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Samstag, 24. September 2011

Selig sind die geistig Armen.

Amerikanische Teebeutler hassen Steuern und den Staat.
Alle Steuern sollten daher abgeschafft werden und dem Kongress in Washington, sowie dem Weißen Haus gehören alle Kompetenzen entzogen.
Gleichzeitig soll Washington aber mächtig und durchsetzungsfähig sein, um das Lieblingsprojekt der Teebeutler durchzusetzen. Dieses Hobby ist Geldausgeben. Geldausgeben in 12-stelliger Höhe jedes Jahr. Geld für das Militär muß am besten unbegrenzt fließen.

Der abgeschaffte, aber dennoch starke Staat soll also kein Geld einnehmen, dafür umso mehr Geld ausgeben und darf keinerlei Schulden machen.

Mit so einer Politagenda wird man entweder als FDP-Chef der Totengräber seiner eigenen Partei, oder aber man führt als GOPer die verhassten Demokraten am Nasenring durch die politische Arena.

(Demokraten sind im Amerika Linke. Zu links. Eigentlich schon Kommunisten. In der realen Welt sind die bestenfalls Zentristen, die eine Agenda „Rösler minus Eier“ betreiben. Aber sie verfügen noch über Rudimente von Realitätssinn und so dämmert es ihnen, daß die Republikaner-Methode der wundersamen Geldvermehrung aus metaphysischen Quellen nicht funktionieren wird.)

Wen würde das nicht an eine Bibelgeschichte erinnern?
Als Herodes Johannes, den Täufer köpfen lassen hatte, fand Jesus das ungeil:

13 Als Jesus all das hörte, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. 14 Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. 15 Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. 16 Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! 17 Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. 18 Darauf antwortete er: Bringt sie her! 19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, 20 und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. 21 Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.
(Matthäus 14)

So soll das in der amerikanischen Politik auch funktionieren. Mit fünf Broten und zwei Fischen eine Brigade ernähren.
Das klappt bestimmt, wenn die Soldaten nur fromm genug sind.

Und fromm kann man sie machen.

Die „christliche Kriegstheorie“ sollte unsicheren Kantonisten unter den G.I.s, die womöglich Skrupel haben könnten auf den START-Knopf der Atomraketen zu drücken dabei helfen den millionenfachen Massenmord in Gang zu setzen.

Denn „Jesus liebt Atombomben“ So wurde es in der US-Army als „Nuklear Ethics“ gelehrt.
Des lo vult. Gott mit uns. Wenn es um Genozide, Massenmord und Kriege geht, ist das Christentum immer besonders hilfreich, um ethische Skrupel zu beseitigen.

Nazi-Raketenforscher, Bibelfiguren: Wie die US-Air-Force ihre Soldaten auf eine christliche Kriegstheorie drillte.
Sie haben ihre Hand im "worst case" am roten Knopf für die Atombombe - und Gott soll ihnen dabei helfen. Jahrzehntelang wurde auf einer Air Force Base die Lehre vom gerechten christlichen Krieg verbreitet – und das obwohl die USA Soldaten aller Konfessionen in ihren Reihen haben. Die Enthüllung über die eigenwilligen Ethik-Schulungen, die ausgerechnet jene durchlaufen mussten, die im Notfall Amerikas Atombomben abwerfen würden, sorgte für einen Eklat.
[…] Seelsorger schulten die angehenden Air-Force-Soldaten in Augstinus' Lehre vom gerechten Krieg. In einer Power-Point-Präsentation wurden seitenlang Beispiele von gottesfürchtigen Kriegern angeführt. Aus dem Neuen und Alten Testament. Von Abraham über David, "the warrior" bis zu Jesus, "the mighty warrior".
Auch Nazi-Raketenforscher Wernher von Braun wurde zitiert. Er hatte sich nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands in den Dienst der USA gestellt. Der Bau von Atombomben in den USA sei demnach eine "moralische Entscheidung" gewesen. "Wir fühlten, dass wir diese Waffe nur Menschen überlassen können, die von der Bibel geleitet werden".
(Die Presse 11.08.2011)

Militär und Bibel - da wächst zusammen, was zusammen gehört.
Die Teebeutler lieben Soldaten, wie sie auch Waffen und Todesstrafe und Folter lieben.

Es gibt allerdings auch Grenzen.

SCHWULE Soldaten mögen sie gar nicht. Die sollen weg, schließlich hat schon GOTT die Schwulen gehasst.

Im Gegensatz zur Atombombe.

Das konnte der langegediente Soldat Stephen Hill erleben, als er bei einem Republikaner-Hearing sofort von der Crowd ausgebuht wurde.
Fox übertrug es.



Rick Santorum antwortete, daß Sexualität in der Armee nichts zu suchen habe.
Klar.
Das verstehe ich.
Alle Soldaten halten den Zölibat ein.

Genau wie katholische Priester.

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