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Donnerstag, 29. Januar 2009

Sehr ärgerlich

Seit Tagen juckt es mich wirklich in den Fingern was zu Frau Schaeffler zu schreiben.

Ich bin wirklich FASSUNGSLOS, was sich CSU-Politiker da rausnehmen und ausgerechnet einer Multimilliardärin, die sich ihre Suppe aus blanker Gier selbst eingebrockt hat, mit Staatsknete wieder flott zu machen, während anderswo um ein oder zwei Euro mehr für Hartz-IV-Kinder gegeizt wird.
Man könnte fast Sympathien für die Indische Methode der Witwenverbrennung bekommen.
Allerdings ist das Thema ohnehin in allen Medien präsent und wird außerordentlich kritisch kommentiert.
Daher verlinke ich nur ein paar Artikel, die ihrerseits gut verlinkt sind.

Hmmm, über die Methode Merckle scheint Maria-Elisabeth Schaeffler nicht nachzudenken.
Parteipolitisch kann man nur sagen:
Glücklicherweise ist Herr Steinbrück noch in Charge.
Seine Äußerungen in der Berliner Zeitung sprechen mir aus der Seele.

Frage: Auch die Schaeffler-Gruppe ruft nach Hilfe, die Conti-Übernahme droht zu scheitern. Spannen Sie einen neuen Rettungsschirm?

Steinbrück:
Ganz klares Nein. Es ist nicht Aufgabe des Staates, in solchen Fällen einzugreifen, in denen unternehmerische Entscheidungen möglicherweise nicht durchdacht genug waren. Wir können es doch keinem Menschen erklären, Unternehmen, hinter denen Milliarden-Vermögen stehen, mit Steuergeldern zu unterstützen. Man kann nicht auf Dauer Milliardensummen in ein großes schwarzes Loch pumpen, ohne dass sich etwas verbessert. Das dürfen wir schon im Interesse der Steuerzahler nicht. Also müssen wir auch die Voraussetzungen für eine mögliche Verstaatlichung prüfen, um eine grundlegende Sanierung maßgeblich mitzubestimmen. Entscheidungen gibt es bisher noch nicht.

Frage:
Prüfen Sie auch eine Enteignung der Aktionäre?

Steinbrück:
Ich kann und will nichts ausschließen.

Laut des aktuellen „manager magazin spezial“ sind die Damen und Herren aus der Automobil- und Automobilzulieferbranche nicht unmittelbar in Gefahr am Bettelstab zu gehen.
Einen kleinen Notgroschen haben sie ja noch in ihren privaten Schatullen.

Familie Porsche besitzt 15500 Millionen Euro, Susanne Klatten (BMW) 7800 Millionen, Familie Freudenheim (Autobau: Spezialmechaniken, Dichtungen, Filter,..) hat 4000 Millionen, Familie Röchlingen (Stahlhandel) 1300 Millionen, Elisabeth Schaeffler (Reifen,..) 5250 Millionen, Stefan Quandt (BMW) 4700 Millionen, Johanna Quandt (BMW) 4700 Millionen, Familie Flick (Daimler) 4650 Millionen, Familie Voith (Kunststoffe für Autobau) 3550 Millionen, Familie Bosch (Autozulieferer) 3500 Millionen, Heinz Thiele (Bremsenhersteller) 2550 Millionen, Familie Benteler (Fahrzeugleichtbau) 2450 Millionen, Harald Quandt-Töchter (vormals Daimler) 1500 Millionen, Peter Unger (Autoteile) 1250 Millionen, Familie Fuchs (Zulieferer von Leichtmetallen) 1200 Millionen, Familie Hagenmeyer (Schaltgetriebe) 1200 Millionen, Familie Behr (Autozuzlieferer von Klimaanlagen und Kühlern) 1100 Millionen und Familie Dräxlmaier (Autozulieferer) 1000 Millionen.
(Die armen Schlucker der Autobranche, die weniger als eine Milliarde Euro besitzen, lasse ich mal weg)

CDU und FDP sehen tatsächlich weitere Steuersenkungen für die Reichen vor.
Außen vor gelassen werden da die Geringverdiener, die so wenig haben, daß sie ohnehin keine Steuern zahlen und deswegen auch von Senkungen nicht im Geringsten etwas hätten.
Die großzügig versprochenen „Steuersenkungen“ betreffen nämlich nur rund ein Fünftel der Deutschen.
Rund 6,2 Millionen der 28,8 Millionen Steuerpflichtigen erzielen derzeit Einkünfte von höchstens 10.000 Euro, die größtenteils steuerfrei sind. (Zahlen von 2005)


Und was sagt der plebiszitäre Plebs dazu?

Nach dem letzten Politbarometer will eine deutliche Mehrheit schwarz/gelb (40% + 11%), während Steinbrücks Partei bei 26% dümpelt.

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