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Samstag, 29. März 2008

DER Plan

Sebastian Horsley, 1962 in London geborener Allroundkünstler mit eher schrillem Auftreten und einer nicht unbedingt mainstream-kompatiblen Ausdrucksweise plante in New York eine große Party zur Erscheinung seines neuen Buches "Dandy in the Underworld" zu feiern.
Feiern kann der Millionärssohn berüchtigt gut und so erwartete man ihn im „Land oft he free“ schon sehnsüchtig.
Indes, die Party mußte ohne den Star stattfinden, da ihn die sittenstrengen US-Grenzer nicht in die USA ließen:
Die Beamten händigten Horsley nach eingehender Befragung am Flughafen ein Formular aus, ihm werde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Grund: Eine obskure Vorschrift des US-Einwanderungsrechts sieht eine Verweigerung der Einreise wegen "moralischer Verkommenheit" vor, zum Beispiel, wenn jemand wegen einer moralisch verwerflichen Straftat verurteilt wurde.
Die Argumentationsgrundlage jemanden wegen „moralischer Verkommenheit“ gleich auszusperren ist zwar ein wenig rüde, aber doch zweckmäßig. Die Amis definieren das wie folgt:
Moral turpitude is a legal concept in the United States that refers to "conduct that is considered contrary to community standards of justice, honesty, or good morals"
Süffisant bemerkt der SPIEGEL:
Kurz vor Horsleys Problemen musste New Yorks Gouverneur Eliot Spitzer wegen einer Prostituierten-Affäre zurücktreten.
Schön, der spitze Gouverneur ist möglichweise auch etwas heuchlerisch, aber es gäbe da doch eine Menge wirklich fieser subversiver Gestalten, deren endgültige Verbannung aus dem Land sehr hilfreich für die allgemeine Moral und Ehre wäre.
Ich denke da beispielsweise an eine ganze Clique von notorischen Lügnern, die zudem ursächlich für Hunderttausende Tote verantwortlich sind.
Wissenschaftler um den Gründer des Center for Public Integrity, Charles Lewis, wiesen in einer Studie acht US-Spitzenbeamten 935 "unwahre Behauptungen" in den zwei Jahren vor dem Waffengang nach. Bush und Powell seien mit 260 und 254 bewussten Falschaussagen die Spitzenreiter dieser unrühmlichen Riege, besagt die Studie.
Also, wenn das nächste mal die Air Force One mit dem Einhirnzeller GWB an Bord in den USA landen will, dann sollte man ihn ebenfalls gleich festsetzen, ein bißchen foltern und dann ausweisen.
Besser noch man ließe ihn gar nicht erst landen und zwänge ihn mit militärischer Gewalt abzudrehen.
Bei seiner derzeitigen Beliebtheit weltweit würde sich wohl kaum ein anderes Land finden, daß ihn aufnehmen würde.
Da bliebe nur zu kreisen bis das Kerosin alle ist und dann hätte sich das Problem GWB zur allgemeinen Zufriedenheit irgendwo über dem Atlantik erledigt.

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