daß die Opfer schweigen.
„Ansprüche“ haben sie ohnehin nicht.

Denn die Opfer sind in der Rolle des Bittstellers. Die Straftaten des ehemaligen Oberharmersbacher Pfarrers Franz B. sind verjährt, rechtlich gibt es damit keinen Anspruch auf Geld. Darauf haben die Anwälte der Erzdiözese Freiburg schriftlich auch immer wieder hingewiesen.

Zitat: „Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung habe das Erzbistum eine Haftung bereits dem Grunde nach zu bestreiten“.

O-Ton, Ingo Lenßen, Rechtsanwalt: »Wenn man diesen Satz so verstehen will, dann muss man daraus schließen, dass meinen Mandanten aufgezeigt wird, wenn ihr vor Gericht zieht, werden wir feststellen, dass wir nicht in der Pflicht stehen, dass wir zu keiner Zahlung verpflichtet sind.«

Frage: Was heißt das für Ihre Mandanten?

O-Ton, Ingo Lenßen, Rechtsanwalt: »Dass sie still sein sollen, dass sie abwarten sollen. Dass sie abwarten sollen auf das, was man ihnen schlussendlich anbietet

(SWR.de)

Ich kann mir kaum etwas Amoralischeres vorstellen als diese beiden Männer nach wie vor am ausgestrecken Arm verhungern zu lassen und sie hinzuhalten, bis sie vielleicht irgendwann mal die üppigen Fünf Euro Fünzig pro analer Vergewaltigung* bekommen.

*(»Ich habe eine Darmerweiterung und bin deshalb auch zum Arzt gegangen. Die Ärztin hat mich daraufhin auch gleich gefragt, ob ich irgendwelche außergewöhnlichen Sexpraktiken praktiziere.“ - Gerhard Maier)

Was ist das eigentlich für eine KIRCHE, in der sich von 68 Bischöfen und Weihbischöfen (Stand 2009) NICHT EIN EINZIGER genügend für den Umgang mit Raphael Hildebrandt und Gerhard Maier schämt, daß er aus seiner Privattasche 5000 Euro, also gerade mal EIN HALBES MONATSGEHALT, an die beiden zahlt???

Das sind alles Kirchenfürsten, die verantwortlich für alles sind, das in ihren Bistümern geschieht.

Dafür beziehen sie zwischen 8000 und 13.000 Euro MONATSGEHALT vom Steuerzahler.

Insgesamt zahlt der Staat jährlich 540 Millionen an Staatsleistungen an die Kirche.

Diese 540 Millionen Euro Staatsleistungen nach Art. 140 GG i.V. mit Art. 138, 1 WRV sind nur ein kleiner Teil der staatlichen Zahlungen, Begünstigungen, Zuschüsse und Subventionierung der Kirchen, ihrer Einrichtungen und Mitglieder aus Steuergeldern, die sich 2009 auf insgesamt 19,3 Milliarden Euro beliefen (u.a. durch Absetzbarkeit der Kirchensteuer, staatliche Finanzierung des Religionsunterrichts, der Militärseelsorge, der Theologischen Fakultäten etc.)
(Korso)

Hinzu kommen 4.794 Millionen Euro, die allein die RKK 2010 durch die sogenannte Kirchensteuer einnahm.

68 aktive Bischöfe vertreten offiziell eine Religion, die zur Armut ermahnt und dennoch bringt es NICHT EIN EINZIGER VON IHNEN fertig, einem 900 mal vergewaltigtem Jungen ein halbes Monatsgehalt abzugeben!

Ich klage die nachfolgend aufgeführten Herren der totalen moralischen Inkompetenz an.

Sie sind echte Negativbeispiele für menschlichen Anstand.

Ich schlage dringend vor die Anrede „Hochwürden“ in „Niedrigstwürden“ umzuändern.


Dr. Ulrich Neymeyr, Weihbischof in Mainz Karl Borsch, Weihbischof in Aachen, Jörg Michael Peters, Weihbischof in Trier, Dr. Karlheinz Diez, Weihbischof in Fulda, Manfred Grothe, Weihbischof in Paderborn, Ulrich Boom, Weihbischof in Würzburg, Ludger Schepers, Weihbischof in Essen, Hubert Berenbrinker, Weihbischof in Paderborn, Reinhard Pappenberger, Weihbischof in Regensburg, Dr. Johannes Bündgens, Weihbischof in Aachen, Dr. Stephan Ackermann, Weihbischof in Trier, Dr. Heiner Koch, Weihbischof in Köln, Dr. Reinhard Hauke, Weihbischof in Erfurt, Matthias König, Weihbischof in Paderborn, Thomas Maria Renz, Weihbischof in Rottenburg-Stuttgart, Dr. Franz Dietl, Weihbischof in München/ Freising, Rainer Klug, Weihbischof in Freiburg, Dr. Dr. Anton Losinger, Weihbischof in Augsburg, Dr. Bernd Uhl, Weihbischof in Freiburg, Heinrich Timmer evers, Weihbischof in Münster, Dr. Rainer Woelki, Weihbischof in Köln, Dr. Werner Guballa, Weihbischof in Mainz, Dr. Johannes Kreidler, Weihbischof in Rottenburg-Stuttgart, Hans-Georg Koitz, Weihbischof in Hildesheim, Dr. Bernhard Haßlberger, Weihbischof in München/ Freising, Josef Grünwald, Weihbischof in Augsburg, Otto Georgens, Weihbischof in Speyer, Manfred Melzer, Weihbischof in Köln, Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, Weihbischof in Hildesheim, Franz Vorrath, Weihbischof in Essen, Norbert Werbs, Weihbischof in Hamburg, Dr. Paul Wehrle, Weihbischof in Freiburg, Wolfgang Weider, Weihbischof in Berlin, Engelbert Siebler, Weihbischof in München/Freising, Heinrich Janssen, Weihbischof in Münster, Werner Radspieler, Weihbischof in Bamberg, Dr. Josef Voß, Weihbischof in Münster, Dr. Hans-Jochen Jaschke, Weihbischof in Hamburg, Dr. Konrad Zdarsa, Bischof von Görlitz, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Bischof von Limburg, Dr. Karl-Heinz, Wiesemann, Bischof von Speyer Robert Brahm, Weihbischof in Trier, Dr. Franz-Josef Overbeck, Weihbischof in Münster Petro Kryk, Bischof, Apost. Exarch für die Ukrainer, Gerhard Pieschl, Weihbischof in Limburg, Theodor Kettmann, Weihbischof in Osnabrück, Heinz Josef, Algermissen, Bischof von Fulda, Wilhelm Schraml, Bischof von Passau, Dr. Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg Dr. Felix Genn, Bischof von Essen, ernannter Bischof von Münster, Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg, Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg, Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim, Dr. Gregor Maria Hanke OSB, Bischof von Eichstätt, Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn, Dr. Reinhard Marx, Erzbischof v. München u. Freising, Dr. Joachim Wanke, Bischof von Erfurt, Joachim Reinelt, Bischof von Dresden-Meißen, Dr. Heinrich Mussinghoff, Bischof von Aachen, Dr. Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück Dr. Walter Mixa, Bischof von Augsburg, Dr. Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg- Stuttgart Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg Dr. Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg Dr. Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg

Montag, 31. Dezember 2007

Christliche Sätze zum Ausklang des Jahres 2007

Fragt man sich doch überhaupt, warum der Herr nur seinen Jüngern erschien und nicht auch seinen Anklägern und Richtern, vor denen er den Glauben an seine Auferstehung ja viel wirksamer hätte begründen können.

(Karlheinz Deschner, dt. Autor u. Historiker, *1924)

Die Kirche rollt durch die neue Zeit dahin wie ein rohes Ei. So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen... Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als "sittenlos", "lasterhaft", "heidnisch" hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten sehe, munter und frisch zum Mord hetzend, das Wort der Liebe in das Wort des Staates umfälschend - ich mag es nicht hören. Wer nimmt darauf Rücksicht?

(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Zur selben Stunde, in der Unser Herr Jesus Christ es zuließ, daß er für und den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, daß die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten...
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab Unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld.

(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

Seit Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchengeschichte, wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.

(Karlheinz Deschner, 'Die Kirche des Unheils')

Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten.

(Claire Goll, frz.-dt. Schriftstellerin, 1891-1977)

Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen...sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

Das ist der Grundgedanke: daß wir alle schlecht wären, hielten wir uns nicht an die christliche Religion. Mir scheint es, daß der größte Teil der Menschen, die sich daran gehalten hatte, außerordentlich schlecht war. Es ergibt die seltsame Tatsache, daß die Grausamkeit um so größer und die allgemeine Lage um so schlimmer waren, je stärker die Religion in ihrer vollen einer Zeit und je fester der dogmatische Glaube war.

(Bertrand Russell, brit. Philosoph, Mathematiker u. Sozialkritiker, 1872-1970; Warum ich kein Christ bin)

Ich bin überzeugt, daß die christliche Religion seit Konstantin mehr Menschen vernichtet hat als es heute Einwohner in Europa gibt.

(Voltaire, franz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes.

(Peter Fürer, schweizer Autor, 'Was die Kirchen verheimlichen')

Ja, das Christentum ist durch unsühnbare Verbrechen geschändet worden, die sich in dieser Form und Ausdehnung in keiner der anderen hohen Religionen nachweisen lassen. Weder der Islam noch der Buddhismus, noch der Hinduismus haben auch nur entfernt so viele Menschen um ihren Glaubens willen getötet wie die christlichen Kirchen.

(Friedrich Heiler, Religionswissenschaftler)

Alle in theologischen Werken üblichen Verherrlichungen des Christentums, daß es im Mittelalter wenigstens die Sklaverei abgeschafft habe, beruhen auf krasser Unwissenheit oder verlogender Apologetik. Ungefähr das Gegenteil ist wahr...Wo sie in Europa aufhörte, sind politische und ökonomische Verhältnisse die Ursache; niemals aber ein Verbot der Kirche. Ja, die Sklaverei nimmt in Südeuropa gegen Ende des Mittelalters einen Aufschwung, und die Kirche ist nicht bloß am Sklavenbesitz beteiligt, sondern verhängt auch geradezu Versklavung als Strafe in den verschiedensten Fällen.

(Ernst Troeltsch, ev. Theologe, Philosoph u. Historiker, 1865-1923)

Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann.

(Helmut Gollwitzer, dt. ev. Theologe, 1908-1993)

Es ist eine unbestrittene Wahrheit, daß die Päpste Jahrhunderte lang an der Spitze eines Mord- und Raubsystems gestanden haben, das mehr Menschenleben geschlachtet, als irgend ein Krieg oder eine Seuche "im Namen Gottes und Christi". Der Weg des Papsttums ist ein Weg des Grauens und Entsetzens. Rechts und links ist er eingesäumt von Tausenden von Scheiterhaufen und Tausenden von Blutgerüsten. Prasselnd schlagen die Flammen zum Himmel empor.

(Graf Paul von Hoensbroech, Philosoph)

Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich unterstützt von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wußten, der Blitzschlag wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere Sünde zu bestrafen...

(Bertrand Russell, Essays in skepticism)


Das in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.

(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftst. und Physiker, 1742-1799)

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Christliches Brauchtum

Man veranstaltet prunkvolle Autodafés*, bei denen man, manchmal vor 200.000 Zuschauern, Menschen massenweise ermordet. Man steckt sie auf ihrem letzten Weg noch unter einen Narrenhut, zwickt sie mit glühenden Zangen, schlägt ihnen zuweilen die rechte Hand ab und singt dann, während sie, je nach Windrichtung, ersticken oder langsam verbrennen: 'Großer Gott, wir loben dich.'
(Karlheinz Deschner, dt. Kirchenkritiker, 'Die Kirche des Unheils')

Man warf Montezuma vor, daß er Gefangene seinen Göttern opfere: was würde er wohl gesagt haben, wenn er ein Autodafé* gesehen hätte?
(Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)

*Autodafé (aus port. auto da fé von lat. actus fidei, Glaubensakt) bezeichnet die Vollstreckung eines Urteils der Inquisition oder eines Glaubensgerichts, beispielsweise die Verbrennung eines Ketzers oder Verbrennung ketzerischer Bücher. Dazu Meyers Konversationslexikon von 1888 schreibt dazu zum Ablauf einer solchen Veranstaltung:

In Prozessionen führte man die zum Tod verurteilten Ketzer, welche barfuß gingen und mit dem Sanbenito und einer spitzen Mütze angethan waren, und hinter denen die Bildnisse entflohener und in Särgen die Leichname verstorbener Angeklagten hergetragen wurden, zur Kirche, wo die Verurteilten mit ausgelöschter Kerze in der Hand vor einem Kruzifix aufgestellt wurden, um ihr Urteil zu vernehmen. Darauf wurden sie dem weltlichen Richter überliefert und gefesselt in den Kerker zurückgebracht, um von da zum Richtplatz geführt zu werden. Widerriefen sie schließlich noch ihre Ketzerei, so wurden sie vorher erdrosselt, im entgegengesetzten Fall aber lebendig verbrannt und mit ihnen die Bildnisse und Gebeine der entflohenen oder verstorbenen Angeklagten.

Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten.
(Claire Goll, frz.-dt. Schriftstellerin, 1891-1977)

Montag, 24. Dezember 2007

Christliche Sätze zu Heiligabend

So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.

(Adolf Hitler)

Ich tat reinen Gewissens und gläubigen Herzens meine Pflicht.
(Adolf Eichmann, SS-Obersturmbannführer und Massenmörder)

Gottgläubig war ich im Leben, und gottgläubig sterbe ich.
(Die letzten Worte des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmanns vor seiner Hinrichtung im Jahre 1962)

Wir haben Soldaten nötig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten. Die setzen alles ein.
(Adolf Hitler zu Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück)

Die katholische Kirche hat 1500 Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen...Ich gehe zurück auf die Zeit, was man 1500 Jahre lang getan hat...und vielleicht erweise ich dem Christentum den größten Dienst.
(Adolf Hitler)

Es gibt nur wenige Männer...und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert - Adolf Hitler -. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, daß wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt.
(Kathol. Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln 20.4.1941)

Kein einziger deutscher Bischof aber war als Häftling in einem Hitler-KZ. Bischof Berning hat sogar einige KZs besucht, hat die Lagereinrichtungen, die Wachen gelobt, die Häftlinge zu Gehorsam und Treue gegen Volk und Führer ermahnt und seine Predigt mit einem dreifachen 'Sieg Heil' beschlossen.
(Karlheinz Deschner, Der Anti-Katechismus)

Gott hat es zugelassen, daß das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens.
(Kathol.Kirchenblatt für das nördl. Münsterland 9.3.1941 )

Es ist eine Tatsache, daß niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizierung gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrachten.
(A. Tondi, ehemals Jesuit und Professor an der päpstlichen Gregoriana)