TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Samstag, 23. April 2011

Osterfeuer

Nun ist es soweit. Auch ich bin vom Oster-Virus befallen und befinde mich auf dem von allerlei Kardinälen und mannigfachen Bischöfen verschrienem „Leidensweg“.
Man muß sich schon ein dickes Fell anschaffen, um nicht ob der massiven Kirchenpropaganda, die dieser Tage den armen Konfessionslosen aus allen Lautsprechern, Bildschirmen und Zeitungsseiten entgegen poltert, depressiv zu werden.
Für Menschen, die ihren Kopf nicht nur als Hutständer benutzen und das Denken den Pferden überlassen (weil sie größere Köpfe haben) sind die überhöhten Sinnlosigkeiten, die eifernde Religioten über den grausamen Foltertod ihres Lattenhansels in die Welt posaunen, echte Hirnzellenqualen.

Offensichtlich gehört es zur Perversion des Missionsgedankens, daß Christen alles daran setzen unschuldige Konfessionslose und Atheisten zu quälen.
So kurz vorm Deutschland Besuch des misogynen und antidemokratischen Stellvertreter Gottes in Deutschland, hat sein Fußvolk Oberwasser und geht immer aggressiver gegen demokratische Freiheiten der Konfessionslosen vor.

Buchhandlung entfernt anstößige Osterdekoration!
Hasenfest statt Osterfest? Eine Werbung der Bonner Thalia-Buchhandlung für die „schönsten Geschenke zum Hasenfest“ hat Protest von Repräsentanten beider großer Kirchen hervorgerufen. Daraufhin wurde sie entfernt. Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, hatte zuvor auf die Bedeutung des Festes hingewiesen: „Ostern ist das Fest der Auferstehung von Jesus Christus, also dass Gott den Tod besiegt hat.“ Wer Ostern auf den Hasen und das Ei reduziere, verliere diese Hoffnung auf ein Leben, das auch im Tod Bestand habe. Gegenüber idea teilte er mit, Christen hätten in Anrufen und E-Mails mitgeteilt, dass sie sich durch die Thalia-Werbung im Glauben verletzt fühlten.

(kath.net 22.04.2011)

Heute plappert der Hamburger Jesuitenpater Pater Hagenkord, der neue Chef des deutschen Programms des Senders Radio Vatikan auf Seite 2 des „Hamburger Abendblattes“ über die größere Frömmigkeiten in Rom.

Eine Buchhandelskette, die die Auferstehung Christi weglässt und nur noch mit Tieren wirbt und sogar den Namen ändert, eben in "Hasenfest", das ist so abenteuerlich, dass italienische Freunde nur den Kopf schütteln.

Pater Hagenkord fühlte sich in der Hansestadt immer „schräg“. Nun, da er unter lauter anderen Schrägen ist, schwimmt er mit dem Strom.

In Hamburg habe ich Ostern immer als etwas erlebt, was neben dem Betrieb in der Stadt herläuft, irgendwie habe ich mich immer für einige Tage fremd gefühlt. Alle Menschen sitzen an Alster oder Elbe und genießen einen Cafè latte, während man sich als Christ am Freitag in die Feier des Leidens Jesu Christi begibt. Das fühlte sich immer sehr schräg an.

Hamburg, die katholische Diaspora war für den Jesuiten deswegen so unangenehm, weil er nicht mit der Nase auf Folter, Tod und bestialische Qualen gestoßen wurde.
Um seiner Splattervorliebe zu frönen, mußte Hagenkord einige Anstrengungen unternehmen; allzu viele Gleichgesinnte gibt es einfach nicht an der Elbe.

Was Hamburg und Rom dann doch unterscheidet, ist die Sichtbarkeit. In Rom kann man zumindest in der Innenstadt den Gottesdiensten zum Leiden und Sterben nicht entgehen. Mache ich einen Spaziergang von Blankenese nach Mümmelmannsberg kann es mir passieren, dass ich gar nichts mitbekomme. Außer vielleicht die Plakate und Werbungen mit Hasen und Eiern.

Bernd Hagenkord scheint ein extrem sportlicher Typ zu sein, oder aber wie es seine theologische Profession ist, die Wahrheit eher als lästiges Hindernis anzusehen.
Von Blankenese nach Mümmelmannsberg muß man Hamburg einmal von West nach Ost durchqueren.
Das sind laut Google-maps über die Elbchaussee 30,1 km, über die Autobahn A7 und A1, sogar 54,8 km.
Wow, der Pater hat es aber offensichtlich sehr ernst genommen, als er Jesu‘ Kreuzweg nach Golgatha nachahmen wollte.

Daß er gar nichts von Ostern mitbekommen hat auf dem langen Weg in Ost-Richtung, wage ich aber zu bezweifeln. Schon lange gehört es zur Hamburger Tradition gigantische Osterfeuer am Elbstrand aufzubauen.
Schon Wochen vorher kämpfen traditionsreiche Osterfeuervereine erbittert um Brennmaterial.
Die Scheiterhaufen werden sogar streng bewacht, da sich die Vereine im Wettbewerb um den Größten trickreich das Holz gegenseitig abspenstig machen.

Da HEUTE Ostersamstag ist, ich mich im Augenblick rund 20 Kilometer entfernt von den Osterfeuern am Elbstrand befinde und dennoch ein beißender Rauchgestank über der Stadt liegt, der durch die geschlossenen Fenster zu mir dringt, kann man davon ausgehen, daß die Osterfeuer nicht gerade klein sind.
Wie Herr Hagenkord das übersehen haben will, ist mir ein Rätsel.
Was könnte mehr an kirchliche Traditionen erinnern, als riesige Scheiterhaufen? Schließlich haben Vatikanische Fürsten über Jahrhunderte jeden, der zu widersprechen wagte, auf den Scheiterhaufen gebracht.
Am 17. Februar 1600 beispielsweise wurde unmittelbar vor den Augen des Papstes auf dem Campo de’ Fiori der Philosoph und Naturforscher Giordano Bruno durch die Vatikanische Inquisition, dessen vorletzter Chef ein gewisser Joseph Ratzinger war, auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Ich begrüße Hagenkords Umzug in die Heilige Stadt Rom.

Wenn ihm Hamburg nicht Katholisch genug ist, kann er sich sicherlich in den Kerkern und Folterkammern der Vatikanischen Inquisition an seinen Christlichen Traditionen erfreuen.

Als hanseatischer Atheist lege ich keinerlei Wert auf seine Anwesenheit!

Kommentare:

Homer Simpson hat gesagt…

Hier in Bremen, hängt auch überall der Geruch von gerösteten Ketzern in der Luft. Zum Glück, verbrennen die CO2-Neutral.

Und auch ich, musste mich heute in dem Politikforum, wieder allerlei lästigen Glaubensbekundungen stellen. Man glaube eben an die Auferstehung...

Wissen die nicht, dass die zu der Zeit im Dutzend auferstanden sind? Die Gabriel-Offenbarung war da jedem bekannt. Und die Gegend war aufsässig gegen die Römer. Da gab es Rebellenführer Simon, Judas den Galiläer, Menachem von Qumran, Jesus von Nazareth, Anthrongäus der Hirte und und und...

Mindestens Simon, Menachem und Jesus wird die Auferstehung nach drei Tagen bescheinigt. Wobei ich von Freitagabend bis Sonntagmorgen ja eher weniger als zwei Tage zähle. Aber gut, so genau will ich nicht sein, ist auch er eben ein Messias.

Aber teilt man offen über solche Informationen seine Skepsis mit, wird man im Politikforum ziemlich ungehalten. Mein Fazit ist jedenfalls, dass das alles Lug und Trug ist. Eine Verschwörung der Priesterkaste, um sich als Religion zu legitimieren. Man brauchte mindestens einen Halbgott, um halbwegs ernst genommen zu werden. Simon und Menachem, sind immerhin im Kampf gefallen. Was hatte Jesus je getan? Im Tempel randaliert! Das ist nicht eben viel Widerstand.

Am Ende, hatte ich noch eine geile Idee. Fragen wir doch einfach, ob er wirklich auferstanden ist und nicht nur von den Jüngern in der Nacht wo verscharrt wurde, um den Anschein zu erwecken. Methusalem ist ja auch recht alt geworden. Vielleicht lebt ja noch ein Zeuge! Ist ja erst knapp 2000 Jahre her. Wer hat einen Facebook-Account?

TAMMOX hat gesagt…

Wissen die nicht, dass die zu der Zeit im Dutzend auferstanden sind?


Wissen ist der Feind des Glaubens.
Wissen wollen die gar nichts.


LGT

Christoph hat gesagt…

Fröhliches Hasenfest! und lustiges Eiersuchen

Anonym hat gesagt…

Recht hat der Mann, es sollte christlicher zugehen an Ostern! Es würde Hamburg gut tun, wenn es dort mal in der Nacht von Ostersamstag auf Sonntag so fromm zugehen würde wie bei mir im oberbayerischen Dorf... wo diese Nacht Freinacht ist!!!

Hier ein wunderbarer Auszug aus der bayerisch-sprachigen Wikipedia zum Thema, was an Freinacht gmocht wird:

"In da Unruahnocht derf ma de Noboarn erna Zeig vazahn. Ma derf se hoit nua Sochn schnapn, de net im Haus san, sondan herausn frei zugänglich san. Des Zeig nimt ma donn a Stickal mit und stöhts wo ondas meglichst auffällig wieda auf. Zum Beispü a Goatngarnitur auf Posthitl. Won d Kiwarei kimt, braucht ma nua sogn „Brauchtumspflege“, und ma hot sei Ruah."

d.h.
"In der Unruhenacht darf man das Zeug der Nachbarn verstehcken. Man darf sich Sachen schnappen, die nicht im Haus sind, sondern frei zugänglich. Das Zeug nimmt man ein Stück mit und stellt es möglichst auffällig wieder auf. Wenn die Polizei kommt, braucht man nur was von "Brauchtumspflege" faseln und hat sei Ruh."

Das nenn ich christlich.

TAMMOX hat gesagt…

@ Christoph - Danke, Gruß zurück.


@ anonym:

Da kann man mal sehen wie multikulturell es in Deutschland schon zugeht - selbst so ein hochexotischer Volk wie die Bayern, das sich partout nicht assimilieren will, wird als Teil Deutschlands akzeptiert - trotz ihrer eigenartigen Bräuche und des hartnäckigen Nichtverstehens der deutschen Sprache.


LGT

Homer Simpson hat gesagt…

Ich habe jetzt eine Zeugin gefunden. Ich wusste doch, dass man sich auf die Christen verlassen kann!

Fiat Lux lehrt Reinkarnation, so sei zum Beispiel Uriella früher Maria Magdalena gewesen...

Ich gönne mir jetzt einen fetten hief Athrumwasser und dann rufe ich sie einfach an.

TAMMOX hat gesagt…

Oh, das ist ja eine super Info.
Da hätte der Schulz, der die SPIEGEL-Titelstory über Jesus egschrieben hat, ja gar nicht so lange spekulieren müssen, sondern einfach Uriella fragen können - denn die war ja dabei.

Herrje - hoffentlich bin ich nicht auch unwissenderweise reinkarniert.

Alle Reinkarnierten waren ja scheinbar früher Berühmtheiten und bei meinem Glück war ich früher mal Jesus oder zumindest Papst Alexander VI.

Das wäre mir aber echt peinlich!

Wenigstens würde das erklären, weswegen ich schon seit eh und je so ein extremes Interesse am Christentum habe.
VERDAMMT - je mehr ich darüber nachdenken, desto wahrscheinlicher ist es, daß ich Jesus war!

LGT

Homer Simpson hat gesagt…

Also hör' mal?! Kannst du dich nicht mehr erinnern? Erste Reihe Mitte - der Große mit der fiesen Zahnlücke....ja, das war ich! Ich habe ganz laut "Barrabas, Barrabas" gerufen und dir ins Gesicht gerotzt, als der olle Priester so über dich abgelästert hat.