TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Donnerstag, 18. September 2008

Jesus attackiert gelenkige Münchnerin

Sport ist Mord - soviel ist sicher. Aber man sollte eben auch Kirchen meiden - insbesondere Katholische.
Einer 70 Jahre alten Rentnerin in der katholischen Kirchengemeinde im Stadtteil Neuaubing wurde das auf dramatische Weise von ganz oben klar macht.
Sie war just dabei im Pfarrsaal etwas Sportgymnastik zu treiben, als es dem 15-Kilo-Lattenhansel zu bunt wurde und er sich aus vier Metern Höhe auf sein fidel-geriatrisches Schäfchen stürzte.
Im Kampf Oma gegen Kruzifix zogen sich beide Parteien Verletzungen zu:
Sie bekam eine Platzwunde am Hinterkopf und der Sohn Gottes verlor gar seinen rechten Arm.
Was genau den 2000-Jährigen Gekreuzigten so in Rage gebracht hat, konnte die Polizei in München bisher nicht klären.
Möglicherweise gefielen ihm einfach die unkeuschen körperlichen Betätigungen nicht. Ist es nicht eine Entweihung des Hauses des Herrn, wenn man es zweckentfremdet und darin herum turnt? 3. Mose 5, 14 Und der HERR redete mit Mose und sprach:15 Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versündigt an dem, das dem HERRN geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HERRN bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer.
Dass die Gymnastikgerontin irgendwelche Widder dabei gehabt hätte, wüßte ich jedenfalls nicht. Oder aber das Gegenteil war der Fall, die rüstige Rentnerin saß nämlich schwatzend auf einer Bank, als ihr Jesus auf den Kopf fiel - hatte sie sich einfach nur faul gehen lassen? Man muß sich schon ein bißchen kasteien - sonst wird es übel. So steht schon in der Bibel:
3. Moses 23,29 Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
DICKE Frauen sind ja auch so ein Problem des Herren, er hat da wohl eine kleine Fettenphobie:
4.Moses, 5,21 so soll der Priester das weib beschwören mit solchem Fluch und soll zu ihr sagen: Der HERR setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, dass der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse!
Es könnte natürlich auch der Gymnastikanzug gewesen sein - das gehört sich ja nun schon gar nicht in einem Gotteshaus.
5. Moses 22,5 Ein weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.

Kommentare:

warlord'snightmare hat gesagt…

Da sieht man mal wieder, dass Gott (unter der Annahme, dass es ihn gibt) sich in keinster Weise um seine Schäfchen kümmert.
Zumindest hat es diesen Anschein. Was im alten Testament steht, ist sowieso vieles fragwürdig. Es handelt sich meist um die Geschichte des Israelischen Volkes und alles wird in Zusammenhang mit Gott gebracht. Gottes und der Menschen Tun wird kommentiert.
Was nicht heißen soll, dass nicht auch gute Dinge drinstehen. Die 10 Gebote sind relativ gut, würde ich sagen. Auch die Sprüche Salomons sind nicht übel. Hiob und der Prediger sind ebenfalls empfehlenswert.
Zumindest wird aufgezeigt, dass wir sehr abhängig von der Natur sind und uns auf nichts verlassen können. Was wiederum nicht heißt, dass man nicht Vorsorge treffen sollte. Eine gute Befestigung des Kreuzes wäre nicht zuviel verlangt, das war eben Schlamperei. Aber da die Leistung der Arbeiterschaft gering geschätzt wird, braucht man sich nicht zu wundern, dass diese ihre Arbeit entsprechend mangelhaft durchführen.
Deckenverkleidungen fallen runter, Wasser tritt durch das Dach ein, die Kinder werden von Schultafeln erschlagen, usw.
Was den Glauben angeht, kann man sowieso ewig diskutieren und man kommt doch nicht weiter...
Natürlich sollte man die Kirche streng beurteilen, aber ich würde sagen, es ist klüger etwas zu verbessern, als etwas zu zerschlagen. Es wäre höchste Zeit, dass sich die Kirchen anpassen an die neuen Verhältnisse und ihre Aufgabe darin sehen für eine moralische Verbesserung der Menschen zu sorgen.
Was moralisch ist und was nicht wäre natürlich jetzt wieder ein Diskussionspunkt.
Grundsätzlich ist die Gier, die Unmäßigkeit und die Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
Da sollte die Kirche dringend den Hebel ansetzen. Da braucht man dann gar nichts zu glauben, denn man weiss, dass dies eine wichtige Aufgabe wäre.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Danke für den Kommentar - aber bezüglich der ZEHN GEBOTE muß ich wirklich widersprechen.

Da handelt es sich um ein sogenanntes modernes Märchen - in Wirklichkeit sind das sehr abstoßende und menschenfeindliche Aussagen. Ich habe das schon ein paar mal dargestellt, so schrieb ich am 27. März unter anderem:

http://tammox.blogspot.com/2008/03/antihumanistische-christen.html

Entgegen der Aussage der Familienministerin, daß unsere Verfassung auf den zehn Geboten gründe, hat die Giordano-Bruno-Stiftung gezeigt, daß schon das erste Gebot der Bibel verfassungswidrig ist:
»Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: bei denen, die mir feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Genera­tion.«
Umgekehrt wird also ein Schuh draus – die Bibel und die zehn Gebote widersprechen den universellen Menschenwerten. Religionszwang und Sippenhaft – all das widerspricht humanistischen Werten und ist im Grundgesetz nicht vorgesehen. Die biblischen zehn Gebote, die die meisten Unwissenden vermutlich für eine gute Sache halten, haben es nämlich in sich.
Als Beispiel nur mal das erste Gebot. Im biblischen Original heißt es:
Exodus 20, 2-6: (vermutlich die jüngere Fassung) Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.
Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.
Das bedeutet also, daß alle, die sich selbst für christlich halten und es mit der Bibel und Gottes Worten ernst nehmen der Meinung sein müssen, daß allein das was ich hier in meinem Blog schreibe, wie zum Beispiel das Kapitel über den bösen Gott, dazu führen muß, daß noch meine Kinder, meine Enkel und meine Urenkel dafür gestraft, angefeindet und verfolgt gehören!
Ist ja reizend!
Eigentlich müßte bei der Vereidigung der Bunderegierung den Damen und Herren jeweils das Grundgesetz von selbst aus der Hand springen, wenn sie ihre Formel „so wahr mir Gott helfe“ aufsagen.
Die Stelle in der Bibel als Moses die zehn Gebote empfing, ist nun nicht gerade eine vollkommen zu vernachlässigende Randnotiz – ich befürchte, daß die Gebote auch genauso gemeint waren.
Dies belegen weitere Bibelstellen, die ganz in dem Sinne formuliert sind:
Jesaja 42,8: Ich bin der Herr, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.
Matthäus 4,10: Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.
Matthäus 10,37: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
Jeremia 17,5: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom Herrn.
1Mose 17,1: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.



Die Kirche hatte 2000 Jahre ihre Chance - aber alle Menschnrechte, der Humanismus, die Achtung vor Frauen, Natur, Tieren, Schwulen, Kindern, Arbeitern,..mußte immer gegen den erbitterten Widerstand der Kirche erkämpft werden.
Mit der Bibel in der Hand wurde dann gegen Frauenwahlrecht, für Leibeigenschaft, für Sklaverei, etc, etc, gestritten.
Das reicht mir jetzt.

LG
Tammox

warlord'snightmare hat gesagt…

Klar Tammox, da hast Du mir den Fehler dieser Religion nochmals vor Augen geführt und zwar die Intoleranz. In der Bibel ist davon jede Menge zu finden aber auch sonstige Rücksichtslosigkeiten und Gemeinheiten. Dort kann man nachlesen, was Gott alles gesagt und von den Menschen gefordert hat. Gott (angenommen es gibt ihn) hat wahrscheinlich nie etwas gesagt, sondern nur die Schreiber der Bibel und die damaligen Führer haben ihre Meinung aufgeschrieben.
Es gibt z. B. die unglaubwürdige Stelle in der Bibel wo Gott sinngemäß gesagt haben soll: „geht über den Jordan und bringt dort alle um, Menschen und Tiere und zerstört alles, dann nehmt das Land in Besitz“.
Ein anderes Mal gab es ein Verhältnis zwischen einem Israeliten und einer „Götzendienerin“ – beide wurden mit einem Speer gemeinsam durchbohrt und das war scheinbar gut so.
Lasset die Frauen schweigen in der Gesellschaft und wenn ihr eine Hexe unter euch habt, dann verbrennt sie, usw.
Gott soll sogar Meuchelmord angeordnet haben, Du weißt wahrscheinlich die Stellen.
Betrug war ebenfalls im Spiel, Stichwort „Jakob und die Eheschließung und die Aufteilung der Schafe“.
Ich für meinen Teil entnehme der Religion nur das, was ich als gut empfinde.
Lieber wäre mit, wenn die Kirche selbst mal einen großen Schritt in die richtige Richtung machen würde.
Wenn die Kirche an den alten Unwahrheiten festhält und diese auch noch zelebriert, dann wird sie über kurz oder lang untergehen. Sie sollte sich andere Prioritäten setzen, als den alten Quatsch bis in alle Ewigkeit zu verteidigen. Zu tun gäbe es genug.
Wer könnte in Zukunft die Zuständigkeit in „moralischen Fragen“ übernehmen? Die Politiker, welche sich als Vorbilder die Manager aus der Wirtschaft genommen haben, welche alles so vorzüglich managen?

Anonym hat gesagt…

"Es wäre höchste Zeit, dass sich die Kirchen anpassen an die neuen Verhältnisse und ihre Aufgabe darin sehen für eine moralische Verbesserung der Menschen zu sorgen." . .................."

Was Glauben/Religionen/Kirchen mehr als weniger seit ihrem Bestehen angerichtet haben, muss wohl kaum mehr beschrieben werden.
Die stetig angewandte Vermischung Religion/Rassismus/'Politik/Macht..ist der Ursprung allen Uebels.
Die Kirche macht auch keinen wesentlichen Unterschied zwischen Un-oder-Glauebigen, wenn es schlicht und einfach ums
'Gesamtficken geht.

Ueber neuzeitliche Fakten koennte man in kuerzester Erlaueterung eine christlichrassistischglobale Kurzlektuere verfassen.

Das Ganze nur vom Neoliberalismus zu betrachten, ist eine rein profitable? Grundlage, welche sich aber gerade in Bezug auf Suedamerika extrem unchristlich bestaetigt. Da scheissen /Profit Macht/Politik/Kirche auf Glauben.

Ein politisch/religioeser Systemrassismus, in dem Demokratie zur heuchelnden Zugpferdhure verkommt.

Beispiel PAPSssst, ..hat der Bursche gleich zu Anfand seiner kurzen Amtszeit ein paar Milliarden Menschen so richtig daerb angeratzt.

Gleichmal die 'paar Muslime angepisst, ... und waerend er die Chinesen aufbrachte, diskreditierte er die Evangelen als nicht mal 2te Pfeife, und erzuernte alle Latinos. ......

Wie moechte man den 'Zustand bis zu diesem heutigen Tag denn interpretieren??
Mit den abgewrackten Fraasen; "Aus der Geschichte lernen', ... 'die Geschichte sich nicht wiederholen lassen""??

Diesbezueglich ist die Geschichte nur Eines und zwar kontinuierlich.
Das gleiche scheussliche Trauma, auf dem immer selbigen globalen Pfad.
Praedikat: extrem Ruecksichtslos, .. gegen Wen oder Was auch immer.

Anonym hat gesagt…

Da wir nun ja geklärt haben, dass die Religionen allesamt eigentlich keine Existenzberichtung haben, weil sie auf falschen Grundlagen aufbauen, würde mich nun interessieren, wie es nun weitergehen soll.
Richtig wäre ja dann, wenn die Religionsführer z. B. sagen würden: "jetzt gibt es die Religionsgemeinschaft noch 1 Monat und dann ist Schluss". Der noch vorhandene Besitz geht an die Mitglieder und es werden keinerlei religiöse Handlungen mehr vollzogen.
Wie muss man sich das dann vorstellen, wer übernimmt die "sinnvollen" Leistungen, welche die Kirchen vollbringen?
Stehen dafür bereits Leute bereit?
Ein Problem besteht auch darin, dass es eben Menschen gibt, die nicht damit fertig werden können, dass es eventuell kein Weiterleben nach dem Tod geben soll. Das ist eben der Grund, warum es die Religionen gibt, das ist sozusagen ein Strohhalm. Soll man den anderen Aberglauben auch niederfahren, Astrologie, schwarze & weiße Magie, X-Faktor, SciFi, abstrakte Kunst, Bachblüten, Auspendeln, Voodoo usw.?
Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass man die Freiheiten der Menschen auch wiederum nicht einschränken sollte.
Außerdem, ein wenig hat sich die Kirche bereits gebessert, sonst hätte man Tammox und Jakester bereits zumindest der peinlichen Befragung unterzogen.
Die Macht der Religionen ist vorbei und das ist gut so, also keine Angst, der Inquisitor kommt voraussichtlich nicht vorbei und setzt seine glühenden Zangen ein oder bricht euch die Füsse mit seinem eisernen Schuh. Auch Eure Daumen bleiben heil und die Schrauben werden nicht eingesetzt.

Das Hauptproblem ist einfach das alles auf Gier, Machtstreben und Egoismus aufbaut, das ist in jedem Bereich so.
So eine neue Art von Religionen, welche auf vernünftigen Grundlagen aufbauen, wären bestimmt kein Fehler.
Vielleicht hat man ja doch eine Chance die Religionsgemeinschaften entsprechend zu ändern? Für Fehler in der Vergangenheit sind die jetzigen eigentlich nicht verantwortlich, oder doch?

Grüße
WN

Anonym hat gesagt…

In Bezug auf Religion und 'Andere 'Aberglauben .. Glauben?:

"Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass man die Freiheiten der Menschen auch wiederum nicht einschränken sollte."
Diesen glatten 180er der Realitaet ist ein prima Scherz, wenns denn lustig waere.

"So eine neue Art von Religionen, welche auf vernünftigen Grundlagen aufbauen, wären bestimmt kein Fehler."
Religion basiert nicht auf vernuenftigen Grundlagen.

"Für Fehler in der Vergangenheit sind die jetzigen eigentlich nicht verantwortlich, oder doch?"
Kontinuitaet im Tun beantwortet diese Frage.

Ich muss mich jetzt aus dem Thema ausblenden.
Mir beginnt W.N's verzweifelter Weihrauch in den Augen zu brennen. :-)

warlord'snightmare hat gesagt…

Mit vernünftiger Argumentation kann man seine Meinung vielleicht besser unter die Leute bringen. Man sollte eben versuchen die selbe Sprache zu finden, das heisst auf das Gegenüber einzugehen bzw. sich zu überlegen, warum der andere an seiner Meinung festhält.
Als Beispiel wäre die Abrüstung zu nennen. Sage ich nun, alle Großwaffen müssen weg, dann wäre das weltweit doch richtig. Nur damit kommt man bei den Leuten nicht an, weil sie alle Angst haben und scheinbar fühlt man sich mit den Waffen sicherer.
Wenn ich nun sage, Du bekommst das Geld, das man sonst für Waffen verschwendet, dann kann ich meine Meinung schon besser verkaufen.
Trotzdem ist da tief in den Gehirnen eingehämmert, dass beispielswiese die deutschen Leopardpanzer super sind. Die Waffen werden nicht als das gesehen, was sie sind, sondern die Deutschen haben ein "freundschaftliches" Verhältnis zu ihrem Produkt.
Dass man seine Wirtschaft nicht auf Waffenexport ausrichten sollte, ist glaube ich auch eine kluge Ansicht.
Wenn ich sage, die Waffenfabriken gehören geschlossen, dann kommt das nicht gut an, wegen der Arbeitsplätze. Sage ich jedoch, dass die Fabriken was anders produzieren sollen, dann wird das doch besser aufgenommen.

Ist nicht der enge Kontakt zwischen Politikern und den Großunternehmen ein Manko?

Hat nicht Thyssen den Hitler stark unterstützt, damit es später durch die Waffenherstellung profitieren kann. Ich höre kaum, dass die Politiker vorallem an der NS-Zeit schuld waren, sondern immer alle. Aber Schuld waren vorallem die Politiker, welche jedoch weiter machen, wie bisher und nur scheinbar entnazifiziert wurden.
Die Opfer wurden zum Teil zu Tätern gemacht.
Oder war der deutsche Soldat, welcher gezwungen wurde Lebensraum im Osten zu schaffen ein böser?
Nachdem das dritte Reich seine Soldaten in Stalingrad hat töten und leiden lassen, sind die Überlebenden nach Sibirien gekommen, wo man sie gequält hat.
Von den verantwortlichen Politikern wurden zwar einige gehenkt, aber viele sind unbeschadet davongekommen.
Der Tod ist jedoch für Menschen, die für 1000en Tod verantwortlich sind, eine zu geringe Strafe.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

TACH!!
Zunächst einmal vielen Dank für die Kommentare! Es freut mich immer sehr, wenn jemand sich dazu aufrafft! Ich lese das natürlich aufmerksam.

Nun habt Ihr allerdings ein komplexes Thema am Wickel.
Ein paar kurze Anmerkungen dazu:
(etwas spät - aber gestern war der Server down)

@warlord'snightmare

Das ist das alte Problem mit der Kirche und „Gottes Wort“: Sie widersprechen sich so oft selbst. Neben all den Widersprüchen in der Bibel - siehe dazu z.B.

http://www.bibelzitate.de/index.html

sind auch die kirchlichen Exegeten recht willkürlich: Sie benutzen genauso das Argument „Es ist Gottes Wort“, um zu erklären, daß an ihre Positionen nicht verhandelbar wären (gegen Homo-Ehe, gegen Frauen-Ordinierung,…), wie sie auch das Gegenteil tun: Bei anderen eindeutigen Bibel-Aussagen - z.B. zur Sklaverei - heißt es dann ungeniert, daß man das aber im historischen Kontext sehen müsse, alles etwas zu relativieren wäre und überhaupt ginge es um Metaphorik.
Mir ist es daher unverständlich, daß GLÄUBIGE sich dennoch so sehr an die Institution Kirche binden.

@Jake:

Stimme zu - mal ganz abgesehen von religiösen Überzeugungen des Einzelnen - hat sich die INSTITUTION Kirche in der Geschichte aber auch in der Gegenwart unmöglich gemacht - stets auf der Seite der Potentaten und Unterdrücker - gegen das einfache Volk. Das war so im Mittelalter, aber auch in der jüngeren Geschichte: Hitler war Katholik, auf den koppeln der Nazis stand „Gott mit uns“, die Kardinäle machten den Hitlergruß. In den 70ern und 80ern war die Kirche auf Seiten der schlimmsten Rechtsradikalen Diktatoren in Südamerika und so geht es immer weiter - bis hin zur Einflussnahme in Spanien contra Zapatero.
(Aznar, der rechte Irakkriegsteilnehmer war der Held der Katholiken - aber den friedlichen Zapatero, der die Truppen aus dem Irak rausholte, bekämpft der Vatikan bis heute)
Diesbezüglich nach 2000 Jahren Erfahrung Besserung zu erwarten halte ich für - euphemistisch formuliert: Naiv.

@WN:

Schönes Szenario - aber nicht so ultrawahrscheinlich.
Insbesondere in den Christlichen Kirchen ist Religion ein Machtfaktor und Macht gibt niemand gerne ab. Mehr Prunk und Protz als im Vatikan ist ja wohl kaum vorstellbar. Ihre Schätze, Roben und Pfründe geben die Kardinäle sicher NICHT den Armen!
Im Übrigen: Ich habe gar nichts dagegen, wenn Leute religiös sind und sich irgendwas vorstellen was nach dem Tod ist - ob einen Ufos, Marsmenschen oder der Heilige Geist abholt, ob man mit 70 Jungfrauen im Paradies bis in die Ewigkeit poppt oder als Regenwurm reinkarniert wird. Da gibt es ja viele Vorstellungen. Soll jeder machen wie er will. Ich möchte nur, daß sich die Kirchen aus den staatlichen Angelegenheiten raushalten und bitte schön diejenigen in Ruhe lassen, die den Unsinn nicht glauben.

„Vernunft“ und Religion??
Da sehe ich keinen Spielraum; im Gegenteil - in der Religion geht es doch gerade darum NICHT vernünftig zu sein, sondern zu glauben.
Ich sehe auch keine große „Besserung“ der RKK z.B. - sie haben schlicht nicht mehr die MACHT mich zu pfählen und foltern. Glücklicherweise. Aber die Inqusitionsbehörde gibt es noch und ich will mir gar nicht vorstellen was die mit mir täten, wenn der Vatikan politisch allmächtig wäre.

Anonym hat gesagt…

Da hab ich mal wieder mit einem Grundprinzip gebrochen.
Vor allem bei der unsinnigen Vermischung von Kirche, sozialem und Politik ueberhaupt zu argumentieren, ist von meiner Seite her nicht nur sinnlos sondern auch billig.

Real gegen etwas zu argumentieren, welches jeglichster realen Basis entbehrt ist nur allzu einfach.
Schwer wirds wenn man, mit seiner Realitaet im blutig fairygetaled
globalen Ganzen in blasphemierter Isolation verbringt.

Uebertreibung? .... Nicht wo ich gerade lebe und die Glaubensrueckkehr-PR laueft auch schon im Rest-Westen auf vollen Touren... wie immer aggressiv.

Was solls, ansonsten ist ja soweit alles in bester Ordnung. *%^*;

warlord'snightmare hat gesagt…

Ich möchte nur nochmals ganz kurz die nachfolgende Frage in den Raum stellen, komplett ohne Religionsfantastereien:

Wie könnte man es erreichen, dass die Bevölkerung im Bedarfsfall moralische Werte gezeigt bekommt, welche die Menschen nicht ablehnen können, es sei denn, sie stellen sich dumm?

Beispielsweise gibt es die DIN-Norm, zur Vereinheitlichung von Qualität und Aussehen von technischen Erzeugnissen.

Sollte es in Zukunft nicht Institutionen geben, welche sozusagen als "Backupfunktion" fungieren und im Bedarfsfall die Bevölkerung darauf hinweist, wenn moralische Grenzen überschritten werden bzw. noch weiter überschritten werden?
Ich möchte mich nicht darüber streiten, was nun moralisch ist, nur soviel, dass ich nichts dagegen habe, wenn sich Buben mit Buben und Mädchen mit Mädchen zusammenkuscheln.

Wäre es nicht gut, wenn die Gesellschaft von verschiedenen Seiten immer wieder ein vernünftiges Feedback bekäme?

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Armer Jake,
überlege doch mal wieso man „da wo Du lebst“ auch so gute Psychopharmaka erfindet.
Ein bißchen Prozac kombiniert mit einer doppelten Tagesdosis Benzos würde Dir sicher auch helfen die Glaubensrückkehr-PR auszuhalten.
Zur physischen Gesundung braucht man dringend ein bißchen "Scheißegal"-Haltung.
Sonst schlägt einem die echte und augenblickliche Welt auf den Magen.


Warlords Nightmare:

Nun ja - auch wenn Merkel und die Kirchen es hart bekämpfen - wir haben ja Ethik-Unterricht an den Schulen und in ausformulierter Form finde ich persönlich am besten:

Michael Schmidt-Salomons "Manifest des Evolutionären Humanismus".

Siehe z.B.:

http://alibri.denkladen.de/product_info.php/info/p177_Michael-Schmidt-Salomon--Manifest-des-Evolutionaeren-Humanismus.html/XTCsid/ab584b668f8a1e1d702f5184b3e5a596

http://www.schmidt-salomon.de/denken.htm

Mir gefiele es, wenn man ihn beispielsweise als Bundespräsident oder als Ethikkommission einsetzte.
Fragt sich nur, ob das politisch machbar ist……

Anonym hat gesagt…

Die Glaubensrueckkehr-PR bezog ich eher auf Europa-vorallem Deutschland.
Auch die Psychofarmaka/Downer-Kampagne wurde ja inzwischen von Deutschland so richtig sueffisant kopiert.
Die gesamte il/legal global gefoerderte Drogengeisel ist eine, wenn auch kaum behandelte Ergaenzung zum 'allgemeinen Kontrolle' Thema, welche schon seit einiger Zeit das Grundprinzip von zb. Religion,Patriotismus zur Anwendung zwingt: "Let the Children come to Me" ......

Fuer den multibel angewendeten Spruch und seine Folgen kann ich wieder mal nur Einen Vrantwortlich machen. :-)

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Hatte mich irgendwie merkwürdig ausgedrückt.
Glaubensrückkehr-PR hatte ich auch in Deutschland verortet. 1 Mio Evangelikale gibt es hier jetzt schon.
An denen gibt es nur EIN Gutes - und zwar, daß sich die herkömmlichen Restkirchen ganz fürchterlich darüber ärgern, daß die Zulauf haben.

Benzos (Downer, oder wie auch immer) sind schon kritisch, weil sie eben auch extrem schnell süchtig machen und dann zur Droge werden. Manchmal geht es aber auch nicht ohne.

Bei Psychopharmaka wie Prozac - also den klassischen SSRI (selective serotonin reuptake inhibitor = selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) stimmt das aber NICHT. Die machen nicht süchtig und sind bei vielen Formen von Depressionen, Angstzuständen, Phobien, Panikattacken, etc die einzige Hilfe.
Da ist schon Sinn in.
Ob gleich MILLIONEN Leute in Dt. die schlucken müssen, ist eine andere Frage.
Aber warum nicht? Als Nebenwirkung machen die auch friedlich, schläfrig und vor allem unterdrücken die jegliche Libido.
Das ist angesichts der Aggressionen unter den Menschen und dem globalen Problem der Überbevölkerung doch nur förderlich!

warlord'snightmare hat gesagt…

Diese Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sind oft hilfreich, wenn die Leute auf einer tiefen Depressionsebene stehen. Sie hemmen aber auch den Elan und man kommt sich nicht wirklich lebendig vor. Bei einer bipolaren Störung, also "manisch Depressiv", was soviel bedeutet, wie manchmal sehr gut drauf (fast zu gut) und dann wieder ziemlich down (depressiv), sollte man meiner Ansicht nach auf solche Medikamente auf längere Sicht verzichten, da sie erst nach einer Woche wirken und dann hat man bereits wieder seine "Superman-Phase", da wird man dann gebremst, obwohl man in dieser Zeit viel erreichen kann. In diesem Fall kommt man auf die Dauer viel besser ohne dem Zeugs aus.

Eine sehr schlimme Gefahr geht jedoch von manchen anderen Psychopharmaca aus. Anstatt eine Depression zu lindern, wird diese noch verstärkt oder anders gesagt, die Gefühle, welche der Patient zuvor noch unter Kontrolle halten konnte, werden plötzlich viel viel stärker. Das ist auch der Grund warum viele Patienten Selbstmord begehen (vor allem Jugendliche), nachdem sie diese Medikamente einnehmen.
Man muss die Leute wirklich warnen, denn die Pharmaindustrie und die Medizin scheint hier verantwortungslos zu agieren.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

Lieber Warlords Nightmare,


Dazu kann man schlecht allgemeingültige Regeln aufstellen.
Aus meiner eigenen Erfahrung bin ich jedenfalls froh, daß es das Zeug gibt.
Die Wirkung kann übrigens bei SSRI und SSNRI auch erst wesentlich später einsetzen (bis 2 Monate) - nach EINER Woche ist schon echtes Glück.
Daher sind SSRI ohnehin bei akuten psychotischen Schüben sinnlos.
Da sind Angstlösende Benzos ganz anders - die wirken sofort.

Ich habe mich zufälligerweise mal ausführlich mit einem Professor für Neurologie über die „Nebenwirkung Selbstmord“ unterhalten, die einem in der Tat ja etwas suboptimal vorkommt, wenn man Tabletten gegen Depressionen nimmt.

Der Zusammenhang ist aber auf den zweiten Blick einleuchtend.
In dem Fall wird nicht die Serotonin-, sondern das Noradrenalin-Konzentration angehoben. Es muß also ein anderes Medikament als ein SSRI sein - entweder eins, das selektiv auf Noradrenalin UND Serotonin wirkt (wie Venlafaxin beispielsweise) oder eben ein reines Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NARI = NorAdrenalin-Reuptake-Inhibitor) wie beispielsweise Reboxetin.
Noradrenalin ist ja der Transmitter, der umgangssprachlich ausgedrückt für den ANTRIEB zuständig ist. - während Serotonin der Wohlfühlneurotransmitter ist.
Es kann nun sein, daß ein Depressiver einen sehr starken Suizidwunsch hat, aber so sehr in sich gekehrt und passiv ist, daß er überhaupt nichts mehr tut. Das kann bis zu Stupor, Katalepsie oder katatonischen Zuständen führen.
Auf dem Weg zur Gesundung (dazu braucht es aber eine Erhöhung der Noradrenalinkonzentration) wird er dann überhaupt erst in die Lage versetzt diesen Wunsch auch in die Tat umzusetzen.
Das Medikament hat dann aber nur die Blockierung gelöst und nicht den Todeswunsch selbst verursacht.
Einen SO schwer depressiven Patienten darf man natürlich ohnehin NICHT mit dem Medikament allein lassen, sondern muß ihn ärztlich beobachten.
Diese Selbstmorde sind dann imho ein ärztlicher Fehler, aber in dem Fall nicht der Pharmaindustrie zuzuschreiben.

warlord'snightmare hat gesagt…

Lieber Tammox,

stimmt, ich würde empfehlen, dass besser vorerst mit schwächeren Dosen bzw. ungefährlicheren Medikamenten behandelt wird, vor allem dann, wenn nur eine ambulante Behandlung stattfindet. Vielleicht sollten nur Neuro-Ärzte diese Medikamente verschreiben dürfen, da diese über die möglichen Folgen besser Bescheid wissen.
So ein Medikament kann eben die Gefühlswelt komplett durcheinander bringen. Eigentlich will man aber nur seine psychosomatischen Störungen wegbekommen.
Die für das Zusammenleben notwendige Aggression sollte jedoch erhalten bleiben :-)
Auf alle Fälle muss man mit diesen Medikamenten exrem aufpassen und keinerlei amorösen Abenteuern wären der Einnahme nachgehen, sonst kann man sehr schnell in die tiefste Dunkelheit blicken und die Sonne verliert ihren Glanz vollständig, eine Waffe im Haus zu haben wäre dann fatal.

Im Grund ist auch der Neurologe nicht zu beneiden, wenn er sich ziemlich oft die "Leiden" der Patienten anhören muss.

Tammo Oxhoft hat gesagt…

DA liegt der Hase im Pfeffer - es wird allzu oft bei der Behandlung von psychischen Krankheiten zwischen medikamentöser Behandlung und Therapie (im Sinne von Gesprächstherapie) unterschieden.
Dabei ist das natürlich keine Entweder-Oder-Frage, sondern eher ein Sowohl-als-auch-Problem.
Obwohl die ökonomischen Folgen durch die sich massiv ausweitenden psychischen Krankheiten in Europa mittlerweile gigantisch sind - ich meine mich an eine Zahl von 300 MILLIARDEN EURO wirtschaftlichen Schaden allein durch den Arbeitsausfall zu erinnern.
Habe ich in irgendeiner EU-Studie mal gelesen
Müßte man noch mal googeln.
Wir wissen, dass rund 15 % aller Erkrankungen weltweit direkt auf psychische Störungen zurückzuführen sind.
Da wäre es natürlich ökonomisch, medizinisch und sozial betrachtet sehr sinnvoll die Menschen FRÜHZEITIG professionell durch Neurologen und Therapeuten zu behandeln.
BEVOR sie ganz ausfallen oder gar Selbstmord begehen.

Tatsache ist aber, daß es eine eklatante Unterversorgung mit Therapieplätzen gibt.
Wenn man nicht gerade in einer Großstadt lebt, ist es überhaupt schwierig einen Hausarzt zu finden, der so ein leiden korrekt diagnostiziert.
Was eine Depression ist und durch welch extrem unterschiedliche Symptome sich das äußern kann, hat sich zwar mittlerweile rumgesprochen, aber die diversen Phobien, Burnout, etc, die sich alle durch psychosomatische Beschwerden äußern können, werden meistens erst gar nicht vom behandelnden Arzt erkannt und die Patienten mäandern von Arzt zu Arzt und niemand versteht, woher die Schmerzen, der Schwindel, die Müdigkeit oder was auch immer kommt.

Da hat die Gesundheitspolitik noch sehr viel nachzuholen.

Gruß
Tammox