Posts mit dem Label ZAPP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ZAPP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 6. September 2011
Der Sonntagssympath - Teil III
Überall steht heute über die FDP, sie habe kein Programm und keine Konzeption.
Äh, ja - und?
Seit wann interessiert sich der Wähler für Konzeptionen?
Als die FDP endgültig jede konkrete Planung, jedes Thema und jede Realität fahren ließ und zur Unzeit, also noch nach dem Megafinanzcrash von 2008 sinnentleert von Steuersenkungensteuersenkungensteuersenkungen faselte, obwohl JEDER wußte, daß man nicht Steuern senken kann, während der Staat Hunderte von Milliarden Euro in Rettungsschirme pumpt, hat sie das beste Ergebnis aller Zeiten eingefahren.
Frank-Walter Steinmeier hingegen hatte sich hingesetzt und mit dem sogenannten „Deutschlandplan“ ein ernsthaftes Regierungskonzept überlegt.
Dafür gab es dann elf Prozentpunkte MINUS.
Ich glaube nicht, daß Wähler mit Konzeptionen und Programmatik zu holen sind.
Im Gegenteil; das schreckt ab!
Angie Merkel zum Beispiel steht seit 1998 an der CDU-Parteispitze (inkl ihrer Generalsekretärinnen-Zeit) und hat jede Programmdiskussion von Anfang an abgewürgt.
Inzwischen ist die Frau sechs Jahre Kanzlerin und selbst Politprofis rätseln immer noch, für welche Konzeption die CDU-Chefin stehen könnte.
Nur zweimal hatte „Kohls Mädchen“ etwas Konkretes angedacht - die Kopfpauschale bei der Krankenversicherung und die Flattax des Prof. Kirchhof.
Beide Male ging das gewaltig in die Hose. Kostete Wählerstimmen.
Mit konkreten Absichten will der Wähler gar nicht verwirrt werden.
Die beliebtesten Politiker sind doch bisher die Guttenbergs, die nach landläufiger Meinung (ich sehe das ja anders....) gut aussehen und talkshowkompatibel einen Bogen um alle Sachfragen machen.
Von und zu Guttenberg hat nie einen Ton zu den Themen gesagt, die Unionswähler umtreiben - Atom-Aus; Libyen, Euro, Steuersenkungen ja oder nein, dreigliedriges Schulsystem, Studiengebühren, Herdprämie, PKW-Maut, Pendlerpauschale - Guttenberg schwieg eisern zu allem und erklomm damit den 80%-Zustimmungsolymp.
Was auch immer noch Rösler zu den „Brot- und Butter-Themen“ ausklamüstern wird:
Es ist egal.
Selbst wenn der Vizekanzler nun den Stein der Weisen fände - wenn Guido Westerwelle ihn anböte, würden alle Wähler ablehnen. Guido ist der "I-Gitt-Faktor", seine Partei hat "verschissen".
Politiker müssen nett sein; dann werden sie gewählt.
Auf Nebensächlichkeiten wie Konzeptionen und Ehrlichkeit achtet kein Mensch.
Gerade die Regierungschefs, die sich die krassesten Wahllügen leisteten und ihre Versprechungen ins Gegenteil verkehrten, wurden hartnäckig immer wieder gewählt.
Als Ole von Beust noch in der Opposition war, versprach er als Bürgermeisterkandidat 1000 zusätzliche Lehrer einzustellen und schrieb sich das Thema Innere Sicherheit auf die Fahne - es müsse mehr Polizei her.
Kaum war er 2001 mit Hilfe des rechtsradikal-entrückten Koksers Ronald Schill tatsächlich Bürgermeister geworden, baute er 800 Lehrerstellen ab, schloss Schulen, legte Polizeiwachen still und sah zu, wie die Kriminalität anstieg.
Die Hamburger waren entzückt und wählten ihn immer wieder.
Massiv gelogen haben auch Roland Koch („jüdische Vermächtnisse“), Franz-Joseph Strauß („Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern“) und Helmut Kohl („Blackout“).
Koch und Strauß wurden ebenso wie von Beust überhaupt nie abgewählt und bei Kohl dauerte es immerhin 16 Jahre, bis er in Rente geschickt wurde.
Um beim Beispiel Hamburg zu bleiben:
Luftikus Ole war dieser Typ Schwiegermuttertraum, der Wahlen gewinnt.
Daß die CDU anschließend fast 21%-Punkte und damit den höchsten je gemessenen Verlust einer Regierungspartei bei Landtagswahlen einfuhr, lag eben daran, daß sie auf einmal auf Ätztypen à la Wankum und Ahlhaus setzte, denen man noch nicht einmal glauben würde, wenn sie erklärten der Himmel sei blau oder die Sonne sei gelb.
Unter dem Motto „schlimmer geht immer“ holte sich die Elb-CDU dann aber noch den mit Abstand widerlichsten aktiven Politiker in die Fraktion, den Deutschland zu bieten hat:
Walter Scheuerl, den Anführer des Gucci-Protests, der sich erfolgreich dagegen wehrte, daß Kinder aus armen Stadtteilen die gleichen Bildungschancen wie die Millionärs-Söhnchen aus den Elbvororten bekommen.
Scheuerl, der Mann, der mit Verve gegen Tierschützer agitiert und aus Überzeugung für Tierquäler in die Bresche springt.
Scheuerl, der berüchtigte kik-Anwalt, der dem Billigkonzern bei dem Versuch half die Aufdeckung von Kinderarbeit und übelsten Ausbeutermethoden zu unterdrücken.
Wenn es mal richtig abartig wird und übelste amoralische Perversitäten zur Debatte stehen, ist Scheuerl da.
Aktuelles Beispiel: Der Wiesenhof-Skandal.
Auch wenn man schon viele abartige Tierquäler-Geschichten gesehen hat - die ARD-Reportage* "Das System Wiesenhof - Wie ein Konzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet" vom 31.08.2011 hat noch mal alles getoppt.
Dr. Walter Scheuerl schrieb - OHNE DEN BEITRAG ZU KENNEN - einen 41-seitigen geharnischten Programm-Beschwerdebrief an die ARD, mit dem er die Ausstrahlung verhindern wollte. Eins seiner Argumente: Er habe recherchiert, daß einer der Autoren auf Facebook mit einer Person „aus der Tierrechtsszene“ befreundet wäre!
Der Geflügelkonzern Wiesenhof aus Rechterfeld (Landkreis Vechta) macht wieder Schlagzeilen. Am Mittwochabend lief eine ARD-Reportage mit dem bezeichnenden Titel: "Das System Wiesenhof - Wie ein Konzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet". Wiesenhof hatte versucht, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern, Programmbeschwerde eingelegt und eine außerordentliche Sitzung des Rundfunkrates verlangt. Der SWR sendete den Beitrag aber wie geplant.
(NDR 01.09.2011)
Die CDU zeigt sehr eindeutig wie sie sich positioniert, wenn sie ausgerechnet Scheuerl prominent als „Wahlkampfzugpferd“ auf den Listenplatz vier für die Wahl aufstellt und ihn nun medienwirksam einsetzt.
Da bedarf es keines niedergeschriebenen 50-Seiten-Programms.
Man versteht sehr gut wes Geistes Kind die CDU in Hamburg ist.
Das hat selbst der Urnenpöbel begriffen und sie um 21 Prozentpunkte abstürzen lassen.
*Hier das Wiesenhof-Video - für Leute mit starken Mägen.
Äh, ja - und?
Seit wann interessiert sich der Wähler für Konzeptionen?
Als die FDP endgültig jede konkrete Planung, jedes Thema und jede Realität fahren ließ und zur Unzeit, also noch nach dem Megafinanzcrash von 2008 sinnentleert von Steuersenkungensteuersenkungensteuersenkungen faselte, obwohl JEDER wußte, daß man nicht Steuern senken kann, während der Staat Hunderte von Milliarden Euro in Rettungsschirme pumpt, hat sie das beste Ergebnis aller Zeiten eingefahren.
Frank-Walter Steinmeier hingegen hatte sich hingesetzt und mit dem sogenannten „Deutschlandplan“ ein ernsthaftes Regierungskonzept überlegt.
Dafür gab es dann elf Prozentpunkte MINUS.
Ich glaube nicht, daß Wähler mit Konzeptionen und Programmatik zu holen sind.
Im Gegenteil; das schreckt ab!
Angie Merkel zum Beispiel steht seit 1998 an der CDU-Parteispitze (inkl ihrer Generalsekretärinnen-Zeit) und hat jede Programmdiskussion von Anfang an abgewürgt.
Inzwischen ist die Frau sechs Jahre Kanzlerin und selbst Politprofis rätseln immer noch, für welche Konzeption die CDU-Chefin stehen könnte.
Nur zweimal hatte „Kohls Mädchen“ etwas Konkretes angedacht - die Kopfpauschale bei der Krankenversicherung und die Flattax des Prof. Kirchhof.
Beide Male ging das gewaltig in die Hose. Kostete Wählerstimmen.
Mit konkreten Absichten will der Wähler gar nicht verwirrt werden.
Die beliebtesten Politiker sind doch bisher die Guttenbergs, die nach landläufiger Meinung (ich sehe das ja anders....) gut aussehen und talkshowkompatibel einen Bogen um alle Sachfragen machen.
Von und zu Guttenberg hat nie einen Ton zu den Themen gesagt, die Unionswähler umtreiben - Atom-Aus; Libyen, Euro, Steuersenkungen ja oder nein, dreigliedriges Schulsystem, Studiengebühren, Herdprämie, PKW-Maut, Pendlerpauschale - Guttenberg schwieg eisern zu allem und erklomm damit den 80%-Zustimmungsolymp.
Was auch immer noch Rösler zu den „Brot- und Butter-Themen“ ausklamüstern wird:
Es ist egal.
Selbst wenn der Vizekanzler nun den Stein der Weisen fände - wenn Guido Westerwelle ihn anböte, würden alle Wähler ablehnen. Guido ist der "I-Gitt-Faktor", seine Partei hat "verschissen".
Politiker müssen nett sein; dann werden sie gewählt.
Auf Nebensächlichkeiten wie Konzeptionen und Ehrlichkeit achtet kein Mensch.
Gerade die Regierungschefs, die sich die krassesten Wahllügen leisteten und ihre Versprechungen ins Gegenteil verkehrten, wurden hartnäckig immer wieder gewählt.
Als Ole von Beust noch in der Opposition war, versprach er als Bürgermeisterkandidat 1000 zusätzliche Lehrer einzustellen und schrieb sich das Thema Innere Sicherheit auf die Fahne - es müsse mehr Polizei her.
Kaum war er 2001 mit Hilfe des rechtsradikal-entrückten Koksers Ronald Schill tatsächlich Bürgermeister geworden, baute er 800 Lehrerstellen ab, schloss Schulen, legte Polizeiwachen still und sah zu, wie die Kriminalität anstieg.
Die Hamburger waren entzückt und wählten ihn immer wieder.
Massiv gelogen haben auch Roland Koch („jüdische Vermächtnisse“), Franz-Joseph Strauß („Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern“) und Helmut Kohl („Blackout“).
Koch und Strauß wurden ebenso wie von Beust überhaupt nie abgewählt und bei Kohl dauerte es immerhin 16 Jahre, bis er in Rente geschickt wurde.
Um beim Beispiel Hamburg zu bleiben:
Luftikus Ole war dieser Typ Schwiegermuttertraum, der Wahlen gewinnt.
Daß die CDU anschließend fast 21%-Punkte und damit den höchsten je gemessenen Verlust einer Regierungspartei bei Landtagswahlen einfuhr, lag eben daran, daß sie auf einmal auf Ätztypen à la Wankum und Ahlhaus setzte, denen man noch nicht einmal glauben würde, wenn sie erklärten der Himmel sei blau oder die Sonne sei gelb.
Unter dem Motto „schlimmer geht immer“ holte sich die Elb-CDU dann aber noch den mit Abstand widerlichsten aktiven Politiker in die Fraktion, den Deutschland zu bieten hat:
Walter Scheuerl, den Anführer des Gucci-Protests, der sich erfolgreich dagegen wehrte, daß Kinder aus armen Stadtteilen die gleichen Bildungschancen wie die Millionärs-Söhnchen aus den Elbvororten bekommen.
Scheuerl, der Mann, der mit Verve gegen Tierschützer agitiert und aus Überzeugung für Tierquäler in die Bresche springt.
Scheuerl, der berüchtigte kik-Anwalt, der dem Billigkonzern bei dem Versuch half die Aufdeckung von Kinderarbeit und übelsten Ausbeutermethoden zu unterdrücken.
Wenn es mal richtig abartig wird und übelste amoralische Perversitäten zur Debatte stehen, ist Scheuerl da.
Aktuelles Beispiel: Der Wiesenhof-Skandal.
Auch wenn man schon viele abartige Tierquäler-Geschichten gesehen hat - die ARD-Reportage* "Das System Wiesenhof - Wie ein Konzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet" vom 31.08.2011 hat noch mal alles getoppt.
Dr. Walter Scheuerl schrieb - OHNE DEN BEITRAG ZU KENNEN - einen 41-seitigen geharnischten Programm-Beschwerdebrief an die ARD, mit dem er die Ausstrahlung verhindern wollte. Eins seiner Argumente: Er habe recherchiert, daß einer der Autoren auf Facebook mit einer Person „aus der Tierrechtsszene“ befreundet wäre!
Der Geflügelkonzern Wiesenhof aus Rechterfeld (Landkreis Vechta) macht wieder Schlagzeilen. Am Mittwochabend lief eine ARD-Reportage mit dem bezeichnenden Titel: "Das System Wiesenhof - Wie ein Konzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet". Wiesenhof hatte versucht, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern, Programmbeschwerde eingelegt und eine außerordentliche Sitzung des Rundfunkrates verlangt. Der SWR sendete den Beitrag aber wie geplant.
(NDR 01.09.2011)
Die CDU zeigt sehr eindeutig wie sie sich positioniert, wenn sie ausgerechnet Scheuerl prominent als „Wahlkampfzugpferd“ auf den Listenplatz vier für die Wahl aufstellt und ihn nun medienwirksam einsetzt.
Da bedarf es keines niedergeschriebenen 50-Seiten-Programms.
Man versteht sehr gut wes Geistes Kind die CDU in Hamburg ist.
Das hat selbst der Urnenpöbel begriffen und sie um 21 Prozentpunkte abstürzen lassen.
*Hier das Wiesenhof-Video - für Leute mit starken Mägen.
Sonntag, 13. Februar 2011
2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin
Wer sich irgendwann einmal ein bißchen mit organischer Chemie beschäftigt hat, kennt das Unbehagen, welches von der Chlor-Kohlenstoff-Bindung ausgelöst wird.
Da wird es immer giftig für den Organismus.
Unser Stoffwechsel hat die größten Schwierigkeiten die C-Cl-Bindung zu knacken, da lebende Organismen diese Verknüpfung üblicherweise nicht enzymatisch herstellen.
Da mußte erst der Mensch und die chemische Industrie kommen.
Je mehr Chloratome an einem organischen Molekül hängen, desto schlechter. So ist das vollständig durchchlorierte γ-Hexachlorcyclohexan, auch bekannt als Lindan, ein Insektizid, das - sparsam verwendet - auch gegen Filzläuse eingesetzt wird.
Richtig unangenehm wird es, wenn es sich bei den chlorierten organischen Molekülen um Aromaten handelt. Die politisch bekanntesten Bösewichter sind polychlorierte Biphenyle (PCB’s) und die Dioxine. Da gruselt sich jede Hausfrau - auch wenn der Chemieunterricht in der Schule noch so lange her sein mag.
Das Gruseln ist allerdings angebracht; besonders bei „dem“ Dioxin, das wir als „Sevesogift“ kennen, welches Zigtausend mal giftiger als Zyankali ist.
Dabei handelt es sich um 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-1,4-dioxin, welches im Juli 1976 in der chemischen Fabrik Icmesa, einer Roche-Tochter, nördlich von Mailand austrat.
Erst nachdem Tausende Tierkadaver rund um die Fabrik herum gefunden wurden, begann man die Menschen zu evakuieren.
Bis heute ist die Gegend schwer vergiftet; die genaue Anzahl der getöteten Menschen ist nicht bekannt.
Auch der ukrainische Präsidentschaftskandidat Wiktor Juschtschenko wurde mit einem chlorierten Dioxin vergiftet.
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ist allerdings eine gewisse Abstumpfung des Publikums festzustellen, da Dioxin in schöner Regelmäßigkeit in unseren Lebensmitteln auftaucht.
Schuld daran ist die monopolisierte industrielle Landwirtschaft, die das Futter für ihre Viecher nur noch von gigantischen Futtermitteloligopolisten bezieht.
Es ist die europäische und deutsche Landwirtschaftspolitik, die systematisch die Subventionen zu den ganz großen naturfeindlichen Gigabetrieben umleitet.
Die Verquickung von industrieller Landwirtschaft, Bauernverband, CDU und CSU ist so extrem, daß sich Seehofer und Co über Jahre erfolgreich dagegen wehrten auch nur die Subventionssummen zu nennen, die an die Großbetriebe flossen.
„Das Bundesministerium brachte in der Regel Gesetzentwürfe erst nach Beratung mit dem Bauernverband ins Kabinett, Staatssekretäre kamen oft aus dessen Unter- und Nebenorganisationen.“ So sind auch unter den Unionspolitikern im Agrarausschuss mindestens drei weitere hohe Verbandsfunktionäre. Der langjährige Staatssekretär Gert Lindemann (CDU) wurde bereits zu Beginn seiner Karriere mit der Ehrennadel des Bauernverbands Niedersachsen geehrt, weil er „bei sogenannten Skandalen immer konsequent Schadensbegrenzung“ im Sinne der Lobby betrieben habe. Folgerichtig wechselte er nach seinem Ausscheiden Anfang 2010 in den Aufsichtsrat des Nordzucker-Konzerns, einem Top-Empfänger von Subventionen, und an die Aufsichtsratsspitze der Bodenverwertungs-GmbH, dem obersten Felderverwalter im Osten. Von dort trat er jetzt wieder nahtlos einen Ministerposten an: als Agrarchef in Niedersachsen.
(Steven Geyer 27.01.2011)
Es war ein harter und zermürbender Kampf, den Renate Künast als Verbraucherschutzministerin führte. Ihre Vorliebe für Biolandwirtschaft, die die Natur schont, weniger Gifte einsetzt und gesunde Lebensmittel herstellt, war im Bauernverband ungefähr so beliebt wie ein Fuchs im Hühnerstall.
Die Verbraucher, die so billig wie nie zuvor Lebensmittel kaufen möchten, machen es den Biolandwirten schwer. Vor die Frage gestellt „billig oder gesund“ - entscheiden sie sich weit überwiegend für die mit Chemiekeule und Wachstumshormonen turboartig hochgezüchtete Variante aus dem Discounter, statt für unbelastete Lebensmittel vom Bioladen oder Ökolandwirt.
2005 machten die Verbraucher als Wähler den Bio-Spuk endgültig den Gar aus und schickten wieder Unionsleute in das Landwirtschaftsministerium.
Zunächst war es Horst Seehofer, der vehement gegen die Lebensmittelampel und für die industrielle Landwirtschaft kämpfte und nun, mit Ilse Aigner haben wir eine Industrieknechtin reinster Sorte im Amt.
2009 wurde unter anderem auch sie eindrucksvoll von der Mehrheit der Wähler bestätigt. Lustigerweise ist sie Verbraucherschutz UND Landwirtschaftsministerin, obwohl es sich immer mehr um die Frage „Industrie contra Verbraucher“ handelt, die Aigner klar zugunsten ersterer beantwortet.
Die Landwirtschaft hat von ihr nur Demut zu erwarten - in anderen Aspekten des Verbraucherschutzes macht sich die Bayerin systematisch lächerlich.
„Die Ministerin und ihre Schnapsideen“ spottete die Mopo im Dezember 2010.
Sie wollte die Beratungen in Banken durch verdeckte Ermittler prüfen lassen, aber gleichzeitig durchsetzen, daß es für miserabel beratende Banken keine Sanktionen gibt. Das von allen Experten geforderte Lebensmittelkennzeichnungssystem („Ampel“) fegte sie auf Wunsch der Industrie vom Tisch. Wäre ja noch schöner, wenn die Kunden erfahren würden, was sie da eigentlich essen. Nein der Konsument soll dumm gehalten werden, so daß die Lebensmittelkonzerne alles in unser Essen mischen können, ohne daß es jemand merkt.
Laut und spektakulär legte sie sich mit Facebook an, kündigte publikumswirksam ihren eigenen Account. Hinter den Kulissen sorgte sie aber dafür, daß es für den Verbraucher kein Stück mehr Datenschutz gibt.
Und dann kam mal wieder einer der vielen Dioxinskandale, bei dem Aigner so massiv dilettierte, daß sogar die stramm CDU/CSU-freundliche BILD entnervt titelte sie sei für das Amt „UNGEAIGNERT!“
Sie denkt gar nicht daran irgendetwas an den gesundheitsgefährdenden und umweltschädlichen Praktiken in der Lebensmittelindustrie zu ändern. Sollen die Leute doch Dioxin fressen.
Einen neuen Pflock trimmte die Verbraucherfeindin Aigner dieser Tage bei der Neubesetzung ihres Agrarstaatssekretärpostens ein - die stramme Katholikin Julia Klöckner, welche bisher den Posten innehatte, setzt sich nächste Woche nach Mainz ab.
Für Aigner war klar, daß nur ein ausgewiesener Freund der Industrielandwirtschaft für den Posten in Frage kommt.
So wie man eben bei Schwarzgelb Pöstchen systematisch direkt mit den Lobbyisten besetzt. Rösler hat das vorgemacht, Merkels Amt ist ohnehin mit Lobbyisten durchsetzt und auch Röttgen läßt gleich die Umweltfeinde im Umweltschutzministerium arbeiten.
Wenigstens schaffen die Schwarzen so Fakten.
Hamburger Abendblatt: CDU-Vize Norbert Röttgen sagt: Schwarz-Grün ist nicht tot.
Jürgen Trittin: Herr Röttgen scheint in einer anderen Welt zu leben. Er verantwortet als zuständiger Minister die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke - in vollem Wissen um deren Verfassungswidrigkeit. Wer Deutschlands Atomaufsicht einem notorischen Atomlobbyisten anvertraut, wer einen gefeuerten Vattenfall-Manager über die Sicherheit von Gorleben entscheiden lässt, der kann nicht ernsthaft von Schwarz-Grün träumen. Da scheint mir der Ausdruck Hirngespinst, den die Kanzlerin für Schwarz-Grün verwendet hat, treffend die Gedankengänge von Herrn Röttgen zu beschreiben.
Ilse Ungeaignert wurde auf der Suche nach dem größten Bock, dem zum Gärtner ihres Ministeriums machen konnte fündig.
Peter Bleser, CDU-Urgeistein der industriellen Futtermittelproduktion soll es werden.
„Ein echter Skandal! Dioxin gehört nicht in Futtermittel“, rief Agrar- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) im Bundestag. „Verbraucherschutz muss vor allen wirtschaftlichen Interessen stehen!“ Eine Woche später verbreitete ihr Haus eine Personalie, die an diesem Anspruch zumindest zweifeln lässt: Weil Aigners bisherige Staatssekretärin Julia Klöckner im Februar ihren Regierungsposten zugunsten der CDU-Spitzenkandidatur in Rheinland-Pfalz aufgibt, macht die Ministerin nun Peter Bleser zu einem ihrer Stellvertreter. Damit soll die Abkehr von der profit- und exportorientierten Agrarpolitik nicht nur ein überzeugter Anhänger der industriellen Landwirtschaft herbeiführen – sondern sogar ein Vertreter genau jener Futtermittelbranche, die im Zentrum des Dioxin-Skandals steht. Denn eigens für seine Beförderung vom agrarpolitischen Sprecher der Union zum Regierungsmitglied muss Bleser (58) nun sein Amt als Aufsichtsratschef bei der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main aufgeben – einem der größten deutschen Futtermittelhersteller.
[…] „Natürlich erwähnte er nicht, dass es nur dank der Ausrichtung der deutschen Landwirtschaft auf Massenproduktion und der undurchsichtigen Handelswege bei der Futterherstellung überhaupt möglich ist, dass ein Einzelner Tausende von Bauernhöfen vergiften kann“, sagt die Expertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Reinhild Benning. „Frau Aigner muss sich fragen lassen, ob ausgerechnet Herr Bleser die richtige Besetzung für die Aufklärung des Dioxin-Skandals ist“, sagt auch Grünen-Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff. Eine Abkehr von der reinen Profitausrichtung erwarte er nicht, da Bleser stets gegen die Stärkung bäuerlicher Betriebe und für industrielle Massentierhaltung eintrete. „Unbeeindruckt setzt die Union auf Fleischexporte statt auf regionale Produktkreisläufe, in denen Bauern ihr Futter nicht billig aus undurchsichtigen Quellen zukaufen, sondern selbst produzieren.“
(Steven Geyer 27.01.2011)
Lobbyistenbeglückerin Aigner macht systematisch das, wozu sie vom Urnenpöbel erkoren wurde - Politik gegen die Verbraucher und gegen die Umwelt zum Wohle einiger skrupelloser superreicher Profiteure.
Von einem ist Ilse Aigner zutiefst überzeugt: Der Dioxin-Skandal war kein Anlass, um über eine Wende in der Agrarpolitik nachzudenken.
(SZ 12.02.2011)
Peter Bleser, ihr neuer Vize, ist überzeugter Biohasser und wird sich sicherlich bestens mit seiner Chefin verstehen. Umweltschutz ist für ihn Teufleszeug.
Genau wie Aigner lobt er 'die hohen Standards', die Landwirte in der EU bereits heute einzuhalten haben. Und genau wie sie ist er überzeugt, dass sie ausreichen, um von einer 'nachhaltigen' Landwirtschaft sprechen zu können. Dass EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos vorgeschlagen hat, die Subventionen für die Bauern künftig sehr viel stärker als bislang an umwelt- und klimaschützende Maßnahmen zu koppeln, lehnt Bleser rundweg ab.
(SZ 12.02.2011)
Da wird es immer giftig für den Organismus.
Unser Stoffwechsel hat die größten Schwierigkeiten die C-Cl-Bindung zu knacken, da lebende Organismen diese Verknüpfung üblicherweise nicht enzymatisch herstellen.
Da mußte erst der Mensch und die chemische Industrie kommen.
Je mehr Chloratome an einem organischen Molekül hängen, desto schlechter. So ist das vollständig durchchlorierte γ-Hexachlorcyclohexan, auch bekannt als Lindan, ein Insektizid, das - sparsam verwendet - auch gegen Filzläuse eingesetzt wird.
Richtig unangenehm wird es, wenn es sich bei den chlorierten organischen Molekülen um Aromaten handelt. Die politisch bekanntesten Bösewichter sind polychlorierte Biphenyle (PCB’s) und die Dioxine. Da gruselt sich jede Hausfrau - auch wenn der Chemieunterricht in der Schule noch so lange her sein mag.
Das Gruseln ist allerdings angebracht; besonders bei „dem“ Dioxin, das wir als „Sevesogift“ kennen, welches Zigtausend mal giftiger als Zyankali ist.
Dabei handelt es sich um 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-1,4-dioxin, welches im Juli 1976 in der chemischen Fabrik Icmesa, einer Roche-Tochter, nördlich von Mailand austrat.
Erst nachdem Tausende Tierkadaver rund um die Fabrik herum gefunden wurden, begann man die Menschen zu evakuieren.
Bis heute ist die Gegend schwer vergiftet; die genaue Anzahl der getöteten Menschen ist nicht bekannt.
Auch der ukrainische Präsidentschaftskandidat Wiktor Juschtschenko wurde mit einem chlorierten Dioxin vergiftet.
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ist allerdings eine gewisse Abstumpfung des Publikums festzustellen, da Dioxin in schöner Regelmäßigkeit in unseren Lebensmitteln auftaucht.
Schuld daran ist die monopolisierte industrielle Landwirtschaft, die das Futter für ihre Viecher nur noch von gigantischen Futtermitteloligopolisten bezieht.
Es ist die europäische und deutsche Landwirtschaftspolitik, die systematisch die Subventionen zu den ganz großen naturfeindlichen Gigabetrieben umleitet.
Die Verquickung von industrieller Landwirtschaft, Bauernverband, CDU und CSU ist so extrem, daß sich Seehofer und Co über Jahre erfolgreich dagegen wehrten auch nur die Subventionssummen zu nennen, die an die Großbetriebe flossen.
„Das Bundesministerium brachte in der Regel Gesetzentwürfe erst nach Beratung mit dem Bauernverband ins Kabinett, Staatssekretäre kamen oft aus dessen Unter- und Nebenorganisationen.“ So sind auch unter den Unionspolitikern im Agrarausschuss mindestens drei weitere hohe Verbandsfunktionäre. Der langjährige Staatssekretär Gert Lindemann (CDU) wurde bereits zu Beginn seiner Karriere mit der Ehrennadel des Bauernverbands Niedersachsen geehrt, weil er „bei sogenannten Skandalen immer konsequent Schadensbegrenzung“ im Sinne der Lobby betrieben habe. Folgerichtig wechselte er nach seinem Ausscheiden Anfang 2010 in den Aufsichtsrat des Nordzucker-Konzerns, einem Top-Empfänger von Subventionen, und an die Aufsichtsratsspitze der Bodenverwertungs-GmbH, dem obersten Felderverwalter im Osten. Von dort trat er jetzt wieder nahtlos einen Ministerposten an: als Agrarchef in Niedersachsen.
(Steven Geyer 27.01.2011)
Es war ein harter und zermürbender Kampf, den Renate Künast als Verbraucherschutzministerin führte. Ihre Vorliebe für Biolandwirtschaft, die die Natur schont, weniger Gifte einsetzt und gesunde Lebensmittel herstellt, war im Bauernverband ungefähr so beliebt wie ein Fuchs im Hühnerstall.
Die Verbraucher, die so billig wie nie zuvor Lebensmittel kaufen möchten, machen es den Biolandwirten schwer. Vor die Frage gestellt „billig oder gesund“ - entscheiden sie sich weit überwiegend für die mit Chemiekeule und Wachstumshormonen turboartig hochgezüchtete Variante aus dem Discounter, statt für unbelastete Lebensmittel vom Bioladen oder Ökolandwirt.
2005 machten die Verbraucher als Wähler den Bio-Spuk endgültig den Gar aus und schickten wieder Unionsleute in das Landwirtschaftsministerium.
Zunächst war es Horst Seehofer, der vehement gegen die Lebensmittelampel und für die industrielle Landwirtschaft kämpfte und nun, mit Ilse Aigner haben wir eine Industrieknechtin reinster Sorte im Amt.
2009 wurde unter anderem auch sie eindrucksvoll von der Mehrheit der Wähler bestätigt. Lustigerweise ist sie Verbraucherschutz UND Landwirtschaftsministerin, obwohl es sich immer mehr um die Frage „Industrie contra Verbraucher“ handelt, die Aigner klar zugunsten ersterer beantwortet.
Die Landwirtschaft hat von ihr nur Demut zu erwarten - in anderen Aspekten des Verbraucherschutzes macht sich die Bayerin systematisch lächerlich.
„Die Ministerin und ihre Schnapsideen“ spottete die Mopo im Dezember 2010.
Sie wollte die Beratungen in Banken durch verdeckte Ermittler prüfen lassen, aber gleichzeitig durchsetzen, daß es für miserabel beratende Banken keine Sanktionen gibt. Das von allen Experten geforderte Lebensmittelkennzeichnungssystem („Ampel“) fegte sie auf Wunsch der Industrie vom Tisch. Wäre ja noch schöner, wenn die Kunden erfahren würden, was sie da eigentlich essen. Nein der Konsument soll dumm gehalten werden, so daß die Lebensmittelkonzerne alles in unser Essen mischen können, ohne daß es jemand merkt.
Laut und spektakulär legte sie sich mit Facebook an, kündigte publikumswirksam ihren eigenen Account. Hinter den Kulissen sorgte sie aber dafür, daß es für den Verbraucher kein Stück mehr Datenschutz gibt.
Und dann kam mal wieder einer der vielen Dioxinskandale, bei dem Aigner so massiv dilettierte, daß sogar die stramm CDU/CSU-freundliche BILD entnervt titelte sie sei für das Amt „UNGEAIGNERT!“
Sie denkt gar nicht daran irgendetwas an den gesundheitsgefährdenden und umweltschädlichen Praktiken in der Lebensmittelindustrie zu ändern. Sollen die Leute doch Dioxin fressen.
Einen neuen Pflock trimmte die Verbraucherfeindin Aigner dieser Tage bei der Neubesetzung ihres Agrarstaatssekretärpostens ein - die stramme Katholikin Julia Klöckner, welche bisher den Posten innehatte, setzt sich nächste Woche nach Mainz ab.
Für Aigner war klar, daß nur ein ausgewiesener Freund der Industrielandwirtschaft für den Posten in Frage kommt.
So wie man eben bei Schwarzgelb Pöstchen systematisch direkt mit den Lobbyisten besetzt. Rösler hat das vorgemacht, Merkels Amt ist ohnehin mit Lobbyisten durchsetzt und auch Röttgen läßt gleich die Umweltfeinde im Umweltschutzministerium arbeiten.
Wenigstens schaffen die Schwarzen so Fakten.
Hamburger Abendblatt: CDU-Vize Norbert Röttgen sagt: Schwarz-Grün ist nicht tot.
Jürgen Trittin: Herr Röttgen scheint in einer anderen Welt zu leben. Er verantwortet als zuständiger Minister die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke - in vollem Wissen um deren Verfassungswidrigkeit. Wer Deutschlands Atomaufsicht einem notorischen Atomlobbyisten anvertraut, wer einen gefeuerten Vattenfall-Manager über die Sicherheit von Gorleben entscheiden lässt, der kann nicht ernsthaft von Schwarz-Grün träumen. Da scheint mir der Ausdruck Hirngespinst, den die Kanzlerin für Schwarz-Grün verwendet hat, treffend die Gedankengänge von Herrn Röttgen zu beschreiben.
Ilse Ungeaignert wurde auf der Suche nach dem größten Bock, dem zum Gärtner ihres Ministeriums machen konnte fündig.
Peter Bleser, CDU-Urgeistein der industriellen Futtermittelproduktion soll es werden.
„Ein echter Skandal! Dioxin gehört nicht in Futtermittel“, rief Agrar- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) im Bundestag. „Verbraucherschutz muss vor allen wirtschaftlichen Interessen stehen!“ Eine Woche später verbreitete ihr Haus eine Personalie, die an diesem Anspruch zumindest zweifeln lässt: Weil Aigners bisherige Staatssekretärin Julia Klöckner im Februar ihren Regierungsposten zugunsten der CDU-Spitzenkandidatur in Rheinland-Pfalz aufgibt, macht die Ministerin nun Peter Bleser zu einem ihrer Stellvertreter. Damit soll die Abkehr von der profit- und exportorientierten Agrarpolitik nicht nur ein überzeugter Anhänger der industriellen Landwirtschaft herbeiführen – sondern sogar ein Vertreter genau jener Futtermittelbranche, die im Zentrum des Dioxin-Skandals steht. Denn eigens für seine Beförderung vom agrarpolitischen Sprecher der Union zum Regierungsmitglied muss Bleser (58) nun sein Amt als Aufsichtsratschef bei der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main aufgeben – einem der größten deutschen Futtermittelhersteller.
[…] „Natürlich erwähnte er nicht, dass es nur dank der Ausrichtung der deutschen Landwirtschaft auf Massenproduktion und der undurchsichtigen Handelswege bei der Futterherstellung überhaupt möglich ist, dass ein Einzelner Tausende von Bauernhöfen vergiften kann“, sagt die Expertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Reinhild Benning. „Frau Aigner muss sich fragen lassen, ob ausgerechnet Herr Bleser die richtige Besetzung für die Aufklärung des Dioxin-Skandals ist“, sagt auch Grünen-Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff. Eine Abkehr von der reinen Profitausrichtung erwarte er nicht, da Bleser stets gegen die Stärkung bäuerlicher Betriebe und für industrielle Massentierhaltung eintrete. „Unbeeindruckt setzt die Union auf Fleischexporte statt auf regionale Produktkreisläufe, in denen Bauern ihr Futter nicht billig aus undurchsichtigen Quellen zukaufen, sondern selbst produzieren.“
(Steven Geyer 27.01.2011)
Lobbyistenbeglückerin Aigner macht systematisch das, wozu sie vom Urnenpöbel erkoren wurde - Politik gegen die Verbraucher und gegen die Umwelt zum Wohle einiger skrupelloser superreicher Profiteure.
Von einem ist Ilse Aigner zutiefst überzeugt: Der Dioxin-Skandal war kein Anlass, um über eine Wende in der Agrarpolitik nachzudenken.
(SZ 12.02.2011)
Peter Bleser, ihr neuer Vize, ist überzeugter Biohasser und wird sich sicherlich bestens mit seiner Chefin verstehen. Umweltschutz ist für ihn Teufleszeug.
Genau wie Aigner lobt er 'die hohen Standards', die Landwirte in der EU bereits heute einzuhalten haben. Und genau wie sie ist er überzeugt, dass sie ausreichen, um von einer 'nachhaltigen' Landwirtschaft sprechen zu können. Dass EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos vorgeschlagen hat, die Subventionen für die Bauern künftig sehr viel stärker als bislang an umwelt- und klimaschützende Maßnahmen zu koppeln, lehnt Bleser rundweg ab.
(SZ 12.02.2011)
Samstag, 8. Mai 2010
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing…
Als kleines winziges Rädchen in der Blogosphäre hat man selbstverständlich nicht die Ressourcen eigenständig Recherchen anzustellen, die nach journalistischen Maßstäben als „investigativ“ gelten könnten.
Eine Information einfach so als gesichert anzunehmen, weil sie bei Wikipedia steht, oder aber in einigen Zeitungsartikeln erwähnt wird, ist unseriös.
Ein redlicher Journalist würde jeweils ein direktes Gespräch suchen, nachfragen, oder zumindest die Betroffenen über die man schreibt, vorher anrufen.
Eine Quelle darf man nie als gesichert ansehen, bevor man nicht selbst ein Original eingesehen hat.
Praktisch ist so ein Vorgehen für „normale Journalisten“, die für eine Zeitung oder einen Sender arbeiten, schwierig und umständlich - für die rund 200.000 Blogger sogar nahezu unmöglich.
Einige Legenden werden so massiv beworben und so oft wiederholt, daß offenbar gar keiner mehr auf die Idee verfällt die Story zu hinterfragen.
Beispiele:
1.)
Baron zu Guttenbergs angebliche Wirtschaftskompetenz, die von nahezu allen deutschen Medien euphorisch gelobt wurde, als er im Februar 2009 vollkommen überraschend Glos nachfolgte.
Guttenberg käme selbst aus der Wirtschaft und habe außerordentlich erfolgreich ein mittelständisches Unternehmen geleitet.
Das CDU-PR-Organ BILD jubilierte:
Er war geschäftsführender Gesellschafter im Familienbetrieb (Trockenbau, Isoliertechnik, Dämmstoffe).
Die Springersche Schwesterzeitung Hamburger Abendblatt schrieb:
Dem Vorhalt, das wirtschaftspolitische Profil zu Guttenbergs sei ausbaufähig, begegnet Seehofer mit dem Hinweis auf dessen Praxiserfahrung. Tatsächlich war er geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe.
Der Freiherr selbst erklärte sich in den Tagesthemen vom 09. Februar 2009 für besonders erfahren:
Ein teilwirtschaftliches Fundament durfte ich mir in der Zeit vor der Politik bereits aneignen. Durch die Verantwortung, die ich im Familienunternehmen getragen habe.
ZDH-Präsident Kentzler:
Ihm ist aufgrund seiner bisherigen Leistungen in der Politik viel zuzutrauen.
Gleichlautendes von Karl-Theodor zu Guttenberg im „heute journal“ vom 09.02.2009:
...und habe vor dem Eintritt in die Politik in der freien Wirtschaft gearbeitet. War dort tätig, habe dort Verantwortung im eigenen Familienunternehmen getragen.
Wenn das alle sagen, wird das ja wohl stimmen.
Tatsächlich handelte es sich um eine gigantische journalistische Fehlleistung, deren Aufklärung nie recht ins Bewußtsein der Öffentlichkeit geriet, da lediglich ZAPP nachfragte und kaum einer das Ergebnis aufgriff:
Bei der angegebenen Firma - Von Guttenberg GmbH Uhlandstraße 15 · 85609 Aschheim · Tel. 089/909983-0 - ist man irritiert. Sie beschäftigt sich tatsächlich mit Trockenbau, WKSB-Isoliertechnik, Dämmstoffe für Dach, Fassade und industrielle Weiterverarbeitung. Allerdings hat ein Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg dort nie gearbeitet.
Wovon spricht also der telegene Freiherr, wenn er auf seine „Erfahrungen“ verweist?
Auch das hat ZAPP nach langer Mühe ermittelt und zitiert einen Auszug aus dem Handelsregister, nachdem es sich um eine zwar gleichnamige aber ganz andere Firma handelte:
„die Guttenberg GmbH“ mit Sitz in München. Sie hatte lediglich „3 Beschäftigte“. Deren Aufgabe (Zitat aus Handelsregister):... „die Verwaltung des eigenen Vermögens.“ Es ist das Vermögen der Familie von und zu Guttenberg. Seit fünf Jahren gibt es auch diese Firma nicht mehr.
2.)
Ein weiteres Beispiel sind die just zum fünfjährigen Pontifikatsjubiläum myriadenfach aufgewärmten Lobeshymnen darüber, daß Ratzinger „ein Theologe auf dem Heiligen Stuhl“ sei.
Donnerschlach! Was wir als Nächstes enthüllt? Daß der Papst womöglich auch noch Katholik ist?
Welcher Papst oder Kardinal der letzten hundert Jahre war denn NICHT Theologieprofessor?
Machen üblicherweise habilitierte Mathematiker oder Ägyptologen im Vatikan Karriere?
Letzte Woche bei „West.art am Sonntag“ (Ist die katholische Kirche noch zu retten?) sang Ansgar Wucherpfennig (Jesuit Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen) mal wieder dieses Lied.
Der Papst könne sich sogar auf Augenhöhe mit Küng und Habermas unterhalten.
Erstaunlich; ein Papst, der etwas von Kirche versteht!
Daß Ratzinger ein wissenschaftliches Großhirn sei, wird munter weiterverbreitet, ohne daß mal jemand genauer hinsieht.
Alan Posener hat das dann doch mal getan bei seinen Recherchen für das Buch „Benedikts Kreuzzug. Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft“ (Ullstein 2009, Preis: 18 Euro).
Das Ergebnis war erschreckend.
Ratzinger ist alles anderes als wissenschaftlich korrekt, er fälscht Zitate und presst sich bei seinem großen Thema „Vernunft und Glaube“ Immanuel Kant auch mal so hin, wie es ihm gerade passt.
Offenbar kommt aber kaum einer der bei Papst-Vorträgen andächtig Lauschenden überhaupt auf die Idee mal Zitate nachzuschlagen und auf Korrektheit zu überprüfen.
Die Beispiele Zapp und Posener sollen zeigen, daß man sich auch als Otto Normalblogger einige Informationen zugänglich machen kann, die scheinbar bei großen Teilen der etablierten Presse nicht ankommen.
Das einzige Rezept, das einen davor bewahrt allzu vielen Fehlinformationen aufzusitzen, ist und bleibt „viel lesen“ und dabei möglichst unterschiedliche Quellen verwenden.
Insbesondere ist es sehr wichtig sich stets darüber bewußt zu sein, woher die Informationen stammen.
Hiermit komme ich auf das große Thema „Medienjournalismus“ - also das absolute Stiefkind der Presse.
Medienjournalisten werfen kritische Blicke auf ihre eigene Branche.
Das einzige Fernsehmagazin, das sich ausdrücklich und regelmäßig damit die Finger schmutzig macht, ist die NDR-Sendung „Zapp“, die man in diesem Zusammenhang gar nicht genug loben kann.
Man sollte sie möglichst immer verfolgen - denn nur dort werden einer größeren Öffentlichkeit Informationen über die Profi-Informanten zugänglich gemacht.
Einen sehr aufschlußreichen Aufsatz zu dem Thema veröffentlichte der einstige SPD-Vordenker und heutige Herausgeber der „NachDenkSeiten“ Albrecht Müller am 30.04.2010.
Den Text möchte ich hiermit ausdrücklich als Lektüre empfehlen.
Obwohl ich einige Sätze für übertrieben halte, wie ich auch generell die Nachdenkseiten für etwas blind auf dem linken Auge halte, stimme ich mit dem Grundtenor weitgehend überein.
Sehr wichtig finde ich seine Warnung vor sich unabhängig und seriös gebenden Experten und Instituten, die in Wahrheit einer klaren politischen Strömung entstammen:
Von Medienjournalisten würden wir erwarten, dass sie ihre Kollegen in den Zeitungen und Redaktionen bei den Sendern bedrängen, wenn diese immer wieder Organisationen und Institute zitieren, die eigens für die Public Relations-Arbeit gegründet worden sind: namentlich zum Beispiel die INSM, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, BerlinPolis, das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), das Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA) in den Händen der Deutschen Post AG und des Berliner Professors Klaus Zimmermann, das MEA, ein Mannheimer Institut unter Leitung von Professor Börsch-Supan, finanziert von der Versicherungswirtschaft und dem Land Baden-Württemberg, das Freiburger Institut von Raffelhüschen, das IW, das Institut der deutschen Wirtschaft, usw.
Es erscheint mir überhaupt als eins der Hauptübel des politischen Journalismus, daß intensiv verfolgte Absichten stets unter dem Deckmantel der Neutralität und Unabhängigkeit verkauft werden.
Wenn man sich die Titelseite von Springer-Blättern ansieht, prangt einem ein selbstbewußtes „unabhängig, überparteilich“ entgegen.
Auch auf der BILD. Ein guter Witz.
Aber man weiß auch was man von der BILD zu erwarten hat - Lügen im Allgemeinen und Propaganda gegen SPD, Linke und Grüne im Besonderen.
Viele andere Blätter sind aber genauso wenig „unabhängig, überparteilich“ - das muß man immer im Hinterkopf haben.
Ich lobe an dieser Stelle das kleine Boulevardblättchen „Hamburger Morgenpost“, das in Hamburg einsam im Billigsegment (60 Cent) gegen die Springerübermacht steht.
Der „MoPo“-Kommentar bezieht wenigstens Position, so daß man weiß wes Brot man da gerade isst.
Über die bei „hart aber fair“ schwer debakulierende Silvana Koch-Mehrin und ihr Verlangen nach einem generellen Burka-Verbot, schrieb Kommentator Dorschel am 3. Mai 2010
Heute, am Tag vor der NRW-Wahl lautet die Überschrift des Mopo-Kommentars von Mathis Neuburger
Eine Information einfach so als gesichert anzunehmen, weil sie bei Wikipedia steht, oder aber in einigen Zeitungsartikeln erwähnt wird, ist unseriös.
Ein redlicher Journalist würde jeweils ein direktes Gespräch suchen, nachfragen, oder zumindest die Betroffenen über die man schreibt, vorher anrufen.
Eine Quelle darf man nie als gesichert ansehen, bevor man nicht selbst ein Original eingesehen hat.
Praktisch ist so ein Vorgehen für „normale Journalisten“, die für eine Zeitung oder einen Sender arbeiten, schwierig und umständlich - für die rund 200.000 Blogger sogar nahezu unmöglich.
Einige Legenden werden so massiv beworben und so oft wiederholt, daß offenbar gar keiner mehr auf die Idee verfällt die Story zu hinterfragen.
Beispiele:
1.)
Baron zu Guttenbergs angebliche Wirtschaftskompetenz, die von nahezu allen deutschen Medien euphorisch gelobt wurde, als er im Februar 2009 vollkommen überraschend Glos nachfolgte.
Guttenberg käme selbst aus der Wirtschaft und habe außerordentlich erfolgreich ein mittelständisches Unternehmen geleitet.
Das CDU-PR-Organ BILD jubilierte:
Er war geschäftsführender Gesellschafter im Familienbetrieb (Trockenbau, Isoliertechnik, Dämmstoffe).
Die Springersche Schwesterzeitung Hamburger Abendblatt schrieb:
Dem Vorhalt, das wirtschaftspolitische Profil zu Guttenbergs sei ausbaufähig, begegnet Seehofer mit dem Hinweis auf dessen Praxiserfahrung. Tatsächlich war er geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe.
Der Freiherr selbst erklärte sich in den Tagesthemen vom 09. Februar 2009 für besonders erfahren:
Ein teilwirtschaftliches Fundament durfte ich mir in der Zeit vor der Politik bereits aneignen. Durch die Verantwortung, die ich im Familienunternehmen getragen habe.
ZDH-Präsident Kentzler:
Ihm ist aufgrund seiner bisherigen Leistungen in der Politik viel zuzutrauen.
Gleichlautendes von Karl-Theodor zu Guttenberg im „heute journal“ vom 09.02.2009:
...und habe vor dem Eintritt in die Politik in der freien Wirtschaft gearbeitet. War dort tätig, habe dort Verantwortung im eigenen Familienunternehmen getragen.
Wenn das alle sagen, wird das ja wohl stimmen.
Tatsächlich handelte es sich um eine gigantische journalistische Fehlleistung, deren Aufklärung nie recht ins Bewußtsein der Öffentlichkeit geriet, da lediglich ZAPP nachfragte und kaum einer das Ergebnis aufgriff:
Bei der angegebenen Firma - Von Guttenberg GmbH Uhlandstraße 15 · 85609 Aschheim · Tel. 089/909983-0 - ist man irritiert. Sie beschäftigt sich tatsächlich mit Trockenbau, WKSB-Isoliertechnik, Dämmstoffe für Dach, Fassade und industrielle Weiterverarbeitung. Allerdings hat ein Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg dort nie gearbeitet.
Wovon spricht also der telegene Freiherr, wenn er auf seine „Erfahrungen“ verweist?
Auch das hat ZAPP nach langer Mühe ermittelt und zitiert einen Auszug aus dem Handelsregister, nachdem es sich um eine zwar gleichnamige aber ganz andere Firma handelte:
„die Guttenberg GmbH“ mit Sitz in München. Sie hatte lediglich „3 Beschäftigte“. Deren Aufgabe (Zitat aus Handelsregister):... „die Verwaltung des eigenen Vermögens.“ Es ist das Vermögen der Familie von und zu Guttenberg. Seit fünf Jahren gibt es auch diese Firma nicht mehr.
2.)
Ein weiteres Beispiel sind die just zum fünfjährigen Pontifikatsjubiläum myriadenfach aufgewärmten Lobeshymnen darüber, daß Ratzinger „ein Theologe auf dem Heiligen Stuhl“ sei.
Donnerschlach! Was wir als Nächstes enthüllt? Daß der Papst womöglich auch noch Katholik ist?
Welcher Papst oder Kardinal der letzten hundert Jahre war denn NICHT Theologieprofessor?
Machen üblicherweise habilitierte Mathematiker oder Ägyptologen im Vatikan Karriere?
Letzte Woche bei „West.art am Sonntag“ (Ist die katholische Kirche noch zu retten?) sang Ansgar Wucherpfennig (Jesuit Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen) mal wieder dieses Lied.
Der Papst könne sich sogar auf Augenhöhe mit Küng und Habermas unterhalten.
Erstaunlich; ein Papst, der etwas von Kirche versteht!
Daß Ratzinger ein wissenschaftliches Großhirn sei, wird munter weiterverbreitet, ohne daß mal jemand genauer hinsieht.
Alan Posener hat das dann doch mal getan bei seinen Recherchen für das Buch „Benedikts Kreuzzug. Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft“ (Ullstein 2009, Preis: 18 Euro).
Das Ergebnis war erschreckend.
Ratzinger ist alles anderes als wissenschaftlich korrekt, er fälscht Zitate und presst sich bei seinem großen Thema „Vernunft und Glaube“ Immanuel Kant auch mal so hin, wie es ihm gerade passt.
Offenbar kommt aber kaum einer der bei Papst-Vorträgen andächtig Lauschenden überhaupt auf die Idee mal Zitate nachzuschlagen und auf Korrektheit zu überprüfen.
Die Beispiele Zapp und Posener sollen zeigen, daß man sich auch als Otto Normalblogger einige Informationen zugänglich machen kann, die scheinbar bei großen Teilen der etablierten Presse nicht ankommen.
Das einzige Rezept, das einen davor bewahrt allzu vielen Fehlinformationen aufzusitzen, ist und bleibt „viel lesen“ und dabei möglichst unterschiedliche Quellen verwenden.
Insbesondere ist es sehr wichtig sich stets darüber bewußt zu sein, woher die Informationen stammen.
Hiermit komme ich auf das große Thema „Medienjournalismus“ - also das absolute Stiefkind der Presse.
Medienjournalisten werfen kritische Blicke auf ihre eigene Branche.
Das einzige Fernsehmagazin, das sich ausdrücklich und regelmäßig damit die Finger schmutzig macht, ist die NDR-Sendung „Zapp“, die man in diesem Zusammenhang gar nicht genug loben kann.
Man sollte sie möglichst immer verfolgen - denn nur dort werden einer größeren Öffentlichkeit Informationen über die Profi-Informanten zugänglich gemacht.
Einen sehr aufschlußreichen Aufsatz zu dem Thema veröffentlichte der einstige SPD-Vordenker und heutige Herausgeber der „NachDenkSeiten“ Albrecht Müller am 30.04.2010.
Den Text möchte ich hiermit ausdrücklich als Lektüre empfehlen.
Obwohl ich einige Sätze für übertrieben halte, wie ich auch generell die Nachdenkseiten für etwas blind auf dem linken Auge halte, stimme ich mit dem Grundtenor weitgehend überein.
Sehr wichtig finde ich seine Warnung vor sich unabhängig und seriös gebenden Experten und Instituten, die in Wahrheit einer klaren politischen Strömung entstammen:
Von Medienjournalisten würden wir erwarten, dass sie ihre Kollegen in den Zeitungen und Redaktionen bei den Sendern bedrängen, wenn diese immer wieder Organisationen und Institute zitieren, die eigens für die Public Relations-Arbeit gegründet worden sind: namentlich zum Beispiel die INSM, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, BerlinPolis, das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), das Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA) in den Händen der Deutschen Post AG und des Berliner Professors Klaus Zimmermann, das MEA, ein Mannheimer Institut unter Leitung von Professor Börsch-Supan, finanziert von der Versicherungswirtschaft und dem Land Baden-Württemberg, das Freiburger Institut von Raffelhüschen, das IW, das Institut der deutschen Wirtschaft, usw.
Es erscheint mir überhaupt als eins der Hauptübel des politischen Journalismus, daß intensiv verfolgte Absichten stets unter dem Deckmantel der Neutralität und Unabhängigkeit verkauft werden.
Wenn man sich die Titelseite von Springer-Blättern ansieht, prangt einem ein selbstbewußtes „unabhängig, überparteilich“ entgegen.
Auch auf der BILD. Ein guter Witz.
Aber man weiß auch was man von der BILD zu erwarten hat - Lügen im Allgemeinen und Propaganda gegen SPD, Linke und Grüne im Besonderen.
Viele andere Blätter sind aber genauso wenig „unabhängig, überparteilich“ - das muß man immer im Hinterkopf haben.
Ich lobe an dieser Stelle das kleine Boulevardblättchen „Hamburger Morgenpost“, das in Hamburg einsam im Billigsegment (60 Cent) gegen die Springerübermacht steht.
Der „MoPo“-Kommentar bezieht wenigstens Position, so daß man weiß wes Brot man da gerade isst.
Über die bei „hart aber fair“ schwer debakulierende Silvana Koch-Mehrin und ihr Verlangen nach einem generellen Burka-Verbot, schrieb Kommentator Dorschel am 3. Mai 2010
„Populistische Trittbrettfahrer
[…] Und wenn promt auch die deutsche FDP Burkas verbieten will, ist das beängstigend. Denn Burkas sind bei uns ungefähr genauso verbreitet wie Bananenröcke. Kann man verbieten, kann man auch lassen - am Leben im Land ändert das nichts. Schürt aber kräftig Unmut gegen alles Fremde - so wird die FDP zum populistischen Trittbrettfahrer einer Debatte unter Nachbarn. Nur ein paar Wochen ist die Hetze gegen Hartz-IV-Bezieher alt, da karrt die FDP wieder ein Feindbild heran. Das ist nicht liberal, das ist nicht seriös. Sondern stinkt zum Himmel."
[…] Und wenn promt auch die deutsche FDP Burkas verbieten will, ist das beängstigend. Denn Burkas sind bei uns ungefähr genauso verbreitet wie Bananenröcke. Kann man verbieten, kann man auch lassen - am Leben im Land ändert das nichts. Schürt aber kräftig Unmut gegen alles Fremde - so wird die FDP zum populistischen Trittbrettfahrer einer Debatte unter Nachbarn. Nur ein paar Wochen ist die Hetze gegen Hartz-IV-Bezieher alt, da karrt die FDP wieder ein Feindbild heran. Das ist nicht liberal, das ist nicht seriös. Sondern stinkt zum Himmel."
Heute, am Tag vor der NRW-Wahl lautet die Überschrift des Mopo-Kommentars von Mathis Neuburger
„Die FDP und die Steuern. Bitte stoppt die Geisterfahrer.“
Darin heißt es unter anderem:
„Wozu braucht an eigentlich die FDP? Gut, man kann sich prächtig über sie lustig machen. […] Allerorten brennt die Hütte lichterloh - und die Liberalen tun immer noch so, als wäre ein warmer Geldregen für alle Bürger die beste Feuerversicherung. Ja, ticken die noch richtig? Sechs Milliarden Euro Schulden nimmt allein Hamburg in den kommenden Jahren auf. Rückzahlung höchst unwahrscheinlich. Trotzdem werden Gebühren erhöht und Leistungen zurückgeschraubt. Und das wird erst der Anfang sein. Die FDP hat sich derweil nicht getraut auch nur einen Vorschlag zu machen, wo für Steuersenkungen gekürzt werden soll. Im Sozialen? Bei der Bildung? Bei den Familien? Wer so feige ist, darf nicht ernst genommen werden. Man kann nur an die Nordrhein-Westfalen appellieren: Stoppt morgen diese Geisterfahrer. Bitte!“ Das kann man nun nicht mehr als „überparteilich“ bezeichnen.
Das nicht. Aber wo sie recht haben, haben sie recht.
Ich schließe mich der Bitte Herrn Neuburgers an die NRW’ler an.
Das nicht. Aber wo sie recht haben, haben sie recht.
Ich schließe mich der Bitte Herrn Neuburgers an die NRW’ler an.
Sonntag, 11. April 2010
Sagen sie jetzt nichts......
ZAPP muß wirklich sein - da gibt es keinen uninteressanten Beitrag.
Zapp ist derzeit das wohl sperrigste Magazin im deutschen Journalismus.
Die beackern bevorzugt die Themen, an die sich andere Journalisten nicht so gerne heran trauen - insbesondere, weil sie immer wieder dubiose Strukturen und Mechanismen im Journalismus selbst aufdecken.
Klüngeln Journalisten mit Sponsoren oder Parteien oder einzelnen Politikern, kommt es (wenn überhaupt) bei Zapp ans Licht.
Letzte Woche bekam unser hochgelobter Bundestagspräsident Lammert eins übergezogen - ich zitiere, da ZAPP ausdrücklich zum zitieren und kopieren ermutigt:
Die Geheimniskrämer der Woche.
Sie möchten dann doch ganz gern weiter unter sich bleiben, die Damen und Herren im Kundus-Untersuchungsausschuss. Wer was wann wusste und wem vorenthalten hat über die Bombardierung der zwei Tanklaster in Afghanistan, bei der bis zu 140 Menschen getötet wurden, das wollen die Abgeordneten aufklären. Und Phoenix wollte die Befragung von Verteidigungsminister zu Guttenberg live im Fernsehen übertragen. Zu Guttenberg war sogar schon einverstanden. Wäre ja auch eine spannende Sache gewesen. Nur, die Ausschuss-Mitglieder von CDU/CSU und FDP finden so eine TV-Aussage blöd und haben dagegen gestimmt. Nun bleiben die Kameras also draußen. Eigentlich wäre das ein Fall für Norbert Lammert von der CDU. Der klagt ja regelmäßig über zu wenig spannende Politik bei ARD und ZDF, etwa in der ersten Bundestagssitzung nach der Wahl am 27. Oktober 2010: "Mir fehlt jedes Verständnis, dass ein gebührenpflichtiges Fernsehen, das dieses üppig dotierte Privileg allein seinem besonderen Informationsauftrag verdankt, auch an einem Tag wie heute mit einer souveränen Sturheit der Unterhaltung Vorrang vor der Information einräumt." Stur schweigt nun auch er zum TV-Verbot. Heikle Informationen aus dem Ausschuss, das könnte CDU-Wähler ja auch auf dumme Gedanken bringen.
Herr Lammert ist eben das, was CDU’ler in allerhöchsten Positionen stets bleiben: Parteiisch.
Es dauert schließlich auch nicht lange, bis der frisch von Edi, Angie und Guido in dessen Wohnzimmer ausgeklüngelter Horst Köhler als angeblich neutraler Bundespräsident sich öffentlich wünschte, „daß hoffentlich bald Angela Merkel Bundeskanzlerin“ würde.
Herr Lammert weiß schon aus welchem Stall er kommt.
Es ist für die CDU ungeheuer erleichternd nach dem pingeligen Thierse, der sich erdreistete die Partei-Finanzen nach geltender Rechtslage zu überprüfen, daß endlich wieder einer am Drücker sitzt, der freundlich allerlei Augen zudrückt, wenn es um Unkorrektheiten in den Unions-Kassen geht.
Welche Maßstäbe er eigentlich angelegt hat, als er hoppladihopp erklärte, das Ministerpräsident-Mieten sei vollkommen in Ordnung, kann (außer in der CDU) kaum nachvollzogen werden.
Ein Bündnis aus mehreren Organisationen hat die Entscheidung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) kritisiert, das umstrittene Parteiensponsoring bei der CDU zu billigen. Die Organisationen Transparency International Deutschland, LobbyControl, Mehr Demokratie und Campact kritisierten die rechtliche Prüfung und forderten den CDU-Politiker dazu auf, offenzulegen, welche Maßstäbe er bei seiner Entscheidungsfindung angelegt hat.
(ZEIT)
Aber Auskünfte gibt noch nicht einmal die Bundesregierung.
Man erfährt nichts - worüber auch?
"Die Antwortpraxis der Bundesregierung ist skandalös“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, am Freitag in Berlin. Er forderte CDU und CSU zum Schulterschluss mit seiner Partei auf, um gegen diesen Zustand vorzugehen. […]
Beck sagte, der Briefwechsel über die Beschwerden zur Nichtbeantwortung von Fragen fülle bei den Grünen inzwischen Aktenordner. “In der letzten Wahlperiode haben wir in einem Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht die Beantwortung von Anfragen mit Geheimdienstbezug erst rechtlich durchsetzen müssen“, sagte er. Ähnliche Probleme zeichneten sich in dieser Wahlperiode bei Fragen zu bundeseigenen Unternehmen, insbesondere der Deutschen Bahn, und zur Finanzkontrolle ab. “Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass unsere Möglichkeiten der parlamentarischen Kontrolle ignoriert werden sollen“, erklärte Beck.
(HNA)
Und wenn man gerade denkt die CDU geht gar nicht mehr, kommt irgendwo ein Bosbach-Lichtlein her.
Selbst der CDU-Mann vom konservativen Flügel gibt zu, daß das verweigern von Auskünften nicht so recht demokratischen Gepflogenheiten entspricht.
Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat die Bundesregierung für die schleppende Bearbeitung parlamentarischer Anfragen kritisiert.
"Selbst einfache Fragen von Bundestagsabgeordneten werden oft mehrere Wochen lang liegen gelassen", sagte Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitags-Ausgabe). Dies beeinträchtige die Arbeit des Parlaments. Zudem würden die Anfragen häufig unbefriedigend bearbeitet. "Man freut sich ja schon, wenn die Antwort wenigstens am Rande etwas mit der ursprünglichen Frage zu tun hat", sagte der CDU-Politiker.
(Presseportal)
Das NICHT-Regieren hat die Bundesregierung offenbar so komplett in den Winterschlaf gelegt, daß nun gar nichts mehr getan wird.
Und falls es einer wagen sollte doch etwas zu sagen, oder gar die Bundesregierung zu kritisieren, wird er eben gefeuert.
Es ist Deutschland hier.
Zapp ist derzeit das wohl sperrigste Magazin im deutschen Journalismus.
Die beackern bevorzugt die Themen, an die sich andere Journalisten nicht so gerne heran trauen - insbesondere, weil sie immer wieder dubiose Strukturen und Mechanismen im Journalismus selbst aufdecken.
Klüngeln Journalisten mit Sponsoren oder Parteien oder einzelnen Politikern, kommt es (wenn überhaupt) bei Zapp ans Licht.
Letzte Woche bekam unser hochgelobter Bundestagspräsident Lammert eins übergezogen - ich zitiere, da ZAPP ausdrücklich zum zitieren und kopieren ermutigt:
Die Geheimniskrämer der Woche.
Sie möchten dann doch ganz gern weiter unter sich bleiben, die Damen und Herren im Kundus-Untersuchungsausschuss. Wer was wann wusste und wem vorenthalten hat über die Bombardierung der zwei Tanklaster in Afghanistan, bei der bis zu 140 Menschen getötet wurden, das wollen die Abgeordneten aufklären. Und Phoenix wollte die Befragung von Verteidigungsminister zu Guttenberg live im Fernsehen übertragen. Zu Guttenberg war sogar schon einverstanden. Wäre ja auch eine spannende Sache gewesen. Nur, die Ausschuss-Mitglieder von CDU/CSU und FDP finden so eine TV-Aussage blöd und haben dagegen gestimmt. Nun bleiben die Kameras also draußen. Eigentlich wäre das ein Fall für Norbert Lammert von der CDU. Der klagt ja regelmäßig über zu wenig spannende Politik bei ARD und ZDF, etwa in der ersten Bundestagssitzung nach der Wahl am 27. Oktober 2010: "Mir fehlt jedes Verständnis, dass ein gebührenpflichtiges Fernsehen, das dieses üppig dotierte Privileg allein seinem besonderen Informationsauftrag verdankt, auch an einem Tag wie heute mit einer souveränen Sturheit der Unterhaltung Vorrang vor der Information einräumt." Stur schweigt nun auch er zum TV-Verbot. Heikle Informationen aus dem Ausschuss, das könnte CDU-Wähler ja auch auf dumme Gedanken bringen.
Herr Lammert ist eben das, was CDU’ler in allerhöchsten Positionen stets bleiben: Parteiisch.
Es dauert schließlich auch nicht lange, bis der frisch von Edi, Angie und Guido in dessen Wohnzimmer ausgeklüngelter Horst Köhler als angeblich neutraler Bundespräsident sich öffentlich wünschte, „daß hoffentlich bald Angela Merkel Bundeskanzlerin“ würde.
Herr Lammert weiß schon aus welchem Stall er kommt.
Es ist für die CDU ungeheuer erleichternd nach dem pingeligen Thierse, der sich erdreistete die Partei-Finanzen nach geltender Rechtslage zu überprüfen, daß endlich wieder einer am Drücker sitzt, der freundlich allerlei Augen zudrückt, wenn es um Unkorrektheiten in den Unions-Kassen geht.
Welche Maßstäbe er eigentlich angelegt hat, als er hoppladihopp erklärte, das Ministerpräsident-Mieten sei vollkommen in Ordnung, kann (außer in der CDU) kaum nachvollzogen werden.
Ein Bündnis aus mehreren Organisationen hat die Entscheidung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) kritisiert, das umstrittene Parteiensponsoring bei der CDU zu billigen. Die Organisationen Transparency International Deutschland, LobbyControl, Mehr Demokratie und Campact kritisierten die rechtliche Prüfung und forderten den CDU-Politiker dazu auf, offenzulegen, welche Maßstäbe er bei seiner Entscheidungsfindung angelegt hat.
(ZEIT)
Aber Auskünfte gibt noch nicht einmal die Bundesregierung.
Man erfährt nichts - worüber auch?
"Die Antwortpraxis der Bundesregierung ist skandalös“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, am Freitag in Berlin. Er forderte CDU und CSU zum Schulterschluss mit seiner Partei auf, um gegen diesen Zustand vorzugehen. […]
Beck sagte, der Briefwechsel über die Beschwerden zur Nichtbeantwortung von Fragen fülle bei den Grünen inzwischen Aktenordner. “In der letzten Wahlperiode haben wir in einem Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht die Beantwortung von Anfragen mit Geheimdienstbezug erst rechtlich durchsetzen müssen“, sagte er. Ähnliche Probleme zeichneten sich in dieser Wahlperiode bei Fragen zu bundeseigenen Unternehmen, insbesondere der Deutschen Bahn, und zur Finanzkontrolle ab. “Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass unsere Möglichkeiten der parlamentarischen Kontrolle ignoriert werden sollen“, erklärte Beck.
(HNA)
Und wenn man gerade denkt die CDU geht gar nicht mehr, kommt irgendwo ein Bosbach-Lichtlein her.
Selbst der CDU-Mann vom konservativen Flügel gibt zu, daß das verweigern von Auskünften nicht so recht demokratischen Gepflogenheiten entspricht.
Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat die Bundesregierung für die schleppende Bearbeitung parlamentarischer Anfragen kritisiert.
"Selbst einfache Fragen von Bundestagsabgeordneten werden oft mehrere Wochen lang liegen gelassen", sagte Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitags-Ausgabe). Dies beeinträchtige die Arbeit des Parlaments. Zudem würden die Anfragen häufig unbefriedigend bearbeitet. "Man freut sich ja schon, wenn die Antwort wenigstens am Rande etwas mit der ursprünglichen Frage zu tun hat", sagte der CDU-Politiker.
(Presseportal)
Das NICHT-Regieren hat die Bundesregierung offenbar so komplett in den Winterschlaf gelegt, daß nun gar nichts mehr getan wird.
Und falls es einer wagen sollte doch etwas zu sagen, oder gar die Bundesregierung zu kritisieren, wird er eben gefeuert.
Es ist Deutschland hier.
Dienstag, 16. Juni 2009
Dummdreistheit siegt.
Beliebt zu werden, zu sein und zu bleiben ist bedauerlicherweise das einzige Ziel vieler Politiker.
Daß dies AUCH ein legitimes Ziel ist, kann man nicht in Abrede stellen, da die Unbeliebten ihre Jobs loswerden.
Beliebtheit ist aber deswegen auch ein Problem, weil der deutsche Urnenpöbel üblicherweise nicht die GUTEN Politiker mag, die intensiv ihren Job machen, Entscheidungen treffen und ohne Rücksicht auf persönliche Animositäten zum Wohle des Landes agieren.
Nein, gerade die Luftikusse, die sich um Entscheidungen drücken, durch Talkshows tingeln, hinter den Kulissen mauscheln und statt dem Wohle des Landes, immer nur den kurzfristigen Interessen der stärksten Lobbygruppen dienen, sind im Volk beliebt.
Köhler, Merkel, Beust - die präsidialen nicht festzulegenden Gummirücken werden gemocht.
Das Paradebeispiel dafür ist Übermutter von der Leyen, die das Magazin ZAPP am 06. Mai so schön mit dem Beitrag „Viel Show und wenig Konkretes“ beschrieb.
Aus dem Beitragsskript:
Ursula von der Leyen telefoniert mit Kind: „Gut, mein Wonnepuss. Sonst geht’s dir gut, mein Liebchen?“ Wonnepuss, Liebchen: Seifige Worte und ihr Lächeln. Bei jeder Gelegenheit. Ursula von der Leyen weiß, wie diese Bilder wirken. Dieter Wonka, Redakteur „Leipziger Volkszeitung“: „Keine lächelt so wie Frau von der Leyen. Egal worum es geht, ob zu den Neonazis oder zur Zahl der Kindergeburten – sie verkauft alles lächelnd.“ Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Sie kann ganz eindeutig sehr charmant sein. Mit diesem umwerfenden Lächeln, das sie dann auch anknipsen kann, glaube ich, macht sie auch eine gute Figur.
Aus ihrem Haus kommt üblicherweise Sinnloses (Internet-STOPP-Schilder), Kontraproduktives (stümperiges Jugendschutzgesetz), dramatisch Schädliches (Herdprämie), Klerikal-Extremes (Ferkelbuch), Serviles (RTL-Show angeblich aus Rücksicht auf die verliehenen Babies verbieten - NACHDEM alle Folgen längst abgedreht sind) oder auch glatt Gelogenes (Zunahme der Geburten 2008).
Dieter Wonka, Redakteur „Leipziger Zeitung“: „Frau von der Leyen sucht sich ja auch die einfachen Themen, die man mal schnell anschieben kann und sich oben draufsetzt als Chef und den Rest machen dann andere Unterlinge, Arbeiter oder Denker. Aber mit denen hat sie dann nichts mehr zu tun. Und wenn man nur so kurz draufguckt und auf die schnelle Schlagzeile hofft, dann kann es halt auch mal sein, dass man daneben greift, wie bei den Geburtenzahlen.“
Dabei schafft es Ernst Albrechts Tochter sich immer selbst optimal in Szene zu setzen - keine Unterhaltungsshow, in der sie noch nicht auftrat, kein Niveau zu dümmlich, als daß nicht noch die Familienministerin in einer Quizsendungs-Jurys dazu grinst.
Gibt es Popularitätspunkte zu sammeln, scheut sie keinen schmutzigen Trick, um ihren Kollegen die Show zu stehlen.
Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Obwohl sie mit anderen Ministerien zusammen dieses Gesetz gestaltet hat, ist sie zuerst vor die Presse getreten. Eine Woche bevor die anderen da waren und hatte wieder den großen Auftritt - diese Bühne. Und hat das dann auch genutzt und die anderen waren erst eine Woche später dran, als das Thema schon wieder ein wenig abgeflacht war. Also die Bugwelle, die nimmt sie für sich immer in Anspruch. Als die Bugwelle abgeebbt ist, dürfen auch die Kollegen mit auf’s Foto. Sofern von der Leyen sie rechtzeitig informiert. Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz: „Sie können doch mir mal Bescheid sagen, dass Sie hochgehen!“ Die Stimmung auf dem Podium vergiftet, dabei wollten sich alle nur im Kampf für das Gute präsentieren. Doch wieder gibt von der Leyen den Ton an. Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Das ist natürlich für die anderen Minister und die daran beteiligt sind, nicht ganz unproblematisch, wenn immer nur die Strahlelfrau gehypet wird. Und als die Mutter aller guter Dinge sich verkauft. Und die anderen kriegen nur ein paar Krümelchen und Brotsamen ab. Das mag natürlich kein Minister, wenn er so im Schatten einer anderen Kollegin surfen muss.“
Läuft etwas aus dem Ruder, also beispielsweise ihre Geburtenzunahme-Lüge aufgedeckt wird, taucht sie ab, schickt Staatssekretäre vor - Hauptsache nicht mit negativen Nachrichten assoziiert werden.
Gestern trieb es die Frau, die niemanden so liebt wie sich selbst so weit, daß sich selbst ihre Claqueure von der Springerpresse irritiert die Augen rieben.
Matthias Iken vom Hamburger Abendblatt schrieb euphemistisch:
Seltsamer Auftritt einer Ministerin und mutmaßte sie bewerbe sich um die Ehrenmitgliedschaft bei Ver.di..
Was war geschehen?
20.000 streikende Kindergärtnerinnen versammelten sich in Köln, obwohl ihr Tarifvertrag bis 2011 gilt und somit Friedenspflicht herrscht.
Eltern sind genervt und die klammen Kommunen wissen nicht, woher sie mehr Geld nehmen sollten.
Entsprechend verärgert reagierte der Städte- und Gemeindebund auf liebesdienerische Auftritte der Bundespolitiker.
An der Spitze Ursula von der Leyen, deren Haus sich vornehm bei der Bezahlung der Erzieherinnen zurück hält; sie trat vor der protestierenden Menge, machte sich lieb Kind und krakelte:
"Sie haben unsere Solidarität.“
Den Kommunen, die die Zeche zu zahlen haben, fiel sie damit in den Rücken und blies sich zum Lafontaine auf:
Selber nichts leisten, aber vollmundig mehr Geld fordern, das aber andere aufbringen müssen.
Politikerinnen dieses Schlages kann sich Deutschland nicht leisten - ein angemessener Beliebtheitswert auf der -5/+5-Skale wäre „-4,9“
Vorausgesetzt Deutschland hätte Wähler, die Gehirne besäßen.
In der wirklichen Realität ist von der Leyen die fünftbeliebteste Politerin in ganz Deutschland.
Daß dies AUCH ein legitimes Ziel ist, kann man nicht in Abrede stellen, da die Unbeliebten ihre Jobs loswerden.
Beliebtheit ist aber deswegen auch ein Problem, weil der deutsche Urnenpöbel üblicherweise nicht die GUTEN Politiker mag, die intensiv ihren Job machen, Entscheidungen treffen und ohne Rücksicht auf persönliche Animositäten zum Wohle des Landes agieren.
Nein, gerade die Luftikusse, die sich um Entscheidungen drücken, durch Talkshows tingeln, hinter den Kulissen mauscheln und statt dem Wohle des Landes, immer nur den kurzfristigen Interessen der stärksten Lobbygruppen dienen, sind im Volk beliebt.
Köhler, Merkel, Beust - die präsidialen nicht festzulegenden Gummirücken werden gemocht.
Das Paradebeispiel dafür ist Übermutter von der Leyen, die das Magazin ZAPP am 06. Mai so schön mit dem Beitrag „Viel Show und wenig Konkretes“ beschrieb.
Aus dem Beitragsskript:
Ursula von der Leyen telefoniert mit Kind: „Gut, mein Wonnepuss. Sonst geht’s dir gut, mein Liebchen?“ Wonnepuss, Liebchen: Seifige Worte und ihr Lächeln. Bei jeder Gelegenheit. Ursula von der Leyen weiß, wie diese Bilder wirken. Dieter Wonka, Redakteur „Leipziger Volkszeitung“: „Keine lächelt so wie Frau von der Leyen. Egal worum es geht, ob zu den Neonazis oder zur Zahl der Kindergeburten – sie verkauft alles lächelnd.“ Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Sie kann ganz eindeutig sehr charmant sein. Mit diesem umwerfenden Lächeln, das sie dann auch anknipsen kann, glaube ich, macht sie auch eine gute Figur.
Aus ihrem Haus kommt üblicherweise Sinnloses (Internet-STOPP-Schilder), Kontraproduktives (stümperiges Jugendschutzgesetz), dramatisch Schädliches (Herdprämie), Klerikal-Extremes (Ferkelbuch), Serviles (RTL-Show angeblich aus Rücksicht auf die verliehenen Babies verbieten - NACHDEM alle Folgen längst abgedreht sind) oder auch glatt Gelogenes (Zunahme der Geburten 2008).
Dieter Wonka, Redakteur „Leipziger Zeitung“: „Frau von der Leyen sucht sich ja auch die einfachen Themen, die man mal schnell anschieben kann und sich oben draufsetzt als Chef und den Rest machen dann andere Unterlinge, Arbeiter oder Denker. Aber mit denen hat sie dann nichts mehr zu tun. Und wenn man nur so kurz draufguckt und auf die schnelle Schlagzeile hofft, dann kann es halt auch mal sein, dass man daneben greift, wie bei den Geburtenzahlen.“
Dabei schafft es Ernst Albrechts Tochter sich immer selbst optimal in Szene zu setzen - keine Unterhaltungsshow, in der sie noch nicht auftrat, kein Niveau zu dümmlich, als daß nicht noch die Familienministerin in einer Quizsendungs-Jurys dazu grinst.
Gibt es Popularitätspunkte zu sammeln, scheut sie keinen schmutzigen Trick, um ihren Kollegen die Show zu stehlen.
Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Obwohl sie mit anderen Ministerien zusammen dieses Gesetz gestaltet hat, ist sie zuerst vor die Presse getreten. Eine Woche bevor die anderen da waren und hatte wieder den großen Auftritt - diese Bühne. Und hat das dann auch genutzt und die anderen waren erst eine Woche später dran, als das Thema schon wieder ein wenig abgeflacht war. Also die Bugwelle, die nimmt sie für sich immer in Anspruch. Als die Bugwelle abgeebbt ist, dürfen auch die Kollegen mit auf’s Foto. Sofern von der Leyen sie rechtzeitig informiert. Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz: „Sie können doch mir mal Bescheid sagen, dass Sie hochgehen!“ Die Stimmung auf dem Podium vergiftet, dabei wollten sich alle nur im Kampf für das Gute präsentieren. Doch wieder gibt von der Leyen den Ton an. Barbara Kostolnik, Reporterin ARD-Hauptstadtstudio: „Das ist natürlich für die anderen Minister und die daran beteiligt sind, nicht ganz unproblematisch, wenn immer nur die Strahlelfrau gehypet wird. Und als die Mutter aller guter Dinge sich verkauft. Und die anderen kriegen nur ein paar Krümelchen und Brotsamen ab. Das mag natürlich kein Minister, wenn er so im Schatten einer anderen Kollegin surfen muss.“
Läuft etwas aus dem Ruder, also beispielsweise ihre Geburtenzunahme-Lüge aufgedeckt wird, taucht sie ab, schickt Staatssekretäre vor - Hauptsache nicht mit negativen Nachrichten assoziiert werden.
Gestern trieb es die Frau, die niemanden so liebt wie sich selbst so weit, daß sich selbst ihre Claqueure von der Springerpresse irritiert die Augen rieben.
Matthias Iken vom Hamburger Abendblatt schrieb euphemistisch:
Seltsamer Auftritt einer Ministerin und mutmaßte sie bewerbe sich um die Ehrenmitgliedschaft bei Ver.di..
Was war geschehen?
20.000 streikende Kindergärtnerinnen versammelten sich in Köln, obwohl ihr Tarifvertrag bis 2011 gilt und somit Friedenspflicht herrscht.
Eltern sind genervt und die klammen Kommunen wissen nicht, woher sie mehr Geld nehmen sollten.
Entsprechend verärgert reagierte der Städte- und Gemeindebund auf liebesdienerische Auftritte der Bundespolitiker.
An der Spitze Ursula von der Leyen, deren Haus sich vornehm bei der Bezahlung der Erzieherinnen zurück hält; sie trat vor der protestierenden Menge, machte sich lieb Kind und krakelte:
"Sie haben unsere Solidarität.“
Den Kommunen, die die Zeche zu zahlen haben, fiel sie damit in den Rücken und blies sich zum Lafontaine auf:
Selber nichts leisten, aber vollmundig mehr Geld fordern, das aber andere aufbringen müssen.
Politikerinnen dieses Schlages kann sich Deutschland nicht leisten - ein angemessener Beliebtheitswert auf der -5/+5-Skale wäre „-4,9“
Vorausgesetzt Deutschland hätte Wähler, die Gehirne besäßen.
In der wirklichen Realität ist von der Leyen die fünftbeliebteste Politerin in ganz Deutschland.
Dienstag, 21. April 2009
Übermacht!
Konfessionslose haben inzwischen Katholen und Protestanten überflügelt und bilden - religiös betrachtet - den größten Block in Deutschland - so heterogen dieser Block auch sein mag.
Und sie werden immer mehr.
Die NICHT einer christlichen oder anderen Glaubensgemeinschaft Zugehörigen - um einmal das problematisch definierte Wort „Atheist“ zu vermeiden - zeigen dabei in der Regel einen höchst unterentwickelten missionarischen Eifer.
Das liegt in der Natur der Sache - Konfessionslose sind a priori toleranter, diffamieren nicht - schon gar nicht in einer so perfiden und gemeingefährlichen Weise wie es beispielsweise ein Bischof Mixa tut.
Der Nicht- oder Nicht-mehr-Christ ist stärker der individuellen Freiheit zugeneigt und reagiert kritischer auf ein aufoktroyiertes Regelwerk.
Er mag sich im Allgemeinen weniger als Kirchenmitglieder mit einem schizophrenen Status Quo abfinden. Von den 24 Millionen deutschen Katholiken dürfte nur ein marginaler Teil mit der päpstlichen Kondom-Linie übereinstimmen.
Kein (katholischer) Mensch akzeptiert heute noch, daß ein Arzt oder eine Lehrerin gefeuert werden muß, wenn sie sich scheiden läßt und dennoch unterstützen diese 24 Millionen Menschen eine Organisation, die genau das propagiert - und zwar mit Milliarden Euro jedes Jahr.
Diesen Zustand der fortgesetzten Schizophrenie kann ein Kirchenmitglied offensichtlich besser aushalten, als ein freiheitlicher Konfessionsloser.
Die Entscheidung nicht Mitglied einer christlichen Kirche zu sein ist dabei keine zu vernachlässigende Petitesse, sondern ein hohes grundgesetzlich garantiertes Gut:
In der bundesrepublikanischen Praxis findet diese relative Mehrheit der Atheisten allerdings so gut wie keine Entsprechung; in allen gesellschaftlich relevanten Cliquen - Rundfunkräte, öffentliche Verwaltungen, Ethikkommissionen - sitzen wie selbstverständlich die Kirchenvertreter und kein Atheist.
Um irgendein Beispiel heraus zu picken, gucke ich mal in den Rundfunkrat meiner Stadt, den des NDR:
Dort sitzen Claus Everdiking, Erzbistum Hamburg, Sara-Ruth Schumann, Jüdische Gemeinde in Hamburg, Annegrethe Stoltenberg, Diakonisches Werk Hamburg, Eckhard Gorka, Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Cornelia Bührle, Erzbischöfliches Amt Schwerin, Alfons Neumann, Caritas Mecklenburg e.V. und Hans-Peter Strenge, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche.
An der Staatsspitze gibt es überhaupt NUR Christen:
Bundespräsident Köhler, Bundestagspräsident Lammert, Bundesratspräsident Peter Müller, Bundesverfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier, Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Steinmeier - alles Kirchenmitglieder.
Atheisten werden nicht repräsentiert.
Trotz ihrer relativen Bevölkerungsmehrheit haben sie keinen einzigen Feiertag.
Wie kommt es eigentlich, daß sich gegen diese himmelsschreiende Ungerechtigkeit so gut wie kein Widerstand regt?
Dazu berichtete das NDR-Magazin ZAPP in der letzten Woche Erhellendes.
Die vierte Gewalt ist ebenfalls in christlicher Hand.
Religiöse Journalisten sind in der kommentierenden Zunft erheblich überrepräsentiert, wie eine Studie der Uni Münster feststellte:
Karl Gabriel, Professor für Theologie (Uni Münster): „Es ist schon etwas, dass man sich berufen fühlt, in der Öffentlichkeit etwas Wichtiges zu sagen, was man auch irgendwie unterlassen kann.“ Wer glaubt, so die Studie, scheint insgesamt sendungsbewusster zu sein. Mit dieser Eigenschaft landen viele im Journalismus.
Matthias Drobinski, „Süddeutsche Zeitung“: „Tatsächlich glaube ich, dass ein christlicher Hintergrund, ein sehr christliches Leben, eine christliche Ausprägung ein bisschen dazu verleitet, so’n Pathos sich anzueignen, so dieses etwas missionarische – ich möchte etwas vermitteln.“
So kommt es dann, daß all die Nasen, die uns aus relevantesten ZDF-Sendungen politisch begleiten auch als christliche Aktivisten agieren.
Bettina Schausten, Innenpolitik-Chefin, ZDF: „Der Journalist soll ja öfter mal entscheiden, über gut und böse. Und da hilft ein gutes Wertegerüst, das nicht nur aus dem Bauch entscheiden zu müssen, sondern da eine gewisse Linie zu haben, die mein Glaube mitbringt.“ Peter Frey, Hauptstadtstudio-Leiter, ZDF: „Vielleicht ist die Annäherung an bestimmte Themen und auch an bestimmte Menschen, wie man auf Menschen zugeht. Das kann man ja nicht raus lassen.“ Nicht nur studierte Theologen, wie der Journalist Peter Hahne – vermitteln gern ihre Sonntagsgedanken.
Elmar Theveßen, Stellvertretender Chefredakteur ZDF, der uns spätestens seit 9/11 als Terrorismus-Experte ein wohlvertrautes Gesicht ist, verkündet daneben als knüppelharter Katholik:
„Gottlose Gesellschaften sind fruchtbarer Boden für politischen und religiösen Extremismus, die Diktatur des Relativismus ist sein Dünger!“
Da ist der nette Herr Theveßen, der treuherzig verkündet, beruflich müsse er „religionsblind“ sein schon ganz auf der Linie Mixa und Ratzinger.
So sehr sollte man sich als Konfessionsloser als nicht wundern, daß quasi kein namhafter Journalist den entsetzlichen Lügen eines Mixa entgegen tritt.
Und was beschwert sich eigentlich der hessische Ministerpräsident über das angeblich linkslastige ZDF?
Was denn noch, Herr Koch?
Und sie werden immer mehr.
Die NICHT einer christlichen oder anderen Glaubensgemeinschaft Zugehörigen - um einmal das problematisch definierte Wort „Atheist“ zu vermeiden - zeigen dabei in der Regel einen höchst unterentwickelten missionarischen Eifer.
Das liegt in der Natur der Sache - Konfessionslose sind a priori toleranter, diffamieren nicht - schon gar nicht in einer so perfiden und gemeingefährlichen Weise wie es beispielsweise ein Bischof Mixa tut.
Der Nicht- oder Nicht-mehr-Christ ist stärker der individuellen Freiheit zugeneigt und reagiert kritischer auf ein aufoktroyiertes Regelwerk.
Er mag sich im Allgemeinen weniger als Kirchenmitglieder mit einem schizophrenen Status Quo abfinden. Von den 24 Millionen deutschen Katholiken dürfte nur ein marginaler Teil mit der päpstlichen Kondom-Linie übereinstimmen.
Kein (katholischer) Mensch akzeptiert heute noch, daß ein Arzt oder eine Lehrerin gefeuert werden muß, wenn sie sich scheiden läßt und dennoch unterstützen diese 24 Millionen Menschen eine Organisation, die genau das propagiert - und zwar mit Milliarden Euro jedes Jahr.
Diesen Zustand der fortgesetzten Schizophrenie kann ein Kirchenmitglied offensichtlich besser aushalten, als ein freiheitlicher Konfessionsloser.
Die Entscheidung nicht Mitglied einer christlichen Kirche zu sein ist dabei keine zu vernachlässigende Petitesse, sondern ein hohes grundgesetzlich garantiertes Gut:
Artikel 4 (1)
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die
Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
Bekenntnisses sind unverletzlich.
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die
Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
Bekenntnisses sind unverletzlich.
In der bundesrepublikanischen Praxis findet diese relative Mehrheit der Atheisten allerdings so gut wie keine Entsprechung; in allen gesellschaftlich relevanten Cliquen - Rundfunkräte, öffentliche Verwaltungen, Ethikkommissionen - sitzen wie selbstverständlich die Kirchenvertreter und kein Atheist.
Um irgendein Beispiel heraus zu picken, gucke ich mal in den Rundfunkrat meiner Stadt, den des NDR:
Dort sitzen Claus Everdiking, Erzbistum Hamburg, Sara-Ruth Schumann, Jüdische Gemeinde in Hamburg, Annegrethe Stoltenberg, Diakonisches Werk Hamburg, Eckhard Gorka, Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Cornelia Bührle, Erzbischöfliches Amt Schwerin, Alfons Neumann, Caritas Mecklenburg e.V. und Hans-Peter Strenge, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche.
An der Staatsspitze gibt es überhaupt NUR Christen:
Bundespräsident Köhler, Bundestagspräsident Lammert, Bundesratspräsident Peter Müller, Bundesverfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier, Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Steinmeier - alles Kirchenmitglieder.
Atheisten werden nicht repräsentiert.
Trotz ihrer relativen Bevölkerungsmehrheit haben sie keinen einzigen Feiertag.
Wie kommt es eigentlich, daß sich gegen diese himmelsschreiende Ungerechtigkeit so gut wie kein Widerstand regt?
Dazu berichtete das NDR-Magazin ZAPP in der letzten Woche Erhellendes.
Die vierte Gewalt ist ebenfalls in christlicher Hand.
Religiöse Journalisten sind in der kommentierenden Zunft erheblich überrepräsentiert, wie eine Studie der Uni Münster feststellte:
Karl Gabriel, Professor für Theologie (Uni Münster): „Es ist schon etwas, dass man sich berufen fühlt, in der Öffentlichkeit etwas Wichtiges zu sagen, was man auch irgendwie unterlassen kann.“ Wer glaubt, so die Studie, scheint insgesamt sendungsbewusster zu sein. Mit dieser Eigenschaft landen viele im Journalismus.
Matthias Drobinski, „Süddeutsche Zeitung“: „Tatsächlich glaube ich, dass ein christlicher Hintergrund, ein sehr christliches Leben, eine christliche Ausprägung ein bisschen dazu verleitet, so’n Pathos sich anzueignen, so dieses etwas missionarische – ich möchte etwas vermitteln.“
So kommt es dann, daß all die Nasen, die uns aus relevantesten ZDF-Sendungen politisch begleiten auch als christliche Aktivisten agieren.
Bettina Schausten, Innenpolitik-Chefin, ZDF: „Der Journalist soll ja öfter mal entscheiden, über gut und böse. Und da hilft ein gutes Wertegerüst, das nicht nur aus dem Bauch entscheiden zu müssen, sondern da eine gewisse Linie zu haben, die mein Glaube mitbringt.“ Peter Frey, Hauptstadtstudio-Leiter, ZDF: „Vielleicht ist die Annäherung an bestimmte Themen und auch an bestimmte Menschen, wie man auf Menschen zugeht. Das kann man ja nicht raus lassen.“ Nicht nur studierte Theologen, wie der Journalist Peter Hahne – vermitteln gern ihre Sonntagsgedanken.
Elmar Theveßen, Stellvertretender Chefredakteur ZDF, der uns spätestens seit 9/11 als Terrorismus-Experte ein wohlvertrautes Gesicht ist, verkündet daneben als knüppelharter Katholik:
„Gottlose Gesellschaften sind fruchtbarer Boden für politischen und religiösen Extremismus, die Diktatur des Relativismus ist sein Dünger!“
Da ist der nette Herr Theveßen, der treuherzig verkündet, beruflich müsse er „religionsblind“ sein schon ganz auf der Linie Mixa und Ratzinger.
So sehr sollte man sich als Konfessionsloser als nicht wundern, daß quasi kein namhafter Journalist den entsetzlichen Lügen eines Mixa entgegen tritt.
Und was beschwert sich eigentlich der hessische Ministerpräsident über das angeblich linkslastige ZDF?
Was denn noch, Herr Koch?
Dienstag, 24. März 2009
FDPCDUSPD
Wenn Westerwelle das Rotlicht einer Fernsehkamera sieht, holt er gerne zum verbalen Rundumschlag aus.
Wer das Glück hat nicht schon auf den Anblick des FDP-Chefs pawlowsch mit Brechdurchfall zu reagieren wird immer wieder Zeuge der wundersamen schildbürgerlichen Weltsicht, die Gaga-Guido dem Auditorium verkündet.
Heute wurden sogenannte „Eckpunkte“ (was auch immer das Wort bedeuten mag) des FDP-Wahlprogramms bekannt.
Zunächst einmal müßten radikal Steuern gesenkt werden, schallt es einem wenig überraschend entgegen. Woher angesichts einer 50-Milliarden-Neuverschuldung das Geld dafür mitten in der Krise herkommen soll, bleibt natürlich im Dunkeln.
Vermutlich wird der FDP-Chef mit den gelb-bedruckten Schuhsohlen die verlorenen Milliarden herbei hexen.
Daß man die FDP in Steuerfragen nicht ernst nehmen darf und kann, zeigt ein Blick zurück.
Es war immer die FDP, die in der Regierung saß, wenn die Steuern und Abgaben und Lohnnebenkosten in unendliche Höhen geschraubt wurden.
Die Einkommensteuer lag mal unter Kohl bei Eingangssteuersatz 25,9 % (ab 1996) und Spitzensteuersatz 56%.
Als Schröder 2005 ging, waren wir bei 15 % und 42 % und das bei höheren Freibeträgen!
Das hat Rot/Grün durchgeprügelt und zwar gegen Merkel und Westerwelle, die im Bundesrat hockten und alle ihre Schäfchen immer nur ein „Njet“ aufsagen ließen.
Hochgetrieben wurden die Steuern dagegen in den vorherigen 29 Jahren Dauerregierungsbeteiligung der FDP.
Daran können ja nun schwerlich die SPD oder gar die Grünen Schuld gewesen sein.
Zur Bankenkrise irrlichtert die Partei mit einem besonders grotesken Vorschlag umher:
Die FDP fordert einen Reprivatisierungsrat zum Ende der Krise.
Das ist heuschreckophiler Lobbyismus in Reinkultur: Nachdem die von der FDP bewunderten Banker den Karren so richtig in den Dreck gefahren haben und der Steuerzahler für hunderte von Milliarden Verluste aufkommen mußte, soll sicher gestellt werden, daß eventuell mal wieder anfallenden Gewinne wieder bei den Raffkes à la HRE-Ruinierer Funke, Lehmann-Zerstörer Fuld und Postbank-Zugrunderichter Wolfgang Klein landen.
Reichlich bizarr auch Westerwelles Darstellung, daß der Staat über „Geld wie Heu“ verfüge, es aber „verplempert“. Dass Sozialismus nicht „von jetzt auf gleich“ komme, „sondern immer schleichend“ - von Antidiskriminierungsgesetz über Mindestlohn und Unternehmenssteuerreform bis neuer Erbschaftsteuer („Neidreform“).
„Das ist mir zu viel DDR light.“ „Ich möchte mit der Union regieren.“ Aber: „Ich will eine andere Republik“ - nämlich eine, die „nicht immer näher an die SPD“ rücke; so der ehemalige Top-Clown aus dem Guido-Mobil, der die Spaßpartei propagierte.
Es ist ein immer wieder beliebter Vorwurf, daß CDU und SPD ununterscheidbar würden; ein Vorwurf, den dieselben Leute erheben, die auch meinen, daß die große Koalition handlungsunfähig sei, weil sie einfach zu unterschiedlich wären.
In der Tat sind CDU und SPD aber in vielen Punkten diametral anderer Auffassung, wie es sich insbesondere immer wieder bei den sogenannten „moralischen Fragen“ zeigt.
Die CDU trägt das „C“ nicht nur aus nostalgischen Gründen immer noch im Namen, sondern macht sich auf vielen Themenfeldern christliche Positionen zu Eigen - nämlich immer dann, wenn es darum geht den Menschen möglichst großen Schaden zuzufügen.
Ganz wie es der Papst vorgibt, der mit seiner Politik möglichst viele Menschen in die HIV-Infektion treiben will, dem Sex-Wahn frönt und durch seine Zölibat-Besessenheit pädophile Übergriffe seiner Hirten auf seine Schäfchen fördert.
Die CDU tut das Ihrige, indem sie
a) Den Menschen einen selbstbestimmten Tod verweigern möchte, um ihnen eine möglichst lange Zeit der Qualen in den Fängen der Apparatemedizin zu verschaffen
b) Massiv dafür eintritt, daß schwangere Frauen in Nöte gedrängt werden und die Abtreibungszahlen von heute gut 100.000 im Jahr wieder auf 400.000 (1971, als es noch keine Fristenlösung gab) herauf geschraubt werden.
c) Suchtkranke massiv in die Kriminalität und Hoffnungslosigkeit abdrängt.(* siehe unten)
d) Den bildungsfernen Schichten möglichst a priori den sozialen Aufstieg ihrer Kinder vereitelt, indem sie durch Herdprämien dafür sorgt, daß der Nachwuchs von bildenden Einflüssen in Kindergärten abgeschottet wird.
e) Millionen Kindern die Zukunft ruiniert durch das Festhalten am total gescheiterten Selektionsschulsystem Chancen eröffnende Bildungseinrichtungen und Restschulen (Hauptschule).
SPD und Grüne haben hier vollkommen andere Überzeugungen und jeder Wähler kann sich aussuchen, was er besser findet.
Nur soll man sich nicht anschießend beschweren, wenn es mit Deutschland bergab geht - die Alternativen wären da gewesen.
* Die CDU blockierte gestern immer noch WIDER BESSERES WISSEN die staatliche Heroinabgabe.
Eichhorn warnte, ein Großteil der rund 140 000 Opiat-Abhängigen, bis zu drei Viertel, könnte das sogenannte Diamorphin auf Kassenkosten beanspruchen: "Aus unserer Sicht ist die Zeit nicht reif, dass wir in die Regelversorgung übergehen."
Schwerstabhängige Kranke, die nun schwerlich die Möglichkeit haben täglich hunderte von Euro auf legalem Wege für ihr Heroin aufzubringen, können nur durch Heroin-Abgabe durch den Staat vor Beschaffungskriminalität und Ansteckungen bewahrt werden. Modelprojekte überall auf der Welt haben das eindeutig bewiesen.
Der angenehme „Nebeneffekt“: Die ganze Gesellschaft bliebt von den Folgen der Kriminalität verschont, Polizei, Knäste und Staatsanwälte müssen nicht mehr sinnlos ihre Zeit verplempern, es gibt weniger Opfer und die Suchtkranken selbst können ein de facto normales Leben führen und so wieder zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft werden.
Oder wie es Wolf Schmidt ausdrückt:
Experten sind überzeugt, dass die Behandlung mit Diamorphin für eine kleine Gruppe von Schwerstabhängigen die einzige ist, die noch Hoffnung verspricht. In sieben deutschen Modellstädten hat sie sich als Erfolg erwiesen. Die Abhängigen, die jahrelang im Sumpf der Drogenszene steckten und bei denen alle sonstigen Therapien mit Ersatzstoffen wie Methadon scheiterten, finden einen Weg zurück in ein halbwegs normales Leben. Die Alternative für diese kleine Gruppe von Süchtigen lautet: dreckiges Heroin von der Straße oder Diamorphin vom Staat. Und das bedeutet: Abstieg in die Kriminalität oder Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Und manchmal ganz einfach nur: Tod oder Leben. 13 von 16 Bundesländern haben deshalb schon im Herbst 2007 eine Zulassung von Diamorphin als Medikament gefordert - die Voraussetzung für eine bundesweite Versorgung von Schwerstabhängigen mit dem künstlichen Heroin. Und obwohl unter diesen Bundesländern mehrere unionsregierte sind, kann sich die Unionsfraktion im Bundestag nicht zu einer Zustimmung durchringen - mit dem fadenscheinigen Argument, es bedürfe erst weiterer Studien. Aus Unionssicht ist das Kalkül klar: Mit Junkies lassen sich keine Wählerstimmen gewinnen. Mit einer harten Haltung gegen das angebliche "Heroin auf Krankenschein" dagegen schon eher. Eine zynische Haltung, die das Leben von Suchtkranken aufs Spiel setzt.
Wer das Glück hat nicht schon auf den Anblick des FDP-Chefs pawlowsch mit Brechdurchfall zu reagieren wird immer wieder Zeuge der wundersamen schildbürgerlichen Weltsicht, die Gaga-Guido dem Auditorium verkündet.
Heute wurden sogenannte „Eckpunkte“ (was auch immer das Wort bedeuten mag) des FDP-Wahlprogramms bekannt.
Zunächst einmal müßten radikal Steuern gesenkt werden, schallt es einem wenig überraschend entgegen. Woher angesichts einer 50-Milliarden-Neuverschuldung das Geld dafür mitten in der Krise herkommen soll, bleibt natürlich im Dunkeln.
Vermutlich wird der FDP-Chef mit den gelb-bedruckten Schuhsohlen die verlorenen Milliarden herbei hexen.
Daß man die FDP in Steuerfragen nicht ernst nehmen darf und kann, zeigt ein Blick zurück.
Es war immer die FDP, die in der Regierung saß, wenn die Steuern und Abgaben und Lohnnebenkosten in unendliche Höhen geschraubt wurden.
Die Einkommensteuer lag mal unter Kohl bei Eingangssteuersatz 25,9 % (ab 1996) und Spitzensteuersatz 56%.
Als Schröder 2005 ging, waren wir bei 15 % und 42 % und das bei höheren Freibeträgen!
Das hat Rot/Grün durchgeprügelt und zwar gegen Merkel und Westerwelle, die im Bundesrat hockten und alle ihre Schäfchen immer nur ein „Njet“ aufsagen ließen.
Hochgetrieben wurden die Steuern dagegen in den vorherigen 29 Jahren Dauerregierungsbeteiligung der FDP.
Daran können ja nun schwerlich die SPD oder gar die Grünen Schuld gewesen sein.
Zur Bankenkrise irrlichtert die Partei mit einem besonders grotesken Vorschlag umher:
Die FDP fordert einen Reprivatisierungsrat zum Ende der Krise.
Das ist heuschreckophiler Lobbyismus in Reinkultur: Nachdem die von der FDP bewunderten Banker den Karren so richtig in den Dreck gefahren haben und der Steuerzahler für hunderte von Milliarden Verluste aufkommen mußte, soll sicher gestellt werden, daß eventuell mal wieder anfallenden Gewinne wieder bei den Raffkes à la HRE-Ruinierer Funke, Lehmann-Zerstörer Fuld und Postbank-Zugrunderichter Wolfgang Klein landen.
Reichlich bizarr auch Westerwelles Darstellung, daß der Staat über „Geld wie Heu“ verfüge, es aber „verplempert“. Dass Sozialismus nicht „von jetzt auf gleich“ komme, „sondern immer schleichend“ - von Antidiskriminierungsgesetz über Mindestlohn und Unternehmenssteuerreform bis neuer Erbschaftsteuer („Neidreform“).
„Das ist mir zu viel DDR light.“ „Ich möchte mit der Union regieren.“ Aber: „Ich will eine andere Republik“ - nämlich eine, die „nicht immer näher an die SPD“ rücke; so der ehemalige Top-Clown aus dem Guido-Mobil, der die Spaßpartei propagierte.
Es ist ein immer wieder beliebter Vorwurf, daß CDU und SPD ununterscheidbar würden; ein Vorwurf, den dieselben Leute erheben, die auch meinen, daß die große Koalition handlungsunfähig sei, weil sie einfach zu unterschiedlich wären.
In der Tat sind CDU und SPD aber in vielen Punkten diametral anderer Auffassung, wie es sich insbesondere immer wieder bei den sogenannten „moralischen Fragen“ zeigt.
Die CDU trägt das „C“ nicht nur aus nostalgischen Gründen immer noch im Namen, sondern macht sich auf vielen Themenfeldern christliche Positionen zu Eigen - nämlich immer dann, wenn es darum geht den Menschen möglichst großen Schaden zuzufügen.
Ganz wie es der Papst vorgibt, der mit seiner Politik möglichst viele Menschen in die HIV-Infektion treiben will, dem Sex-Wahn frönt und durch seine Zölibat-Besessenheit pädophile Übergriffe seiner Hirten auf seine Schäfchen fördert.
Die CDU tut das Ihrige, indem sie
a) Den Menschen einen selbstbestimmten Tod verweigern möchte, um ihnen eine möglichst lange Zeit der Qualen in den Fängen der Apparatemedizin zu verschaffen
b) Massiv dafür eintritt, daß schwangere Frauen in Nöte gedrängt werden und die Abtreibungszahlen von heute gut 100.000 im Jahr wieder auf 400.000 (1971, als es noch keine Fristenlösung gab) herauf geschraubt werden.
c) Suchtkranke massiv in die Kriminalität und Hoffnungslosigkeit abdrängt.(* siehe unten)
d) Den bildungsfernen Schichten möglichst a priori den sozialen Aufstieg ihrer Kinder vereitelt, indem sie durch Herdprämien dafür sorgt, daß der Nachwuchs von bildenden Einflüssen in Kindergärten abgeschottet wird.
e) Millionen Kindern die Zukunft ruiniert durch das Festhalten am total gescheiterten Selektionsschulsystem Chancen eröffnende Bildungseinrichtungen und Restschulen (Hauptschule).
SPD und Grüne haben hier vollkommen andere Überzeugungen und jeder Wähler kann sich aussuchen, was er besser findet.
Nur soll man sich nicht anschießend beschweren, wenn es mit Deutschland bergab geht - die Alternativen wären da gewesen.
* Die CDU blockierte gestern immer noch WIDER BESSERES WISSEN die staatliche Heroinabgabe.
Eichhorn warnte, ein Großteil der rund 140 000 Opiat-Abhängigen, bis zu drei Viertel, könnte das sogenannte Diamorphin auf Kassenkosten beanspruchen: "Aus unserer Sicht ist die Zeit nicht reif, dass wir in die Regelversorgung übergehen."
Schwerstabhängige Kranke, die nun schwerlich die Möglichkeit haben täglich hunderte von Euro auf legalem Wege für ihr Heroin aufzubringen, können nur durch Heroin-Abgabe durch den Staat vor Beschaffungskriminalität und Ansteckungen bewahrt werden. Modelprojekte überall auf der Welt haben das eindeutig bewiesen.
Der angenehme „Nebeneffekt“: Die ganze Gesellschaft bliebt von den Folgen der Kriminalität verschont, Polizei, Knäste und Staatsanwälte müssen nicht mehr sinnlos ihre Zeit verplempern, es gibt weniger Opfer und die Suchtkranken selbst können ein de facto normales Leben führen und so wieder zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft werden.
Oder wie es Wolf Schmidt ausdrückt:
Experten sind überzeugt, dass die Behandlung mit Diamorphin für eine kleine Gruppe von Schwerstabhängigen die einzige ist, die noch Hoffnung verspricht. In sieben deutschen Modellstädten hat sie sich als Erfolg erwiesen. Die Abhängigen, die jahrelang im Sumpf der Drogenszene steckten und bei denen alle sonstigen Therapien mit Ersatzstoffen wie Methadon scheiterten, finden einen Weg zurück in ein halbwegs normales Leben. Die Alternative für diese kleine Gruppe von Süchtigen lautet: dreckiges Heroin von der Straße oder Diamorphin vom Staat. Und das bedeutet: Abstieg in die Kriminalität oder Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Und manchmal ganz einfach nur: Tod oder Leben. 13 von 16 Bundesländern haben deshalb schon im Herbst 2007 eine Zulassung von Diamorphin als Medikament gefordert - die Voraussetzung für eine bundesweite Versorgung von Schwerstabhängigen mit dem künstlichen Heroin. Und obwohl unter diesen Bundesländern mehrere unionsregierte sind, kann sich die Unionsfraktion im Bundestag nicht zu einer Zustimmung durchringen - mit dem fadenscheinigen Argument, es bedürfe erst weiterer Studien. Aus Unionssicht ist das Kalkül klar: Mit Junkies lassen sich keine Wählerstimmen gewinnen. Mit einer harten Haltung gegen das angebliche "Heroin auf Krankenschein" dagegen schon eher. Eine zynische Haltung, die das Leben von Suchtkranken aufs Spiel setzt.
Samstag, 7. März 2009
Strippen ziehen.
Koch, Merkel und Stoiber sind zwar reichlich blass was ihre Regierungsbilanzen angeht, aber in den Disziplinen Mauscheln, meckern und mobben sind sie allesamt ganz groß.
Insbesondere Stoiber zieht noch leidenschaftlich die Strippen, wenn er dabei seinen Rachegelüsten frönen kann.
So mobbte er im Alleingang nach der letzten CSU-Wahlschlappe seine Nachfolger Huber und Beckstein weg - Partei und Land sind ihm dabei ebenso egal, wie sein Renommee.
Auf der Abschussliste des Charaktermieslings steht noch jemand ganz oben: Nikolaus Brender!
War es doch nach seiner Lesart die alleinige Schuld des ZDF-Chefredakteurs, daß der stammelnde Ede 2002 die Wahl gegen Gerd Schröder verlor.
Markus Söder gab schon damals die Parole aus: Nikolaus Brender gehöre „abgesägt“.
Jetzt hat auch die Bundeskanzlerin ihre Dauem gesenkt und will den Unbequemen abschießen.
Brender gilt als maximal-Ärgernis der Union, weil er sich politischer Einflussnahme entzieht, parteipolitisch ungebunden ist und sich kritisch sowohl gegenüber der SPD als auch der CDU gibt. Legendär seine Attacke auf Bundeskanzler Schröder in der Berliner Runde 2005.
Traditionell wird das ZDF aber als CDU-Haussender betrachtet.
Nachdem der CDU-freundliche Intendant Schächter durchgeboxt wurde, erwartete man in Unionskreisen dementsprechend Hofberichterstattung.
Doch Brender verbog sich nicht.
Zeit ein Exempel zu statuieren; schließlich ist ja sonst politisch eigentlich kaum etwas los (oder war da irgendwas?), um das sich Ministerpräsidenten oder Kanzlerin kümmern könnten - da läßt sich trefflich das Fernsehfeld bestellen - wer weiß wie lange im 14-Köpfigen ZDF-Verwaltungsrat die CDU-Mehrheit noch so satt sein wird.
Eigentlich sollten laut Satzung die Mehrheit (8 von 14) der Mitglieder nicht zu den Parteipolitikern gehören: Sie „dürfen weder in einer Regierung noch in einer gesetzgebenden Körperschaft eingebunden sein.“.
Aber wer kümmert sich schon um Regeln, wenn es gilt seine Interessen durchzusetzen! Tatsächlich „staatsfern“, also nicht erkennbar parteipolitisch eingebunden sind nur zwei von 14 Mitgliedern: Der Verleger Dieter Beuermann und Prof. Gerd Zimmermann, Rektor der Bauhaus-Universität Weimar.
Mitglieder sind dort aber gleich sieben Unions-U-Boote:
Roland Koch, Peter Müller, Dr. Edmund Stoiber, Bernd Neumann, Landrat a.D. Hans-Henning Becker-Birck, Staatssekretär a.D. Willi Hausmann, Präsidentin des bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München a.D. , Hildegund Holzheid.
Koch schoss als erster scharf und attackierte Brender direkt und - wie bei Koch üblich - unter strikter Vermeidung der Wahrheit.
ZAPP:
Ausführlich begründet er, warum er den ZDF-Chefredakteur loswerden will. Koch behauptet, dass einige ZDF-Sendungen zahlreiche Zuschauer verloren hätten. Die Quote – für einige Politiker plötzlich der Maßstab für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sie werden jetzt mit fadenscheinigen Argumenten versuchen, seine fachliche Qualifikation anzugreifen.
Die Quote also - eine Argumentation, die er mit falschen Zahlen untermauert.
Kochs Einmischung in Fragen der personellen Struktur in den Abteilungen und Redaktionen des ZDF ist unzulässig. Dem Verwaltungsrat obliegt es, die wirtschaftliche Tätigkeit der Anstalt und die Geschäftsführung des Intendanten zu kontrollieren; Einmischungen in Personalfragen führten in der Vergangenheit in den meisten Fällen zu Konflikten mit der Intendanz.
Michael Jürgs, freier Journalist:
„Der Angriff gegen Brender ist eine unglaubliche Sauerei und das ist eigentlich die Pflicht eines jeden anständigen Journalisten – egal, wo er steht. Rechts, links, Mitte, oben, unten – dagegen Stellung zu beziehen.“
Stellung bezogen tatsächlich in bisher noch nicht dagewesener Form sämtliche ZDF-Größen, die demonstrativ Brender mit einem Brief unterstützen; darin heißt es: „wir unterstützen Sie in Ihrem Entschluss, Nikolaus Brender als ZDF-Chefredakteur für eine weitere Amtszeit zu verlängern. Der Widerstand im ZDF-Verwaltungsrat gegen Ihre Entscheidung zeugt von einer gefährlichen Einmischung der politischen Parteien in die Souveränität unseres Hauses.“ Unterschrieben haben:
Dr. Peter Frey, Leiter Hauptstadtstudio Dr. Eckhart Gaddum, Hauptredaktionsleiter Neue Medien Ekkehardt Gahntz, Hauptredaktionsleiter Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik Dieter Gruschwitz, Hauptredaktionsleiter Sport Maybrit Illner, Moderatorin Dr. Claus Kleber, Erster Moderator heute journal Prof. Guido Knopp, Redaktionsleiter Zeitgeschichte Theo Koll, Hauptredaktionsleiter Außenpolitik Dr. Norbert Lehmann, Redaktionsleiter ZDF-Reporter Dr. Claus Richter, Redaktionsleiter Frontal 21 Ulf Röller, Redaktionsleiter Morgenmagazin Bettina Schausten, Hauptredaktionsleiterin Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik Marietta Slomka, Moderatorin heute journal Elmar Theveßen, Hauptredaktionsleiter Aktuelles
Und Koch droht auch ihnen:
„Ich glaube, keiner der Beteiligten hat sich durch diesen Brief einen Gefallen getan.“
Immer diese Aufmüpfigkeit der CDU-Untergebenen beim TV!
Einst hat man umständlich das Privatfernsehen eingeführt, um devote CDU-Zäpfchen in die Politredaktionen zu holen.
Michael Jürgs beschreibt:
Und es hat ja auch ne Zeit gegeben, wo das private Fernsehen, dargestellt durch diesen Menschen, wie immer der hieß, mit den langen Ohren, Mertes glaub ich - also Kohl-Interviews machte, die hätte man genauso gut auf der Homepage der CDU senden können.“
Gesendet wurde aber bei Sat.1. der vielversprechende Titel: „Zur Sache Kanzler“ Sendungsausschnitt „Moderator: Fühlen Sie sich physisch und gesundheitlich in Form?“ Sendungsausschnitt: „ Moderator: Herr Bundeskanzler, Sie stehen kurz vor Ihrem alljährlichen Fastenurlaub - wie sind Sie persönlich in Form und wie viel Pfund sollen runter? - Vielen Dank, Herr Bundeskanzler und gute Erholung.“
Blöd nur, daß Kohls Gönner Kirch jetzt pleite ist und die Privaten gar nicht mehr über Politik berichten.
Also erinnert sich die CDU wieder an „ihr“ ZDF.
Wenn Koch und Co sich durchsetzen, sind wir wieder ein Stück weiter in der Verblödung des Volkes voran geschritten.
Marcel Reich-Ranicki sagte einmal: „Fernsehen macht Dumme dümmer und Kluge klüger“.
Das ist sicher wahr - sofern es noch Auswahl gibt. Geht es nach der CDU haben „die Klugen“ bald keine Chance mehr.
244 Minuten glotzt der Durchschnitts-Michel täglich.
Über den Klugheitszuwachs dabei kann man nur rätseln angesichts unseres TV-Programms.
Irgendwie lustig, daß wir wieder mal alle Vorurteile und Klischees über Bord werfen müssen, wenn wir über den Atlantik blicken.
Im Land der vermeidlich seichten Unterhaltung, der USA, hat sich das TV längst in die intellektuellen Sphären begeben und es gibt reihenweise richtig gut gemachtes Fernsehen, das seinem Zuseher auch Intelligenz abfordert.
Ein Intelligenz, die dem dumpfen Teutonen-Michel schon abgesendet wurde, so dass er komplexe Produktionen wie „Die Sopranos“ offenbar ohnehin nicht mehr versteht.
Amerikaner gucken noch mehr fern, aber sie gucken besser fern, wie unter anderem Andrian Kreye beschreibt:
Statt das Publikum als Ganzes zu betrachten, wie zu Zeiten des Antennenfernsehens, oder als eine Ansammlung von Nischenzielgruppen, wie im Kabel, hat das US-Fernsehen Inseln geschaffen, auf denen sich gerade gebildete Menschen finden können. Intelligente Unterhaltung Da gibt es Fernsehserien wie "Sopranos", die auf höchstem Niveau dem Kino den Rang ablaufen. Meinungsstarke Nachrichtensender bieten eine politische Heimat. Selbst die großen terrestrischen Sender haben sich auf intelligente Unterhaltung wie "24" verlegt. Dazu kommt der "Obama-Effekt", der die Bürger vor den Bildschirm holt. In Deutschland hat sich dagegen selbst das öffentlich-rechtliche Fernsehen trotz seines Bildungsauftrags vom Bildungsbürgertum verabschiedet. Die großen kollektiven Fernsehereignisse sind Teenagern und ihren sozialdarwinistischen Talentshows wie DSDS oder Senioren und ihren altmodischen Revueshows wie "Wetten...dass ?" vorbehalten. Einzig der Sport kann die Fernsehnation noch einen.
Insbesondere Stoiber zieht noch leidenschaftlich die Strippen, wenn er dabei seinen Rachegelüsten frönen kann.
So mobbte er im Alleingang nach der letzten CSU-Wahlschlappe seine Nachfolger Huber und Beckstein weg - Partei und Land sind ihm dabei ebenso egal, wie sein Renommee.
Auf der Abschussliste des Charaktermieslings steht noch jemand ganz oben: Nikolaus Brender!
War es doch nach seiner Lesart die alleinige Schuld des ZDF-Chefredakteurs, daß der stammelnde Ede 2002 die Wahl gegen Gerd Schröder verlor.
Markus Söder gab schon damals die Parole aus: Nikolaus Brender gehöre „abgesägt“.
Jetzt hat auch die Bundeskanzlerin ihre Dauem gesenkt und will den Unbequemen abschießen.
Brender gilt als maximal-Ärgernis der Union, weil er sich politischer Einflussnahme entzieht, parteipolitisch ungebunden ist und sich kritisch sowohl gegenüber der SPD als auch der CDU gibt. Legendär seine Attacke auf Bundeskanzler Schröder in der Berliner Runde 2005.
Traditionell wird das ZDF aber als CDU-Haussender betrachtet.
Nachdem der CDU-freundliche Intendant Schächter durchgeboxt wurde, erwartete man in Unionskreisen dementsprechend Hofberichterstattung.
Doch Brender verbog sich nicht.
Zeit ein Exempel zu statuieren; schließlich ist ja sonst politisch eigentlich kaum etwas los (oder war da irgendwas?), um das sich Ministerpräsidenten oder Kanzlerin kümmern könnten - da läßt sich trefflich das Fernsehfeld bestellen - wer weiß wie lange im 14-Köpfigen ZDF-Verwaltungsrat die CDU-Mehrheit noch so satt sein wird.
Eigentlich sollten laut Satzung die Mehrheit (8 von 14) der Mitglieder nicht zu den Parteipolitikern gehören: Sie „dürfen weder in einer Regierung noch in einer gesetzgebenden Körperschaft eingebunden sein.“.
Aber wer kümmert sich schon um Regeln, wenn es gilt seine Interessen durchzusetzen! Tatsächlich „staatsfern“, also nicht erkennbar parteipolitisch eingebunden sind nur zwei von 14 Mitgliedern: Der Verleger Dieter Beuermann und Prof. Gerd Zimmermann, Rektor der Bauhaus-Universität Weimar.
Mitglieder sind dort aber gleich sieben Unions-U-Boote:
Roland Koch, Peter Müller, Dr. Edmund Stoiber, Bernd Neumann, Landrat a.D. Hans-Henning Becker-Birck, Staatssekretär a.D. Willi Hausmann, Präsidentin des bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München a.D. , Hildegund Holzheid.
Koch schoss als erster scharf und attackierte Brender direkt und - wie bei Koch üblich - unter strikter Vermeidung der Wahrheit.
ZAPP:
Ausführlich begründet er, warum er den ZDF-Chefredakteur loswerden will. Koch behauptet, dass einige ZDF-Sendungen zahlreiche Zuschauer verloren hätten. Die Quote – für einige Politiker plötzlich der Maßstab für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sie werden jetzt mit fadenscheinigen Argumenten versuchen, seine fachliche Qualifikation anzugreifen.
Die Quote also - eine Argumentation, die er mit falschen Zahlen untermauert.
Kochs Einmischung in Fragen der personellen Struktur in den Abteilungen und Redaktionen des ZDF ist unzulässig. Dem Verwaltungsrat obliegt es, die wirtschaftliche Tätigkeit der Anstalt und die Geschäftsführung des Intendanten zu kontrollieren; Einmischungen in Personalfragen führten in der Vergangenheit in den meisten Fällen zu Konflikten mit der Intendanz.
Michael Jürgs, freier Journalist:
„Der Angriff gegen Brender ist eine unglaubliche Sauerei und das ist eigentlich die Pflicht eines jeden anständigen Journalisten – egal, wo er steht. Rechts, links, Mitte, oben, unten – dagegen Stellung zu beziehen.“
Stellung bezogen tatsächlich in bisher noch nicht dagewesener Form sämtliche ZDF-Größen, die demonstrativ Brender mit einem Brief unterstützen; darin heißt es: „wir unterstützen Sie in Ihrem Entschluss, Nikolaus Brender als ZDF-Chefredakteur für eine weitere Amtszeit zu verlängern. Der Widerstand im ZDF-Verwaltungsrat gegen Ihre Entscheidung zeugt von einer gefährlichen Einmischung der politischen Parteien in die Souveränität unseres Hauses.“ Unterschrieben haben:
Dr. Peter Frey, Leiter Hauptstadtstudio Dr. Eckhart Gaddum, Hauptredaktionsleiter Neue Medien Ekkehardt Gahntz, Hauptredaktionsleiter Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik Dieter Gruschwitz, Hauptredaktionsleiter Sport Maybrit Illner, Moderatorin Dr. Claus Kleber, Erster Moderator heute journal Prof. Guido Knopp, Redaktionsleiter Zeitgeschichte Theo Koll, Hauptredaktionsleiter Außenpolitik Dr. Norbert Lehmann, Redaktionsleiter ZDF-Reporter Dr. Claus Richter, Redaktionsleiter Frontal 21 Ulf Röller, Redaktionsleiter Morgenmagazin Bettina Schausten, Hauptredaktionsleiterin Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik Marietta Slomka, Moderatorin heute journal Elmar Theveßen, Hauptredaktionsleiter Aktuelles
Und Koch droht auch ihnen:
„Ich glaube, keiner der Beteiligten hat sich durch diesen Brief einen Gefallen getan.“
Immer diese Aufmüpfigkeit der CDU-Untergebenen beim TV!
Einst hat man umständlich das Privatfernsehen eingeführt, um devote CDU-Zäpfchen in die Politredaktionen zu holen.
Michael Jürgs beschreibt:
Und es hat ja auch ne Zeit gegeben, wo das private Fernsehen, dargestellt durch diesen Menschen, wie immer der hieß, mit den langen Ohren, Mertes glaub ich - also Kohl-Interviews machte, die hätte man genauso gut auf der Homepage der CDU senden können.“
Gesendet wurde aber bei Sat.1. der vielversprechende Titel: „Zur Sache Kanzler“ Sendungsausschnitt „Moderator: Fühlen Sie sich physisch und gesundheitlich in Form?“ Sendungsausschnitt: „ Moderator: Herr Bundeskanzler, Sie stehen kurz vor Ihrem alljährlichen Fastenurlaub - wie sind Sie persönlich in Form und wie viel Pfund sollen runter? - Vielen Dank, Herr Bundeskanzler und gute Erholung.“
Blöd nur, daß Kohls Gönner Kirch jetzt pleite ist und die Privaten gar nicht mehr über Politik berichten.
Also erinnert sich die CDU wieder an „ihr“ ZDF.
Wenn Koch und Co sich durchsetzen, sind wir wieder ein Stück weiter in der Verblödung des Volkes voran geschritten.
Marcel Reich-Ranicki sagte einmal: „Fernsehen macht Dumme dümmer und Kluge klüger“.
Das ist sicher wahr - sofern es noch Auswahl gibt. Geht es nach der CDU haben „die Klugen“ bald keine Chance mehr.
244 Minuten glotzt der Durchschnitts-Michel täglich.
Über den Klugheitszuwachs dabei kann man nur rätseln angesichts unseres TV-Programms.
Irgendwie lustig, daß wir wieder mal alle Vorurteile und Klischees über Bord werfen müssen, wenn wir über den Atlantik blicken.
Im Land der vermeidlich seichten Unterhaltung, der USA, hat sich das TV längst in die intellektuellen Sphären begeben und es gibt reihenweise richtig gut gemachtes Fernsehen, das seinem Zuseher auch Intelligenz abfordert.
Ein Intelligenz, die dem dumpfen Teutonen-Michel schon abgesendet wurde, so dass er komplexe Produktionen wie „Die Sopranos“ offenbar ohnehin nicht mehr versteht.
Amerikaner gucken noch mehr fern, aber sie gucken besser fern, wie unter anderem Andrian Kreye beschreibt:
Statt das Publikum als Ganzes zu betrachten, wie zu Zeiten des Antennenfernsehens, oder als eine Ansammlung von Nischenzielgruppen, wie im Kabel, hat das US-Fernsehen Inseln geschaffen, auf denen sich gerade gebildete Menschen finden können. Intelligente Unterhaltung Da gibt es Fernsehserien wie "Sopranos", die auf höchstem Niveau dem Kino den Rang ablaufen. Meinungsstarke Nachrichtensender bieten eine politische Heimat. Selbst die großen terrestrischen Sender haben sich auf intelligente Unterhaltung wie "24" verlegt. Dazu kommt der "Obama-Effekt", der die Bürger vor den Bildschirm holt. In Deutschland hat sich dagegen selbst das öffentlich-rechtliche Fernsehen trotz seines Bildungsauftrags vom Bildungsbürgertum verabschiedet. Die großen kollektiven Fernsehereignisse sind Teenagern und ihren sozialdarwinistischen Talentshows wie DSDS oder Senioren und ihren altmodischen Revueshows wie "Wetten...dass ?" vorbehalten. Einzig der Sport kann die Fernsehnation noch einen.
Dienstag, 17. Juni 2008
Wie der liebe Gott wohl die Demenz verteilt?
Das Wort ist lateinischen Ursprungs und bedeutet sowas wie „ohne Geist“.
Etwas hübscher definiert es das Alzheimerforum:
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einen Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.
Soziale und kognitive Fertigkeiten des Hirns nehmen also ab und wenn man ganz gaga schließlich über den Jordan gegangen ist und der freundliche TV-Pathologe einem die Birne aufbohrt, findet er üblicherweise Ablagerungen und Verkalkungen.
Alzheimer ist dabei nur die bekannteste und häufigste Demenz – aber es gibt auch noch viele andere Geistlosigkeiten: Vaskuläre Demenz, Creationismus, CDU-Mitgliedschaft, neurodegenerative Demenz, Fußballfantum, Evanglikalismus, sekundäre Demenz, etc.
In Deutschland sind schon Millionen betroffen und es wird immer mehr Umnachtete geben, da wir auch immer älter werden. An einer Demenz leiden in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen – mit steigender Tendenz.
Die Diagnose ist sehr umständlich – es gibt keinen eindeutigen Bluttest oder ähnliches – aber man sollte frühzeitig zu einem Neurologen gehen, damit eine Therapie rechtzeitig begonnen werden kann. Der Einsatz von Cholinesterasehemmern (ChE-Hemmer) ist beispielsweise bei vaskulären Demenzen vielversprechend.
Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste an einer Demenz, aber zwischen 80 und 90 ist schon fast jeder Dritte betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunehmen wird, erwartet man auch eine Zunahme an Demenzkranken. So rechnen Experten für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen.
Die Quote der Enthirnten wird offenbar immer größer, je älter die betrachtete Gruppe ist, aber das ist nicht der alleinige Grund.
Viele unter 30-Jährige begeben sich in eine Art freiwillige Demenz. So veröffentlichte das NDR-Magazin ZAPP gerade erschreckende Zahlen über das Informationsbedürfnis der Quietscher:
Die Tagesschau um 20.00 Uhr, wurde im ersten Halbjahr 2008 nur noch von durchschnittlich 290.000 jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren gesehen. Die Heute-Nachrichten vom ZDF haben im Schnitt 70.000 Zuschauer aus dieser Zielgruppe zu der über 15 Millionen Menschen gehören.
Laut einer Studie des Hamburger Gewis-Instituts verstehen nur 12 Prozent der Zuschauer jedes Wort und jede Meldung in der Tagesschau. Selbst die, die angeben den Inhalt der Meldungen verstanden zu haben, können sie oft aber nicht wiedergeben.
Zahlen sind dabei ein besonderes Rätsel. Hat der Bund Schulden in Millionen- , Milliarden- oder Billionen-Höhe? Man weiß es nicht.
Dazu passt auch der rasante Auflagenverlust der deutschen Qualitätsdruckerzeugnisse.
Alle seriösen überregionalen Zeitungen und Wochenmagazine zusammen erreichen eine Leserschaft von ungefähr 5 % der Deutschen.
Wobei ich allein schon vier der oben genannten täglich lese und auch kaum der einzige sein dürfte, der mehrere der Blätter abonniert hat. Damit sinkt die absolute Leserschaft natürlich noch weiter ab.
Aber allein die BILD-Zeitung verkauft täglich mehr als 3,5 Millionen Exemplare und brüstet sich mit einer Leserschaft um die 12 Millionen.
Hurra – bald ist ganz Deutschland dement.
Ich frage mich was wohl erst los ist, wenn die Jugend von heute erst in das Alter kommt, in dem auch noch die Alzheimer-Keule zuschlägt.
Allerdings gibt es Ausnahmen.
Hendrikje van Andel-Schipper hatte ihr Hirn als 82-Jährige dem bedeutenden Neuroanatom Gert Holstege vom Medizinischen Zentrum der Universität Groningen vermacht.
Bevor Holstege sein Seziermesser zücken konnte, mußte er sich allerdings gedulden.
Im Jahr 2001 rief Frau van Andel-Schipper ihn noch einmal an und fragte nach, ob er denn immer noch an ihrem Hirn interessiert sei – immerhin war sie gerade 111 geworden und nicht mehr die Jüngste. (Sie starb mit 115 Jahren)
Der Professor war aber interessiert und veröffentlichte nun im Fachblatt Neurobiology of Aging seine Untersuchung, die er schon zu Lebzeiten von Hendrikje van Andel-Schipper begonnen hatte.
Neurologische und psychologische Tests hatten schon erstaunliche Ergebnisse geliefert: Sie war fitter als es Menschen zwischen 60 und 75 gewöhnlich sind. "Schon damals war ich extrem beeindruckt, sie war geistig hellwach", erinnert sich Holstege. "Deshalb habe ich auch erwartet, in ihrem Gehirn nicht viele Probleme zu finden.
Das Ergebnis post mortem war noch eigenartiger: Sie hatte nicht die geringsten feststellbaren Ablagerungen im Hirn. "Es gab auch keine Spur von Arterienverkalkung - weder am Herzen noch im Gehirn", so Holstege. Dass sie starb, lag an einem unentdeckten Magenkrebs.
We have had the opportunity to evaluate the performance of a 112–113-year-old woman and perform full pathological examination of her body immediately after death at the age of 115. The psychological tests revealed that her general performance was above average of healthy adults of 60–75 years. The pathological observations revealed almost no atherosclerotic changes throughout the body. In the brain almost no beta-amyloid plaques or vascular changes were found and only slight accumulation of hyperphosphorylated tau protein with a Braak-stage 2
KEIN PLAQUE! Wenn das BigBrother-Jürgen hören könnte!
Keine Demenz nirgendwo.
Vermutlich würde sie auch problemlos sogar die Tagesschau begreifen.
Etwas hübscher definiert es das Alzheimerforum:
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einen Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.
Soziale und kognitive Fertigkeiten des Hirns nehmen also ab und wenn man ganz gaga schließlich über den Jordan gegangen ist und der freundliche TV-Pathologe einem die Birne aufbohrt, findet er üblicherweise Ablagerungen und Verkalkungen.
Alzheimer ist dabei nur die bekannteste und häufigste Demenz – aber es gibt auch noch viele andere Geistlosigkeiten: Vaskuläre Demenz, Creationismus, CDU-Mitgliedschaft, neurodegenerative Demenz, Fußballfantum, Evanglikalismus, sekundäre Demenz, etc.
In Deutschland sind schon Millionen betroffen und es wird immer mehr Umnachtete geben, da wir auch immer älter werden. An einer Demenz leiden in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen – mit steigender Tendenz.
Die Diagnose ist sehr umständlich – es gibt keinen eindeutigen Bluttest oder ähnliches – aber man sollte frühzeitig zu einem Neurologen gehen, damit eine Therapie rechtzeitig begonnen werden kann. Der Einsatz von Cholinesterasehemmern (ChE-Hemmer) ist beispielsweise bei vaskulären Demenzen vielversprechend.
Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste an einer Demenz, aber zwischen 80 und 90 ist schon fast jeder Dritte betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunehmen wird, erwartet man auch eine Zunahme an Demenzkranken. So rechnen Experten für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen Betroffenen.
Die Quote der Enthirnten wird offenbar immer größer, je älter die betrachtete Gruppe ist, aber das ist nicht der alleinige Grund.
Viele unter 30-Jährige begeben sich in eine Art freiwillige Demenz. So veröffentlichte das NDR-Magazin ZAPP gerade erschreckende Zahlen über das Informationsbedürfnis der Quietscher:
Die Tagesschau um 20.00 Uhr, wurde im ersten Halbjahr 2008 nur noch von durchschnittlich 290.000 jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren gesehen. Die Heute-Nachrichten vom ZDF haben im Schnitt 70.000 Zuschauer aus dieser Zielgruppe zu der über 15 Millionen Menschen gehören.
Wie sie die Straßen langgehen
So selbstverständlich und schön
Cool in der Gegend rumstehen
Wenn man sie sieht, kann man schon neidisch werden
Die Jungen so athletisch und männlich
Und auch die Mädchen sehen phantastisch aus
Manche meinen, sie wären vielleicht etwas dämlich
Doch wer so denkt, kennt sich mit Jungsein nicht aus
Diese rund zwei Prozent Nachrichtenblitzbirnen, die sich überhaupt noch in den seriösen Nachrichten informieren, verstehen leider zum großen Teil nicht worum es geht.
Laut einer Studie des Hamburger Gewis-Instituts verstehen nur 12 Prozent der Zuschauer jedes Wort und jede Meldung in der Tagesschau. Selbst die, die angeben den Inhalt der Meldungen verstanden zu haben, können sie oft aber nicht wiedergeben.
Zahlen sind dabei ein besonderes Rätsel. Hat der Bund Schulden in Millionen- , Milliarden- oder Billionen-Höhe? Man weiß es nicht.
Dazu passt auch der rasante Auflagenverlust der deutschen Qualitätsdruckerzeugnisse.
Alle seriösen überregionalen Zeitungen und Wochenmagazine zusammen erreichen eine Leserschaft von ungefähr 5 % der Deutschen.
Ein paar Auflagen:
"Süddeutsche Zeitung" 443.000
"Frankfurter Allgemeinen" 360.000
Frankfurter Rundschau 160.000
Financial Times Deutschland 100.000
Spiegel/Stern ~ 1 Mio.
"Focus" 730.000
Welt 240.000
Tagesspiegel 150 000
Financial Times Deutschland 100.000
Das sind alles zusammen also nur gute 4 Millionen Leser in toto."Süddeutsche Zeitung" 443.000
"Frankfurter Allgemeinen" 360.000
Frankfurter Rundschau 160.000
Financial Times Deutschland 100.000
Spiegel/Stern ~ 1 Mio.
"Focus" 730.000
Welt 240.000
Tagesspiegel 150 000
Financial Times Deutschland 100.000
Wobei ich allein schon vier der oben genannten täglich lese und auch kaum der einzige sein dürfte, der mehrere der Blätter abonniert hat. Damit sinkt die absolute Leserschaft natürlich noch weiter ab.
Aber allein die BILD-Zeitung verkauft täglich mehr als 3,5 Millionen Exemplare und brüstet sich mit einer Leserschaft um die 12 Millionen.
Hurra – bald ist ganz Deutschland dement.
Ich frage mich was wohl erst los ist, wenn die Jugend von heute erst in das Alter kommt, in dem auch noch die Alzheimer-Keule zuschlägt.
Wenn man es so sieht, kann man Mitleid haben
Und überall hört man die Eltern klagen:
"Mein Gott, was haben wir falsch gemacht?"
"Also wenn Du mich fragst, ich kann's Dir nicht sagen
Aber wenn das mal nichts mit dem System zu tun hat"
Und überall hört man die Eltern klagen:
"Mein Gott, was haben wir falsch gemacht?"
"Also wenn Du mich fragst, ich kann's Dir nicht sagen
Aber wenn das mal nichts mit dem System zu tun hat"
Denn das kommt bestimmt – ein Unglück bleibt nie allein.
Allerdings gibt es Ausnahmen.
Hendrikje van Andel-Schipper hatte ihr Hirn als 82-Jährige dem bedeutenden Neuroanatom Gert Holstege vom Medizinischen Zentrum der Universität Groningen vermacht.
Bevor Holstege sein Seziermesser zücken konnte, mußte er sich allerdings gedulden.
Im Jahr 2001 rief Frau van Andel-Schipper ihn noch einmal an und fragte nach, ob er denn immer noch an ihrem Hirn interessiert sei – immerhin war sie gerade 111 geworden und nicht mehr die Jüngste. (Sie starb mit 115 Jahren)
Der Professor war aber interessiert und veröffentlichte nun im Fachblatt Neurobiology of Aging seine Untersuchung, die er schon zu Lebzeiten von Hendrikje van Andel-Schipper begonnen hatte.
Neurologische und psychologische Tests hatten schon erstaunliche Ergebnisse geliefert: Sie war fitter als es Menschen zwischen 60 und 75 gewöhnlich sind. "Schon damals war ich extrem beeindruckt, sie war geistig hellwach", erinnert sich Holstege. "Deshalb habe ich auch erwartet, in ihrem Gehirn nicht viele Probleme zu finden.
Das Ergebnis post mortem war noch eigenartiger: Sie hatte nicht die geringsten feststellbaren Ablagerungen im Hirn. "Es gab auch keine Spur von Arterienverkalkung - weder am Herzen noch im Gehirn", so Holstege. Dass sie starb, lag an einem unentdeckten Magenkrebs.
We have had the opportunity to evaluate the performance of a 112–113-year-old woman and perform full pathological examination of her body immediately after death at the age of 115. The psychological tests revealed that her general performance was above average of healthy adults of 60–75 years. The pathological observations revealed almost no atherosclerotic changes throughout the body. In the brain almost no beta-amyloid plaques or vascular changes were found and only slight accumulation of hyperphosphorylated tau protein with a Braak-stage 2
KEIN PLAQUE! Wenn das BigBrother-Jürgen hören könnte!
Keine Demenz nirgendwo.
Vermutlich würde sie auch problemlos sogar die Tagesschau begreifen.
Jugend von heute - die Zukunft von morgen
Mit ihren Träumen in der Innenstadt
Beim Essen und Rauchen, zu nichts zu gebrauchen
Mit neuen Klamotten und mehr Taschengeld
Mit ihren Träumen in der Innenstadt
Beim Essen und Rauchen, zu nichts zu gebrauchen
Mit neuen Klamotten und mehr Taschengeld
Abonnieren
Posts (Atom)