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Samstag, 1. März 2008

Impudenz des Monats Februar

Nicht, daß einen dringenden Anlass gäbe, aber wenn man an die größten Idioten der deutschen Politik denkt, kommt man natürlich nicht an Markus Söder vorbei.
Der ehemalige CSU-General und heutige Europaminister wird unter den derzeitigen Gestalten immer eine Sonderstellung einnehmen, weil er unzweifelhaft derjenige mit dem niedrigsten IQ ist. Dafür möchte ich niemanden schelten; schließlich kann man ja nichts dafür, wenn man mit so wenigen Hirnzellen geboren ist, daß man den üblichen Diskussionen inhaltlich nicht folgen kann.
Insofern ist hier Edmund Stoiber zu tadeln, der eben diesen Söder als Parteigeneralsekretär einsetzten, anstatt ihn seinen vorbestimmten Weg gehen zu lassen, der Hohlblinzen wie ihm offenliegt, wenn sie trotz der intellektuellen Eingeschränktheit ins Rampenlicht drängen – also beispielsweise eine Existenz als Big-Brother-Bewohner, Pfahlsitzer, oder Jackass-Kandidat.
Bedauerlicherweise fehlt Markus S. diese Einsicht – obwohl schon ein Blick in den Spiegel klar machen müßte, daß dieses Gesicht erstens nur eine Mutter lieben kann und daß zweitens eine Karriere, in der man sich öffentlich äußern muß, ausgeschlossen sein sollte.
Söder ist aber nicht nur dumm – was völlig entschuldbar wäre – sondern auch dummdreist.
Daher bemerkt er leider nicht, daß seine TV-Auftritten und sonstige Verbalentgleisungen nur seinen Status als Hirn-Zwerg der deutschen Politik nur zementieren. Mir fiel das just wieder auf, als er in der letzten Illner-Politshow doch tatsächlich aussagte, daß an der miserablen ökonomischen Situation Berlins die ror-rote Regierung schuld sei!
Haha! Der war gut!
Da hat ein Bundesland einen SPD-Finanzsenator, der nun wirklich fachlich unbestritten wie kein anderer fähig ist und dieser muß sich tagtäglich mit dem Milliardengrab-Erbe der vorherigen CDU-Regierung abärgern.
Zur Erinnerung: Unter der Ägide der CDU-Mauschler Diepgen und Landowsky gründete sich das Land 1994 eine schicke neue Landesbank Berlin behielt die Mehrheit der Anteile. Acht Jahre später war sie fast pleite. Ohne die Absicherung der Fondsgarantien wäre sie geschlossen worden. Berlin musste absichern. Durch die miserablen Geschäfte der CDU-Gernegroß' verlor das Land Berlin direkt vermutlich acht Milliarden Euro.
Davon könnte Berlin fast zwanzig Jahre lang seine Kultur bezahlen. Opern, Theater, Museen, Bibliotheken. Zwanzig Jahre. Oder zwanzig Jahre eben nicht. Der Stadt entstand ein monströser Schaden, wie es die SZ ausdrückte.
Da dies nicht das Thema des Posts ist, entleihe ich ein paar Sätze bei Wikipedia:
Seit dem 29. Juli 2005 lief ein Strafprozess, in dem Landowsky neben 12 weiteren Angeklagten vorgeworfen wurde, durch ungesicherte Kreditvergabe an die AUBIS-Gruppe für Plattenbauten zwischen Mai 1996 und September 1997 das Vermögen der Bank gefährdet zu haben. Am 21. März 2007 wurde Landowsky zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten wegen Untreue bei der Vergabe von Millionenkrediten verurteilt. Die juristische Aufarbeitung des Bankenskandals läuft noch, aber das Land Berlin ist durch die Kapitalzuführung von 1,7 Milliarden Euro sowie durch die Übernahme von bis zu 21,6 Milliarden Euro an Immobilienrisiken mittlerweile finanziell stark belastet. Wie mit den angehäuften Kreditrisiken, die die zweite Ursache für die Schieflage der Bankgesellschaft waren, umzugehen ist, wird sich wohl im anstehenden Veräußerungsverfahren zeige. Neben strafrechtlich relevantem Fehlverhalten der Angeklagten werden aber auch die Umstände ihrer Berufung in die Leitung der betreffenden Kreditinstitute als ursächlich für den dem Steuerzahler entstandenen Schaden gesehen, der auf 60 Milliarden Euro beziffert wird. Die Nichtregierungsorganisation Transparency International kritisiert im Falle des Berliner Bankenskandals Parteibuchwirtschaft und Ämterpatronage in der Vergabe von Stellen in von der öffentlichen Hand kontrollierten Unternehmen nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteibuch an „Günstlinge“.
Sehr lustig, daß Söder es nicht zu peinlich ist, die Verursacher des Finanzdesasters (CDU-Politiker) mit denen, die die Suppe auslöffeln (SPD-Politiker) zu verwechseln.
Aber als Sahnehäubchen noch ein paar andere schicke geistige Aussetzer:
"Wir brauchen eine gewisse Orientierung in der Erziehung und in den Schulen. Dazu gehört zum Beispiel Benimmunterricht statt Erlebnis- und Kuschelpädagogik. Es ist sinnvoll, auch über unsere nationale Identität und deren Symbole zu reden. Daher ist es wichtig, die Nationalhymne aber auch die Bayernhymne zu lernen und zu singen. Und dazu gehört natürlich auch, dass wir uns zu unserer christlichen Werteordnung bekennen. Für die CSU steht fest: In Klassenzimmer gehören Kruzifixe und keine Kopftücher." Spiegel Online 16.4.2004
Markus Söder verwechselt Gerechtigkeit mit Rache
"Ich glaube fest daran, dass derartigen Leuten [Folterer eines Kindes] trotzdem Gerechtigkeit widerfahren wird. Dass sie nie wieder eine Sekunde ihres Lebens verbringen können, ohne an das Wimmern und an die ängstlichen Augen ihres Kindes denken zu müssen. Dass sie nie wieder einen einzigen Funken Glück verspüren werden. Dass sie jede Nacht von fürchterlichen Albträumen geplagt aufwachen. Ich glaube fest daran, weil es einfach so sein muss."
Notizen von Markus Söder
CSU-Generalsekretär Markus Söder fordert im Fernsehen den Bildungskanal BR-alpha einzustellen.
"CSU will den Sender „BR-alpha“ schließen", SZ online, 13.11.2003.
Zu viel Bildung könnte CSU Wähler abwandern lassen.

Dann können wird endlich zuschlagen.
Markus Söder tritt für eine weitere Verschärfung der Zensur ein.
Münchner Merkur, 25.2.2000, Seite 3

Münchner Merkur: Ist völlig ausgeschlossen, dass Stoiber eines einer beiden Ämter abgibt?
Markus Söder: "Ja – absolut". OVB, 4.1.2006.

"Schröder mitverantwortlich für Verbrechen an Kindern"
Bei der Bundesregierung entdeckt der CSU-Mann wieder mal jede Menge kriminelles Potential. Der Tod eines Jungen hat Söder offenbar inspiriert. Ein Sexualstraftäter hatte in dieser Notunterkunft in München den neunjährigen Peter missbraucht und umgebracht. Den Tod des Jungen nutzt Söder bedenkenlos, um im Streit um die Verschärfung des Sexualstrafrechts Stimmung zu machen.
KONTRASTE
"Wie stehen Sie denn zu der Forderung, dass Sie sich dafür entschuldigen sollen, den Kanzler zum Komplizen von Kinderschändern gemacht zu haben?"
Markus Söder, CSU-Generalsekretär:
“Ich muss mich nicht dafür entschuldigen. Es ist sicherlich zugegebenermaßen pointiert formuliert, wie es vielleicht für einen Generalsekretär auch notwendig ist, mal Dinge und Debatten anzustoßen.“

MS:
"Ich glaube, dass ein Gebet sehr viel helfen kann, auch Orientierung zu finden, einen Kompass zu finden. Das muss zwar jeder für sich selber entscheiden, ich bin aber überzeugt davon, dass es helfen kann.“

KONTRASTE
“Also doch Schulgebete im Osten?“
MS:
“Das wäre eine gute Idee, Schulgebete im Osten stärker zu machen.“

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