TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Nun ist der Irrsinn vollständig ausgebrochen.

Als die marodierenden Finanzjongleure vor drei Jahren die Welt in den Abgrund führten und man dann auf die grandiose Idee verfiel der Kapitalismus 2.0 bedeute Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren, gab es eine kleine Anstandspause bei den Gewinnexplosionen.
Ab sofort sollten die Finanzmärkte reguliert werden, es sollte eine Bankenabgabe eingeführt werden und die Allmacht der privaten drei Ratingagenturen, die zuvor wertlose Schrottpapiere mit Bestnoten angepriesen hatten, sollte gebrochen werden.

Gekommen ist davon nichts.

Es wird wild spekuliert wie eh und je, die Banken geben gar nichts ab und erst recht nicht gibt es eine Finanztransaktions- oder Tobinsteuer.
Es ist sogar noch absurder.

Nachdem nun "Standard & Poor's Ratings Services" und „Moody's Investors Service” ihren damaligen Fehler NICHT wiederholen und sowohl Griechenland als auch Portugal keine Bestnoten mehr ausstellen möchten, passt es den Politikern wieder nicht.
Nein, Frau Merkel und ihre Kollegen schäumen.
Sie verlangen, daß die rating-Noten nicht gesenkt werden dürften.
Ein offensichtlich zahlungsunfähiges Land soll also für zahlungsfähig erklärt werden.
Wegen der Märkte.

Hat Frau Merkel den Schuß nicht gehört?

Wenn ihr das Moody’s und S&P-rating nicht gefällt, braucht sie sich ja nicht danach zu richten.
Niemand muß sich an die Empfehlungen einer privaten Firma halten.

Aber von Botanikern zu verlangen sie sollten ab sofort die Farbe der Blätter als pink definieren, ist mehr als lächerlich.

Die Rüstungskanzlerin hat sich statt des Regierens inzwischen vollkommen auf Beugung der Realität verlegt.

In der Unionsfraktion verteilen sie jetzt schon kleine Hochglanzbroschüren, die in jede Tasche passen. Die Politiker können sie immer bei sich tragen. "Dem Land geht es gut", steht darauf, und: "Eine Zwischenbilanz der christlich-liberalen Koalition". Innen drin 60 Seiten Uns-geht's-doch-gut, 60 Seiten Erfolgsmeldungen, von Themen wie "Wohlstand" bis "Internationale Politik".
(Spon 07.07.11)

In Berlin ist also alles super.
So super funktioniert die Finanzwirtschaft, daß sich die DAX-Vorstände von 2009 auf 2010 lockere 22 % Gehaltszuschlag genehmigten.

Von solchen Zuwächsen können normale Arbeitnehmer nur träumen: Durchschnittlich 4,5 Millionen Euro verdiente ein Chef eines Dax-Konzerns im vergangenen Jahr, und damit fast 22 Prozent mehr als 2009. Das geht aus einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervor, die die Bezüge von Dax- und M-Dax-Vorständen untersucht hat. Damit kassieren die wichtigsten Konzernlenker im Land wieder so viel wie vor der Finanzkrise. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer konnte dagegen kaum die Inflation kompensieren. Er kam laut Statistischem Bundesamt 2010 nur auf einen Lohnzuwachs von brutto 2,2 Prozent.
(Jahel Mielke 07.07.11)

Wer gar keine Arbeit hat, braucht hingegen kein Geld.

Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet für das kommende Jahr mit sinkenden Ausgaben für das Arbeitslosengeld II. Dafür sind 19,5 Mrd. Euro vorgesehen und damit 900 Mio. weniger als in diesem Jahr geplant, wie aus dem Reuters am Dienstag vorliegenden Haushaltsentwurf hervorgeht. Auch die Mittel für Förderprogramme der Hartz-IV-Bezieher werden um 900 Mio. Euro auf 4,4 Mrd. Euro verringert.
(Reuters 05.07.2011)

Die Vereinten Nationen erklären inzwischen Deutschland im fünften Länderbericht des UN-Wirtschafts- und Sozialausschusses für „beratungsresistent“ - nirgendwo klaffen reich und arm so sehr auseinander, nirgendwo wird Bildung und Kinderbetreuung so sehr vernachlässigt.

Die UN kritisiert eigentlich alles, was den Alltag in Deutschland ausmacht: die schlechte Integration von MigrantInnen, die im Osten im Vergleich zum Westen doppelt so hohe Arbeitslosenquote, zu wenige Frauen in Führungspositionen, die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen, fehlende Kitaplätze, ein überholtes Frauenbild und klischeehafte Geschlechterrollen. Moniert werden auch Gewalt in der Familie, die hohe Kinderarmut, Studiengebühren oder die Diskriminierung trans- und intersexueller Menschen.
Als positiv interpretiert man die gesunkenen Arbeitslosenzahlen, den Kinderschutz und die Idee der häuslichen Langzeitpflege.
Die Kritik an sich ist nicht neu: Die UN übte sie bereits mehrfach. Doch jetzt heißt es in dem Papier: "Der Ausschuss ist tief besorgt darüber, dass viele seiner früheren Empfehlungen … nicht umgesetzt wurden." Die UN rät Deutschland, dies zu ändern. Und fordert den "Vertragsstaat nachdrücklich dazu auf, zu erwägen, durch die Annahme von Quoten" die Diskriminierung von Frauen mit Führungsanspruch abzuschaffen und darüber aufzuklären, "dass Mädchen und Jungen gleiche Berufschancen offenstehen". Vor allem aber sollte die Kinderarmut bekämpft werden. 2,5 Millionen Kinder leben aufgrund des geringen Hartz-IV-Satzes unter der Armutsgrenze, kritisiert die Organisation. Jedes vierte Kind gehe ohne Frühstück zur Schule.

(Simone Schmollack 06.07.2011)

Immerhin ist der Bundestag in einer finanziellen Angelegenheit aktiv geworden.
Sie haben sich letzte Woche die Diäten um 584 Euro pro Monat erhöht.

Die 620 Abgeordneten im Bundestag können sich schon bald auf ein höheres Einkommen einstellen. In zwei Schritten, 2012 und 2013, werden die Diäten um jeweils 292 Euro steigen. Darauf verständigten sich die Fraktionen von Union, SPD und FDP im Grundsatz, wie am Montag aus Koalitionskreisen zu erfahren war.
(Spon 27.06.2011)

Und noch eine finanzielle Angelegenheit wurde geklärt.
Die Entschädigung für die rund eine Million in christlichen Kinderheimen gequälten Kinder wurde verabredet.
Ein Drittel soll der Bund, also der Steuerzahler übernehmen.
Genauer gesagt soll Familienministerin Schröder die Summe von 40 Millionen Euro berappen. Das passt doch - demnach wird bei den Kindern von heute das Geld weggenommen, um die vergewaltigten und misshandelten Kinder von damals zu „entschädigen“.

Schwarz-Gelb will Kinder und Jugendliche für Entschädigung der Heimkinder zahlen lassen.
Es wäre katastrophal, wenn der Bundesanteil für die Entschädigungsleistungen für ehemalige Heimkinder in Höhe von 40 Millionen Euro maßgeblich aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert werden muss. Denn diese Summe muss im schmalen Etat des Ministeriums an anderer Stelle eingespart werden. In der Konsequenz bedeutet diese Entscheidung, dass die heutigen Kinder und Jugendlichen einen hohen Preis für das Leid der ehemaligen Heimkinder zahlen müssten.
(Katja Dörner Sprecherin für Kinder und Familienpolitik, und Sven-Christian Kindler. PM Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen NR. 0598 vom 7. Juli 2011)

Gestern hat ein 48-Jähriger Mitarbeiter der Bundestagspolizei die Poststelle des Bundestags ausgeraubt.
Der Frust bei seiner Arbeit hatte allerdings so sehr an ihm gezehrt, daß er sich kurz nach der Tat selbst erschoss.
Er hatte also nicht mehr viel von seiner Beute.

Der Mann hatte offenbar am Mittwochabend gegen 19 Uhr die Filiale in dem Gebäude in unmittelbarer Nähe des Reichstags überfallen. Die Beute verstaute er in einer Tragetasche. Nach Polizeiangaben war der Mann mit einer Papiertüte maskiert, bedrohte die 42-jährige Postangestellte mit einer Schusswaffe. Als die Frau der Forderung nach Bargeld nur langsam nachgekommen sei, habe er ihr mehrfach mit der Waffe auf den Hinterkopf geschlagen, teilte die Polizei mit.
(dpa, 07.07.11)

Der Wahnsinn seiner Umgebung hatte schon zu sehr auf ihn abgefärbt.

Es wundert mich nicht.

Es wundert mich schon gar nicht, wenn jemand zur Flasche greift, der im Bundestag Abgeordneter ist.

Wenn man zudem auch noch zur CDU/CSU-Fraktion gehört, halte ich schweren Alkoholismus sogar für zwingend geboten.
So wie beim CDU-Fraktionsvize Schockenhoff, der letzten Samstag nach einem Kreismusikfest in Baindt im Kreis Ravensburg beim Ausparken ein Auto schrottete und Fahrerflucht beging.
Laut Polizeibericht habe eine noch in der Nacht des Festes genommene Blutprobe eine Alkoholkonzentration "von deutlich über zwei Promille" ergeben.
Heute wendet sich der CDU-Fraktionsvize mit den Worten „ich bin krank und brauche Hilfe“ an die Presse.

Noch Fragen?

"Ich habe es mir lange nicht eingestanden, sagte der Parlamentarier der Onlineausgabe der Schwäbischen Zeitung. "Aber ich bin krank und brauche Hilfe." Die eigentliche Tat hatte er in einer früheren Mitteilung bereits zugegeben und sich für sein Verhalten entschuldigt. Nach eigener Aussage wollte er den Parkunfall am nächsten Tag der Polizei melden. Die förmlichen Ermittlungen konnten eingeleitet werden, weil der Bundestag nicht innerhalb der vorgeschriebenen 48 Stunden mit Verweis auf Schockenhoffs Immunität widersprochen hatte.
[…] Dem Abgeordneten wurde am Donnerstag auch der Führerschein entzogen. Dagegen hatte er zunächst Widerspruch eingelegt. Zu einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers, wonach er bereits zweimal wegen Alkohols Gegenstand von Beratungen im Immunitätsausschuss gewesen sei, sagte er: "In solchen Fällen besteht eine Verjährungsfrist nach zehn Jahren. In den letzten zehn Jahren hat es nichts gegeben." Schockenhoff bestätigte einen Vorfall in den 1990er Jahren, der im Immunitätsausschuss behandelt worden sei.
(Sueddeutsche.de 07.07.2011)

Kommentare:

Homer Simpson hat gesagt…

Der Mensch hat eine natürliche Abneigung gegen alles, was "anders" ist. Als "Eingeborener", ist man optimal für das Leben in deinem Habitat ausgestattet. Man braucht keine Einwanderer, um seine Chance auf sein Überleben zu verbessern. Im Laufe der Evolution, wurde der Preis für die Anpassung an die Umwelt, von den eigenen Vorfahren gezahlt.

Vielleicht empfinden deshalb manche einen tieferen Hass gegen Einwanderer, die ihr natürliches Habitat aufgegeben haben, um nun hier zu leben. Man fühlt sich ausgenutzt. Hinzu kommt ein besonderes Einwanderer-Phänomen. Ich bin kein Soziologe - aber ich meine, dass es insbesondere unter Einwanderern, zu starken Frustrationen kommt, die viele Jugendliche dann bei Gewaltexzessen abzubauen verzuchen. Würde man das ohne Wertung einfach nur so feststellen, ohne ihnen dabei Schuld zuzuweisen, wäre das durchaus okay. Die Statistiken sprechen ja eine klare Sprache.

Nun sind aber Menschen mit rechter Gesinnung besonders intolerant. Schwäche und Fehler, verzeit man weder sich moch anderen. Das Leben ist hart. Da muss man auch hart sein. So ticken die meisten von denen. Und wenn man was ändern will, muss man etwas tun.

Die Einstellung ansich ist gar nicht so schlecht. Nicht jammern, sondern handeln - jeder erkennt hierin auch was Positives.

Im Falle der Nazis, wird diese Einstellung aber missbraucht. Hier nimmt man die natürliche Ablehnung gegen Einwanderer und hetzt Jugendliche gegen diese auf. Junge Menschen können die komplexen Zusammenhänge des Lebens, nicht einfach selbst begreifen. Es fehlt in ihrer Erziehung oft eine vorbildhafte Bezugsperson, die Erklärungen geben kann und will und als Autorität vom Jugendlichen anerkannt ist.

Es fehlt also an einer gesunden Erziehung. Frei von Gewalt und geprägt durch Zuwendung, Verständnis und Liebe. Nazis haben so ein Umfeld nicht. Man gammelt stattdessen zusammen rum und ist einem negativ beeinflussendem Umfeld ausgesetzt. In so einerm Umfeld, halten sich die üblichen Agitatoren auf, deren Fremdenhass schon Teil ihrer Persönlichkeit geworden ist. Die reden so lange abfällig über Ausländer, wie Andere sich das anhören. Das ist Teil einer Kompansationshandlung. Schon bei den Nazis des 3. Reiches, waren Minderwertigkeitskomplexe die Ursache für deren Judenfeindlichkeit. Die Kompensationsversuche, sind natürlich auf Dauer fruchtlos. So wirklich, hilft es eben nicht gegen vermeintlich eigene Schwächen. Auch der Agitator, ist also Produkt einer von Fehlern geprägten Erziehung.

Was kann man also gegen Rechte tun? Einsperen, verfolgen, ächten? Ich glaube nicht, dass das helfen würde. Darum bin ich gegen Ausgrenzung. Natürlich müssen Verbrechen bestraft und geächtet werden. Aber man sollte parallel Alternativen zu dem Nazi-Umfeld bieten. Möglichkeiten zum Ausstieg aus dem Teufelskreis.

Unser eigentlich so sozialer Staat, gibt aber nur wenig Geld für seine Kinder und Jugendlichen aus. Wichtiger sind offenbar Subventionen für Milch die keiner braucht, um damit die Produktion hoch zu halten, was für stabile Preise für Erzeuger sorgt.

Mich wundert es nicht, dass Deutschland ausstirbt. Ohne Achtung aufzuwachsen und zum reinen Arbeitssklaven "ausgebildet" zu werden, kann Menschen nicht gerecht werden. Hier steht die Regierung in einer Bringschuld. Soziale Verwarlosung ist die Folge einer unausgewogen kapitalorientierten Politik und das permanente Wegschauen, wenn es um Familienproblematiken geht.

Hier in Bremen gab es ja den Fall "Kevin". Da hat man einem schwer Drogenabhängigen, seinen zweijährigen Stiefsohn überlassen. Der Junge wurde immer wider schwer misshandelt. Und was hat man unternommen? Nichts. Und wie oft hört man von Kindern, die in der elterlichen Wohnung verhungert/verdurstet sind oder Aufgrund von Verwarlosung - selbst in "elterlicher Obhut" starben?

Und das sagt eigentlich alles über unsere Gesellschaft.

jakebaby hat gesagt…

"In der Unionsfraktion verteilen sie jetzt schon kleine Hochglanzbroschüren, die in jede Tasche passen. Die Politiker können sie immer bei sich tragen. "Dem Land geht es gut", steht darauf, und: "Eine Zwischenbilanz der christlich-liberalen Koalition". Innen drin 60 Seiten Uns-geht's-doch-gut, 60 Seiten Erfolgsmeldungen, von Themen wie "Wohlstand" bis "Internationale Politik"."

Ist das jetzt Sarkasmus oder Real?
Ein Merkelsch'eigenes Parteibuechlein positivierten Jauchesatzlesens?
"Uns-geht's-doch-gut" droehnt mir noch vom Weigel als Rechtfertigung des, bis dahin,
uebelsten 'keineSteuer'Luege-Wahlbetrug' im Schaedel.
... und was sagte Helmut dazu?

Some Things never Change ... und Schlimmer geht Immer!

Gruss
Jake

satirgay hat gesagt…

bitte um nachsicht: ich konnte einfach nicht anders ... musste mich an dem phänomenalen bild unserer kanzlerin bedienen (wo immer das her ist)

Anonym hat gesagt…

Heute muss ich Dir mal ganz entschieden widersprechen:

"Aber von Botanikern zu verlangen sie sollten ab sofort die Farbe der Blätter als pink definieren, ist mehr als lächerlich."

Das passende Bild ist in diesem Zusammenhang wohl eher, dass ein selbsternannter Grüner Daumen, der in der Vergangenheit einen Kaktus nicht von einer Primel hat unterscheiden können (und deshalb auch den amerikanischen SubPrimeln auch in Phasen der Trockenheit beste Überlebenschancen zugesprochen hat) den vom Urnenpöbel in seiner Weisheit zum Gärtner gewählten Böcken öffentlich erklärt, dass es sinnlos ist, den Olivenbaum weiter zu gießen.

"Wenn ihr das Moody’s und S&P-rating nicht gefällt, braucht sie sich ja nicht danach zu richten.
Niemand muß sich an die Empfehlungen einer privaten Firma halten."

Klar muss sich Frau Merkel da nicht daran halten, aber die Zocker können es.
Warum sollten sie das tun?

Weil es ZOCKER sind: die brauchen keinen Grund, denen reicht eine Ausrede. Mal gnz davon abgesehen, dass inzwischen der Großteil der griechischen Staatsanleihen bei IWF und EZB liegen, das Risiko für die Privaten also eher gering ist.

Klar hätte man denen schon längst einen Riegel vorschieben müssen, aber das legitimiert das unverantwortliche Verhalten der Rating-Agenturen kein Stück.

Welchen Grund hat man eigentlich die Kreditwürdigkeit dieser Länder herabzustufen? Europa hat gerade in einer gemeinsamen (wenn auch zu zögerlich und von unserer Lieblingskanzlerin in einer arroganten Weise) Anstrengung zum Ausdruck gebracht, dass man , wenn es hart auf hart kommt für einander einsteht, wie sieht es denn mit der Kreditwürdigkeit der USA aus: Da wurde, trotz ziemlich perverser Schuldenlage, die zur Zeit in einer rechtlichen Grauzone herumdümpelt soweit ich weiß nur mit Herabstufung gedroht.

Korrigiere mich bitte , wenn ich Unsinn geschrieben habe

QuakediQuak

TAMMOX hat gesagt…

@Homer:
Soweit ich weiß zeigen alle soziologischen Unetrsuchungen, daß Kriminalität von Einwanderern absolut nichts mit deren Kultur und deren Herkunft zu tun hat, sondern ei nrei nsoziales Phänomen ist.
Je weniger Geld man hat, desto ausgegrenzter man ist, je weniger Bildung man hat, etc, desto mehr neigt die Jugend zur Kriminalität.

Es wird immer gerne das Beispiel der Iraner genannt, die in Deutschland leben, wenn behauptet wird, daß muslimische Machos-Jugendliche krimineller als ihre deutschen Kollegen sind.

Bei den Iranern ist es wegen des Regimes in Teheran so, daß eher die Wohlhabenden und vor Allem die Gebildeten nach Deutschland fliehen.
Die werden dann in Deutschland das, was sie auch im Iran waren: Neurochirurgen, Architekten oder Schriftsteller. Daher gibt es auch praktisch keine kriminellen Iranischen Jugendlichen in Deutschland. Ihnen geht es nämlich ökonomisch gut, weil sie überdurchschnittlich gebildet sind.

Dabei sind das natürlich alles Einwanderer und alles Moslems.

@ Jake:

Ja, das wird inzwischen wirklich zunehmend zu einer unlösbaren Ausgabe:
Die Realität der Merkel-Regierung von Satire zu unterscheiden.

Das mit der Broschüre müßte eigentlich Satire sein; ist es aber nicht.
Das ist Realität.

Siehe link:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,772503,00.html

Wenn Du mal herzlich lachen möchtest:

http://www.dem-land-geht-es-gut.de/

Dem Land geht es gut!
Eine Zwischenbilanz der christlich-liberalen Koalition.




LGT

TAMMOX hat gesagt…

@ QuakediQuak - ich glaube wir liegen gar nicht auseinander. Mir lag es fern eine Lanze für die Ratingagenturen zu brechen.

Zur Absurdität des ganzen Systems müßte man noch hinzufügen, daß die Ratingagenturen weitgehend den Banken gehören, deren Produkte sie in der Vergangenheit mit Bestnoten bewertet hatten.

Das ist genauso wie mit dem TÜV-Süd, der den AKW-Betreibern gehört und dann „unabhängig“ die Sicherheit der AKWs prüft.

Ja, Deine Metapher passt besser.
Es gibt mir aber in diesem Fall nur darum die Regierung Merkel zu kritisieren, die sich erst darüber beschwert, daß die Ratingagenturen viel zu lax Bestnoten verteilten und wenn sie nun mal NICHT so lax sind, dann pöbelt Merkel auch gleich wieder los und verlangt, daß die Ratingagenturen Griechenland und P. lockerer betrachten sollten.
So geht es nun nicht.

LGT

Anonym hat gesagt…

Nachdem ich den Artikel:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=10067
gelesen habe, muss ich meine Meinung doch noch mal nachjustieren:

"Im »Wall Street Reform and Consumer Protection Act« hat die Regierung Obama 2010 dem einen Riegel vorgeschoben: Die Ratings gelten nun als Expertenäußerung, für die die Agenturen haften. Wie diese Haftung genau aussieht, ist offen."

Wenn ich von heute auf morgen für meine (ich betreibe sowas natürlich nicht!) Kaffeesatzleserei haften würde, würde ich auch erstmal überall zur Vorsicht raten. Irgendwie komisch, dass das so gut wie nirgends erwähnt wurde (oder lese ich einfach zu selektiv?). Es scheint mir doch durchaus erwähnenswert, dass die Ratingagenturen gerade allen Grund haben, dass Ihnen der Arsch auf Grundeis geht und es für sie deshalb gerade hochattraktiv ist möglichst jedes Risiko auszuschließen.

Schöne Grüße

QuakediQuak

TAMMOX hat gesagt…

Danke QuakediQuak;
der Aspekt mit der Haftung war mir auch neu...

Das ist aber auch vielschichtig alles...

LGT