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Freitag, 5. August 2011
Unser Augenblicks-Kanzler.
Ach ja, der Verbraucherschutz.
Klingt natürlich immer gut sich für Verbraucherschutz zu engagieren.
Aber oft kollidieren gesundheitliche Interessen des Konsumenten mit den finanziellen Interessen der Hersteller.
Im Zweifelsfall positioniert sich unsere heißgeliebte Regierung natürlich eindeutig - zu Lasten des Verbrauchers.
Zu Gunsten der Industrie.
Viele Jahre sperrte sich insbesondere die CSU dagegen wenigstens offen zu legen WER eigentlich Agrarsubventionen aus Brüssel bekommt.
Eine Lebensmittelampel, die dem Käufer auf einfache Weise anzeigen sollte wie hoch Fett- und Zuckergehalt in vermeidlichen „Light“-Produkten sind, verhinderte der zuständige Bundesminister Seehofer mit aller Kraft.
Insbesondere die Abneigung der Deutschen gegen Gen-Food brachte die Bundesregierung in Wallung. Die Vorstellung, daß Lebensmittelhersteller gentechnisch manipulierter Produkte als „gentechnisch manipuliert“ kennzeichnen müßten, lehnen CDU, CSU und FDP glatt ab.
Denn in ihrer Industrie-hörigen Weltsicht wäre das ein Wettbewerbsnachteil für die Genpanscher. Ihre Fressalien lägen wie Blei in den Regalen, wenn man wüßte was da drin ist.
Also wird der Verbraucher systematisch dumm gehalten, damit er das kauft, was er kaufen soll und nicht das was er kaufen will.
Den neuesten Schildbürgerstreich hat uns der amtierende Regierungschef Rösler beschert.
Da Merkel in Südtirol umherwandert, darf nämlich mal wieder ein FDP-Chef eine Kabinettssitzung leiten.
Wir erinnern uns an letztes Jahr, als Guido noch diese Rolle übernommen hatte und extra eine Urlaubskabinettssitzung einberief, die dann ganze 15 Minuten dauerte, um einmal im Leben Kanzler zu spielen.
Anschließend rief er sofort eine PK ein, auf der er 80 Minuten voller Pathos und Stolz davon berichtete, wie toll er das gemacht hätte.
Verglichen damit ist Rösler geradezu bescheiden aufgetreten - obwohl seine Amtszeit statt 15 Minuten sogar fast eine Stunde dauerte.
Aber es dürfte weltweit auch keinen Zweiten geben, der ein derartig aufgeblasenes Ego wie Guido Westerwelle hat.
Vizekanzler Rösler konnte sogar eine echte Entscheidung bekanntgeben - das ÖKO-Label für Autos soll ab dem 1. Dezember 2011 eingeführt werden.
Zusätzlich gebe eine "neue farbige CO2-Effizienzskala Auskunft darüber, wie effizient das Fahrzeug verglichen mit anderen Modellen der jeweiligen Klasse ist", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Wie schon bei Kühlschränken üblich bekommen die Autos rote, gelbe oder grüne Schilder, um den Verbrauch zu beschreiben.
(Spon 03.08.2011)
Nun werden also Neuwagen von „A“ (sehr energiesparend) bis „G“ (Energieverschwender) klassifiziert.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) nannte das neue Label eine "echte Hilfestellung" bei der Kaufentscheidung, die zu "mehr Wettbewerb zugunsten der Umwelt" beitrage. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) lobt das Label. Die Politik schaffe damit eine "verbrauchernahe und ökologisch wirksame Kennzeichnung", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.
(dpa 04.08.2011)
Nun betrachtet Europas mächtigster Lobbyist - PS-Puscher Matthias Wissmann (CDU) - die Ökologie in etwa so wohlwollend, wie Anders Breivik den Islam.
In Kombination mit einem zufriedenen FDP-Chef ahnt man schon was dieses ÖKO-Label für Autos taugt.
Nämlich nichts.
In der FDP-Welt ist nämlich ein 2,5-Tonnen Porsche Cayenne, eins der bevorzugten Autos der letzten verbliebenden FDP-Wähler, ökologisch besonders zu empfehlen und bekommt ein „A“, während Kleinstwagen mit einem Viertel des Benzinverbrauchs teilweise mit „D“ bewertet werden.
Die tonnenschweren SUVs (Sport Utility Vehicle) - Geländewagen wie die Q-Modelle von Audi (Q5,Q7 und jetzt Q3) VW Tiguan und Touareg, BMWs X-Baureihen (X1, X3, X5, X6), Mercedes M-Klasse oder Toyota Land Cruiser und RAV 4 - werfen nämlich mit Abstand den meisten Gewinn für die Autohersteller ab, während die sparsamen Kleinwagen mit 800 bis 900 kg Gewicht die Kassen der VDA-Finanziers von Daimler und BMW weit weniger klingeln lassen.
Nun bekommen die SUVs ein grünes Label als Kaufempfehlung und Kleinwagen ein böses Tiefrot zur Abschreckung.
Nach der neuen Verordnung werden die grünen Schilder für sparsame Autos nicht etwa an die Autos mit dem niedrigsten Verbrauch vergeben. Stattdessen führte das Ministerium eine komplizierte Rechenformel ein, die das Gewicht des Autos berücksichtigt. Das könnte dazu führen, dass etwa ein 2,5 Tonnen schwerer SUV ein grünes Schild bekommt, ein Kleinwagen von 900 Kilogramm aber rot, auch wenn er deutlich weniger als der SUV verbraucht. "Das ist eine Perversion der ursprünglichen Absicht", sagte Greenpeace-Experte Lohbeck.
[…] Der ADAC sieht das wie die Umweltschützer [..].
"Verbrauchsarme Kleinwagen werden vielfach als 'rot', große Pkw mit hohem Verbrauch als 'grün' gekennzeichnet", sagte Technikexperte Christian Buric. Nach Ansicht des ADAC verwirrt das die Verbraucher, die sparsame Autos kaufen wollen.
(Spon 03.08.2011)
Interessanterweise hat Rösler diesen Irrsinn nicht etwa heimlich ausgeklüngelt, sondern die abstrusen Vorgaben stammen schon von seinem Vorgänger Brüderle Leichtfuß und wurden bereits vor einem Jahr als völlig plemplem entlarvt.
Doch wenn man sich den vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Entwurf mit dem sperrigen Titel Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung genauer anschaut, kommt man ins Grübeln: Danach bekäme nämlich ein 2,5 Tonnen schwerer BMW ActiveHybrid X6, der 231 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt, ein halbwegs freundliches C, ein 875 Kilogramm leichter Citroën C1, der 106 Gramm CO₂ pro Kilometer emittiert, aber nur ein D; Dickschiffe wie der Porsche Cayenne S Hybrid (193 g/km) oder der Audi Q7 3.0 TDI (195 g/km) schafften beide ein beruhigendes B, während der kleine Toyota Aygo (106 g/km) mit einem D vorliebnehmen müsste – und der Smart mhd trotz Start-Stop-System (103 g/km) gar mit einem tiefroten E.
(DIE ZEIT 13.9.2010)
Genützt hat die Erkenntnis aber gar nichts.
FDP-Minister sind absolut beratungsresistent und setzen ihre industriehörige Lobbypolitik sogar besonders gern gegen jede Vernunft durch.
Ja, Umweltbewußtsein und Schwarzgelb - das passt nun einmal nicht zusammen.
Aber mit dieser Regelung hat sich Poschardts Privatgottheit Rösler selbst übertroffen - absurder geht’s nicht mehr.
Klingt natürlich immer gut sich für Verbraucherschutz zu engagieren.
Aber oft kollidieren gesundheitliche Interessen des Konsumenten mit den finanziellen Interessen der Hersteller.
Im Zweifelsfall positioniert sich unsere heißgeliebte Regierung natürlich eindeutig - zu Lasten des Verbrauchers.
Zu Gunsten der Industrie.
Viele Jahre sperrte sich insbesondere die CSU dagegen wenigstens offen zu legen WER eigentlich Agrarsubventionen aus Brüssel bekommt.
Eine Lebensmittelampel, die dem Käufer auf einfache Weise anzeigen sollte wie hoch Fett- und Zuckergehalt in vermeidlichen „Light“-Produkten sind, verhinderte der zuständige Bundesminister Seehofer mit aller Kraft.
Insbesondere die Abneigung der Deutschen gegen Gen-Food brachte die Bundesregierung in Wallung. Die Vorstellung, daß Lebensmittelhersteller gentechnisch manipulierter Produkte als „gentechnisch manipuliert“ kennzeichnen müßten, lehnen CDU, CSU und FDP glatt ab.
Denn in ihrer Industrie-hörigen Weltsicht wäre das ein Wettbewerbsnachteil für die Genpanscher. Ihre Fressalien lägen wie Blei in den Regalen, wenn man wüßte was da drin ist.
Also wird der Verbraucher systematisch dumm gehalten, damit er das kauft, was er kaufen soll und nicht das was er kaufen will.
Den neuesten Schildbürgerstreich hat uns der amtierende Regierungschef Rösler beschert.
Da Merkel in Südtirol umherwandert, darf nämlich mal wieder ein FDP-Chef eine Kabinettssitzung leiten.
Wir erinnern uns an letztes Jahr, als Guido noch diese Rolle übernommen hatte und extra eine Urlaubskabinettssitzung einberief, die dann ganze 15 Minuten dauerte, um einmal im Leben Kanzler zu spielen.
Anschließend rief er sofort eine PK ein, auf der er 80 Minuten voller Pathos und Stolz davon berichtete, wie toll er das gemacht hätte.
Verglichen damit ist Rösler geradezu bescheiden aufgetreten - obwohl seine Amtszeit statt 15 Minuten sogar fast eine Stunde dauerte.
Aber es dürfte weltweit auch keinen Zweiten geben, der ein derartig aufgeblasenes Ego wie Guido Westerwelle hat.
Vizekanzler Rösler konnte sogar eine echte Entscheidung bekanntgeben - das ÖKO-Label für Autos soll ab dem 1. Dezember 2011 eingeführt werden.
Zusätzlich gebe eine "neue farbige CO2-Effizienzskala Auskunft darüber, wie effizient das Fahrzeug verglichen mit anderen Modellen der jeweiligen Klasse ist", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Wie schon bei Kühlschränken üblich bekommen die Autos rote, gelbe oder grüne Schilder, um den Verbrauch zu beschreiben.
(Spon 03.08.2011)
Nun werden also Neuwagen von „A“ (sehr energiesparend) bis „G“ (Energieverschwender) klassifiziert.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) nannte das neue Label eine "echte Hilfestellung" bei der Kaufentscheidung, die zu "mehr Wettbewerb zugunsten der Umwelt" beitrage. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) lobt das Label. Die Politik schaffe damit eine "verbrauchernahe und ökologisch wirksame Kennzeichnung", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.
(dpa 04.08.2011)
Nun betrachtet Europas mächtigster Lobbyist - PS-Puscher Matthias Wissmann (CDU) - die Ökologie in etwa so wohlwollend, wie Anders Breivik den Islam.
In Kombination mit einem zufriedenen FDP-Chef ahnt man schon was dieses ÖKO-Label für Autos taugt.
Nämlich nichts.
In der FDP-Welt ist nämlich ein 2,5-Tonnen Porsche Cayenne, eins der bevorzugten Autos der letzten verbliebenden FDP-Wähler, ökologisch besonders zu empfehlen und bekommt ein „A“, während Kleinstwagen mit einem Viertel des Benzinverbrauchs teilweise mit „D“ bewertet werden.
Die tonnenschweren SUVs (Sport Utility Vehicle) - Geländewagen wie die Q-Modelle von Audi (Q5,Q7 und jetzt Q3) VW Tiguan und Touareg, BMWs X-Baureihen (X1, X3, X5, X6), Mercedes M-Klasse oder Toyota Land Cruiser und RAV 4 - werfen nämlich mit Abstand den meisten Gewinn für die Autohersteller ab, während die sparsamen Kleinwagen mit 800 bis 900 kg Gewicht die Kassen der VDA-Finanziers von Daimler und BMW weit weniger klingeln lassen.
Nun bekommen die SUVs ein grünes Label als Kaufempfehlung und Kleinwagen ein böses Tiefrot zur Abschreckung.
Nach der neuen Verordnung werden die grünen Schilder für sparsame Autos nicht etwa an die Autos mit dem niedrigsten Verbrauch vergeben. Stattdessen führte das Ministerium eine komplizierte Rechenformel ein, die das Gewicht des Autos berücksichtigt. Das könnte dazu führen, dass etwa ein 2,5 Tonnen schwerer SUV ein grünes Schild bekommt, ein Kleinwagen von 900 Kilogramm aber rot, auch wenn er deutlich weniger als der SUV verbraucht. "Das ist eine Perversion der ursprünglichen Absicht", sagte Greenpeace-Experte Lohbeck.
[…] Der ADAC sieht das wie die Umweltschützer [..].
"Verbrauchsarme Kleinwagen werden vielfach als 'rot', große Pkw mit hohem Verbrauch als 'grün' gekennzeichnet", sagte Technikexperte Christian Buric. Nach Ansicht des ADAC verwirrt das die Verbraucher, die sparsame Autos kaufen wollen.
(Spon 03.08.2011)
Interessanterweise hat Rösler diesen Irrsinn nicht etwa heimlich ausgeklüngelt, sondern die abstrusen Vorgaben stammen schon von seinem Vorgänger Brüderle Leichtfuß und wurden bereits vor einem Jahr als völlig plemplem entlarvt.
Doch wenn man sich den vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Entwurf mit dem sperrigen Titel Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung genauer anschaut, kommt man ins Grübeln: Danach bekäme nämlich ein 2,5 Tonnen schwerer BMW ActiveHybrid X6, der 231 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt, ein halbwegs freundliches C, ein 875 Kilogramm leichter Citroën C1, der 106 Gramm CO₂ pro Kilometer emittiert, aber nur ein D; Dickschiffe wie der Porsche Cayenne S Hybrid (193 g/km) oder der Audi Q7 3.0 TDI (195 g/km) schafften beide ein beruhigendes B, während der kleine Toyota Aygo (106 g/km) mit einem D vorliebnehmen müsste – und der Smart mhd trotz Start-Stop-System (103 g/km) gar mit einem tiefroten E.
(DIE ZEIT 13.9.2010)
Genützt hat die Erkenntnis aber gar nichts.
FDP-Minister sind absolut beratungsresistent und setzen ihre industriehörige Lobbypolitik sogar besonders gern gegen jede Vernunft durch.
Ja, Umweltbewußtsein und Schwarzgelb - das passt nun einmal nicht zusammen.
Aber mit dieser Regelung hat sich Poschardts Privatgottheit Rösler selbst übertroffen - absurder geht’s nicht mehr.
Mittwoch, 18. Mai 2011
Die Frau ist echt abstoßend
Vermutlich ist das bisher niemanden aufgefallen, weil ich das immer geschickt verborgen habe; aber heute will ich es mal öffentlich sagen:
Ich mag Frau Merkel nicht.
Ja, ich gebe es zu.
Jetzt ist es raus.
Drei Dinge stören mich an der Kanzlerin:
1.) Ihre Persönlichkeit
2.) Ihre politischen Ansichten
3.) Ihre Arbeit als Kanzlerin.
Immer wieder betont und mit Myriaden Beispielen versehen wurden in diesem Blog Merkels politische Feigheit (traut sich aus Angst vor Widerspruch keine öffentlichen Richtungsentscheidungen zu) und ihre Lobbyhörigkeit.
Heute zeigt sich die Kanzlerin mal wieder von ihrer unangenehmen Persönlichkeit und macht in Populismus. Auf BILD-Niveau pur schürt sie Ressentiments gegen die faulen Griechen, die nicht so früh in Rente gehen sollten.
Merkels Märchen vom faulen Portugiesen.
Die Bürger in den Krisenstaaten hätten mehr Urlaub und gingen früher in Rente, behauptet die Kanzlerin. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das ist Unfug.
(Philip Faigle 18.05.2011)
„Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen – das ist wichtig [...] Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“
(A.M.)
Das kommt sicher gut beim Urnenpöbel an.
Fast überflüssig zu erwähnen, daß die Kanzlerin lügt wie gedruckt und sich nicht scheut auf dem Rücken von Ausländern Vorurteile zu schüren.
Laut OECD beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit deutscher Arbeitnehmer 1.390 Stunden. Ohne Urlaub entspricht dies rund 5,5 Arbeitsstunden pro Tag, bei 30 Tagen Jahresurlaub wären dies 6,26 Arbeitsstunden. Dieser Wert steht natürlich in Konflikt mit der „gefühlten Arbeitszeit“, lässt sich aber dadurch erklären, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit, sondern in Teilzeit oder in Minijobs tätig sind, bei denen die Wochenarbeitszeit deutlich geringer ist. Es gibt kein südeuropäisches Land, in dem die Arbeitnehmer eine geringere Jahresarbeitszeit haben als die Deutschen. In Spanien beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitnehmer 1.654 Stunden, in Portugal 1.710 Stunden, in Italien 1.773 Stunden und Griechenland ist mit 2.119 Stunden sogar unangefochtener Spitzenreiter in dieser Liste. Ähnlich verhält es sich beim Jahresurlaub und den Feiertagen, auf die Merkel in ihrer billigen Polemik verweist.
(Nachdenkseiten 18.05.11)
Die Angst vor den Umfragen muß gewaltig sein, so wie Merkel in der braunen Stammtischparolen-Tonne rumrührt.
„Ausflug ins Populistische“ nennt es die SZ heute etwas feiner.
Daß die Kanzlerin die angeblich faulen Südeuropäer sündenböckisiert, zeigt aber die Perfidie der Vorsitzenden der Christenpartei.
Diese Sätze dürften in der Bevölkerung gut ankommen. Viele empfinden es als Hohn, dass es hierzulande permanente Spar- und Streichdebatten gibt und zugleich mit deutschem Steuergeld gigantische Sparprogramme für Griechenland, Portugal oder Irland gezimmert werden.
[…] Mit ihren Aussagen lässt Merkel allerdings die Interpretation zu, dass es in den kriselnden Euro-Ländern erheblich mehr Urlaub gebe, und das trifft so nicht zu. In Griechenland sind gesetzlich 25 Tage vorgeschrieben, in Portugal und Spanien jeweils 22 und in Irland 20 - so viele wie in Deutschland. Andererseits sind es ausgerechnet so vielgelobte Volkswirtschaften wie Finnland oder solche EU-Kernländer wie Frankreich, wo der Gesetzgeber die größte Zahl an Urlaubstagen ermöglicht (jeweils 30).
[…] Auch beim Renteneintrittsalter schwingt bei Merkel eine Propagandahaltung mit, die man schon für überholt glaubte.
(J. Aumüller und J. Caceres 18.05.11)
Es ist eine Ablenkungsdiskussion um die Finanzhilfen für Portugal und Griechenland. Ob Griechenland Pleite geht, dürfte Frau Merkel herzlich egal sein.
Sie stimmte den Hellenischen Milliardenhilfen nicht aus purer Herzensgüte und Mitgefühl zu.
Daß Schäuble und Co fette Rettungspakte schnüren hat ganz andere Gründe:
Schließlich geht es nicht nur darum, die Zahlungsfähigkeit mehrerer hoch verschuldeter EU-Staaten zu bewahren, sondern – und genauso wichtig! – um die Existenz der Gläubiger. Allein deutsche Versicherungen, Banken und andere Finanzinstitute haben leichtfertigerweise den hoch verschuldeten EU-Mitgliedsstaaten für mehr als 500 Milliarden Euro Anleihen abgekauft, französische Institute für mehr als 400 Milliarden Euro, ebenso englische Institute für nahezu 400 Milliarden Euro. Es gibt kaum Zweifel daran, dass all diesen Gläubigern erhebliche Abschreibungen in ihren Vermögensbilanzen bevorstehen. Sie können durchaus zu existenzgefährdenden Verlusten führen. Deshalb wird eine erfolgreiche Rettung jener Schuldnerstaaten in Wahrheit zugleich eine Rettung deutscher, französischer oder etwa englischer Finanzinstitute! Die moralisch einleuchtende Forderung, wegen ihrer überaus riskanten Anleihekäufe auch die Gläubiger zur Kasse zu bitten, kann dazu führen, dass letztlich die Steuerzahler diesen Gläubigerinstituten abermals helfen müssen.
(Helmut Schmidt 7.5.2011)
Ein anderer mieser Charakterzug der vagen schwammigen Merkel ist ihre verlogene Selbstinszenierung als Vorkämpferin.
Drei Beispiele:
1) Die Inszenierung Merkels als „die Klimakanzlerin, die im Alleingang Blair und Bush in Heiligendamm zu Klimaschützern machen wollte.
Die Welt applaudierte der Ostdeutschen.
In Wahrheit hatte sie aber alle konkreten Finanzzusagen und konkreten Klimaziele torpediert und warf sich bei erster Gelegenheit auf die Seite der CO2-Drecksschweine. Brüssel hatte nämlich den Fehler gemacht die Kanzlerin beim Wort zu nehmen und wollte eine CO2-Steuer für klimakillende Autos einführen. Da genügte ein Anruf von Oberlobbyist Wissmann und schon schlug Merkel in Brüssel auf und kippte die Beschlüsse, die deutsche Autobauer gezwungen hätte sich Gedanken über ihre Ökobilanzen zu machen.
2) Merkel rief die Bildungsrepublik aus, veranstaltete drei Bildungsgipfel und eine Bildungsrundreise. Alle drei scheiterten kläglich. In der dritten Runde verließen die SPD-Ministerpräsidenten schon nach 20 Minuten den Raum, da die CDU offenbar nicht gewillt war Geld in die Bildung zu stecken. Kurz danach machten sich sogar die Unions-MPs aus dem Staub, weil Merkel sich nicht bewegen wollte.
3) Finanztransaktionssteuer.
Seit Peer Steinbrück entschlossen die 2008er Krise managte, posaunt Merkel immer wieder ihren Willen in die Welt die steinreichen Banken und Spekulanten an den hunderte Milliarden schweren Rettungstöpfen für die Finanzkrise zu beteiligen, die sie immerhin selbst verursacht hatten.
Das sollte nicht so schwer durchzusetzen sein. Breite Mehrheiten wären Merkel gewiss - wer würde nicht den Sinn einer Tobinsteuer einsehen?
Wichtiger als dieser kleine Akt der Gerechtigkeit, ist Merkel aber das Motto „Arbeit soll sich nicht lohnen!“.
In Deutschland sollen die reicher werden, die schon reich sind.
Wer NICHT für sein Einkommen arbeiten muß und daumendrehend im Schaukelstuhl zusieht, wie sein Vermögen Zinsen abwirft, wird weit geringer besteuert, als derjenige, der in lohnabhängiger Beschäftigung steht.
Die Finanzmarkttransaktionssteuer „begleitet die Kanzlerin nun seit Sommer 2009, als sie im Bundestagswahlkampf die populär erscheinende Forderung der SPD plötzlich auch übernahm. Seither erzählt Merkel immer wieder, dass die Finanzmarkttransaktionssteuer komme. So klar wie Elwood P. Dowd seinen Hasen erkennt, so konkret sieht die Kanzlerin die Abgabe auf Finanzgeschäfte vor ihrem inneren Auge. Sogar die Erlöse hat sie in ihrer Vorstellung schon verteilt: Mal sollte das Geld in den Klimaschutz fließen, mal sollte es die Folgen der Finanzkrise beseitigen helfen. Seit der schwarz-gelben Sparklausur im Juni 2010 hat der Finanz-Harvey sogar ein Zuhause in der Haushaltsplanung: Von 2012 an soll die Steuer jedes Jahr zwei Milliarden Euro in die Bundeskasse spülen. Als Finanzminister Wolfgang Schäuble vor wenigen Tagen die Steuerschätzung präsentierte, teilte er allerdings ganz nebenbei mit, dass er für nächstes Jahr nicht mehr mit Geld aus der Transaktionssteuer rechne - und zwar schlicht, weil es sie bis dahin nicht geben wird.
[…] Neben dem finanziellen hat Merkel nun vor allem ein großes politisches Problem. Denn die Finanzmarkttransaktionssteuer war im Sommer 2010 eines ihrer wichtigsten Argumente gegen den Vorwurf, das Sparpaket der Bundesregierung habe eine soziale Schieflage. Angesichts von Kürzungen bei Hartz-IV-Empfängern und beim Elterngeld, die Merkel als "schmerzlich" bezeichnete, sollten die Brennelementesteuer aus den Kassen der Energieindustrie und die Finanzmarkttransaktionssteuer aus den Kassen der Banken "einen Beitrag zur Gerechtigkeit" leisten. So versprach es Merkel in der Pressekonferenz mit dem damaligen Vizekanzler Guido Westerwelle im Juni 2010. Nun ist die eine Steuer wegen der Energiewende ungewiss, die andere existiert noch gar nicht. Im Umkehrschluss aus Merkels Worten darf man das Sparpaket nun quasi regierungsamtlich als ungerecht bezeichnen.
(Nico Fried 18.05.11)
Die Merkel’sche Schonung der Milliardäre und Millionäre hat schon ganz konkrete Blüten getrieben, wie man der folgenden DPA-Meldung entnehmen kann:
„Die Deutschen haben so viel Geldvermögen wie nie. Die Privathaushalte hatten Ende 2010 ein Geldvermögen in Form von Bargeld, Bankeinlagen oder Aktien im Rekordwert von 4,933 Billionen Euro, teilte die Deutsche Bundesbank gestern mit. Dies sind 154 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel dank kräftiger Kursgewinne am Aktienmarkt und höherer Zuflüsse deutlich größer aus als in den vergangenen Jahren.“
(18.05.2011)
Während das deutsche Beschäftigungswunder durch 7 Millionen Billiglöhner, Ein-Eurojobber, Leiharbeiter und Aufstocker gewährleistet wird, fließen die Geldströme wieder ganz nach oben und machen die deutschen Reichen reicher als sie je waren.
Merkel und dem Urnenpöbel sei Dank!
Ich mag Frau Merkel nicht.
Ja, ich gebe es zu.
Jetzt ist es raus.
Drei Dinge stören mich an der Kanzlerin:
1.) Ihre Persönlichkeit
2.) Ihre politischen Ansichten
3.) Ihre Arbeit als Kanzlerin.
Immer wieder betont und mit Myriaden Beispielen versehen wurden in diesem Blog Merkels politische Feigheit (traut sich aus Angst vor Widerspruch keine öffentlichen Richtungsentscheidungen zu) und ihre Lobbyhörigkeit.
Heute zeigt sich die Kanzlerin mal wieder von ihrer unangenehmen Persönlichkeit und macht in Populismus. Auf BILD-Niveau pur schürt sie Ressentiments gegen die faulen Griechen, die nicht so früh in Rente gehen sollten.
Merkels Märchen vom faulen Portugiesen.
Die Bürger in den Krisenstaaten hätten mehr Urlaub und gingen früher in Rente, behauptet die Kanzlerin. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das ist Unfug.
(Philip Faigle 18.05.2011)
„Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen – das ist wichtig [...] Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“
(A.M.)
Das kommt sicher gut beim Urnenpöbel an.
Fast überflüssig zu erwähnen, daß die Kanzlerin lügt wie gedruckt und sich nicht scheut auf dem Rücken von Ausländern Vorurteile zu schüren.
Laut OECD beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit deutscher Arbeitnehmer 1.390 Stunden. Ohne Urlaub entspricht dies rund 5,5 Arbeitsstunden pro Tag, bei 30 Tagen Jahresurlaub wären dies 6,26 Arbeitsstunden. Dieser Wert steht natürlich in Konflikt mit der „gefühlten Arbeitszeit“, lässt sich aber dadurch erklären, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit, sondern in Teilzeit oder in Minijobs tätig sind, bei denen die Wochenarbeitszeit deutlich geringer ist. Es gibt kein südeuropäisches Land, in dem die Arbeitnehmer eine geringere Jahresarbeitszeit haben als die Deutschen. In Spanien beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitnehmer 1.654 Stunden, in Portugal 1.710 Stunden, in Italien 1.773 Stunden und Griechenland ist mit 2.119 Stunden sogar unangefochtener Spitzenreiter in dieser Liste. Ähnlich verhält es sich beim Jahresurlaub und den Feiertagen, auf die Merkel in ihrer billigen Polemik verweist.
(Nachdenkseiten 18.05.11)
Die Angst vor den Umfragen muß gewaltig sein, so wie Merkel in der braunen Stammtischparolen-Tonne rumrührt.
„Ausflug ins Populistische“ nennt es die SZ heute etwas feiner.
Daß die Kanzlerin die angeblich faulen Südeuropäer sündenböckisiert, zeigt aber die Perfidie der Vorsitzenden der Christenpartei.
Diese Sätze dürften in der Bevölkerung gut ankommen. Viele empfinden es als Hohn, dass es hierzulande permanente Spar- und Streichdebatten gibt und zugleich mit deutschem Steuergeld gigantische Sparprogramme für Griechenland, Portugal oder Irland gezimmert werden.
[…] Mit ihren Aussagen lässt Merkel allerdings die Interpretation zu, dass es in den kriselnden Euro-Ländern erheblich mehr Urlaub gebe, und das trifft so nicht zu. In Griechenland sind gesetzlich 25 Tage vorgeschrieben, in Portugal und Spanien jeweils 22 und in Irland 20 - so viele wie in Deutschland. Andererseits sind es ausgerechnet so vielgelobte Volkswirtschaften wie Finnland oder solche EU-Kernländer wie Frankreich, wo der Gesetzgeber die größte Zahl an Urlaubstagen ermöglicht (jeweils 30).
[…] Auch beim Renteneintrittsalter schwingt bei Merkel eine Propagandahaltung mit, die man schon für überholt glaubte.
(J. Aumüller und J. Caceres 18.05.11)
Es ist eine Ablenkungsdiskussion um die Finanzhilfen für Portugal und Griechenland. Ob Griechenland Pleite geht, dürfte Frau Merkel herzlich egal sein.
Sie stimmte den Hellenischen Milliardenhilfen nicht aus purer Herzensgüte und Mitgefühl zu.
Daß Schäuble und Co fette Rettungspakte schnüren hat ganz andere Gründe:
Schließlich geht es nicht nur darum, die Zahlungsfähigkeit mehrerer hoch verschuldeter EU-Staaten zu bewahren, sondern – und genauso wichtig! – um die Existenz der Gläubiger. Allein deutsche Versicherungen, Banken und andere Finanzinstitute haben leichtfertigerweise den hoch verschuldeten EU-Mitgliedsstaaten für mehr als 500 Milliarden Euro Anleihen abgekauft, französische Institute für mehr als 400 Milliarden Euro, ebenso englische Institute für nahezu 400 Milliarden Euro. Es gibt kaum Zweifel daran, dass all diesen Gläubigern erhebliche Abschreibungen in ihren Vermögensbilanzen bevorstehen. Sie können durchaus zu existenzgefährdenden Verlusten führen. Deshalb wird eine erfolgreiche Rettung jener Schuldnerstaaten in Wahrheit zugleich eine Rettung deutscher, französischer oder etwa englischer Finanzinstitute! Die moralisch einleuchtende Forderung, wegen ihrer überaus riskanten Anleihekäufe auch die Gläubiger zur Kasse zu bitten, kann dazu führen, dass letztlich die Steuerzahler diesen Gläubigerinstituten abermals helfen müssen.
(Helmut Schmidt 7.5.2011)
Ein anderer mieser Charakterzug der vagen schwammigen Merkel ist ihre verlogene Selbstinszenierung als Vorkämpferin.
Drei Beispiele:
1) Die Inszenierung Merkels als „die Klimakanzlerin, die im Alleingang Blair und Bush in Heiligendamm zu Klimaschützern machen wollte.
Die Welt applaudierte der Ostdeutschen.
In Wahrheit hatte sie aber alle konkreten Finanzzusagen und konkreten Klimaziele torpediert und warf sich bei erster Gelegenheit auf die Seite der CO2-Drecksschweine. Brüssel hatte nämlich den Fehler gemacht die Kanzlerin beim Wort zu nehmen und wollte eine CO2-Steuer für klimakillende Autos einführen. Da genügte ein Anruf von Oberlobbyist Wissmann und schon schlug Merkel in Brüssel auf und kippte die Beschlüsse, die deutsche Autobauer gezwungen hätte sich Gedanken über ihre Ökobilanzen zu machen.
2) Merkel rief die Bildungsrepublik aus, veranstaltete drei Bildungsgipfel und eine Bildungsrundreise. Alle drei scheiterten kläglich. In der dritten Runde verließen die SPD-Ministerpräsidenten schon nach 20 Minuten den Raum, da die CDU offenbar nicht gewillt war Geld in die Bildung zu stecken. Kurz danach machten sich sogar die Unions-MPs aus dem Staub, weil Merkel sich nicht bewegen wollte.
3) Finanztransaktionssteuer.
Seit Peer Steinbrück entschlossen die 2008er Krise managte, posaunt Merkel immer wieder ihren Willen in die Welt die steinreichen Banken und Spekulanten an den hunderte Milliarden schweren Rettungstöpfen für die Finanzkrise zu beteiligen, die sie immerhin selbst verursacht hatten.
Das sollte nicht so schwer durchzusetzen sein. Breite Mehrheiten wären Merkel gewiss - wer würde nicht den Sinn einer Tobinsteuer einsehen?
Wichtiger als dieser kleine Akt der Gerechtigkeit, ist Merkel aber das Motto „Arbeit soll sich nicht lohnen!“.
In Deutschland sollen die reicher werden, die schon reich sind.
Wer NICHT für sein Einkommen arbeiten muß und daumendrehend im Schaukelstuhl zusieht, wie sein Vermögen Zinsen abwirft, wird weit geringer besteuert, als derjenige, der in lohnabhängiger Beschäftigung steht.
Die Finanzmarkttransaktionssteuer „begleitet die Kanzlerin nun seit Sommer 2009, als sie im Bundestagswahlkampf die populär erscheinende Forderung der SPD plötzlich auch übernahm. Seither erzählt Merkel immer wieder, dass die Finanzmarkttransaktionssteuer komme. So klar wie Elwood P. Dowd seinen Hasen erkennt, so konkret sieht die Kanzlerin die Abgabe auf Finanzgeschäfte vor ihrem inneren Auge. Sogar die Erlöse hat sie in ihrer Vorstellung schon verteilt: Mal sollte das Geld in den Klimaschutz fließen, mal sollte es die Folgen der Finanzkrise beseitigen helfen. Seit der schwarz-gelben Sparklausur im Juni 2010 hat der Finanz-Harvey sogar ein Zuhause in der Haushaltsplanung: Von 2012 an soll die Steuer jedes Jahr zwei Milliarden Euro in die Bundeskasse spülen. Als Finanzminister Wolfgang Schäuble vor wenigen Tagen die Steuerschätzung präsentierte, teilte er allerdings ganz nebenbei mit, dass er für nächstes Jahr nicht mehr mit Geld aus der Transaktionssteuer rechne - und zwar schlicht, weil es sie bis dahin nicht geben wird.
[…] Neben dem finanziellen hat Merkel nun vor allem ein großes politisches Problem. Denn die Finanzmarkttransaktionssteuer war im Sommer 2010 eines ihrer wichtigsten Argumente gegen den Vorwurf, das Sparpaket der Bundesregierung habe eine soziale Schieflage. Angesichts von Kürzungen bei Hartz-IV-Empfängern und beim Elterngeld, die Merkel als "schmerzlich" bezeichnete, sollten die Brennelementesteuer aus den Kassen der Energieindustrie und die Finanzmarkttransaktionssteuer aus den Kassen der Banken "einen Beitrag zur Gerechtigkeit" leisten. So versprach es Merkel in der Pressekonferenz mit dem damaligen Vizekanzler Guido Westerwelle im Juni 2010. Nun ist die eine Steuer wegen der Energiewende ungewiss, die andere existiert noch gar nicht. Im Umkehrschluss aus Merkels Worten darf man das Sparpaket nun quasi regierungsamtlich als ungerecht bezeichnen.
(Nico Fried 18.05.11)
Die Merkel’sche Schonung der Milliardäre und Millionäre hat schon ganz konkrete Blüten getrieben, wie man der folgenden DPA-Meldung entnehmen kann:
„Die Deutschen haben so viel Geldvermögen wie nie. Die Privathaushalte hatten Ende 2010 ein Geldvermögen in Form von Bargeld, Bankeinlagen oder Aktien im Rekordwert von 4,933 Billionen Euro, teilte die Deutsche Bundesbank gestern mit. Dies sind 154 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs fiel dank kräftiger Kursgewinne am Aktienmarkt und höherer Zuflüsse deutlich größer aus als in den vergangenen Jahren.“
(18.05.2011)
Während das deutsche Beschäftigungswunder durch 7 Millionen Billiglöhner, Ein-Eurojobber, Leiharbeiter und Aufstocker gewährleistet wird, fließen die Geldströme wieder ganz nach oben und machen die deutschen Reichen reicher als sie je waren.
Merkel und dem Urnenpöbel sei Dank!
Samstag, 19. Dezember 2009
Sankt-Florian-Politik
Nun ist das Geschimpfe groß.
Wir wissen zwar, daß wir Menschen mit unserer Umwelt-Verpestung und Rücksichtslosigkeit den Planeten ruinieren, aber saturiert und servil wie wir sind, sind wir zu schlapp, um etwas dagegen zu tun.
Sehenden Auges geben die Mächtigen der Welt Vollgas gegen die Wand.
Amoralische, ehrlose, verantwortungslose, kurzsichtige, unethische, destruktive Mächtige sind das, die uns das einbrocken.
Mächtige, die uns also sehr passend repräsentieren.
Merkel, eine der Hauptbremsen beim Projekt Planetenrettung, bekommt für ihr schändliches Verhalten augenblicklich Platz eins der SPIEGEL-Politikerhitliste - Zustimmung 73%!
73 % der Deutschen wünschen sich, daß Destruktive von der Uckermark eine wichtige Rolle in der Politik spielt.
Jene Frau also, die für „notleidende Banken“ hunderte Milliarden aufbringt, Milliarden für reiche Erben, Hoteliers oder schlicht und ergreifend Schrott (Abwrackprämie) rausschmeißt, aber für Klimaschutz und somit unser aller Zukunft nur Peanuts erübrigen will.
Es ist mir unverständlich, wie man ob des Kopenhagener Debakels nun enttäuscht sein kann.
Enttäuschungen können nur entstehen, wenn man zuvor Hoffnungen hatte.
Kann jemand so debil sein, angesichts der CDU-Performance optimistisch gewesen zu sein?
Man muß sich nur die handelnden Personen ansehen.
Merkel vertraut auf einen Klimabeauftragten der CDU namens Ole von Beust, der in seiner Stadt mal eben die größte CO2-Schleuder Europas installiert.
Moorburg, das 2012 für 1,7 Milliarden Euro fertig gestellt werden soll, wird so viel Kohle verbrennen, dass jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 erzeugt werden.
Das entspricht den jährlichen Abgasen von mehr als 1,4 Millionen PKW - mehr als das Doppelte des gesamten Straßenverkehrs in Hamburg. Das Großkraftwerk ist für den Strom- und Fernwärmebedarf Hamburgs stark überdimensioniert und würde etwa die Hälfte der eingesetzten Energie ungenutzt an die Elbe abgeben. Mit dem Kraftwerksprojekt verbunden sind schädliche Luftemissionen, insbesondere hohe Feinstaubbelastungen. Strömungsveränderungen und die Abgabe großer Mengen warmen Kühlwassers schädigen die Tier- und Pflanzenwelt der Elbe.
(Robin Wood)
Maximierung des Treibhausgas-Ausstoßes auch im bevölkerungsstärksten Bundesland NRW - die schwarzgelbe Landesregierung winkt eine Lex E.on du
rch, die die Vorgaben zum Klimaschutz aus dem Gesetz zur Landesentwicklung (LEPro) entfernt.
Die Landtagsmehrheit aus CDU und FDP will den §26 zur Energiewirtschaft ersatzlos aus dem Gesetz entfernen. Damit stehen klimapolitisch bedeutsame Ziele wie Energieeinsparung, der Ausbau erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung auf dem Spiel.
Das rückgratlose unverantwortliche Handeln von CDU und FDP ist in Wahrheit ein liebesdienerisch-unterwürfiger Akt zugunsten von E.on:
„Mit der Streichung von Klimaschutzzielen aus dem Gesetz zur Landesentwicklung setzt die Landtagsmehrheit aus CDU und FDP ihren klimapolitischen Amoklauf fort. Seit 2005 steigen die CO2-Emissionen in NRW wieder an, obwohl schon jetzt ein Drittel aller Treibhausgasemissionen an Rhein und Ruhr entstehen fügt Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in NRW hinzu. „Die Gesetzesänderung verfolgt erkennbar das Ziel, dass der Energiekonzern E.on in Datteln weiter den größten Kohlekraftwerksblock Europas bauen kann und der Weg für weitere Kohlekraftwerksbauten wie z.B. in Krefeld und Marl frei gemacht wird. Dafür sollen derzeit geltende Klimaschutzstandards geopfert werden.
Zum Umweltminister beruft die Bundeskanzlerin einen Konzern-Lobbyisten Röttgen, der am 1. Januar 2007 Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) werden sollte.
Die Kanzlerin selbst setzt sich in Brüssel gegen CO2-Abgasgrenzerte ein und will gezielt besonders klimaschädliche Autos fördern.
Europas wichtigster Auto-Lobbyist und Klimaschutzgegner ist der CDU-Ex-Verkehrsminister Wissmann.
Ähnlich gelagert auch ihre Abgesandten in Europa.
Der Altindustrie-hörige Oettinger wurde EU-Energiekommissar und beinahe noch schlimmer ist es, daß der ultraatombegeisterte CDU-Mann Herbert Reul den extrem wichtigen Posten des Vorsitzenden des Industrieausschusses im Europäischen Parlament innehat.
Reul können es gar nicht genug Atomkraftwerke sein und daß der Klimawandel von uns verursacht sei, kann der Technikdinosaurier, der auf dem Wissensstand der 1950er lebt auch nicht recht glauben.
"Zweifel am menschengemachten Klimawandel" nennt er seine abstruse vorsintflutliche Ideologie euphemistisch.
Bei den Energiegiganten der Atommafia dürften bereits die Sektkorken knallen.
Das Kopenhagener Nichtergebnis ist ein folgerichtiges und ehrliches Scheitern.
Wohlfeil ist es mit dem Finger auf China und Amerika zu zeigen.
Wir, als der fünftgrößte Klimaverpester der Welt sollten uns an die eigene Nase fassen. Das Personal, das sich deutsche Wähler zum repräsentiert werden aussucht ist der Sargnagel der Umwelt.
Die harschen Urteile für das breite politische Versagen* in der dänischen Hauptstadt sind zwar in der Sache richtig, aber der überraschte Unterton ist absurd.
* "Floppenhagen! Brokenhagen!", "Die Substanz ist erbärmlich schwach." (Germanwatch-Chef Christoph Bals), "Kopenhagen ist heute Nacht Schauplatz eines Verbrechens, und die schuldigen Männer und Frauen flüchten zum Flughafen." (John Sauven, verantwortlicher Direktor von Greenpeace), "Die internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen" ("Brot für die Welt"- Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel), „Was für ein Fiasko: Der Klimagipfel von Kopenhagen ist an knallharter Interessenpolitik der USA, Chinas und vieler anderer Staaten gescheitert. Das Debakel von Kopenhagen ist auch das Debakel von Barack Obama.“ (Markus Becker, SPON), "Staatsstreich gegen die UN", "Verrat an unserer Zukunft", „Klima-Schande“, "Sie boten 30 Silberlinge für den Verrat an unserer Zukunft" (Ian Fry, Vertreter des Inselstaats Tuvalu), "diktatorisches Verhalten", etc..
Das enttäuscht mich nicht, da ich nichts erwartet habe von einer Weltgemeinschaft, die so eine Klima-antagonistische Pfeife, wie die deutsche Bundeskanzlerin als ihre „Klima-Queen“ apostrophiert.
Das enttäuscht mich nicht, da ich nichts erwartet habe von einer Weltgemeinschaft, deren Staatschefs gerade mal für zwei oder drei Stunden anreisen mochten, weil sie es wie Merkel für wichtiger erachteten zuhause zugunsten von reichen Erben und Hoteliers zu kämpfen und auf der Klaviatur der Klientelpolitik klimperten.
Wir wissen zwar, daß wir Menschen mit unserer Umwelt-Verpestung und Rücksichtslosigkeit den Planeten ruinieren, aber saturiert und servil wie wir sind, sind wir zu schlapp, um etwas dagegen zu tun.
Sehenden Auges geben die Mächtigen der Welt Vollgas gegen die Wand.
Amoralische, ehrlose, verantwortungslose, kurzsichtige, unethische, destruktive Mächtige sind das, die uns das einbrocken.
Mächtige, die uns also sehr passend repräsentieren.
Merkel, eine der Hauptbremsen beim Projekt Planetenrettung, bekommt für ihr schändliches Verhalten augenblicklich Platz eins der SPIEGEL-Politikerhitliste - Zustimmung 73%!
73 % der Deutschen wünschen sich, daß Destruktive von der Uckermark eine wichtige Rolle in der Politik spielt.
Jene Frau also, die für „notleidende Banken“ hunderte Milliarden aufbringt, Milliarden für reiche Erben, Hoteliers oder schlicht und ergreifend Schrott (Abwrackprämie) rausschmeißt, aber für Klimaschutz und somit unser aller Zukunft nur Peanuts erübrigen will.
Es ist mir unverständlich, wie man ob des Kopenhagener Debakels nun enttäuscht sein kann.
Enttäuschungen können nur entstehen, wenn man zuvor Hoffnungen hatte.
Kann jemand so debil sein, angesichts der CDU-Performance optimistisch gewesen zu sein?
Man muß sich nur die handelnden Personen ansehen.
Merkel vertraut auf einen Klimabeauftragten der CDU namens Ole von Beust, der in seiner Stadt mal eben die größte CO2-Schleuder Europas installiert.
Moorburg, das 2012 für 1,7 Milliarden Euro fertig gestellt werden soll, wird so viel Kohle verbrennen, dass jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 erzeugt werden.
Das entspricht den jährlichen Abgasen von mehr als 1,4 Millionen PKW - mehr als das Doppelte des gesamten Straßenverkehrs in Hamburg. Das Großkraftwerk ist für den Strom- und Fernwärmebedarf Hamburgs stark überdimensioniert und würde etwa die Hälfte der eingesetzten Energie ungenutzt an die Elbe abgeben. Mit dem Kraftwerksprojekt verbunden sind schädliche Luftemissionen, insbesondere hohe Feinstaubbelastungen. Strömungsveränderungen und die Abgabe großer Mengen warmen Kühlwassers schädigen die Tier- und Pflanzenwelt der Elbe.
(Robin Wood)
Maximierung des Treibhausgas-Ausstoßes auch im bevölkerungsstärksten Bundesland NRW - die schwarzgelbe Landesregierung winkt eine Lex E.on du
rch, die die Vorgaben zum Klimaschutz aus dem Gesetz zur Landesentwicklung (LEPro) entfernt.
Die Landtagsmehrheit aus CDU und FDP will den §26 zur Energiewirtschaft ersatzlos aus dem Gesetz entfernen. Damit stehen klimapolitisch bedeutsame Ziele wie Energieeinsparung, der Ausbau erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung auf dem Spiel.
Das rückgratlose unverantwortliche Handeln von CDU und FDP ist in Wahrheit ein liebesdienerisch-unterwürfiger Akt zugunsten von E.on:
„Mit der Streichung von Klimaschutzzielen aus dem Gesetz zur Landesentwicklung setzt die Landtagsmehrheit aus CDU und FDP ihren klimapolitischen Amoklauf fort. Seit 2005 steigen die CO2-Emissionen in NRW wieder an, obwohl schon jetzt ein Drittel aller Treibhausgasemissionen an Rhein und Ruhr entstehen fügt Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in NRW hinzu. „Die Gesetzesänderung verfolgt erkennbar das Ziel, dass der Energiekonzern E.on in Datteln weiter den größten Kohlekraftwerksblock Europas bauen kann und der Weg für weitere Kohlekraftwerksbauten wie z.B. in Krefeld und Marl frei gemacht wird. Dafür sollen derzeit geltende Klimaschutzstandards geopfert werden.
Zum Umweltminister beruft die Bundeskanzlerin einen Konzern-Lobbyisten Röttgen, der am 1. Januar 2007 Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) werden sollte.
Die Kanzlerin selbst setzt sich in Brüssel gegen CO2-Abgasgrenzerte ein und will gezielt besonders klimaschädliche Autos fördern.
Europas wichtigster Auto-Lobbyist und Klimaschutzgegner ist der CDU-Ex-Verkehrsminister Wissmann.
Ähnlich gelagert auch ihre Abgesandten in Europa.
Der Altindustrie-hörige Oettinger wurde EU-Energiekommissar und beinahe noch schlimmer ist es, daß der ultraatombegeisterte CDU-Mann Herbert Reul den extrem wichtigen Posten des Vorsitzenden des Industrieausschusses im Europäischen Parlament innehat.
Reul können es gar nicht genug Atomkraftwerke sein und daß der Klimawandel von uns verursacht sei, kann der Technikdinosaurier, der auf dem Wissensstand der 1950er lebt auch nicht recht glauben.
"Zweifel am menschengemachten Klimawandel" nennt er seine abstruse vorsintflutliche Ideologie euphemistisch.
Bei den Energiegiganten der Atommafia dürften bereits die Sektkorken knallen.
Das Kopenhagener Nichtergebnis ist ein folgerichtiges und ehrliches Scheitern.
Wohlfeil ist es mit dem Finger auf China und Amerika zu zeigen.
Wir, als der fünftgrößte Klimaverpester der Welt sollten uns an die eigene Nase fassen. Das Personal, das sich deutsche Wähler zum repräsentiert werden aussucht ist der Sargnagel der Umwelt.
Die harschen Urteile für das breite politische Versagen* in der dänischen Hauptstadt sind zwar in der Sache richtig, aber der überraschte Unterton ist absurd.
* "Floppenhagen! Brokenhagen!", "Die Substanz ist erbärmlich schwach." (Germanwatch-Chef Christoph Bals), "Kopenhagen ist heute Nacht Schauplatz eines Verbrechens, und die schuldigen Männer und Frauen flüchten zum Flughafen." (John Sauven, verantwortlicher Direktor von Greenpeace), "Die internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen" ("Brot für die Welt"- Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel), „Was für ein Fiasko: Der Klimagipfel von Kopenhagen ist an knallharter Interessenpolitik der USA, Chinas und vieler anderer Staaten gescheitert. Das Debakel von Kopenhagen ist auch das Debakel von Barack Obama.“ (Markus Becker, SPON), "Staatsstreich gegen die UN", "Verrat an unserer Zukunft", „Klima-Schande“, "Sie boten 30 Silberlinge für den Verrat an unserer Zukunft" (Ian Fry, Vertreter des Inselstaats Tuvalu), "diktatorisches Verhalten", etc..
Das enttäuscht mich nicht, da ich nichts erwartet habe von einer Weltgemeinschaft, die so eine Klima-antagonistische Pfeife, wie die deutsche Bundeskanzlerin als ihre „Klima-Queen“ apostrophiert.
Das enttäuscht mich nicht, da ich nichts erwartet habe von einer Weltgemeinschaft, deren Staatschefs gerade mal für zwei oder drei Stunden anreisen mochten, weil sie es wie Merkel für wichtiger erachteten zuhause zugunsten von reichen Erben und Hoteliers zu kämpfen und auf der Klaviatur der Klientelpolitik klimperten.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Alles ist relativ.
Setzt man eine deutsche Kanzlerin zusammen mit GWB in einen Strandkorb,
oder läßt sie auf seiner Texanischen Ranch umher cruisen, 
ist sie zwar immer noch eine Beleidigung für Sinne und Verstand, aber verglichen zu ihrem Gastgeber ist das noch Gold.
Wenn jemand so hartnäckig Klimaerwärmung leugnet, Naturschutzgebiete schleift und dem Öl huldigt, kann sich selbst eine Industrielobby-hörige Merkel noch als Kimaqueen inszenieren.
Dumm gelaufen für den Uckermarker Hosenanzug, daß sie sich nun mit Obama messen lassen muß.
Ohne jetzt schon irgendwelche politische Versprechen des neuen US-Präsidenten zu bewerten, kann man aber doch schon nach 24 Stunden im Amt sagen, daß er in Punkto Charisma in einer anderen Galaxie angesiedelt ist.
Donnerschlach, sieht die dagegen alt aus!
Dabei ist Merkel (*17. Juli 1954) ja gerade sieben Jahre älter als Obama (*4. August 1961) und wirkt dennoch eher wie die trutschige Großtante aus der Zone.
Daß Merkel so wie Merkel aussieht, ist zwar bedauerlich, aber natürlich keine Charaktereigenschaft.
Vermutlich wird sie darüber ganz glücklich sein, denn bekanntlich favorisieren die deutschen Wähler den Phänotyp „untersetzer Provinzling mit möglichst wenig markanten Gesicht“.
So ein phlegmatischer Pykniker nimmt dem deutschen Michel wohl am nachhaltigsten die Furcht, daß sich irgendwas ändert.
Politisch entspricht „Kohls Mädel“ ihrer Optik schon lange:
Bloß keine Inhalte, keine konkreten Aussagen und Festlegungen.
Wortwabernd und wolkig immer wieder die slebe heiße Luft abzulassen, muß nicht nur reichen, sondern ist sogar das Merkelsche Erfolgsgeheimnis.
Nothing to write home about.
Schade, wieder mal eine Gelegenheit verpasst Deutschland etwas auf die Sprünge zu helfen:
Es böte sich nun wirklich an im Windschatten Obamas auch mal ein bißchen fortschrittlicher Umwelt - und Wirtschaftspolitik zu machen.
Aber die CDU-Chefin, die ohnehin schon ökologisch auf Steinzeitkurs ist, macht nun erst recht einen Schritt ins Nichts.
Statt wie geplant die KFZ-Steuer nach dem Schadstoffausstoß zu berechnen, wird nun im Kabinett parasitären lobbyistischen Klimaschädlingen wie Wissmann in den Hintereingang gekrochen:
Scheiß auf Umwelt und Erderwärmung, scheiß auf Öko-Auto, scheiß auf Moderne Technik, scheiß auf zur Neige gehende fossile Brennstoffe - nun sollen ausgerechnet die größten Umweltsünder steuerlich belohnt werden.
Je mehr Hubraum und je mehr Umweltbelastung mit CO2, desto mehr Geld wollen Glos und Merkel dafür raushauen. Die Fahrer großer, spritschluckender Fahrzeuge sollen steuerlich begünstigt werden.
Kann man überhaupt falschere Politik machen? Schwer vorstellbar.
Es ist eben doch nicht ganz egal, ob die Rückgratlosen CDU’ler mit der Merkel allein regieren, oder ob außerdem SPD-Minister im Kabinett sind.
So halten die sozialdemokratischen Minister für Umwelt und Verkehr RICHTIGERWEISE voll dagegen und lassen den kompetenzfreien Glos im Kabinett hoffentlich noch die Luft raus, wie die TS berichtet.
Wirtschaftsminister Glos hingegen verteidigte die Pläne: "Wir haben ein Steuersystem vorgeschlagen, das jetzt von Herrn Gabriel abgelehnt worden ist. Aber ich glaube, dass Herr Gabriel da in der Minderheit ist." Umweltminister Gabriel warf der Union "blanken Lobbyismus zugunsten von BMW und Daimler" vor. Damit zeichnet sich ein Streit innerhalb der Großen Koalition um die Steuer ab, die am Dienstag im Kabinett beschlossen werden soll. Bislang sieht der Koalitionsvertrag vor, die Kfz-Steuer ab Juli nach CO2-Ausstoß statt nach Hubraum zu berechnen. 2010 und 2011 soll die Grenze demnach bei 120 Gramm CO2 pro Kilometer liegen und dann bis 2014 auf 95 Gramm sinken. Jedes darüber hinaus ausgestoßene Gramm CO2 soll mit zwei Euro besteuert werden.
Im Herbst, wenn nach der Bundestagswahl vermutlich die thematisch entrückte Merkel mit Guido Doof durch die Politik mäandert, ist unser ökologischer und ökonomischer Abstieg eh nicht mehr aufzuhalten.
oder läßt sie auf seiner Texanischen Ranch umher cruisen, 
ist sie zwar immer noch eine Beleidigung für Sinne und Verstand, aber verglichen zu ihrem Gastgeber ist das noch Gold.
Wenn jemand so hartnäckig Klimaerwärmung leugnet, Naturschutzgebiete schleift und dem Öl huldigt, kann sich selbst eine Industrielobby-hörige Merkel noch als Kimaqueen inszenieren.Dumm gelaufen für den Uckermarker Hosenanzug, daß sie sich nun mit Obama messen lassen muß.
Ohne jetzt schon irgendwelche politische Versprechen des neuen US-Präsidenten zu bewerten, kann man aber doch schon nach 24 Stunden im Amt sagen, daß er in Punkto Charisma in einer anderen Galaxie angesiedelt ist.
Donnerschlach, sieht die dagegen alt aus!
Dabei ist Merkel (*17. Juli 1954) ja gerade sieben Jahre älter als Obama (*4. August 1961) und wirkt dennoch eher wie die trutschige Großtante aus der Zone.
Daß Merkel so wie Merkel aussieht, ist zwar bedauerlich, aber natürlich keine Charaktereigenschaft.
Vermutlich wird sie darüber ganz glücklich sein, denn bekanntlich favorisieren die deutschen Wähler den Phänotyp „untersetzer Provinzling mit möglichst wenig markanten Gesicht“.
So ein phlegmatischer Pykniker nimmt dem deutschen Michel wohl am nachhaltigsten die Furcht, daß sich irgendwas ändert.
Politisch entspricht „Kohls Mädel“ ihrer Optik schon lange:
Bloß keine Inhalte, keine konkreten Aussagen und Festlegungen.
Wortwabernd und wolkig immer wieder die slebe heiße Luft abzulassen, muß nicht nur reichen, sondern ist sogar das Merkelsche Erfolgsgeheimnis.
Nothing to write home about.
Schade, wieder mal eine Gelegenheit verpasst Deutschland etwas auf die Sprünge zu helfen:
Es böte sich nun wirklich an im Windschatten Obamas auch mal ein bißchen fortschrittlicher Umwelt - und Wirtschaftspolitik zu machen.
Aber die CDU-Chefin, die ohnehin schon ökologisch auf Steinzeitkurs ist, macht nun erst recht einen Schritt ins Nichts.
Statt wie geplant die KFZ-Steuer nach dem Schadstoffausstoß zu berechnen, wird nun im Kabinett parasitären lobbyistischen Klimaschädlingen wie Wissmann in den Hintereingang gekrochen:
Scheiß auf Umwelt und Erderwärmung, scheiß auf Öko-Auto, scheiß auf Moderne Technik, scheiß auf zur Neige gehende fossile Brennstoffe - nun sollen ausgerechnet die größten Umweltsünder steuerlich belohnt werden.
Je mehr Hubraum und je mehr Umweltbelastung mit CO2, desto mehr Geld wollen Glos und Merkel dafür raushauen. Die Fahrer großer, spritschluckender Fahrzeuge sollen steuerlich begünstigt werden.
Kann man überhaupt falschere Politik machen? Schwer vorstellbar.
Es ist eben doch nicht ganz egal, ob die Rückgratlosen CDU’ler mit der Merkel allein regieren, oder ob außerdem SPD-Minister im Kabinett sind.
So halten die sozialdemokratischen Minister für Umwelt und Verkehr RICHTIGERWEISE voll dagegen und lassen den kompetenzfreien Glos im Kabinett hoffentlich noch die Luft raus, wie die TS berichtet.
Wirtschaftsminister Glos hingegen verteidigte die Pläne: "Wir haben ein Steuersystem vorgeschlagen, das jetzt von Herrn Gabriel abgelehnt worden ist. Aber ich glaube, dass Herr Gabriel da in der Minderheit ist." Umweltminister Gabriel warf der Union "blanken Lobbyismus zugunsten von BMW und Daimler" vor. Damit zeichnet sich ein Streit innerhalb der Großen Koalition um die Steuer ab, die am Dienstag im Kabinett beschlossen werden soll. Bislang sieht der Koalitionsvertrag vor, die Kfz-Steuer ab Juli nach CO2-Ausstoß statt nach Hubraum zu berechnen. 2010 und 2011 soll die Grenze demnach bei 120 Gramm CO2 pro Kilometer liegen und dann bis 2014 auf 95 Gramm sinken. Jedes darüber hinaus ausgestoßene Gramm CO2 soll mit zwei Euro besteuert werden.
Im Herbst, wenn nach der Bundestagswahl vermutlich die thematisch entrückte Merkel mit Guido Doof durch die Politik mäandert, ist unser ökologischer und ökonomischer Abstieg eh nicht mehr aufzuhalten.
Mittwoch, 12. November 2008
Warm und arm und doof
Vorgestern Nacht konnte ich nicht schlafen, weil ein Sturm sich alle Mühe gab das Haus, in dem ich wohne zu zerrockern.
Es war ein gewaltiger Lärm, obwohl ich alle Fenster hermetisch verschlossen hatte. Angesichts der Aussicht, daß die Handwerkersadisten nebenan wieder um spätestens 7.00 Uhr morgens anfangen würden ihre Presslufthämmer zu betätigen, beschloss ich irgendwann, daß es keinen Sinn mehr machte überhaupt zu schlafen.
Ich fror und kochte daher einen Kaffee.
Für das allgemeine Befindlichkeitsreset riß ich die Balkontür auf; bei dem Orkan würde es nur eine Minuten dauern bis meine heiligen Hallen komplett mit Frischluft durchpustet wären.
Überraschenderweise hatte der liebe Gott aber meinen Wohnblock über Nacht offensichtlich 2000 km nach Süden gebeamt.
17 °C warme nächtliche norddeutsche Novemberluft.
(Heute kann man lesen, daß es der 137ste Klimarekord war - die wärmste Novembernacht aller Zeiten).
Da hat Petrus offensichtlich wieder einiges durcheinander bekommen und den Mistral oder den Levante nach Hamburg geschickt.
Und wer weiß wohin sonst noch; gerade schipperte das deutsche Forschungsschiff Polarstern gen Nordpol, der offenbar nun bald komplett eisfrei ist.
Die politische Haltung dazu ist: "Scheiß drauf - wir retten nur die Banken"
Das ist dann wohl der Klimawandel.
Klimaschutz, climate-change - wie auch immer man das nennen will, ist DIE Mega-Aufgabe der Regierungen weltweit.
Eine Aufgabe, die weit teurer als die gegenwärtige Bankenkrise sein wird.
Wir wissen das und in den internationalen Organisationen ist die Erkenntnis auch längst angekommen. Je länger wir warten, desto teurer und katastrophaler werden die Auswirkungen. Drastisch formuliert es heute zum Beispiel die OECD:
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Politik, Wirtschaft und Verbraucher zu entschlossenem Klima- und Umweltschutz aufgefordert. Andernfalls drohten bis zum Jahr 2030 unter anderem ein Temperaturanstieg um 1,7 bis 2,4 Grad Celsius, ein massives Artensterben sowie zunehmende Wasserknappheit und Gesundheitsprobleme durch Luftverschmutzung, warnt die Studie "OECD-Umweltausblick bis 2030". Ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Klima und Umwelt ließe sich demnach mit rund einem Prozent der Weltwirtschaftsleistung des Jahres 2030 finanzieren. Bei Untätigkeit sei mit höheren Kosten zu rechnen.
Wirtschaftlich betrachtet können wir mit diesen Maßnahmen nur gewinnen, da Katastrophen abgewendet werden und außerdem grüne Technologie zusätzliches Wachstum ermöglicht:
Bei einem ungebremst fortgesetzten Klimawandel drohten unter anderem vermehrte Hitzewellen, Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen, warnt die Studie. Ein sofortiges Handeln eröffne dagegen "'Win-Win-Chancen' für Umwelt, menschliche Gesundheit und Wirtschaft", dabei sei der Schutz der Umwelt "mit einem fortgesetzten Wirtschaftswachstum vereinbar".
Für einen Regierungschef, der über mehr als drei Gehirnzellen verfügt, sollte es also keine Frage sein, wie und wo das Geld der Steuerzahler investiert werden muß.
Wie macht sich dabei eigentlich Frau Merkel, die von der devoten deutschen Jubelpresse als internationale Klimaqueen hochgejubelt wurde?
Nun, das ist leicht zu beantworten:
Sie tut das Gegenteil des Richtigen, verschärft die Probleme, hebelt den Klimaschutz aus und schaufelt die Steuermilliarden stattdessen in uralte CO2-intensive Rumpelindustrien.
Da gab es dieses Jahr den unerhörten Versuch der EU Autobauer zum Bau von klimafreundlicheren Autos zu animieren.
Die Deutschen PS-Bomber mußten sich angesprochen fühlen; sind sie doch in Punkto Kohlendioxidausstoß technisch hoffnungslos hinter anderen Automobilkonzernen zurück gefallen. In der ehemaligen Umweltministerin Merkel haben die deutschen Dinosaurier-Konzerne allerdings eine mächtige Fürsprecherin.
Vernunft ist sie nicht zugänglich, sie hört lieber auf „Deutschlands mächtigsten Lobbyisten“ - Ex-Minister Wissmann, der als Obermufti der Autolobby durchsetzen kann, was er will.
Umweltschutz? Klimapolitik?
Irrelevant für prinzipienlose Gummirücken wie Angela Merkel, wenn Wissmann es von ihr verlangt.
Da blutgrätscht die ansonsten politisch vollkommen passive Kanzlerin als Industrieappendix der EU in die Weichteile und kämpft auf einmal wie eine Neuköllner Smartshopperin im Sommerschlussverkauf wider den Klimaschutz!
Deutsche Autobauer sollen Kohlendioxid rauspesten können, wie es ihnen beliebt - denn nur so könnten deutsche Arbeitsplätze gehalten werden.
Nun ja, bekanntlich gab es einen kleinen EU-Hammerschlag wider Wissmans Anliegen.
Der EU-Umweltausschuß hebelte Angies Pläne zur Umweltverschmutzung und schneller zu erreichendem Klimakollaps im September aus.
Man sollte sich nur nicht zu früh freuen, denn im Gegensatz zu gänzlich unwichtigen Angelegenheiten wie der Zukunft unseres Planeten, ist die Autoindustrie MÄCHTIG:
Die Autobranche ernährt in der EU mehr als zwölf Millionen Familien. Ihr Jahresumsatz beträgt 500 Milliarden Euro. Und sie baut jährlich 20 Millionen Autos. Die größten, mit denen auch das meiste Geld verdient wird, stammen zu 80 Prozent aus Deutschland.
Da ist eine Person wie Umweltkommissar Dimas schon qua definitio eine Hassfigur:
Dimas will die Erde retten. Deshalb fordert er, den Spritverbrauch im Flottendurchschnitt von 2012 an auf rund 5,5 Liter pro 100 Kilometer zu begrenzen; das entspricht 130 Gramm Kohlendioxid (CO₂) pro Kilometer. Jedes Gramm mehr soll die Hersteller bis zu 95 Euro Strafe kosten.
Wo kommen wir da hin, wenn auf einmal die Umwelt eine Rolle spielen soll?
Da ist es doch allemal wichtiger, daß die Autokonzerne ihre Gewinne behalten. Die brauchen sie schließlich, da sie mit maximal unfähigen Managern gesegnet sind, die wie Daimler-Chef Schrempp zum Beispiel mit a priori zum Scheitern verurteilten Weltherrschaftsfusionsplänen mal eben 60 bis 100 Milliarden Dollar Werte vernichten.
Da braucht man schon ein bißchen Kohle.
Porsche-Chef Wiedeking bescheidet sich ja auch mit 99 Mio Euro Gehalt im Jahr - irrelevant im Verhältnis zu den Gewinnen, die der Autobauer der Giga-PS-Karren mit der Extraportion CO2 einfährt:
Der Sportwagenbauer Porsche hat einen riesigen Gewinnsprung verbucht und das mit Abstand beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Erstmals lag in dem Geschäftsjahr 2007/2008 der Vorsteuergewinn über dem Umsatz. Wie die Stuttgarter am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilten, lag das Ergebnis vor Steuern bei 8,57 Mrd. nach 5,85 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Überschuss stieg von 4,24 Mrd. auf 6,39 Mrd. Euro. Die Erlöse betrugen 7,46 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,4 Mrd). Die Dividende soll nun erhöht werden. (Handelsblatt)
Mehr Gewinn als Umsatz!
Mit solchen Firmen muß man doch Mitleid haben und so stürzt sich die deutschen Bundesregierung auf die EU und kämpft zu Ungunsten des Klimas - FÜR die Erbauer der Kohlendioxidschleudern.
Früher, ja ganz viel früher war das mal anders, Mitte der 1990er Jahre drängte Merkel als Bundesumweltministerin die Autobauer zu Bau von umweltverträglicheren Produkten.
Sie unterstützte das Abkommen der EU mit dem europäischen Automobilverband ACEA, in dem sich die Hersteller verpflichteten, den europäischen Flottenverbrauch bis 2008 auf 140 Gramm im Durchschnitt aller Marken zu senken.
Das mit den 140 Gramm hat nicht geklappt, die Autobauer Deutschlands schissen auf solche Vorgaben und statt Sanktionen erwarten sie nun Mitgefühl und Unterstützung der Ex-Umweltministerin.
Der durchschnittliche Flottenverbrauch liegt jetzt bei 160 Gramm CO₂.
Insbesondere der von Verarmung bedrohte Porsche-Konzern hat ein Problem - seine Produkte blasen mehr als die doppelte Menge der vorgesehenen 130 Gramm in die Luft.
Och die armen armen benachteiligten Konzerne in Deutschland, mir kommen die Tränen.
Nicht, daß es noch soweit kommt, daß von den Milliardengewinnen irgendwas in umweltfreundliche Techniken investiert werden muß, anstatt sie schön in den Taschen der Familien Piech, Porsche und Wendelin Wiedeking versickern zu lassen.
Da sei Angie vor:
»Lieber José Manuel«, schrieb die Kanzlerin, »eine Benachteiligung einzelner Hersteller oder einzelner Fahrzeugsegmente darf es nicht geben.«
Im EU-Parlament gibt es Werner Langen, den CDUling und Berichterstatter im Industrieausschuss; er kupferte wortwörtlich einen Vorschlag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ab und brachte einen Quotenvorschlag ein, der Porsche und Co garantiert nicht weh tut:
2012 sollten 25 Prozent jeder Autoflotte die EU-Vorgaben erfüllen, erst 2015 alle Neufahrzeuge.
Das wäre recht praktisch , da damit das Dimas-Gesetz de facto ausgehebelt wäre - um den Durchschnittsverbrauch auszurechnen, könnte man einfach die schlimmsten Drecksschleudern weglassen und müßte in der Modellpolitik gar nichts ändern.
Schon jetzt erfüllen nämlich rund 50 % der europäischen Autos die 130-Gramm-Grenze und auf die könnte man sich statistisch beschränken, während unverteuert das Gros der deutschen Autos fröhlich die Klimakatastrophe einleitet.
Ein VW Touareg beispielsweise emittiert bis zu 375 Gramm CO₂ je Kilometer.
»Die Autohersteller werden die Ziele erreichen, ohne einen Cent Strafe zu zahlen.« Schließlich passe »zwischen die deutsche Autoindustrie und Frau Merkel kein Blatt«.
(ZEIT)
Die nachfolgenden Generationen werden es ausbaden müssen - im womöglich im wahrsten Sinne des Wortes, wenn nämlich Deutschland komplett unter dem Meeresspiegel liegt.
Danken können sie dann ihren Großeltern, die ohne einmal das Hirn einzuschalten immer bei der CDU ihr Kreuz gemacht haben.
Es war ein gewaltiger Lärm, obwohl ich alle Fenster hermetisch verschlossen hatte. Angesichts der Aussicht, daß die Handwerkersadisten nebenan wieder um spätestens 7.00 Uhr morgens anfangen würden ihre Presslufthämmer zu betätigen, beschloss ich irgendwann, daß es keinen Sinn mehr machte überhaupt zu schlafen.
Ich fror und kochte daher einen Kaffee.
Für das allgemeine Befindlichkeitsreset riß ich die Balkontür auf; bei dem Orkan würde es nur eine Minuten dauern bis meine heiligen Hallen komplett mit Frischluft durchpustet wären.
Überraschenderweise hatte der liebe Gott aber meinen Wohnblock über Nacht offensichtlich 2000 km nach Süden gebeamt.
17 °C warme nächtliche norddeutsche Novemberluft.
(Heute kann man lesen, daß es der 137ste Klimarekord war - die wärmste Novembernacht aller Zeiten).
Da hat Petrus offensichtlich wieder einiges durcheinander bekommen und den Mistral oder den Levante nach Hamburg geschickt.
Und wer weiß wohin sonst noch; gerade schipperte das deutsche Forschungsschiff Polarstern gen Nordpol, der offenbar nun bald komplett eisfrei ist.
Die politische Haltung dazu ist: "Scheiß drauf - wir retten nur die Banken"
Das ist dann wohl der Klimawandel.
Klimaschutz, climate-change - wie auch immer man das nennen will, ist DIE Mega-Aufgabe der Regierungen weltweit.
Eine Aufgabe, die weit teurer als die gegenwärtige Bankenkrise sein wird.
Wir wissen das und in den internationalen Organisationen ist die Erkenntnis auch längst angekommen. Je länger wir warten, desto teurer und katastrophaler werden die Auswirkungen. Drastisch formuliert es heute zum Beispiel die OECD:
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Politik, Wirtschaft und Verbraucher zu entschlossenem Klima- und Umweltschutz aufgefordert. Andernfalls drohten bis zum Jahr 2030 unter anderem ein Temperaturanstieg um 1,7 bis 2,4 Grad Celsius, ein massives Artensterben sowie zunehmende Wasserknappheit und Gesundheitsprobleme durch Luftverschmutzung, warnt die Studie "OECD-Umweltausblick bis 2030". Ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Klima und Umwelt ließe sich demnach mit rund einem Prozent der Weltwirtschaftsleistung des Jahres 2030 finanzieren. Bei Untätigkeit sei mit höheren Kosten zu rechnen.
Wirtschaftlich betrachtet können wir mit diesen Maßnahmen nur gewinnen, da Katastrophen abgewendet werden und außerdem grüne Technologie zusätzliches Wachstum ermöglicht:
Bei einem ungebremst fortgesetzten Klimawandel drohten unter anderem vermehrte Hitzewellen, Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen, warnt die Studie. Ein sofortiges Handeln eröffne dagegen "'Win-Win-Chancen' für Umwelt, menschliche Gesundheit und Wirtschaft", dabei sei der Schutz der Umwelt "mit einem fortgesetzten Wirtschaftswachstum vereinbar".
Für einen Regierungschef, der über mehr als drei Gehirnzellen verfügt, sollte es also keine Frage sein, wie und wo das Geld der Steuerzahler investiert werden muß.
Wie macht sich dabei eigentlich Frau Merkel, die von der devoten deutschen Jubelpresse als internationale Klimaqueen hochgejubelt wurde?
Nun, das ist leicht zu beantworten:
Sie tut das Gegenteil des Richtigen, verschärft die Probleme, hebelt den Klimaschutz aus und schaufelt die Steuermilliarden stattdessen in uralte CO2-intensive Rumpelindustrien.
Da gab es dieses Jahr den unerhörten Versuch der EU Autobauer zum Bau von klimafreundlicheren Autos zu animieren.
Die Deutschen PS-Bomber mußten sich angesprochen fühlen; sind sie doch in Punkto Kohlendioxidausstoß technisch hoffnungslos hinter anderen Automobilkonzernen zurück gefallen. In der ehemaligen Umweltministerin Merkel haben die deutschen Dinosaurier-Konzerne allerdings eine mächtige Fürsprecherin.
Vernunft ist sie nicht zugänglich, sie hört lieber auf „Deutschlands mächtigsten Lobbyisten“ - Ex-Minister Wissmann, der als Obermufti der Autolobby durchsetzen kann, was er will.
Umweltschutz? Klimapolitik?
Irrelevant für prinzipienlose Gummirücken wie Angela Merkel, wenn Wissmann es von ihr verlangt.
Da blutgrätscht die ansonsten politisch vollkommen passive Kanzlerin als Industrieappendix der EU in die Weichteile und kämpft auf einmal wie eine Neuköllner Smartshopperin im Sommerschlussverkauf wider den Klimaschutz!
Deutsche Autobauer sollen Kohlendioxid rauspesten können, wie es ihnen beliebt - denn nur so könnten deutsche Arbeitsplätze gehalten werden.
Nun ja, bekanntlich gab es einen kleinen EU-Hammerschlag wider Wissmans Anliegen.
Der EU-Umweltausschuß hebelte Angies Pläne zur Umweltverschmutzung und schneller zu erreichendem Klimakollaps im September aus.
Man sollte sich nur nicht zu früh freuen, denn im Gegensatz zu gänzlich unwichtigen Angelegenheiten wie der Zukunft unseres Planeten, ist die Autoindustrie MÄCHTIG:
Die Autobranche ernährt in der EU mehr als zwölf Millionen Familien. Ihr Jahresumsatz beträgt 500 Milliarden Euro. Und sie baut jährlich 20 Millionen Autos. Die größten, mit denen auch das meiste Geld verdient wird, stammen zu 80 Prozent aus Deutschland.
Da ist eine Person wie Umweltkommissar Dimas schon qua definitio eine Hassfigur:
Dimas will die Erde retten. Deshalb fordert er, den Spritverbrauch im Flottendurchschnitt von 2012 an auf rund 5,5 Liter pro 100 Kilometer zu begrenzen; das entspricht 130 Gramm Kohlendioxid (CO₂) pro Kilometer. Jedes Gramm mehr soll die Hersteller bis zu 95 Euro Strafe kosten.
Wo kommen wir da hin, wenn auf einmal die Umwelt eine Rolle spielen soll?
Da ist es doch allemal wichtiger, daß die Autokonzerne ihre Gewinne behalten. Die brauchen sie schließlich, da sie mit maximal unfähigen Managern gesegnet sind, die wie Daimler-Chef Schrempp zum Beispiel mit a priori zum Scheitern verurteilten Weltherrschaftsfusionsplänen mal eben 60 bis 100 Milliarden Dollar Werte vernichten.
Da braucht man schon ein bißchen Kohle.
Porsche-Chef Wiedeking bescheidet sich ja auch mit 99 Mio Euro Gehalt im Jahr - irrelevant im Verhältnis zu den Gewinnen, die der Autobauer der Giga-PS-Karren mit der Extraportion CO2 einfährt:
Der Sportwagenbauer Porsche hat einen riesigen Gewinnsprung verbucht und das mit Abstand beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Erstmals lag in dem Geschäftsjahr 2007/2008 der Vorsteuergewinn über dem Umsatz. Wie die Stuttgarter am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilten, lag das Ergebnis vor Steuern bei 8,57 Mrd. nach 5,85 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Überschuss stieg von 4,24 Mrd. auf 6,39 Mrd. Euro. Die Erlöse betrugen 7,46 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,4 Mrd). Die Dividende soll nun erhöht werden. (Handelsblatt)
Mehr Gewinn als Umsatz!
Mit solchen Firmen muß man doch Mitleid haben und so stürzt sich die deutschen Bundesregierung auf die EU und kämpft zu Ungunsten des Klimas - FÜR die Erbauer der Kohlendioxidschleudern.
Früher, ja ganz viel früher war das mal anders, Mitte der 1990er Jahre drängte Merkel als Bundesumweltministerin die Autobauer zu Bau von umweltverträglicheren Produkten.
Sie unterstützte das Abkommen der EU mit dem europäischen Automobilverband ACEA, in dem sich die Hersteller verpflichteten, den europäischen Flottenverbrauch bis 2008 auf 140 Gramm im Durchschnitt aller Marken zu senken.
Das mit den 140 Gramm hat nicht geklappt, die Autobauer Deutschlands schissen auf solche Vorgaben und statt Sanktionen erwarten sie nun Mitgefühl und Unterstützung der Ex-Umweltministerin.
Der durchschnittliche Flottenverbrauch liegt jetzt bei 160 Gramm CO₂.
Insbesondere der von Verarmung bedrohte Porsche-Konzern hat ein Problem - seine Produkte blasen mehr als die doppelte Menge der vorgesehenen 130 Gramm in die Luft.
Och die armen armen benachteiligten Konzerne in Deutschland, mir kommen die Tränen.
Nicht, daß es noch soweit kommt, daß von den Milliardengewinnen irgendwas in umweltfreundliche Techniken investiert werden muß, anstatt sie schön in den Taschen der Familien Piech, Porsche und Wendelin Wiedeking versickern zu lassen.
Da sei Angie vor:
»Lieber José Manuel«, schrieb die Kanzlerin, »eine Benachteiligung einzelner Hersteller oder einzelner Fahrzeugsegmente darf es nicht geben.«
Im EU-Parlament gibt es Werner Langen, den CDUling und Berichterstatter im Industrieausschuss; er kupferte wortwörtlich einen Vorschlag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ab und brachte einen Quotenvorschlag ein, der Porsche und Co garantiert nicht weh tut:
2012 sollten 25 Prozent jeder Autoflotte die EU-Vorgaben erfüllen, erst 2015 alle Neufahrzeuge.
Das wäre recht praktisch , da damit das Dimas-Gesetz de facto ausgehebelt wäre - um den Durchschnittsverbrauch auszurechnen, könnte man einfach die schlimmsten Drecksschleudern weglassen und müßte in der Modellpolitik gar nichts ändern.
Schon jetzt erfüllen nämlich rund 50 % der europäischen Autos die 130-Gramm-Grenze und auf die könnte man sich statistisch beschränken, während unverteuert das Gros der deutschen Autos fröhlich die Klimakatastrophe einleitet.
Ein VW Touareg beispielsweise emittiert bis zu 375 Gramm CO₂ je Kilometer.
»Die Autohersteller werden die Ziele erreichen, ohne einen Cent Strafe zu zahlen.« Schließlich passe »zwischen die deutsche Autoindustrie und Frau Merkel kein Blatt«.
(ZEIT)
Die nachfolgenden Generationen werden es ausbaden müssen - im womöglich im wahrsten Sinne des Wortes, wenn nämlich Deutschland komplett unter dem Meeresspiegel liegt.
Danken können sie dann ihren Großeltern, die ohne einmal das Hirn einzuschalten immer bei der CDU ihr Kreuz gemacht haben.
Freitag, 26. September 2008
LOB
Auch das muß ja mal sein.
Zweimal erwähnte ich schon „Deutschlands mächtigsten Lobbyisten“ - Ex-Minister Wissmann, der als Obermufti der Autolobby durchsetzen kann, was er will.
Umweltschutz? Klimapolitik?
Irrelevant für prinzipienlose Gummirücken wie Angela Merkel, wenn Wissmann es von ihr verlangt.
Da blutgrätscht die ansonsten politisch vollkommen passive Kanzlerin als Industrieappendix der EU in die Weichteile und kämpft auf einmal wie eine Neuköllner Smartshopperin im Sommerschlussverkauf wider den Klimaschutz!
Deutsche Autobauer sollen Kohlendioxid rauspesten können, wie es ihnen beliebt - denn nur so könnten deutsche Arbeitsplätze gehalten werden.
Die Physikerin hat offenbar erkannt, daß Autos, die weniger CO2 ausstoßen mit erheblich weniger Arbeitskräften gebaut werden.
Arbeitsplätze gibt es in der Uckermarker Hosenanzuglogik nur, wenn Klimakiller-Autos gebaut werden.
Das muß doch auch die EU einsehen und das HAT auch der Carla Brunis Ehegatte, der im Nebenberuf Politdarsteller ist, erkannt und pressierte dementsprechend an Angies Seite die Brüsseler Beamten.
Merkel bog ihr Rückgrat um 180°, als die EU an CO2-Abgaben dachte und stemmte sich gegen die Umwelt und für die Autos in Brüssel.
Grenzwerte für CO2-Emissionen?
Papperlapapp: Die ursprünglichen Vorschläge der EU-Kommission wurden deutlich entschärft, es gelten unter anderem längere Übergangsfristen, sieben Jahre statt vier.
So deichselte man es lobbyfreundlich hin.
Und nun das - nachdem sich die beiden Schwergewichte Merkel und Sarkozy persönlich in der EU einsetzen, daß man die Autoindustrie zuungunsten des Klimas schützen müsse, sagte der der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gestern überraschend NJET zu Paris und Berlin.
Von rechts bis links entschieden sich die Parlamentarier für den Klimaschutz - also das was Merkel gerne öffentlich auch behauptet und wofür sie sich international feiern lässt, das sie aber bitte schön nicht TATSÄCHLICH umgesetzt haben will.
Nun kommt es zum Jahr 2009dazu, daß Autokonzerne zum ersten Mal in ihrer Geschichte dazu verpflichtet werden, klimafreundlichere Autos zu bauen!
Diese EU-Parlamentarier! Tun einfach was sie für richtig halten und führen nicht mehr devot aus, was Berlin und Co vorgeben!
Unerhört denkt sich der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie Matthias Wissmann und fängt an zu weinen:
Scheiß Demokratie dachte sich das Korruptionsschwergewicht und verlangte vom Parlament "zu einer realistischen Sicht" zurückzukehren.
Strenge Grenzwerte wären ganz fürchterlich "ungerecht".
Zudem noch ohne „Eingewöhnungsphase (vielleicht so 20 oder 30 Jahre zum Beispiel).
Nun muß die Autoindustrie in drei Monaten klimafreundlich bauen!
Wer hätte DAS ahnen können?
Haben wir etwa irgendein Klimaproblem?
Deutsche Autobauer wußten das noch gar nicht - ebenso wenig, wie die vollkommen überraschende Nachricht, daß Benzin teurer wird.
Einige unken gar, daß das Erdöl irgendwann GANZ alle ist? Kann das sein?
Und erst die "überhöhten Strafzahlungen"!!!! Da bliebe ja gar nicht erst Geld, um für den Klimaschutz und zu forschen!
Die „Mittel zur Entwicklung [werden] massiv werden".
Ja, die ARMEN! Wir wissen ja alle, daß die Familien Piech, Quandt und Porsche am BETTELSTAB gehen.
Ich werde gleich mal eine Kerze für sie entzünden und etwas beten.
GUT GEMACHT BRÜSSEL.
Zweimal erwähnte ich schon „Deutschlands mächtigsten Lobbyisten“ - Ex-Minister Wissmann, der als Obermufti der Autolobby durchsetzen kann, was er will.
Umweltschutz? Klimapolitik?
Irrelevant für prinzipienlose Gummirücken wie Angela Merkel, wenn Wissmann es von ihr verlangt.
Da blutgrätscht die ansonsten politisch vollkommen passive Kanzlerin als Industrieappendix der EU in die Weichteile und kämpft auf einmal wie eine Neuköllner Smartshopperin im Sommerschlussverkauf wider den Klimaschutz!
Deutsche Autobauer sollen Kohlendioxid rauspesten können, wie es ihnen beliebt - denn nur so könnten deutsche Arbeitsplätze gehalten werden.
Die Physikerin hat offenbar erkannt, daß Autos, die weniger CO2 ausstoßen mit erheblich weniger Arbeitskräften gebaut werden.
Arbeitsplätze gibt es in der Uckermarker Hosenanzuglogik nur, wenn Klimakiller-Autos gebaut werden.
Das muß doch auch die EU einsehen und das HAT auch der Carla Brunis Ehegatte, der im Nebenberuf Politdarsteller ist, erkannt und pressierte dementsprechend an Angies Seite die Brüsseler Beamten.
Merkel bog ihr Rückgrat um 180°, als die EU an CO2-Abgaben dachte und stemmte sich gegen die Umwelt und für die Autos in Brüssel.
Grenzwerte für CO2-Emissionen?
Papperlapapp: Die ursprünglichen Vorschläge der EU-Kommission wurden deutlich entschärft, es gelten unter anderem längere Übergangsfristen, sieben Jahre statt vier.
So deichselte man es lobbyfreundlich hin.
Und nun das - nachdem sich die beiden Schwergewichte Merkel und Sarkozy persönlich in der EU einsetzen, daß man die Autoindustrie zuungunsten des Klimas schützen müsse, sagte der der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gestern überraschend NJET zu Paris und Berlin.
Von rechts bis links entschieden sich die Parlamentarier für den Klimaschutz - also das was Merkel gerne öffentlich auch behauptet und wofür sie sich international feiern lässt, das sie aber bitte schön nicht TATSÄCHLICH umgesetzt haben will.
Nun kommt es zum Jahr 2009dazu, daß Autokonzerne zum ersten Mal in ihrer Geschichte dazu verpflichtet werden, klimafreundlichere Autos zu bauen!
Diese EU-Parlamentarier! Tun einfach was sie für richtig halten und führen nicht mehr devot aus, was Berlin und Co vorgeben!
Unerhört denkt sich der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie Matthias Wissmann und fängt an zu weinen:
Scheiß Demokratie dachte sich das Korruptionsschwergewicht und verlangte vom Parlament "zu einer realistischen Sicht" zurückzukehren.
Strenge Grenzwerte wären ganz fürchterlich "ungerecht".
Zudem noch ohne „Eingewöhnungsphase (vielleicht so 20 oder 30 Jahre zum Beispiel).
Nun muß die Autoindustrie in drei Monaten klimafreundlich bauen!
Wer hätte DAS ahnen können?
Haben wir etwa irgendein Klimaproblem?
Deutsche Autobauer wußten das noch gar nicht - ebenso wenig, wie die vollkommen überraschende Nachricht, daß Benzin teurer wird.
Einige unken gar, daß das Erdöl irgendwann GANZ alle ist? Kann das sein?
Und erst die "überhöhten Strafzahlungen"!!!! Da bliebe ja gar nicht erst Geld, um für den Klimaschutz und zu forschen!
Die „Mittel zur Entwicklung [werden] massiv werden".
Ja, die ARMEN! Wir wissen ja alle, daß die Familien Piech, Quandt und Porsche am BETTELSTAB gehen.
Ich werde gleich mal eine Kerze für sie entzünden und etwas beten.
GUT GEMACHT BRÜSSEL.
Sonntag, 27. Juli 2008
Mercedes Ohnezubishi und ohne Fortune
Die amerikanischen Giganto-Automobilkonzerne waren einmal.
Theoretisch bestehen sie zwar noch, aber zum einen sind sie sowohl in Stückzahl, Umsatz als auch Marktwert längst von Toyota abgehängt und zum anderen haben sie längst den technischen Anschluß verloren.
Das Zusammenrotten zu monströsen Oligopolen, die statt von Ingenieuren von Sharholder-Value-Epigonen und Fonds-Analysten gemanaged werden, hat jegliche Innovation und technisches Knowhow vernichtet.
Ein bekannter deutscher Irrer, namens Jürgen Erich Schrempp, der noch immer Angela Merkels Berater ist, ist beratungsresistent.
Rat-ausschlagend machte er sich daran einen der auf dem Abstellgeleis befindlichen Ami-Riesen zu übernehmen. Die Wahl fiel schließlich auf die technische Rumpelmarke Chrysler. Daimler-Chrysler wurde groß und krank.
Aber von vorne:
Was jeder Normalverbraucher voraus gesehen hatte, wollte Schrempp am eigenen Leibe erfahren. Es scheint ihm ein masochistisches Vergnügen zu breiten ökonomische Strukturen zu ruinieren.
Sein erster Chefposten war bei der DASA, wo er 16.000 Angestellten ihre Existenz nahm, um dann 1993 FOKKER zu kaufen - ein Totaldesaster.
Fokker wurde später mit 5,5 Milliarden DM Verlust wieder abgestoßen.
Dabei ruinierte Schrempp auch noch zweckfrei die Firma Dornier, so daß die DASA-Mutter Daimler auch den Dornier-Vorbesitzern Hunderte Millionen Entschädigungen zahlen mußte.
Jemanden, der sich derart disqualifiziert hatte, fand man dann in der Eine-Krähe-hackt-der-anderen-kein-Auge-aus-Chefetage so beeindruckend, daß man Schrempp 1995 zum Oberboss von Daimler machte.
Keine drei Jahre im Amt, holte er zum finalen Coup aus:
Übernahme von Chrysler und Beteiligungen an Mitsubishi und Hyundai.
Jürgen Schrempp betitelte den Zusammenschluss zur DaimlerChrysler AG als „Hochzeit im Himmel“.
Dabei wurden gigantische Geldwerte vernichtet, der Daimler-Chrysler-Aktienkurs sank von über 100 Euro auf 35 Euro und durch besonders schwachsinnige öffentliche Bemerkungen Schrempps, mußte Daimler auch noch 300 Millionen Euro Entschädigung an ehemalige Chrysler-Aktionäre bezahlen.
Die Beteiligungen, die Schrempp zusammen kaufte waren derart verlustreich, daß inzwischen alle wieder abgestoßen sind. Seit der Fusion ist der Wert von Chrysler alleine um 35 Mrd. Euro gesunken, der von DaimlerChrysler bis zu Schrempps Rückzug Ende 2005 um 50 Mrd. Euro
(Daimler ist nun wieder klein und gab vorgestern eine enorme Gewinnwarnung raus - der Absatz stockt, technische Innovationen wurden nicht mehr gemacht. Die Gewinnwarnung ließ die Daimler-Aktien zwischenzeitlich um bis zu elf Prozent einbrechen.)
Die Konsequenzen für Schrempp persönlich: Gar Keine!
Er ist zeitweise der höchstbezahlteste Manager Deutschlands gewesen, verdiente bis 2005 angeblich 11 bis 12 Millionen Euro jährlich.
Während er den Konzern - einst strahlendes Licht am deutschen Firmenhimmel - tatkräftig ins aus manövrierte, sorgte Schrempp aber noch dafür seine beiden Brüder Günther und Wolfgang (Chef von Daimler-Italien), sowie seine Ehefrau Lydia mit hochdotierten Posten im Konzern zu bedenken.
Inzwischen berät er also Angela Merkel und die ist entsprechend fehlgeleitet in der deutschen Industriepolitik:
Während die Industrie in anderen Ländern wie Japan, Italien und Frankreich mit einem breiten Spektrum sparsamerer und damit ökologisch korrekterer Fahrzeuge reagiert, ist die deutsche Politik sehr langsam.
Die Festlegung auf Umweltstandards etwa für die Kraftfahrzeugsteuer zieht sich im föderalen Deutschland jahrelang hin - ein Problem, das die Spanier in wenigen Wochen gelöst haben. Der deutsche Hickhack um Biosprit tat ein Übriges.
Während also woanders längst Dieselpartikelfilter, Hybridmotoren und Elektroautos entwickelt wurden, ist die deutsche Automobilindustrie um Dekade zurück gefallen.
Es fehlt die Planungssicherheit, weil die Politik keine Rahmen absteckt. Statt die deutschen Autobauer mit ihrem schweren Phlegma wie einst in der 80ern beim Katalysator auf politischem Wege dazu zu zwingen auch so etwas zu bauen, begöscht Frau Merkel die Schnarchsäcke in den Chefetagen von Audi, Mercedes und BMW durch ihren Polit-Tranquilizer Matthias Wissmann, der sogar die gesamte EU ausbremsen kann.
Auch beim Katalysator hatte es damals geheißen, daß die Pflicht dazu die deutsche Automobilindustrie ruinieren würde. Aber wie es so ist, wenn die hoch- und höchstbezahlten Auto-Lobbyisten Prophezeiungen abgeben:
Sie stimmen nie!
Weder kam man um den Katalysator herum, noch zerstörte er Arbeitsplätze, noch wurde die Daimler-Chrysler-Mitsubishi-Welt-AG ein Erfolg.
Das derzeitige Problem ist, daß vollkommen überraschend und unvorhersehbar das Benzin teurer geworden ist und außerdem dieses eigenartige Wort „Treibhausgas“ aufgetaucht ist.
Quasi von eben auf jetzt.
Woher hätten die Schlaumeier bei VM, BMW und Co das auch wissen sollen?
Sehr rätselhaft. Dabei gibt es doch Strom aus der Steckdose, Benzin von der Tankstelle, Klimawandel ist eine böswillige Erfindung von schlecht gefickten Öko-Paxen und der Storch bringt die Kinder.
Statt Chrysler etwas beizubringen, hat Mercedes durch sein Milliardenvernichtungsprogramm in Amerika offenbar stattdessen deren Fehler abgeguckt.
So wie selbst im Lande der SUVs und Hummers die Verbraucher in Scharen zu umweltfreundlichen Hybrid-Toyotas überlaufen, steht auch die deutsche Automobilindustrie dumm da mit ihrem unsäglichen durchschnittlichen Co2-Flottenverbrauch.
Man muß zugucken, daß eine Firma wie FIAT, über die man Dekaden nur vom sehr hohen Ross aus lachte, genau die benzinsparenden und wenig CO2-auspustenden Autos bauen kann, die die Verbraucher wollen - oder zumindest bald wollen müssen, wenn sie mal auf die Preise an den Zapfsäulen gucken.
Ich kann dazu nur sagen:
Wer nicht hören will, muß fühlen. Daimler muß nun die Produktion drosseln. In den Werken Sindelfingen und Tuscaloosa seien bereits Vereinbarungen für die Streichung von Schichten in der zweiten Jahreshälfte getroffen worden, sagte ein Sprecher.
Auch bei den Amis ist nun Öko hipp und man wendet sich gruselend von den amerikanischen und deutschen PS-Bombern ab.
Hoffentlich bleiben die Benzinpreise hoch und hoffentlich rutschen die deutschen Autobauer in eine echte Krise - es geht doch offenbar nur mit Gewalt - aus Einsicht kommen sie nicht zu den richtigen Schlüssen.
Immerhin ist die Notwendigkeit eines 3-Liter-Autos schon seit 20 Jahren bekannt. Aber die Koppers in den ganz oberen Etagen stopften sich die Ohren und Taschen mit Geldscheinen zu und weigerten sich die Realität zur Kenntnis zu nehmen.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Welches Volk so doof ist eine Politikerin, die sich die Ex-Chefs von Vattenfall, Siemens und Daimler als Berater hält zu wählen, den bestraft der Blick ins Portemonnaie.
Wir haben im Jahre drei der Regierung Merkel weniger netto denn je, die höchste Inflation seit 15 Jahren und die Beitragssätze der Arbeitnehmer zur Sozialversicherung stiegen von 19,7% im Jahr 1995 auf 20,4% im Jahr 2001 und auf 21,4% im Jahr 2006. Das Öl wird auch in Zukunft nicht wie Manna vom Himmel fallen, sondern noch teurer werden.
Das ist sogar richtig so, denn sonst sieht es übel für die Umwelt aus. Die Entwicklung ist gut für den Planeten, aber das mit den ökonomischen Rahmenbedingungen die Deutschen eine Nation von S-Klasse-Fahrern werden wird, die jeweils 100.000 Euro für ein neues Auto übrig haben und denen es gar nichts ausmacht 15 Liter auf 100 Km zu verbrauchen, halte ich für nicht unbedingt die aller wahrscheinlichste Zukunftsversion.
Theoretisch bestehen sie zwar noch, aber zum einen sind sie sowohl in Stückzahl, Umsatz als auch Marktwert längst von Toyota abgehängt und zum anderen haben sie längst den technischen Anschluß verloren.
Das Zusammenrotten zu monströsen Oligopolen, die statt von Ingenieuren von Sharholder-Value-Epigonen und Fonds-Analysten gemanaged werden, hat jegliche Innovation und technisches Knowhow vernichtet.
Ein bekannter deutscher Irrer, namens Jürgen Erich Schrempp, der noch immer Angela Merkels Berater ist, ist beratungsresistent.
Rat-ausschlagend machte er sich daran einen der auf dem Abstellgeleis befindlichen Ami-Riesen zu übernehmen. Die Wahl fiel schließlich auf die technische Rumpelmarke Chrysler. Daimler-Chrysler wurde groß und krank.
Aber von vorne:
Was jeder Normalverbraucher voraus gesehen hatte, wollte Schrempp am eigenen Leibe erfahren. Es scheint ihm ein masochistisches Vergnügen zu breiten ökonomische Strukturen zu ruinieren.
Sein erster Chefposten war bei der DASA, wo er 16.000 Angestellten ihre Existenz nahm, um dann 1993 FOKKER zu kaufen - ein Totaldesaster.
Fokker wurde später mit 5,5 Milliarden DM Verlust wieder abgestoßen.
Dabei ruinierte Schrempp auch noch zweckfrei die Firma Dornier, so daß die DASA-Mutter Daimler auch den Dornier-Vorbesitzern Hunderte Millionen Entschädigungen zahlen mußte.
Jemanden, der sich derart disqualifiziert hatte, fand man dann in der Eine-Krähe-hackt-der-anderen-kein-Auge-aus-Chefetage so beeindruckend, daß man Schrempp 1995 zum Oberboss von Daimler machte.
Keine drei Jahre im Amt, holte er zum finalen Coup aus:
Übernahme von Chrysler und Beteiligungen an Mitsubishi und Hyundai.
Jürgen Schrempp betitelte den Zusammenschluss zur DaimlerChrysler AG als „Hochzeit im Himmel“.
Dabei wurden gigantische Geldwerte vernichtet, der Daimler-Chrysler-Aktienkurs sank von über 100 Euro auf 35 Euro und durch besonders schwachsinnige öffentliche Bemerkungen Schrempps, mußte Daimler auch noch 300 Millionen Euro Entschädigung an ehemalige Chrysler-Aktionäre bezahlen.
Die Beteiligungen, die Schrempp zusammen kaufte waren derart verlustreich, daß inzwischen alle wieder abgestoßen sind. Seit der Fusion ist der Wert von Chrysler alleine um 35 Mrd. Euro gesunken, der von DaimlerChrysler bis zu Schrempps Rückzug Ende 2005 um 50 Mrd. Euro
(Daimler ist nun wieder klein und gab vorgestern eine enorme Gewinnwarnung raus - der Absatz stockt, technische Innovationen wurden nicht mehr gemacht. Die Gewinnwarnung ließ die Daimler-Aktien zwischenzeitlich um bis zu elf Prozent einbrechen.)
Die Konsequenzen für Schrempp persönlich: Gar Keine!
Er ist zeitweise der höchstbezahlteste Manager Deutschlands gewesen, verdiente bis 2005 angeblich 11 bis 12 Millionen Euro jährlich.
Während er den Konzern - einst strahlendes Licht am deutschen Firmenhimmel - tatkräftig ins aus manövrierte, sorgte Schrempp aber noch dafür seine beiden Brüder Günther und Wolfgang (Chef von Daimler-Italien), sowie seine Ehefrau Lydia mit hochdotierten Posten im Konzern zu bedenken.
Inzwischen berät er also Angela Merkel und die ist entsprechend fehlgeleitet in der deutschen Industriepolitik:
Während die Industrie in anderen Ländern wie Japan, Italien und Frankreich mit einem breiten Spektrum sparsamerer und damit ökologisch korrekterer Fahrzeuge reagiert, ist die deutsche Politik sehr langsam.
Die Festlegung auf Umweltstandards etwa für die Kraftfahrzeugsteuer zieht sich im föderalen Deutschland jahrelang hin - ein Problem, das die Spanier in wenigen Wochen gelöst haben. Der deutsche Hickhack um Biosprit tat ein Übriges.
Während also woanders längst Dieselpartikelfilter, Hybridmotoren und Elektroautos entwickelt wurden, ist die deutsche Automobilindustrie um Dekade zurück gefallen.
Es fehlt die Planungssicherheit, weil die Politik keine Rahmen absteckt. Statt die deutschen Autobauer mit ihrem schweren Phlegma wie einst in der 80ern beim Katalysator auf politischem Wege dazu zu zwingen auch so etwas zu bauen, begöscht Frau Merkel die Schnarchsäcke in den Chefetagen von Audi, Mercedes und BMW durch ihren Polit-Tranquilizer Matthias Wissmann, der sogar die gesamte EU ausbremsen kann.
Auch beim Katalysator hatte es damals geheißen, daß die Pflicht dazu die deutsche Automobilindustrie ruinieren würde. Aber wie es so ist, wenn die hoch- und höchstbezahlten Auto-Lobbyisten Prophezeiungen abgeben:
Sie stimmen nie!
Weder kam man um den Katalysator herum, noch zerstörte er Arbeitsplätze, noch wurde die Daimler-Chrysler-Mitsubishi-Welt-AG ein Erfolg.
Das derzeitige Problem ist, daß vollkommen überraschend und unvorhersehbar das Benzin teurer geworden ist und außerdem dieses eigenartige Wort „Treibhausgas“ aufgetaucht ist.
Quasi von eben auf jetzt.
Woher hätten die Schlaumeier bei VM, BMW und Co das auch wissen sollen?
Sehr rätselhaft. Dabei gibt es doch Strom aus der Steckdose, Benzin von der Tankstelle, Klimawandel ist eine böswillige Erfindung von schlecht gefickten Öko-Paxen und der Storch bringt die Kinder.
Statt Chrysler etwas beizubringen, hat Mercedes durch sein Milliardenvernichtungsprogramm in Amerika offenbar stattdessen deren Fehler abgeguckt.
So wie selbst im Lande der SUVs und Hummers die Verbraucher in Scharen zu umweltfreundlichen Hybrid-Toyotas überlaufen, steht auch die deutsche Automobilindustrie dumm da mit ihrem unsäglichen durchschnittlichen Co2-Flottenverbrauch.
Man muß zugucken, daß eine Firma wie FIAT, über die man Dekaden nur vom sehr hohen Ross aus lachte, genau die benzinsparenden und wenig CO2-auspustenden Autos bauen kann, die die Verbraucher wollen - oder zumindest bald wollen müssen, wenn sie mal auf die Preise an den Zapfsäulen gucken.
Ich kann dazu nur sagen:
Wer nicht hören will, muß fühlen. Daimler muß nun die Produktion drosseln. In den Werken Sindelfingen und Tuscaloosa seien bereits Vereinbarungen für die Streichung von Schichten in der zweiten Jahreshälfte getroffen worden, sagte ein Sprecher.
Auch bei den Amis ist nun Öko hipp und man wendet sich gruselend von den amerikanischen und deutschen PS-Bombern ab.
Hoffentlich bleiben die Benzinpreise hoch und hoffentlich rutschen die deutschen Autobauer in eine echte Krise - es geht doch offenbar nur mit Gewalt - aus Einsicht kommen sie nicht zu den richtigen Schlüssen.
Immerhin ist die Notwendigkeit eines 3-Liter-Autos schon seit 20 Jahren bekannt. Aber die Koppers in den ganz oberen Etagen stopften sich die Ohren und Taschen mit Geldscheinen zu und weigerten sich die Realität zur Kenntnis zu nehmen.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Welches Volk so doof ist eine Politikerin, die sich die Ex-Chefs von Vattenfall, Siemens und Daimler als Berater hält zu wählen, den bestraft der Blick ins Portemonnaie.
Wir haben im Jahre drei der Regierung Merkel weniger netto denn je, die höchste Inflation seit 15 Jahren und die Beitragssätze der Arbeitnehmer zur Sozialversicherung stiegen von 19,7% im Jahr 1995 auf 20,4% im Jahr 2001 und auf 21,4% im Jahr 2006. Das Öl wird auch in Zukunft nicht wie Manna vom Himmel fallen, sondern noch teurer werden.
Das ist sogar richtig so, denn sonst sieht es übel für die Umwelt aus. Die Entwicklung ist gut für den Planeten, aber das mit den ökonomischen Rahmenbedingungen die Deutschen eine Nation von S-Klasse-Fahrern werden wird, die jeweils 100.000 Euro für ein neues Auto übrig haben und denen es gar nichts ausmacht 15 Liter auf 100 Km zu verbrauchen, halte ich für nicht unbedingt die aller wahrscheinlichste Zukunftsversion.
Sonntag, 29. Juni 2008
Kluge Amis, doofe Deutsche
Die politisch großkopferten Amerikaner sind derzeit bekanntlich nicht so sehr zum Adorieren geeignet. Wer sich durch die Lobby-Labyrinthe ganz nach oben robbt, kann kaum noch Positionen vertreten, die einem einigermaßen liberalen Europäer gefallen. U
mso erstaunlicher, daß dieses System trotzdem eine Reihe ganz cooler Lokalpolitiker hervorbringt. Vielleicht ja auch gerade weil sie auf der lokalen Ebene bleiben.
So bekam 2003 San Francisco mit dem Demokraten Gavin Newsom (36 Jahre) den jüngsten Bürgermeister in der amerikanischen Westküstenmetropole seit mehr als hundert Jahren.
Für landesweites Aufsehen sorgte er 2004 mit seinem Erlass, dass sich in San Francisco gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben können. Er erklärte am 12. Februar:
America has struggled since its inception to eradicate discrimination in all forms. California’s Constitution leaves no doubts; it leaves no room for any form of discrimination. Today a barrier to true justice has been removed. A barrier removed for one person is a barrier removed for us all.
Die liberale Stadt verwandelte sich in eine einzige Partyzone. Die Paare standen mitunter bis zu fünf Stunden an der City Hall an, um den Segen zu erhalten. Gavin Newsom selbst ließ es sich nicht nehmen, bei einigen Paaren als Trauzeuge beizuwohnen. Eine der ersten dieser glücklichen Paare waren zwei über 70jährige Damen. Insgesamt ließen sich über 4.000 Paare in der kurzen Zeit trauen, bis dies am 11. März vom California Supreme Court endgültig gestoppt wurde.
Schwarzenegger und Bush waren über den – man muß es hier wohl sagen – HETEROSEXUELLEN Bürgermeister hergefallen.
Newsom ließ sich nicht einschüchtern und erwiderte:
“Stated simply, my actions are consistent with California’s Constitution, the highest law of our state. There is no ambiguity in our Constitution when it comes to discrimination. It is prohibited. The oath I took last month directs me to uphold the California Constitution. I am proud to honor my oath of office, defend the state’s Constitution and reject injustice in our city.
Vier Jahre später:
Ronald George, 68, Vorsitzender Richter am Obersten Gerichtshof von Kalifornien, sagte nun, daß sich die Zeiten geändert hätten.
Es gab doch tatsächlich eine Grundsatzentscheidung des republikanisch dominierten Gerichts für die Homo-Ehe - seit vergangener Woche dürfen Schwule und Lesben in Schwarzeneggers Landen offiziell heiraten. Richter George ist auf einmal ganz cool und führt aus:
Denken Sie nur an 1948. Da hatte das Oberste Gericht in Kalifornien entschieden, dass Menschen unterschiedlicher Hautfarbe heiraten dürfen. Stellen Sie sich einmal vor, es hätte damals gesagt: Wenn ein schwarzer Mann eine weiße Frau heiratet, dann ist das eine gemischtrassige Partnerschaft, keine Ehe. Es ist gut, dass es anders kam.
Sieg für den Sonnyboy-Bürgermeister Newsom.
Weniger Glück hatte diese Woche einer seiner Kollegen.
Der gerade mal 37-Jährige Adrian Malik Fenty, Demokrat, verheiratet, zwei Söhne, ist Bürgermeister von Washington und mußte gerade einen schweren Schlag vom Supreme Court einstecken.
Die Richter urteilten mit 5 zu 4 Stimmen, daß das 32 Jahre alte Waffenverbot in der US-Hauptstadt gekippt werden muß.
Triumpf der Waffenlobby, Triumpf für Bush’s Vermächtnis – hatte er doch stockkonservative ultrarechte Richter für Amerikas obersten Gerichtshof ernannt.
Nach Schätzungen gibt es in den USA etwa 250 Millionen Schusswaffen. In Washington, einst berüchtigt als "Murder Capital", war nach Inkrafttreten des schärferen Gesetzes 1976 die Zahl der Gewaltverbrechen mit Schusswaffen deutlich zurückgegangen.
Die Anzahl der Morde und Gewaltverbrechen dürfte nun wieder deutlich in die Höhe schnellen – nicht umsonst hat Amerika mit Abstand die höchste Kriminalitätsrate der westlichen Welt.
Dementsprechend zeigten sich das Weiße Haus und der der GOP-Kandidat John McShame auch hochzufrieden mit dem Urteil.
Aber an einer anderen Front ist Fenty bereits Vorreiter - er hat sein Dienstfahrzeug, einen schwarzen Riesengeländewagen gegen ein Smart-Cabrio eingetauscht.
Mit der Aussage, daß er selbst einen Führerschein habe, schaffte er die in Washington üblichen fetten Benzinschlucker, Chauffeur und Eskorte ab. Mit rund 4 Dollar pro Gallone ist das Bezin dort für deutsche Verhältnisse zwar noch billig – aber Fenty geht schon mal voran:
"Ich denke, das ist mein eigener Beitrag, zu dem, was viele Bürger schon machen: Das kleinstmögliche Auto zu nehmen, das so wenig Sprit wie möglich verbraucht"
Was die Sritpreise doch für ein Segen sind!
Da lernen selbst die Amerikaner dazu!
„Teuer, endlich!“ ruft auch Alfons Frese im Tagesspiegel richtigerweise aus!
Es war und ist auch dringend an der Zeit, das die scheinbar vollkommen erkenntnisresistente Menschheit einsieht, daß wir nicht immer weiter Kohlendioxid in die Luft blasen können und all unser Tun um die Götze Öl ausrichten. Zudem das Zeug ohnehin in absehbarer Zeit alle ist. Energie überhaupt war zu lange zu billig zu haben. Gemessen an den Folgekosten des Energieverbrauchs ist Energie geradezu verramscht worden. Auch die schlichtesten Gemüter haben schon immer geahnt, dass ein Flug von Berlin nach Barcelona und zurück für 19 Euro nicht in die Welt passt.
Aber die Deutschen im Billigwahn scherten sich nicht um die Umwelt.
Also müssen wir nun jetzt zwangsweise das Energiesparen und Haushalten lernen. Im Wahlprogramm der Grünen für die Bundestagswahl 1998 erschienen die berühmten 5 DM - von einer Erhöhung des Benzinpreises auf 5 DM innerhalb von 10 Jahren, also im Jahr 2008, die Rede.
Die deutsche Öffentlichkeit bekam fast einen Herzschlag.
Aber wie man sieht, hatte Trittin vollkommen Recht – nur so lernen wir.
Trittin konnte sich leider nicht durchsetzen – und so sitzen die deutschen Autohersteller jetzt blamiert da – können nur riesige Benzinschlucker bauen und halten sich daran fest, daß ihr Superlobbyist Matthias Wissmann so einen extremen Einfluss auf Merkel wie bisher hat.
Bisher klappte es ja auch noch – Merkel hat jegliche Klimaschutz-Rhetorik sofort vergessen, wenn die EU an CO2-Abgaben denkt und stemmt sich gegen die Umwelt und für die Autos in Brüssel fest.
Grenzwerte für CO2-Emissionen? Papperlapapp: Die ursprünglichen Vorschläge der EU-Kommission wurden deutlich entschärft, es gelten unter anderem längere Übergangsfristen, sieben Jahre statt vier.
Diese PEINLICHE Nummer hätten wir nicht nötig, wenn wir seit zehn Jahren durch Trittin zwangsweise Fortschritte im Klimaschutz gemacht hätten.
Nun sitzen wir schön doof da und Herr Fenty aus Washington schreitet voran.
mso erstaunlicher, daß dieses System trotzdem eine Reihe ganz cooler Lokalpolitiker hervorbringt. Vielleicht ja auch gerade weil sie auf der lokalen Ebene bleiben.
So bekam 2003 San Francisco mit dem Demokraten Gavin Newsom (36 Jahre) den jüngsten Bürgermeister in der amerikanischen Westküstenmetropole seit mehr als hundert Jahren.
Für landesweites Aufsehen sorgte er 2004 mit seinem Erlass, dass sich in San Francisco gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben können. Er erklärte am 12. Februar:
America has struggled since its inception to eradicate discrimination in all forms. California’s Constitution leaves no doubts; it leaves no room for any form of discrimination. Today a barrier to true justice has been removed. A barrier removed for one person is a barrier removed for us all.
Die liberale Stadt verwandelte sich in eine einzige Partyzone. Die Paare standen mitunter bis zu fünf Stunden an der City Hall an, um den Segen zu erhalten. Gavin Newsom selbst ließ es sich nicht nehmen, bei einigen Paaren als Trauzeuge beizuwohnen. Eine der ersten dieser glücklichen Paare waren zwei über 70jährige Damen. Insgesamt ließen sich über 4.000 Paare in der kurzen Zeit trauen, bis dies am 11. März vom California Supreme Court endgültig gestoppt wurde.
Schwarzenegger und Bush waren über den – man muß es hier wohl sagen – HETEROSEXUELLEN Bürgermeister hergefallen.
Newsom ließ sich nicht einschüchtern und erwiderte:
“Stated simply, my actions are consistent with California’s Constitution, the highest law of our state. There is no ambiguity in our Constitution when it comes to discrimination. It is prohibited. The oath I took last month directs me to uphold the California Constitution. I am proud to honor my oath of office, defend the state’s Constitution and reject injustice in our city.
Vier Jahre später:
Ronald George, 68, Vorsitzender Richter am Obersten Gerichtshof von Kalifornien, sagte nun, daß sich die Zeiten geändert hätten.
Es gab doch tatsächlich eine Grundsatzentscheidung des republikanisch dominierten Gerichts für die Homo-Ehe - seit vergangener Woche dürfen Schwule und Lesben in Schwarzeneggers Landen offiziell heiraten. Richter George ist auf einmal ganz cool und führt aus:
Denken Sie nur an 1948. Da hatte das Oberste Gericht in Kalifornien entschieden, dass Menschen unterschiedlicher Hautfarbe heiraten dürfen. Stellen Sie sich einmal vor, es hätte damals gesagt: Wenn ein schwarzer Mann eine weiße Frau heiratet, dann ist das eine gemischtrassige Partnerschaft, keine Ehe. Es ist gut, dass es anders kam.
Sieg für den Sonnyboy-Bürgermeister Newsom.
Weniger Glück hatte diese Woche einer seiner Kollegen.
Der gerade mal 37-Jährige Adrian Malik Fenty, Demokrat, verheiratet, zwei Söhne, ist Bürgermeister von Washington und mußte gerade einen schweren Schlag vom Supreme Court einstecken.
Die Richter urteilten mit 5 zu 4 Stimmen, daß das 32 Jahre alte Waffenverbot in der US-Hauptstadt gekippt werden muß.
Triumpf der Waffenlobby, Triumpf für Bush’s Vermächtnis – hatte er doch stockkonservative ultrarechte Richter für Amerikas obersten Gerichtshof ernannt.
Nach Schätzungen gibt es in den USA etwa 250 Millionen Schusswaffen. In Washington, einst berüchtigt als "Murder Capital", war nach Inkrafttreten des schärferen Gesetzes 1976 die Zahl der Gewaltverbrechen mit Schusswaffen deutlich zurückgegangen.
Die Anzahl der Morde und Gewaltverbrechen dürfte nun wieder deutlich in die Höhe schnellen – nicht umsonst hat Amerika mit Abstand die höchste Kriminalitätsrate der westlichen Welt.
Dementsprechend zeigten sich das Weiße Haus und der der GOP-Kandidat John McShame auch hochzufrieden mit dem Urteil.
Aber an einer anderen Front ist Fenty bereits Vorreiter - er hat sein Dienstfahrzeug, einen schwarzen Riesengeländewagen gegen ein Smart-Cabrio eingetauscht.
Mit der Aussage, daß er selbst einen Führerschein habe, schaffte er die in Washington üblichen fetten Benzinschlucker, Chauffeur und Eskorte ab. Mit rund 4 Dollar pro Gallone ist das Bezin dort für deutsche Verhältnisse zwar noch billig – aber Fenty geht schon mal voran:
"Ich denke, das ist mein eigener Beitrag, zu dem, was viele Bürger schon machen: Das kleinstmögliche Auto zu nehmen, das so wenig Sprit wie möglich verbraucht"
Was die Sritpreise doch für ein Segen sind!
Da lernen selbst die Amerikaner dazu!
„Teuer, endlich!“ ruft auch Alfons Frese im Tagesspiegel richtigerweise aus!
Es war und ist auch dringend an der Zeit, das die scheinbar vollkommen erkenntnisresistente Menschheit einsieht, daß wir nicht immer weiter Kohlendioxid in die Luft blasen können und all unser Tun um die Götze Öl ausrichten. Zudem das Zeug ohnehin in absehbarer Zeit alle ist. Energie überhaupt war zu lange zu billig zu haben. Gemessen an den Folgekosten des Energieverbrauchs ist Energie geradezu verramscht worden. Auch die schlichtesten Gemüter haben schon immer geahnt, dass ein Flug von Berlin nach Barcelona und zurück für 19 Euro nicht in die Welt passt.
Aber die Deutschen im Billigwahn scherten sich nicht um die Umwelt.
Also müssen wir nun jetzt zwangsweise das Energiesparen und Haushalten lernen. Im Wahlprogramm der Grünen für die Bundestagswahl 1998 erschienen die berühmten 5 DM - von einer Erhöhung des Benzinpreises auf 5 DM innerhalb von 10 Jahren, also im Jahr 2008, die Rede.
Die deutsche Öffentlichkeit bekam fast einen Herzschlag.
Aber wie man sieht, hatte Trittin vollkommen Recht – nur so lernen wir.
Trittin konnte sich leider nicht durchsetzen – und so sitzen die deutschen Autohersteller jetzt blamiert da – können nur riesige Benzinschlucker bauen und halten sich daran fest, daß ihr Superlobbyist Matthias Wissmann so einen extremen Einfluss auf Merkel wie bisher hat.
Bisher klappte es ja auch noch – Merkel hat jegliche Klimaschutz-Rhetorik sofort vergessen, wenn die EU an CO2-Abgaben denkt und stemmt sich gegen die Umwelt und für die Autos in Brüssel fest.
Grenzwerte für CO2-Emissionen? Papperlapapp: Die ursprünglichen Vorschläge der EU-Kommission wurden deutlich entschärft, es gelten unter anderem längere Übergangsfristen, sieben Jahre statt vier.
Diese PEINLICHE Nummer hätten wir nicht nötig, wenn wir seit zehn Jahren durch Trittin zwangsweise Fortschritte im Klimaschutz gemacht hätten.
Nun sitzen wir schön doof da und Herr Fenty aus Washington schreitet voran.
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