TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

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Montag, 11. Mai 2009

Osten, Ungarn und wie man das mal sah - Teil II.

Gestern:
Deswegen war es schon merkwürdig 1987, als niemand auch nur theoretisch daran dachte, daß der Warschauer Pakt, das Gegenmilitärbündnis zur NATO sich irgendwann in den nächsten 1000 Jahren auflösen konnte, nach Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien zu reisen.
Ungarn liegt mir aus einem bestimmten Grund etwas quer im Magen.

Dazu aber morgen mehr.

Keine Sorge; ich versuche mich nicht als Reisejournalist! Es geht ganz fix.
Zu Budapest klaue ich mir ein Stück aus dem WE-Abendblatt über eine Donau-Fahrt:

Das abendlich erleuchtete Budapest betrachten alle Passagiere mit "Ah!" und "Oh!" und Kameras in den Händen. Nach dem Ablegen der "A-Rosa Mia" zur Panoramafahrt im Stadtzentrum ist das Oberdeck natürlich voll. Was ist grandioser, Budas Hügelkamm oder die Pester Gründerzeithäuserpracht?

So ist es tatsächlich auch 1987 gewesen; Budapest war derartig schön, daß ich aus dem Stauen gar nicht mehr raus kam.
Das damalige Klischee vom „Gulasch-Kommunismus“ hatte seine Berechtigung.
Im Gegensatz zu den anderen Uniformierten des Ostblocks, die stets grimmig und einschüchternd wirkten, lächelten die ungarischen Kontrolleure freundlich und als Tourist kam ich mir nirgends nicht willkommen vor.
Welch sympathischer Zug der Magyaren - der Kommunismus ist zwar Staatsverständnis; aber wieso soll man sich davon die Laune trüben lassen?

Der Warschauer Pakt und die Verfassung nach sowjetischem Vorbild würden ewig währen.

Belgrad erschien mir noch viel weniger kommunistisch, außer am Grab vom Tito.
Der Gang rund um den Sarg mit den stocksteif dastehenden Soldaten in Gardeuniform, erschien mir dann doch realsozialistisch.
(Am 8. Mai 1980 wurde er in Belgrad im Haus der Blumen beigesetzt und seiner Beerdigung wohnten 209 Delegationen aus 127 Staaten bei, was offiziell die meist besuchte Beerdigung eines Staatsmannes im letzten Jahrhundert ist.)
Die Menschen dort erschienen mir ausgesprochen lebensfroh; in den Lokalen war abends richtig was los.
Mediterranes Flair - nur daß die Taxis Trabbis waren, erinnerte an die DDR.
So würde Belgrad die allseits geachtete Ikone der Blockfreien bleiben - undenkbar und vollkommen absurd die Vorstellung, daß nur kurze Zeit später Nato-Bomber über der Stadt fliegen könnten.
1992 hatte der zur Ikone stilisierte Genscher dafür gesorgt, daß zunächst Kroatien und Slowenien und dann Bosnien-Herzegowina anerkannt wurden. Die Initialzündung für einen Krieg, in dessen Verlauf auf allen Seiten unfassbare Gräueltaten verübt wurden.
1994 und 1995 gab es schwere Angriffe auf serbisches Gebiet durch NATO-Bomber.

Bukarest bot eine Staatssicherheit, die Securitate, die auch der tumbeste Tourist nicht übersehen konnte.
Eine bizarre Stadt, die von unfassbarer Armut - es hatte dort sogar Hungersnöte gegeben und andererseits dem größen Gebäude Europas, nämlich Nicolae Ceauşescus Palast, geprägt wurde.

Das „Haus des Volkes“ (Casa Poporului) mit seiner Grundfläche von 65.000 m² und einer gebauten Fläche 364.000 m² inmitten der matschigen Straßen Bukarests zu sehen, war schon ein Erlebnis der surrealen Art.
Als es regnete, hielten sich viele Rumänen kleine Fetzen von Plastiktüten über den Kopf - offenbar war ein Regenschirm für die meisten unerschwinglich.
Nun ja, wo das Geld geblieben war, ist kein Geheimnis:
Die Gesamtkosten von Ceauşescus Palast schätzt man auf umgerechnet 3,3 Mrd. US-Dollar.
Der Bau verschlang bis zu 40% des rumänischen BSP.
Die größte Galerie des Gebäudes ist 150 Meter lang; der größte Saal ist 16 Meter hoch und 2200 m² groß.
700 Architekten waren an der Errichtung des 5100-Räume-Monsters, das über ein Million m³ Marmor aus Siebenbürgen verschlang, beschäftigt.
Innen befinden sich 52.000 m² edle Teppiche und 3500 t Kristall aus denen 480 Kronleuchter, 1409 Deckenleuchten sowie Spiegel hergestellt wurden. Aus 700.000 t Stahl und Bronze wurden monumentale Türen, Fenster und Kronleuchter.

Können politische Verhältnisse noch mehr in Stein gemeißelt sein? Hier würde sich nie etwas ändern.


Am 27. Juni 1989 durchtrennte Gyula Horn, der ungarische Außenminister in einer symbolischen Aktion den Stacheldraht an der Grenze zwischen Österreich (Nickelsdorf) und Ungarn (Hegyeshalom).
Dann ging alles ganz schnell.
DDR-Urlauber in Ungarn, nahmen die Gelegenheit wahr schlüpften durch das plötzlich klaffende Loch der Westgrenze des Warschauer Paktes.
Wie ein Ballon, den man anpiekt, brach dann sagenhaft schnell alles zusammen.

Heute sind Ungarn (seit 1999) und Rumänien (seit 2004) sogar NATO-Mitglieder.
Ungarn ist sogar seit fünf Jahren in der EU.

Alles gut?

Nein, denn zunächst einmal ist Ungarn faktisch pleite, wie zum Beispiel die ZEIT berichtet:

Hier lag das Haushaltsdefizit noch 2006 bei riesigen 9,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Verschuldung von Staat, Unternehmen und privaten Haushalten hatte über die Jahre stetig zugenommen und etwa hundert Prozent der Wirtschaftsleistung erreicht, weit mehr als in anderen Staaten Osteuropas. Regelmäßig wurde die ungarische Politik durch die nachgerade archaische Feindschaft zwischen linker Regierung und rechter Opposition erschüttert. Ungarn fand keine Abnehmer für seine Staatsanleihen, seine Währung verlor dramatisch an Wert, es drohte der Bankrott. Verhindert wurde er durch ein vom IWF, der Weltbank und der EU hastig geschnürtes Rettungspaket in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Noch wesentlich unerfreulicher ist allerdings wie ich meine die Tatsache, daß in Ungarn offensichtlich kein demokratischer Grundkonsens herrscht und mit kirchlicher Unterstützung gegen Minderheiten gehetzt wird.
Rechtsradikale Banden ziehen marodierend durch das Land und veranstalten ungehindert von Staat und Gesellschaft Hetzjagden auf Sinti, Roma, Juden, Schwule und Dunkelhäutige aller Art.

Die Kirche spielt dabei eine extrem verwerfliche und miese Rolle.


Offensichtlich hat sie aus der großen Ungarischen Schande von 1944 nichts gelernt.
Unter dem Langzeitregenten Miklós Horthy (Staatschef von 1920 - 1944) rückte Ungarn an die Seite Hitlers und trat 1940 formal dem Dreimächtepakt aus Deutschland, Italien und Japan bei.
Noch im Jahr 1944 unternahmen die ungarischen Faschisten alle Anstrengungen, um eine sagenhaft satanische Tat in Rekordzeit (15. Mai bis zum 9. Juli) zu vollbringen:
440.000 ungarische Juden, vom Säugling bis zum Greis wurden nach Auschwitz verfrachtet.
Diejenigen, die die Sondertodeszüge nicht fassen konnten trieben die fanatischen Antisemiten mordend und folternd in die Donau, um sie dort zu ertränken.
Die Büste Miklós Horthys steht immer noch im Budapester Zentrum, am Freiheitsplatz.
Dort auch Albert Wass verewigt, ungarischer Gendarmerie-Offizier, der nach seinen Kriegsverbrechen in Siebenbürgen in die USA fliehen konnte.
Die Schriften des rechtsradikalen Kriegsverbrechers werden nun von den neonazistischen Banden Ungarns geradezu verschlungen.
Fremdenfeindliche Hetze ist nun erneut in der breiten Masse akzeptiert.
Bei den nächsten Parlamentswahlen wird eine rechtsextreme Zweidrittelmehrheit erwartet.

1989 wurde die ungarische Meinungsfreiheit in der Verfassung der Menschenwürde übergeordnet; es gibt keinen gesetzlichen Schutz für Minderheiten.
Es gibt vor allem aber keine Berührungsängste zwischen Konservativen und Neonazis; im Gegenteil:
Unter Beteiligung der meisten Priester konnte der rechte Oppositionsführer Viktor Orbán soviel Xenophobie, Antisemitismus und Homophobie schüren, daß es gar keine Begrenzungen mehr zwischen Klerus, rechten Mob der Straße, paramilitärischen SS-Nachahmern und parlamentarischen Konservativen mehr gibt.

Pfarrer, wie der grauhaarige Lorant Hegedüs heizen in ihren Gottesdiensten die antidemokratische faschistoide Stimmung in reinster Kreuznet-Manier so richtig auf:
Eine satanische Weltzerstörung sei im Gange. Die Mächtigen von heute hätten keinen Gott mehr und keine Heimat. Nur seelisch Tote, überall. Die jetzige Parlamentsdemokratie muss beseitigt werden, fordert der Kirchenmann.

Nach der Predigt geht es dann los zu den gespenstischen SS-artigen Märschen, wie es Jan-Uwe Stahr beschreibt:

"Vaterlands-Verräter!" rufen die Demonstranten immer wieder und "Ria, Ria, Hungaria" der Schlachtruf der Großungarn-Anhänger. Viele tragen Fahnen, T-Shirts und Jacken , auf denen Ungarn abgebildet ist - in den Grenzen von 1918, vor dem Zerfall der k.u.k-Monarchie.
Der Inhalt eines Wassereimers ergießt sich über das grölende Volk. Abgeworfen aus dem dritten Stock eines Wohnhauses. "Kaum raus du dreckiger Jude" brüllen aufgebrachte Glatzköpfe - entschlossen, den "Volksfeind" zu lynchen.


Die Garden der Ungarischen Partei Jobbik ziehen durch Budapest und skandieren Ziele wörtlich oder sinngemäß:
„Roma (ungarisch: Cigányok) zurück nach Indien; Siebenbürgen, die serbische Vojvodina und andere verlorene Gebiete zurück an Ungarn. Zu ihren faschistoiden Präambeln gehört: »Die ungarische Garde ist hart wie die geballte Faust, zäh wie Bast, scharf wie das Schwert.«

Garden wie die Magyar Garda befinden sich dabei im Schulterschluß mit deutschen Rechtsradikalen und suchen deren inhaltliche Nähe.

Wie bei anderen Rechtsradikalen, geraten ihre Aktionen mitunter ungewollt peinlich:

Der Deutschlandfunkt berichtet:
Sie beschwören ein "völkisches Ungarntum", träumen von der Wiederherstellung eines "Groß-Ungarn", geben sich offen antisemitisch und marschieren in uniformierten Gruppen gegen "kriminelle Zigeuner" auf. Ungarns Rechtsextreme schüren gezielt nationalistische Gefühle und Ressentiments. Die sind auch in der gesellschaftlicher Mitte zu finden angesichts wachsender Zukunftsängste und ökonomischer Unsicherheiten.
Die Anführer der extremen Rechten in Ungarn sind jung und vielfach akademisch gebildet. Sie orientieren sich nicht zuletzt an faschistischen Vorbildern aus der Nazi-Zeit. Damals war Ungarn Hitlers Verbündeter , ungarische "Pfeilkreuzler" terrorisierten Andersdenkende und beteiligten sich aktiv an der Ermordung von Juden.

Daß rechtsextreme Banden CSD-Umzüge in Budapest angreifen und es im Zuge dessen zu schweren Ausschreitungen und zu vielen Verletzten kommt, ist bereits bittere Tradition.

Jobbik ("Jobboldali Ifjúsági Közösség - Jobbik Magyarországért Mozgalom", was auf Deutsch "Gemeinschaft von rechtsgerichteten Jugendlichen - Bewegung für ein besseres Ungarn" bedeutet.) schickt sich an demnächst zu regieren.
Potentieller Koalitionspartner ist die momentan stärkste Kraft in Ungarn, die national-konservativen Bürgerunion Fidesz der Dozentin .für Strafrecht Krisztina Morvai.

Sie poltert ganz in christlicher Diktion auf der rechtsradikalen Klaviatur:
»Liebe Unsereine! Als christliche Juristin fallen mir um Ostern immer Szenen aus der Bibel ein. Jesus wusch die Füße seiner Jünger. Ein Zeichen von Demut. Daran fehlt es unserer Regierung … Unsere Gegner sind Erscheinungen des Satans, und wir müssen gegen die satanischen Kräfte kämpfen …«
Fidesz stellt 189 Bürgermeister, erreichte schon bei den Europawahlen von 2004 beachtliche 47,4 % ist und ist Mitglied von Angela Merkels EVP in Brüssel.

Ein wirtschaftspolitisches Programm benötigt die Partei nicht, bloßer fremdenfeindlicher Populismus, garniert mit christlicher Rhetorik reicht offensichtlich, um einen Wahlsieg zu erwarten.
Das Institut für faire politische Analyse führt aus:
Aus welchen Gründen auch immer erachtet der Fidesz es als unwichtig, seine wirtschafts- und finanzpolitischen Vorstellungen auf den Tisch zu legen. Eine umfassenden und systematischen Annäherung an die wirtschaftlichen Probleme des Landes blieb die Oppositionspartei bisher jedoch schuldig. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass der Fidesz sich derart sicher ist, die Parlamentswahlen im nächsten Jahr zu gewinnen, dass er keine Notwendigkeit sieht, seine wirtschaftspolitischen Pläne offenzulegen.

Rechtsradikal, homophob und antisemitisch - das reicht scheinbar im Jahr 2009, um in Ungarn auf eine breite parlamentarische Mehrheit zuzusteuern.

Kommentare:

Oberclown hat gesagt…

Es ist schon erstaunlich, dass Politik, wo durch Wahlen relativ viel selektionsdruck herrscht scheinbar Gruppierungen bevorzugt, die nichts verbindliches zu den wirklich relevanten Themen verlauten lassen, sondern als einzige definitive Aussagen Dinge in der Richtung von "ich würde gerne irgendwo einmarschieren" oder "hier können sie gegen [hier beliebige Gruppierung einfügen] unterschreiben" absondern.

Man könnte daraus schliessen, dass die Leute das wollen, dass der gewöhnliche Wähler zu grosser Mehrheit hirnbenutzungsbenachteiligt und/oder moralisch und intellektuell total verkommen ist.

Mal ehrlich es waren schon oft genug an diversen Plätzen auf diemsem Planeten Gruppierungen an der Macht, die versprochen haben Leute mit Terror zu überziehen und es hat nie besonders gut funktioniert. Das muss doch irgendwann mal jemandem auffallen.

Vielleicht bin ich ja einfach doof und übersehe irgendetwas, dass gegen andere Bevölkerungsgruppen hetzen zu einer guten Idee macht, aber mir als Clown fehlt daran irgendwie das lustige.

Ich glaube ich gehe mich jetzt mal ausgiebig erbrechen.

TAMMOX hat gesagt…

Tja, da kannst Du mal sehen, wieso ich ein Misanthrop bin!

Zumal es mir schwer fiel das zu schreiben - man hat ja nun mal bezüglich der verschiedenen Nationen (irrationale) Abneigungen und Vorlieben.
Und Ungarn mag ich so gerne!

Ich bin aber auch Deiner Meinung, daß Menschen generell einfach zu verblödet sind für Demokratie.
In der Theorie ist das ja auch alles überschaubarer, mit aufgeklärten und interessierten Wählern und ehrlichen wohlmeinenden zu Wählenden.

In der Praxis sitzen aber die Leute eher freiwillig verdummt rum und sobald es mal nicht mehr so ideal läuft, springen sie auf martialische Töne an.

Irgendeine Minderheit, der man a) alles in die Schuhe schieben kann und der gegenüber man sich b) so richtig stark fühlt, findet sich ja immer.
Und es findet sich auch leicht irgendein Arsch, der das ganze ordentlich anheizt.

Menschen sind nicht von Natur aus tolerant und bevorzugen die sachliche hintergründige Analyse. Nein, die sind missgünstig gegenüber allen Auffälligkeiten und wollen die ganz grobe Keule.
Das ist menschlich!

http://tammox.blogspot.com/2009/02/menschlichkeit.html

Wehe irgendwas fällt aus dem Rahmen - dann rottet man sich gleich zusammen und haut drauf. So wie zum Beispiel Albinos in Afrika.

Naja, oder eben Schwarzen in Brandenburg.
Eine irrelevante Äußerlichkeit reicht.

Oberclown hat gesagt…

Ungarn mag ich auch gerne, ich war kurz nach Grenzöffnung da das war damals Ostblock light, dass diese Leute, die damals so einen netten Eindruck gemacht haben, und so leckere Dinge mit Paprikaschoten anstellen, derartigen Irrsinn in der Wahlkabine anstellen hat schon etwas deprimierendes. Es sind eben keine Verrückten, die solches Kroppzeug wählen, sondern es sind normale Leute. Ich habe in Ungarn Leute getroffen, die Mitleid mit den Zieseln hatten, die alle paar Jahre ertrinken und heute wählt vermutlich auch ein Teil dieser Leute, Gruppierungen, die Homosexuelle zusammenschlagen, oder damit sympathisieren und mit dem Roma irgendwelche grässlcihkeiten anstellen würden, wenn sie schon könnten.
Das ist alles so deprimierend.

TAMMOX hat gesagt…

Und wie wenig die sogenannte Zivilisation da ausrichtet!

Ungarn wurde schon vor über 1000 Jahren ein eigenständiges Königreich, als sich anderswo in Europa noch germanische Horden die Köpfe eingeschlagen haben.

Nützt nur alles nichts, weil eben der Mensch grundsätzlich nicht „gut“ ist, sondern ein egoistisches Wesen, das seinen biologischen Trieben nachgeht und keine Rücksicht nimmt.
Demokratische Kultur, wie man sie im positiven Sinne versteht - Aufklärung, Liberalität, Minderheitenschutz, Hilfe für die Schwachen, Toleranz, Gemeinsinn, Naturschutz, etc, pp - ist eigentlich etwas Unnatürliches, das sehr lange eingeübt und gepflegt werden muß, bis das sitzt.
Es klappt ja nun auch in Deutschland noch nicht so recht - wie immer wieder zweistellige Wahlergebnisse für ultrarechte Schwachsinnige zeigen, obwohl die oft so dumm und plump, wie Scheiße sind.
Ein besonderes Exemplar ist immer wieder Herr Reimers von der DVU; der „NEUE TYP“ Politiker.

http://www.youtube.com/watch?v=QZggYA7yS-s

Normalerweise müßte man mit so einer Performance 0,00 % bekommen - wenn man davon ausginge, daß Wähler mehr als je eine Gehirnzelle haben.

Ja, ich bin dann auch mal deprimiert - da können wir uns ja zusammen legen….

Oberclown hat gesagt…

Also bei dem Video überkommt mich immer der Drang das Extra3 Logo zu suchen, aber die Nummer mit den Zwergen ist noch nichtmal Satire. Man kann kaum glauben, dass jemand solche Leute wählt. Mit so unglaublich schlecht gemachter Werbung und so wirklich abschreckendem Auftreten. Mein Kopf tut weh von soviel Blödheit.

TAMMOX hat gesagt…

@Oberclown.


GENAU DAS habe ich auch gedacht!

Das ist soooo schlecht, das kann ja nur Satire sein.
Tatsächlich pinnt aber immer noch ein Auszug mit dem Reimers-O-Ton an meiner Küchenwand - Überschrift:
„Die werden dann ihnen uns beraten“ (Mopo 17.09.93)

Mit solchen Knallköppen gehen NPD und DVU ja tatsächlich an den Start.
Die werden dann tatsächlich gewählt.
Und die gewählten sind dann auch tatsächlich so peinlich und verblödet, wie man es erwarten kann.
DANN kommt auch Extra-drei ins Spiel, nimmt die Hongos auf und zeigt die Realsatire:

http://tammox.blogspot.com/2008/11/streit-ber-politische-fragen.html

Und das Beste ist: Sie werden immer wieder gewählt - auch nachdem sich die Fraktionen zerlegt haben und bewiesen haben, daß sie nur aus Gehirnamputierten bestehen.

Vielleicht sollte man das allgemeine Wahlrecht dahingehend ändern, daß man vor der Wahlurne einen kleinen kurzen IQ- und Wissens-Test machen muß.
Ich meine nur was ganz harmloses - so ein Spielchen für Zweijährige vielleicht, bei dem man dreieckige und runde Klötze in die entsprechenden Öffnungen stecken muß z.B….

Diejenigen, die einen Raumtemperatur-IQ haben (oder angeben Adenauer ist unser Präsident) könnte man dann dezent davon abhalten ihr Kreuzchen zu machen…
Das würde wohl einiges an den Wahlergebnissen der Rechtsextremen ändern.