TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Freitag, 28. Oktober 2011

Small Penis Cars

Nein, das werde ich nie verstehen, wieso ein intelligenter Mann auf die Idee verfallen kann katholischer Priester zu werden.
Ich halte viel von der Theorie, daß die Hinwendung zum Priesterberuf entweder aus latenter Homosexualität entsteht, oder aber zur Kompensation von Minderwertigkeitskomplexen dient.

Ein Priester ist immer outstanding, gilt als „Gottesmann“ grundsätzlich mehr als Laien (Gott mag keine Prekatriatler. Abitur und Studium muß schon sein) und wird noch heute mit anachronistisch überhöhten Ehrenbezeichnungen („HOCHwürden“) angeredet.

Die priesterlichen Ehrenabzeichen - Soutane, weißer Kragen, Platz auf der Kanzel, .. - funktionieren genauso wie ein feuerrotes Porsche-Cabriolet für den Post-midlivecrises-Mann mit schütterem Haar und kleinem Penis.

Sie kompensieren fehlendes Selbstbewußtsein. Sie sind ein Seelenkrückstock.

Ein Popanz, der die eigene Langweiligkeit überdeckt.
Persönlichkeits-Viagra.

So gesehen wären Priester arme Würstchen.
Leider ist es nicht nur das. Sie maßen sich auch noch an für Gott zu sprechen und daher grundsätzlich von einer viel höheren Ebene aus zu befehlen.
Tatsächlich empfinde ich auch 99% der RKK-Priester charakterlich störend.
Eine unangenehme Sorte Mensch, die ich nicht gern um mich habe.

Umso erstaunlicher, daß es einige Pfaffen gibt, die sich sogar sympathisch finde.
Bischof Gaillot, Leonardo Boff, Hans Küng oder Bischof Kamphaus.
Mit Johannes XXIII. und Johannes-Paul I. gab es im 20. Jahrhundert sogar zwei Päpste, die ich ganz nett finde.
Allerdings sind das allesamt tatsächlich Ausnahmeerscheinungen. Küng, Boff und Gaillot sind rausgeflogen; JP I. wurde sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit im Vatikan ermordet, um ihn daran zu hindern die Verstrickungen der Vatikanbank mit der Mafia aufzudecken.

Und wer könnte sich heute von dem extrem prunksüchtigen Papst Ratziger, der sein Pontifikat darauf ausrichtet strikten Papst-Gehorsam einzufordern, vorstellen den berühmten Satz des Johannes XXIII - „Giovanni, nimm dich nicht so ernst!“- zu verwenden?
Ein lächelnder Benedikt, der in Verhandlungen abrüstet, indem er ein an sich selbst gerichtetes „Sepp, nimm dich nicht so ernst!“ raushaut?
Guter Witz.

Die Kamphaus-artigen Bischöfe werden von ihm systematisch vertrieben.

Kirche driftet auseinander - die liberaleren und säkulareren Mitglieder verlassen jedes Jahr in sechsstelliger Zahl die beiden größten christlichen Sekten und am fundamental-traditionalistischen Rand ballt es sich zusammen.

Als Apotheose der konservativen Transformation gilt das Bistum Limburg, welches von 1982 bis 2008 von einem Bischof Franz Kamphaus geleitet wurde, der so integer und menschenfreundlich ist, daß sogar ich ihn mag!
Vor drei Jahren fiel dann der denkbar schwerste Hammer auf den Limburger Dom, indem Ratzinger das diametrale Gegenteil auf den Bischofsstuhl hievte.
Franz-Peter Tebartz-van Elst, jener prunk- und protzsüchtige ultrarechte Spalter, der innerhalb von kurzer Zeit das ganze Bistum gegen sich aufbrachte.



Tebartz-van Elst ist der Schrecken jedes katholischen Laien.

Er ist ultrakonservativ, diffamiert Minderheiten und schockiert zudem noch mit seiner abstoßenden Physionomie.



Kamphaus hingegen war der Jedermanns-Bischof.
Ohne die geringsten Dünkel und nicht die geringsten persönlichen Bedürfnisse wurde er zu einem echten Hoffnungsträger für die Liberalen.
Bis zum Schluß stemmte er sich gegen den Ratzinger-Erlass, der die deutschen Bischöfe zwang Frauen in Not die Tür vor der Nase zuzuschlagen und keine Schwangerschaftsberatungen mehr durchzuführen.
Mit persönlichem Prunk konnte er nie etwas anfangen. Sein Gehalt spendete er vollständig und antwortete auf das „Warum“ mit einer Gegenfrage:
„Wozu sollte ich Geld brauchen? Ich wohne umsonst, bin immer unterwegs und zum Essen werde ich immer eingeladen.“
Seinen Bischofsstab hatte sein Bruder selbst geschnitzt, seinen Bischofspalast überließ er einer tamilischen Flüchtlingsfamilie und lebte stattdessen in einer winzigen Zelle des Priesterseminars.

Auf Personal verzichtete Kamphaus und fuhr Zeit seines Lebens selbst Auto - aber nur einen gebrauchten Kleinwagen. Jahrelang einen Opel Kadett, später leistete er sich etwas mehr und übernahm einen 60-PS VW-Golf.

Nachfolger TVE ist hingegen ein Bischof aus dem 19. Jahrhundert.
Sein Denken ist stehengeblieben und unflexibel.
Gut findet er nur das Christentum.

FR: Könnte der Islam einmal etwas Konstitutives in Deutschland werden?

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Mir liegt an der Wertschätzung und aufmerksamen Wahrnehmung anderer Traditionen, ohne die eigene Prägung durch das Christentum zu relativieren. Wir dürfen unsere Identität nicht zugunsten der Vermischung von allem zu einer Art allgemeinen Zivilreligion aufgeben. In unserer Gesellschaft greift – mit einem Wort von Papst Benedikt XVI. gesprochen – der Relativismus um sich. Es ist aber ein Trugschluss zu glauben, dass dieses Verblassen der Identitäten zur besseren Verständigung beiträgt. Im Gegenteil, dies führt nur dazu, dass alles als gleich-gültig angesehen wird und damit letzten Endes zur Gleichgültigkeit wird. […]

FR: Aber die eigene bischöfliche Privatkapelle, die musste partout sein?

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Bischöflicher Dienst ist geistlicher Dienst. Leitung kommt in der Kirche aus der engen betenden Beziehung zu Jesus Christus, die täglich intensiv gepflegt werden will. Deswegen gehört zu jedem Bischofshaus eine Kapelle. Der Bischof sollte einen Raum des Gebets haben, den er stets aufsuchen kann. […]

FR: Den ganzen Ärger hat Ihnen Ihr Vorgänger Franz Kamphaus eingebrockt: Verzicht auf Bischofshaus, Verzicht auf einen großen Dienstwagen. Hadern Sie manchmal mit dieser plakativen Bescheidenheit?

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Ich halte es für wichtig, zu vermitteln, warum wir im Bistum zu welchen Entscheidungen kommen. […]

FR: Vielleicht geht es mehr um den ganzen Habitus. Wissen Sie eigentlich, wie die jungen deutschen Bischöfe in Rom spöttisch genannt werden? Principi vescovi, Fürstbischöfe.

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Das habe ich noch nicht gehört. Was soll damit gemeint sein?

FR: Na, zum Beispiel, dass Sie die ganzen barocken Ehrentitel für Priester wieder verleihen: Prälat, Ehrenprälat, Apostolischer Protonotar, Monsignore etcetera etcetera. Das alles gab es unter ihrem Vorgänger nicht mehr. Sie haben diese Praxis gegen ihn wiederbelebt.

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Nicht gegen ihn, sondern für all die Priester, die sich eine solche Würdigung ihres Einsatzes redlich verdient haben. Ich habe damit eine in allen anderen Diözesen gelebte Praxis auch für unser Bistum wieder aufgenommen.

FR: Wieder gegen Kamphaus.

Franz-Peter Tebartz-van Elst: Er war in einer anderen Zeit Bischof und auch er hat auf die Formen in seiner Zeit reagiert. Wenn die Zeiten sich ändern, drückt sich das auch in der Formsprache aus. Als mein Vorgänger Bischof wurde, sind die Jugendlichen zum Beispiel in Jeans und Parka zur Firmung gekommen. Heute setzen sie mit ihrer Kleidung andere Akzente, weil das für sie zu einem großen Fest gehört. Ich bin heute Bischof und ich möchte heute Zeichen für den Glauben setzen.
(FR 21.01.2011)

Tebartz-van Elst legte sich sofort Diener zu, orderte maßangefertigte Prunkgewänder, eine Limousine und einen Chauffeur.


Und das alte Bischofspalais, in dem Flüchtlinge gewohnt hatten, war ihm nicht gut genug.
Ein 10-Millionen-Neubau für ihn als persönliche Wohnung - inkl einer Privatkapelle für 500.000 Euro mußten her.

Als Brandbrief bekannt wurde ein Schreiben des Runkeler Pfarrers Albert Dexelmann, der dem Bischof „klerikalen Dünkel“ und „selbstverliebte Rituale“ vorwirft. Das Schreiben kursierte längere Zeit im Bistum, bis es im November vergangenen Jahres Aufmerksamkeit erregte. Es beginnt mit dem Satz „Das ist ein Aufschrei von Seelsorgern im Bistum Limburg.“ Von einem „spirituellen Desaster“ ist dort die Rede und „klerikalen Szenen“, die Betrachter verstörten. Mitgetragen wird der Text nach Angaben Dexelmanns von zehn Priestern. Der Bau eines neuen Bischofssitzes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Limburger Dom ist im Bistum stark umstritten. Das Bistum nennt Baukosten von 5,5 Millionen Euro, die Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“ spricht von zehn Millionen. Ein historisches, sanierungsbedürftiges Gebäudeensemble soll zu einem Wohn-, Konferenz- und Bürokomplex umgewandelt werden. Kritik entzündet sich vor allem an der architektonisch alles überragenden Privatkapelle des Bischofs. Deren Baukosten veranschlagt das Bistum mit 300 000 Euro, die Bischofswohnung soll 200 000 Euro kosten. Eigenmächtigkeit, Prunksucht und Verschwendung sind Attribute, die Kritiker dem Bischof zuschreiben. Fest macht sich das unter anderem daran, dass Tebartz-van Elst einen BMW als Dienstwagen fährt. Sein Vorgänger Franz Kamphaus war im VW Golf unterwegs und saß selbst am Steuer.
(Peter Hanack und Joachim Frank 21.01.2011)

Franz-Peter Tebartz-van Elst muß einen unglaublich winzigen Penis haben.

Wobei ich betonen möchte, daß hier niemand etwas gegen winzige Gemächte hat.

Es kann nur unglücklicherweise in Kombination mit einer geistigen Unterentwicklung seines Trägers dazu kommen, daß extreme Überkompensationsmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Aber das ist kein rein katholisches Problem.
Auch die evangelischen Kollegen interessieren sich nicht für die Bewahrung der Schöpfung. Statt kleine und umweltschonende Wagen zu fahren, haben sie es auch alle lieber groß, protzig und mit extra viel CO2-Ausstoß.

Dreckschleudern im Namen des Herrn:
Die Dienstwagen der deutschen Bischöfe sind nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe zu 90 Prozent klimaschädlich. Nur vier der 46 befragten Kirchenoberhäupter nutzten einen Dienstwagen, dessen CO2-Ausstoß unter dem seit 2008 geltenden EU-Zielwert von 140 Gramm pro Kilometer liegt, sagte Geschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. Bei den anderen liege der Emissionswert ihrer Limousinen zwischen 20 und 60 Prozent darüber. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verwies auf die Rahmenverträge mit den Autoherstellern: „Im Blick auf die Dienstwagen müssen wir abwägen zwischen verantwortlichem Umgang mit den uns anvertrauten Kirchensteuermitteln und den Notwendigkeiten des Umweltschutzes“, heißt es in der EKD-Reaktion.
[…] Die klimafreundlichsten Dienstwagen fahren derzeit die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Brigitte Boehme, Präses Alfred Buß von der westfälischen Kirche, Bischof Karl-Hinrich Manzke von der evangelischen Landeskirche Schaumburg-Lippe und der Bischof der evangelischen Landeskirche in Braunschweig, Friedrich Weber. Bei ihren Wagen liegt der CO2-Ausstoß pro Kilometer zwischen 128 und 134 Gramm.
[…] Am schlechtesten schneiden die Dienstwagen des katholischen Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck und des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister ab. Ihre VW Phaeton stoßen jeweils 224 Gramm CO2 pro Kilometer aus.
[…] Insgesamt zählt die Umwelthilfe 18 Dienstwagen auf, die mit Werten ab 172 Gramm übermotorisiert und klimaschädlich sind. […] Ein schlechtes Vorbild ist laut Resch zudem die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann. Die evangelische Theologin habe in diesem Jahr intensiv für eine kirchliche Kampagne zu „Klimawandel und Lebenswandel“ geworben, sei aber zugleich nach Auslaufen ihres Leasingvertrages auf einen 245 PS starken BMW umgestiegen, der das Klima mit 180 Gramm CO2 stärker belastet als der Vorgängertyp.
(epd 25.10.2011)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

O Mann, soviel Unsinn in einem Artikel. Beim zweiten Fehler habe ich aufgehört zu lesen. Weder war Kamphaus ein Jedermann-Bischof (wir sind froh, dass er weg ist), noch handelt es sich bei dem abgebildeten Messgewand um eines, das extra für den neuen Bischof angefertigt wurde.

Soviel Unkenntnis und Ahnungslosigkeit darf nicht kommentarlos im Internet stehenbleiben.

TAMMOX hat gesagt…

"wir sind froh, dass er weg ist"

Wer ist den "wir"???


Daß Bischof Kamphaus weit über die Grenzen seiner Konfession und weit üpber die Grenzen seines Bistums Anerkennung genoß, steht ja wohl nicht ernsthaft zur Diskussion.

Genauso wenig läßt sich betreiten, daß TVE sich binnen kürzester Zeit neben Müller, Mixa und Overbeck zum Paria des Episkopats gemausert hat.
So einen selbstverliebten Prunk-Heini gibt es nicht
noch mal in Deutschland.

LGT

Anonym hat gesagt…

JESU WORTE "Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde": ich las diese Worte vor weniger als einer Stunde auf "ruhr-uni-bochum.de", von der für mich schicksalhaften Ruhr-Universität zitiert. Dort sagt man, sie würden sich auf Kinder beziehen. Theologie dachte anders: s. "bibelkommentare.de", William Kelly. Ich bin Mitarbeiter der "Wikipedia", die im Artikel "FRANZ-PETER TEBARTZ-VAN ELST" am "11. Oktober 2013" die Information hatte, es werde im Augenblick ein BAUERSOHN von der Staatsanwaltschaft in Hamburg angeklagt. Ich schlug die Schrift auf Tischen auf: vom König Salomo wird Weisheit im Gericht gefordert. Ich dachte im Augenblick: es geht nun sehr wohl um die in Bochum zitierte Stelle, nämlich um den STREIT, WER DER GRÖSSTE UNTER JESU JÜNGERN IST. - Ich tippte diese Zeilen vor weniger als einer Stunde als Hinzufügung auf dem Gästebuch der Landjugend Hinterland, "landjugend.ch", nach meinem Telefonat mit dem "Bundesministerium für Finanzen" am "10.10.2013" um "14:07", Nr. "01 51 43 35 6053", Vorwahl "0043".

Anonym hat gesagt…

IN DUBLIN'S FAIR CITY http://www.youtube.com/watch?v=ruNdU6bGE5E