TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Samstag, 3. Oktober 2009

Auch keine schöne Zahl.




Real man don’t rape.
Diesem simplen statement zu Folge, gibt es in Südafrika eine ganze Menge unechte Männer.

Eine von der Medizinerin Rachel Jewkes geleitete Studie, brachte mal so richtige shocking-Zahlen hervor:

Jeder vierte südafrikanische Mann, der bei dieser Untersuchung befragt worden ist, gibt an, er habe schon einmal oder mehrere Male eine Frau oder ein Mädchen vergewaltigt. Genauer gesagt sind es 27,6 Prozent der Männer, die sexuelle Übergriffe zugeben. 1738 Männer aus allen sozialen Schichten nahmen an der Studie teil, ihre Angaben wurden elektronisch erfasst und blieben anonym.

Die Deutsche Welle berichtete im November 2006
:

In keinem Land der Welt werden so viele Frauen Opfer sexueller Misshandlungen wie in Südafrika. Die UNO kritisiert dies ganz besonders am "Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen". Sexuelle Gewalt gehört in Südafrika zur Tagesordnung.
Das Land hat die höchste Vergewaltigungsrate und eine der höchsten Raten von häuslicher Gewalt weltweit.
Jede vierte Frau lebt in einer gewalttätigen Beziehung und etwa alle 30 Sekunden wird eine Frau vergewaltigt.
Innerhalb der letzten zehn Jahre, seit in dem Land am Kap Demokratie herrscht, sind die Zahlen der gemeldeten Vergewaltigungen gestiegen. Die Missbrauchsraten zeigen, dass gerade in Umbruchgesellschaften Frauen verstärkt sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind.


In großen Teilen Afrikas gibt es bei Gewalt fast keine Hemmschwellen mehr.

Wir kennen alle die Gruselgeschichten von den afrikanischen Albinos, die gejagt und zerstückelt werden, weil sie nun mal eine andere Hautfarbe haben und man sie daher für allerlei Rituale gebrauchen kann.

Wir kennen alle die Gruselgeschichten von den afrikanischen Legenden, daß man AIDS durch das Vergewaltigen eines Säuglings, oder durch Sex mit einer Jungfrau heilen könnte:

Mittlerweile sind bereits 77 Prozent aller HIV-positiven Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Afrika südlich der Sahara Frauen. Mädchen in Entwicklungsländern sind besonders gefährdet, mit dem tödlichen Virus infiziert zu werden.
Mädchen sind besonders gefährdet.
HIV/Aids wird in Entwicklungsländern hauptsächlich über heterosexuelle Kontakte und Mutter-Kind-Ansteckung übertragen. Das Risiko, mit dem Virus infiziert zu werden, ist für junge Mädchen drei- bis sechsmal höher als für gleichaltrige Jungen.
Die Gründe für die höhere Ansteckungsgefahr von Mädchen.
Junges Heiratsalter, frühe Sexualkontakte, Gewalt gegen Mädchen und die immer noch verbreitete Unwissenheit über die Übertragungswege des Virus sowie Möglichkeiten des Schutzes gegen eine Infektion sind die Hauptgründe.

Aufklärung wäre hier die Devise - aber es gibt einfach zu mächtige Gegenspieler.

Zu nennen ist das die katholische Kirche, die nach Kräften die Ausbreitung des HI-Virus unterstützt, indem sie ausgerechnet in den Gegenden mit den höchsten Infektionsraten gegen Kondome wettert.

Gewalt ist offensichtlich gerade auch für afrikanische Christen das Mittel der Wahl.

Beispiel Ruanda. Knapp 60% Katholiken, knapp 40% Protestanten.
Hier sind Christen unter sich und veranstalteten 1994 den schwersten Genozid der letzten Dekaden. Mindestens 850.000 Tutsi wurden regelrecht abgeschlachtet.
Obwohl die Aufklärung des Völkermordes alles andere als gründlich voran geht, kann man schon jetzt sagen, daß der katholische Klerus nach den Berufssoldaten diejenige Berufsgruppe ist, die am stärksten in den Völkermord verwickelt war.

Internationale Gerichtshöfe verurteilten wenigstens einige der Mord-Priester und Terror-Nonnen.
So wurde die katholische Nonne, Schwester Theopister Mukakibibi, im Jahr 2006 zu 30 Jahren Haft wegen Völkermordes verurteilt.

Im Februar 2009 wurde Pater Emmanuel Rukundo zu 25 Jahren Gefängnishaft verurteilt.

Auch in Südafrika sind fast 80% der Bevölkerung Christen.

Das Land schockiert uns mit immer neuen Gewaltwellen, die wahlweise Ausländer, Frauen oder andere Schwache treffen.

Daß in einer Gesellschaft mit so niedrigen Hemmschwellen auch sexuelle Gewalt an der Tagesordnung ist, kann nicht ernsthaft verwundern.

55.000 Vergewaltigungen werden am Kap jährlich bei der Polizei gemeldet.
Fachleute gehen davon aus, daß die Dunkelziffer mindestens zehnmal höher ist.

Also über eine halbe Million Vergewaltigungen im Jahr bei einer Bevölkerung, die rund 20 Millionen erwachsene Frauen hat.

Die Autorin der eingangs genannten Studie, Dr. Rachel Jewkes weist unter anderem daraufhin, daß Vergewaltigungen viel mehr mit Gewalt, als mit Sex zu tun haben:

Weil das Leben vielen Männern oft gar keine Möglichkeit eröffnet, Erfolg und Stärke zu demonstrieren, versuchen sie, ihre Dominanz beim anderen Geschlecht durchzusetzen. Weil sie sich in der Gesellschaft ohnmächtig fühlen, unterdrücken sie Frauen, um sich wenigstens für einen Moment als der große Boss zu fühlen. Gefühle der Ohnmacht provozieren Aggressionen. Sex mit einer Frau zu haben, signalisiert Kraft - auch und gerade, wenn er erzwungen ist. "Du kriegst, was du willst", sagt Jewkes, "das zeigt, was für ein Kerl du bist." Südafrika müsse Wege finden, "diese Ansichten über Sex zu durchbrechen". Frauen zu überfallen, gelte allzu oft als akzeptabel.

Akzeptabel also.

Nachtrag:

Die Süddeutsche Zeitung berichtete vor zwei Jahren unter dem Titel
Die vergessenen Opfer,
daß auch sehr viele Männer vergewaltigt werden.
Diese Opfer haben noch weniger Chancen darauf, daß die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

So gehen Hauseinbrüche oft mit Gruppenvergewaltigungen einher - ohne Unterschied von Alter oder Geschlecht. In den überbelegten Gefängnissen gilt die Vergewaltigung männlicher Häftlinge fast schon als Norm. Angesichts einer der höchsten Aids-Raten der Welt kommt eine solche Misshandlung für viele Opfer oft einem Todesurteil gleich.Nur zirka fünf Prozent der Straftäter werden verurteilt. Doch gerade vergewaltigte Männer können kaum auf Gerechtigkeit hoffen. Das Verfassungsgericht des Landes hat jetzt entschieden, dass erzwungener Analverkehr als Vergewaltigung gilt - allerdings ausschließlich bei Frauen. Bei Männern wird Analverkehr unter Zwang als Notzucht gewertet. Für diese aber sind untergeordnete Gerichte zuständig. Die Strafen, die diese Gerichte verhängen, sind angesichts übervoller Gefängnisse oft relativ milde.

Nach höchstrichterlicher Auffassung können Männer nämlich nicht vergewaltigt werden - Analverkehr gilt "nur" als Notzucht; ein minderes Vergehen:

Denn auch bei Frauen wurde erzwungener Analverkehr bislang als Notzucht gewertet. Nach den alten Definitionen gab es 2005/2006 offiziell 55.000 vergewaltigte Frauen - die Dunkelziffer liegt allerdings vermutlich weitaus höher. Pro Tag sind das im Schnitt 150 Vergewaltigungen - 40 Prozent der Opfer sind Kinder.
Vergewaltigung als Norm
Richter Nkabinde selbst sprach nach seiner Urteilsverkündung einen Mann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, der ein neun Jahre altes Mädchen zum Analverkehr gezwungen hatte. Nach Überzeugung des Richters kann die neue Definition für den Straftatbestand Vergewaltigung nicht rückwirkend angewandt werden, so dass dem Mann lediglich Notzucht mit Minderjährigen vorgehalten werden kann.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Tammox,

55.000 x 10 ?

= 55.0000
also << 1Mio
und nicht > 5 Mio.

Oder sollte die Aussage lauten, die Dunkelziffer sei 100x größer? Oder wurden 550.000 Sexualstraftaten angezeigt?

omnibus56

Anonym hat gesagt…

Oops!
"=550.000" natürlich! Jetzt mache ich auch einen dummen Typo. ;-)
Gruß omnibus56

Tammo Oxhoft hat gesagt…

@ Omnibus 56:

Du hattest RECHT - ich habe einmal was falsch abgetippt:

Da habe ICH einen Tippfehler gemacht und in meinen Notizen eine Null zu viel gehabt:

550.000.

Das angenommen als zehn % ergab dann die fünf Millionen.

Das korrekte Zitat aus der Studie lautet aber:

Etwa 55000 Vergewaltigungen werden laut Rachel Jewkes jährlich registriert

Also hast Du den Fehler richtig erkannt!

Ich ändere den Text - vielen Dank für die Korrektur.

LG

Tammox

jakebaby hat gesagt…

Also besteht durchaus die Moeglichkeit, das ich hoeher bestraft werde wenn ich Jemanden Arschloch schimpfe, als wenn ich ihn in das Selbige ......
Nett. .... und erzwungener Oralverkehr ist dann 'Taubstummensprache'.

Falls verpasst, die neuesten, artverwandten Auswuerfe des Vatikan.
http://www.guardian.co.uk/world/2009/sep/28/sex-abuse-religion-vatican

Gruss
Jake

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Danke Jake, für den Link.

Aber als begeisterter täglicher Leser von Kreuznet, habe ich die neue Vatikanische Strategie schon gelesen:

Alles nicht so schlimm - schuld sind nur die Homos und überhaupt sind die anderen viel schlimmer!


Ju!


http://www.kreuz.net/article.9929.html


LG

Tammox

Vogel hat gesagt…

Den Vorgängen in Afrika, nich nur dort aber vor allem, kann ich nur mit krassestem Zynismus begegnen: "Weiter so, dann hat sich das schnell erledigt!"

Wir sind allerdings auch nich besser, wir gucken zu und nich nur das, wir nutzen solche Verhältnisse auch noch aus, in Afrika, Mittel- und Südamerika, Asien! Homo homini lupus est (Th. Hobbes)

Grüße

Tammo Oxhoft hat gesagt…

DAS ist sowieso schon immer meine These:

Je schneller die Ekelgattung Homo Sapiens vom Planeten verschwindet - desto besser für den Planeten!


LGT