TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Freitag, 24. Oktober 2008

Sie haben aber auch ein Händchen.

Gerade eine Woche ist es her, daß die Bundesmerkel versuchte ihren 500-Milliarden-Rettungsplan im Rahmen einer Regierungserklärung dem staunenden Volk zu verklickern.
Eine Beratergruppe soll der Bundesregierung helfen.
Dazu Merkel: "Ich habe Professor Tietmeyer gebeten, die Expertengruppe zu führen".
DER MANN also, der als DEPFA-Manager und HRE-Aufsichtsrat der Hauptverantwortliche dafür ist, daß der Steuerzahler mit 50 Milliarden Euro einspringen mußte.
Ich sprach von einem „TATMUSTER“ - nachdem die Uckermarker Frisur auch schon mit Beust, Schrempp, Pierer und Göran Josefsson die jeweils mit Abstand ungeeignetsten Personen auf Pöstchen gehievt hatte.
Ich hätte da noch ein paar tolle Vorschläge:
Wie wäre es, wenn man Helmut Kohl zum Diätberater machte?
GWB würde ich für den Friedensnobelpreis vorschlagen, Kardinal Meisner könnte doch wunderbar den Lesben- und Schwulenverband ehrenamtlich leiten und als Knigge-Beraterin wäre Nina Hagen ideal.

Nun ja, man muß die Merkelsche Personalpolitik wohl nicht verstehen - wieso ist den GLOS Wirtschaftsminister? Lothar Matthäus hätte doch auch Zeit gehabt! (Pispers)
Es handelt sich ja nur um das Wirtschaftsressort der (noch) größten Exportnation des Planeten - da macht es ja nichts, wenn der Stuhl faktisch vakant ist und ab und an mal von einem sachfremden unterfränkischen Müllermeister als Grüßaugust okkupiert wird.

Wenn man sich nun fragt, wer Deutschlandweit die unmoralischste, arroganteste und gescheitertste Figur ist, die wir haben, dürfte es nicht lange dauern bis der Name „Josef Ackermann“ fällt.
Ein Mega-Elefant mit Plattfüßen und Tremor im bundesdeutschen Porzellanladen, der sich nach eigenem bekunden schämen würde, wenn er die Bundesmilliarden nehmen würde.
Peer Steinbrück kann seinen Groll kaum noch unter Kontrolle halten und man sah ihn innerlich beben, als er sagte: "Ich fände es wünschenswert, wenn Herr Ackermann öffentlich sehr deutlich machen würde, dass er zu den Unterstützern dieser Konstruktion gehört - zumal er maßgeblich daran mitgewirkt hat".
Offiziell klang das nicht anders - so nannte Regierungssprecher Steg Ackermanns Verhalten "äußerst bedenklich, unverständlich und inakzeptabel".

Also - wie soll man umgehen mit einem Ackermann im Jahr des ökonomischen Supercrashes?
Teeren und federn?
Steinigen?
Ignorieren?
Auslachen?
Verklagen?

Ich weiß auch nicht so recht - aber wir haben ja die Megamerkel und ihre Super-CDU; die hatten den richtigen Riecher und wollen ihm durch ihre Suborganisation „Initiative Forum Zukunft e.V. in Bonn“, dessen Vorsitzender der frühere CDU-Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann ist, einen großen Preis verleihen!
Ja, echt!!
Kein Scherz - falls jetzt schon der ein oder andere Leser sich am Boden liegend vor Lachen krümmt:
Der Zukunftspreis sollte am 13. November von der an Ackermann verliehen werden.
Es ist der Nachfolgepreis der CDU-Sozialausschüsse (CDA), dementsprechend hockt auch der große CDU-Arbeiterführer und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Verleihungsgremium.
Dazu kommen andere CDU-Vollpfosten wie der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth und Ex-Bundestagspräsident Rudolf Seiters.

Ihren Preis beschreiben sie wie folgt:
Der ZUKUNFTSPREIS hat sich als die Kommunikationsplattform in Deutschland einen Namen gemacht. Hier treffen sich Entscheider und Multiplikatoren aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Mittelstand, Medien sowie dem öffentlichen Sektor wie Behörden und Verwaltungen. Eine gemeinsame Sichtweise, der Umgang mit Tradition und Innovation und die besondere Wertschätzung der Veranstaltung machen die starke Verbundenheit zwischen den einzelnen Beteiligten aus. Es ist der neutrale Boden für unterschiedlichste Bereiche der Wertschöpfungskette.

Ach was wäre das für ein wunderschönes Programm geworden:
15:30 Uhr Empfang der Sponsoren Persönlich durch Dr. Willi Hausmann, Vorsitzender der Initiative Forum Zukunft e.V. und Dr. Jürgen Rüttgers,
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Moderation: Peter Hahne, THE BRAIN,
(TV Moderator, Bestseller Autor)
18:45 Uhr Road Show und Networking mit dem Preisträger an den Ausstellungsständen
Aperitif an den Ausstellungsständen
19:15 Uhr Verleihung des Zukunftspreises 2008
Ansprache zur Verleihung des Zukunftspreis 2008
Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers Und Rede des Preisträgers
Gegen 20:15 Uhr After Show Party im Rheinfoyer
Festlicher Abend an gesetzten Tischen und
musikalischer Untermalung
Nur mit gesonderter Einladung!

Da man sich aber derzeit ungefähr so gerne auf Jubelfeiern mit Ackermann trifft, wie sich Benedikt XVI beim Fellatio mit Rosa von Praunheim zeigen würde, hatte Ackermann mit seiner Parteifreunden ein Einsehen und verzichtete auf den Preis.

Machte also den Marcel Reich-Ranicki.

Das finde ich sehr schade - ich hätte zu gerne die Lobrede von Rüttgers gehört!

NACHTRAG:
Die Deutschen sind das dümmste Volk der Welt.
Soeben wird die aktuelle Politbarometerumfrage veröffentlicht.

Nach der Kaskade von Mega-Fauxpas, die Merkel anrichtete und die ich reichlich beschrieb, sieht es so aus:

Weiterhin auf Platz eins der Top Ten liegt Bundeskanzlerin Merkel. Sie kommt auf der Skala von +5 bis -5 jetzt mit sehr deutlichen Pluspunkten auf einen Durchschnittswert von 2,2 (Okt. I: 1,6).

Wenn es um die Kompetenzen beim Thema Finanzmarktkrise geht, schneidet die Union mit 32 Prozent deutlich besser ab als die SPD mit elf Prozent.

Politische Stimmung: Jetzt kommt die CDU/CSU auf unverändert 39 Prozent, die SPD auf 26 Prozent

Frau Merkel kann offenbar debakulieren wie sie will mit ihrer CDU - auch wenn dem Volk mit dem nackten Arsch ins Gesicht spränge, läge man ihr weiter zu Füßen.


Kommentare:

warlord'snightmare hat gesagt…

Ich höre meist die Bayern-2-Nachrichten, da dieser Sender durchaus noch etwas besser ist, als unser Österreich-1-Radiosender.
Oder anders ausgedrückt, etwas weniger schlecht ist als der unsrige. Alle anderen Sender kann man sowieso kaum anhören.
Im Radio wurde es so hingestellt, als ob Fr. Merkel Werbung für das Hilfspaket machen würde. So nach dem Motto: "Bitte liebe Banken nehmt unser Geld, bitte, bitte".
Wird den alles komplett verdreht? Steht nicht manchen Banken das Wasser bis zum Hals, weil sie die Einlagegelder "verspielt" haben? Dann muss doch wohl der Bankmanager, welcher ja die Verantwortung trägt auch verantwortlich gemacht werden und als Bittsteller auftreten und nicht umgekehrt?
Will man uns jetzt völlig Konfus machen? Sind jetzt plötzlich die Banken zu bedauern, wo die Banken doch immer und überall auf einfachste Weise Zinsen und Gebühren abkassieren?
Bislang habe ich noch nicht gehört, dass einer der Bankmanager zur Rechenschaft gezogen wurde. Ich würde jetzt mal abwarten, bis einer der Bankmanager angekrochen kommt und dann handeln, wenn ich die Merkel wäre.
Ich glaube nicht, dass ein Bankmanager viel Herz für einen zahlungsunfähigen Klienten hat, dann braucht man ihn auch nicht mit Samthandschuhen anfassen.
Unsere Politiker (auch in Österreich) tun ja fast, als ob sie eine "heilige" Aktion durchführen, wenn Sie unser Geld den Banken in den Rachen werfen.
Und dann soll unsere Fluggesellschaft endgültig verkauft werden um wahrscheinlich 0 Euro. Da hätten sie die letzten Jahre ja jeden Tölpel als Manager bei AUA anstellen können.
Diese verantwortlichen Manager sollten sich bei jedem Mitarbeiter einzeln entschuldigen und ihre Gehälter zurückgeben, aber das wäre ja wiederum das Richtige. Das Richtige darf aber nicht gemacht werden sondern das Falsche.
Da muss man ja zum "Aussteiger" werden und sich distanzieren, oder?

TAMMOX hat gesagt…

Wie sich die Bilder gleichen - Banker sind irgendwie sakrosankt. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, daß ein Ackermann ungefähr 40 mal so viel verdient wie ein Bundeskanzler/Bundeskanzlerin.
Ich nehme an, daß in solchen Kreisen, denen das Geld und der persönliche Reichtum so wichtig sind, diese Dinge nicht vergessen werden.

Banker haben immer fröhlich auf Politiker und Bürger eingedroschen, weil diese ihnen nämlich zu klein und zu primitiv und zu provinziell erschienen.
Der Staat solle sich bloß raushalten war die Devise.
Nun, da alles umgekehrt ist und es die Bankchefs waren, die nach staatlicher Hilfe schreien, sind aber auf der anderen Seite dennoch nicht die Beißhemmungen abgebaut.
Vor dem Reichtum - und der damit verbundenen Macht der Finanzklasse, zittern die Politiker immer noch.
Dumm ist natürlich auch, daß es in den Fällen, in denen Politiker dachten sie können das ja auch gleich selbst erledigen und sich selbst zu Bankern aufschwangen, die Katastrophen auch immer gigantisch waren, die dann folgen.
Angefangen von der Berliner Bankenkrise; als Berliner CDU-Provinzpolitiker - noch Jahre entfernt von Globalen Finanzkrisen mal eben 5 Milliarden Euro des Steuerzahlers verschleuderten.
Den anderen Landesbanken, in denen sich die Hinterwäldlerixe aus den deutschen Landesregierungen zu schaffen machten, ging es auch nicht besser. Sächsische Landesbank, West LB, Bayerische Landesbank - alles Pleiteläden, die die Steuergeldern ihrer Wähler wie besessen in die Reißwölfe stopften.