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Montag, 16. Februar 2009

Gummirücken des Tages.

In kaum einem Sport wird soviel Geld verdient wie im Tennis!
Ein Sponsorenvertrag kann gerne mal dreistellige Millionen Dollarbeträge erreichen.
Es ist immer noch der traditionelle „weiße Sport“ der Reichen und Schönen.
Farbige Spieler, wie zum Beispiel die Williams-Schwestern sind eine Seltenheit.

Wenn man nicht selbst spielt, läßt sich immer noch prima im Umfeld eines Spielers Geld verdienen und wenn man dazu auch nicht taugt, bleibt noch die Laufbahn als Funktionär.

Larry Scott, 43, Präsident der Women´s Tennis Association (WTA) bis 2012 ist so ein Mann.

Der Amerikaner weiß wo es lang geht, wenn es gilt sich die Taschen zu füllen.
Seit gestern spielt man in Dubai.

Ein Turnierort mit zwei Besonderheiten.

Es ist ein muslimisches Land, das willkürlich Dinge tun kann, die anderswo nicht möglich werden. So verweigerten die Behörden in Dubai einer der Favoritinnen, der Israelin Shahar Peer die Einreise. Der Israelische Pass ist Grund genug, um sie mit Sippenhaft zu belegen und an der Teilnahme am Turnier zu hindern.
Eine Ungeheuerlichkeit für den Ausrichter eines Turniers!
Zwar kann jeder Staat seine Einreisepolitik betreiben wie er will, aber man muß sich nicht so einen Gastgeber als Austragungsort für internationale Sportereignisse aussuchen.

So jammerte auch WTA-Chef Scott krokodilstränig:
Wir sind tief enttäuscht, dass Shahar Peer kein Visum erhalten hat und deshalb nicht bei den Dubai Open starten kann. Sie hatte das Recht, dort zu spielen.

Die Dubai Open haben aber noch eine Besonderheit:

Die Ausrichter sind extrem reich und so soll das mit zwei Millionen Dollar äußerst lukrativ dotierte Turnier, das am 15. Februar begann, soll nach einem Beschluss der WTA wie geplant über die Bühne gehen.
So wichtig sind Menschenrechte und Sportlichkeit dem WTA-Boss nun auch wieder nicht, daß man aus Solidarität mit einer seiner Spielerinnen auf den Reibach verzichten würde und dementsprechend das ganze Turnier in Dubai absagt.

Gut für den US-Amerikaner Scott, schlecht für Shahar Peer.

Und die Machthaber in Dubai haben im Umgang mit westlichen Funktionären gelernt, daß ihre Prinzipien sehr dehnbar sind - wenn man mit genug Dollars winkt.

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

Die Trennung von Sport/Politik? funtioniert schon immer genauso 'einwandfrei, wie Die von Politik/Kirche.

Andererseits schaetze ich Sportler/Kuenstler ..., die sich (fuer eine 'gute Sache') politisch engagieren.

Der Larry ist eben ein ganz ein neutraler.
Der laesst sich weder noch.
Und dabei geht er fuer die Kohle nur ueber Sportler.

Besser als ueber Leichen, wie so viele 'Andere.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

So viel auch zu der These „Wehret den Anfängen“.
Wenn demnächst ein Land keine schwarzen Sportler oder keine schwulen Sportler mehr mitmachen lassen will, dann weiß man jetzt schon mal, daß die WTA diesbezüglich keine Probleme hat.

Wie sagte schon der gute alte BB?
„Erst kommt das Fressen und dann die Moral!“

Anonym hat gesagt…

Danke, das du es zumindest 'These nennst.

„Wehret den Anfängen“ faellt fuer mich unter die vollkommene Realitaetsverfremdung a'la 'Wiederholung der Geschichte' und anderen 'legendaeren DummFrasen.

Leider war auch Sport schon seit dem Keulenschwingen und gezielten Steinewerfen ein a/sozial, Laender und Global-politisches Instrument.

Sowie die Religionen, mit dem Unterschied zum Sport, ... Wer den wohl gerade Wen Politik/Religion instrumentalisiert?

Dubai ist nach den juengsten Ereignissen durchaus gerechtfertigt fuer den Boykott israelischer 'Gueter.

Ich will mir nichts rausnehmen, aber ich zaehle mich zu einem der wenigen Individuen, die Sport nur in seiner physisch/mentalen/technischen Schoenheit sehen. (99% Beispiele/Beweise bei Bedarf)

Die politisch/profitable Ausschlachtung liegt mir da nur allzu fern. Wie sie mich auch in jeglichst anderem Bereich anwidert.

Um diesbezueglich, wenn auch leicht sarkastisch, auf „Wehret den Anfängen“ zurueckzukommen, wuerde sich wohl Merkels warnender Missbrauch dieser Worte auf die Zeit zwischen 45 & Kohl(als auch sich selbst) beziehen.

Wie es der Zufall immer wieder mal so will, habe ich gerade die Dokumentation 'Fists/Freedom' gesehen, welche recht ausfuehrlich Vieles der 'Wirren der 68ger veranschaulicht.

"Dehnbare Prinzipien" gelten seither nicht nur fuer westliche Funktionaere.
Was wohl all die aktiven 68ger von den Ausmassen allerlei Dehnbarkeiten bis zum heutigen Tag halten.
Beispiel Hans Roth http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29709/1.html

'Wehret dem Kontinuum'
'(N)Immer wieder'

Gruss
J.