TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Hüben und Drüben

Eins der beherrschenden Themen in Amerika ist im Moment der Besuch von Herrn Hu bei Obama.
Den Rechten missfällt es, daß „der Kommunist“ so hofiert wird.

Es frappiert mich dabei immer wieder zu erleben, wie ahnungslos und der Realität entrückt konservative Amerikaner denken, bzw eben nicht denken!
Ob ihnen China gefällt oder missfällt ist herzlich irrelevant. Die USA sind schon lange nicht mehr in der Position Peking großkotzig ignorieren zu können.
Ich staune ernsthaft, daß Amerika, das kaum noch irgendetwas herstellen kann, die Fähigkeit zur Warenproduktion komplett verloren hat, stattdessen alles importiert und sich das Geld für diese Importe leiht, immer noch glaubt in der Position zu sein auf denjenigen, der all die Waren liefert und dem die Schuldscheine gehören, hinab blicken zu können.
14 BILLIONEN Dollar Miese haben sich in den USA angesammelt, weil die maßlosen Konsumenten geliehenes Geld mit vollen Händen zu Wal Mart schleppen.
Umgekehrt gibt es (außer Waffen und Pornos) fast nichts, das auf dem Weltmarkt bestehen könnte.
Wer will schon ein amerikanisches Auto? Die Produktion von Haushaltsgeräten und Gebrauchselektronik hat das ehemalige Land der unbegrenzten Möglichkeiten ohnehin schon aufgegeben.
Und wer einmal in Amerika produzierte Klamotten gekauft hat, tut das nicht wieder.

Aber man soll nicht immer nur das Negative sehen.

Ein paar Bereiche gibt es natürlich, in denen die Amis wirklich gut sind.
Dazu gehören zum Beispiel das Musik-Business und TV-Produktionen.
Es gibt dort mutige Produzenten, sehr intelligente (und gut bezahlte) Autoren und auch noch Talente.

Als Deutscher muß man sich in Grund und Boden schämen angesichts des unterirdischen Niveaus, das die hiesigen TV-Produktionen haben.
Unglücklicherweise sind die deutschen Zuschauer durch die jahrzehntelange systematische Geistlosigkeit deutscher Serien dermaßen in die Verblödung gesendet worden, daß sie intelligentes, komplexes und überhaupt anspruchsvolles Fernsehen à la „Sopranos“ gar nicht mehr verstehen können.

Besonders krass fällt mir die deutsche Provinzialität immer auf, wenn sich die Medienmogule hierzulande daran machen die großen US-shows zu plagiieren und Bambi, Echo und sonstige Verleihungen à la Hollywood inszenieren.

Die „Stars“ sind dann aber eben nicht Robert de Niro und Sean Penn, sondern Mutter Beimer und Janette Biedermann.
Statt Barbra Streisand kommt die Sangeseinlage von Sarah Connor; die Moderation macht nicht Jon Stewart, sondern Oliver Pocher.
Das kann natürlich nur in unfreiwilliger Komik enden.

Dabei sind schon die Originale, also die Oscar-Gala und die Verleihung der Golden Globes kaum an Pathetik zu überbieten.

Die Golden-Globes-Show hat letzte Woche allerdings ein echtes Highlight; das war der Moderator in Gestalt des britischen Komikers Ricky Gervais.
Ein Mann, der sich was traut und genau das tut was die einheitlich freundlich neutralen deutschen TV-Luschen à la Jauch, Beckmann und Kerner nicht können.
Gervais riskierte aber eine so dicke Lippe, daß er seinen Job vermutlich los ist.

Tatsächlich hatte Gervais mit seinen Scherzen da und dort weit unter die Gürtellinie gezielt. Allen voran bei einem Gag, der wohl John Travolta und Tom Cruise gelten sollte: Der Film „I Love You Phillip Morris“ sei nicht nominiert worden: „Jim Carrey und Ewan McGregor, zwei heterosexuelle Schauspieler, die vorgeben, schwul zu sein. Also das komplette Gegenteil zu einigen berühmten Scientologen.“ Vor allem hier war das Raunen im Publikum lauter als das Gelächter. „Meine Anwälte haben mir bei der Formulierung dieses Witzes geholfen“, ergänzte Gervais.
(ORF.at)

Schandmaul Gervais hat sich aber auch alle Mühe gegeben, so ziemlich jede Größe der Filmmetropole tödlich zu beleidigen.
[…] Der Preis der Spezialeffekte müsse an das Plakat für "Sex and the City 2" gehen. "Ich weiß, wie alt ihr seid, Mädels", sagt der Brite über die Hauptdarstellerinnen. "Ich habe eine von euch in 'Bonanza' gesehen." Die Westernserie lief in den 60er-Jahren; den Damen wird es das Herz gewärmt haben. Filmstar Robert Downey jr. ("Chaplin", "Sherlock Holmes", "Iron Man"), der früher drogensüchtig war und mit dem Gesetz in Konflikt geriet, wurde von Gervais mit den liebevollen Worten eingeführt: "Die meisten in diesem Raum kennen ihn am besten aus der Betty-Ford-(Entzugs-)Klinik und dem Los-Angeles-Bezirksgefängnis." Besonders dicke kam es für den deutschen Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck und seinen Film "The Tourist". Alles sei in diesem Jahr dreidimensional, sagte Gervais mit Blick auf die 3-D-Technik - "nur nicht die Charaktere in 'The Tourist'". Er habe den Film allerdings nicht gesehen, gab der Brite zu, "aber wer hat das schon".
(Abla 20.01.11)



Wegen der kräftigen Tritte unter die Gürtellinie, die Gervais austeilte, mache ich mir eigentlich keine Sorgen um seine zukünftige Karriere.
Ich glaube, gerade die offiziell zu prüden Amerikaner mögen solche Derbheiten.
Gerüchten zu Folge, wurde der spaßige Brite noch während der Sendung von seinen Bossen zusammengestaucht und gebeten sich zu mäßigen. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.

Tatsache ist aber, daß sein Schlußgag für Amerika dann doch zu viel war.
In gods own nation haute er abschließend dieses Statement raus.



Das dürfte der Karriere in etwa so förderlich sein, wie die Hoffnung eines Priesters Bischof zu werden, nachdem er dem Papst auf die Soutane pinkelt.

Kommentare:

Homer Simpson hat gesagt…

Na gute Laune, hat er nicht versprüht. Aber wohl allenthalben ein paar komische Wahrheiten. Klar, dass die Amerikaner das nicht amüsiert. Aber es wird ja verdammt nochmal Zeit, das Koks aus der Nase zu lassen und sich gewisser Realitäten zu stellen.

Insbesondere, was er zu Scientology Ikonen Travolta und Cruise sagte, war zwar etwas unterhalb, aber nötig. Die Scientology ist in den USA als Kirche anerkannt.

Als KIRCHE !

Und das geht garnicht! Die Freiheit, kann man auch übertreiben. Nächste Woche, macht noch einer ein Kinderbordell an der Route 66 auf. Ist ja sein verfassungsmäßiges Recht!

Und du sagst es ja selbst TAMMOX, dass Amerika nicht wirklich was zu feiern hat.

Das den Deutschen die nötige Pathetik in ihren Preisverleihungen fehlt bzw. der Versuch lächerlich wirkt, ist mir auch schon aufgefallen. Aber es gibt nunmal keinen Grund dafür. Es gibt einfach zuwenig gute Unterhaltung aus Deutschland. Da bekäme man keinen Abend gefüllt, wenn man nur Besonderes auszeichnet.

TAMMOX hat gesagt…

Bei uns sind eben die Unterhaltungsthemen, daß eine Sarah Dingsbums im Dschungelcamp Maden frisst und daß „Sexy Cora“ beim zehnten Versuch sich die Titten auf Lollo-Ferrari-Größe aufzublasen den Löffel abgegeben hat.*
Solchen Trash gibt es natürlich auch in den USA - aber nicht NUR. Die haben eben auch jede Menge Qualitäts-TV, das man sich gezielt per Kabel abonniert. Da muß man nicht rund um die RTL-II gucken.

LGT

PS:

*Haha, Facebook-Diskussion zu „Sexy-Cora“:


Nach Busen-OP: „Big Brother“-Star Cora tot
Big Brother“-Star Cora ist tot! Sie erlag gestern um 14.30 Uhr im Hamburger Universitätsklinikum ihren schweren Hirnschäden.

Soeren V.:

Hirnschäden? Wie kann die an einem HIRNSCHADEN sterben?!

Da stirbt doch der Heesters noch eher den frühen Kindstod.

Homer Simpson hat gesagt…

Diese Art von Nachrichten, sind nur für RTL-Zuschauer interessant. Ich wusste davon noch gar nichts. Und ehrlich gesagt, ist das auch gut so.

Hier haben WIR ansich die Meinung, dass Ami-TV total oberflächlich ist. Gibt es wirklich auch Anspruchvolles? Das wäre kaum zu glauben. Ich dachte, da laufen nur Soaps. Und Letterman & Oprah, wären schon die highlights an Intellektualität. Allein diese Bibelsender, sind ja nicht auszuhalten.

Anonym hat gesagt…

...Sie haben noch Boris, the Brainless Becker vergessen der ja nun wirklich gar nichts mehr anzubieten hat ausser der Tatsache dass er sich sexuell einmal, vor langer Zeit, in den Wäschekammern eines Hotels zu schaffen gemacht hat. Trotzdem sieht man ihn mit zäher Regelmässigkeit immer wieder - warum, das wissen selbst die Götter nicht!

jakebaby hat gesagt…

"Aber man soll nicht immer nur das Negative sehen."
Zu deinen vorhergehenden Anmerkungen waere eigentlich nur hinzu zu fuegen.... ;-)

Ebenso verhaellt es sich im Vergleich mit BRD/USA-TV.
(um Voreingenommenheit auszuschliessen. Ich war das letzte Mal 2009 in Deutschland, und auch zuvor war das Programm schon immer zum Abgewoehnen beschissen), ... was man ganz sicherlich unverzueglich und aufs extremste nach dem ersten Tag US-Kabelanschluss registriert.
Im krassen Gegensatz zu Deutschland ein Ueberfluss an Natur, Explorer, Geography, Discovery, History, Dokumentaries, Biography, Travel, Science, Learning, Education, Children, ... im Dutzenden.
Und als werbungshassende Fernsehnase spend ich gerne 'n 30ger fuer 3Dutzend 'Werbungsfreie, auf denen es, vor allem durch und mit Eigenproduktionen, dann erst richtig zur Sache geht. ... Mal vom Fakt abgesehen, dass sich annaehernd 100%(my Estimate) nur den 'uebrigen, 'uebermaechtigen Schrott reinziehen.
Fuer mich und ansonsten Ausschlaggebend ist die Availability!!
..
Oh 'Gott, ... Gervais.
Den Typ hasse ich seit seinem erstmaligen Serienauftauchen.
Dann muss ich ihn auch noch in Spielfilmen ertragen. Inklusive diverser Interviews oder sonsigen Standup/'Realities bleibt immer nur eine emotionslose, penetrant'impertinent, arrogant'ueberheblich, provokativ selbstherrlich staendig grenzunterschreitende Basis. Wobei mir dann noch dieses typisch semi'schwule Supreme'English den Rest gibt. (und haesslich isser auch noch)

Der Ricky ist einer der Wenigen, mit dem ich gerne ein paar Stunden zwischen ein paar Bier&So verbringen wuerde.
Wenn er nicht gerade einen wachsenden Anteil einer zerbrechenden Gesellschaft versinnbildlicht, ist er auch mit seinen 'Bemerkungen nie allzu weit vom Stamm.
Comedy/Humor darf ruhig soweit und weiter gehen.

Wieviel humorvoller koennte es wohl sein, denn (ausgerechnet Gott) fuer 'meinen Atheismus zu danken?

Thanks Ricky

TAMMOX hat gesagt…

@ Homer -
„Diese Art von Nachrichten, sind nur für RTL-Zuschauer interessant.“
Das stimmt nicht so ganz! Wenn Du mal bei news.google.de nach „Dschungelcamp“ suchst, bekommst Du Tausende Meldungen, die Dir erklären, daß es sich um ein eher gesamtgesellschaftliches Phänomen handelt. Da gibt es gerade gigantische Quoten von über 40 % Marktanteil. Ich könnte jetzt ausführen, weswegen ich das auch tatsächlich gerechtfertigt finde - im Gegensatz zu allen anderen Trash-Sendungen. Aber das führt viel zu weit und ist auch letztendlich irrelevant.

Und zum Ami-Fernsehen:

Hallo Jake - Du kommst gerade richtig.
Ich weiß eher theoretisch, daß es in den USA natürlich auch jede Menge trash-, Reality- und casting-Formate gibt. (Wobei sich die Frage stellt, weswegen die dabei auch Leute finden, die tatsächlich singen, tanzen etc können. In Deutschland fördert das nur Kübelböcks hervor)
Das meine ich aber nicht. Sondern:

1.)
Es gibt aber Comedy, die komisch ist, was soweit ich informiert bin, daran liegt, daß es eine große Zunft von intelligenten TV-Autoren gibt. Deutsche Comedians sind hingegen durch die Bank weg Dreck.
2.)
Meinungsstarken Politjournalismus. In meinem Blog war bisher immer von den Negativbeispielen die Rede (Beck, Limpballs, etc), aber auf der anderen Seite sind da auch Rachel Maddows, Keith Olbermanns und mein Liebling Bill Maher. Die sind schon richtig gut und auch unterhaltsam.
In Deutschland gibt es zwar auch ein paar nette Politsendungen - Panorama und ZAPP erwähne ich ja ab und zu auch lobend. Aber das sind Nieschen und eher trocken.

(Fortsetzg flgt)

TAMMOX hat gesagt…

3.)
Insbesondere Drama-Serien können die Amis wie niemand sonst.
Ich habe mich früher nie als Serien-Glotzer gesehen und bin durch meine Teenager-Zeit gekommen, ohne je eine Folge Denver-Clan, Drombuschs, Schwarzwaldklinik oder Lindestraße gesehen zu haben.
Inzwischen hat sich das aber verändert, weil ich irgendwann entdeckte, daß in Amerika Serien produziert sind, die auf ganz ganz hohen Niveau mit viel Aufwand, guten Schauspielern und sehr komplexen, ironischen und intelligenten Stoffen produziert werden.
Früher mal war Kino das Hochqualitative und TV-Serien der billige Abklatsch davon. Das hat sich aber völlig verändert. Heute muß kein US-Topp-Schauspieler sich scheuen eine Serienrolle anzunehmen. Im Gegenteil.
Ich habe das eigentlich erst gemerkt, als „Northern Exposure“ (Dt: Ausgerechnet Alaska) lief. Das habe ich wirklich begeistert gesehen und konnte es kaum glauben, welche philosophischen Fragen und feinsinnige Kunst-Kritik da drin war.
Dann kamen aus meiner Sicht die „Sopranos“, die zu recht von vielen als das beste Serien-TV aller Zeiten bezeichnet werden. Interessanterweise wurde kurz versucht das auch in Dt zu zeigen - aber das hat hier niemand gesehen, weil das dem Tumb-Zuschauer offenbar zu schwieriger Stoff war - voller komplexer handlungsstränge, alle mit tiefenpsychologischer Subebene. Gespickt mit Anspielungen und Zitaten.
HBO und andere haben inzwischen aber jede Menge dieser anspruchsvollen Formate kreiert - ich finde zum Beispiel „Six Feet Under“ nach wie vor ganz großartig, obwohl das schon mehr in den Bereich Skurilitäten geht. Aber es werden inzwischen auch alle möglichen Genres mit richtig guter Qualität abgedeckt.
„Weeds“ zum Beispiel ist mehr oder weniger reine Comedy. Also eigentlich echt nicht mein Ding. Aber die Show ist genial. Da lache ich manchmal Tränen und dabei ist die Story keineswegs flach.

Und seien wir mal ehrlich - auch die TV-Grundausstattung, die jeder Sender der Welt produziert, nämlich Krimi- und Polizeiserien sind um Klassen besser in den USA. So etwas Simples wie „Law and Order“, das es schon seit über 20 Jahren jede Woche gibt und nur 40 Minuten Aufklärung einer Straftat ist, machen die Amis eben technisch perfekt. Das können RTL oder SAT1 oder das ZDF nicht. Hier gibt es ganz offensichtlich weder die Schauspieler, noch die Techniker, noch die Regisseure, noch die Ausstatter, noch die Autoren für sowas.
Im deutschen Fernsehen gibt es ja noch nicht mal Kittel-Soaps, die nicht vor Primitivität strotzen. Amerikanische Produktionen überschwemmen da den Weltmarkt, weil die einfach besser sind.

Ich könnte eine Menge mehr nennen, die nicht so ganz meine Baustelle sind, aber offenbar ja auch besser als sonst irgendwo in Amerika gemacht werden - Sex and the City, Desperate Housewifes, Band of Brothers, the Pacific, etc…

LGT

Homer Simpson hat gesagt…

Amerika hat das Geld, die Leute und die Industrie, sowas herzustellen. Und mittlerweile, weiß man, welche "Daily Drug" die Leute gern konsumieren. Das Zeug wird immer reiner hergestellt.

Ich muss mich hier mal outen. Ich war Fan von "Emergency Room". So, jetzt ist es raus! Wäre Dr. Green nicht an Krebs gestorben...:(

Achja und Star Trek DS9 war auch eine meiner Lieblingssendungen. Die habe ich sogar noch heute auf dem Rechner.

Cool fand ich auch "Dexter". Aber nur die erste Staffel. Danach war es langweilig.

Neue Sachen, traue ich mich gar nicht gucken. Schon wegen des Suchtpotentials. Aber vielleicht könnt ihr mir was empfehlen?

@TAMMOX: Hast du meine Mail bekommen?

jakebaby hat gesagt…

"Hallo Jake - Du kommst gerade richtig."
Nach deiner Auflistung amerikanischer TV-Shows weis ich gar nicht wie das gemeint ist.

Meine zumeist edukative Liste ist wesentlich informativer, realer und wertvoller denn alle Serien zusammen. By the Way: Ich hasse Serien wie die Pest.
Und gluecklicherweise gibt es gerade hier mehr als genug Anderes.

Ob ich oder wer auch sonst davon gebrauch macht? ... Wie schon gesagt, die Gegebenheiten sind ausschlaggebend.
Und in Deutschland sind die schon mal gar nicht vorhanden.


PS. Rachel war gestern bei Maher.
Olbermann hats geschmissen.
Wiedermal konnt ich mir die Sendung nicht bis zum Schluss anschauen, da es mit 2 Reps am Tisch um Sinn und Zweck der Gesundheit ging und ich unter so vielem anderen Mist Antworten, ... wie: But it is Unpatriotic when the Government takes over Healthcare ..." auf Mahers Frage "ob es nicht sehr patriotisch waere jeden Amerikaner in den Genuss von Gesundheit gelangen zu wollen" ...so gar nicht verknusen kann.

....worauf dann der Rep. antwortet, dass doch Menschen aus aller Welt zB. Canada nach America kommen, um die erstklassige Gesundheitsversorgung zu geniessen. ... Worauf dann Rachel sagt er solle doch mal die Kanadier fragen, welches System sie denn besser faenden ... worauf dann der andere Rep. ......

Abschalten.

TAMMOX hat gesagt…

@ Homer - empfehlen?
Klar, wenn Du auf Dexter (fand ich auch einigermaßen gut…ist aber ein typisches Beispiel dafür, was in Dt erst gar nicht produziert werden würde) stehst, würde ich sagen „Six Feet Under“ das ist auch schön morbid. UND LUSTIG, obwohl das keine Comedy ist - aber da habe ich mich teilweise weggekringelt. Das sind auch richtig gute Schauspieler und zudem ist es noch eine der wenigen Serien, bei der ich auf den Vorspann und die Titelmelodie stehe - das ist sonst immer nur nervig.
Gibt es auch komplett als DVD-Boxen und ist nicht so elend lang wie „The Sopranos“. Die habe ich noch nicht mal zu Ende geguckt - obwohl ich mir inzwischen alle Folgen gekauft habe. Aber bei mir ist das immer so, wenn ich erst mal was aufgezeichnet habe und unabhängig von TV-Sendeterminen bin, komme ich sowieso nie dazu das zu sehen.

TAMMOX hat gesagt…

@ Jake - Du kamst mir wie gerufen, weil ich weiß, daß Du mehr zu den politischen Sendungen in USA sagen kannst. Ich kriege doch hier in HH nur CNN und da ist nun nichts, das ich dringend empfehlen würde.
Rachel und Bill eignen sich aber auch nicht, um das als DVD-Compilation zu kaufen, weil das natürlich immer aktuell ist. Amifreunde schicken mir aber oft videoclips per email und da finde ich dann doch viele gute Sachen.
Gerade habe ich mir zum circa 100. Mal die „BURKA-Fashion-show“ reingezogen (habe ich bei http://tammox-totlachen.blogspot.com/ gerade wieder ganz nach oben geschoben) und könnte mich immer noch wegschmeißen.

Tja Serien; wie gesagt, dafür mußte ich auch erst älter werden, um zu entdecken, wie gut da einige Sachen sind. Und wie FRECH - das passt so gar nicht in das Klischee vom prüden US-Fernsehen. Gestern habe ich mal wieder eine Folge „Weeds“ gesehen - das ist ja wohl zu geil geworden, wie der kleine auf einmal das Masturbieren entdeckt und Muttern Onkel Andy bittet ihm alles darüber zu erklären:

http://www.youtube.com/watch?v=toWLCHDSMKI


Das ist noch nicht mal schlecht synchronisiert in Deutsch:

http://www.youtube.com/watch?v=BtSnhJEhYac

Gerade bei „Weeds“ wundere ich mich wirklich immer noch, was da alles gesagt und gezeigt wird. Wieso werden die eigentlich nicht von evangelikalen Eiferern mit Attentaten überzogen?
Das sind ja nicht nur Sexszenen in allen erdenklichen Spielarten sondern eben auch Drogengeschichten und jede Menge extrem politisch Unkorrektes über Schwarze, Schwule, Hispanics, etc…

Ich weiß nicht so genau, ob mich das alles weniger interessieren würde, wenn ich wie Du auch in Amiland leben würde. Kann schon sein. Hier in Hamburg kommt für mich natürlich immer noch das Interesse dazu generell etwas über den amerikanischen Alltag zu sehen - davon hast Du ja genug jeden Tag.

Und da Homer sich schon geoutet hat - ziehe ich jetzt mal das ganz große Geständnis aus der Tasche: ich gucke ab und an mal „THE REAL WORLD“ auf MTV (im www). Das ist die Urmutter aller Realityshows und natürlich SCHLIMMER TRASH, aber ich finde es immer doch ganz nett mal zu hören, wie Amijugendliche heute sprechen. Richtiges Amerikanisch höre ich ja sonst nicht. Ich bilde mir ein, daß ich doch EIN BISSCHEN lerne, wie die Durchschnittsamis so ticken bei der The Real World. Das würde ich aber ganz bestimmt nicht glotzen, wenn ich in den USA lebte. Da hätte ich ja genug „reality“

LGT

TAMMOX hat gesagt…

Weeds-Nachtrag:

Hier noch mehr Szenen, die in "gods own Country" über den Sender gehen:


http://www.youtube.com/watch?v=PaMiOGUo_3Q&feature=related


oder auch geil - Shane and Gretchen im Debattierclub über das Ami-Wahlsystem:

http://www.youtube.com/watch?v=TyIObPL_Fms&playnext=1&list=PL6959F860F3138CE1&index=34

jakebaby hat gesagt…

Ich denke wir sind zum TV-Thingy im grossen Ganzen auf total verschiedenen Schienen.

Ich wuerde mit dir genausowenig die Remote teilen wie mit meiner Frau.
Gluecklicherweise hab ich meine eigenen HeadQuarters.

Gruss
Jake

TAMMOX hat gesagt…

;))))
NIEMAND teilt den Remote mit mir!

Es gibt durchaus Grenzen meiner Freundlichkeit!

LGT