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Sonntag, 23. Dezember 2007

Heucheln, daß es einem die Sprache verschlägt.




Der Spiegel schreibt in seiner jüngsten Ausgabe (unterstützt von immer wieder erscheinenden Online-Artikeln), daß die SPD eine Schmutzkampagne gegen Merkel plane.
Bestätigt ist zwar nichts, Ludwig Stiegler nennt das „Schmarrn“ und Johannes Kahrs verweist lediglich auf die Leichtigkeit mit der man Merkel entzaubern könne:
"Sie kann keinen Wahlkampf. Sie führt nicht. Und im Ausland hat sie auch nichts für Deutschland gebracht."
Was auch immer man von Herrn Kahrs halten mag – aber wo er Recht hat, hat er Recht.
Ich wundere mich ja hingegen schon lange darüber, wie lange die SPD Merkel mit ihrer Nichtpolitik gewähren lässt und habe dies hier an dieser Stelle ja immer wieder angeprangert. Als nicht der Tagespolitik zugehörige präsidial repräsentierende Kanzler-Darstellerin mogelt sie sich durch den Alltag.
Sie kümmert sich um nichts und lässt sich dementsprechend auch für nichts verantwortlich machen.
Das ist ja genau das Geheimnis ihrer hohen Umfragewerte.
Verblüffenderweise wird in der allgemeinen und devoten Pro-Merkel-Haltung ganz vergessen, daß einige der schmutzigsten und verlogensten Politkampagnen auf ihr Konto gehen. Ihre mächtigen Freunde aus der Presse – Liz Mohn, Friede Springer, Kai Diekmann etc – sind da MAL WIEDER weit entfernt von Fairness oder gar Objektivität.
Die wohl widerlichste und unanständigste Politkampagne der deutschen Geschichte seit der Vereinigung – nämlich die hessische xenophobische Antiausländer-Unterschriften-Aktion von 1999 wurde maßgeblich von Merkel unterstützt und finanziert.
Extrem schmuddelig und einfach abstoßend auch das Anti-Schröder-Fahndungsplakat, das aus ihrem Haus stammte:
Am 24.1.2001 stellte der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer auf einer Pressekonferenz anläßlich der bevorstehenden Bundestagsdebatte über die Rentenreform ein Plakat vor, das Bundeskanzler Schröder im Stil eines Fahnungsplakates in Front- und Profilansicht zeigt. Die Fotos sind in Anspielung auf die TV-Fahnungssendung mit „Vorsicht, Fall“ unterschrieben. Die drei Fotos sind mit einem Aktenzeichen als Jahresjahr gekennzeichnet. In der Profilaufnahme sind die Mundwinkel so weit nach unten gezogen, dass man eine Bildmanipulation vermuten könnte

Sagenhaft weit unter die Linie des allgemeinen Anstands auch die Anti-Schröder-Plakate der CDU Niedersachsen aus der Zeit:
„Drei Exfrauen können nicht irren!“

Das ist immer das Problem von CDU und SPD: Während die Anhänger von Union schon zufrieden sind, wenn „ihre Leute“ an der Macht sind und eine riesengroße Toleranz gegenüber den Mauschelein der CDU-Mandatsträger haben, erwarten die SPD-Anhänger von ihren Leuten immer, daß sie moralisch und ethisch besser sind.
Die CDU hat schon dermaßen viel Dreck an den Fingern, daß man sich auch kaum noch über die Heuchel-Attacke des Pofalla-Witzboldes wundern kann:
Der CDU-Generalsekretär nannte "die geplante Schmutzkampagne" gegenüber der Nachrichtenagentur ddp einen "Akt der Hilflosigkeit".
Verblüffend, daß ihn nicht auf der Stelle ein Blitzschlag getroffen hat. Denn wer nun wirklich ohne Argumente durch die Wahlkampfe schlurft und statt dessen einfach wahllos Dreck auf den politischen Gegner wirft, ist schließlich seit eh und je die CDU.
Plattbirne Pofalla - Dir ist da wohl einiges entpofallen: Da gab es zum einen die immer wieder aufgewärmte ROTE-SOCKEN-Kampagne Deines Vorgängers Pastor Hintze:
1994 hatte der damalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze die Idee, den Fortbestand der schwarz-gelben Koalition dadurch zu gewährleisten, indem er im Bundestagswahlkampf das rot-rote Gegenmodell symbolhaft plakatieren ließ. "Auf in die Zukunft", prangte auf den Wahlplakaten, "aber nicht auf roten Socken".
Eine Idee, die nun 2008 in NRW in der 27. Auflage läuft und selbst für CDU-Verhältnisse von einer ungeheuren Verlogenheit zeugt: Immerhin ist es ja die CDU gewesen, die nach 1989 gleich zwei Blockparteien der DDR, die vorher brav zu Mauer und Schießbefehl applaudierten einfach wegfusionierte und sich deren Mitglieder, Vermögen und Immobilien unter den Nagel riß.
Die SPD hat sich im Gegensatz zu CDU und FDP eben NICHT dreist aus der postkommunistischen Erbmasse bedient.
Die Dreckkampagnen der CDU sind legendär – wer erinnert sich nicht an die riesigen Anzeigen in der BILD-Zeitung von 1998?
Meine drei Favoriten auf der nach unten offenen Skala der CDU-Charakterlosigkeit:

1.)
LAFONTAINES SCHRÖDER. TRITTINS FISCHER.
MIELKES GYSI:

Was kommt denn da zusammen?
Wir wollen unser Deutschland und keine andere Republik! Ihre CDU

2.)
Trittin – früherer Kommunist, Schily – früherer Sympathisant der linken RAF-Szene, Fischer – früherer Straßenkämpfer, Gysi – früherer Mann Mielkes:
UNSER LAND IN DEREN HAND?

3.)
NEUER GRÜNER WAHN: OPFER TOT – TÄTER FREI

Das könnte sich kein Kabarettist besser ausdenken!
Ausgerechnet die Union, die in ihren Reihen einen Mann wie Otto Wiesheu hat, der 1983 hackevoll eine Frau TOTFUHR, Fahrerflucht beging und anschließend dafür dann von Stoiber zum bayerischen Verkehrsminister ernannt wurde!

Neu ist das natürlich nicht – so war es in den 50ern schon üblich die SPD generell als kommunistisch zu brandmarken:
Sie sind die fünfte Kolonne Moskaus!
(F. J. Strauß, CSU, zu H. Wehner, SPD, am 25.3.55)
Unvergessen auch die persönliche Hetze gegen Willy Brandt, der in der Nazi-Zeit anständig geblieben war – im Gegensatz zu den CDU-Gestalten.
„Dieser Frahm.....“ tönte Adenauer über Brandt – eine Anspielung auf seine uneheliche Geburt und seine angebliche vaterlandsfeindliche Einstellung während des WK-II.
Das ließe sich unendlich fortführen und daher möchte ich die SPD auffordern auch mal die Samthandschuhe auszuziehen und sich nicht von Megaheuchlern wie Rüttgers ins Boxhorn jagen zu lassen – dem Mann der auch mit xenophobischer Hetze („Kinder statt Inder“) reüssierte und nun besonders laut krokodilstränt:
"Wer jetzt eine Anti-Merkel-Kampagne starten will, zeigt, wie es um ihn bestellt ist".

Natürlich soll und wird die SPD nie so weit im Niveau gehen, wie die Schmuddel-CDU und auch noch das Privatleben der Merkel thematisieren.
Das gehört sich nicht und BASTA! Aber ihr breites politisches Versagen und ihre Arbeitsverweigerung bezüglich der Richtlinienkompetenz eines Kanzlers soll NATÜRLICH auf den Tisch!

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