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Dienstag, 11. August 2009
Liberale ohne Rückgrat Teil II
Die Bürgerrechtsvereinigung „Humanistische Union“, gegründet auf Anregung der berühmten Verlegers und Philosophen Gerhard Szczesny 1961, hat eine äußerst verdienstvolle Geschichte.
Zu Zeiten, als das wirklich noch niemand hörten wollte, traten sie schon für mehr bürgerliche Freiheiten, die Trennung von Staat und Kirche, sowie sie Reduzierung von Kirchenprivilegien in Deutschland ein.
Mitten in der kleinbürgerlichsten Miefzeit der Adenauerjahre schickte man sich an liberale Prinzipien hochzuhalten und insbesondere alte Zöpfe des Strafrechts, wie den § 175 (Homosexuelle), § 218 (Abtreibung) oder den § 166 (Gotteslästerung) abzuschneiden.
Vor dem Kulturschock der 68er war die Arbeit der HU extrem mutig und zukunftsweisend.
Die Beiratsliste liest sich noch heute ein bißchen wie das Who is Who der linksliberalen Intellektuellen und Politikern:
Walter Jens, Burkhard Hirsch, Prof. Dr. Erhard Denninger (Verfassungsgerichtshof des Freistaat Thüringen), Heidemarie Wieczorek-Zeul, Prof. Carl-Heinz Evers (Schulsenator a.D.), Helga Schuchardt (Senatorin und Landesministerin a.D.), Renate Künast, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Prof. Heide Pfarr (Senatorin und Landesministerin a.D.), Claudia Roth, etc.
Die HU ist heute grüner und sozialdemokratischer, als zu ihrer Gründungszeit.
Damals dominierten noch Bürgerrechtsvertreter aus der FDP.
Die tatsächlich Liberalen in der FDP sind aber inzwischen ausgetreten wie beispielsweise Hamm-Brücher und Schuchardt, oder mußten ob des antiliberalen Kurses unter Westerwelle ihre Ämter räumen - Sabine Leutheusser-Schnarrenberger trat 1995 als Bundesjustizministerin wegen des Großen Lauschangriffs zurück, Burkhard Hirsch trat aus Protest gegen die Einführung des "Großen Lauschangriffs" vom Posten als innenpolitischer Sprecher der FDP zurück.
Westerwelle („Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“), der schon mit seinen braunen antisemitischen Zündeleien Hildegard Hamm-Brücher nach 56 Jahren Parteimitgliedschaft aus der FDP vertrieben hatte fällt unter anderem auch wegen seines religiösen Kurses hinter den bürgerrechtlichen Stand des HU-Gründungsjahres 1961 zurück.
Der Grövaz bläht öffentlich seine Gläubigkeit auf - „Ich bin aus Glauben und Überzeugung in der Kirche. Beide großen Kirchen - und andere Religionsgemeinschaften - leisten einen beeindruckenden Dienst für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. …….Der Mensch - sein Geist, seine Seele, seine Liebe - ist mehr als ein physikalischer und biochemischer Prozess. Das ist für mich felsenfest klar.”
Der Grövaz unterstütze mitsamt der FDP die durch und durch verlogene antiethische Pro-Reli-Propagandaschlacht der Berliner Bischöfe, um die Macht der Kirchen auszubauen.
Im FDP-Wahlprogramm ist von „Trennung von Staat und Kirche“ keine Rede mehr.
Unter dem Grövaz ist die einst liberale Partei glatt um 50 Jahre zurück gefallen.
Nun ergreift Westerwelle sogar Partei für die Kirchen und beklagt Vorurteile gegen die Milliardenschweren organisierten Christen in Deutschland:
Die FDP setzt auf die Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften durch den Staat. Entscheidend ist, dass das Menschen- und Gesellschaftsbild der jeweiligen Religionsgemeinschaft die Werteordnung der Verfassung achtet.
Die Kirchen und Religionsgemeinschaften leisten einen positiven Beitrag zur Gestaltung des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Immer noch bestehende Vorurteile gilt es abzubauen. Häufig bildet Unwissen den Nährboden für Vorurteile.
Es ist Aufgabe der Länder, in den jeweiligen n Lehrplänen für Curricula zu sorgen, die Vorurteile gegenüber Religionen abbauen, indem sie umfassend über diese informieren. (s.41)
In Zeiten der Papstumarmungen für die neonazistischen, misogynen und homophoben Piusbrüder möchte der Grövaz also „Vorurteile“ gegen die Religion abbauen, weil sie so einen „positiven Beitrag“ leisteten.
Muslimische, Jüdische oder gar NICHTreligiöse Weltanschauungsgemeinschaften werden übrigens im FDP-Programm mit keiner Silbe erwähnt.
Der gläubige Westerwelle möchte nur die Christen fördern und fällt damit noch hinter den Präsidenten des Christlichsten Landes der Welt zurück.
Liberal war einmal in der FDP.
Angesichts der „Liberalität“ wie sie der Grövaz versteht, können HU-Vorkämpfer nur schreiend weglaufen.
Zu Zeiten, als das wirklich noch niemand hörten wollte, traten sie schon für mehr bürgerliche Freiheiten, die Trennung von Staat und Kirche, sowie sie Reduzierung von Kirchenprivilegien in Deutschland ein.
Mitten in der kleinbürgerlichsten Miefzeit der Adenauerjahre schickte man sich an liberale Prinzipien hochzuhalten und insbesondere alte Zöpfe des Strafrechts, wie den § 175 (Homosexuelle), § 218 (Abtreibung) oder den § 166 (Gotteslästerung) abzuschneiden.
Vor dem Kulturschock der 68er war die Arbeit der HU extrem mutig und zukunftsweisend.
Die Beiratsliste liest sich noch heute ein bißchen wie das Who is Who der linksliberalen Intellektuellen und Politikern:
Walter Jens, Burkhard Hirsch, Prof. Dr. Erhard Denninger (Verfassungsgerichtshof des Freistaat Thüringen), Heidemarie Wieczorek-Zeul, Prof. Carl-Heinz Evers (Schulsenator a.D.), Helga Schuchardt (Senatorin und Landesministerin a.D.), Renate Künast, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Prof. Heide Pfarr (Senatorin und Landesministerin a.D.), Claudia Roth, etc.
Die HU ist heute grüner und sozialdemokratischer, als zu ihrer Gründungszeit.
Damals dominierten noch Bürgerrechtsvertreter aus der FDP.
Die tatsächlich Liberalen in der FDP sind aber inzwischen ausgetreten wie beispielsweise Hamm-Brücher und Schuchardt, oder mußten ob des antiliberalen Kurses unter Westerwelle ihre Ämter räumen - Sabine Leutheusser-Schnarrenberger trat 1995 als Bundesjustizministerin wegen des Großen Lauschangriffs zurück, Burkhard Hirsch trat aus Protest gegen die Einführung des "Großen Lauschangriffs" vom Posten als innenpolitischer Sprecher der FDP zurück.
Westerwelle („Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“), der schon mit seinen braunen antisemitischen Zündeleien Hildegard Hamm-Brücher nach 56 Jahren Parteimitgliedschaft aus der FDP vertrieben hatte fällt unter anderem auch wegen seines religiösen Kurses hinter den bürgerrechtlichen Stand des HU-Gründungsjahres 1961 zurück.
Der Grövaz bläht öffentlich seine Gläubigkeit auf - „Ich bin aus Glauben und Überzeugung in der Kirche. Beide großen Kirchen - und andere Religionsgemeinschaften - leisten einen beeindruckenden Dienst für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. …….Der Mensch - sein Geist, seine Seele, seine Liebe - ist mehr als ein physikalischer und biochemischer Prozess. Das ist für mich felsenfest klar.”
Der Grövaz unterstütze mitsamt der FDP die durch und durch verlogene antiethische Pro-Reli-Propagandaschlacht der Berliner Bischöfe, um die Macht der Kirchen auszubauen.
Im FDP-Wahlprogramm ist von „Trennung von Staat und Kirche“ keine Rede mehr.
Unter dem Grövaz ist die einst liberale Partei glatt um 50 Jahre zurück gefallen.
Nun ergreift Westerwelle sogar Partei für die Kirchen und beklagt Vorurteile gegen die Milliardenschweren organisierten Christen in Deutschland:
Die FDP setzt auf die Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften durch den Staat. Entscheidend ist, dass das Menschen- und Gesellschaftsbild der jeweiligen Religionsgemeinschaft die Werteordnung der Verfassung achtet.
Die Kirchen und Religionsgemeinschaften leisten einen positiven Beitrag zur Gestaltung des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Immer noch bestehende Vorurteile gilt es abzubauen. Häufig bildet Unwissen den Nährboden für Vorurteile.
Es ist Aufgabe der Länder, in den jeweiligen n Lehrplänen für Curricula zu sorgen, die Vorurteile gegenüber Religionen abbauen, indem sie umfassend über diese informieren. (s.41)
In Zeiten der Papstumarmungen für die neonazistischen, misogynen und homophoben Piusbrüder möchte der Grövaz also „Vorurteile“ gegen die Religion abbauen, weil sie so einen „positiven Beitrag“ leisteten.
Muslimische, Jüdische oder gar NICHTreligiöse Weltanschauungsgemeinschaften werden übrigens im FDP-Programm mit keiner Silbe erwähnt.
Der gläubige Westerwelle möchte nur die Christen fördern und fällt damit noch hinter den Präsidenten des Christlichsten Landes der Welt zurück.
Liberal war einmal in der FDP.
Angesichts der „Liberalität“ wie sie der Grövaz versteht, können HU-Vorkämpfer nur schreiend weglaufen.
Sonntag, 22. März 2009
Niedergang der Werte.
Einst gab es in Deutschland eine liberale Partei, die mit Vordenkern wie Karl-Hermann Flach und Vorbildern wie Hildegard Hamm-Brücher beeindruckte.
Sie regte zu grundsätzlichen Diskursen an, beflügelte die Humanistische Union und bewirkte tatsächliche Liberalisierungen.
Diese Partei gibt es nicht mehr.
Stattdessen existiert nur ein grotesk entstellter Homunculus, dessen Werte-, Wahrheits- und Prinzipien-freie Führungsfigur seit Einführung des „Registers“ in dem rechten Yellow-Press-Blatt „BUNTE“ ununterbrochen jede Woche gelistet wird.
Ein passender Vorsitzender für eine komplett gescheiterte Partei:
Er versucht noch nicht einmal mehr den Anschein zu erwecken Rudimente politischer Substanz zu haben, sondern beschränkt sich ausschließlich darauf auf Partys, Empfängen, Festen, Events, Bällen, Sportshows, BigBrother-Sendungen und Premieren aufgetakelt wie ein Pfau sinnfrei umher zu stolzieren.
Das Fußvolk dieser ehemals ernst zu nehmenden Partei ergeht sich in Opportunismus und Realitätsnegierung.
So kämpft die FDP in Berlin Seite an Seite mit den korrupten Mannen der CDU für die Einführung von Zwangsreligionsunterricht, wider die Wahlfreiheit und gegen gemeinsame demokratische Standards für alle Schüler.
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Momper führt dazu aus:
Daß eine Partei, die einst von Menschen wie Hirsch und Baum vertreten wurde, sich nun gegen diese ethischen Standards wendet und stattdessen christliche Moral predigt, ist an sich schon ein Symptom des totalen Verfalls der Westerweller.
Die Partei, die einst mutig für die Entkoppelung von Staat und Kirche eintrat (wie es übrigens auch eine nicht gänzlich zu vernachlässigende Schrift in Deutschland vorsieht - das GG nämlich), macht sich nun für noch massivere Eingriffe der Kirche in Staatsangelegenheiten stark, obwohl Deutschland ohnehin mit seinem System der „hinkenden Trennung von Staat und Kirchen“ gemeinsam mit Österreich inzwischen das Schlusslicht in Europa bildet.
Die Perfidie ist damit noch nicht an ihrem Gipfelpunkt angekommen.
Um ihre ganze geistige Verkommenheit zu demonstrieren, nennen die Verfechter der Zwangschristianisierung und der Abschaffung der „Ethik“-Lehrinhalte den Abstimmungstag:
Ein Slogan, der schon so manchem diente, der nicht im eigentlichen Sinne als Freiheitskämpfer auffiel: Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht; so lautet auch der Titel des Nazi-Propagandafilms, den Leni Riefenstahl über den siebten Reichsparteitag der NSDAP („Parteitag der Freiheit“), der vom 10. bis zum 16. September 1935 auf der Nürnberger Zeppelinwiese stattfand, drehte.
Jaja, man soll vorsichtig mit NS-Vergleichen sein, ich weiß. Aber es ist die Initiative „Pro-Reli“, die diesen Spruch wählte.
Überhaupt, die Nazis - sie sind für das ein oder andere Kirchenoberhaupt nicht besonders problematisch:
Die Naziführer wurden mit vatikanischer Hilfe nach 1945 vor der Justiz in Sicherheit gebracht.
Als Eichmann von israelischen Agenten in Südamerika aufgespürt wurde, protestierte der argentinische Kardinal und Leiter der Katholischen Aktion, Antonio Caggiano:
6 Millionen Menschen umbringen ist also aus katholischer Sicht nicht nur theoretisch verzeihbar, sondern es ist sogar ChristenPFLICHT so eine Petitesse zu verzeihen.
2009 holt Ratzinger einen Nazifreund, Antisemiten und Holocaustleugner - Bischof Williamson - zurück in seine Arme. In die Arme der Kirche.
Während nach christlichen Wertmaßstäben also kleine Sünder wie Hitler, Eichmann und Himmler nicht exkommuniziert werden, man ihnen verzeihen soll, geht das Christentum des 21. Jahrhunderts durchaus streng vor, wenn jemand richtig böse sündigt - also nicht nur Kriminal-Petitessen, wie Hitler, Eichmann und Himmler vorzuweisen hat.
Geschehen im Jahr 2009 in Rio.
Ein NEUNJÄHRIGES Mädchen wurde von ihrem Stiefvater brutal vergewaltigt und in Folge dessen auch schwanger. Eine Schwangerschaft, die ganz abgesehen von moralischen und kriminellen Aspekten sehr wahrscheinlich das Leben des nur 36 Kilo schweren Mädchen gekostet hätte - der liebe Gott sorgte nämlich dafür, daß es Zwillinge geworden wären.
Glücklicherweise konnte dem NEUN JAHRE alten Mädchen das grausame Schicksal erspart werden, indem die Schwangerschaft abgebrochen wurde.
Die christliche Kirche reagierte klar und zackig - indem sie exkommunizierte:
Praktizierte christliche Moral, wie sie offenbar Westerwelle als vorbildlich für Berliner Schüler vorschwebt.
Unfehlbar ist das Kirchenoberhaupt, der noch letzte Woche erklärte Kondome FÖRDERTEN die Ausbreitung von AIDS.
Praktizierte Todesgefahr sage ich zu Westerwelles Werten - ist doch die reine Lehre der katholischen Kirche lebensgefährlich ist für die Menschen, erst recht in einem Kontinent, in dem südlich der Sahara 22 Millionen HIV-Infizierte leben.
Eichmann verzeihen, die Mutter einer Neunjährigen verdammen, die ihr Kind zu schützen versucht und vor Milliardenpublikum die Ausbreitung von Aids zu propagieren - dazu gehört schon ein „besonderer“ Glaube.
Für den Literaturnobelpreisträger Bertrand Russell war der viel zitierte unerschütterliche Glaube kein Wert an sich, sondern eher eine intellektuelle Lähmungserscheinung und Gott eine Vorstellung aus "alten orientalischen Gewaltherrschaften", somit: "freier Menschen unwürdig".
Einzig die Angst hielt er für die Grundlage der Religion, "Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Angst aber ist die Mutter der Grausamkeit".
Recht hat er, der Russell.
Sie regte zu grundsätzlichen Diskursen an, beflügelte die Humanistische Union und bewirkte tatsächliche Liberalisierungen.
Diese Partei gibt es nicht mehr.
Stattdessen existiert nur ein grotesk entstellter Homunculus, dessen Werte-, Wahrheits- und Prinzipien-freie Führungsfigur seit Einführung des „Registers“ in dem rechten Yellow-Press-Blatt „BUNTE“ ununterbrochen jede Woche gelistet wird.
Ein passender Vorsitzender für eine komplett gescheiterte Partei:
Er versucht noch nicht einmal mehr den Anschein zu erwecken Rudimente politischer Substanz zu haben, sondern beschränkt sich ausschließlich darauf auf Partys, Empfängen, Festen, Events, Bällen, Sportshows, BigBrother-Sendungen und Premieren aufgetakelt wie ein Pfau sinnfrei umher zu stolzieren.
Das Fußvolk dieser ehemals ernst zu nehmenden Partei ergeht sich in Opportunismus und Realitätsnegierung.
So kämpft die FDP in Berlin Seite an Seite mit den korrupten Mannen der CDU für die Einführung von Zwangsreligionsunterricht, wider die Wahlfreiheit und gegen gemeinsame demokratische Standards für alle Schüler.
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Momper führt dazu aus:
Das gemeinsame Fach Ethik will allen Schülern eine gemeinsame Grundbildung zu Fragen der Ethik, zu Religionen und Weltanschauungen und zu Fragen der Lebensgestaltung ermöglichen. Vielfalt, Dialog und Gemeinsamkeit können als positive Werte im Unterricht lebendig vermittelt und erfahren werden. Über den gemeinsamen Ethikunterricht hinaus können alle Schüler – so wie es in Berlin schon immer war – zusätzlich an einem freiwilligen Religions- oder Weltanschauungsunterricht teilnehmen. Das Volksbegehren Pro Reli will den gemeinsamen Ethikunterricht abschaffen. Pro Reli will die jetzt vorhandene Wahlfreiheit, neben Ethik den Religionsunterricht wählen zu können, beenden. Den Jugendlichen würden damit die gemeinsamen Werteerfahrungen genommen. Das Fach Ethik ermöglicht es Schülern, miteinander zu reden – und nicht nur übereinander, wie das beim Wahlzwang zwischen Ethik und Religion der Fall wäre. Wenn Schüler christlicher, muslimischer, jüdischer oder anderer religiöser oder weltanschaulicher Herkunft lernen, im Gespräch über unterschiedliche Lebensauffassungen einander zuzuhören, wird damit auch ein wichtiger Beitrag gegen die Ausbreitung von Parallelgesellschaften in Berlin geleistet. Das Fach Ethik fördert Gemeinsamkeiten in der Orientierung an Grundwerten und Menschenrechten. Für ein friedliches und befriedigendes Zusammenleben ist es erforderlich, die gemeinsame Anerkennung von Grundwerten zu entwickeln, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben sind. Es geht im Ethikunterricht besonders um Werte, die für alle gelten. Dazu gehören Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratie und Solidarität.
Daß eine Partei, die einst von Menschen wie Hirsch und Baum vertreten wurde, sich nun gegen diese ethischen Standards wendet und stattdessen christliche Moral predigt, ist an sich schon ein Symptom des totalen Verfalls der Westerweller.
Die Partei, die einst mutig für die Entkoppelung von Staat und Kirche eintrat (wie es übrigens auch eine nicht gänzlich zu vernachlässigende Schrift in Deutschland vorsieht - das GG nämlich), macht sich nun für noch massivere Eingriffe der Kirche in Staatsangelegenheiten stark, obwohl Deutschland ohnehin mit seinem System der „hinkenden Trennung von Staat und Kirchen“ gemeinsam mit Österreich inzwischen das Schlusslicht in Europa bildet.
Die Perfidie ist damit noch nicht an ihrem Gipfelpunkt angekommen.
Um ihre ganze geistige Verkommenheit zu demonstrieren, nennen die Verfechter der Zwangschristianisierung und der Abschaffung der „Ethik“-Lehrinhalte den Abstimmungstag:
Tag der Freiheit!
Ein Slogan, der schon so manchem diente, der nicht im eigentlichen Sinne als Freiheitskämpfer auffiel: Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht; so lautet auch der Titel des Nazi-Propagandafilms, den Leni Riefenstahl über den siebten Reichsparteitag der NSDAP („Parteitag der Freiheit“), der vom 10. bis zum 16. September 1935 auf der Nürnberger Zeppelinwiese stattfand, drehte.
Jaja, man soll vorsichtig mit NS-Vergleichen sein, ich weiß. Aber es ist die Initiative „Pro-Reli“, die diesen Spruch wählte.
Überhaupt, die Nazis - sie sind für das ein oder andere Kirchenoberhaupt nicht besonders problematisch:
Der spätere Papst Pius XII unterließ es als Kardinalstaatssekretär, gegen die Nürnberger Rassegesetze von 1935 zu protestieren, er wandte sich nicht gegen das Reichspogrom von 1938 und den Überfall des faschistischen Italien auf Äthiopien 1935/36.
Als Papst kritisierte er nicht die Invasion Italiens in Albanien an Karfreitag 1939.
Und, was ihm die Polen schwer übel genommen haben:
Er prangerte nicht den verbrecherischen Angriff von Hitlers Wehrmacht auf Polen an, den Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Hitler war für ihn im Vergleich zu Stalin das kleinere Übel.
Seinen Kampf gegen den Kommunismus führte Pacelli auch nach 1945 fort. Da hat er Katholiken mit kommunistischem Parteibuch weltweit exkommuniziert.
Aber vorher hat er es unterlassen, die formalen Katholiken in der NS-Führung - Hitler, Himmler, Goebbels und andere - zu exkommunizieren
(Küng)
Die Naziführer wurden mit vatikanischer Hilfe nach 1945 vor der Justiz in Sicherheit gebracht.
Als Eichmann von israelischen Agenten in Südamerika aufgespürt wurde, protestierte der argentinische Kardinal und Leiter der Katholischen Aktion, Antonio Caggiano:
"Es ist unsere Christenpflicht, ihm zu verzeihen, was er getan hat."
6 Millionen Menschen umbringen ist also aus katholischer Sicht nicht nur theoretisch verzeihbar, sondern es ist sogar ChristenPFLICHT so eine Petitesse zu verzeihen.
2009 holt Ratzinger einen Nazifreund, Antisemiten und Holocaustleugner - Bischof Williamson - zurück in seine Arme. In die Arme der Kirche.
Während nach christlichen Wertmaßstäben also kleine Sünder wie Hitler, Eichmann und Himmler nicht exkommuniziert werden, man ihnen verzeihen soll, geht das Christentum des 21. Jahrhunderts durchaus streng vor, wenn jemand richtig böse sündigt - also nicht nur Kriminal-Petitessen, wie Hitler, Eichmann und Himmler vorzuweisen hat.
Geschehen im Jahr 2009 in Rio.
Ein NEUNJÄHRIGES Mädchen wurde von ihrem Stiefvater brutal vergewaltigt und in Folge dessen auch schwanger. Eine Schwangerschaft, die ganz abgesehen von moralischen und kriminellen Aspekten sehr wahrscheinlich das Leben des nur 36 Kilo schweren Mädchen gekostet hätte - der liebe Gott sorgte nämlich dafür, daß es Zwillinge geworden wären.
Glücklicherweise konnte dem NEUN JAHRE alten Mädchen das grausame Schicksal erspart werden, indem die Schwangerschaft abgebrochen wurde.
Die christliche Kirche reagierte klar und zackig - indem sie exkommunizierte:
Trotz der Natur des Falls müsse die Kirche an ihrer Ablehnung der Abtreibungen festhalten, sagte Erzbischof Jose Cardoso Sobrinho in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mit dem TV-Sender Globo. Als Folge dessen war die Mutter der Neunjährigen und das Ärzteteam exkommuniziert worden.
Praktizierte christliche Moral, wie sie offenbar Westerwelle als vorbildlich für Berliner Schüler vorschwebt.
Unfehlbar ist das Kirchenoberhaupt, der noch letzte Woche erklärte Kondome FÖRDERTEN die Ausbreitung von AIDS.
Praktizierte Todesgefahr sage ich zu Westerwelles Werten - ist doch die reine Lehre der katholischen Kirche lebensgefährlich ist für die Menschen, erst recht in einem Kontinent, in dem südlich der Sahara 22 Millionen HIV-Infizierte leben.
Eichmann verzeihen, die Mutter einer Neunjährigen verdammen, die ihr Kind zu schützen versucht und vor Milliardenpublikum die Ausbreitung von Aids zu propagieren - dazu gehört schon ein „besonderer“ Glaube.
Für den Literaturnobelpreisträger Bertrand Russell war der viel zitierte unerschütterliche Glaube kein Wert an sich, sondern eher eine intellektuelle Lähmungserscheinung und Gott eine Vorstellung aus "alten orientalischen Gewaltherrschaften", somit: "freier Menschen unwürdig".
Einzig die Angst hielt er für die Grundlage der Religion, "Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Angst aber ist die Mutter der Grausamkeit".
Recht hat er, der Russell.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Die schlaue Angela
In Berlin tobt eine publizistische Schlacht um die Einführung von Religion als ordentliches Lehrfach auch an den Berliner Schulen im Rahmen eines Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion.
Der Berliner Verein „Pro Reli e.V.", massiv unterstützt von den Kirchen, sieht die Moral schwinden, wenn nicht wieder die Christen direkt ihre religiösen Überzeugungen an die Schüler bringen. Der staatliche ETHIK-Unterricht könne dies nicht gewährleisten.
Die Argumente dafür sind sehr weit hergeholt, da es schließlich das WAHLWACH Religion gibt.
Wer sich also religiös indoktrinieren möchte, kann dies tun. Offenbar geht es den missionierenden Unterstützern eher um ein „contra Ethik“ – da sie dem Staat nicht zutrauen die „Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens“ (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung) zu vermitteln.
Dieser aus den unveräußerlichen Menschenrechten als Minimalkonsens bestehende Grundkonsens weicht womöglich von einzelnen religiösen Überzeugungen ab.
So widersetzt sich die katholische Kirche bekanntlich bis heute der vollen Gleichberechtigung der Frau und bewertet die sexuelle Orientierung der Menschen nicht neutral.
Der Berliner Senat geht also einen vorbildlichen Weg, wenn er die ethischen Grundlagen als Pflichtfach für ALLE Schüler vermittelt und darüber hinaus noch die Wahlfreiheit belässt Religionsgemeinschaften – etwa den christlichen Kirchen und der Islamischen Föderation – nahezu uneingeschränkt ihre Sicht der Dinge vermitteln zu dürfen.
Was soll nun also in dem anti-ethischem Volksbegehren erreicht werden?
Dazu findet man sieben Hauptargumente auf der Website, die teilweise so abstrus sind, daß einem beim besten Willen nicht möglich ist gute Absichten zu unterstellen.
So wird beispielsweise ein „Dilemma“ unterstellt:
Ethik als alleiniges Pflichtfach steht in einem Dilemma. Es soll Werte vermitteln, muss aber als alleiniges, nicht abwählbares Fach weltanschaulich neutral sein. Es gibt aber keine echte Wertevermittlung ohne ein Bezugssystem.
Soll offensichtlich heißen, daß der säkulare Staat über keine Werte verfüge, die nur eine auf der Bibel fußende Kirche habe.
Jene Bibel,
- in der Homosexuelle diskriminiert werden (Levitikus 18.22: Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.),
- in der Sklaverei gelobt wird (Epheser 6,5: Verhältnis von Sklaven und Herren: Ihr Slaven, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo; Die Sklaven, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. Den Sklaven en sage, daß sie ihren Herren untertänig seien, in allen Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheißen hat, der nicht lügt, Gott, vor den Zeiten der Welt, Ihr Sklaven, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. 6nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.
- Die dem Antisemitismus frönt: (1, Thess, 2,15) … Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche boshafte Männer Pöbelvolks, machten eine Rotte und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu führen vor das Volk.
Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien, außer den Aposteln welche auch den HERRN Jesus getötet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen zuwider, Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind!
- und die verkündet, daß Frauen in der Gemeinde zu schweigen haben (1, Korinther, 14)
Diese Liste ließe sich lange fortführen gerade im 3. Buch Mose findet man menschenrechtswidrige gewalttätige Vorschriften zu Hauf.
Daß nun gerade ein Ablösen des verpflichtenden Ethikunterrichts durch eine religiös eingefärbte Sichtweise dazu beitrüge die Toleranz zu fördern, scheint in Schilda ersonnen worden zu sein.
Die HU stellt fest:
Der Gesetzentwurf von „Pro Reli“ vermengt bekenntnisgebundenen Unterricht mit dem allgemeinbildenden staatlichen Unterricht, der religiös und weltanschaulich neutral sein muss. Die klare Trennung von Kirche und Staat ist gerade in einem so vielfältigen Bundesland wie Berlin unverzichtbar. Gleichzeitig ist es wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler etwas über die religiöse, weltanschauliche und kulturelle Vielfalt in unserer Stadt erfahren, sich über gemeinsame Regeln des Zusammenlebens verständigen und lernen, die Rechte der jeweils anderen zu respektieren. Dafür bietet das Fach Ethik für alle Schüler und Schülerinnen gute Voraussetzungen, die es zu erhalten und auszubauen gilt. Das von „Pro Reli“ vorgeschlagene Wahlpflichtfach Ethik/Religion ist nicht in gleicher Weise geeignet, zu Toleranz und Integration beizutragen. Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union hält daher den Gesetzentwurf von „Pro Reli“ für den falschen Weg und lädt alle Berlinerinnen und Berliner ein, unsere Gegenargumente zu prüfen.
Aber wozu haben wir unsere allseits beliebte Bundes-Angela?
Sie unterstützt ausdrücklich diese kruden „Pro-Reli“-Forderungen und bringt dazu ein ganz neues Argument – die ökonomische Prosperität:
Ja, doch – also wer gerade schon vor Lachen vom Stuhl gefallen ist, möge sich die Merkelschen Gedanken, die über Kath.net verbrietet werden, doch noch antun:
Nach Ansicht der Kanzlerin ist die Soziale Marktwirtschaft, die vor 60 Jahren vom damaligen Bundeswirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) eingeführt wurde, ohne das ihr zugrunde liegende christliche Menschenbild nicht zu verstehen. Ohne die christliche Leitvorstellung vom Starken, der dem Schwachen beizustehen habe, wäre diese Wirtschaftsordnung weder wirtschaftlich noch politisch erfolgreich gewesen. Auch nach der staatlichen Einheit Deutschlands habe sie sich bewährt. Während die frühere DDR nur etwa 30 Prozent des ökonomischen und sozialen Niveaus des Westens Deutschlands gehabt habe, liege dieses heute bei 80 Prozent. In zahlreichen Bereichen gebe es sogar gleiche Verhältnisse. „Ohne die Einsicht, dass der Starke für den Schwachen da sein müsse, wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen“, sagte Frau Merkel. Allerdings gerieten die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft zunehmend in Vergessenheit.
So ist das also – Atheisten krebsen also auch einem extrem niedrigen wirtschaftlichen Niveau und müssen mit nur 30 % des Christengeldes auskommen.
Dann müssten also die reichsten Länder Europas Polen und Portugal sein!
Das war mir bisher neu, Frau Bundeskanzlerin! Danke für die Nachhilfe.
In Lateinamerika (91,6 % Christenanteil) scheinen gar Milch und Honig zu fließen und auch Afrika hat mit fast 400 Millionen Christen und den größten Zuwachszahlen der RKK offenbar ökonomisch einen großen Vorsprung vor Atheisten-Regionen wie dem armen Hamburg.
Mensch Merkel – wenn ich Sie nicht hätte, wäre mir dieser Zusammenhang wohl nie waufgegangen!
Der Berliner Verein „Pro Reli e.V.", massiv unterstützt von den Kirchen, sieht die Moral schwinden, wenn nicht wieder die Christen direkt ihre religiösen Überzeugungen an die Schüler bringen. Der staatliche ETHIK-Unterricht könne dies nicht gewährleisten.
Die Argumente dafür sind sehr weit hergeholt, da es schließlich das WAHLWACH Religion gibt.
Wer sich also religiös indoktrinieren möchte, kann dies tun. Offenbar geht es den missionierenden Unterstützern eher um ein „contra Ethik“ – da sie dem Staat nicht zutrauen die „Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens“ (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung) zu vermitteln.
Dieser aus den unveräußerlichen Menschenrechten als Minimalkonsens bestehende Grundkonsens weicht womöglich von einzelnen religiösen Überzeugungen ab.
So widersetzt sich die katholische Kirche bekanntlich bis heute der vollen Gleichberechtigung der Frau und bewertet die sexuelle Orientierung der Menschen nicht neutral.
Der Berliner Senat geht also einen vorbildlichen Weg, wenn er die ethischen Grundlagen als Pflichtfach für ALLE Schüler vermittelt und darüber hinaus noch die Wahlfreiheit belässt Religionsgemeinschaften – etwa den christlichen Kirchen und der Islamischen Föderation – nahezu uneingeschränkt ihre Sicht der Dinge vermitteln zu dürfen.
Was soll nun also in dem anti-ethischem Volksbegehren erreicht werden?
Dazu findet man sieben Hauptargumente auf der Website, die teilweise so abstrus sind, daß einem beim besten Willen nicht möglich ist gute Absichten zu unterstellen.
So wird beispielsweise ein „Dilemma“ unterstellt:
Ethik als alleiniges Pflichtfach steht in einem Dilemma. Es soll Werte vermitteln, muss aber als alleiniges, nicht abwählbares Fach weltanschaulich neutral sein. Es gibt aber keine echte Wertevermittlung ohne ein Bezugssystem.
Soll offensichtlich heißen, daß der säkulare Staat über keine Werte verfüge, die nur eine auf der Bibel fußende Kirche habe.
Jene Bibel,
- in der Homosexuelle diskriminiert werden (Levitikus 18.22: Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.),
- in der Sklaverei gelobt wird (Epheser 6,5: Verhältnis von Sklaven und Herren: Ihr Slaven, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo; Die Sklaven, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. Den Sklaven en sage, daß sie ihren Herren untertänig seien, in allen Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheißen hat, der nicht lügt, Gott, vor den Zeiten der Welt, Ihr Sklaven, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. 6nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.
- Die dem Antisemitismus frönt: (1, Thess, 2,15) … Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche boshafte Männer Pöbelvolks, machten eine Rotte und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu führen vor das Volk.
Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien, außer den Aposteln welche auch den HERRN Jesus getötet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen zuwider, Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind!
- und die verkündet, daß Frauen in der Gemeinde zu schweigen haben (1, Korinther, 14)
Diese Liste ließe sich lange fortführen gerade im 3. Buch Mose findet man menschenrechtswidrige gewalttätige Vorschriften zu Hauf.
Daß nun gerade ein Ablösen des verpflichtenden Ethikunterrichts durch eine religiös eingefärbte Sichtweise dazu beitrüge die Toleranz zu fördern, scheint in Schilda ersonnen worden zu sein.
Die HU stellt fest:
Der Gesetzentwurf von „Pro Reli“ vermengt bekenntnisgebundenen Unterricht mit dem allgemeinbildenden staatlichen Unterricht, der religiös und weltanschaulich neutral sein muss. Die klare Trennung von Kirche und Staat ist gerade in einem so vielfältigen Bundesland wie Berlin unverzichtbar. Gleichzeitig ist es wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler etwas über die religiöse, weltanschauliche und kulturelle Vielfalt in unserer Stadt erfahren, sich über gemeinsame Regeln des Zusammenlebens verständigen und lernen, die Rechte der jeweils anderen zu respektieren. Dafür bietet das Fach Ethik für alle Schüler und Schülerinnen gute Voraussetzungen, die es zu erhalten und auszubauen gilt. Das von „Pro Reli“ vorgeschlagene Wahlpflichtfach Ethik/Religion ist nicht in gleicher Weise geeignet, zu Toleranz und Integration beizutragen. Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union hält daher den Gesetzentwurf von „Pro Reli“ für den falschen Weg und lädt alle Berlinerinnen und Berliner ein, unsere Gegenargumente zu prüfen.
Aber wozu haben wir unsere allseits beliebte Bundes-Angela?
Sie unterstützt ausdrücklich diese kruden „Pro-Reli“-Forderungen und bringt dazu ein ganz neues Argument – die ökonomische Prosperität:
Ja, doch – also wer gerade schon vor Lachen vom Stuhl gefallen ist, möge sich die Merkelschen Gedanken, die über Kath.net verbrietet werden, doch noch antun:
Nach Ansicht der Kanzlerin ist die Soziale Marktwirtschaft, die vor 60 Jahren vom damaligen Bundeswirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) eingeführt wurde, ohne das ihr zugrunde liegende christliche Menschenbild nicht zu verstehen. Ohne die christliche Leitvorstellung vom Starken, der dem Schwachen beizustehen habe, wäre diese Wirtschaftsordnung weder wirtschaftlich noch politisch erfolgreich gewesen. Auch nach der staatlichen Einheit Deutschlands habe sie sich bewährt. Während die frühere DDR nur etwa 30 Prozent des ökonomischen und sozialen Niveaus des Westens Deutschlands gehabt habe, liege dieses heute bei 80 Prozent. In zahlreichen Bereichen gebe es sogar gleiche Verhältnisse. „Ohne die Einsicht, dass der Starke für den Schwachen da sein müsse, wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen“, sagte Frau Merkel. Allerdings gerieten die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft zunehmend in Vergessenheit.
So ist das also – Atheisten krebsen also auch einem extrem niedrigen wirtschaftlichen Niveau und müssen mit nur 30 % des Christengeldes auskommen.
Dann müssten also die reichsten Länder Europas Polen und Portugal sein!
Das war mir bisher neu, Frau Bundeskanzlerin! Danke für die Nachhilfe.
In Lateinamerika (91,6 % Christenanteil) scheinen gar Milch und Honig zu fließen und auch Afrika hat mit fast 400 Millionen Christen und den größten Zuwachszahlen der RKK offenbar ökonomisch einen großen Vorsprung vor Atheisten-Regionen wie dem armen Hamburg.
Mensch Merkel – wenn ich Sie nicht hätte, wäre mir dieser Zusammenhang wohl nie waufgegangen!
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