TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Mittwoch, 18. März 2009

out of order

Benedikt ist ganz offensichtlich nicht mehr zurechnungsfähig. Gestern noch zog er Hohn, Spott, Empörung und Abscheu auf sich, als er im Landeanflug auf den Kontinent mit den 23 Millionen AIDS-Kranken verkündete, daß man keine Kondome benutzen dürfe. Vatikansprecher Lombardi ist es mittlerweile gewöhnt, daß sich ob der Äußerungen seines Bosses weltweit die Zehennägel hochbiegen und wiegelt ab:

Gerade in der kleinen Konferenz hat der Papst schon betont, dass es ein Irrtum sei, wenn die Leute darauf warten, dass er etwas ändert in der Rede von Kondomen und Präservativen. Er wird auf die klassische Lehre bestehen. Aber er hat sofort auch ganz klar gesagt, dass das nicht das einzige Problem im Bezug auf Aids ist und dass es ein Irrtum wäre, sich auf diese Perspektive zu beschränken. Das Problem ist vielmehr die Verantwortung. Die Erziehung zur Verantwortung in der Sexualität im Familienleben muss gefördert werden. Der Papst hat zudem das Engagement von vielen katholischen Institutionen gepriesen, die für die Kranken sehr aktiv und engagiert sind. Die tun viel mehr für die Menschen, als diejenigen, die nur Präservative verkaufen.

Der Gott, den es nicht gibt, muß sich schon fragen lassen, wieso eigentlich sein Stellvertreter auf Erden notorisch lügt und Schaden anrichtet.
Wie Ratzinger abgesehen von Grundsatzfragen denkt, kann man aus einer anderen Äußerung des Pontifex Maxi-Stuss erkennen, die RV veröffentlichte.

Ich fordere euch auf, besonders aufmerksam zu sein, was die Treue von Priestern und Ordensleuten zu ihren Gelübden betrifft, die sie im Moment ihrer Weihe oder ihres Eintritts ins Ordensleben abgelegt haben. Sie müssen ihrer Berufung treu bleiben – um der größeren Heiligkeit der Kirche und der Ehre Gottes willen. Damit ihr Zeugnis authentisch ist, darf kein Graben sein zwischen dem, was sie lehren, und dem, was sie jeden Tag leben!

Er ist eben doch ein Deutscher - Stasi und Gestapo sind nach seinem Geschmack.
Immerhin fordert er zur Denunziation auf.
Es könnte ja sein, daß einer seiner Hirten irgendeine menschliche Regung zeigt.

Eigenartig, daß ihm das in Kamerun einfällt.
Die Priester, die in Europa, Australien und Amerika kleine Jungs ficken - allein in den USA räumt der Vatikan 50.000 Opfer pädophiler Übergriffe durch katholische Priester und Ordensleute ein - hat Rom offenbar immer gerne gewähren lassen.

Natürlich freut es mich einerseits, wenn sich der Papst so dermaßen zum Affen macht, weil dann in den Industrienationen die Austritte aus der RKK zunehmen, aber in Afrika werden es immer mehr Katholiken.
Da fehlt es noch gewaltig an Aufklärung.

Mein Vorschlag wäre staatlich finanzierter Zwangsreligionsunterricht, wie sich das die Kirchen auch in Berlin wünschen.
Eins ist doch klar - je mehr man sich mit den Lehren der RKK beschäftigt, desto dringender wird der Drang sofort aus dem Verein auszutreten.
Dazu passt eine Studie des Jugendmarktforschungsinstituts conkids & youth in München.
Bei einer repräsentativen Umfrage unter Schülern aller Ausbildungsstätten wurde nach dem Lieblingsfach gefragt.
Bei Jungs steht ganz klar mit 40% „Sport“ auf Platz 1.
Mädchen favorisieren „Kunst“ und „Deutsch“.

Am anderen Ende der Skala ist man sich aber über Geschlechtergrenzen hinweg einig:

Das unbeliebteste Schulfach mit lediglich 0,6% der Nennungen ist „Religion“.

Gibt es Religionsunterricht in Kamerun?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das mit Religion kann ich gut verstehen! Allein die vertrockneten Dekane oder Damen, an denen jegliche Jugend scheinbar spurlos vergangen ist, können einem schon jeden Spass an diesem Fach verderben.

Mein Glück war es dann, ab der 8. Klasse das Fach Ethik zu haben - bei einem Geschichtelehrer. Der hatte in den Tests dann zwar Allüren bzgl. Rechtschreibung (war auch Deutschlehrer), aber dafür war dann alles schön säkular und vor allem KRITISCH.

Oh, aus dem Religionsunterricht bin ich übrigens rausgeflogen, weil uns die fade Dame dort damals zum Thema Selbstmord so lange um eine - in ihren Augen - "korrekten" Antwort genötigt hat, bis ich schliesslich entnervt meinte, wenn man schon abtreten muss, dann sollte man wenigstens noch ein paar mitnehmen. ;)

(Heutzutage würde mir da als Schüler vermutlich gleich mal ein Rollkommando frei Haus drohen - egal ob ernst gemeint oder nicht.)

Der Nordstern.

jakebaby hat gesagt…

Unter 'Anderem hat Cape-Man auch folgendes gesagt.
http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1301958.html

"Die familiären Werte der afrikanischen Familie müssten gegen die negativen Einflüsse der Moderne und der Säkularisierung verteidigt werden,..."

..."Besonders wichtig sei es dabei, auf die Treue der Priester zu ihrem Gelübde zu achten, sagte der Papst unter Anspielung auf das Zölibat."

Und vom Naechsten hab ich immer noch Traenen in den Augen.

....""Er legte ihnen dabei ans Herz, mit Aufklärungskampagnen der Verbreitung von Sekten und vor allem von abergläubischen Religionsformen zu begegnen.""

Uebrigens; hat der Weihnachtsmann gestern in einer Pressekonferenz darauf aufmersam gemacht, das es vollkommen hirnrissig ist zu glauben, dass das Sandmaennchen eine fliegende Wolke besitzt.

Luegner!!
Ich habe unter Anderem das Sandmaennchen einige Male in den 70gern fliegen sehen.

Gruss

J.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Hi Jake.


"Er legte ihnen dabei ans Herz, mit Aufklärungskampagnen der Verbreitung von Sekten und vor allem von abergläubischen Religionsformen zu begegnen."

Ja, der ist echt gut, ROFL.

Eine gute Antwort kam dazu aus Spanien:

Spanien will eine Million Kondome nach Afrika liefern
Den Äusserungen von Papst Benedikt XVI. gegen den Gebrauch von Kondomen zum Schutz vor Aids setzt Spanien eine Lieferung von einer Million Präservativen nach Afrika entgegen.

(sda/afp) Mit der bevorstehenden Kondom-Lieferung solle die Ausbreitung von HIV und Aids in Afrika bekämpft werden, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit. Kondome hätten sich «als notwendiger Bestandteil der Präventionspolitik» erwiesen und seien «eine wirksame Barriere gegen das Virus».


http://www.merkur-online.de/nachrichten/welt/mm-spanien-schickt-eine-million-kondome-nach-afrika-103431.html

Wie ich schon lange sage:

ZAPATERO SANTO SUBITO

LG
T

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Lieber Nordstern!

Tja, da kann man mal sehen, wohin es führt, wenn man so wie ich noch ganz ohne das Fach Ethik und ohne das Fach Religion durchs Abitur kommt.
Ich fing dann - ZUM UNGLÜCK DER KIRCHE - damit an, mir selbst geradezu manisch alles über die Geschichte des Christentums anzulesen.
Das kann dann natürlich nichts werden mit der Frömmigkeit. Wissen war schon immer der Feind des Glaubens.

Oh Schreck - und dann hatte ich auch noch zu allem Übel das Fach „Philosophie in den Klassen 11-13!
Die schlimmen Texte, die ich dort las - Nietzsche, Descartes, …. - helfen einem auch so gar nicht in den Schoß der Kirche.

LG
T

Anonym hat gesagt…

Dazu muss ich als jemand, den Religionslehre (verpflichtend) in der Geschmacksrichtung römisch - katholisch fast das Abitur gekostet hat, dass auch Religionsunterricht sehr nützlich ist. In eben diesem habe ich bei einem sehr unfähigen verbohrten, fundamentalisten, der Geschichte geklittert hat, obwohl er selbst kurz vorher in Geschichte eine korrekte Version unterrichtet hat, gesehen, wie Religionsunterricht aus nicht sehr überzeugten Glaubigen, und Leuten, die das Thema nicht sonderlich interessiert hartgesottene Atheisten macht.

Kirchenaustrittsquote im Religion Grundkurs (wir waren da schon 18) damals 16 von 27 das sind etwa 59,26%. Das ist doch toll. Hinreichend fanatische Lehrer und zwangsunterricht können also fast 60% der Getauften eines Jahrganges aus der katholischen Kirche entfernen und zu Atheisten oder Clowns machen. Da sage ich weiter so.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Oberclown,

Applaus, Applaus!

Am besten ist es natürlich, wenn man Hohe kirchliche Würdenträger zum Religionsunterricht einsetzt.
Kardinal Groer in Wien hat doch damals in Wien sogar im Unterricht vor allen Augen den Jungs in die Hose gegriffen, um deren „Zipferl“ zu kontrollieren. In der „Woche“ stand damals ein Artikel von Sigrid Löffler, überschrieben mit „S’Hosentüarl zua - nun ham wir Religion“ - weil jeder wußte, daß die Eminenz auf Knaben steht und beherzt zugreift.

Das ist auch eine wirkungsvolle Abschreckung.

Ich war übrigens immerhin einige Wochen (auf ausdrücklichen eigenen Wunsch; meine Mutter war außerordentlich verblüfft) im Konfirmandenunterricht.
Da bin ich aber dem Pfaffen gehörig auf die Nerven gegangen, da ich statt wie alle anderen, die nur über iohre zu erwartenden Konfirmationsgeschenke und das einzustreichende Geld, permanent auf die Bibel zu sprechen kam und kritische Fragen stellte, wie der ein oder andere Satz zu verstehen sei.
Vermutlich war das zu subversiv und so mußte ich dann mit 14 Jahren schon zur großen Erleichterung des Pastors erklären, daß ich mich weder taufen, noch konfirmieren lassen werde.

Offensichtlich bin ich ein hoffnungsloser Fall…….

Auf Kreuznet hat mich einer kürzlich mit „Sie Scheinchrist, Sie!“ beschimpft…..

Na, wenn der die ganze abgründige Wahrheit wüßte!!!

LG
T