TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Freitag, 7. November 2008

Was Obama nicht schaffen wird

Wer Bush als Präsident ablösen wird, weiß man nun.

Wer aber übernimmt seinen Job als peinlichster Regierungschef der Welt?
Gerade unter dem Aspekt der verbalen und linguistischen Ausfälle ist von Obama kaum was zu erwarten; der brillante Debattierer aus Harvard wird allgemein als glänzender Rhetor angesehen.
Die beleidigenden und entlarvenden Lapsūs aus dem Oval Office dürften also rapide abnehmen.
Deutschland war auf diesem Felde immerhin 16 Jahre weltweit führend, aber obwohl Merkel eine bemerkenswert schlechte Rednerin ist, sind ihre Sprachflops eher provinzieller Natur.

Den Hut in den Ring geworfen hat aber ein alter Bekannter unter den richtig miesen Charakteren der Politbosse:
Berlusconi, der geliftete Milliardär vom Tiber!
Von den Myriaden offizieller Obama-Willkommensgrüße, haute er den Peinlichsten raus:
"Er ist jung, hübsch und gebräunt"
Italiens Tripel-Regierungschef ist geübt im Heraufbeschwören peinlicher Situationen.
Rainer Mayerhofer listet noch mal auf:
Im Februar 2002 machte er dem spanischen Außenminister beim EU-Familienfoto Hörner, ein paar Monate später bringt er den dänischen Premier Anders Fogh Rasmussen in Verlegenheit, indem er ankündigt, ihn seiner Frau Veronica Lario vorstellen zu wollen, weil er schöner sei als der venezianische Bürgermeister Massimo Cacciari, mit dem Lario ein Verhältnis nachgesagt wird.
Den deutschen SPD-Abgeordneten Martin Schultz beleidigt Berlusconi im Europaparlament, indem er ihn für die Rolle eines Kapos in einem NS-Film vorschlägt. Im Wahlkampf 2006 stellte sich Berlusconi als "Jesus Christus der Politik" dar.

BookRags hat einige Blüten gesammelt:
- Mussolini never killed anybody, he just sent dissenters abroad for vacation. (From La voce di Rimini, September 11, 2003)
- The left has always been on the wrong side. They were against Hitler, but not against Stalin. (newspaper La Repubblica, February 3, 2005)
- Asked to explain how Italy managed to get the support of its biggest competitor over the EU Food Authority dispute, he said "I used all my playboy skills and courted the Finnish President." (at the opening of the European Food Authority in Parma, June 21, 2005; the Finnish President in question was Tarja Halonen)
- Berlusconi's advice to Italians trying to escape poverty: "Do it my way and earn more money". (an interview with Italian Telelombardia, March 6, 2006)
- At the Brussels summit, at the end of Italy's EU presidency, in December 2003: "Let's talk about football and women." (Turning to four-times-married German Chancellor, Gerhard Schroeder.) "Gerhard, why don't you start?"

Weitere Highlights:
- Im Wahlkampf 2006 ließ er sich zur Behauptung hinreißen, in Maos Volksrepublik China hätten die Kommunisten nicht kleine Kinder gegessen, sondern "gekocht, um damit die Felder zu düngen".
- 2008 antwortete Berlusconi einer Studentin auf deren Frage, wie junge Paare ohne sichere Arbeitsplätze in Italien eine Familie gründen könnten: "Als Vater rate ich ihnen, einen Sohn Berlusconis oder einen ähnlichen Mann zu heiraten, der nicht solche Probleme hat. Mit ihrem Lächeln können Sie sich das ja leisten."
- Ebenfalls 2008 empörte er die Linke im Laufe des Wahlkampfs mit dem Satz: "Unsere Frauen sind einfach schöner als Eure".
- 2003 bemerkte er bei einem Nato-Gipfel in Italien, die Gründer der Stadt Rom wären "Romulus und Remulus gewesen". (Gemeint waren Romulus und Remus.) Später erklärte er vor Reportern, dass sie von nun an so heißen sollten, weil es besser klänge.

Allerliebst auch Berlusconis Sprüche über Spanien:
Schon zwei Tage nach der Wahl beleidigte er Spanien und seinen MP-Kollegen Zapatero mit abfälligen Bemerkungen über die Anzahl von Frauen im spanischen Kabinett Madrid. Die spanische Regierung sei "zu rosa", sagte Berlusconi Radio Monte Carlo am Dienstag. In Italien sei dies nicht möglich, weil es mehr Männer in der Politik gebe und es schwer sei, qualifizierte Frauen zu finden.

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

Und nach dem Letzten, .. noch ein basisches Thema.
Auch ein 'Nettes um die totale Beklopptheit der Menschheit zu beschreiben.
Zu Berlusconi hatte ich hier ein kurzes Wort: http://jakester-express.blogspot.com/2008/04/western-moron-competition.html wobei Berlusconi gar nicht wirklich das Problem ist, sondern die Ex-Roemer die ihn staendig waehlen: http://jakester-express.blogspot.com/2008/06/weirdness-of-this-global-shitness.html

Da ham wir ganz schoen was zum Aufarbeiten.

J.

TAMMOX hat gesagt…

JU - so isses!

Daher haben es die Italiener es auch bei mir damals schon zum Impudenz-Titel gebracht.

http://tammox.blogspot.com/2008/05/impudenz-des-monats-april.html

LG
T