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Donnerstag, 19. Januar 2012
Rick-Reduktion.
Zwei Monate nach seinem Ooops-Moment, als jedes Wesen mit der Intelligenz einer Kakerlake wußte „Perry wird nicht GOP-Kandidat“, hat er selbst es nun auch endlich verstanden und verabschiedete sich aus dem extrem teuren Rennen.
Es gebe für ihn in diesem Wahlkampf keinen gangbaren Weg mehr nach vorn, sagte der 61-Jährige zwei Tage vor der nächsten Vorwahl.
"Ich weiß, wann die Zeit für einen strategischen Rückzug gekommen ist", sagte der 61-Jährige. Damit gibt der Gouverneur von Texas nur zwei Tage vor der Vorwahl im konservativen Südstaat South Carolina auf. Er hatte dort in Umfragen am unteren Ende des Bewerberfeldes gelegen.
Perry kündigte an künftig seinen bisherigen Konkurrenten Newt Gingrich zu unterstützen. Der ehemalige Parlamentspräsident sei ein konservativer Visionär, der die USA verändern könne.
(ZDF 19.01.12)
Dann bleiben neben den beiden unwählbaren Spinnern Santorum und Paul also nur noch der mehrfach geschiedene Katholik Gingrich und Mormone Mitt.
An dieser Stelle ist es angebracht für die evangelikalen Fundis eine Träne zu verdrücken; wieder wird keiner der ihren potus.
Nun ja, vielleicht hat auch Rick-1 noch eine kleine Chance auf die Kandidatur, aber der ist erstens auch Katholik und würde sicherlich, zweitens, gegen Obama verlieren.
Zugegeben; ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Gingrich oder Romney die Präsidentschaftswahl gewinnen könnten, aber ich erinnere mich noch sehr gut, daß ich im Jahr 2000 verkündete es sei unvorstellbar, daß GWB, dieses Schimpansengesicht mit der absoluten Loser-Biographie und Zimmertemperatur-IQ gewählt würde.
Das konnte insbesondere nach den Debatten mit Gore nicht sein.
In jedem zweiten Artikel über die GOPer Schlacht liest man, das Obama-Team habe sich schon auf einen Gegner Romney „eingestellt“.
Eine ziemlich redundante Feststellung wie ich meine. Falls das Obama-Lager überhaupt öffentlich bekundet mit welchem Gegner es rechnet, dürfte es sich dabei um reine Taktik handeln.
Im Übrigen geht es hier um das wichtigste Amt der Welt, über dessen Besetzung mit einer Milliarden Dollar teuren Materialschlacht entschieden wird. Es ist also mit Gewissheit davon auszugehen, daß die Demokraten genug Kapazitäten haben, um sich bereits mit jedem potentiellen Gegner zu beschäftigen.
Allerdings denke ich auch, daß vieles für Romney spricht.
Der Mormone hat trotzdem mehr Probleme, als ihm lieb sein dürfte.
Das Ausscheiden der IQ-befreiten Religioten Bachmann und Perry wird die evangelikalen Stimmen nun stärker konzentrieren.
Heute wurde außerdem bekannt, daß Romney seinen Nimbus als Doppelsieger verloren hat; in Iowa lag er doch nicht acht Stimmen vor dem bizarren Homo-Hetzer Santorum, sondern wurde nur Zweiter.
Eine Überprüfung der Auszählung habe ergeben, dass bei den sogenannten Caucuses in Iowa nicht der Ex- Gouverneur von Massachusetts die meisten Stimmen erzielt habe, sondern Santorum, teilte die Partei am Donnerstag in Des Moines mit. Der ehemalige Senator von Pennsylvania habe letztlich 34 Stimmen vor Romney gelegen. Nach stundenlanger Hängepartie war am 3. Jänner der frühere Gouverneur von Massachusetts mit acht Stimmen Vorsprung vor Santorum zum Sieger erklärt worden.
(Krone.at 19.01.12)
Und noch unangenehmer: Plötzlich stellt sich die in Amerika eigentlich unbekannte „Gerechtigkeitsfrage“.
Gerade bei den Republikanern ist man so sehr auf den „jeder ist für sich selbst verantwortlich“-Gedanken eingeschworen, daß als einziges fiskalpolitisches Thema Steuersenkungen für Millionäre und Billionäre bleibt.
Dazu eine kurze Geschichte, die mir eine Chinesin in Berlin erzählte.
Sie hatte vorher unter anderem auch in L.A. gelebt und erklärte, daß sowohl in Amerika als auch in China bewundert würde, wenn sich jemand einen Porsche leisten könne. Die Habenichtse stünden drum herum und dächten sich „so weit will ich es auch mal bringen“.
In Deutschland sei ihr aber ein ganz neues Phänomen begegnet - wenn hier jemand stolz seinen Porsche vorführe, dächten die Habenichtse „wenn ich keinen Porsche habe, soll der auch keinen haben“ und würden dann den Lack zerkratzen.
Bisher habe ich die Geschichte im Großen und Ganzen geglaubt. In der Tat zeigt man in Amerika seinen Reichtum ungenierter, während zumindest die alteingesessenen Reichen in Hamburg sich viel Mühe geben ihren Reichtum zu verstecken.
Es könnte aber sein, daß Reichtum an sich auch in Amerika nicht mehr grundsätzlich bewundert und bejubelt wird. Nach Lehmann und Bailouts und Boni-Exzessen und Occupy wird schon hinterfragt woher eigentlich die enormen Geldberge kommen.
Denn auch bei den Amis ist die „soziale Schere“ gewaltig auseinander gedriftet.
Ganz unten reichen auch drei Jobs oftmals nicht zum Überleben und oben konzentriert sich das Kapital immer mehr.
Ich glaube, daß die Amerikaner immer noch ein sehr positives Bild von dem klassischen selfmade-Man haben.
Aber der Spekulant, die Heuschrecke, der Finanzhai, der den großen Reibach macht, indem anderswo Myriaden Jobs gestrichen werden, ist auch im Mutterland des Kapitalismus nicht mehr nur gern gesehen.
Einigen weltbekannten Milliardären - Soros, Gates, Buffett - ist ihr Reichtum sogar latent peinlich. Sie setzen sich offiziell für höhere Steuersätze ein und stecken gewaltige Summen in Stiftungen und soziale Projekte.
Nur wenige Milliardäre geben grundsätzlich gar nichts - zu ihnen zählte übrigens Steve Jobs, der dennoch wie ein Gott verehrt wird.
Aber zurück zu Romney.
Auch er hat seine Millionen mit Finanzgeschäften gemacht und genießt nun einen Steuersatz von knapp 15% auf Zinseinkünfte. Ein Geschenk seines Parteifreundes George W. Bush an die ihn unterstützenden Millionäre.
Der normale Spitzensteuersatz liegt bei 38%.
Wie also wird der Wohlstand gerecht verteilt, wer trägt die Lasten? Das sind sehr unamerikanische Fragen, aber plötzlich werden sie gestellt, und die Wahlkampfmaschine des Präsidenten testet behutsam ihre Tragfähigkeit für die große Schlacht ums Amt.
Gerade hat eine Pew-Umfrage beeindruckendes Datenmaterial geliefert, angefangen vom breiten Verständnis in allen Teilen der Gesellschaft für die Occupy-Bewegung, bis hin zu den Aussagen über das Intimverhältnis vom großen Geld zur übermäßigen Macht. Jetzt liefern die Republikaner freiwillig Futter für diese so selten zu beobachtende Klassendebatte, weil die zornige Rechte ihre Wut auf den Kandidaten Mitt Romney bündelt, der durchschnittlich nur 15 Prozent Steuern zahlte. Der Mann verdient sein Geld mit Kapitalanlagen und wird nach der überaus attraktiven Kapitalertragssteuer veranlagt. Besäße er eine Schraubenfabrik oder würde auf andere Weise sein ansehnliches Vermögen mehren, müsste er 38 Prozent abführen. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer jedenfalls zahlt mehr als dieser Mann.
(Stefan Kornelius 19.01.12)
Falls sich die Stimmung ein wenig ändert in Amerika, hat Mitt Romney das noch nicht mitbekommen.
Wonder why Presidential candidate Mitt Romney won’t follow decades of historical precedent and release his tax returns? So do we.
It might be because Romney likely pays a lower tax rate than middle class families.
President Obama and Democrats in Congress have endorsed the "Buffett rule" to ensure that the wealthy aren't paying lower taxes than the middle class. Mitt Romney opposes it.
Americans deserve to know whether Romney is taking advantage of the tax system.
(dccc)
Es muss sich etwas ändern in Amerika. Viel zu hoch seien die Steuern, sagt Mitt Romney. Er hat das in Iowa gesagt, in New Hampshire und jetzt sagt er es bei jedem seiner Auftritte in South Carolina. Er habe als Gouverneur von Massachusetts schließlich ganze 19 Mal die Steuern gekürzt. So geht das.
(Sebastian Fischer 19.01.12)
Selbst die Amis, man glaubt es kaum, stellen nun vereinzelt Fragen, ob ein 250-Millionen schwerer Ex-Finanzmanager, der mal eben öffentlich um 10.000 Dollar wettet und seine Rednereinkünfte von 374.328 Dollar allein in 2010 als „wirklich nicht viel“ einsortiert, wirklich der Richtige ist, um den Durchschnittsteebeutler zu verstehen.
Hardcore-Rick macht heftig Stimmung gegen den reichsten Kandidaten.
Noch mehr Material dürfte sich in einem 200 Seiten fetten, internen Recherchepapier finden, das Romneys Ex-Parteirivale John McCain vor vier Jahren über ihn erstellen ließ. Darin sind akribisch alle Schwächen Romneys aufgelistet, von seinen Wischi-Waschi-Positionen bis zu seiner zwiespältigen Meinung über Ronald Reagan, den Heiligen der Republikaner.
Das saftige Dossier landet, siehe da, ebenfalls am Donnerstag im Internet, anonym lanciert.
Auch Gingrich drischt in seinen TV-Spots auf Romney ein, prahlt mit seinem Debatten-Triumph vom Montag, als er mit rassistisch angehauchten Parolen das Publikum zu stehenden Ovationen hinriss.
(Marc Pitzke 19.01.12)
Das wird noch spannend bei den Amis.
Es gebe für ihn in diesem Wahlkampf keinen gangbaren Weg mehr nach vorn, sagte der 61-Jährige zwei Tage vor der nächsten Vorwahl.
"Ich weiß, wann die Zeit für einen strategischen Rückzug gekommen ist", sagte der 61-Jährige. Damit gibt der Gouverneur von Texas nur zwei Tage vor der Vorwahl im konservativen Südstaat South Carolina auf. Er hatte dort in Umfragen am unteren Ende des Bewerberfeldes gelegen.
Perry kündigte an künftig seinen bisherigen Konkurrenten Newt Gingrich zu unterstützen. Der ehemalige Parlamentspräsident sei ein konservativer Visionär, der die USA verändern könne.
(ZDF 19.01.12)
Dann bleiben neben den beiden unwählbaren Spinnern Santorum und Paul also nur noch der mehrfach geschiedene Katholik Gingrich und Mormone Mitt.
An dieser Stelle ist es angebracht für die evangelikalen Fundis eine Träne zu verdrücken; wieder wird keiner der ihren potus.
Nun ja, vielleicht hat auch Rick-1 noch eine kleine Chance auf die Kandidatur, aber der ist erstens auch Katholik und würde sicherlich, zweitens, gegen Obama verlieren.
Zugegeben; ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Gingrich oder Romney die Präsidentschaftswahl gewinnen könnten, aber ich erinnere mich noch sehr gut, daß ich im Jahr 2000 verkündete es sei unvorstellbar, daß GWB, dieses Schimpansengesicht mit der absoluten Loser-Biographie und Zimmertemperatur-IQ gewählt würde.
Das konnte insbesondere nach den Debatten mit Gore nicht sein.
In jedem zweiten Artikel über die GOPer Schlacht liest man, das Obama-Team habe sich schon auf einen Gegner Romney „eingestellt“.
Eine ziemlich redundante Feststellung wie ich meine. Falls das Obama-Lager überhaupt öffentlich bekundet mit welchem Gegner es rechnet, dürfte es sich dabei um reine Taktik handeln.
Im Übrigen geht es hier um das wichtigste Amt der Welt, über dessen Besetzung mit einer Milliarden Dollar teuren Materialschlacht entschieden wird. Es ist also mit Gewissheit davon auszugehen, daß die Demokraten genug Kapazitäten haben, um sich bereits mit jedem potentiellen Gegner zu beschäftigen.
Allerdings denke ich auch, daß vieles für Romney spricht.
Der Mormone hat trotzdem mehr Probleme, als ihm lieb sein dürfte.
Das Ausscheiden der IQ-befreiten Religioten Bachmann und Perry wird die evangelikalen Stimmen nun stärker konzentrieren.
Heute wurde außerdem bekannt, daß Romney seinen Nimbus als Doppelsieger verloren hat; in Iowa lag er doch nicht acht Stimmen vor dem bizarren Homo-Hetzer Santorum, sondern wurde nur Zweiter.
Eine Überprüfung der Auszählung habe ergeben, dass bei den sogenannten Caucuses in Iowa nicht der Ex- Gouverneur von Massachusetts die meisten Stimmen erzielt habe, sondern Santorum, teilte die Partei am Donnerstag in Des Moines mit. Der ehemalige Senator von Pennsylvania habe letztlich 34 Stimmen vor Romney gelegen. Nach stundenlanger Hängepartie war am 3. Jänner der frühere Gouverneur von Massachusetts mit acht Stimmen Vorsprung vor Santorum zum Sieger erklärt worden.
(Krone.at 19.01.12)
Und noch unangenehmer: Plötzlich stellt sich die in Amerika eigentlich unbekannte „Gerechtigkeitsfrage“.
Gerade bei den Republikanern ist man so sehr auf den „jeder ist für sich selbst verantwortlich“-Gedanken eingeschworen, daß als einziges fiskalpolitisches Thema Steuersenkungen für Millionäre und Billionäre bleibt.
Dazu eine kurze Geschichte, die mir eine Chinesin in Berlin erzählte.
Sie hatte vorher unter anderem auch in L.A. gelebt und erklärte, daß sowohl in Amerika als auch in China bewundert würde, wenn sich jemand einen Porsche leisten könne. Die Habenichtse stünden drum herum und dächten sich „so weit will ich es auch mal bringen“.
In Deutschland sei ihr aber ein ganz neues Phänomen begegnet - wenn hier jemand stolz seinen Porsche vorführe, dächten die Habenichtse „wenn ich keinen Porsche habe, soll der auch keinen haben“ und würden dann den Lack zerkratzen.
Bisher habe ich die Geschichte im Großen und Ganzen geglaubt. In der Tat zeigt man in Amerika seinen Reichtum ungenierter, während zumindest die alteingesessenen Reichen in Hamburg sich viel Mühe geben ihren Reichtum zu verstecken.
Es könnte aber sein, daß Reichtum an sich auch in Amerika nicht mehr grundsätzlich bewundert und bejubelt wird. Nach Lehmann und Bailouts und Boni-Exzessen und Occupy wird schon hinterfragt woher eigentlich die enormen Geldberge kommen.
Denn auch bei den Amis ist die „soziale Schere“ gewaltig auseinander gedriftet.
Ganz unten reichen auch drei Jobs oftmals nicht zum Überleben und oben konzentriert sich das Kapital immer mehr.
Ich glaube, daß die Amerikaner immer noch ein sehr positives Bild von dem klassischen selfmade-Man haben.
Aber der Spekulant, die Heuschrecke, der Finanzhai, der den großen Reibach macht, indem anderswo Myriaden Jobs gestrichen werden, ist auch im Mutterland des Kapitalismus nicht mehr nur gern gesehen.
Einigen weltbekannten Milliardären - Soros, Gates, Buffett - ist ihr Reichtum sogar latent peinlich. Sie setzen sich offiziell für höhere Steuersätze ein und stecken gewaltige Summen in Stiftungen und soziale Projekte.
Nur wenige Milliardäre geben grundsätzlich gar nichts - zu ihnen zählte übrigens Steve Jobs, der dennoch wie ein Gott verehrt wird.
Aber zurück zu Romney.
Auch er hat seine Millionen mit Finanzgeschäften gemacht und genießt nun einen Steuersatz von knapp 15% auf Zinseinkünfte. Ein Geschenk seines Parteifreundes George W. Bush an die ihn unterstützenden Millionäre.
Der normale Spitzensteuersatz liegt bei 38%.
Wie also wird der Wohlstand gerecht verteilt, wer trägt die Lasten? Das sind sehr unamerikanische Fragen, aber plötzlich werden sie gestellt, und die Wahlkampfmaschine des Präsidenten testet behutsam ihre Tragfähigkeit für die große Schlacht ums Amt.
Gerade hat eine Pew-Umfrage beeindruckendes Datenmaterial geliefert, angefangen vom breiten Verständnis in allen Teilen der Gesellschaft für die Occupy-Bewegung, bis hin zu den Aussagen über das Intimverhältnis vom großen Geld zur übermäßigen Macht. Jetzt liefern die Republikaner freiwillig Futter für diese so selten zu beobachtende Klassendebatte, weil die zornige Rechte ihre Wut auf den Kandidaten Mitt Romney bündelt, der durchschnittlich nur 15 Prozent Steuern zahlte. Der Mann verdient sein Geld mit Kapitalanlagen und wird nach der überaus attraktiven Kapitalertragssteuer veranlagt. Besäße er eine Schraubenfabrik oder würde auf andere Weise sein ansehnliches Vermögen mehren, müsste er 38 Prozent abführen. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer jedenfalls zahlt mehr als dieser Mann.
(Stefan Kornelius 19.01.12)
Falls sich die Stimmung ein wenig ändert in Amerika, hat Mitt Romney das noch nicht mitbekommen.
Wonder why Presidential candidate Mitt Romney won’t follow decades of historical precedent and release his tax returns? So do we.
It might be because Romney likely pays a lower tax rate than middle class families.
President Obama and Democrats in Congress have endorsed the "Buffett rule" to ensure that the wealthy aren't paying lower taxes than the middle class. Mitt Romney opposes it.
Americans deserve to know whether Romney is taking advantage of the tax system.
(dccc)
Es muss sich etwas ändern in Amerika. Viel zu hoch seien die Steuern, sagt Mitt Romney. Er hat das in Iowa gesagt, in New Hampshire und jetzt sagt er es bei jedem seiner Auftritte in South Carolina. Er habe als Gouverneur von Massachusetts schließlich ganze 19 Mal die Steuern gekürzt. So geht das.
(Sebastian Fischer 19.01.12)
Selbst die Amis, man glaubt es kaum, stellen nun vereinzelt Fragen, ob ein 250-Millionen schwerer Ex-Finanzmanager, der mal eben öffentlich um 10.000 Dollar wettet und seine Rednereinkünfte von 374.328 Dollar allein in 2010 als „wirklich nicht viel“ einsortiert, wirklich der Richtige ist, um den Durchschnittsteebeutler zu verstehen.
Hardcore-Rick macht heftig Stimmung gegen den reichsten Kandidaten.
Noch mehr Material dürfte sich in einem 200 Seiten fetten, internen Recherchepapier finden, das Romneys Ex-Parteirivale John McCain vor vier Jahren über ihn erstellen ließ. Darin sind akribisch alle Schwächen Romneys aufgelistet, von seinen Wischi-Waschi-Positionen bis zu seiner zwiespältigen Meinung über Ronald Reagan, den Heiligen der Republikaner.
Das saftige Dossier landet, siehe da, ebenfalls am Donnerstag im Internet, anonym lanciert.
Auch Gingrich drischt in seinen TV-Spots auf Romney ein, prahlt mit seinem Debatten-Triumph vom Montag, als er mit rassistisch angehauchten Parolen das Publikum zu stehenden Ovationen hinriss.
(Marc Pitzke 19.01.12)
Das wird noch spannend bei den Amis.
Sonntag, 15. Januar 2012
Der Heuchler schrumpft den Lügner.
Die Republikaner haben schon was.
Statt den auf der Straße liegenden Wahlsieg gegen einen schwachen und unbeliebten Präsidenten einfach nur einzusammeln, zerlegen sie sich selbst.
Gemessen an den gewaltigen Erwartungen und des exorbitanten Vertrauensvorschusses, mit dem der Tiger Obama („YES; WE CAN!“) 2008 gestartet war, liegt er jetzt als passiver Bettvorleger da. Die Wirtschaftsdaten zeigen ein „No, I cannot“ und die erbärmliche Bilanz bei der Nahost-Politik oder den Menschenrechten (Guantanamo,..) will ich erst gar nicht ansprechen.
Es ließe sich trefflich darüber streiten, ob Obama 2007 und 2008 den Mund viel zu voll genommen hat und unrealistische Erwartungen schürte, oder ob er es ab 2009 gar nicht erst versucht hat.
Die Grand Old Party aber tut dem Demokraten im Weißen Haus den Gefallen ihn a posteriori zu erhöhen, indem sie solch peinliche Politzwerge aufstellt, daß neben ihnen auch ein Hydrant imposant wirkte.
Die grotesken Geiferer Santorum, Gingrich, Cain, Perry und Bachmann blockieren sich gegenseitig, indem sie einander mit immer schrilleren Hassparolen die Wähler abnehmen.
Neben dem Quintett der Qualen, gibt es die drei Solitäre Paul, Huntsman und Romney.
Der alte Texaner Ron Paul nimmt sich Narrenfreiheit und tanzt so sehr aus der Reihe, daß ihn die anderen gewähren lassen, weil er ohnehin keine Chance hat die Nominierung zu gewinnen.
Huntsman versucht es mit einer für Republikaner ganz neuen Strategie und bringt so was wie Vernunft und Realitätssinn in die Primaries.
Ein Selbstmordkommando, denn für derlei Abstrusitäten sind die Fox-Viewer und Teebeutler nun wirklich nicht zu haben.
Der Auch der Mormone John Huntsman wird bald aufgeben müssen.
Bleibt noch der zweite Mormone Mitt Romney, der mehrere Vorteile mitbringt.
Er ist nicht ganz so geistig umnachtet wie Bachmann oder Cain, deren Intellekt hart an der Grenze zum Schwachsinn liegt.
Er ist zudem ultraflexibel und ist dementsprechend bereit so ziemlich alles zu sagen, das den Leuten gefallen könnte und last but not least ist er Multimillionär, der im Zweifelsfall hunderte Millionen aus eigenen Mitteln in seine Kampagne stecken kann.
Nun erleidet der Mormone mit dem Hang zu verbalen Ausrutschern den Nachteil des Frontrunners; alle sind gegen ihn und sezieren seine Sätze.
„Ich mag es, wenn ich Menschen feuern kann, die mir Dienste leisten“, hatte Mitt Romney, der Kandidat für die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Republikaner, in einer Wahlveranstaltung gesagt. Nun fallen nicht nur die Demokraten, sondern auch seine Konkurrenten um die Kandidatenkrone über ihn her. „Gouverneur Romney genießt es, Leute zu feuern. Ich genieße es, Stellen zu schaffen“, sagt John Huntsmann, der frühere Gouverneur von Utah. Newt Gingrich, der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses, zieht darüber her, dass Romney früher Unternehmen „ausgeplündert“ habe.
(FAZ 10.01.2012)
Es fällt leicht Romney anzugreifen, da er ohnehin als „Flipflopper“ gilt; also jemand, der ständig seine Meinungen wechselt.
Und das mögen GOPer gar nicht.

Schein bedeutet dabei mehr als Sein.
Newt ("Der Molch") Gingrich beispielsweise agiert gegen den Flipflopper-Verwurf nahezu immun, obwohl auch er alles andere als gradlinig ist.
Der Molch wird aber durch seine Vergangenheit zweifelsfrei rechtsaußen einsortiert.
Da schaden auch ein paar Lügen und Scheidungen nicht.
Romney hingegen muß der Parteibasis erst noch beweisen, daß er wirklich so stramm konservativ-fundamentalistisch denkt, wie er redet.
Noch nicht mal seine Homophobie wird ihm zu 100% abgenommen. Und nur wer Schwule wirklich glaubwürdig hasst und verdammt wird von der Parteibasis gemocht.
Immer noch schwirrt ein Flyer aus seiner Gouverneurszeit umher, auf dem er den Schwulen ein „great Pride Weekend“ wünscht.

Romneys Staat Massachusetts gilt insgesamt als Feindbild der Rechten - dürfen doch dort die verhassten Tunten heiraten.
Gingrich verhöhnt Romneys "Massachusetts-Kultur" (Codewort für "links") und ätzt: "Sie kandidieren doch seit den neunziger Jahren." Rick Santorum schimpft Romney einen Feigling, Rick Perry nennt ihn einen Insider. Und Jon Huntsman, für den es in dieser Woche um alles geht, echauffiert sich so über Romneys Tiefschlag vom Vorabend, dass seine breiten Lippen beben: "Deshalb ist diese Nation so gespalten - wegen so einer Attitüde".
(Mark Pitzke 09.01.2012)
Liberale Ansichten über Schwule sind echtes Urnengift!
Romney: Trust Me, I'm Homophobic!
Mitt Romney would like Republican base voters in Iowa to think he's as bigoted as they are. His record doesn't back up his assertions but he didn't get the nickname Flip Flop Mitt for naught and I'm willing to believe him on this one. His new radio ad-- for backward areas only (not something he's running in New Hampshire)-- is all about how homophobic he claims to be. According to a piece that went out over the AP this morning Romney "has come under criticism from conservatives for his past support of some gay rights issues. [He] says he is the only major GOP candidate backing a constitutional amendment to ban same-sex marriage."
(Howie Klein 2007)
Nächste Station auf dem GOPer-Vorwahlplan ist das weitgehend evangelikale South-Carolina, welches bereits von der geistig retardierten Teebeutlerin Gouverneurin Nikki Haley regiert wird.
Hohe Zeit für die Rechtsaußen sich gegen den davon stürmenden Romney zu vereinigen.
Traditionell wird es in dem konservativen Staat besonders schmutzig.
Hier hatte einst GWB den Mitbewerber John McCain mit einer bis dahin nie gesehenen Schmutzkampagne aus dem Rennen geschubst.
Die Ultrarechten rotten sich nun zusammen.
Es ist die Stunde der Super-PACs (Political Action Committee, politisches Aktionskomitee), jener berüchtigten, unregulierten Spendengruppen, die ohne irgendwelche Regeln die Gegner killen wollen
Allein Gingrichs Super-PAC „Winning Our future“ gibt in South-Carolina fast vier Millionen Dollar für Anti-Romney-Werbung aus.
Ziel sind dessen Behauptungen er habe als CEO der „Bain Capital“ 100.000 Jobs geschaffen. Eine Zahl, die außer ihm kaum jemand ernst nimmt.
Die Zeitung Wall Street Journal kam in einer Untersuchung zum Schluss, dass 22 Prozent von 77 Unternehmen, in die Bain Capital während der Romney-Jahre investierte, acht Jahre später sich im Konkurs sanierten oder pleite waren.
Vor diesem Hintergrund zündet die Empörung über die Zitate des Herrn Romney. Schon im vergangenen August erregte er in einer hitzigen Debatte auf der Iowa State Fair Aufsehen mit dem Satz „Unternehmen sind Menschen“. Auch das hört sich bizarr an, aber es trifft den Kern: Alle Einkommen, die Unternehmen erwirtschaften, flössen letztlich Menschen zu, argumentierte Romney.
(FAZ 10.01.2012)
Oberheuchler Gingrich, der selbst Millionen aus bailout-Steuermitteln* abgegriffen hatte, macht jetzt auf „Occupy-Newt“ und bezichtigt den Mormonischen Millionär eine üble Heuschrecke zu sein.
*Newt Gingrich made between $1.6 million and $1.8 million in consulting fees from two contracts with mortgage company Freddie Mac, according to two people familiar with the arrangement.
(Bloomberg.com 16.11.2011)
Ein PR-Film soll nun Romney töten.
(Kurzversion)
Der Film erinnert in seiner Machart an den linken Regisseur Michael Moore: Unidentifizierte Männer und Frauen schildern ihr Schicksal, Arbeitslosigkeit und Armut, und sie behaupten dann: 'Ich habe begriffen, dass dieser Mann unser Leben zerstört hat.' Man sieht Koffer voller Hundert-Dollar-Noten und hört den Kommentar: 'Man weiß nicht, was größer war, seine Gier oder die Bereitschaft, alles für einen hohen Gewinn zu tun.'
Das 20-Minuten-Video 'When Mitt Romney Came to Town', zu deutsch: Als Mitt Romney in unsere Stadt kam, auf der Internetplattform Youtube ist Wahlkampf vom Feinsten: Romney, der Favorit im Wettbewerb um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, wird darin ob seiner Karriere beim Finanzinvestor Bain Capital regelrecht hingerichtet - als Mann, der 'an der größten Vernichtung von Jobs in Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg' teilgenommen hat. Die Macher des Filmchens allerdings sind weder Michael Moore, noch die amerikanischen Gewerkschaften, noch die Demokratische Partei; sie kommen aus dem Umfeld des konservativen Kandidaten Newt Gingrich.
Es ist eine der erstaunlichsten Phänomene dieses Vorwahlkampfs: Die weit nach rechts gerückte Republikanische Partei streitet sich über die guten und schlimmen Seiten des Kapitalismus. Wobei der nicht ganz so konservative Romney vom äußerst rechten Newt Gingrich des Raubtierkapitalismus bezichtigt wird.
(Nikolaus Piper 14.01.12)
(Langversion)
Statt den auf der Straße liegenden Wahlsieg gegen einen schwachen und unbeliebten Präsidenten einfach nur einzusammeln, zerlegen sie sich selbst.
Gemessen an den gewaltigen Erwartungen und des exorbitanten Vertrauensvorschusses, mit dem der Tiger Obama („YES; WE CAN!“) 2008 gestartet war, liegt er jetzt als passiver Bettvorleger da. Die Wirtschaftsdaten zeigen ein „No, I cannot“ und die erbärmliche Bilanz bei der Nahost-Politik oder den Menschenrechten (Guantanamo,..) will ich erst gar nicht ansprechen.
Es ließe sich trefflich darüber streiten, ob Obama 2007 und 2008 den Mund viel zu voll genommen hat und unrealistische Erwartungen schürte, oder ob er es ab 2009 gar nicht erst versucht hat.
Die Grand Old Party aber tut dem Demokraten im Weißen Haus den Gefallen ihn a posteriori zu erhöhen, indem sie solch peinliche Politzwerge aufstellt, daß neben ihnen auch ein Hydrant imposant wirkte.
Die grotesken Geiferer Santorum, Gingrich, Cain, Perry und Bachmann blockieren sich gegenseitig, indem sie einander mit immer schrilleren Hassparolen die Wähler abnehmen.
Neben dem Quintett der Qualen, gibt es die drei Solitäre Paul, Huntsman und Romney.
Der alte Texaner Ron Paul nimmt sich Narrenfreiheit und tanzt so sehr aus der Reihe, daß ihn die anderen gewähren lassen, weil er ohnehin keine Chance hat die Nominierung zu gewinnen.
Huntsman versucht es mit einer für Republikaner ganz neuen Strategie und bringt so was wie Vernunft und Realitätssinn in die Primaries.
Ein Selbstmordkommando, denn für derlei Abstrusitäten sind die Fox-Viewer und Teebeutler nun wirklich nicht zu haben.
Der Auch der Mormone John Huntsman wird bald aufgeben müssen.
Bleibt noch der zweite Mormone Mitt Romney, der mehrere Vorteile mitbringt.
Er ist nicht ganz so geistig umnachtet wie Bachmann oder Cain, deren Intellekt hart an der Grenze zum Schwachsinn liegt.
Er ist zudem ultraflexibel und ist dementsprechend bereit so ziemlich alles zu sagen, das den Leuten gefallen könnte und last but not least ist er Multimillionär, der im Zweifelsfall hunderte Millionen aus eigenen Mitteln in seine Kampagne stecken kann.
Nun erleidet der Mormone mit dem Hang zu verbalen Ausrutschern den Nachteil des Frontrunners; alle sind gegen ihn und sezieren seine Sätze.
„Ich mag es, wenn ich Menschen feuern kann, die mir Dienste leisten“, hatte Mitt Romney, der Kandidat für die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Republikaner, in einer Wahlveranstaltung gesagt. Nun fallen nicht nur die Demokraten, sondern auch seine Konkurrenten um die Kandidatenkrone über ihn her. „Gouverneur Romney genießt es, Leute zu feuern. Ich genieße es, Stellen zu schaffen“, sagt John Huntsmann, der frühere Gouverneur von Utah. Newt Gingrich, der ehemalige Sprecher des Abgeordnetenhauses, zieht darüber her, dass Romney früher Unternehmen „ausgeplündert“ habe.
(FAZ 10.01.2012)
Es fällt leicht Romney anzugreifen, da er ohnehin als „Flipflopper“ gilt; also jemand, der ständig seine Meinungen wechselt.
Und das mögen GOPer gar nicht.

Schein bedeutet dabei mehr als Sein.
Newt ("Der Molch") Gingrich beispielsweise agiert gegen den Flipflopper-Verwurf nahezu immun, obwohl auch er alles andere als gradlinig ist.
Der Molch wird aber durch seine Vergangenheit zweifelsfrei rechtsaußen einsortiert.
Da schaden auch ein paar Lügen und Scheidungen nicht.
Romney hingegen muß der Parteibasis erst noch beweisen, daß er wirklich so stramm konservativ-fundamentalistisch denkt, wie er redet.
Noch nicht mal seine Homophobie wird ihm zu 100% abgenommen. Und nur wer Schwule wirklich glaubwürdig hasst und verdammt wird von der Parteibasis gemocht.
Immer noch schwirrt ein Flyer aus seiner Gouverneurszeit umher, auf dem er den Schwulen ein „great Pride Weekend“ wünscht.

Romneys Staat Massachusetts gilt insgesamt als Feindbild der Rechten - dürfen doch dort die verhassten Tunten heiraten.
Gingrich verhöhnt Romneys "Massachusetts-Kultur" (Codewort für "links") und ätzt: "Sie kandidieren doch seit den neunziger Jahren." Rick Santorum schimpft Romney einen Feigling, Rick Perry nennt ihn einen Insider. Und Jon Huntsman, für den es in dieser Woche um alles geht, echauffiert sich so über Romneys Tiefschlag vom Vorabend, dass seine breiten Lippen beben: "Deshalb ist diese Nation so gespalten - wegen so einer Attitüde".
(Mark Pitzke 09.01.2012)
Liberale Ansichten über Schwule sind echtes Urnengift!
Romney: Trust Me, I'm Homophobic!
Mitt Romney would like Republican base voters in Iowa to think he's as bigoted as they are. His record doesn't back up his assertions but he didn't get the nickname Flip Flop Mitt for naught and I'm willing to believe him on this one. His new radio ad-- for backward areas only (not something he's running in New Hampshire)-- is all about how homophobic he claims to be. According to a piece that went out over the AP this morning Romney "has come under criticism from conservatives for his past support of some gay rights issues. [He] says he is the only major GOP candidate backing a constitutional amendment to ban same-sex marriage."
(Howie Klein 2007)
Nächste Station auf dem GOPer-Vorwahlplan ist das weitgehend evangelikale South-Carolina, welches bereits von der geistig retardierten Teebeutlerin Gouverneurin Nikki Haley regiert wird.
Hohe Zeit für die Rechtsaußen sich gegen den davon stürmenden Romney zu vereinigen.
Traditionell wird es in dem konservativen Staat besonders schmutzig.
Hier hatte einst GWB den Mitbewerber John McCain mit einer bis dahin nie gesehenen Schmutzkampagne aus dem Rennen geschubst.
Die Ultrarechten rotten sich nun zusammen.
Es ist die Stunde der Super-PACs (Political Action Committee, politisches Aktionskomitee), jener berüchtigten, unregulierten Spendengruppen, die ohne irgendwelche Regeln die Gegner killen wollen
Allein Gingrichs Super-PAC „Winning Our future“ gibt in South-Carolina fast vier Millionen Dollar für Anti-Romney-Werbung aus.
Ziel sind dessen Behauptungen er habe als CEO der „Bain Capital“ 100.000 Jobs geschaffen. Eine Zahl, die außer ihm kaum jemand ernst nimmt.
Die Zeitung Wall Street Journal kam in einer Untersuchung zum Schluss, dass 22 Prozent von 77 Unternehmen, in die Bain Capital während der Romney-Jahre investierte, acht Jahre später sich im Konkurs sanierten oder pleite waren.
Vor diesem Hintergrund zündet die Empörung über die Zitate des Herrn Romney. Schon im vergangenen August erregte er in einer hitzigen Debatte auf der Iowa State Fair Aufsehen mit dem Satz „Unternehmen sind Menschen“. Auch das hört sich bizarr an, aber es trifft den Kern: Alle Einkommen, die Unternehmen erwirtschaften, flössen letztlich Menschen zu, argumentierte Romney.
(FAZ 10.01.2012)
Oberheuchler Gingrich, der selbst Millionen aus bailout-Steuermitteln* abgegriffen hatte, macht jetzt auf „Occupy-Newt“ und bezichtigt den Mormonischen Millionär eine üble Heuschrecke zu sein.
*Newt Gingrich made between $1.6 million and $1.8 million in consulting fees from two contracts with mortgage company Freddie Mac, according to two people familiar with the arrangement.
(Bloomberg.com 16.11.2011)
Ein PR-Film soll nun Romney töten.
(Kurzversion)
Der Film erinnert in seiner Machart an den linken Regisseur Michael Moore: Unidentifizierte Männer und Frauen schildern ihr Schicksal, Arbeitslosigkeit und Armut, und sie behaupten dann: 'Ich habe begriffen, dass dieser Mann unser Leben zerstört hat.' Man sieht Koffer voller Hundert-Dollar-Noten und hört den Kommentar: 'Man weiß nicht, was größer war, seine Gier oder die Bereitschaft, alles für einen hohen Gewinn zu tun.'
Das 20-Minuten-Video 'When Mitt Romney Came to Town', zu deutsch: Als Mitt Romney in unsere Stadt kam, auf der Internetplattform Youtube ist Wahlkampf vom Feinsten: Romney, der Favorit im Wettbewerb um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, wird darin ob seiner Karriere beim Finanzinvestor Bain Capital regelrecht hingerichtet - als Mann, der 'an der größten Vernichtung von Jobs in Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg' teilgenommen hat. Die Macher des Filmchens allerdings sind weder Michael Moore, noch die amerikanischen Gewerkschaften, noch die Demokratische Partei; sie kommen aus dem Umfeld des konservativen Kandidaten Newt Gingrich.
Es ist eine der erstaunlichsten Phänomene dieses Vorwahlkampfs: Die weit nach rechts gerückte Republikanische Partei streitet sich über die guten und schlimmen Seiten des Kapitalismus. Wobei der nicht ganz so konservative Romney vom äußerst rechten Newt Gingrich des Raubtierkapitalismus bezichtigt wird.
(Nikolaus Piper 14.01.12)
(Langversion)
Donnerstag, 17. November 2011
Überraschungen
Es ist alles andere als verblüffend, wenn US-Präsidentschaftskandidaten beim Schaulaufen um die Nominierung exorbitante Doofheiten zur Schau stellen.
Man kann sich eben nicht immer nur bei FOX bebauchpinseln lassen, sondern muß auch zu Interviewern gehen, die wenigstens so tun, als ob sie auch mal eine kritischere Frage stellen würden.
Allgemeine politische Interviews, in denen womöglich auch Außenpolitik eine Rolle spielt, sind für GOPer natürlich ein Gang mit verbundenen Augen durch ein Mienenfeld.
Sie sind einfach zu verblödet und zu ungebildet, um bestehen zu können.
Keine Chance sich vorzubereiten, wenn noch nicht mal Grundlagenwissen beherrscht wird.
Es gibt GOPer wie George W. Bush, der vor seiner Präsidentschaft gar keinen Pass besaß, weil er nie die USA erlassen hatte. Auch Sarah Palin trat ihre erste Auslandsreise im Wahlkampf 2008 an.
„Politiker“, die noch nicht mal wissen, daß in Europa verschiedene Sprachen gesprochen werden oder felsenfest annehmen Afrika sei EIN Land, kann man nicht mal eben updaten.
Das ist ähnlich aussichtsreich, wie einem Dreijährigen in einer Stunde die Woodward-Hoffmann-Regeln zur Erhaltung der Orbitalsymmetrie bei sigmatropen Umlagerungen einer pericyclischen Reaktion zu verklickern.
Es ist also keine Überraschung, wenn Sarah Palin in ihrem legendären Interview mit Katie Couric im Sommer 2008 ihre völlige Enthirnung zur Schau stellt.
Es ist also keine Überraschung, wenn Rick Perry demonstriert, daß er noch nicht mal bis drei zählen kann.
Es ist also keine Überraschung, wenn Herman Cain öffentlich beweist, daß er das Wort „Libyen“ noch nie gehört hat und selbstverständlich auch nicht den blassesten Schimmer hat, was dort vorgeht.
Bei den Republikanern läuft es derzeit nicht gut: Erst redete sich Präsidentschaftskandidat Rick Perry um Kopf und Kragen, dann kam Herman Cain beim Thema Libyen schwer ins Stottern. Ein Partei-Rivale profitiert von diesen Aussetzern besonders - Newt Gingrich. Der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses hat sich an die Spitze des Bewerberfelds katapultiert. Nach einer Umfrage des Nachrichtensenders "Fox News" unter Parteianhängern kommt er auf 23 Prozent Zustimmung. Dabei hatten sich Ende Oktober gerade einmal zwölf Prozent der Befragten für den 68-Jährigen ausgesprochen. Der damalige Spitzenreiter Herman Cain fiel dagegen von 24 auf 15 Prozent zurück.
[…] Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, überzeugte nach seinem Aussetzer in einer TV-Debatte nur noch sieben Prozent der Befragten.
(Spon 17.11.2011)
Selbst die konservative WELT, die sonst stramm auf GOPer Seite steht, schreibt konsterniert darüber "Wie Cain, Perry & Co. die Republikaner blamieren."
Herman Cain blamiert sich in der Außenpolitik, Rick Perry kann kaum bis drei zählen, alle verteidigen die Folter – die Republikanerkandidaten machen ihrer Partei Schande.
[...] Der US-Wahlkampf ist ein mörderischer Marathon, der im YouTube-Zeitalter noch brutaler geworden ist. Jeder weiß das. Mit ganz wenigen Ausnahmen, wie Barack Obama und Bill Clinton, treten nicht mehr die Besten beider Parteien an, sondern die Reichen, Dickfelligen, Konditionsstarken. Was oft genug nichts anders heißt als beseelte Einfältige. Noch ein knappes Jahr bis zu den Wahlen. Es wird noch lustig zugehen.
(Uwe Schmitt 15.11.11)
Es gibt aber zwei Arten politischen Doofheit.
Neben der anhand der Beispiele Cain, Perry und Palin erläuterten erwartungsgemäßen Doofheit, gibt es auch noch die verblüffende Doofheit, die eigentlich vermeidbar wäre.
Sie zeigt sich, wenn ein Kandidat, der es eigentlich besser wissen muß, sehenden Auges tief in die Grube reitet.
Das Paradebeispiel ist für mich John Edwards, der sich vor vier Jahren ein Rennen um die Präsidentschaftskandidatur mit Barack Obama und Hillary Clinton lieferte.
Edwards war zwar weniger schillernd, als seine Konkurrenten, aber dafür galt er als extrem fromm und klang stets wie ein Prediger.
Ein riesiges Plus im Religiotenparadies Amerika.
Außerdem war seine Frau Elizabeth in Amerika sehr bekannt und populär.
Ganz Amerika litt mit ihr mit, als sie an Brustkrebs erkrankte und John konnte sich als liebender Ehemann inszenieren.
Nebenbei poppte und schwängerte er allerdings die Schauspielerin Rielle Hunter.
Ich will es moralisch nicht bewerten fremdzugehen und die krebskranke Frau im Stich zu lassen.
Aber unter den Umständen nach 2004 erneut eine Präsidentschaftskandidatur zu unternehmen und zu glauben, daß er diese Tatsachen verheimlichen könnte, während der politische Gegner und alle Journalisten des Landes jeden Stein umdrehen und die Persönlichkeit akribisch durchleuchten, ist einfach DUMM.
Wer so wenig die Öffentlichkeitsarbeit einschätzen kann, sollte besser nicht Präsident werden.
Diese Woche gab es wieder eine dieser überraschenden Doofheiten.
Der rechtsextreme notorische Lügner und Hetzer Newt Gingrich, der Molch, verfügt zwar über die abstoßendste Persönlichkeit aller Bewerber, aber ich möchte ihm doch zugestehen nicht ganz so ungebildet und unerfahren wie die Palins oder Perrys zu sein.
Dennoch behauptete er letzte Woche in einer TV-Debatte, daß er vom 2008 nach massiven Verlusten mit Steuergeldern vor der Pleite geretteten Konzern Freddie Mac lediglich 30.000 Dollar Beratungshonorar bekommen habe.
Eine faustdicke Lüge.
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich soll deutlich höhere Beratungshonorare von dem Hypothekenkonzern Freddie Mac erhalten haben als bisher bekannt. Das Unternehmen habe dem früheren Präsidenten des US-Repräsentantenhauses mindestens 1,6 Millionen Dollar gezahlt, hieß es aus informierten Kreisen.
(sueddeutsche.de 17.11.11)
Ein heißeres Eisen als die Milliarden-Bailout-Pakete aus Steuermitteln an Pleitefirmen gibt es fast gar nicht (außer natürlich Schwulenbekämpfung).
Wie kann der Molch annehmen es käme nicht raus, daß er sich letztendlich auf Steuerzahlerkosten 1,6 Millionen Dollar in die Tasche gesteckt hatte?
So ein Depp.
Fast tun einem die GOPer leid. Bachmann gilt als unwählbar.
Perry, Palin, Cain und Gingrich haben sich erfolgreich selbst in Knie geschossen.
Bleibt also Romney.
Der ist aber für die Teebeutler eigentlich zu lasch und zudem auch noch Mormone.
Der Mormonenglaube ist so suspekt, daß selbst die notorisch religiösen Amerikaner irritiert sind.
Vermutlich bekommt Obama also doch noch eine Amtszeit.
Einfach mangels Alternative.
Den Vorwurf der „lame duck“, der viele Präsidenten in ihrer zweiten Amtszeit ereilt, muß Obama nicht fürchten.
Er ist schließlich schon von Anfang an eine lame duck.
Man kann sich eben nicht immer nur bei FOX bebauchpinseln lassen, sondern muß auch zu Interviewern gehen, die wenigstens so tun, als ob sie auch mal eine kritischere Frage stellen würden.
Allgemeine politische Interviews, in denen womöglich auch Außenpolitik eine Rolle spielt, sind für GOPer natürlich ein Gang mit verbundenen Augen durch ein Mienenfeld.
Sie sind einfach zu verblödet und zu ungebildet, um bestehen zu können.
Keine Chance sich vorzubereiten, wenn noch nicht mal Grundlagenwissen beherrscht wird.
Es gibt GOPer wie George W. Bush, der vor seiner Präsidentschaft gar keinen Pass besaß, weil er nie die USA erlassen hatte. Auch Sarah Palin trat ihre erste Auslandsreise im Wahlkampf 2008 an.
„Politiker“, die noch nicht mal wissen, daß in Europa verschiedene Sprachen gesprochen werden oder felsenfest annehmen Afrika sei EIN Land, kann man nicht mal eben updaten.
Das ist ähnlich aussichtsreich, wie einem Dreijährigen in einer Stunde die Woodward-Hoffmann-Regeln zur Erhaltung der Orbitalsymmetrie bei sigmatropen Umlagerungen einer pericyclischen Reaktion zu verklickern.
Es ist also keine Überraschung, wenn Sarah Palin in ihrem legendären Interview mit Katie Couric im Sommer 2008 ihre völlige Enthirnung zur Schau stellt.
Es ist also keine Überraschung, wenn Rick Perry demonstriert, daß er noch nicht mal bis drei zählen kann.
Es ist also keine Überraschung, wenn Herman Cain öffentlich beweist, daß er das Wort „Libyen“ noch nie gehört hat und selbstverständlich auch nicht den blassesten Schimmer hat, was dort vorgeht.
Bei den Republikanern läuft es derzeit nicht gut: Erst redete sich Präsidentschaftskandidat Rick Perry um Kopf und Kragen, dann kam Herman Cain beim Thema Libyen schwer ins Stottern. Ein Partei-Rivale profitiert von diesen Aussetzern besonders - Newt Gingrich. Der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses hat sich an die Spitze des Bewerberfelds katapultiert. Nach einer Umfrage des Nachrichtensenders "Fox News" unter Parteianhängern kommt er auf 23 Prozent Zustimmung. Dabei hatten sich Ende Oktober gerade einmal zwölf Prozent der Befragten für den 68-Jährigen ausgesprochen. Der damalige Spitzenreiter Herman Cain fiel dagegen von 24 auf 15 Prozent zurück.
[…] Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, überzeugte nach seinem Aussetzer in einer TV-Debatte nur noch sieben Prozent der Befragten.
(Spon 17.11.2011)
Selbst die konservative WELT, die sonst stramm auf GOPer Seite steht, schreibt konsterniert darüber "Wie Cain, Perry & Co. die Republikaner blamieren."
Herman Cain blamiert sich in der Außenpolitik, Rick Perry kann kaum bis drei zählen, alle verteidigen die Folter – die Republikanerkandidaten machen ihrer Partei Schande.
[...] Der US-Wahlkampf ist ein mörderischer Marathon, der im YouTube-Zeitalter noch brutaler geworden ist. Jeder weiß das. Mit ganz wenigen Ausnahmen, wie Barack Obama und Bill Clinton, treten nicht mehr die Besten beider Parteien an, sondern die Reichen, Dickfelligen, Konditionsstarken. Was oft genug nichts anders heißt als beseelte Einfältige. Noch ein knappes Jahr bis zu den Wahlen. Es wird noch lustig zugehen.
(Uwe Schmitt 15.11.11)
Es gibt aber zwei Arten politischen Doofheit.
Neben der anhand der Beispiele Cain, Perry und Palin erläuterten erwartungsgemäßen Doofheit, gibt es auch noch die verblüffende Doofheit, die eigentlich vermeidbar wäre.
Sie zeigt sich, wenn ein Kandidat, der es eigentlich besser wissen muß, sehenden Auges tief in die Grube reitet.
Das Paradebeispiel ist für mich John Edwards, der sich vor vier Jahren ein Rennen um die Präsidentschaftskandidatur mit Barack Obama und Hillary Clinton lieferte.
Edwards war zwar weniger schillernd, als seine Konkurrenten, aber dafür galt er als extrem fromm und klang stets wie ein Prediger.
Ein riesiges Plus im Religiotenparadies Amerika.
Außerdem war seine Frau Elizabeth in Amerika sehr bekannt und populär.
Ganz Amerika litt mit ihr mit, als sie an Brustkrebs erkrankte und John konnte sich als liebender Ehemann inszenieren.
Nebenbei poppte und schwängerte er allerdings die Schauspielerin Rielle Hunter.
Ich will es moralisch nicht bewerten fremdzugehen und die krebskranke Frau im Stich zu lassen.
Aber unter den Umständen nach 2004 erneut eine Präsidentschaftskandidatur zu unternehmen und zu glauben, daß er diese Tatsachen verheimlichen könnte, während der politische Gegner und alle Journalisten des Landes jeden Stein umdrehen und die Persönlichkeit akribisch durchleuchten, ist einfach DUMM.
Wer so wenig die Öffentlichkeitsarbeit einschätzen kann, sollte besser nicht Präsident werden.
Diese Woche gab es wieder eine dieser überraschenden Doofheiten.
Der rechtsextreme notorische Lügner und Hetzer Newt Gingrich, der Molch, verfügt zwar über die abstoßendste Persönlichkeit aller Bewerber, aber ich möchte ihm doch zugestehen nicht ganz so ungebildet und unerfahren wie die Palins oder Perrys zu sein.
Dennoch behauptete er letzte Woche in einer TV-Debatte, daß er vom 2008 nach massiven Verlusten mit Steuergeldern vor der Pleite geretteten Konzern Freddie Mac lediglich 30.000 Dollar Beratungshonorar bekommen habe.
Eine faustdicke Lüge.
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich soll deutlich höhere Beratungshonorare von dem Hypothekenkonzern Freddie Mac erhalten haben als bisher bekannt. Das Unternehmen habe dem früheren Präsidenten des US-Repräsentantenhauses mindestens 1,6 Millionen Dollar gezahlt, hieß es aus informierten Kreisen.
(sueddeutsche.de 17.11.11)
Ein heißeres Eisen als die Milliarden-Bailout-Pakete aus Steuermitteln an Pleitefirmen gibt es fast gar nicht (außer natürlich Schwulenbekämpfung).
Wie kann der Molch annehmen es käme nicht raus, daß er sich letztendlich auf Steuerzahlerkosten 1,6 Millionen Dollar in die Tasche gesteckt hatte?
So ein Depp.
Fast tun einem die GOPer leid. Bachmann gilt als unwählbar.
Perry, Palin, Cain und Gingrich haben sich erfolgreich selbst in Knie geschossen.
Bleibt also Romney.
Der ist aber für die Teebeutler eigentlich zu lasch und zudem auch noch Mormone.
Der Mormonenglaube ist so suspekt, daß selbst die notorisch religiösen Amerikaner irritiert sind.
Vermutlich bekommt Obama also doch noch eine Amtszeit.
Einfach mangels Alternative.
Den Vorwurf der „lame duck“, der viele Präsidenten in ihrer zweiten Amtszeit ereilt, muß Obama nicht fürchten.
Er ist schließlich schon von Anfang an eine lame duck.
Dienstag, 30. März 2010
Moralisch prädestiniert???
Nein, ich weiß ja, das darf man nicht tun.
Dennoch reizte es mich am 21.03. 2010 mal in die Anne-Will-Sendung zu gucken.
Ging es doch diesmal um Westerwelle, den immerhin bisher häufigsten Gast der Sonntäglichen Plapperrunde der Sinnlosigkeit.
Um es vorweg zu nehmen; nein, es lohnte sich natürlich nicht sich den Tort anzutun.
Prinz Solms findet Guido ganz toll, alle Vorwürfe gegen ihn wären reine Verleumdung, die ein Heterosexueller nicht erdulden müsse.
Der ewige Rechtsaußen Roger Köppel konnte die ganze Debatte nicht verstehen, da Westerwelle doch völlig Recht hätte.
Jeder spielte seine Rolle, Überraschungen Fehlanzeige.
Ein kleines Detail ist mir aufgefallen, über das rein gar nichts geschrieben wurde, das aber ein Indiz für den Umgang mit Religionen in Deutschland ist.
Als Frau Will die Grüne Katrin Göring-Eckardt in die Runde integrierte, stellte sie ihre Frage nicht etwa an die Politikerin, sondern bat sie um eine moralische Einschätzung (09:50 - 10:00):
Niemand hatte etwas an der Fragestellung auszusetzen.
Immer noch erscheint es offenbar als selbstverständlich, daß die Repräsentanten des deutschen Kirchismus über ganz besondere Moral-Kompetenzen verfügen.
Wir sprechen von einer Organisation, die eine maßgebliche Stütze Hitlers war, nach 1945 die Nazi-Schergen vor der alliierten Justiz nach Südamerika in Sicherheit brachte, in den folgenden Dekaden Hundertausende Kinder in ihren Heimen systematisch ausbeutete und verprügelte und uns bis in die jüngste Zeit mit Meldungen über Kinderporno-downloadende Priester versorgt.
Was muß eigentlich noch passieren, bis man die Predigerkaste mal von ihrem hohen Ross herunter holt?
Es genügt doch vollends, wenn sie in ihren Kirchen auf den hohen Kanzeln stehen und ihren Vereinsmitgliedern Predigten halten.
Die gebührenfinanzierte Frau Will muß sich dem aber nicht anschließen.
Wenn irgendwo „Kirche“ draufsteht, wird von politischer und journalistischer Seite nach wie vor konnotiert „Das sind die Guten“.
Dabei wäre gerade dann besondere Skepsis angebracht.
Skydaddy zeigt heute eins dieser Beispiele.
Die ultrafundamentalistische evangelikale JesusHouse-Veranstaltung darf am 23. April im Bundespresseamt in Berlin die “JesusHouse Preview” abhalten und Werbevideos vor Bundesadlerkulisse produzieren.
Beispiel "Christival 2008" in Bremen, das vom 30. April bis 4. Mai zum fünften Mal ausgerichtet wurde und auf junge Christen aus aller Welt zielte.
Unter dem Dach versammelten sich schauderhafte Hassprediger, die alles dafür tun Schwule und Lesben in den Selbstmord zu treiben, indem sie sie als schlimme Sünder brandmarken.
Hochgradiger hanebüchener Unsinn mit dem Segen der damaligen CDU-Bundesministerin von der Leyen. Sie übernahm die Schirmherrschaft und ließ gleich mal 250.000 Euro aus dem Steuertopf zuschießen.
Schwule in allen Parteien und Verbänden konnten nur mit dem Kopf schütteln. So schrieb beispielsweise queer.de über die im Rahmen des „Christival 08“ angebotenen Kurse:
"Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen", heißt es dabei in der Seminarbeschreibung. Den Veranstaltern geht es "um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen". Diese als "Ex-Gay-Bewegung" bezeichneten "Heilungs"-Ansatz kommt aus den USA. Dort werden bereits Camps zur Umpolung von Schwulen und Lesben angeboten. Kritiker beklagen, dass derlei Aktivitäten Jugendliche in den Selbstmord trieben.
Ich kann nur sagen: Auch im Jahr 2010 ist Vorsicht geboten, wenn sich Organisationen, Vereine, Gruppen mit dem Attribut „Christlich“ schmücken.
Der Glaube ist der Feind des Denkens.
Hier hat die Ratio ein Ende.
Wer sich auf Göttliche Eingebungen beruft, ist letztendlich in Opposition zu unseren staatlichen Regeln.
Die Bibel steht in Widerspruch zu Menschenrechten, Antidiskriminierungsverbot und Strafrecht.
Wie Katholiken (Hitler, Mussolini, Franco, Tiso, Ante Pavelic) oder Evangelikale (George W. Bush, Cheney) Politik machen, ist nicht gerade ein leuchtendes Vorbild.
Dann war da noch die "Hutaree"-Zelle.
Acht der neun mutmaßlichen Kriminellen wurden am Wochenende bei Großrazzien in den Bundesstaaten Michigan, Ohio und Indiana gefasst. Anführer der Gruppe soll David Brian Stone gewesen sein, der "Captain Hutaree" genannt wurde. Einer seiner Söhne ist noch flüchtig.
(Spon)
Sie alle sind 100%ige Christen, die eben aus ihrer Biblischen Überzeugung heraus planten die USA mit Anschlägen, Morden und Attentaten zu überziehen.
Ihre Rechtfertigung:
„Jesus wollte, dass wir bereit sind, um uns mit dem Schwert zu verteidigen und am Leben zu bleiben, indem wir Hilfsmittel benutzen."
Die Bibel, die nun zweifellos tatsächlich militante und brutale Passagen hat und einen strafenden, eifersüchtigen und rachsüchtigen Gott zeigt, taugt wie immer als Rechtfertigung.
Zurück zu der "Hutaree"-Zelle.
Über alledem steht das Motto "Preparing for the end time battles to keep the testimony of Jesus Christ alive", sie bereiten sich also vor "auf die Endzeitschlachten, um das Zeugnis Jesu Christi aufrechtzuerhalten". Die Doktrin der paramilitärischen Truppe, die sich für den Weltuntergang rüstet, ist gespickt mit Bibelzitaten, kaum ein Satz, in dem nicht das Wort christlich oder der Name Jesus vorkommt. […] Laut Chip Berlet vom Forschungsinstitut Political Research Associates gehen sie Verschwörungstheorien der Gruppe noch weiter: Die Hutaree haben seiner Meinung nach Angst vor einem die ganze Welt umfassenden Regime. Auch Europa sei eine Bedrohung, zeitweise vermuteten die Hutaree sogar im damaligen Hohen Repräsentanten der EU-Außenpolitik, Javier Solana, den Antichrist. Hutaree hat den satanischen Feind im eigenen Land ausgemacht, genauer: Er sitzt im Weißen Haus und heißt Barack Obama. In der US-Regierung sähen Stone und seine Leute den Antichrist, den es zu vernichten gelte, sagte Michael Barkun, Extremismusexperte der Syracuse University im Bundestaat New York, der Detroit Free Press.“
(Corinna Nohn und Oliver Das Gupta)
Neben der christlichen Hutaree-Miliz listen amerikanische Bürgerrechtsorganisationen fast 1000 weitere rechtsextreme Kampfgruppen auf.
Dazu das SPLC (The Southern Poverty Law Center is a nonprofit civil rights organization dedicated to fighting hate and bigotry, and to seeking justice for the most vulnerable members of society.)
The Southern Poverty Law Center counted 932 active hate groups in the United States in 2009. Only organizations and their chapters known to be active during 2009 are included. All hate groups have beliefs or practices that attack or malign an entire class of people, typically for their immutable characteristics. This list was compiled using hate group publications and websites, citizen and law enforcement reports, field sources and news reports. Hate group activities can include criminal acts, marches, rallies, speeches, meetings, leafleting or publishing. Websites appearing to be merely the work of a single individual, rather than the publication of a group, are not included in this list. Listing here does not imply a group advocates or engages in violence or other criminal activity.
Ihnen allen gemeinsam ist das Motto “gute (weiße!) Gläubige gegen Schwule, Linke, Farbige, Obama, Atheisten und Europa“
Neu ist das alles nicht.
Die Davidianer-Sekte (Waco 1993) und Timothy McVeigh (Oklahoma1995) lassen grüßen.
Befeuert werden diese militanten potentiellen Massenmörder von fatalen Gestalten wie Sarah Palin - jener Frau, die schon 2008 nur einen Herzinfarkt vom Oval Office entfernt schien und die jetzt erst bei den ultrachristlichen Hasspredigern der Teabagger-Bewegung richtig populär geworden ist.
Sie war Mitglied der Pfingstkirche im Örtchen Wasilla, deren Priester verkündete, Alaska werde in der kriegerischen Endzeit einer der letzten Zufluchtsorte für Gläubige sein.
Die 1000%ige Christin und derzeit heißeste Anwärterin für die Präsidentschaftskandidatur 2012 liebt es brutal und wählte jetzt auf ihrer Myspace-Seite mal wieder waffenstarrende Metaphorik:
Ähnlich auf facebook, 1.510.274 fans:
We’re ready for a fundamental transformation of Washington – no need for their desired “fundamental transformation of America.”
The Tea Party Express rolls on... can’t wait to see you all in Boston on April 14th! Focus on the goal and fight for it. If the gate is closed, go over the fence. If the fence is too high, pole vault in. If that doesn’t work, parachute in. If the other side tries to push back, your attitude should be “go for it.” Get in their faces and argue with them. (Sound familiar?!) Every possession is a battle; you’ll only win the war if you’ve picked your battles wisely. No matter how tough it gets, never retreat, instead RELOAD!
- Sarah Palin
Christin eben.
Dennoch reizte es mich am 21.03. 2010 mal in die Anne-Will-Sendung zu gucken.
Ging es doch diesmal um Westerwelle, den immerhin bisher häufigsten Gast der Sonntäglichen Plapperrunde der Sinnlosigkeit.
Um es vorweg zu nehmen; nein, es lohnte sich natürlich nicht sich den Tort anzutun.
Prinz Solms findet Guido ganz toll, alle Vorwürfe gegen ihn wären reine Verleumdung, die ein Heterosexueller nicht erdulden müsse.
Der ewige Rechtsaußen Roger Köppel konnte die ganze Debatte nicht verstehen, da Westerwelle doch völlig Recht hätte.
Jeder spielte seine Rolle, Überraschungen Fehlanzeige.
Ein kleines Detail ist mir aufgefallen, über das rein gar nichts geschrieben wurde, das aber ein Indiz für den Umgang mit Religionen in Deutschland ist.
Als Frau Will die Grüne Katrin Göring-Eckardt in die Runde integrierte, stellte sie ihre Frage nicht etwa an die Politikerin, sondern bat sie um eine moralische Einschätzung (09:50 - 10:00):
„Frau Göring-Eckardt, die Grünen empören sich sehr, führen auch moralische Gründe ins Feld. Sie sind Präses der Evangelischen Kirche, Sie sind Präses der Synode der Evangelischen Kirche, so gesehen QUASI PRÄDESTINIERT dazu uns einzuordnen, worin denn die MORALISCHE VERWERFUNG des Tuns von Guido Westerwelle liegen könnte.“
Niemand hatte etwas an der Fragestellung auszusetzen.
Immer noch erscheint es offenbar als selbstverständlich, daß die Repräsentanten des deutschen Kirchismus über ganz besondere Moral-Kompetenzen verfügen.
Wir sprechen von einer Organisation, die eine maßgebliche Stütze Hitlers war, nach 1945 die Nazi-Schergen vor der alliierten Justiz nach Südamerika in Sicherheit brachte, in den folgenden Dekaden Hundertausende Kinder in ihren Heimen systematisch ausbeutete und verprügelte und uns bis in die jüngste Zeit mit Meldungen über Kinderporno-downloadende Priester versorgt.
Was muß eigentlich noch passieren, bis man die Predigerkaste mal von ihrem hohen Ross herunter holt?
Es genügt doch vollends, wenn sie in ihren Kirchen auf den hohen Kanzeln stehen und ihren Vereinsmitgliedern Predigten halten.
Die gebührenfinanzierte Frau Will muß sich dem aber nicht anschließen.
Wenn irgendwo „Kirche“ draufsteht, wird von politischer und journalistischer Seite nach wie vor konnotiert „Das sind die Guten“.
Dabei wäre gerade dann besondere Skepsis angebracht.
Skydaddy zeigt heute eins dieser Beispiele.
Die ultrafundamentalistische evangelikale JesusHouse-Veranstaltung darf am 23. April im Bundespresseamt in Berlin die “JesusHouse Preview” abhalten und Werbevideos vor Bundesadlerkulisse produzieren.
Beispiel "Christival 2008" in Bremen, das vom 30. April bis 4. Mai zum fünften Mal ausgerichtet wurde und auf junge Christen aus aller Welt zielte.
Unter dem Dach versammelten sich schauderhafte Hassprediger, die alles dafür tun Schwule und Lesben in den Selbstmord zu treiben, indem sie sie als schlimme Sünder brandmarken.
Hochgradiger hanebüchener Unsinn mit dem Segen der damaligen CDU-Bundesministerin von der Leyen. Sie übernahm die Schirmherrschaft und ließ gleich mal 250.000 Euro aus dem Steuertopf zuschießen.
Schwule in allen Parteien und Verbänden konnten nur mit dem Kopf schütteln. So schrieb beispielsweise queer.de über die im Rahmen des „Christival 08“ angebotenen Kurse:
"Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen", heißt es dabei in der Seminarbeschreibung. Den Veranstaltern geht es "um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen". Diese als "Ex-Gay-Bewegung" bezeichneten "Heilungs"-Ansatz kommt aus den USA. Dort werden bereits Camps zur Umpolung von Schwulen und Lesben angeboten. Kritiker beklagen, dass derlei Aktivitäten Jugendliche in den Selbstmord trieben.
Ich kann nur sagen: Auch im Jahr 2010 ist Vorsicht geboten, wenn sich Organisationen, Vereine, Gruppen mit dem Attribut „Christlich“ schmücken.
Der Glaube ist der Feind des Denkens.
Hier hat die Ratio ein Ende.
Wer sich auf Göttliche Eingebungen beruft, ist letztendlich in Opposition zu unseren staatlichen Regeln.
Die Bibel steht in Widerspruch zu Menschenrechten, Antidiskriminierungsverbot und Strafrecht.
Wie Katholiken (Hitler, Mussolini, Franco, Tiso, Ante Pavelic) oder Evangelikale (George W. Bush, Cheney) Politik machen, ist nicht gerade ein leuchtendes Vorbild.
Dann war da noch die "Hutaree"-Zelle.
Acht der neun mutmaßlichen Kriminellen wurden am Wochenende bei Großrazzien in den Bundesstaaten Michigan, Ohio und Indiana gefasst. Anführer der Gruppe soll David Brian Stone gewesen sein, der "Captain Hutaree" genannt wurde. Einer seiner Söhne ist noch flüchtig.
(Spon)
Sie alle sind 100%ige Christen, die eben aus ihrer Biblischen Überzeugung heraus planten die USA mit Anschlägen, Morden und Attentaten zu überziehen.
Ihre Rechtfertigung:
„Jesus wollte, dass wir bereit sind, um uns mit dem Schwert zu verteidigen und am Leben zu bleiben, indem wir Hilfsmittel benutzen."
Die Bibel, die nun zweifellos tatsächlich militante und brutale Passagen hat und einen strafenden, eifersüchtigen und rachsüchtigen Gott zeigt, taugt wie immer als Rechtfertigung.
Zurück zu der "Hutaree"-Zelle.
Über alledem steht das Motto "Preparing for the end time battles to keep the testimony of Jesus Christ alive", sie bereiten sich also vor "auf die Endzeitschlachten, um das Zeugnis Jesu Christi aufrechtzuerhalten". Die Doktrin der paramilitärischen Truppe, die sich für den Weltuntergang rüstet, ist gespickt mit Bibelzitaten, kaum ein Satz, in dem nicht das Wort christlich oder der Name Jesus vorkommt. […] Laut Chip Berlet vom Forschungsinstitut Political Research Associates gehen sie Verschwörungstheorien der Gruppe noch weiter: Die Hutaree haben seiner Meinung nach Angst vor einem die ganze Welt umfassenden Regime. Auch Europa sei eine Bedrohung, zeitweise vermuteten die Hutaree sogar im damaligen Hohen Repräsentanten der EU-Außenpolitik, Javier Solana, den Antichrist. Hutaree hat den satanischen Feind im eigenen Land ausgemacht, genauer: Er sitzt im Weißen Haus und heißt Barack Obama. In der US-Regierung sähen Stone und seine Leute den Antichrist, den es zu vernichten gelte, sagte Michael Barkun, Extremismusexperte der Syracuse University im Bundestaat New York, der Detroit Free Press.“
(Corinna Nohn und Oliver Das Gupta)
Neben der christlichen Hutaree-Miliz listen amerikanische Bürgerrechtsorganisationen fast 1000 weitere rechtsextreme Kampfgruppen auf.
Dazu das SPLC (The Southern Poverty Law Center is a nonprofit civil rights organization dedicated to fighting hate and bigotry, and to seeking justice for the most vulnerable members of society.)
The Southern Poverty Law Center counted 932 active hate groups in the United States in 2009. Only organizations and their chapters known to be active during 2009 are included. All hate groups have beliefs or practices that attack or malign an entire class of people, typically for their immutable characteristics. This list was compiled using hate group publications and websites, citizen and law enforcement reports, field sources and news reports. Hate group activities can include criminal acts, marches, rallies, speeches, meetings, leafleting or publishing. Websites appearing to be merely the work of a single individual, rather than the publication of a group, are not included in this list. Listing here does not imply a group advocates or engages in violence or other criminal activity.
Ihnen allen gemeinsam ist das Motto “gute (weiße!) Gläubige gegen Schwule, Linke, Farbige, Obama, Atheisten und Europa“
Neu ist das alles nicht.
Die Davidianer-Sekte (Waco 1993) und Timothy McVeigh (Oklahoma1995) lassen grüßen.
Befeuert werden diese militanten potentiellen Massenmörder von fatalen Gestalten wie Sarah Palin - jener Frau, die schon 2008 nur einen Herzinfarkt vom Oval Office entfernt schien und die jetzt erst bei den ultrachristlichen Hasspredigern der Teabagger-Bewegung richtig populär geworden ist.
Sie war Mitglied der Pfingstkirche im Örtchen Wasilla, deren Priester verkündete, Alaska werde in der kriegerischen Endzeit einer der letzten Zufluchtsorte für Gläubige sein.
Die 1000%ige Christin und derzeit heißeste Anwärterin für die Präsidentschaftskandidatur 2012 liebt es brutal und wählte jetzt auf ihrer Myspace-Seite mal wieder waffenstarrende Metaphorik:
"Es ist jetzt nicht die Zeit, sich zurückzuziehen, sondern durchzuladen."
Ähnlich auf facebook, 1.510.274 fans:
We’re ready for a fundamental transformation of Washington – no need for their desired “fundamental transformation of America.”
The Tea Party Express rolls on... can’t wait to see you all in Boston on April 14th! Focus on the goal and fight for it. If the gate is closed, go over the fence. If the fence is too high, pole vault in. If that doesn’t work, parachute in. If the other side tries to push back, your attitude should be “go for it.” Get in their faces and argue with them. (Sound familiar?!) Every possession is a battle; you’ll only win the war if you’ve picked your battles wisely. No matter how tough it gets, never retreat, instead RELOAD!
- Sarah Palin
Christin eben.
Dienstag, 24. November 2009
Über einen Kamm
Große Nationen können mehr oder weniger zentralistisch, mehr oder weniger föderal sein.Frankreichs Zentrum ist beispielsweise ganz eindeutig Paris.
Danach kommt ganz lange gar nichts.
In Relation dazu hat Berlin für Deutschland kaum Bedeutung.
Ökonomisch sind ohnehin ganz andere deutsche Regionen bedeutend, aber auch die kulturellen Zentren sind verteilt in Deutschland.
Die Millionenstädte Hamburg, München und Köln führen sowieso ein von Berlin unabhängiges Eigenleben.
Ein besonders heterogenes Gebilde ist trotz des alles vereinigenden überbordenden Nationalstolzes die USA.
Die große Mehrzahl der Amerikaner besitzt beispielsweise gar keinen Reisepass.
Um in den Urlaub zu fahren und mal etwas ganz anderes zu sehen, kann man durchaus innerhalb der nationalen Grenzen bleiben.
Dabei ist der Drang nach Exotik nicht unbedingt so stark, wie in Deutschland.
In San Francisco nennt man den Bible-belt auch „fly-over states“.
Man überquert sie mit dem Flugzeug, wenn man nach New York fliegt.
Aber man würde niemals auf die Idee verfallen in Oklahoma oder Missouri zu landen.
In der Texanischen Kleinstadt, in der sich das Leben um die Kirche dreht und man immer George W. Bush wählt, gelten hingegen NY und SF als Inkarnation des Bösen.
Der Höllenschlund.
So sieht es auch die Tea Party Nation (TPN), der Zusammenschluß der Gaga-Initiativen, die Obama nach Kenia ausweisen wollen (weil er Kommunist und Faschist sei) und ihre Ikone Sarah Palin anbeten.„Die“ Amerikaner gibt es nicht.
Es war ebenso falsch Amerika als monolithischen Block zu sehen, der begeistert hinter George Bush stand, wie es falsch ist nun anzunehmen alle Amerikaner hätten sich in liberale Ökos gewandelt, die hinter Obama vereint wären.
Offenbar begehen Amerikaner von Innen den gleichen Fehler, den wir in der Betrachtung des Landes von Europa aus machen.

Sie sehen sich gerne selbst als „typisch amerikanisch“ an und reagieren außerordentlich hysterisch auf vermeidlich „Unamerikanisches“.
Jörg Häntzschel verwies letzte Woche darauf, daß diese kollektive Entamerikanisierungsphobie schon immer typisch amerikanisch war, diese „Paranoia“ sei „konstant“:
Das Freimaurertum, schrieb David Bernard 1829, sei die gefährlichste Institution, von der die Menschheit jemals heimgesucht worden sei, "ein Motor Satans, egoistisch, demoralisierend, blasphemisch, mörderisch, antichristlich." Sechs Jahre später warnte Samuel Morse, der Erfinder des Telegrafen, vor einer neuen Gefahr: den Jesuiten. "Eine Verschwörung ist im Gange, und ihre Pläne werden schon jetzt ausgeführt." Ein anonymer Autor fügte hinzu: "Sie treiben überall in den Vereinigten Staaten ihr Unwesen, um den Papismus zu verbreiten." Die Katholiken werden "unsere Wahlen entscheiden, die Nation teilen und unsere freien Institutionen stürzen", raunte auch Lyman Beecher. Der Historiker Richard Hofstadter zitiert diese aufgeregten Stimmen in seinem 1964 erschienenen Essay "The Paranoid Style in American Politics". Er beschreibt darin eine Konstante der amerikanischen Geschichte: die Überzeugung einer meist rechts stehenden Minderheit, Amerika und sein Wertesystem werde bald von einer fremden Kultur verschlungen, deren Agenten bereits die Gesellschaft infiltriert hätten. Mal waren es die Illuminaten, mal die Katholiken oder die Kommunisten. Hofstadters Essay hat nun eine fast unheimliche Aktualität bekommen. Ganze Passagen lesen sich wie Beschreibungen des neuen rechten Milieus, das wie über Nacht aus dem Sumpf politischen Desinteresses aufgestiegen ist. Mit ihren "Tea Parties" und ihrer apokalyptischen Rhetorik erschienen die Protestler anfangs wie marginale rechte Spinner. Nun entwickeln sie sich zur ernstzunehmenden politischen Kraft.

Als Europäer kann man dieses typisch US-amerikanische Verhalten nur verwundert zur Kenntnis nehmen.
Rational erklärbar ist es nicht.
Da hat die größte und reichste Wirtschaftsmacht der Erde soziale Verwerfungen wie in einem Dritte-Welt-Staat aufzuweisen, obwohl nirgendwo auf der Erde sonst soviel Geld pro Bürger in den Gesundheitssektor gestopft wird und wenn sich jemand anschickt, dieses offensichtlich grotesk ungerechte und ineffiziente System ein wenig zu verbessern, rasten Millionen von Westentaschen-Palins mit dem Intellekt von Amöben regelrecht aus.
Unfassbare 50 Millionen US-Bürger litten letztes Jahr Hunger!
Aufgrund der Wirtschaftskrise wird diese Zahl erheblich ansteigen.
Es handelt sich dabei um offizielle Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums. 50 Millionen Hungernde. Unter ihnen waren auch 16,7 Millionen Kinder, 4,3 Millionen mehr als 2007.
Präsident Barack Obama nannte die Ergebnisse der Studie beunruhigend. Konjunkturprogramme zur Schaffung von Arbeitsplätzen seien ein erster Schritt gegen zunehmenden Hunger, sagte er. Seine Regierung habe auch Lebensmittelhilfsprogramme verstärkt. Derzeit beziehen 36,5 Millionen Menschen Lebensmittelhilfe, 24 Prozent mehr als 2007.
(HH Abla)
Offenbar sind diese haarsträubende Zustände im reichsten Land der Erde so alltäglich, daß der Versuch die Not abzumildern bei dem verdummten Pack auf der politischen Rechten zu blanker Hysterie führt.
Zurzeit sind schätzungsweise 46 Millionen Menschen in den USA nicht krankenversichert. Nach der Senatsvorlage sollen zusätzliche 31 Millionen Amerikaner Zugang zu einer Krankenversicherung erhalten.
(Tagesanzeiger)
Dafür wird Obama gehasst und wahlweise als Hitler, Stalin oder Schimpanse angesehen.
Ich habe mich ja schon immer gefragt, wie Obama so doof sein konnte Präsident werden zu wollen.
Welcher normale Mensch will den Job denn haben?
Präsident eines Landes, in dem schon vergleichsweise außenpolitisch erfahrene und moderate Republikaner wie John McCain Forderungen aufstellen, daß man von einer kollektiven Hinektomie der Rechten ausgehen muß.
Sein Rezept zur „Befriedung“ Afghanistans sind mehr Soldaten - das habe schließlich im Irak auch so hervorragend geklappt!
Oder nehmen Sie den Irak: Zunächst wurde der Krieg völlig falsch geführt. Doch dann hatte Präsident George W. Bush den Mut, General Petraeus mit dem Surge, also einer massiven Truppenverstärkung, zu beauftragen. Der Surge hat im Irak funktioniert. Das kann und wird auch in Afghanistan klappen - wenn wir genügend Soldaten schicken! Und wenn wir zugleich unseren Feind davon überzeugen, dass wir erst unseren Auftrag erfüllen, bevor wir irgendein Datum für den Abzug verkünden.
(McCain am 23.11.09 in der SZ)
Der Mann hat offenbar noch nichts verstanden und meint, daß es angebracht wäre nach den tollen Erfolgen im Irak und Afghanistan auch von China und Russland verlangen zu können Demokratien nach dem Vorbild der USA zu sein.
Dies empfiehlt er Obama:
Aber lasst uns zu unseren Prinzipien stehen! Eintreten für Menschenrechte! Für Demokratie! Wir müssen den Menschen beistehen, die nichts anderes wünschen als die Grundrechte, die jedem Menschen zu eigen sind.
Ach ja, das habe ich fast vergessen zu erwähnen - McCain, the brain, weiß auch wieso die Mauer fiel.
Das hatte nichts mit Gorbatschow, der polnischen Solidarność, den Ungarn, Westerwelle oder gar den Bürgern in der DDR zu tun, nein, das haben wir Ronald Reagan zu verdanken:
Soeben haben wir das 20. Jubiläum des Falls der Berliner Mauer gefeiert. Wie war das möglich? Weil Ronald Reagan dies von Gorbatschow verlangte: "Reißen Sie diese Mauer nieder!" Russland ist auf dem Weg zu Autokratie und Repression. Das muss man aussprechen. Das bedeutet nicht, dass wir Ihnen den Krieg erklären.
EIN Amerikaner geht sich an dieser Stelle die Finger in der Autotür klemmen......
Sonntag, 8. März 2009
Amerika ist doch noch anders.
Die Amerikaner lieben jetzt ihren Präsidenten.
Wer wollte ihnen das verdenken, nachdem sie es allzu lange gewohnt waren sich für No 43 zu schämen, möchte man natürlich auch mal positiv denken und so sind Obamas Ratings bei guten zwei Dritteln Zustimmung.
Dabei vergißt man aber leicht das andere Amerika.
Vielen passt es immer noch nicht, daß ein Schwarzer im Oval Office sitzt und viele fürchten um ihre ultrafundamentalen christlichen Überzeugungen.
Solche Amerikaner findet man beispielsweise in Oklahoma. Am 4. November 2008 stimmten sie mit 66% für McCain und Sarah Palin, die weiß, daß die Erde erst 6000 Jahre alt ist und daß Menschen einst zusammen mit Dinosauriern umher latschten.
Evolution ist nämlich Teufelszeug - Gott hat die Erde in sieben Tagen erschaffen - man hat die Bibel wörtlich zu nehmen.
Die sieben Wahlleute Oklahomas stimmten geschlossen für McCain und gegen den jetzigen Präsidenten.
Obama landete abgeschlagen bei lediglich 33% der abgegebenen Stimmen.
Genützt hat es nichts - bekanntlich wurde dieser gottlose Muslim-Atheisten-Kommunist doch 44. Präsident der USA.
Nun droht Oklahoma aber erneut Unheil!
Die Universität von Oklahoma lud RICHARD DAWKINS ein, um auf dem Campus zu sprechen!
Uuuuuaaah - da könnte man ja auch gleich den Teufel persönlich bitten!
Dawkins, geboren in Nairobi, war früher Inhaber des Charles-Simonyi-Lehrstuhls für Allgemeinverständliche Naturwissenschaft an der Oxford University und ist einer der bedeutendsten Evolutionsbiologen der Welt.
Sein Buch „Der Gotteswahn“ ist ein in 31 Sprachen übersetzter Mega-Seller, der allein in Englisch schon über 1,5 Millionen mal verkauft wurde.
Die Creationismus-Fanatiker fürchten nun also um ihre eigene Überzeugungskraft - daß jemand AN DER UNI sprechen soll, der NICHT glaubt, daß Gott in sechs oder sieben Tagen das Universum, die Erde, sowie Adam und Eva erschaffen hat - vor genau 6000 Jahren, nein, das darf nicht sein.
Das McCasland Field House der University of Oklahoma, das am 6. März Veranstaltungsort sein sollte, hatte seine Pforten für einen Gottes-Infragesteller wie Dawkins schließen.
Nun mag man sich fragen, wer denn diese Ewiggestrigen sind, die Dawkins Auftrittsverbot im Staat Oklahoma geben wollen - welche abstruse Splittergruppe mag das wohl sein?
Das läßt sich leicht beantworten.
Es ist das Parlament!
State Representative Thomsen brachte einen entsprechenden Antrag ein, in dem es heißt:
…… WHEREAS, the invitation for Richard Dawkins to speak on the campus of the University of Oklahoma on Friday, March 6, 2009, will only serve to present a biased philosophy on the theory of evolution to the exclusion of all other divergent considerations rather than teaching a scientific concept.
NOW, THEREFORE, BE IT RESOLVED BY THE HOUSE OF REPRESENTATIVES OF THE 1ST SESSION OF THE 52ND OKLAHOMA LEGISLATURE:
THAT the Oklahoma House of Representative strongly opposes the invitation to speak on the campus of the University of Oklahoma to Richard Dawkins of Oxford University, whose published statements on the theory of evolution and opinion about those who do not believe in the theory are contrary and offensive to the views and opinions of most citizens of Oklahoma.
Früher war alles besser - da konnte man solche Leute einfach verbieten - oder besser noch auf den Scheiterhaufen werfen.
In Oklahoma glaubt man noch an die Bibel und möchte nicht mit Fakten verwirrt werden!
Wer wollte ihnen das verdenken, nachdem sie es allzu lange gewohnt waren sich für No 43 zu schämen, möchte man natürlich auch mal positiv denken und so sind Obamas Ratings bei guten zwei Dritteln Zustimmung.
Dabei vergißt man aber leicht das andere Amerika.
Vielen passt es immer noch nicht, daß ein Schwarzer im Oval Office sitzt und viele fürchten um ihre ultrafundamentalen christlichen Überzeugungen.
Solche Amerikaner findet man beispielsweise in Oklahoma. Am 4. November 2008 stimmten sie mit 66% für McCain und Sarah Palin, die weiß, daß die Erde erst 6000 Jahre alt ist und daß Menschen einst zusammen mit Dinosauriern umher latschten.
Evolution ist nämlich Teufelszeug - Gott hat die Erde in sieben Tagen erschaffen - man hat die Bibel wörtlich zu nehmen.
Die sieben Wahlleute Oklahomas stimmten geschlossen für McCain und gegen den jetzigen Präsidenten.
Obama landete abgeschlagen bei lediglich 33% der abgegebenen Stimmen.
Genützt hat es nichts - bekanntlich wurde dieser gottlose Muslim-Atheisten-Kommunist doch 44. Präsident der USA.
Nun droht Oklahoma aber erneut Unheil!
Die Universität von Oklahoma lud RICHARD DAWKINS ein, um auf dem Campus zu sprechen!
Uuuuuaaah - da könnte man ja auch gleich den Teufel persönlich bitten!
Dawkins, geboren in Nairobi, war früher Inhaber des Charles-Simonyi-Lehrstuhls für Allgemeinverständliche Naturwissenschaft an der Oxford University und ist einer der bedeutendsten Evolutionsbiologen der Welt.
Sein Buch „Der Gotteswahn“ ist ein in 31 Sprachen übersetzter Mega-Seller, der allein in Englisch schon über 1,5 Millionen mal verkauft wurde.
Die Creationismus-Fanatiker fürchten nun also um ihre eigene Überzeugungskraft - daß jemand AN DER UNI sprechen soll, der NICHT glaubt, daß Gott in sechs oder sieben Tagen das Universum, die Erde, sowie Adam und Eva erschaffen hat - vor genau 6000 Jahren, nein, das darf nicht sein.
Das McCasland Field House der University of Oklahoma, das am 6. März Veranstaltungsort sein sollte, hatte seine Pforten für einen Gottes-Infragesteller wie Dawkins schließen.
Nun mag man sich fragen, wer denn diese Ewiggestrigen sind, die Dawkins Auftrittsverbot im Staat Oklahoma geben wollen - welche abstruse Splittergruppe mag das wohl sein?
Das läßt sich leicht beantworten.
Es ist das Parlament!
State Representative Thomsen brachte einen entsprechenden Antrag ein, in dem es heißt:
…… WHEREAS, the invitation for Richard Dawkins to speak on the campus of the University of Oklahoma on Friday, March 6, 2009, will only serve to present a biased philosophy on the theory of evolution to the exclusion of all other divergent considerations rather than teaching a scientific concept.
NOW, THEREFORE, BE IT RESOLVED BY THE HOUSE OF REPRESENTATIVES OF THE 1ST SESSION OF THE 52ND OKLAHOMA LEGISLATURE:
THAT the Oklahoma House of Representative strongly opposes the invitation to speak on the campus of the University of Oklahoma to Richard Dawkins of Oxford University, whose published statements on the theory of evolution and opinion about those who do not believe in the theory are contrary and offensive to the views and opinions of most citizens of Oklahoma.
Früher war alles besser - da konnte man solche Leute einfach verbieten - oder besser noch auf den Scheiterhaufen werfen.
In Oklahoma glaubt man noch an die Bibel und möchte nicht mit Fakten verwirrt werden!
Montag, 10. November 2008
Katholische Fortschritte.
Der Vatikan blickte in den letzten Jahren stets mit ambivalenten auf seine Schäfchen in den USA.
Zwar stellen sie mit 65 - 70 Millionen Gläubigen in 194 Bistümern die größte christliche Gemeinschaft des Kontinents, aber bis auf Kennedy, den Gott unverständlicherweise frühzeitig abberufen hatte, konnten sie im Weißen Haus nie recht Einfluß gewinnen.
Bei der jüngsten Wahl haben sich die Katholen-Oberen recht unverblümt auf die Seite der Republikaner gestellt - GEGEN den Katholiken Joe Biden.
Genutzt hat es freilich nichts und so plärrt die offizielle katholische Internet-PR-Seite kath.net schwer beleidigt:
Wenn Kardinäle Obama mit Stalin und Hitler vergleichen, sollten sie sich nicht wundern, daß man ihren kruden Wahlempfehlungen nicht Folge leistet.
Die Kurie hat ihre 194 amerikanischen Bischöfe auch noch aus einem anderen Grunde besonders lieb. Das Episkopat der USA ist das Reichste der Welt und finanziert zu einem großen Teil das lockere Leben der römischen Hermelin- und Purpurträger.
Dumm nur, daß immer so viele Millionen für die Opfer der priesterlichen Pädophilen ausgegeben werden müssen.
Bei 50.000 dokumentierten Fällen, in denen US-Pater kleine Jungs befummelt haben und dem amerikanischen Schadensersatzrecht, gehen dem Vatikan hübsche Summen verloren.
Katholische Pädophilie gibt es zwar auch in anderen Ländern, aber da kommt die Amtskirche überall billiger weg.
Änderungen sind nicht in Sicht, da sich Benedikt XVI weigert den Zölibat und damit die Hauptursache für die sexuellen Fehlentwicklungen seiner Hirten in den 19.309 US-Pfarreien abzuschaffen.
Aus New York kündigt sich nun aber wenigstens auf dem PR-Schlachtfeld Besserung an.
Das Kinderficken ist ja nun einmal ein klein wenig suboptimal für das katholische Image.
Statt kleine Jungs zu poppen, verlegte man sich nun auf erwachsene Frauen, wie folgende Meldung dokumentiert.
Nun ja, TEUER könnte es dennoch werden; die Im Beichtstuhl vergewaltigte Frau verklagte den Priester und die lokale Diözese wegen Nachlässigkeit und zugefügter emotionaler Qualen auf 25 Millionen Dollar Schadenersatz.
Soweit nichts Neues an der finanziellen Front.
Aber für das Image der Katholiken ist es doch schon ein deutlicher Schritt nach vorn, wenn die Priester nun erstens heterosexuell vergewaltigen und zweitens dabei auch noch auf Opfer im Erwachsenenalter umsteigen. Na bitte, geht doch.
Glückwunsch dazu!
Zwar stellen sie mit 65 - 70 Millionen Gläubigen in 194 Bistümern die größte christliche Gemeinschaft des Kontinents, aber bis auf Kennedy, den Gott unverständlicherweise frühzeitig abberufen hatte, konnten sie im Weißen Haus nie recht Einfluß gewinnen.
Bei der jüngsten Wahl haben sich die Katholen-Oberen recht unverblümt auf die Seite der Republikaner gestellt - GEGEN den Katholiken Joe Biden.
Genutzt hat es freilich nichts und so plärrt die offizielle katholische Internet-PR-Seite kath.net schwer beleidigt:
Da fügt es sich gut, dass alle nach Wandel rufen: die Jugend, die Schwarzen, die Intellektuellen, die Medien, die Senioren, sogar Katholiken und Evangelikale; ja, Obamas Flötentönen folgten viele Christen, und dies obwohl er sich weigert, die grässlichste Form jenes Massenmordens zu stoppen, das nach Angaben des katholischen Erzbischofs von New York, Edward Kardinal Egan, jährlich 1,6 Millionen unschuldige Menschenleben in den USA auslöscht und somit, laut Egan, den Untaten Hitlers und Stalins gleichgesetzt werden muss.
Wenn Kardinäle Obama mit Stalin und Hitler vergleichen, sollten sie sich nicht wundern, daß man ihren kruden Wahlempfehlungen nicht Folge leistet.
Die Kurie hat ihre 194 amerikanischen Bischöfe auch noch aus einem anderen Grunde besonders lieb. Das Episkopat der USA ist das Reichste der Welt und finanziert zu einem großen Teil das lockere Leben der römischen Hermelin- und Purpurträger.
Dumm nur, daß immer so viele Millionen für die Opfer der priesterlichen Pädophilen ausgegeben werden müssen.
Bei 50.000 dokumentierten Fällen, in denen US-Pater kleine Jungs befummelt haben und dem amerikanischen Schadensersatzrecht, gehen dem Vatikan hübsche Summen verloren.
Katholische Pädophilie gibt es zwar auch in anderen Ländern, aber da kommt die Amtskirche überall billiger weg.
Änderungen sind nicht in Sicht, da sich Benedikt XVI weigert den Zölibat und damit die Hauptursache für die sexuellen Fehlentwicklungen seiner Hirten in den 19.309 US-Pfarreien abzuschaffen.
Aus New York kündigt sich nun aber wenigstens auf dem PR-Schlachtfeld Besserung an.
Das Kinderficken ist ja nun einmal ein klein wenig suboptimal für das katholische Image.
Statt kleine Jungs zu poppen, verlegte man sich nun auf erwachsene Frauen, wie folgende Meldung dokumentiert.
Eine New Yorkerin ging in die Kirche, um mal wieder zu beichten. Ihre Ehe war am Ende und drohte auseinander zu gehen – das vertraute sie dem Priester unter vier Augen an. Danach verlangte Pater Elvis Sex von ihr, weil Gott es angeblich so bestimmt hätte.
Nachdem sie das mündliche Eingeständnis ihrer schuldhaften Verfehlungen hinter sich hatte, vollzog der Beichtvater mit ihr den Geschlechtsverkehr.
Nachdem sie das mündliche Eingeständnis ihrer schuldhaften Verfehlungen hinter sich hatte, vollzog der Beichtvater mit ihr den Geschlechtsverkehr.
Nun ja, TEUER könnte es dennoch werden; die Im Beichtstuhl vergewaltigte Frau verklagte den Priester und die lokale Diözese wegen Nachlässigkeit und zugefügter emotionaler Qualen auf 25 Millionen Dollar Schadenersatz.
Soweit nichts Neues an der finanziellen Front.
Aber für das Image der Katholiken ist es doch schon ein deutlicher Schritt nach vorn, wenn die Priester nun erstens heterosexuell vergewaltigen und zweitens dabei auch noch auf Opfer im Erwachsenenalter umsteigen. Na bitte, geht doch.
Glückwunsch dazu!
Donnerstag, 6. November 2008
Rassistische Betrachtung.
Wie nicht anders zu erwarten, sind heute weltweit alle Zeitungen voll mit Obama-Berichten.
Die deutsche Presse macht da keine Ausnahme.
Verblüffend ist manchmal die aufklärerische Attitüde, mit der dem Leser erklärt werden soll „wer eigentlich dieser Obama ist“.
Das nach zwei Jahren Dauerwahlkampf, in dem jedes erdenkliche Detail aus der Vita Obamas durchgekaut wurde. Seinen Lebenslauf kenne ich besser als meinen eigenen.
Ich hatte den künftigen amerikanischen Präsidenten mehrfach dafür kritisiert, daß er für meinen Geschmack zu vage ist.
In seinen Ansprachen klang es mir immer, als ob er zwar Probleme aufzeigt und formuliert, welche Ziele wünschenswert wären, aber WIE das zu erreichen ist, sagte er nicht.
Wer hätte den auch nicht gerne Frieden zwischen Israel und Palästina? Wer wünschte sich keinen Abzug der US-Truppen aus dem Irak und eine stabile friedliche Zukunft in Bagdad?
Wer erhofft sich nicht die Rettung des Weltklimas?
Es gibt zu diesen Fragen aber keine einfachen Antworten und es wäre auch nicht realistisch sie von Obama zu erwarten.
Schwer zu beurteilen, ob er überhaupt konkreter hätte sein können.
Es ist schon auffällig, daß er bei Abstimmungen sowohl im US-Senat, als auch im Senat von Illinois oft keine Position bezog, nur „present“ klickte, statt „yes“ oder „no“.
Er hat auch nie einen Senatsausschuß geleitet - üblicherweise DIE Politwaffe schlechthin für einen Senator. Aber mit jeder Festlegung schafft man sich auch Feinde.
In einigen weltanschaulichen Positionen überzeugt mich der Nochsenator aus Illinois ebenfalls nicht.
Alles Positionen, die ich diametral anders sehe.
Tatsache ist aber auch, daß jemand, der atheistisch daher kommt, oder generell privaten Waffenbesitz verbieten will, (…) nicht den Hauch einer Chance hätte US-Präsident zu werden.
Realistisch gesehen hatte also kein Kandidat die Möglichkeit diese Positionen nicht zu beziehen.
Was davon Taktik war und was echte Überzeugungen, werden wir möglicherweise peu à peu die nächsten Jahre merken.
Unterm Strich fand ich die heutigen Wahlberichterstattungen der deutschen Zeitungen fast alle recht gut - Ausnahmen wie der peinlich-gönnerische „Yes we can Freunde werden“ BILD-Titel bestätigen die Regel.
Es ist müßig die Problemfelder in diesem Blog en detail durch zu deklinieren; dazu gibt es heute ohnehin eine Millionen ausführliche Artikel.
In 95% davon steht richtigerweise:
1.) Ohne die Megafinanzkrise der letzten Wochen hätte es womöglich nicht für Obama gereicht - Ökonomie was DAS Thema.
2.) Ohne die extreme Unbeliebtheit Bushs hätten es die GOPse erheblich leichter gehabt.
3.) So ein Erdrutsch, wie es die Wahlmännermehrheit suggeriert, war es nun auch wieder nicht.
Da war viel Glück im Spiel: Die 11 Wahlmänner aus Indiana gewann Obama mit 1,367,264 zu 1,341,101 Stimmen. In Florida waren es 4,1 zu 3,9 Mio Stimmen, um Obama die 27 Wahlmänner zu verschaffen. Virginia (13 e.v.) 1,7 zu 1,6 Mio zugunsten Obamas. Etc.
Die Erwartungen der Amerikaner und der ganzen Welt, die nun auf dem 44. Präsidenten liegen, sind gigantisch und höchstwahrscheinlich unerfüllbar.
Nahezu jeder Politreporter schreibt über Obama, daß er zuhören könne. Wenn das stimmen sollte, wäre es allerdings ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.
Bush war ja nicht nur beratungsresistent, sondern realitätsresistent.
Ganz offensichtlich hat er bis heute die größten Probleme des Planeten nicht zur Kenntnis genommen und sie dadurch noch verschärft.
Da kann es nur besser werden.
Ein Zahlenpaar, das in fast allen Artikel vorkommt, ist 55:43 Prozent für McCain bei den weißen Wählern.
Das wird sowohl als Contra, als auch als Pro-Argument für den Einfluss des „Rassenarguments“ bei der Wahlentscheidung angeführt:
Ja, die Weißen waren die einzige Gruppe, die mit deutlicher Mehrheit gegen Obama stimmte.
Nein, im Vergleich zu Gore und Kerry hat Obama in dieser Gruppe sogar mehr Stimmen geholt.
Aber ist es nicht auch irgendwie Rassismus, wenn 95 % der Farbigen FÜR den Demokraten stimmten?
Oder hatten etwa ZUFÄLLIG nur 5 % der Schwarzen mehr Sympathien für das GOP-Wahlprogramm?
Betrachtet man die Hispanics/Latinos als homogene Gruppe (wieso ist das eigentlich zulässig?), stimmten 2/3 für Obama.
Weil ihnen das demokratische Wirtschaftsprogramm besser gefiel?
Weil sie alle Palin nicht mochten?
Oder war es nicht eher eine quasi blinde Solidarität mit einem Mann, der ebenfalls einer Minderheit angehört?
Geht es in unserem grenzenlosen deutschen Obama-Jubel nicht auch um eine Portion Rassismus, wenn auch sogenannten „positiven Rassismus“?
Ich muß mir wohl den Schuh anziehen; ja ich gebe zu, daß ich es toll finde, daß ein Schwarzer Präsident der USA wird. Obwohl ich gleichzeitig behaupte, daß die Rasse überhaupt kein Kriterium für die Eignung ist.
Also, wieso ist es dann gut, daß Obama kein Weißer ist?
Wegen der Symbolik natürlich, wird da die Antwort lauten.
Der Unterschied zu GWB ist so besonders deutlich.
Der Demokrat aus Ohio, mehrfach schon Präsidentschaftskandidat, wäre ein tatsächliches Kontrastprogramm.
Ein wirklicher Liberaler nämlich, der sich was traut, der kompromisslos für Frieden eintritt, Rechte für Schwule einfordert, gegen Kriegseinsätze stimmt, etc .
Lauter nette Züge. Er ist sogar Veganer.
Aber weiß und 62 Jahre alt - in etwa wie Bush also.
Und zum Schluß eine Frage, die ich auch nicht recht beantworten kann:
Demnach steht es 50:50 und man könnte doch mit demselben Recht Obama als weiß bezeichnen.
Was ist denn das überhaupt wieder für ein Schwachsinn?
Weiß ist man nur, wenn beide Eltern weiß sind, alle Mischlinge gelten automatisch als schwarz?
Ab wann wird man denn wieder weiß?
Wenn drei von vier Großelternteilen weiß sind?
Oder müssen es gar 7 von 8 Urgroßelternteilen sein?
Ab wie viel Prozent Erbmasse ist „das Schwarze“ zu vernachlässigen?
Oder bleibt man für immer „unrein“?
Wieso sehen wir stundenlang Berichte über Obamas Herkunftsort Kogelo in Kenia?
Das sind seine Wurzeln? Genauso berechtigt wäre es doch aus Kansas zu berichten - wo seine Mutter herkommt.
Dies scheint mir nun wirklich RASSISMUS zu sein, weil hier schwarz und weiß unterschiedlich definiert werden.
Können wir uns nicht endlich damit abfinden, daß die nazistische Rassenlehre ein kompletter SCHWACHSINN war und wir alle nicht „rein“ sind?
Ich stamme beispielsweise aus einem binationalen Elternhaus.
Es ist sogar bikontinental.
Laut CDU kann ich aber keine zwei Staatsbürgerschaften haben, weil das „schizophren“ wäre; man könne nicht zwei Solidaritäten haben, hieß es aus dem Hause Schäuble.
Also habe ich nur eine Staatsbürgerschaft und das ist nicht die des Landes, in dem ich geboren wurde und in dem ich lebe.
Bullshit! Aus welchen dumpfen Tiefen kommen solche Ideen?
Wieso muß man das in eine Schablone pressen und sich zu einer Herkunft "bekennen"?
Stimmte die CDU-Ansicht müßte jeder schizophren sein, da man immer das Erbe von Mutter UND Vater in sich trägt. Nicht notwendigerweise sind diese beiden genetischen Erbsätze sehr ähnlich. Im Gegenteil, wenn sie sich SEHR ähnlich sind, Mutter und Vater zum Beispiel Geschwister sind, ist es auch nicht wirklich ideal!
Idiotisch, daß diese Etiketten nach Staatsbürgerschaft und Rasse verlangt werden.
Die deutsche Presse macht da keine Ausnahme.
Verblüffend ist manchmal die aufklärerische Attitüde, mit der dem Leser erklärt werden soll „wer eigentlich dieser Obama ist“.
Das nach zwei Jahren Dauerwahlkampf, in dem jedes erdenkliche Detail aus der Vita Obamas durchgekaut wurde. Seinen Lebenslauf kenne ich besser als meinen eigenen.
Ich hatte den künftigen amerikanischen Präsidenten mehrfach dafür kritisiert, daß er für meinen Geschmack zu vage ist.
In seinen Ansprachen klang es mir immer, als ob er zwar Probleme aufzeigt und formuliert, welche Ziele wünschenswert wären, aber WIE das zu erreichen ist, sagte er nicht.
Wer hätte den auch nicht gerne Frieden zwischen Israel und Palästina? Wer wünschte sich keinen Abzug der US-Truppen aus dem Irak und eine stabile friedliche Zukunft in Bagdad?
Wer erhofft sich nicht die Rettung des Weltklimas?
Es gibt zu diesen Fragen aber keine einfachen Antworten und es wäre auch nicht realistisch sie von Obama zu erwarten.
Schwer zu beurteilen, ob er überhaupt konkreter hätte sein können.
Es ist schon auffällig, daß er bei Abstimmungen sowohl im US-Senat, als auch im Senat von Illinois oft keine Position bezog, nur „present“ klickte, statt „yes“ oder „no“.
Er hat auch nie einen Senatsausschuß geleitet - üblicherweise DIE Politwaffe schlechthin für einen Senator. Aber mit jeder Festlegung schafft man sich auch Feinde.
In einigen weltanschaulichen Positionen überzeugt mich der Nochsenator aus Illinois ebenfalls nicht.
Euphemistisch formuliert.
Ja zur Todesstrafe, wohlwollende Überlegungen die Grenzen Pakistans oder Syriens zu verletzen, kein Waffenverbot in den USA, Nein zu vollen Rechten für gays, Betonung der eigenen christlichen Gläubigkeit, etc.Alles Positionen, die ich diametral anders sehe.
Tatsache ist aber auch, daß jemand, der atheistisch daher kommt, oder generell privaten Waffenbesitz verbieten will, (…) nicht den Hauch einer Chance hätte US-Präsident zu werden.
Realistisch gesehen hatte also kein Kandidat die Möglichkeit diese Positionen nicht zu beziehen.
Was davon Taktik war und was echte Überzeugungen, werden wir möglicherweise peu à peu die nächsten Jahre merken.
Unterm Strich fand ich die heutigen Wahlberichterstattungen der deutschen Zeitungen fast alle recht gut - Ausnahmen wie der peinlich-gönnerische „Yes we can Freunde werden“ BILD-Titel bestätigen die Regel.
Es ist müßig die Problemfelder in diesem Blog en detail durch zu deklinieren; dazu gibt es heute ohnehin eine Millionen ausführliche Artikel.
In 95% davon steht richtigerweise:
1.) Ohne die Megafinanzkrise der letzten Wochen hätte es womöglich nicht für Obama gereicht - Ökonomie was DAS Thema.
2.) Ohne die extreme Unbeliebtheit Bushs hätten es die GOPse erheblich leichter gehabt.
3.) So ein Erdrutsch, wie es die Wahlmännermehrheit suggeriert, war es nun auch wieder nicht.
Da war viel Glück im Spiel: Die 11 Wahlmänner aus Indiana gewann Obama mit 1,367,264 zu 1,341,101 Stimmen. In Florida waren es 4,1 zu 3,9 Mio Stimmen, um Obama die 27 Wahlmänner zu verschaffen. Virginia (13 e.v.) 1,7 zu 1,6 Mio zugunsten Obamas. Etc.
Die Erwartungen der Amerikaner und der ganzen Welt, die nun auf dem 44. Präsidenten liegen, sind gigantisch und höchstwahrscheinlich unerfüllbar.
Nahezu jeder Politreporter schreibt über Obama, daß er zuhören könne. Wenn das stimmen sollte, wäre es allerdings ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.
Bush war ja nicht nur beratungsresistent, sondern realitätsresistent.
Ganz offensichtlich hat er bis heute die größten Probleme des Planeten nicht zur Kenntnis genommen und sie dadurch noch verschärft.
Da kann es nur besser werden.
Ein Zahlenpaar, das in fast allen Artikel vorkommt, ist 55:43 Prozent für McCain bei den weißen Wählern.
Das wird sowohl als Contra, als auch als Pro-Argument für den Einfluss des „Rassenarguments“ bei der Wahlentscheidung angeführt:
Ja, die Weißen waren die einzige Gruppe, die mit deutlicher Mehrheit gegen Obama stimmte.
Nein, im Vergleich zu Gore und Kerry hat Obama in dieser Gruppe sogar mehr Stimmen geholt.
Aber ist es nicht auch irgendwie Rassismus, wenn 95 % der Farbigen FÜR den Demokraten stimmten?
Oder hatten etwa ZUFÄLLIG nur 5 % der Schwarzen mehr Sympathien für das GOP-Wahlprogramm?
Betrachtet man die Hispanics/Latinos als homogene Gruppe (wieso ist das eigentlich zulässig?), stimmten 2/3 für Obama.
Weil ihnen das demokratische Wirtschaftsprogramm besser gefiel?
Weil sie alle Palin nicht mochten?
Oder war es nicht eher eine quasi blinde Solidarität mit einem Mann, der ebenfalls einer Minderheit angehört?
Geht es in unserem grenzenlosen deutschen Obama-Jubel nicht auch um eine Portion Rassismus, wenn auch sogenannten „positiven Rassismus“?
Ich muß mir wohl den Schuh anziehen; ja ich gebe zu, daß ich es toll finde, daß ein Schwarzer Präsident der USA wird. Obwohl ich gleichzeitig behaupte, daß die Rasse überhaupt kein Kriterium für die Eignung ist.
Also, wieso ist es dann gut, daß Obama kein Weißer ist?
Wegen der Symbolik natürlich, wird da die Antwort lauten.
Der Unterschied zu GWB ist so besonders deutlich.
Hanebüchen eigentlich.
Wäre Dennis John Kucinich jetzt „president - elect“, könnten wir wirklich staunen.Der Demokrat aus Ohio, mehrfach schon Präsidentschaftskandidat, wäre ein tatsächliches Kontrastprogramm.
Ein wirklicher Liberaler nämlich, der sich was traut, der kompromisslos für Frieden eintritt, Rechte für Schwule einfordert, gegen Kriegseinsätze stimmt, etc .
Lauter nette Züge. Er ist sogar Veganer.
Aber weiß und 62 Jahre alt - in etwa wie Bush also.
Und zum Schluß eine Frage, die ich auch nicht recht beantworten kann:
Wieso ist Obama eigentlich für jeden
Schreiberling der Welt ein Schwarzer?
Ein Elternteil ist weiß, einer schwarz.Schreiberling der Welt ein Schwarzer?
Demnach steht es 50:50 und man könnte doch mit demselben Recht Obama als weiß bezeichnen.
Was ist denn das überhaupt wieder für ein Schwachsinn?
Weiß ist man nur, wenn beide Eltern weiß sind, alle Mischlinge gelten automatisch als schwarz?
Ab wann wird man denn wieder weiß?
Wenn drei von vier Großelternteilen weiß sind?
Oder müssen es gar 7 von 8 Urgroßelternteilen sein?
Ab wie viel Prozent Erbmasse ist „das Schwarze“ zu vernachlässigen?
Oder bleibt man für immer „unrein“?
Wieso sehen wir stundenlang Berichte über Obamas Herkunftsort Kogelo in Kenia?
Das sind seine Wurzeln? Genauso berechtigt wäre es doch aus Kansas zu berichten - wo seine Mutter herkommt.
Dies scheint mir nun wirklich RASSISMUS zu sein, weil hier schwarz und weiß unterschiedlich definiert werden.
Können wir uns nicht endlich damit abfinden, daß die nazistische Rassenlehre ein kompletter SCHWACHSINN war und wir alle nicht „rein“ sind?
Ich stamme beispielsweise aus einem binationalen Elternhaus.
Es ist sogar bikontinental.
Laut CDU kann ich aber keine zwei Staatsbürgerschaften haben, weil das „schizophren“ wäre; man könne nicht zwei Solidaritäten haben, hieß es aus dem Hause Schäuble.
Also habe ich nur eine Staatsbürgerschaft und das ist nicht die des Landes, in dem ich geboren wurde und in dem ich lebe.
Bullshit! Aus welchen dumpfen Tiefen kommen solche Ideen?
Wieso muß man das in eine Schablone pressen und sich zu einer Herkunft "bekennen"?
Stimmte die CDU-Ansicht müßte jeder schizophren sein, da man immer das Erbe von Mutter UND Vater in sich trägt. Nicht notwendigerweise sind diese beiden genetischen Erbsätze sehr ähnlich. Im Gegenteil, wenn sie sich SEHR ähnlich sind, Mutter und Vater zum Beispiel Geschwister sind, ist es auch nicht wirklich ideal!
Idiotisch, daß diese Etiketten nach Staatsbürgerschaft und Rasse verlangt werden.
Mittwoch, 5. November 2008
Glückwunsch
Na, das war ja eine Nacht!
Ich befürchte, daß ich das ein oder andere mal in diesem Blog nicht voller Enthusiasmus und Bewunderung über Amerika geschrieben habe.
Was die Wähler 2004 verzapft haben, ist auch nach wie vor unverzeihlich.
Wie konnte man die GOP’se nur bestätigen, nachdem Bush schon vier Jahre gezeigt hatte, wie er regiert?
Wieso war da keine Einsicht?
Aber besser spät als nie.
Heute haben Bush und die seinen einen richtigen Schlag mit dem Vorschlaghammer auf den Kopf bekommen. Tout Amerika jubelt und man meint, daß es vor allem der Jubel darüber ist, daß die elenden letzten acht Jahre abgeschlossen sind.
Ein Rumgezittere an den maroden Wahlmaschinen wie 2000 in Florida und 2004 in Ohio wollte man sich diesmal erst gar nicht antun.
Die Demokraten jagten der Bush-Partei gleich mehrere Staaten ab: Ohio, Florida, Virginia, Iowa, Colorado, Nevada, New Mexico. Womöglich auch Indiana, North Carolina und Montana - dort ist noch nicht ganz ausgezählt; aber überall führt Obama knapp.
Um den Neocons und Hassstrategen wie Steve Schmidt und Karl Rove zu verdeutlichen, daß es hier nicht nur um eine Personalentscheidung ging, wurde ebenfalls in beiden Parlamentskammern die GOP geschrumpft.
Ich würde gerne einmal die Gesichter der alten Haudegen wie Rumsfeld, Cheney, Kagan, Wolfowitz, Perle, etc sehen.
Diejenigen, die noch vor sieben Jahren dachten nun für immer an der Macht zu sein und sich alles erlauben zu können. Von republikanischer Dominanz für Generationen wurde gefaselt.
So kann man sich irren.
Natürlich ist Amerika nicht über Nacht ein liberales Land geworden.
Man sieht das unter anderem daran, daß in den Staaten, in denen es Ballot Measures gab, also Abstimmungen zu bestimmten Themen, sich die konservative Linie weitgehend durchsetzte. Spezielle Eingaben, um die Homoehe zu verbieten (ban on gay marriage) wurden mit deutlichen Mehrheiten in Arizona, Arkansas, Kalifornien und Florida klar bestätigt.
(Prop. 8 in Kalifornien ist allerdings noch nicht ausgezählt)
Obamas außenpolitischen Ansichten, die man bisher kennt, sind ebenfalls nicht alle Begeisterung auslösend. Populistische antirussische Töne, sowie die (wahnsinnige) Idee Pakistan anzugreifen, hörte man auch von ihm.
Ich hoffe, daß Joe Biden davor ist.
Ich hoffe auch, daß Obama nicht beratungsresistent ist, wie ein gewisser Vorgänger.
Auf Amerika und die Politik des Weißen Hauses werde ich auch zukünftig ein waches Auge haben und sicherlich eine Menge kritisieren.
Für heute ziehe ich aber ausnahmsweise mal den Hut dafür, daß Palin zurück nach Alaska geschickt wurde, daß McCain ins Altersheim kommt, daß der Bradley-Effekt ad absurdum geführt wurde und daß etwas Neues gewagt wurde. Es kann nur besser werden.
Daher auch Schluß mit den Palin-Bildern auf meinem Blog!
Ich befürchte, daß ich das ein oder andere mal in diesem Blog nicht voller Enthusiasmus und Bewunderung über Amerika geschrieben habe.
Was die Wähler 2004 verzapft haben, ist auch nach wie vor unverzeihlich.
Wie konnte man die GOP’se nur bestätigen, nachdem Bush schon vier Jahre gezeigt hatte, wie er regiert?
Wieso war da keine Einsicht?
Aber besser spät als nie.
Heute haben Bush und die seinen einen richtigen Schlag mit dem Vorschlaghammer auf den Kopf bekommen. Tout Amerika jubelt und man meint, daß es vor allem der Jubel darüber ist, daß die elenden letzten acht Jahre abgeschlossen sind.
Ein Rumgezittere an den maroden Wahlmaschinen wie 2000 in Florida und 2004 in Ohio wollte man sich diesmal erst gar nicht antun.
Die Demokraten jagten der Bush-Partei gleich mehrere Staaten ab: Ohio, Florida, Virginia, Iowa, Colorado, Nevada, New Mexico. Womöglich auch Indiana, North Carolina und Montana - dort ist noch nicht ganz ausgezählt; aber überall führt Obama knapp.
Um den Neocons und Hassstrategen wie Steve Schmidt und Karl Rove zu verdeutlichen, daß es hier nicht nur um eine Personalentscheidung ging, wurde ebenfalls in beiden Parlamentskammern die GOP geschrumpft.
Ich würde gerne einmal die Gesichter der alten Haudegen wie Rumsfeld, Cheney, Kagan, Wolfowitz, Perle, etc sehen.
Diejenigen, die noch vor sieben Jahren dachten nun für immer an der Macht zu sein und sich alles erlauben zu können. Von republikanischer Dominanz für Generationen wurde gefaselt.
So kann man sich irren.
Natürlich ist Amerika nicht über Nacht ein liberales Land geworden.
Man sieht das unter anderem daran, daß in den Staaten, in denen es Ballot Measures gab, also Abstimmungen zu bestimmten Themen, sich die konservative Linie weitgehend durchsetzte. Spezielle Eingaben, um die Homoehe zu verbieten (ban on gay marriage) wurden mit deutlichen Mehrheiten in Arizona, Arkansas, Kalifornien und Florida klar bestätigt.
(Prop. 8 in Kalifornien ist allerdings noch nicht ausgezählt)
Obamas außenpolitischen Ansichten, die man bisher kennt, sind ebenfalls nicht alle Begeisterung auslösend. Populistische antirussische Töne, sowie die (wahnsinnige) Idee Pakistan anzugreifen, hörte man auch von ihm.
Ich hoffe, daß Joe Biden davor ist.
Ich hoffe auch, daß Obama nicht beratungsresistent ist, wie ein gewisser Vorgänger.
Auf Amerika und die Politik des Weißen Hauses werde ich auch zukünftig ein waches Auge haben und sicherlich eine Menge kritisieren.
Für heute ziehe ich aber ausnahmsweise mal den Hut dafür, daß Palin zurück nach Alaska geschickt wurde, daß McCain ins Altersheim kommt, daß der Bradley-Effekt ad absurdum geführt wurde und daß etwas Neues gewagt wurde. Es kann nur besser werden.
Daher auch Schluß mit den Palin-Bildern auf meinem Blog!
Sonntag, 2. November 2008
Letzte Bonbons - letzte Bonmots.
Selten war so viel Einigkeit wie heute:
Zwei Tage vor der Wahl eines neuen US-Präsidenten, muß man diejenigen mit der Lupe suchen, die nicht der Meinung sind, daß George W. Bush der schlechteste US-Präsident aller Zeiten ist.
Viele haben es schon 2000 gewußt, daß das nicht werden kann - sogar die Mehrheit der US-Wähler.
Aber es gab auch starke unterstützende Stimmen.
Religiöse Stimmen, christliche Stimmen.
Je tiefer die Nase in der Bibel steckt, desto größer die Begeisterung für Bush junior.
Deutsche politische Gummirücken verschweigen jetzt verschämt, daß es die Politiker der christlichen Volkspartei waren, die voller Enthusiasmus den Irakkrieg bejubelten.
Merkel, Schäuble, Friedberg Pflüger, Ecki von Klaeden, Christian Schmidt ließen keine liebesdienerische Pose der Unterwürfigkeit gegenüber den Neocons im Weißen Haus aus und schimpften statt dessen wie die Rohrspatzen auf die rot-grüne Bundesregierung, die sich im UN-Sicherheitsrat mutig und intensiv gegen die US-Kriegspläne stemmte.
Das Kriegsultimatum an Saddam verfochten die AußenpolitikEXPERTEN der CDU, Schäuble und Pflüger ausdrücklich, denn SIE wußten ja genau, daß Saddam im Irak Massenvernichtungswaffen hortete.
Es hieß damals „time is runnig out“ - gib die Waffen raus, oder wir machen dein Land platt.
Saddam Hussein, der wahrheitsgemäß sagte er habe diese Waffen nicht, ist inzwischen geköpft. Diejenigen, die LOGEN - Schäuble, Merkel, Pflüger und die ganze US-Administration, haben ein mea culpa bisher vermieden.
Angesichts solcher Perfide konnte man nur noch in Zynismus verfallen und so rückte dann die eine und EINZIGE wirkliche Qualität GWBs immer mehr in den Vordergrund:
Sein unfreiwillige Komik - verursacht durch sagenhafte Unwissenheit - gepaart mit Borniertheit und Überheblichkeit.
Ja, zu lachen hatte man mit GWB.
Bitterer Humor und selbst Maximalsarkasten wie mir, blieb letzte Woche bei der TV-Sendung „Being W.“ das Lachen im Hals stecken, als noch einmal die Kaskade von ultradreisten kriegstreiberischen Lügen aus Bushs Mund dokumentiert wurde.
Man kennt das alles, aber es ist wie bei besonders ekeligen Quallen, die tot am Strand liegen - man kann doch nicht anders als hin zu gehen und sie anzugucken.
Inzwischen sind die notorischen Bush-Unterstützer scheinbar ausgestorben.
Kein Wort mehr ist von Merkel zu hören und sogar die glühendsten Kriegsfreunde und Bush-Epigonen wie Jeff Gedmin, der lange Zeit nicht aus dem deutschen TV wegzudenken war, sind verschwunden.
Egal welchen Aspekt man auch fokussiert - im Vergleich zu dem Zustand Amerikas am Ende der Clinton-Präsidentschaft hat GWB aber auch wirklich ALLES verschlechtert.
Lange Zeit dachte man jenseits des Atlantiks, daß es am 20. Januar 2009 nur besser werden KANN - ganz egal wer regiert - und konnte gelassen auf die Wahlen blicken.
Wer kann denn auch ahnen, daß sich unter 300 Millionen Amerikanern tatsächlich die einzigen beiden noch Bekloppteren als GWB finden, um für das Amt zu kandidieren.
Wollen wir hoffen, daß es nicht Realität wird, was uns Palinaspresident zeigt.
Noch zwei Tage.
Und dann noch bange 11 Wochen, in denen eine zerschmetterte GOP noch viel Unheil anrichten kann - insbesondere, wenn sie so geschlagen werden sollte, daß sie sich für lange Zeit von den Hebeln der US-Militärmaschine entfernt sehen.
Für heute sei GWB ein weiteres Highlight in der Kette der Beweise seiner absoluten Unfähigkeit gegönnt.
Das Erstaunliche an Bush ist ja, daß er absolut beratungsresistent ist.
Bush 2008 klingt wie Bush 2001.
Vor seinem Amtsantritt wußte er nichts über die Welt und erstaunlicherweise ist es in acht Jahren keinen Deut besser geworden.
Ein Lied davon singen kann der australische Premierminister Kevin Rudd, der mit dem Potus über das am 15. November in Washington anstehende VON BUSH SELBST EINBERUFENE G-20-Weltfinanzgipfeltreffen in Washington telephonierte.
Wichtigere Themen dürfte es derzeit weltweit kaum geben - nur Bush irrlichtert:
The story, which acknowledged that Mr Rudd was not the only international leader to advocate broad global action, reported that when Mr Rudd argued for using the G20 as the forum for addressing the crisis, "Rudd was then stunned to hear Bush say, 'What's the G20?' "
G20? - Kenn ich nich...
Die G-20-Idee geht offenbar auf Rudd zurück, Bush konnte die Idee auch nicht haben, da er gar nicht weiß was das ist.
Tja, wir wundern uns nicht mehr über Washington.
Zwei Tage vor der Wahl eines neuen US-Präsidenten, muß man diejenigen mit der Lupe suchen, die nicht der Meinung sind, daß George W. Bush der schlechteste US-Präsident aller Zeiten ist.
Viele haben es schon 2000 gewußt, daß das nicht werden kann - sogar die Mehrheit der US-Wähler.
Aber es gab auch starke unterstützende Stimmen.
Religiöse Stimmen, christliche Stimmen.
Je tiefer die Nase in der Bibel steckt, desto größer die Begeisterung für Bush junior.
Deutsche politische Gummirücken verschweigen jetzt verschämt, daß es die Politiker der christlichen Volkspartei waren, die voller Enthusiasmus den Irakkrieg bejubelten.
Merkel, Schäuble, Friedberg Pflüger, Ecki von Klaeden, Christian Schmidt ließen keine liebesdienerische Pose der Unterwürfigkeit gegenüber den Neocons im Weißen Haus aus und schimpften statt dessen wie die Rohrspatzen auf die rot-grüne Bundesregierung, die sich im UN-Sicherheitsrat mutig und intensiv gegen die US-Kriegspläne stemmte.
Das Kriegsultimatum an Saddam verfochten die AußenpolitikEXPERTEN der CDU, Schäuble und Pflüger ausdrücklich, denn SIE wußten ja genau, daß Saddam im Irak Massenvernichtungswaffen hortete.
Es hieß damals „time is runnig out“ - gib die Waffen raus, oder wir machen dein Land platt.
Saddam Hussein, der wahrheitsgemäß sagte er habe diese Waffen nicht, ist inzwischen geköpft. Diejenigen, die LOGEN - Schäuble, Merkel, Pflüger und die ganze US-Administration, haben ein mea culpa bisher vermieden.
Angesichts solcher Perfide konnte man nur noch in Zynismus verfallen und so rückte dann die eine und EINZIGE wirkliche Qualität GWBs immer mehr in den Vordergrund:
Sein unfreiwillige Komik - verursacht durch sagenhafte Unwissenheit - gepaart mit Borniertheit und Überheblichkeit.
Ja, zu lachen hatte man mit GWB.
Bitterer Humor und selbst Maximalsarkasten wie mir, blieb letzte Woche bei der TV-Sendung „Being W.“ das Lachen im Hals stecken, als noch einmal die Kaskade von ultradreisten kriegstreiberischen Lügen aus Bushs Mund dokumentiert wurde.
Man kennt das alles, aber es ist wie bei besonders ekeligen Quallen, die tot am Strand liegen - man kann doch nicht anders als hin zu gehen und sie anzugucken.
Inzwischen sind die notorischen Bush-Unterstützer scheinbar ausgestorben.
Kein Wort mehr ist von Merkel zu hören und sogar die glühendsten Kriegsfreunde und Bush-Epigonen wie Jeff Gedmin, der lange Zeit nicht aus dem deutschen TV wegzudenken war, sind verschwunden.
Egal welchen Aspekt man auch fokussiert - im Vergleich zu dem Zustand Amerikas am Ende der Clinton-Präsidentschaft hat GWB aber auch wirklich ALLES verschlechtert.
Lange Zeit dachte man jenseits des Atlantiks, daß es am 20. Januar 2009 nur besser werden KANN - ganz egal wer regiert - und konnte gelassen auf die Wahlen blicken.
Wer kann denn auch ahnen, daß sich unter 300 Millionen Amerikanern tatsächlich die einzigen beiden noch Bekloppteren als GWB finden, um für das Amt zu kandidieren.
Wollen wir hoffen, daß es nicht Realität wird, was uns Palinaspresident zeigt.
Noch zwei Tage.
Und dann noch bange 11 Wochen, in denen eine zerschmetterte GOP noch viel Unheil anrichten kann - insbesondere, wenn sie so geschlagen werden sollte, daß sie sich für lange Zeit von den Hebeln der US-Militärmaschine entfernt sehen.
Für heute sei GWB ein weiteres Highlight in der Kette der Beweise seiner absoluten Unfähigkeit gegönnt.
Das Erstaunliche an Bush ist ja, daß er absolut beratungsresistent ist.
Bush 2008 klingt wie Bush 2001.
Vor seinem Amtsantritt wußte er nichts über die Welt und erstaunlicherweise ist es in acht Jahren keinen Deut besser geworden.
Ein Lied davon singen kann der australische Premierminister Kevin Rudd, der mit dem Potus über das am 15. November in Washington anstehende VON BUSH SELBST EINBERUFENE G-20-Weltfinanzgipfeltreffen in Washington telephonierte.
Wichtigere Themen dürfte es derzeit weltweit kaum geben - nur Bush irrlichtert:
The story, which acknowledged that Mr Rudd was not the only international leader to advocate broad global action, reported that when Mr Rudd argued for using the G20 as the forum for addressing the crisis, "Rudd was then stunned to hear Bush say, 'What's the G20?' "
G20? - Kenn ich nich...
Die G-20-Idee geht offenbar auf Rudd zurück, Bush konnte die Idee auch nicht haben, da er gar nicht weiß was das ist.
Tja, wir wundern uns nicht mehr über Washington.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Banger Blick über den Atlantik
No game changer wird die CNN-Analyse über das gestrige zweite POTUS-Kandidaten-Duell überschrieben.
Aha. Aha?
Offenbar war das Aufeinandertreffen komplett ohne irgendwelchen Effekt und da Obama derzeit etwas vorn liegt - IN UMFRAGEN - sind das keine guten Nachrichten für John McInsane:
Who did the best job in the debate? Obama received 54 percent, compared to the 30 percent who chose McCain. Among debate watchers, Obama also saw his favorable ratings increase by 4 percent -- 64 percent from 60 percent -- at the start of the debate to when the final question was asked. McCain's favorable rating held steady at 51 percent. The Republican nominee gained no ground.
Zu deutsch - McPain hat also nicht ein Pünktchen verloren.
Nun sind Umfragen so eine Sache - der rassistische Faktor läßt sich darin nicht korrekt erfassen, weil keiner offen zugibt, daß er keinen schwarzen Präsidenten haben will.
Genaueres wird man erst am Wahltag wissen und selbst DAS ist angesichts der Manipulationen und Unregelmäßigkeiten bei den letzten beiden Wahlen noch fraglich.
Nur selten und hinter vor gehaltener Hand hört man, was eigentlich JEDER weiß:
Angesichts der KATASTROPHALEN Ergebnisse von acht Jahren GOP-Herrschaft, müßte der Demokrat eigentlich gewinnen. Stünde ein Bill Clinton gegen McCain und die bebrillte Witzfigur aus Alaska, könnte man den Wahlkampf abblasen, weil er eh mit ¾-Mehrheit gewinnen würde.
Für Obama wäre das Rennen aber vermutlich auch schon positiv entscheiden, wenn er WEIß wäre und nicht unglücklicherweise BARACK HUSSEIN hieße.
Nichts Neues nirgends, also?
Obama greift die TOTAL gescheitere Bush-Politik an, versucht McInsane in das Doubya-Boot zu schieben, während der Gescholtene zusieht den Spieß umzudrehen, indem er behauptet der einzig Unabhängige zu sein.
Den absurden amerikanischen Pathos (das beste Land der Welt, die besten Arbeiter der Welt, die einzig große Friedensmacht,….) lasse ich mal unkommentiert.
Es ist zudem auch kein Sinn in darüber zu lamentieren, daß die offiziellen amerikanischen Darstellungen anderer Länder grotesk verzerrt sind.
Das BÖSE Russland, das GUTE Georgien, die FRIEDENMACHT Israel und natürlich der Satan Iran:
„bomb bomb bomb Iran!!“ zitierte Obama seinen senilen Konkurrenten.
Dieser wand sich, tat das als SCHERZ ab.
(Haha! Wie sehr wohl die Amerikaner lachen würden, wenn Ahmadinedschad BOMB BOMB BOMB AMERICA sänge!)
Man war sich einig, daß IRAN natürlich gar nichts darf - schon gar keine Atomtechnik besitzen!
Das dürfen nämlich nur die Amerikaner und diejenigen, die sich auch Illegal gegen den Atomwaffensperrvertrag Atomwaffen besorgt haben (Indien, Pakistan, Israel), die aber in Washingtons willkürlicher Random-Politik ebenso wie sie selbst als völkerrechtsresistent angesehen werden.
Um darzustellen WIE BÖSE der Iran ist, wiederholte der Geront von Arizona auch den bösen Ahmadinedschad-Satz "Israel must be wiped off the map."
Klingt in der Tat inakzeptabel - nur hat Ahmadinedschad das nie gesagt; die Aussage beruht auf einer manipulierten englischen Übersetzung.
Nein, kein Lichtblick nirgends in der zweiten TV-Präsidentschaftsdebatte an der Belmont University in Nashville.
Aber da Inhalte offenbar ohnehin keine Rolle spielen - noch eine persönliche Anmerkung:
Obwohl ich wirklich schon jede Menge Auftritte der beiden Senatoren gesehen habe, erklomm ich gestern Nacht zwischen 3.00 und 5.00 Uhr morgens einen neuen Ekel-Klimax.
Ohne eine Familienpackung Vomex und einen Vorrat Spucktüten kann man John McCain nicht ansehen.
Davor müßte wirklich gewarnt werden. Da denkt man nach acht Jahren des Erbsenhirns aus Texas im Weißen Haus abgehärtet - aber der besetzt andere negative Konnotationsfelder:
GWB ist dummdreist, arrogant, verblödet, überheblich, kriegslüstern. Aber manchmal bekommen ich (ganz kurze) Anflüge von Mitleid, weil sich doch inzwischen zeigt, daß Bush tatsächlich so ein ungebildeter Idiot ist, daß er es einfach nicht besser weiß.
Sein Möchtegern-Nachfolger von den GOPsen sitzt in einer anderen Schublade. Ob er dumm, arrogant und/oder senil ist, changiert.
Dafür ist er aber eindeutig FIES.
Ein wirklich gemeiner Charakter - hier passt der amerikanische Ausdruck „evil“.
McPain assoziiere ich mit irgendwelchen fiktiven Horrorgestalten aus Science Fiction-Filmen, wie den Star Wars-Imperator. Extrem abstoßend, wie er raunend und manipulativ seine Bosheiten streut - stets unter penibler Umgehung der Wahrheit.
Ein nach Gefolgschaft haschender Möchtegern-Mordorianer. „Ich weiß wie man im Irak gewinnt“ - „ich habe einen Plan, um die Wirtschaft in Ordnung zu bringen“, „ich kenne mich aus mit …“
Wieso nicht ein einziger Mensch aufspringt und mal dazwischen schreit „Ja - Mann - dann sag doch auch mal WIE??????“ ist mir rätselhaft. Seit 2003 rockern die Amis nun schon im Irak rum; noch länger in Afghanistan - McCain Du Blitzbirne, wenn Du so einen Durchblick hast, wie die Amerikaner ein „Victory“ erreichen können, wieso hast Du das denn bisher so hartnäckig verschwiegen?
In dem Zusammenhang erinnere ich an einenspannenden Artikel von Giuseppe di Grazia; „Der Alte Krieger“. Er beginnt mit folgender Feststellung:
„Wenn man John McCain ein paarmal zugehört hat, packt einen irgendwann eine seltsame Lust, auf den Mann zuzugehen, ihn kräftig zu schütteln und zu brüllen: Verdammt, McCain, in welcher Welt lebst du eigentlich?“
Hier wird noch einmal dargestellt, was unter anderem auch Horst Teltschik aus seiner Jahrelangen Erfahrung als Chef der Münchner Sicherheitskonferenz erzählte:
McCain ist auch in Hintergrundgesprächen stets unberechenbar und kann jederzeit ausrasten. Seine legendären Tobsuchtsanfälle scheinen von unübertroffener Bosheit zu sein. Widerspruch erträgt der stolze Bomberpilot aus Vietnam nicht.
Auch Cindy McCain bekommt ab und an in aller Öffentlichkeit eine Breitseite ab:
Doch selbst sie ist nicht sicher vor den Wutausbrüchen ihres Mannes. Der Journalist Cliff Schecter erzählt von einem, der sich vor Jahren abgespielt haben soll: Cindy McCain zog ihren Mann vor Reportern und Mitarbeitern wegen seines dünner werdenden Haares auf. McCain lief rot an und schnaubte: "Wenigstens kleistere ich mich nicht mit Make-up zu wie eine Nutte, du Fotze." Schecter sagt, er habe für diese Geschichte drei Zeugen.
Das war offenbar schon als Kind so:
Die Inkarnation des Jähzorns führt sich auf wie ein "Punk" und wird "McNasty" genannt, weil er sich unablässig prügelt und benimmt wie die Axt im Wald.
Diese Boshaftigkeit bekommt er nie in den Griff und schlägt auch noch als Erwachsener in der US Naval Academy permanent um sich.
Vor seinen Ausrastern ist niemand sicher - sieht Cholerix rot, ist niemand vor ihm sicher:
Selbst seine Vorgesetzten in der Academy bedroht und bepöbelt er fortwährend und wird ständig gerügt. Gut, daß Papa ein wichtiger Admiral ist - so schließt er die Navy-Ausbildung trotzdem als Fünftschlechtester ab, obwohl er statt mit Lernen meistens mit Saufen und Frauen ins Bett zerren beschäftigt ist.
Seine Kriegsheldenvergangenheit trägt er wie eine Monstranz stets vor sich - das ist sein Kapital, das er ausnutzt.
Der Vietnamesen-Killer, der unzählige Unschuldige aus luftigen Höhen ins Jenseits bombardiert hat, weiß worauf seine Wähler stehen: Heldenmythen.
Sonst ist auf McInsanes Agenda…..nichts, wie auch di Gracia schreibt:
Seine Bewerbung für das Weiße Haus basiert auf dieser Geschichte und nicht auf seiner Politik. Er hat keine großen Ideen, wie man die lahme amerikanische Wirtschaft ankurbelt, kein Konzept, wie man die abgehalfterte Republikanische Partei neu belebt, keine Visionen, welche Rolle die ungeliebte Supermacht USA in der neu formierten Welt einnehmen soll. Was er hat, ist nur seine Geschichte.
McCains Ausraster blieben di Gracia nicht verborgen. Der Mann ist eine tickende Zeitbombe:
McCain ist ein irritierender Mann. Innerhalb weniger Sekunden kann er vom gut gelaunten Erzähler zum Anblaffer werden. Wenn es nicht so läuft, wie er möchte, fährt er schnell aus der Haut. Dann blitzen seine Augen, und er presst die Lippen zusammen. McCains Wutanfälle als Kind waren so heftig, dass er davon manchmal in Ohnmacht fiel. Seine Eltern tunkten ihn dann so lange in eine Badewanne voll eiskaltem Wasser, bis seine Dämonen vertrieben waren. Noch heute brüllt er in Senatorenrunden herum und beleidigt Kollegen. Es gibt Menschen, die McCain deshalb für ein nationales Sicherheitsrisiko halten und sich fragen: Darf so einer überhaupt Präsident werden?
Da sieht man mal was Waterboarding in der frühesten Kindheit für Folgen haben kann.
Keine Guten.
Die Eltern des kleinen Johnny hätten das lieber lassen sollen - oder aber konsequent einige Minuten länger den Kopf unter Wasser……..
Aha. Aha?
Offenbar war das Aufeinandertreffen komplett ohne irgendwelchen Effekt und da Obama derzeit etwas vorn liegt - IN UMFRAGEN - sind das keine guten Nachrichten für John McInsane:
Who did the best job in the debate? Obama received 54 percent, compared to the 30 percent who chose McCain. Among debate watchers, Obama also saw his favorable ratings increase by 4 percent -- 64 percent from 60 percent -- at the start of the debate to when the final question was asked. McCain's favorable rating held steady at 51 percent. The Republican nominee gained no ground.
Zu deutsch - McPain hat also nicht ein Pünktchen verloren.
Nun sind Umfragen so eine Sache - der rassistische Faktor läßt sich darin nicht korrekt erfassen, weil keiner offen zugibt, daß er keinen schwarzen Präsidenten haben will.
Genaueres wird man erst am Wahltag wissen und selbst DAS ist angesichts der Manipulationen und Unregelmäßigkeiten bei den letzten beiden Wahlen noch fraglich.
Nur selten und hinter vor gehaltener Hand hört man, was eigentlich JEDER weiß:
Angesichts der KATASTROPHALEN Ergebnisse von acht Jahren GOP-Herrschaft, müßte der Demokrat eigentlich gewinnen. Stünde ein Bill Clinton gegen McCain und die bebrillte Witzfigur aus Alaska, könnte man den Wahlkampf abblasen, weil er eh mit ¾-Mehrheit gewinnen würde.
Für Obama wäre das Rennen aber vermutlich auch schon positiv entscheiden, wenn er WEIß wäre und nicht unglücklicherweise BARACK HUSSEIN hieße.
Nichts Neues nirgends, also?
Obama greift die TOTAL gescheitere Bush-Politik an, versucht McInsane in das Doubya-Boot zu schieben, während der Gescholtene zusieht den Spieß umzudrehen, indem er behauptet der einzig Unabhängige zu sein.
Den absurden amerikanischen Pathos (das beste Land der Welt, die besten Arbeiter der Welt, die einzig große Friedensmacht,….) lasse ich mal unkommentiert.
Es ist zudem auch kein Sinn in darüber zu lamentieren, daß die offiziellen amerikanischen Darstellungen anderer Länder grotesk verzerrt sind.
Das BÖSE Russland, das GUTE Georgien, die FRIEDENMACHT Israel und natürlich der Satan Iran:
„bomb bomb bomb Iran!!“ zitierte Obama seinen senilen Konkurrenten.
Dieser wand sich, tat das als SCHERZ ab.
(Haha! Wie sehr wohl die Amerikaner lachen würden, wenn Ahmadinedschad BOMB BOMB BOMB AMERICA sänge!)
Man war sich einig, daß IRAN natürlich gar nichts darf - schon gar keine Atomtechnik besitzen!
Das dürfen nämlich nur die Amerikaner und diejenigen, die sich auch Illegal gegen den Atomwaffensperrvertrag Atomwaffen besorgt haben (Indien, Pakistan, Israel), die aber in Washingtons willkürlicher Random-Politik ebenso wie sie selbst als völkerrechtsresistent angesehen werden.
Um darzustellen WIE BÖSE der Iran ist, wiederholte der Geront von Arizona auch den bösen Ahmadinedschad-Satz "Israel must be wiped off the map."
Klingt in der Tat inakzeptabel - nur hat Ahmadinedschad das nie gesagt; die Aussage beruht auf einer manipulierten englischen Übersetzung.
Nein, kein Lichtblick nirgends in der zweiten TV-Präsidentschaftsdebatte an der Belmont University in Nashville.
Aber da Inhalte offenbar ohnehin keine Rolle spielen - noch eine persönliche Anmerkung:
Obwohl ich wirklich schon jede Menge Auftritte der beiden Senatoren gesehen habe, erklomm ich gestern Nacht zwischen 3.00 und 5.00 Uhr morgens einen neuen Ekel-Klimax.
Ohne eine Familienpackung Vomex und einen Vorrat Spucktüten kann man John McCain nicht ansehen.
Davor müßte wirklich gewarnt werden. Da denkt man nach acht Jahren des Erbsenhirns aus Texas im Weißen Haus abgehärtet - aber der besetzt andere negative Konnotationsfelder:
GWB ist dummdreist, arrogant, verblödet, überheblich, kriegslüstern. Aber manchmal bekommen ich (ganz kurze) Anflüge von Mitleid, weil sich doch inzwischen zeigt, daß Bush tatsächlich so ein ungebildeter Idiot ist, daß er es einfach nicht besser weiß.
Sein Möchtegern-Nachfolger von den GOPsen sitzt in einer anderen Schublade. Ob er dumm, arrogant und/oder senil ist, changiert.
Dafür ist er aber eindeutig FIES.
Ein wirklich gemeiner Charakter - hier passt der amerikanische Ausdruck „evil“.
McPain assoziiere ich mit irgendwelchen fiktiven Horrorgestalten aus Science Fiction-Filmen, wie den Star Wars-Imperator. Extrem abstoßend, wie er raunend und manipulativ seine Bosheiten streut - stets unter penibler Umgehung der Wahrheit.
Ein nach Gefolgschaft haschender Möchtegern-Mordorianer. „Ich weiß wie man im Irak gewinnt“ - „ich habe einen Plan, um die Wirtschaft in Ordnung zu bringen“, „ich kenne mich aus mit …“
Wieso nicht ein einziger Mensch aufspringt und mal dazwischen schreit „Ja - Mann - dann sag doch auch mal WIE??????“ ist mir rätselhaft. Seit 2003 rockern die Amis nun schon im Irak rum; noch länger in Afghanistan - McCain Du Blitzbirne, wenn Du so einen Durchblick hast, wie die Amerikaner ein „Victory“ erreichen können, wieso hast Du das denn bisher so hartnäckig verschwiegen?
In dem Zusammenhang erinnere ich an einenspannenden Artikel von Giuseppe di Grazia; „Der Alte Krieger“. Er beginnt mit folgender Feststellung:
„Wenn man John McCain ein paarmal zugehört hat, packt einen irgendwann eine seltsame Lust, auf den Mann zuzugehen, ihn kräftig zu schütteln und zu brüllen: Verdammt, McCain, in welcher Welt lebst du eigentlich?“
Hier wird noch einmal dargestellt, was unter anderem auch Horst Teltschik aus seiner Jahrelangen Erfahrung als Chef der Münchner Sicherheitskonferenz erzählte:
McCain ist auch in Hintergrundgesprächen stets unberechenbar und kann jederzeit ausrasten. Seine legendären Tobsuchtsanfälle scheinen von unübertroffener Bosheit zu sein. Widerspruch erträgt der stolze Bomberpilot aus Vietnam nicht.
Auch Cindy McCain bekommt ab und an in aller Öffentlichkeit eine Breitseite ab:
Doch selbst sie ist nicht sicher vor den Wutausbrüchen ihres Mannes. Der Journalist Cliff Schecter erzählt von einem, der sich vor Jahren abgespielt haben soll: Cindy McCain zog ihren Mann vor Reportern und Mitarbeitern wegen seines dünner werdenden Haares auf. McCain lief rot an und schnaubte: "Wenigstens kleistere ich mich nicht mit Make-up zu wie eine Nutte, du Fotze." Schecter sagt, er habe für diese Geschichte drei Zeugen.
Das war offenbar schon als Kind so:
Die Inkarnation des Jähzorns führt sich auf wie ein "Punk" und wird "McNasty" genannt, weil er sich unablässig prügelt und benimmt wie die Axt im Wald.
Diese Boshaftigkeit bekommt er nie in den Griff und schlägt auch noch als Erwachsener in der US Naval Academy permanent um sich.
Vor seinen Ausrastern ist niemand sicher - sieht Cholerix rot, ist niemand vor ihm sicher:
Selbst seine Vorgesetzten in der Academy bedroht und bepöbelt er fortwährend und wird ständig gerügt. Gut, daß Papa ein wichtiger Admiral ist - so schließt er die Navy-Ausbildung trotzdem als Fünftschlechtester ab, obwohl er statt mit Lernen meistens mit Saufen und Frauen ins Bett zerren beschäftigt ist.
Seine Kriegsheldenvergangenheit trägt er wie eine Monstranz stets vor sich - das ist sein Kapital, das er ausnutzt.
Der Vietnamesen-Killer, der unzählige Unschuldige aus luftigen Höhen ins Jenseits bombardiert hat, weiß worauf seine Wähler stehen: Heldenmythen.
Sonst ist auf McInsanes Agenda…..nichts, wie auch di Gracia schreibt:
Seine Bewerbung für das Weiße Haus basiert auf dieser Geschichte und nicht auf seiner Politik. Er hat keine großen Ideen, wie man die lahme amerikanische Wirtschaft ankurbelt, kein Konzept, wie man die abgehalfterte Republikanische Partei neu belebt, keine Visionen, welche Rolle die ungeliebte Supermacht USA in der neu formierten Welt einnehmen soll. Was er hat, ist nur seine Geschichte.
McCains Ausraster blieben di Gracia nicht verborgen. Der Mann ist eine tickende Zeitbombe:
McCain ist ein irritierender Mann. Innerhalb weniger Sekunden kann er vom gut gelaunten Erzähler zum Anblaffer werden. Wenn es nicht so läuft, wie er möchte, fährt er schnell aus der Haut. Dann blitzen seine Augen, und er presst die Lippen zusammen. McCains Wutanfälle als Kind waren so heftig, dass er davon manchmal in Ohnmacht fiel. Seine Eltern tunkten ihn dann so lange in eine Badewanne voll eiskaltem Wasser, bis seine Dämonen vertrieben waren. Noch heute brüllt er in Senatorenrunden herum und beleidigt Kollegen. Es gibt Menschen, die McCain deshalb für ein nationales Sicherheitsrisiko halten und sich fragen: Darf so einer überhaupt Präsident werden?
Da sieht man mal was Waterboarding in der frühesten Kindheit für Folgen haben kann.
Keine Guten.
Die Eltern des kleinen Johnny hätten das lieber lassen sollen - oder aber konsequent einige Minuten länger den Kopf unter Wasser……..
Samstag, 27. September 2008
Was war das denn?
Da wartet man auf die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten und dann ist die Frage, ob der Wirrkopp aus Arizona überhaupt erscheint schon der spannendste Teil gewesen.
Jens Berger war schon prophetisch mit seinem Hinweis auf Roosevelts New Deal von 1932 - in der Tat ein erschreckender Vergleich mit den heute aktiven Pfeifen, die sich beide um jede konkrete Aussage drücken.
Obama kann recht hübsch aufsagen was wer wann falsch gemacht hat und beide sind in der Lage einigermaßen verständlich darüber zu parlieren, was sie für die Zukunft gerne erreichen würden.
Vom Demokraten weiß man darüber gar nichts - was immerhin schon besser ist, als der GOP, der offenbar mit den in den letzten Jahren so grandios gescheiterten Rezepten (Militär, Marktmacht) weiter machen will.
Wie der Koch vor der vollkommen versalzenen Suppe, der feststellt, daß das salzstarrende Essen jetzt aber wirklich ungenießbar wäre und zur Abhilfe ein größeres Salzfass ordert - so habe es man ja immer gemacht.
In dem Bild wäre Obama derjenige, der eine Nasenspitze in die Küche steckt und sagt, daß die Suppe aber bald wieder schmecken möge.
In der Spiegelfechtersprache heißt das dann:
„Anders als Roosevelt hat Obama keine Vision. Er propagiert den „Change“, will seinen Wählern aber nicht so wirklich erzählen, was er eigentlich ändern will. Für die Kreditkrise hat Obama weder Lösungen noch konkrete Ideen parat. Er „weiß“ dafür aber, dass der Bernanke-Paulson Plan „fehlerhaft“ sei, schweigt sich aber über Alternativen aus.“
Ich habe immer noch nicht verstanden, ob Obama wirklich gar keine Vorstellungen hat, oder ob er sie nur nicht sagen will, weil die Wähler so ein scheues Reh sind.
Was ihnen gefällt, ist wenn sie sich in einem Kandidaten wiedererkennen können und das heißt in Amerika offenbar.
Unbedarft, selbstbewußt, ungebildet, fromm und militant.
Was sollen also die Präsidentschaftsdebatten eigentlich?
Vielleicht sollte man den US-Präsident eher bei „American Idol“ per Ted ermitteln lassen.
Mit den Disziplinen „Bibel auswendig aufsagen“, „Wie diffamiert man den Rest der Welt am besten?“, „Striptease“ und „fastfood fressen“.
Sarah P. hätte dann wohl auch die guten Chancen, wie nach dem derzeitigen Verfahren.
Ein Bewerbungsvideo hätte ich auch schon mal:
Ist das nicht hübsch?
Für nur acht Dollar - das sind gerade mal fünf Euronen - kann man das einmal von oben per Rundflug erkunden.
Ich rege ein paar Loopings an, so daß sich die fastfoodfressende Palin-Fans übergeben müssen und es von oben dann auf sie herab regnet………
PS:
Der Vollständigkeit halber; CNN hat eine Umfrage nach der Debatte gemacht:
Fifty-one percent of those polled thought Obama did the better job in Friday night's debate, while 38 percent said John McCain did better.
Jens Berger war schon prophetisch mit seinem Hinweis auf Roosevelts New Deal von 1932 - in der Tat ein erschreckender Vergleich mit den heute aktiven Pfeifen, die sich beide um jede konkrete Aussage drücken.
Obama kann recht hübsch aufsagen was wer wann falsch gemacht hat und beide sind in der Lage einigermaßen verständlich darüber zu parlieren, was sie für die Zukunft gerne erreichen würden.
Nur das „WIE“ lassen sie beide aus.
Vom Demokraten weiß man darüber gar nichts - was immerhin schon besser ist, als der GOP, der offenbar mit den in den letzten Jahren so grandios gescheiterten Rezepten (Militär, Marktmacht) weiter machen will.
Wie der Koch vor der vollkommen versalzenen Suppe, der feststellt, daß das salzstarrende Essen jetzt aber wirklich ungenießbar wäre und zur Abhilfe ein größeres Salzfass ordert - so habe es man ja immer gemacht.
In dem Bild wäre Obama derjenige, der eine Nasenspitze in die Küche steckt und sagt, daß die Suppe aber bald wieder schmecken möge.
In der Spiegelfechtersprache heißt das dann:
„Anders als Roosevelt hat Obama keine Vision. Er propagiert den „Change“, will seinen Wählern aber nicht so wirklich erzählen, was er eigentlich ändern will. Für die Kreditkrise hat Obama weder Lösungen noch konkrete Ideen parat. Er „weiß“ dafür aber, dass der Bernanke-Paulson Plan „fehlerhaft“ sei, schweigt sich aber über Alternativen aus.“
Ich habe immer noch nicht verstanden, ob Obama wirklich gar keine Vorstellungen hat, oder ob er sie nur nicht sagen will, weil die Wähler so ein scheues Reh sind.
Was ihnen gefällt, ist wenn sie sich in einem Kandidaten wiedererkennen können und das heißt in Amerika offenbar.
Unbedarft, selbstbewußt, ungebildet, fromm und militant.
Was sollen also die Präsidentschaftsdebatten eigentlich?
Vielleicht sollte man den US-Präsident eher bei „American Idol“ per Ted ermitteln lassen.
Mit den Disziplinen „Bibel auswendig aufsagen“, „Wie diffamiert man den Rest der Welt am besten?“, „Striptease“ und „fastfood fressen“.
Sarah P. hätte dann wohl auch die guten Chancen, wie nach dem derzeitigen Verfahren.
Ein Bewerbungsvideo hätte ich auch schon mal:
Ist das nicht hübsch?
Für nur acht Dollar - das sind gerade mal fünf Euronen - kann man das einmal von oben per Rundflug erkunden.
Ich rege ein paar Loopings an, so daß sich die fastfoodfressende Palin-Fans übergeben müssen und es von oben dann auf sie herab regnet………
PS:
Der Vollständigkeit halber; CNN hat eine Umfrage nach der Debatte gemacht:
Fifty-one percent of those polled thought Obama did the better job in Friday night's debate, while 38 percent said John McCain did better.
Donnerstag, 25. September 2008
Wie man sich kompetent beraten läßt.
Vor einer Woche noch fand John McAlzheimer, daß die Fundamente der US-Wirtschaft so stark sind, daß ihnen niemand etwas anhaben kann.
Nachdem seine Polls ein wenig bröckeln, verkündet er nun das Gegenteil: Die Not sei gar dramatisch, man müsse sich jetzt sofort um Amerika kümmern, den Wahlkampf aussetzen und könne eigentlich auch die angekündigten Debatten nicht durchführen.
Falls sich jemand fragt, was der tatterige Senator aus Arizona, der noch nicht mal weiß was eine Email ist, ausrichten kann:
Nun, er hat eben auch kompetente Wahlkampfmanager - in dieser Frage stützt er sich auf Rick Davis.
Der könnte ahnen woher man Geld bekommen kann, das offenbar den Finanzinstituten zu Hunderten Milliarden täglich verloren geht.
McInsanes Wahlkampfmanager weiß zumindest schon mal woher SEIN Geld kommt: Immobilienfinanzierer Freddie Mac bezahlt ihn Lobby-Dienste. Monatlich 15.000 Dollar (rund 10.000 Euro) habe er von Freddie Mac erhalten, bis das angeschlagene Geldinstitut Anfang September unter staatliche Kontrolle gestellt wurde, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. Seit 2005 seien insgesamt eine halbe Million Dollar an das Unternehmen Davis Manafort geflossen.
Nach „Presseberichten und Informationen aus unterrichteten Kreisen“ gab es regelmäßige Geldüberweisungen der kürzlich verstaatlichten Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae auch an ihn selbst - nämlich noch einmal 30.000 Dollar PRO MONAT.
Das sind natürlich ärmliche Mikrosümmchen - gerade mal 0.0009 „peanut“ im Monat („1p = 50 Mio laut Kopper. Dollar, DM, Euro? Ist bei der Einheit egal - kommt nicht so drauf an. Hilmar Kopper bezeichnete 1994 auf einer Pressekonferenz die den von Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider engagierten Handwerkern entstandene Schadenssumme in Höhe von ca. 50 Millionen DM als Peanuts.)
Viele Wall-Street-Manager verdienen immerhin deutlich mehr als ein p.
Die SZ schreibt dazu:
Insgesamt mehr als 30 Milliarden Dollar, etwa 20 Milliarden Euro, hat die Finanzindustrie an der Wall Street noch im vergangenen Jahr an Prämien gezahlt. Allerdings darben die inzwischen unisono - denn ihre Bezüge bekommen sie hauptsächlich als Aktien und Optionen und die steigen derzeit nicht im Wert.
So gehörten John Mack, Chef von Morgan Stanley im Januar 2007 noch 224,6 Mio Dollar (=4,5p) und nun ist er völlig verarmt und kann nur noch 80,4 Mio Dollar (1,6p) sein eigen nennen.
Bei anderen Finanzexperten sieht es ähnlich aus:
James Cayne, vormals Chef von Bear Sterns: Jan 07: 1.006 Millionen Dollar (20,1 p), nun nur noch 61,2 Millionen (1,2 p)!
Richard Fulds Aktien, der Lehman in die Pleite ritt waren Anfang 2007 noch 827,1 Mio Dollar (16,5 p) wert. Jetzt ist er vollkommen verarmt: 2,3 Mio Dollar (0,05 p - KREISCH!)
Ähnlich dramatisch das Bild beim AIG-Chef Maurice Greenberg, der so stümperte, daß die US-Regierung einspringen mußte: Hatte er im Januar 07 noch 1,25 MILLIARDEN (25 p) persönliches Vermögen, sind es jetzt nur noch läppische 49,6 Millionen. (1 p)
Es ist ein Trauerspiel.
Henry Paulson, stand auch auf der richtigen payroll - als Ex-Vorstand bei Goldmann Sachs hatte er bis Jnauar 07 809,5 Millionen Dollar (16,2 p) zusammen gescheffelt. Inzwischen nagt er am Hungertuch mit nur noch 523,5 Millionen ( 10,5 p) Eigentum - kein Wunder, daß er sich als US-Finanzminister was dazu verdienen muß.
GWB ist jedenfalls ebenso wie John McSame „gut beraten“ von seinem Finanzminister - drücken wir alle die Daumen, daß Paulsons Ex-Kollegen aus den Bankenvorständen auch ein paar Milliönchen von seinem 700-MILLIARDEN-DOLLAR bail-out-Paket abbekommen.
Wenn nicht, werde ich demnächst anfangen zu Lebensmittelspenden für die Wallstreetbanker aufzurufen.
Nachdem seine Polls ein wenig bröckeln, verkündet er nun das Gegenteil: Die Not sei gar dramatisch, man müsse sich jetzt sofort um Amerika kümmern, den Wahlkampf aussetzen und könne eigentlich auch die angekündigten Debatten nicht durchführen.
Falls sich jemand fragt, was der tatterige Senator aus Arizona, der noch nicht mal weiß was eine Email ist, ausrichten kann:
Nun, er hat eben auch kompetente Wahlkampfmanager - in dieser Frage stützt er sich auf Rick Davis.
Der könnte ahnen woher man Geld bekommen kann, das offenbar den Finanzinstituten zu Hunderten Milliarden täglich verloren geht.
McInsanes Wahlkampfmanager weiß zumindest schon mal woher SEIN Geld kommt: Immobilienfinanzierer Freddie Mac bezahlt ihn Lobby-Dienste. Monatlich 15.000 Dollar (rund 10.000 Euro) habe er von Freddie Mac erhalten, bis das angeschlagene Geldinstitut Anfang September unter staatliche Kontrolle gestellt wurde, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. Seit 2005 seien insgesamt eine halbe Million Dollar an das Unternehmen Davis Manafort geflossen.
Nach „Presseberichten und Informationen aus unterrichteten Kreisen“ gab es regelmäßige Geldüberweisungen der kürzlich verstaatlichten Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae auch an ihn selbst - nämlich noch einmal 30.000 Dollar PRO MONAT.
Das sind natürlich ärmliche Mikrosümmchen - gerade mal 0.0009 „peanut“ im Monat („1p = 50 Mio laut Kopper. Dollar, DM, Euro? Ist bei der Einheit egal - kommt nicht so drauf an. Hilmar Kopper bezeichnete 1994 auf einer Pressekonferenz die den von Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider engagierten Handwerkern entstandene Schadenssumme in Höhe von ca. 50 Millionen DM als Peanuts.)
Viele Wall-Street-Manager verdienen immerhin deutlich mehr als ein p.
Die SZ schreibt dazu:
Insgesamt mehr als 30 Milliarden Dollar, etwa 20 Milliarden Euro, hat die Finanzindustrie an der Wall Street noch im vergangenen Jahr an Prämien gezahlt. Allerdings darben die inzwischen unisono - denn ihre Bezüge bekommen sie hauptsächlich als Aktien und Optionen und die steigen derzeit nicht im Wert.
So gehörten John Mack, Chef von Morgan Stanley im Januar 2007 noch 224,6 Mio Dollar (=4,5p) und nun ist er völlig verarmt und kann nur noch 80,4 Mio Dollar (1,6p) sein eigen nennen.
Bei anderen Finanzexperten sieht es ähnlich aus:
James Cayne, vormals Chef von Bear Sterns: Jan 07: 1.006 Millionen Dollar (20,1 p), nun nur noch 61,2 Millionen (1,2 p)!
Richard Fulds Aktien, der Lehman in die Pleite ritt waren Anfang 2007 noch 827,1 Mio Dollar (16,5 p) wert. Jetzt ist er vollkommen verarmt: 2,3 Mio Dollar (0,05 p - KREISCH!)
Ähnlich dramatisch das Bild beim AIG-Chef Maurice Greenberg, der so stümperte, daß die US-Regierung einspringen mußte: Hatte er im Januar 07 noch 1,25 MILLIARDEN (25 p) persönliches Vermögen, sind es jetzt nur noch läppische 49,6 Millionen. (1 p)
Es ist ein Trauerspiel.
Henry Paulson, stand auch auf der richtigen payroll - als Ex-Vorstand bei Goldmann Sachs hatte er bis Jnauar 07 809,5 Millionen Dollar (16,2 p) zusammen gescheffelt. Inzwischen nagt er am Hungertuch mit nur noch 523,5 Millionen ( 10,5 p) Eigentum - kein Wunder, daß er sich als US-Finanzminister was dazu verdienen muß.
GWB ist jedenfalls ebenso wie John McSame „gut beraten“ von seinem Finanzminister - drücken wir alle die Daumen, daß Paulsons Ex-Kollegen aus den Bankenvorständen auch ein paar Milliönchen von seinem 700-MILLIARDEN-DOLLAR bail-out-Paket abbekommen.
Wenn nicht, werde ich demnächst anfangen zu Lebensmittelspenden für die Wallstreetbanker aufzurufen.
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