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Sonntag, 4. September 2011
Kurze Bemerkungen zu MeckPomm.
Das habe ich natürlich schon gerne, wenn es ordentlich und übersichtlich zugeht - bei der Berliner Runde.
Zu Deppendorfs Rechten saßen drei Männer (Generalsekretäre von CDU, FDP und CSU), zu seiner Linken drei Frauen von SPD, Linke und Grünen.
Alle Männer hatten verloren, während alle drei Frauen gewonnen hatten.
(Ausnahme Doofbrindt aus Bayern, dessen Partei nicht zur Wahl stand.)
So soll es sein. Schön, daß auch die NPD gegenüber 2006 verloren hat, wenn sie auch unglücklicherweise knapp über 5% blieb.
So ähnlich war der Wahlausgang auch von allen Umfragen vorausgesehen worden - allerdings hatte man Schwarz/gelb sogar noch überschätzt. Statt den prognostizierten 28-30% kam die CDU im Heimatland der CDU-Bundesvorsitzenden nur auf armselige 23% und die FDP kratzte auch nicht wie erwartet an der 5%-Hürde rum, sondern landete bei verdienten 2, irgendwas %.
Am 13. Mai 2011 war Philipp Rösler mit 95% zum neuen Bundesvorsitzenden seiner Partei gewählt worden.
Die FDP müsse sich endlich wieder den "Brot- und Butterthemen" zuwenden, hatte Rösler bei der Übernahme der FDP-Spitze gefordert.
(Stern 27.07.2011)
Ab heute werde er liefern verkündete er damals.
Der Lieferservice Rösler scheint nach den 2,4% für die FDP bei der Landtagswahl am 22. Mai in Bremen schon wieder seinen Betrieb eingestellt zu haben.
Bei der letzten Landtagswahl des Jahres in zwei Wochen in Berlin, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Zwei vorm FDP-Komma stehen.
Der FDP-Chef tat auch heute das, wofür er bisher berühmt geworden ist - nämlich gar nichts.
So wie er schon im Mai zu schwach war Westerwelle aus dem Außenamt zu drängen, so wie er sich die letzten beiden Wochen durch die neue Westerwelle-Krise lavierte, ohne den Mumm aufzubringen seinen Vorgänger vom Hof zu jagen, trat er auch heute gar nicht erst in Erscheinung.
No Rösler at all.
Für die liberalen Loser laberte lediglich Lindi.
Der frisch verheiratete Generalsekretär zeigte stolz überall seinen Ehering in die Kameras - aber daß er offensichtlich doch nicht schwul ist, erweist sich auch nicht als große Hilfe für seine mit dem Tode ringende Partei.
Als rhetorisches Schmankerl plagiierte er heute einen Satz Brüderles, den er ungeniert und unvariert unablässig vor jeder Kamera aufsagte:
Die FDP werde sich jetzt auf die „Brot- und Butter-Themen konzentrieren“ - gemeint sind Eurostabilität, Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Aha.
Also mal ganz was Neues.
Nach den Landtagswahl-Desastern von Mainz und Stuttgart Ende März 2011 klang das so:
Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle kritisierte das Erscheinungsbild seiner Partei, ohne Westerwelle namentlich zu nennen. Die Partei müsse sich auf das besinnen, was sie bei der vergangenen Bundestagswahl so stark gemacht habe. "Wir brauchen einen klaren Kurs. Gefragt sind unsere Brot-und-Butter-Themen: Soziale Marktwirtschaft, Bildung, Bürgerrechte und Steuergerechtigkeit", sagte Brüderle der "Bild"-Zeitung.
(Spon 31.03.2011)
Als Schwarzgelb im Bund dann auf insgesamt nur noch 33% sank, hieß es im April 2011:
Brüderle riet seiner Partei, sich auf urliberale Themen zu konzentrieren, um die Krise zu überwinden. "Wir müssen uns auf unsere Brot- und Butter-Themen besinnen - Soziale Marktwirtschaft, Bildung, Bürgerrechte, Steuergerechtigkeit", wiederholte er.
(Ntv.de)
Vor einigen Tagen dann noch nie Gehörtes:
Auf der Fraktionsklausur in Bergisch Gladbach befassten sich die Liberalen laut Parteichef Rainer Brüderle drei Tage lang mit „Brot- und Butterthemen.“.
Drei Tage lang habe sich die FDP mit „Brot- und Butterthemen“ befasst und den Kurs für die zweite Hälfte der Legislaturperiode abgesteckt. Dazu gehöre die weitere steuerliche Entlastung der Bürger genauso wie ein klarer Kurs bei der Euro-Rettung.
(Focus 01.09.2011)
In Schwerin senkten die Wähler zu einem derartigen Geschwurbel lieber gleich die Daumen.
Das Portal „liberale.de“ hatte nach dem 2%-Tal-Ergebnis spannende Formulierungen zu bieten:
"Wir haben uns keine Illusionen gemacht." Die Enttäuschung sei trotzdem groß. Lindner kündigte an, dass die FDP sich nun mit "Disziplin und Geschlossenheit und den Brot-und Butterthemen der Liberalen wieder das Vertrauen der Bürger erarbeiten" werde.
(04.09.2011)
In dem letzten halben Jahr haben wir also eine bemerkenswert eindimensionale FDP-Sprachregelung erfahren.
Brot und Butter sollen scheinbar irgendwie volksnah rüberkommen.
Reden alleine reicht aber offenbar doch nicht für eine Partei, die den Außen - und Wirtschaftsminister stellt, aber rein gar nichts damit anzufangen weiß.
Dabei ist jetzt genau die Zeit, in der die Themen besonders wichtig sind - die internationale Eurokrise nämlich erfordert außenpolitisch koordinierte Wirtschaftspolitik.
Das sind allerdings unglücklicherweise Themen, bei den die liberalen Lutscher im höchsten Maße inkompetent sind.
Der FDP ist in den letzten Jahren oft vorgehalten worden, sie sei zur Ein-Thema-Partei verkommen, die nur noch in der Steuerpolitik über Kompetenz verfüge.
Dieser Vorwurf ist falsch - denn die Liberalen verfügen in der Steuerpolitik über gar keine Kompetenz mehr. Das hat diese Woche gezeigt, in der die FDP die Einführung einer Finanztransaktionsteuer in den 17 Euro-Ländern vorerst zum Scheitern brachte, Steuersenkungen für Besserverdiener (Solidaritätszuschlag) ankündigte und die Bereitschaft begüterter Unternehmer, Musiker und Schauspieler, mehr Steuern zu zahlen, ins Lächerliche zog. Wer so eindimensional tickt und Steuererhöhungen unabhängig von der Frage, ob sie sinnvoll wären oder nicht, zum Tabu erklärt, ist als Gesprächspartner nicht mehr ernst zu nehmen.
(Claus Hulverscheidt SZ 03.09.2011)
Die Liberalen sind erledigt und abgesehen davon, daß Kommentatoren von F.A.Z. bis taz mit Genuß und Verve auf Westerwelle eindreschen, ist das einzig Bemerkenswerte an dem selbst verschuldeten Untergang einer der klassischen westdeutschen Nachkriegsparteien nur der Umstand, daß keiner ein Wort des Bedauerns findet.
Nach 60 Jahren FDP in Deutschland wird sie ohne Trauerfeier und ohne Kondolenzbuch auf der Müllhalde der Geschichten landen.
Keine Träne wird fließen, keiner wird sie vermissen.
Sie hat nur noch den politischen Stellenwert eines Furunkels am Arsch oder einer Warze an der Nase - wenn die endlich weg sind, will man auch nicht mehr daran zurückdenken jemals unter so etwas gelitten zu haben.
Zu Deppendorfs Rechten saßen drei Männer (Generalsekretäre von CDU, FDP und CSU), zu seiner Linken drei Frauen von SPD, Linke und Grünen.
Alle Männer hatten verloren, während alle drei Frauen gewonnen hatten.
(Ausnahme Doofbrindt aus Bayern, dessen Partei nicht zur Wahl stand.)
So soll es sein. Schön, daß auch die NPD gegenüber 2006 verloren hat, wenn sie auch unglücklicherweise knapp über 5% blieb.
So ähnlich war der Wahlausgang auch von allen Umfragen vorausgesehen worden - allerdings hatte man Schwarz/gelb sogar noch überschätzt. Statt den prognostizierten 28-30% kam die CDU im Heimatland der CDU-Bundesvorsitzenden nur auf armselige 23% und die FDP kratzte auch nicht wie erwartet an der 5%-Hürde rum, sondern landete bei verdienten 2, irgendwas %.
Am 13. Mai 2011 war Philipp Rösler mit 95% zum neuen Bundesvorsitzenden seiner Partei gewählt worden.
Die FDP müsse sich endlich wieder den "Brot- und Butterthemen" zuwenden, hatte Rösler bei der Übernahme der FDP-Spitze gefordert.
(Stern 27.07.2011)
Ab heute werde er liefern verkündete er damals.
Der Lieferservice Rösler scheint nach den 2,4% für die FDP bei der Landtagswahl am 22. Mai in Bremen schon wieder seinen Betrieb eingestellt zu haben.
Bei der letzten Landtagswahl des Jahres in zwei Wochen in Berlin, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Zwei vorm FDP-Komma stehen.
Der FDP-Chef tat auch heute das, wofür er bisher berühmt geworden ist - nämlich gar nichts.
So wie er schon im Mai zu schwach war Westerwelle aus dem Außenamt zu drängen, so wie er sich die letzten beiden Wochen durch die neue Westerwelle-Krise lavierte, ohne den Mumm aufzubringen seinen Vorgänger vom Hof zu jagen, trat er auch heute gar nicht erst in Erscheinung.
No Rösler at all.
Für die liberalen Loser laberte lediglich Lindi.
Der frisch verheiratete Generalsekretär zeigte stolz überall seinen Ehering in die Kameras - aber daß er offensichtlich doch nicht schwul ist, erweist sich auch nicht als große Hilfe für seine mit dem Tode ringende Partei.
Als rhetorisches Schmankerl plagiierte er heute einen Satz Brüderles, den er ungeniert und unvariert unablässig vor jeder Kamera aufsagte:
Die FDP werde sich jetzt auf die „Brot- und Butter-Themen konzentrieren“ - gemeint sind Eurostabilität, Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Aha.
Also mal ganz was Neues.
Nach den Landtagswahl-Desastern von Mainz und Stuttgart Ende März 2011 klang das so:
Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle kritisierte das Erscheinungsbild seiner Partei, ohne Westerwelle namentlich zu nennen. Die Partei müsse sich auf das besinnen, was sie bei der vergangenen Bundestagswahl so stark gemacht habe. "Wir brauchen einen klaren Kurs. Gefragt sind unsere Brot-und-Butter-Themen: Soziale Marktwirtschaft, Bildung, Bürgerrechte und Steuergerechtigkeit", sagte Brüderle der "Bild"-Zeitung.
(Spon 31.03.2011)
Als Schwarzgelb im Bund dann auf insgesamt nur noch 33% sank, hieß es im April 2011:
Brüderle riet seiner Partei, sich auf urliberale Themen zu konzentrieren, um die Krise zu überwinden. "Wir müssen uns auf unsere Brot- und Butter-Themen besinnen - Soziale Marktwirtschaft, Bildung, Bürgerrechte, Steuergerechtigkeit", wiederholte er.
(Ntv.de)
Vor einigen Tagen dann noch nie Gehörtes:
Auf der Fraktionsklausur in Bergisch Gladbach befassten sich die Liberalen laut Parteichef Rainer Brüderle drei Tage lang mit „Brot- und Butterthemen.“.
Drei Tage lang habe sich die FDP mit „Brot- und Butterthemen“ befasst und den Kurs für die zweite Hälfte der Legislaturperiode abgesteckt. Dazu gehöre die weitere steuerliche Entlastung der Bürger genauso wie ein klarer Kurs bei der Euro-Rettung.
(Focus 01.09.2011)
In Schwerin senkten die Wähler zu einem derartigen Geschwurbel lieber gleich die Daumen.
Das Portal „liberale.de“ hatte nach dem 2%-Tal-Ergebnis spannende Formulierungen zu bieten:
"Wir haben uns keine Illusionen gemacht." Die Enttäuschung sei trotzdem groß. Lindner kündigte an, dass die FDP sich nun mit "Disziplin und Geschlossenheit und den Brot-und Butterthemen der Liberalen wieder das Vertrauen der Bürger erarbeiten" werde.
(04.09.2011)
In dem letzten halben Jahr haben wir also eine bemerkenswert eindimensionale FDP-Sprachregelung erfahren.
Brot und Butter sollen scheinbar irgendwie volksnah rüberkommen.
Reden alleine reicht aber offenbar doch nicht für eine Partei, die den Außen - und Wirtschaftsminister stellt, aber rein gar nichts damit anzufangen weiß.
Dabei ist jetzt genau die Zeit, in der die Themen besonders wichtig sind - die internationale Eurokrise nämlich erfordert außenpolitisch koordinierte Wirtschaftspolitik.
Das sind allerdings unglücklicherweise Themen, bei den die liberalen Lutscher im höchsten Maße inkompetent sind.
Der FDP ist in den letzten Jahren oft vorgehalten worden, sie sei zur Ein-Thema-Partei verkommen, die nur noch in der Steuerpolitik über Kompetenz verfüge.
Dieser Vorwurf ist falsch - denn die Liberalen verfügen in der Steuerpolitik über gar keine Kompetenz mehr. Das hat diese Woche gezeigt, in der die FDP die Einführung einer Finanztransaktionsteuer in den 17 Euro-Ländern vorerst zum Scheitern brachte, Steuersenkungen für Besserverdiener (Solidaritätszuschlag) ankündigte und die Bereitschaft begüterter Unternehmer, Musiker und Schauspieler, mehr Steuern zu zahlen, ins Lächerliche zog. Wer so eindimensional tickt und Steuererhöhungen unabhängig von der Frage, ob sie sinnvoll wären oder nicht, zum Tabu erklärt, ist als Gesprächspartner nicht mehr ernst zu nehmen.
(Claus Hulverscheidt SZ 03.09.2011)
Die Liberalen sind erledigt und abgesehen davon, daß Kommentatoren von F.A.Z. bis taz mit Genuß und Verve auf Westerwelle eindreschen, ist das einzig Bemerkenswerte an dem selbst verschuldeten Untergang einer der klassischen westdeutschen Nachkriegsparteien nur der Umstand, daß keiner ein Wort des Bedauerns findet.
Nach 60 Jahren FDP in Deutschland wird sie ohne Trauerfeier und ohne Kondolenzbuch auf der Müllhalde der Geschichten landen.
Keine Träne wird fließen, keiner wird sie vermissen.
Sie hat nur noch den politischen Stellenwert eines Furunkels am Arsch oder einer Warze an der Nase - wenn die endlich weg sind, will man auch nicht mehr daran zurückdenken jemals unter so etwas gelitten zu haben.
Samstag, 13. August 2011
Einstein
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
Albert Einstein
Die Einschläge krachen immer näher an der Bundeskanzlerin zu Boden.
Ihre eigene Partei murrt und mosert, die Bayern balgen und die fabelhafte FDP gibt nach 100 Tagen Rösler alles dafür um von den großzügigen 3% in der Sonntagsfrage auf 1% zu springen.
Die einstige Queen der EU wird weitgehend auch im Ausland als krasse Fehlbesetzung im Kanzleramt angesehen.
Nach menschlichem Ermessen kann die Merkel eigentlich keine dritte Amtszeit erreichen.
Ohnehin sind in „normalen“ Zeiten ca acht Jahre die übliche Spanne, die ein Mensch an der Regierungsspitze Deutschlands aushält. Wie Schmidt und Schröder war eigentlich auch Kohl zum Ende seiner zweiten Amtszeit völlig am Ende. Ohne die Maueröffnung hätte man ihn sicherlich 1990 abgewählt.
Eigentlich also an der Zeit, daß die Kanzlerin sich schon mal nach einem netten Post-Kanzler-Job bei einem der vielen Konzerne umsieht, denen sie die Milliarden willfährig zuschaufelte.
Vermutlich ist Brigitte Baumann schon aktiv dabei die BILD-Redakteure abzuklappern, um einen seichten Ghostwriter für die ab 2013 fälligen Kanzlerinnen-Memoiren zu finden.
Legt man Merkels geistigen Output ihrer 16 Jahre Regierung (Ministerin 1990-1998 und Kanzlerin 2005-2013) zu Grunde, reicht für ihre Memoiren sicherlich ein kurzes Faltblatt aus.
Macht ja auch nichts - da ihre besten Freundinnen, Friede Springer und Liz Mohn, beides Milliarden-schwere Verlegerinnen sind, wird ihr Buchhonorar sicher unabhängig vom Inhalt des Werkes üppig genug ausfallen.
Die Opposition hingegen, insbesondere also die (derzeit noch) stärkste Partei, muß sich bereit machen.
Gabriel sollte sein Personal planen, Themen tabellieren und Konzepte konkretisieren.
Es kann eigentlich nach menschlichem Ermessen nichts mehr schief gehen.
Angesichts der schwarzgelben Performance muß die Opposition nur noch das Röckchen lüpfen und die vom Himmel fallenden Taler einsammeln. Dabei gilt es dann sich mit dem Schießen von Eigentoren ein bißchen zurück zu halten und den Drang zum Politselbstmord ausnahmsweise zu unterdrücken.
Wie schwer kann das schon sein?
Leider ziemlich schwer!
Und darin liegt auch immer noch die Hoffnung der CDU. Mag sie auch noch so eine magere Performance abliefern, die Rotrotgrünen sind immer in der Lage sich mit unerwarteten Kontern selbst zu massakrieren.
Beständig halten sie den oberdümmlichen Ausschließeritis-Virus am Leben, leisten sich Gespensterdebatten zu Unzeit und lassen ihre Hofreligioten Thierse und Nahles von der Leine, um ein paar Millionen Wähler vor das Schienbein zu treten.
Am perfektesten beherrscht im Moment die LINKE das Polit-Harakiri.
Freundlich und fleißig legen FDP und CDU ihnen jeden Tag neue Munition vor die Füße, die sie nur aufheben müßten. Welch Schlaraffenland-artige Voraussetzungen für eine richtig linke Partei, wenn eine konservative Bundesregierung durch die Welt tölpelt, aberwitzige Milliarden und Billionen-Summen Bankern und Hedgefonds hinterher wirft und dabei die Bezieher niedriger Löhne immer mehr verarmen.
Eigentlich sollten sogar Schimpansen an der LINKEn-Parteispitze Rekordergebnisse einfahren.
Unglücklicherweise hat die LINKE statt schlauer Primaten nur Herrn Ernst und Frau Lötzsch.
Beides erprobte Politversager, die es in Punkto Unfähigkeit sogar mit Guido Westerwelle aufnehmen können.
Der einzige große Hemmschuh des Wachstums der LINKEn ist immer noch die Vergangenheitsfrage - Stasi, Mauer, kommunistische Plattform etc.
Gerecht ist das zwar nicht, weil es CDU und FDP waren, die gleich vier DDR-Blockparteien wegfusioniert haben und damit jede Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit im Keim erstickten.
Was für ein grotesker Witz, daß ausgerechnet CDU und FDP anderen Parteien vorwerfen sich nicht mit der Vergangenheit zu beschäftigen.
Solche Vorwürfe sollten besonders einfach zu kontern sein, aber in mir bis heute völlig ungeklärter Dummheit fangen SPD’ler (also ausgerechnet diejenigen, die GAR NICHTS aus der DDR zum Fusionieren übernommen haben) sofort an zu weinen, wenn das Stichwort „rote Socken“ fällt.
Dann werfen sich die Sozis in Pawlow‘schem Reflex vor der CDU auf den Boden und präsentieren ihre Kehle, indem sie das Ausschließeritisspiel beginnen.
Ohne Not hat Frau Lötzsch im Januar 2011 das Reizwort „Kommunismus“ in den Ring geworfen und damit den Rechten das Stichwort für Jahre geliefert.
Sie sei von den Veranstaltern der Rosa-Luxemburg-Konferenz gebeten worden, "über Wege zum Kommunismus nachzudenken und dieser Bitte bin ich nachgekommen“.
(DIE WELT 07.01.2011)
Aber schlimmer geht immer.
Zur absoluten, nämliche dreifachen Unzeit, kurz vor den für die Linke extrem wichtigen Wahlen in Berlin, wo sie um ihre Regierungsbeteiligung fürchten müssen, kurz vor den Wahlen in MeckPomm, bei denen sie in die Regierung einziehen könnten und drittens zum emotional hoch aufgeladenen 50sten Jahrestag des Mauerbaus, schießen sich die Linken mit Verve ins eigene Knie.
Plötzlich legen sie die „so schlecht war die Mauer ja nun auch nicht“-Platte auf.
Wirksameres Urnengift könnte Frau Lötzsch noch nicht mal durch eine Fusion mit der FDP generieren.
In Mecklenburg-Vorpommern geht der Wahlkampf in die heiße Phase, die Wahlkämpfer Berlins glühen ebenfalls und ausgerechnet heute, während Berlin dem Mauerbau vor 50 Jahren gedenkt, hält die Linkspartei ihren Landesparteitag in Rostock ab, bei dem sie sich genüsslich zum Polit-Paria wandelt.
Den Anstoß zu der Diskussion gab ein Positionspapier einiger Linker aus eben jenem Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern, wo wie in Berlin im September gewählt wird. "Die Entscheidung über den Mauerbau war 1961 für die Führungen der Sowjetunion und der DDR ohne vernünftige Alternative", heißt es in dem Dokument.
[…] Die Gefahr eines neuen Krieges sei damals real gewesen, sagte Schoenenburg. "Heiligt die Verhinderung eines Krieges nicht die Sicherung einer Staatsgrenze?", fragte der frühere Landtagsabgeordnete. Gleich zu Beginn des Parteitags war es zum Eklat gekommen: Die Tagungspräsidentin forderte die Delegierten am Morgen auf, sich zum Zeichen der Trauer um die Maueropfer für eine Schweigeminute von ihren Stühlen zu erheben. Doch einige blieben demonstrativ sitzen. Dies brachte den Teilnehmern scharfe Kritik vom Vize der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, ein: "Für die Toten erhebt man sich, ohne Wenn und Aber", rief Bartsch in Rostock. Jeder Tote sei für die Linke ein Grund zu trauern.
(SZ, 13.08.2011)
Mal wieder so ein Fall, bei dem ich sagen möchte „dümmer geht nimmer“, aber die Prognose ist mir schon oft im Hals stecken geblieben.
Als Einstein von der Unendlichkeit der menschlichen Dummheit sprach, dachte er offensichtlich schon an die deutsche Politik.
Sonntag, 18. April 2010
Anderer Unsinn.
In den letzten Monaten haben einige Aspekte des realexistierenden Kirchismus sehr im Vordergrund gestanden.
Da waren die Lügen, die Doppelmoral und vor allem immer wieder neue Geschichten von Päderasten-Patern die brutal kleine Jungs angekrakt oder verprügelt haben.
Es wäre aber nicht fair die Kirchen in Deutschland auf dieses Bild zu reduzieren.
Daß der Stellvertreter Gottes zur Zeit ein Deutscher ist, lädt uns zu größerer Vatikan-Aufmerksamkeit ein, ist aber letztendlich nur ein Zufall.
Ratzinger ist in den drei Dekaden in der Kurie zum Vatikaner geworden.
In seine deutschen Wurzeln wird zu viel hineininterpretiert.
ER agiert jetzt nicht anders als vor 10 oder 20 Jahren, als er schon gleichermaßen unangenehm, intolerant und fanatisch konservativ war.
Dazu empfehle ich das Interview, welches Sebastian Beck mit Leonardo Boff, dem Befreiungstheologen und Schriftsteller, führte zu lesen.
Er kannte Ratzinger schon als Theologiestudent in München und wurde später eins seiner berühmtesten Opfer, als er 1984 „vor Ratzinger auf demselben Ketzer-Stuhl, auf dem schon Galileo Galilei Platz nehmen musste“, in demselben dunklen und hässlichen Befragungszimmer abgeurteilt wurde.
Der real existierende Kirchismus hat aber eine sehr viel praktischere Bedeutung für uns in Deutschland.
Was kümmern denn schon ein paar alte, sexualfeindliche, misogyne und homophobe Fundis in Rom?
Kirchliche Erziehungsmethoden - wer sein Kind liebt, der schlägt es - sind seit Jahrtausenden bekannt.
Ich bin daher versucht zu sagen, daß auch die Eltern, die ihre Kinder überhaupt in kirchliche Einrichtungen geben, eine Mitschuld daran tragen, wenn ihre Sprößlinge misshandelt werden.
Ich empfinde es schon als grobe Mißhandlung der Seele eines Kindes, wenn man es überhaupt katholisch erzieht, ihm also einbläut, daß es a priori ein Sünder sei und in der Beichte vollkommen natürlich Dinge, wie sexuelle Gedanken, zu bereuen habe.
Damit wird das Urvertrauen belastet und zumindest den sensibleren Kindern der Weg in Depressionen eröffnet.
Schlimm ist aber abseits der aktuellen Diskussionen, daß wir, die Steuerzahler, den ganzen religiösen Apparat finanzieren.
Es kann gar nicht oft genug gesagt werden - Prunk-Bischof Mixa, der mehrere Hunderttausend DM der Waisenhausstiftung für Schmuck, Wein und Kunstgegenstände zu seinem privaten Vergnügen veruntreute, wird nicht etwa aus der sogenannten „Kirchensteuer“ bezahlt, sondern aus dem allgemeinen Steuertopf.
Die Kirche ist nicht nur ein Staat im Staate, sondern vor allem ist unser Staat auch unter der Fuchtel der Kirche.
Das konnte man letzte Woche in Mecklenburg-Vorpommern erleben; jenem nordöstlichen Bundesland, welches nicht eben als das Religiöseste angesehen werden kann.
Die Bevölkerung ist weitüberwiegend konfessionslos.
18,4 % der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,4 % zur katholischen Kirche.
Vier von Fünf Meckpommlern haben mit der Kirche also nichts am Hut.
Das Bundesland des Ministerpräsidenten Erwin Sellering hat ökonomisch betrachtet zu knappsen - da trifft es sich gut, daß durch die Lage an der Ostsee und den endlosen Stränden wenigstens die Tourismusindustrie einigermaßen boomt.
Gefördert wurde dieser Wirtschaftszweig durch eine besonderes großzügige Bäderverkaufsverordnung, nach der Läden in 149 Orten und Ortsteilen an bis zu 49 Sonntagen im Jahr öffnen konnten.
Für die Sommersaison, in der aus ganz Deutschland und den Ostseeanrainerstaaten Wochenendgäste kommen, ist diese de facto-Freigabe der Ladenöffnungszeiten überlebenswichtig.
Nach Angaben des Geschäftsführers des Einzelhandelsverbands Nordost, Heinz Kopp wurden „im vergangenen Jahr rund zehn Prozent des Einzelhandels-Gesamtumsatzes in Höhe von 7,5 Milliarden Euro an Sonntagen erwirtschaftet, Touristen werden rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz zugeschrieben.“
Damit ist aber nun Schluß, da die Kirchen sich durch alle Instanzen klagten, um die Ladenöffnungszeiten zu kippen.
Sie wollten ausgerechnet in der Diaspora Mecklenburg-Vorpommerns ein Exempel statuieren und bekamen unglücklicherweise Recht.
Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald kippte die Verordnung und verfügte, daß am Sonntag, ganz nach biblischer Vorgabe, kein Geschäft geöffnet sein dürfe.
Die Kirchen sind zufrieden und vor allem selbstzufrieden.
Die Mecklenburger sind hingegen wütend.
Kopp, der einen Umsatzverlust von ein bis zwei Milliarden Euro verkraften muß, schäumt:
„Die Kirchen haben derzeit genug im eigenen Haus zu erledigen, bevor sie sich anmaßen sollten, den Einzelhändlern die Öffnungszeiten vorzuschreiben und moralische Ansprüche anzumelden“ Auch die Unternehmensverbände schoben den Kirchen den Schwarzen Peter zu.
„Trotz vieler Zugeständnisse der Landesregierung an die Kirchen haben diese in ihrem Dogmatismus nicht nachgelassen und nun ein Urteil erwirkt, das Tausende von Arbeitsplätzen kosten würde“, sagte Heinrich Grüter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord.
Die Kirchen hätten einen Pyrrhussieg errungen, der niemandem weiterhelfe, weder den Unternehmen noch den Mitarbeitern und ihren Familien.
Jede Menge Wirte, Ladenbesitzer und andere Unternehmen hatten in den Tourismus investiert.
Von den so erschaffenen 45.000 Arbeitsplätzen in den küstennahen Regionen müssen nun eine noch nicht absehbare Zahl abgeschafft werden.
Die betroffenen Familien, die nun Dank der Kirchen arbeitslos werden, können sich vermutlich gar nicht halten vor Begeisterung über die Familienfreundlichkeit der Kirchen.
Ich prophezeie, daß die Zahl von 80 % Konfessionslosen weiter ansteigen wird.
Da waren die Lügen, die Doppelmoral und vor allem immer wieder neue Geschichten von Päderasten-Patern die brutal kleine Jungs angekrakt oder verprügelt haben.
Es wäre aber nicht fair die Kirchen in Deutschland auf dieses Bild zu reduzieren.
Daß der Stellvertreter Gottes zur Zeit ein Deutscher ist, lädt uns zu größerer Vatikan-Aufmerksamkeit ein, ist aber letztendlich nur ein Zufall.
Ratzinger ist in den drei Dekaden in der Kurie zum Vatikaner geworden.
In seine deutschen Wurzeln wird zu viel hineininterpretiert.
ER agiert jetzt nicht anders als vor 10 oder 20 Jahren, als er schon gleichermaßen unangenehm, intolerant und fanatisch konservativ war.
Dazu empfehle ich das Interview, welches Sebastian Beck mit Leonardo Boff, dem Befreiungstheologen und Schriftsteller, führte zu lesen.
Er kannte Ratzinger schon als Theologiestudent in München und wurde später eins seiner berühmtesten Opfer, als er 1984 „vor Ratzinger auf demselben Ketzer-Stuhl, auf dem schon Galileo Galilei Platz nehmen musste“, in demselben dunklen und hässlichen Befragungszimmer abgeurteilt wurde.
Der real existierende Kirchismus hat aber eine sehr viel praktischere Bedeutung für uns in Deutschland.
Was kümmern denn schon ein paar alte, sexualfeindliche, misogyne und homophobe Fundis in Rom?
Kirchliche Erziehungsmethoden - wer sein Kind liebt, der schlägt es - sind seit Jahrtausenden bekannt.
Ich bin daher versucht zu sagen, daß auch die Eltern, die ihre Kinder überhaupt in kirchliche Einrichtungen geben, eine Mitschuld daran tragen, wenn ihre Sprößlinge misshandelt werden.
Ich empfinde es schon als grobe Mißhandlung der Seele eines Kindes, wenn man es überhaupt katholisch erzieht, ihm also einbläut, daß es a priori ein Sünder sei und in der Beichte vollkommen natürlich Dinge, wie sexuelle Gedanken, zu bereuen habe.
Damit wird das Urvertrauen belastet und zumindest den sensibleren Kindern der Weg in Depressionen eröffnet.
Schlimm ist aber abseits der aktuellen Diskussionen, daß wir, die Steuerzahler, den ganzen religiösen Apparat finanzieren.
Es kann gar nicht oft genug gesagt werden - Prunk-Bischof Mixa, der mehrere Hunderttausend DM der Waisenhausstiftung für Schmuck, Wein und Kunstgegenstände zu seinem privaten Vergnügen veruntreute, wird nicht etwa aus der sogenannten „Kirchensteuer“ bezahlt, sondern aus dem allgemeinen Steuertopf.
Die Kirche ist nicht nur ein Staat im Staate, sondern vor allem ist unser Staat auch unter der Fuchtel der Kirche.
Das konnte man letzte Woche in Mecklenburg-Vorpommern erleben; jenem nordöstlichen Bundesland, welches nicht eben als das Religiöseste angesehen werden kann.
Die Bevölkerung ist weitüberwiegend konfessionslos.
18,4 % der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,4 % zur katholischen Kirche.
Vier von Fünf Meckpommlern haben mit der Kirche also nichts am Hut.
Das Bundesland des Ministerpräsidenten Erwin Sellering hat ökonomisch betrachtet zu knappsen - da trifft es sich gut, daß durch die Lage an der Ostsee und den endlosen Stränden wenigstens die Tourismusindustrie einigermaßen boomt.
Gefördert wurde dieser Wirtschaftszweig durch eine besonderes großzügige Bäderverkaufsverordnung, nach der Läden in 149 Orten und Ortsteilen an bis zu 49 Sonntagen im Jahr öffnen konnten.
Für die Sommersaison, in der aus ganz Deutschland und den Ostseeanrainerstaaten Wochenendgäste kommen, ist diese de facto-Freigabe der Ladenöffnungszeiten überlebenswichtig.
Nach Angaben des Geschäftsführers des Einzelhandelsverbands Nordost, Heinz Kopp wurden „im vergangenen Jahr rund zehn Prozent des Einzelhandels-Gesamtumsatzes in Höhe von 7,5 Milliarden Euro an Sonntagen erwirtschaftet, Touristen werden rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz zugeschrieben.“
Damit ist aber nun Schluß, da die Kirchen sich durch alle Instanzen klagten, um die Ladenöffnungszeiten zu kippen.
Sie wollten ausgerechnet in der Diaspora Mecklenburg-Vorpommerns ein Exempel statuieren und bekamen unglücklicherweise Recht.
Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald kippte die Verordnung und verfügte, daß am Sonntag, ganz nach biblischer Vorgabe, kein Geschäft geöffnet sein dürfe.
Die Kirchen sind zufrieden und vor allem selbstzufrieden.
Die Mecklenburger sind hingegen wütend.
Kopp, der einen Umsatzverlust von ein bis zwei Milliarden Euro verkraften muß, schäumt:
„Die Kirchen haben derzeit genug im eigenen Haus zu erledigen, bevor sie sich anmaßen sollten, den Einzelhändlern die Öffnungszeiten vorzuschreiben und moralische Ansprüche anzumelden“ Auch die Unternehmensverbände schoben den Kirchen den Schwarzen Peter zu.
„Trotz vieler Zugeständnisse der Landesregierung an die Kirchen haben diese in ihrem Dogmatismus nicht nachgelassen und nun ein Urteil erwirkt, das Tausende von Arbeitsplätzen kosten würde“, sagte Heinrich Grüter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord.
Die Kirchen hätten einen Pyrrhussieg errungen, der niemandem weiterhelfe, weder den Unternehmen noch den Mitarbeitern und ihren Familien.
Jede Menge Wirte, Ladenbesitzer und andere Unternehmen hatten in den Tourismus investiert.
Von den so erschaffenen 45.000 Arbeitsplätzen in den küstennahen Regionen müssen nun eine noch nicht absehbare Zahl abgeschafft werden.
Die betroffenen Familien, die nun Dank der Kirchen arbeitslos werden, können sich vermutlich gar nicht halten vor Begeisterung über die Familienfreundlichkeit der Kirchen.
Ich prophezeie, daß die Zahl von 80 % Konfessionslosen weiter ansteigen wird.
Samstag, 29. November 2008
Vorurteilsrochade.
Was sagt die Brandenburgerin, wenn sie ihren Sohn sucht?
- „Ich geh mal nach dem Rechten sehen!“
- „Ich geh mal nach dem Rechten sehen!“
Na, wenn das nicht komisch ist.
Wieso ist das eigentlich komisch?
Es ist komisch, weil ein allgemein bekanntes Urteil mit einer Wortspielerei bestätigt wird:
Die Ossis haben nie die Nazizeit aufgearbeitet, wer überhaupt noch da lebt („DDR“ = Der Doofe Rest), ist sowieso unterbelichtet, die Zonis wählen alle NPD und alle Jugendlichen sind prügelnde Skinheads.
Irgendwie ja auch angenehm, wenn man so ein unangenehmes Phänomen klar verorten kann - insbesondere, wenn es nicht vor der eigenen Haustür ist, sondern irgendwo weiter weg, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.
Lästigerweise funken nun Oliver Decker und Elmar Brähler von der Uni Leipzig dazwischen, die für die Friedrich-Ebert-Stiftung die Ergebnisse einer Langzeitstudie veröffentlicht haben:
Bewegung in der Mitte
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008
mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 und der Bundesländer.
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008
mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 und der Bundesländer.
Das Gesamtergebnis ist schlicht und ergreifend schockierend - als Deutscher kann man sich nur schämen:
Rechtsextreme Einstellungen finden sich – zwar in unterschiedlichem Ausmaß – in allen Teilgruppen der Gesellschaft und sind damit ein Problem in deren Mitte und nicht an ihrem Rand. Hinzu kommt die Frage nach dem teilweise sehr hohen Anteil von Probanden, die den im Fragebogen genannten rechtsextremen Aussagen indifferent gegenüberstanden und den einzelnen Aussagen teilweise zustimmten und diese teilweise ablehnten.
Der Anteil der Bevölkerung, der sich zumindest nicht klar gegen rechtsextreme Einstellungen positioniert, wird dadurch erschreckend groß.
Bei den Probanden mit rechtsextremer Einstellung stellte sich die wirtschaftliche Deprivationserfahrung als ein wichtiger Faktor heraus, der im Hintergrund einer rechtsextremen Einstellung auszumachen war.
Daneben zeigte sich aber auch die politische Deprivation als zentraler Einflussfaktor, also das Gefühl der Befragten, politisch einflusslos zu sein.
Die Unfähigkeit, mit krisenhaften Lebenssituationen umzugehen, war bei diesen Probanden ein psychischer Faktor, der das Erleben der Deprivation moderierte. Hiermit deutet sich bereits ein weiterer Befund an, dass nämlich ein emotional kaltes und gewaltvolles Erziehungsklima von Probanden mit rechtsextremer Einstellung häufig berichtet wurde und damit auch psychosoziale Einflussgrößen als Ursachen rechtsextremer Einstellung angenommen werden müssen.
Der Anteil der Bevölkerung, der sich zumindest nicht klar gegen rechtsextreme Einstellungen positioniert, wird dadurch erschreckend groß.
Bei den Probanden mit rechtsextremer Einstellung stellte sich die wirtschaftliche Deprivationserfahrung als ein wichtiger Faktor heraus, der im Hintergrund einer rechtsextremen Einstellung auszumachen war.
Daneben zeigte sich aber auch die politische Deprivation als zentraler Einflussfaktor, also das Gefühl der Befragten, politisch einflusslos zu sein.
Die Unfähigkeit, mit krisenhaften Lebenssituationen umzugehen, war bei diesen Probanden ein psychischer Faktor, der das Erleben der Deprivation moderierte. Hiermit deutet sich bereits ein weiterer Befund an, dass nämlich ein emotional kaltes und gewaltvolles Erziehungsklima von Probanden mit rechtsextremer Einstellung häufig berichtet wurde und damit auch psychosoziale Einflussgrößen als Ursachen rechtsextremer Einstellung angenommen werden müssen.
An dieser Stelle seien ein paar Zahlen genannt:
Demnach gibt es in den drei Kategorien „Chauvinismus“, „Ausländerfeindlichkeit“ und „Antisemitismus“ ganz andere Spitzenreiter, als die erwarteten Länder Brandenburg und Meck-Pomm.
Beim „Chauvinismus“ liegt ganz klar Bayern auf dem Spitzenrang mit 30,4 %. Sachsen (9,8%) und Brandenburg (16%) sind klar abgehängt.
Bei der „Ausländerfeindlichkeit“ wurden zwei Spitzenreiter ermittelt; wieder ganz vorn Bayern und Sachsen-Anhalt mit je gut 39%. Tatsächlich ist die Ausländerfeindlichkeit aber auch in den Ostbundesländern nach wie vor extrem hoch: Brandenburg (34,6%), Mecklenburg-Vorpommern (32,2%), Thüringen (24,4%) und Sachsen (27,6%) haben allen Grund sich zu schämen. Hamburg liegt beispielsweise bei nur 13,6%.
Bayern hält ebenfalls ganz klar den Spitzenrang beim Thema „Antisemitismus“. Erschreckende 16.6 % der Bayern sind Antisemiten, gefolgt von Baden-Württemberg (13,3%). Andere Bundesländer haben erheblich niedrigere Werte: Hamburg (3,8%) und das Saarland (1,1%) sind zu nennen.
Der Begriff Deprivation (von lateinisch de-„privare” = berauben) bezeichnet allgemein den Zustand der Entbehrung, eines Entzuges oder der Isolation von etwas Vertrautem, eines Verlustes, eines Mangels oder das Gefühl einer (sozialen) Benachteiligung.
Tja, Herr Seehofer - ich bin gespannt, wie sie es bewerten, daß in Ihrem Freistaat nach einem halben Jahrhundert absoluter CSU-Herrschaft die Deprivation so extrem weit fortgeschritten ist.
Die Bayerische Zeitung SZ ist erschrocken:
Denn ausgerechnet das Land Bayern liegt der Studie zufolge an der Spitze aller Länder, wenn es um Chauvinismus geht, also übersteigertes Nationalgefühl und die Überheblichkeit eines Staates gegenüber anderen. Da übertrifft Bayern den Forschern zufolge sogar noch Mecklenburg-Vorpommern, das sonst bei allen Kategorien vorne dabei ist. Beim Antisemitismus sind Bayern und Baden-Württemberg die Spitzenreiter.
Die taz aus Berlin bewertet die FES-Ergebnisse als „äußerst vielschichtig“:
Die Zahlen belegen, dass es in manchen wohlhabenden Westbundesländern ähnlich viel Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus gibt wie in einigen ostdeutschen Regionen. Dabei stechen Baden-Württemberg und Bayern besonders hervor. Außerdem nehmen antisemitische Einstellungen in Ostdeutschland leicht zu. Und die Abnahme ausländerfeindlicher Einstellungen ist vor allem einem Rückgang im Westen geschuldet.
Im Westen Deutschlands bekommen antisemitische Aussagen eine höhere Zustimmung als im Osten, wo dafür die allgemeine Ausländerfeindlichkeit doppelt so hoch ist:
"32,6 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung zeigen ausländerfeindliche Einstellungen.
Das ist beinah doppelt so viel wie in Westdeutschland", sagte Decker.
Im Westen denken indes 18,5 Prozent, dass "auch heute noch der Einfluss der Juden zu groß" sei, im Osten stimmen dem 15,4 Prozent zu.
Dass "die Juden" mehr mit üblen Tricks arbeiten als andere Menschen, glauben im Westen 15,4 Prozent, 2,2 Prozentpunkte mehr als im Osten.
Eines ist auf jeden Fall nicht von der Hand zu weisen:
Es fehlt Deutschland vor allem an Bildung - wenn auch ob der untätigen CDU-Politiker eine weitere Verschlechterung auf diesem Gebiet zu erwarten ist.
Nur Wissen und Informationen helfen hier weiter.
Je ungebildeter die Menschen, desto krasser ihre Xenophobie:
Auffallend ist auch, dass Bildung einer der Hauptfaktoren für rechtsextreme Einstellungen ist. Knapp 23 Prozent ohne Abitur neigen zu Ausländerfeindlichkeit, bei den Abiturienten sind es nur 9,8 Prozent
Donnerstag, 8. November 2007
Doofe dunkeldeutsche Dumpfbacken.
Stetig steigen die rechtsextremistischen Gewalttaten in Deutschland an. Es gibt zwar Feuilletonisten und Dokumentarfilmer, die sich mit dem Thema beschäftigen, so daß man sich aus sicherer Entfernung gebührend gruseln kann, aber die bleiben alle erstaunlich folgenlos.
Dabei bogen sich einem bei zum Beispiel der Reportage
„Die neuen Nazis“ wirklich die Zehennägel dauerhaft hoch.
Es ist ein politisches NoWin-Thema, das a) fürchterlich schmuddelig und b) auch noch kaum lösbar erscheint.
Kein Wunder, daß sich eine Sonntagspolitikerin wie Angie M. nicht darum kümmern mag, obwohl es gerade in ihrem Heimatsprengel Rügen gar fürchterlich aussieht diesbezüglich.
Private Initiativen, die sich ein bisschen um die Opfer kümmern und dokumentieren, muß man im Gegensatz zu den Hampelmännern aus dem Bundeskanzleramt sehr loben.
Ich erwähne dazu ausdrücklich den ausführlich und informativ gestalteten NPD-Blog.
Dort erfuhr ich beispielsweise von dem Forschungsprojekt `Regionalanalysen zum Verhältnis von rechtsextremen Aktivitäten und demokratischen Strukturen im ländlichen Raum` der Professoren Hubertus Buchstein und Nikolaus Werz.
Ein Vorhaben, das die Landesregierung tatsächlich fördert. Viel Neues wird dabei wohl nicht rauskommen, denn erst im Juni hatte die Grüne-Bundestagsfraktion die Ergebnisse der Studie ‘Grenzen lokaler Demokratie -Zivilgesellschaftliche Strukturen gegen Nazis im ländlichen Raum’ vorgestellt.
Die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, kommentierte: ‘Das Problem liegt im Denken großer Bevölkerungsteile, nicht im Handeln kleiner ‘Randgruppen’. Unabhängig von Bildung, Alter, Geschlecht oder sozialem Status trifft man in Deutschland auf hohe Zustimmung zu rassistischen Einstellungen.’ Lazar betonte, ohne die Offenheit der Bürgermeister gehe nichts. Als Grund für die Probleme von Antinazi-Initiativen in Dörfern und Kleinstädten ermittelte die Studie ein Demokratiedefizit. ‘Andere Meinungen in wichtigen politischen Fragen werden kaum ertragen’, so Doris Liebscher (Antidiskriminierungsbüro Leipzig) und Dr. Christian Schmidt (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig), die Autorinnen und Autoren der Studie.
Da liegt eben das Hase im Pfeffer – breite Massen stimmen zumindest latent mit den Naziparolen überein und genau deswegen ist es auch für „die Politiker“ so sauschwer kurzfristig etwas zu unternehmen.
Der Druck ist ohnehin nicht groß, da es sich bei den Opfern der Neonazigewalttaten ja fast immer nur um die Schwächsten der Gesellschaft handelt. Ganz wie es der zutiefst feigen Skinhead-Attitüde entspricht. Obdachlose, Alte, Behinderte, Punker, Asylanten, etc haben nun einmal auch die aller schwächste Lobby. Da bewegt sich ein deutscher Minister nicht so flott.
Dieses Phänomen konnte man just auch in Amerika begutachten anhand der kalifornischen Feuerstürme: Bedroht waren viele Villen der ultrareichen weißen Millionäre und so überschlugen sich Bush und Schwarzenegger mit Hilfen und Aktionismus. Im Gegensatz dazu waren die meisten Kathrina-Opfer bedauerlicherweise schwarz und arm – daher ist dort bis heute das meiste nicht wieder aufgebaut und Bush mochte noch nicht einmal dort landen.
Nun könnte allerdings von anderer Seite her doch Druck ausgeübt werden – finanzieller Druck nämlich. Und was interessiert den dumpfen Teutonen schon mehr als sein Geldbeutel?
Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hat ergeben, daß dem Land Mecklenburg Vorpommern mindestens 200 Millionen Euro Einnahmen durch das Ausbleiben von Touristen durch die Lappen gehen!
Laut Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbands MV hätten über 400.000 Urlauber mehr ihre Sommerferien in MV verbracht, wenn es das braune Image nicht gäbe. In dieser Zahl seien Tagesreisende noch nicht enthalten. Fischer: „Wir müssen uns dringend Gedanken machen, wie wir mit diesem Problem umgehen.“ Je weiter man sich von MV entferne, desto häufiger werde man auf Stichworte wie Lichtenhagen, Bützow oder die NPD angesprochen. „Wir bekommen fast täglich Briefe von Menschen, die schreiben: ,Zu euch kommen wir nicht.“
Tja, scheiß auf die blutenden von NPD-Anhängern Verprügelten – aber wenn’s ums Geld geht, wird die Sache wohl doch langsam ernst, oder?
Offenbar liegt also hier der Hebel, mit dem man auch den lethargischsten Ostbundeslandsinister aufschreckt.
Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro entgehe MeckPomm allein deshalb jedes Jahr, weil Menschen sich nicht willkommen fühlten. „Das können wir nicht hinnehmen.“ Uwe Barsewitz, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes MV, zeigte sich geschockt angesichts der Zahlen. „Was dem Tourismus schadet, schadet auch dem Gastgewerbe.“ Man müsse bei einigen Gastwirten erzieherisch wirken. Barsewitz: „Das ist aber in Gegenden, in denen die NPD über 30 Prozent der Stimmen einfährt, nicht einfach.“
Also fahrt nicht mehr dahin, bevor die mal was unternehmen!
Nachtrag (11.11.07)
Nur vier Tage nach mir meldet nun der SPIEGEL das Problem ganz aktuell auf seiner Website an die Öffentlichkeit:
Rechtsextremismus vertreibt Touristen
Dabei bogen sich einem bei zum Beispiel der Reportage
„Die neuen Nazis“ wirklich die Zehennägel dauerhaft hoch.
Es ist ein politisches NoWin-Thema, das a) fürchterlich schmuddelig und b) auch noch kaum lösbar erscheint.
Kein Wunder, daß sich eine Sonntagspolitikerin wie Angie M. nicht darum kümmern mag, obwohl es gerade in ihrem Heimatsprengel Rügen gar fürchterlich aussieht diesbezüglich.
Private Initiativen, die sich ein bisschen um die Opfer kümmern und dokumentieren, muß man im Gegensatz zu den Hampelmännern aus dem Bundeskanzleramt sehr loben.
Ich erwähne dazu ausdrücklich den ausführlich und informativ gestalteten NPD-Blog.
Dort erfuhr ich beispielsweise von dem Forschungsprojekt `Regionalanalysen zum Verhältnis von rechtsextremen Aktivitäten und demokratischen Strukturen im ländlichen Raum` der Professoren Hubertus Buchstein und Nikolaus Werz.
Ein Vorhaben, das die Landesregierung tatsächlich fördert. Viel Neues wird dabei wohl nicht rauskommen, denn erst im Juni hatte die Grüne-Bundestagsfraktion die Ergebnisse der Studie ‘Grenzen lokaler Demokratie -Zivilgesellschaftliche Strukturen gegen Nazis im ländlichen Raum’ vorgestellt.
Die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, kommentierte: ‘Das Problem liegt im Denken großer Bevölkerungsteile, nicht im Handeln kleiner ‘Randgruppen’. Unabhängig von Bildung, Alter, Geschlecht oder sozialem Status trifft man in Deutschland auf hohe Zustimmung zu rassistischen Einstellungen.’ Lazar betonte, ohne die Offenheit der Bürgermeister gehe nichts. Als Grund für die Probleme von Antinazi-Initiativen in Dörfern und Kleinstädten ermittelte die Studie ein Demokratiedefizit. ‘Andere Meinungen in wichtigen politischen Fragen werden kaum ertragen’, so Doris Liebscher (Antidiskriminierungsbüro Leipzig) und Dr. Christian Schmidt (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig), die Autorinnen und Autoren der Studie.
Da liegt eben das Hase im Pfeffer – breite Massen stimmen zumindest latent mit den Naziparolen überein und genau deswegen ist es auch für „die Politiker“ so sauschwer kurzfristig etwas zu unternehmen.
Der Druck ist ohnehin nicht groß, da es sich bei den Opfern der Neonazigewalttaten ja fast immer nur um die Schwächsten der Gesellschaft handelt. Ganz wie es der zutiefst feigen Skinhead-Attitüde entspricht. Obdachlose, Alte, Behinderte, Punker, Asylanten, etc haben nun einmal auch die aller schwächste Lobby. Da bewegt sich ein deutscher Minister nicht so flott.
Dieses Phänomen konnte man just auch in Amerika begutachten anhand der kalifornischen Feuerstürme: Bedroht waren viele Villen der ultrareichen weißen Millionäre und so überschlugen sich Bush und Schwarzenegger mit Hilfen und Aktionismus. Im Gegensatz dazu waren die meisten Kathrina-Opfer bedauerlicherweise schwarz und arm – daher ist dort bis heute das meiste nicht wieder aufgebaut und Bush mochte noch nicht einmal dort landen.
Nun könnte allerdings von anderer Seite her doch Druck ausgeübt werden – finanzieller Druck nämlich. Und was interessiert den dumpfen Teutonen schon mehr als sein Geldbeutel?
Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hat ergeben, daß dem Land Mecklenburg Vorpommern mindestens 200 Millionen Euro Einnahmen durch das Ausbleiben von Touristen durch die Lappen gehen!
Laut Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbands MV hätten über 400.000 Urlauber mehr ihre Sommerferien in MV verbracht, wenn es das braune Image nicht gäbe. In dieser Zahl seien Tagesreisende noch nicht enthalten. Fischer: „Wir müssen uns dringend Gedanken machen, wie wir mit diesem Problem umgehen.“ Je weiter man sich von MV entferne, desto häufiger werde man auf Stichworte wie Lichtenhagen, Bützow oder die NPD angesprochen. „Wir bekommen fast täglich Briefe von Menschen, die schreiben: ,Zu euch kommen wir nicht.“
Tja, scheiß auf die blutenden von NPD-Anhängern Verprügelten – aber wenn’s ums Geld geht, wird die Sache wohl doch langsam ernst, oder?
Offenbar liegt also hier der Hebel, mit dem man auch den lethargischsten Ostbundeslandsinister aufschreckt.
Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro entgehe MeckPomm allein deshalb jedes Jahr, weil Menschen sich nicht willkommen fühlten. „Das können wir nicht hinnehmen.“ Uwe Barsewitz, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes MV, zeigte sich geschockt angesichts der Zahlen. „Was dem Tourismus schadet, schadet auch dem Gastgewerbe.“ Man müsse bei einigen Gastwirten erzieherisch wirken. Barsewitz: „Das ist aber in Gegenden, in denen die NPD über 30 Prozent der Stimmen einfährt, nicht einfach.“
Also fahrt nicht mehr dahin, bevor die mal was unternehmen!
Nachtrag (11.11.07)
Nur vier Tage nach mir meldet nun der SPIEGEL das Problem ganz aktuell auf seiner Website an die Öffentlichkeit:
Rechtsextremismus vertreibt Touristen
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