TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Samstag, 16. Juli 2011

Schnittmengen

Das braune Antisemiten-Portal Kreuznet entzieht sich Justiz und Staatsanwaltschaft, indem sich die Macher in der Anonymität verbergen.
Der Server steht irgendwo, Kanada oder Moldawien, genau weiß man noch nicht mal das. So können sie ungehindert von ihrem katholischen Gottesstaat träumen und nach Lust und Laune jeden Tag aufs Neue gegen den deutschen Volksverhetzungsparagraphen verstoßen.
Auch copyright-Verletzungen können ihnen egal sein, da sie ohnehin nicht greifbar sind.

Blogger, die Anbieter wie Google benutzen, nennen zwar auch nicht immer öffentlich ihre Adressen und Namen, aber sie sind doch juristisch greifbar.
(Natürlich verfügt Googles „Blogspot“ auch über die Adresse von mir.)

Kreuznet bedient sich (illegal) interessanterweise auch überall dort, wo es den Feind wittert.
Spiegel.de, Sueddeutsche.de und Co sind für ultrarechten Katholiban zwar grundsätzlich nur „kirchenhassende Straßenmagazine“, aber dennoch werden Inhalte unablässig übernommen.
Geradezu manisch verfolgen sie den Renegaten David Berger und sind ganz offensichtlich bei Facebbok, Gayromeo und Co eingeloggt, um ihn genau zu observieren.
Andere rechte Organe wie das stramm konservative (aber legale) kath.net werden aber von den monarchistischen Pius-Ultras nur mit Verachtung überschüttet.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Die angebräunten Schreiberlinge von „Junge Freiheit“ werden regelmäßig auf Kreuznet zitiert und in ihrer Kritik an Freiheit, Liberalismus, Schwulen, Atheisten, Linken etc gerne unterstützt.

Insbesondere das Lamentieren über die angeblich verweichlichten und nach links gerutschten C-Parteien und die Christlichen Kirchen eint Krätznet und Junge Freiheit.
Der Ton mag unterschiedlich schrill sein. Aber die Themen, welche die „JF“ bewegen, stehen allesamt auch auf der Agenda der Fundi-Katholen.
Eine kleine Auswahl der JF-Meldungen von heute:
[Absichtlich ohne Links. Per c&p in Google kann aber jeder die Quelle in ein paar Sekunden finden]

1.) Berlin. FDP fordert Aktionsplan gegen Deutschenfeindlichkeit. Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Kai Gersch, hat einen Aktionsplan gegen Deutschenfeindlichkeit gefordert.

2.) Orthodoxe Kirche protestiert gegen EU-Sanktionen. STRASSBURG. Der Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche beim Europaparlament, Igumen Filipp, hat Maßnahmen der Europäischen Union zur Bekämpfung der „Homophobie“ scharf kritisiert. Die geplante rechtliche Verankerung von Sanktionen stelle auch eine Form von Diskriminierung von Personen dar, „die gleichgeschlechtliche Eheschließungen nicht als eine Norm anerkennen wollen“.

3.) Hohe Ausländerquote in Berliner Gefängnissen. BERLIN. In den Gefängnissen der deutschen Hauptstadt beträgt der Ausländeranteil rund 36 Prozent. Das geht aus einer Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz im Berliner Abgeordnetenhaus hervor.

4.) Die Bayerische Informationszentrale gegen Extremismus (Bige) hat die Einrichtung einer Netzseite angekündigt, die sich kritisch mit dem steigenden Linksextremismus im Freistaat auseinandersetzen wird.

141 mal hat Kreuznet inzwischen die „Junge Freiheit“ mit zitierenden Artikeln gelobt. Sie wird sogar ausdrücklich als "oppositionelle Zeitung" geadelt.
Man hilft sich gegenseitig und versucht sich Leser zuzuschieben.

Daß Rechte andere Rechte hofieren ist aus deren Sicht verständlich.
So versuchen sie ihren Einflußbereich zu vergrößern.
Gefährlich werden diese Synergien dadurch, daß sich Überschneidungen von legalen Unternehmen mit Illegalen und Kriminellen ergeben.

Vollends gruselig wird es, wenn sich immer wieder auch Politiker der rechten Flügel von CDU, CSU und FDP bei der rechtsnationalen JF anbiedern.
Eine Regierung aus Parteien, deren Mitglieder ohne Not Werbung für die die ganz ganz Rechten machen, kann selbstverständlich nicht glaubwürdig im Kampf gegen Rechtsradikalismus sein.
Allerdings ist das Kind „Glaubwürdigkeit“ bei Merkel und Westerwelle schon vor Jahren im tiefsten Brunnen versenkt worden.
Wer würde von einer notorischen Faktenverdrehenden Waffenpropagandisten, die gern mit ausländerfeindlichen Stereotypen spielt („faule Griechen“) irgendwelche Hemmungen erwarten?

Ex-Minister, Ex-Generalsekretär und Ministerpräsidentensohn Thomas Goppel wirft sich zum 25. Geburtstag der JF denn auch voll ins Zeug und schreibt eine Lobeshymne über die Braunen.

Die JF wird gebraucht!
...Zur Verbesserung der Sicht des ganzen Deutschlandspektrums', schreibt der Gratulant anerkennend. Nun verbirgt sich hinter dem Kürzel 'JF' die Wochenzeitung Junge Freiheit, die im deutschen Medienspektrum sehr weit rechts angesiedelt ist, gerade so weit, dass man zu ihr nicht ungestraft extremistisch sagen darf, sonst aber so ziemlich alles: erzkonservativ, ultrarechts. 2004 druckte die Zeitung ein Interview mit dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt, in dem er Hitler als großen Staatsmann bezeichnete.
Die Vergangenheit des Blattes stört den CSU-Mann offenbar nicht, er hat kein Problem damit, dass er mit einem Gastbeitrag und Bild in dieser Zeitung erscheint. 'Ich finde mich in keiner schlechten Gesellschaft', sagt Goppel.
[…] Der Landtagsabgeordnete sieht sich lieber 'auf der Seite der Mutigen als auf der Seite der Feigen', die hinterrücks drohen. Damit spielt Goppel auf die linke Szene an.
[…] Für Thomas Goppel ist die Gratulation zum 25-jährigen Bestehen der Jungen Freiheit auch deshalb nichts Besonderes, weil er sie regelmäßig liest. 'Ich schaue öfters hinein als in den Bayernkurier, […] sagt er.
(SZ 16.07.11)

Noch Fragen?

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

Noch Fragen? ...

Noooeee ueberhaupt Keine. Ich bin mir dem brachialen RechtsRuck Europas vollkommen bewusst.
Und diese anscheinend sich anbietende Opportune' ist wohl allzugerne aufgreifend beliebt.

Gruss
Jake

TAMMOX hat gesagt…

Wobei ich dazu sagen muß, daß die "JF" sich gerade mit einem Auflagenrekord von 19.000 Exemplaren brüstet.
Das ist ja so gut wie nichts.

Insofern ist es schon erstaunlich, wie sich der CSU-Mann denen an den Hals wirft.
Allzu viele Wählerstimmen locken da nicht.

Vielleicht denkt er aber tatsächlich so rechts.

PEINLICH!!!!!

LGT