TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!
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Freitag, 20. Januar 2012

Brainwashing.

Heute war ich beim Augenarzt und steckte im Wartezimmer mit zweien dieser Klischee-Kinder fest, die von Monika Gruber als „Pablo-Herodes“ charakterisiert, die von taz-Redakteurin Anja Maier in „Lassen sie mich durch, ich bin Mutter!“ portraitiert werden.
Unangenehm und nervtötend, diese kleinen halslosen Ungeheuer mit den schrillen Stimmen in Achterdeck-Phonstärke.

Allerdings hatte ich auch Gelegenheit den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung zu erkunden, da beide Blagen von ihren Erzeugerinnen begleitet wurden.

Es handelte sich um den Typ Mutter, der eine professionelle Indolenz gegenüber den eigenen Leibesfrüchten entwickelt hat. Da können die Ableger mit ihren klebrigen Fingern die größten Verwüstungen* anstellen, ohne daß der Aufmerksamkeitshorizont ihrer dauertelefonierenden Mütter erreicht würde.

* (Das Wartezimmer verfügte über ein Tablett mit Getränken in offenen (!) Karaffen und verschiedenen Gläsern aus echtem Glas! - Böser Fehler!)

Mütter der Sorte blondhaarig, streng mit einer großen goldenen Spange zurück gebunden, Louis Vuitton-Tasche, am Ohr festgewachsenes Smartphone, Schlangenlederstiefeletten, Goldrolex, nicht Guten-Tag-sagend, nicht Türen-schließend, nicht-Rücksicht-nehmend, zehn Zentimeter weiß lackierte Fingernägel; Mütter dieser Klasse verziehen ihre Brut auf absehbare Weise.

Kinder kommen in den seltensten Fällen als Arschlöcher auf die Welt, aber das Problem mit ihnen ist, daß sie ungeheuer beeinflussbar sind und ihre Umwelt extrem auf sie abfärbt.

Ich finde es nicht gut, daß einfach so, jeder Kinder machen darf, ohne daß er über die elementarsten Erziehungsqualifikationen verfügt.
Es hat sich doch offensichtlich noch nicht genug herumgesprochen, daß Säuglinge kaputt gehen können, wenn man sie über den Balkon wirft, daß sie beschädigt werden, wenn man sie in Plastiktüten in der Tiefkühltruhe lagert.

So ein Kindergehirn ist noch polypotent und vielfach formbar.

Religiotische Eltern versuchen mit beachtlichem Erfolg ihre Brut ebenfalls zu religiösisieren.
Die Prägung auf Priester kann nach so einer Gehirnwäsche erstaunliche Ausmaße annehmen.

Wir erfahren das soeben wieder in dem Prozeß gegen Pfarrer Andreas L., der aus dem Problem-Bistum Hildesheim der wahrheitsantagonistischen Bischöfe Trelle und Bongartz stammt.
Die Fakten sind schnell erklärt, da sie weder von Täter noch Opfern bestritten werden.

Andreas L. hat zugegeben, sich zwischen 2004 und 2011 in 280 Fällen an drei Jungen vergangen zu haben, zwei von ihnen waren zu Beginn des Missbrauchs neun Jahre alt. In 223 Fällen soll es sich um schweren Missbrauch gehandelt haben. Er verging sich an ihnen am Tag und am Abend - und manchmal auch morgens vor der Messe.
(Julia Jüttner 19.01.2012)

Man könnte als Atheist auf die Idee verfallen, daß die Eltern von zwei der drei Jungen nun nicht mehr so begeistert von der katholischen Kirche wären, daß vor allem die Jungs selbst nach einem sieben Jahre währenden penetrativen Verhältnis zum Pfarrer, also kontinuierlichen Kopulationen mit dem Gottesmann, beginnend im Alter von neun bis zu 16 Jahren, ein klein wenig missgünstig gegenüber der Kirche wären.

Aber weit gefehlt.

Insbesondere die Mutter der beiden ist besonders fromm und beklagt sich noch heute, daß andere in ihrer Gemeinde schlecht über den Pfarrer geredet hätten. Ihr jüngster Sohn möchte wieder Messdiener werden.

Die Nähe ihrer Söhne, besonders des einen, zum Pfarrer, nein, die sei ihr nicht eigenartig vorgekommen, sagt die Frau im Zeugenstand.
[….] Dass Andreas L. zu diesem Zeitpunkt längst ein Kontaktverbot gegen einen weiteren Jungen einhalten muss, davon habe sie gehört, sich aber nicht weiter darum gekümmert. "Ich beteilige mich nicht an Klatsch und Tratsch in der Gemeinde" [….] "Ich habe es nicht so empfunden, dass er über uns Kontakt zu den Kindern wollte", sagt sie bestimmt. Der Pfarrer habe sich mit ihr anfreunden wollen. Und sie sich ganz offensichtlich mit ihm. Vor Gericht scheint es, als fühle sie sich noch immer auf irgendeine Art mit ihm verbunden. Vielleicht ist es das, was Andreas L. den Missbrauch leicht gemacht hat: Die Hochachtung, die ihm als Pfarrer entgegengebracht wurde.
(Julia Jüttner 19.01.2012)

Die Spon-Autorin Jüttner spricht von „homopädophilen Neigungen des Pfarrers“ für deren Befriedigung die „Jungen herhalten mussten.“

Sie benutzt dabei die Begriffe nicht korrekt und verquickt (zur Freude von Kreuznet und Co) die Begriffe Homosexualität und Pädophilie.

Pädophilie ist aber das sexuelle Interesse an vorpubertären Kindern - unabhängig vom Geschlecht. Es gibt homo-, hetero- und bisexuelle Pädophile; letztere sind aber deutlich seltener als die ersten beiden.
Bezieht sich der Sexualtrieb auf vorpubertäre Jungs spricht man von Androphilie; sind Mädchen vor der Geschlechtsreife Objekt der Begierde, handelt es sich um Gynäkophilie.

Tatsächlich sind übergriffige Sexpastoren aber meistens ephebophil - also sexuell an männlichen Pubertierenden und Heranwachsenden interessiert.
Seltener kommt bei Priestern Parthenophilie vor, also sexuelles Interesse an weiblichen Jugendlichen.

Der Begriff pädophil wird sehr häufig falsch verwendet und ist zudem den Opfern gegenüber beleidigend, da das Wort „Philos“, also Liebe, den falschen Eindruck einer positiven, gegenseitigen Angelegenheit erweckt.
Der angebrachtere Oberbegriff lautet also „Pädosexualität“.

Pädosexualität ist in der Regel nicht der ausschließliche Aspekt der Sexualität eines Mannes.

In mehreren phallometrischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass ein hoher Prozentsatz erwachsener Männer durch präpubertäre Stimuli sexuell erregt wurde. So kam Wolfgang Berner in entsprechenden Studien auf einen Anteil von 25 %.
Im Unterschied zu Pädophilen jedoch interessieren sie sich sexuell in erster Linie für Erwachsene. Ebenso sind Pädophile teils auch durch Erwachsene stimulierbar, interessieren sich aber in erster Linie für Kinder.

(Wolfgang Berner: Pedophilic Sexual Orientation: A Fuzzy Expression. Archivies of Sexual Behavior, 31)

Männliche Homosexualität ist also etwas ganz anderes als Androphilie (vulgo: Pädophilie) und auch etwas anderes als Ephebophilie - allerdings schließen sich diese Veranlagungen nicht gegenseitig aus.

Das gilt genau entsprechend bei Heterosexualität, die etwas anderes als Gynäkophilie und etwas anderes als Parthenophilie ist. Einige Heterosexuelle haben aber zusätzlich auch gynäkophile und/oder parenthophile Neigungen.

Die Häufung ephebophiler Sexualkontakte unter katholischen Priestern hat mehrere Ursachen.

Erstens werden durch die Politik des Vatikans grundsätzlich erheblich mehr homosexuell Fühlende Priester.
Zweitens haben schwule Priester ein grundsätzlich unnatürliches Verhältnis zu ihren Trieben (Zölibat, grundsätzliche Verteufelung von Sex und Homosexualität im besonderen), sie haben also nie gelernt mit ihren Gefühlen umzugehen und befinden sich entwicklungspsychologisch selbst auf dem Stand eines Pubertierenden, neigen also bei ephebophilen Kontakten aus ihrer Sicht zu „Gleichaltrigen“.
Drittens macht ihr Job Gelegenheit. Ihnen werden oft fremde Kinder anvertraut und durch ihre Stellung als Respektsperson können sie sich durch Drohungen vor dem Bekanntwerden ephebophiler Taten schützen.

Diese Zusammenhänge kann man wissen und sollte sie insbesondere als Katholik mit Kindern wissen.
Ich möchte nicht Religion verbieten.

Aber im speziellen Fall der katholischen Kirche, dessen Führer sich so sehr bemühten die Pädophilen unter ihnen vor Strafe zu schützen und ihnen immer wieder neue Kinder zuzuführen, wäre es mehr als angebracht eine Indizierung „FSK 18“ zu fordern.

Gegen den Führer der Katholischen Sekte, Papst Benedikt XVI, liegen beim internationalen Gerichtshof in Den Haag Klagen vor.



Einige Beobachter haben die Zahl der Opfer sexueller Gewalt durch Priester und den Klerus im Laufe der letzten drei Jahrzehnte auf nahezu 100.000 geschätzt; diese Zahl wird sich mit aller Wahrscheinlichkeit noch erhöhen, wenn sich mehr Überlebende melden und die zivilen Behörden ihre Untersuchungen in Lateinamerika, Afrika und Asien aufnehmen.
Die Tatsache, dass der Vatikan seit Langem auf der Grundlage seiner Richtlinien und Verfahren sexuelle Gewalt durch Priester auf eine Art und Weise behandelt, die quasi sicherstellt, dass diese Gewalt weitergehen kann, ist genauso schockierend und in höchstem Maße besorgniserregend wie das Ausmaß und die Schwere dieser Vergehen. Hochrangige Amtsträger im Vatikan, einschließlich Papst Benedikt XVI, hatten entweder Kenntnis von diesen Informationen, die belegten, dass
Untergebene diese Straftaten begingen oder im Begriff waren, sie zu begehen, oder sie haben diese Informationen in einigen Fällen wissentlich ignoriert und somit den übergreifenden Priestern ohne Warnung für die potentiellen Opfer Zugang zu Kindern und verwundbaren Erwachsenen ermöglicht oder sogar erleichtert.
(Aus der SNAP-Klageschrift)

Joseph Ratzinger’s Patronage of the Sexual Crimes of the Clergy Finally, there is the strong suspicion that Dr. Joseph Ratzinger, as Prefect of the Congregation for the Doctrine of the Faith of his church and as pope, has up to the present day systematically covered up the sexual abuse of children and youth and protected the perpetrators, thereby aiding and abetting further sexual violence toward young people in the meaning of Art. 7(1)(g) ICCSt. Meanwhile, it is known that during the last decades, thousands of Catholic priests have sexually abused and raped tens of thousands of children and youth. The following account is limited to the sexual crimes committed in the countries most affected and some examples of the cover-up by the church. It is mainly based on the compilation by Geoffrey Robertson QC, THE CASE OF THE POPE, 2010 (enclosed) and the reports of German and English media.
(Criminal Charges Against Dr. Joseph Ratzinger, Pope of the Roman Catholic Church on grounds of Crimes against Humanity According to Art. 7 ICC Statute: To the Prosecutor The International Criminal Court. Dr. Luis Moreno Ocampo, Maanweg, 174, NL-2516 AB Den Haag.)

Jedem über 18-Jährigen stünde es nach meinem Vorschlag frei in katholische Kirchen zu gehen und allein mit den Priestern zu sein.
Jeder möge dann als Messdiener so viel und ausführlich mit den Geistlichen kopulieren, wie er mag.
Was Erwachsene freiwillig miteinander tun, geht niemanden etwas an.

Einige Tätigkeiten sind aus gutem Grund für Kinder verboten.
Waffen, Glücksspiel, Alkohol, Sex, Autofahren, Wählen, Heiraten, etc.
Es obliegt den Eltern sie davon abzuhalten.

Unglücklicherweise versagen aber viele Eltern dabei ihre Kinder von den Krallen der Katholischen Kirche fernzuhalten.

Ein erschreckendes Beispiel für die Unverantwortlichkeit ist ein Bericht eines Schülers aus der neunten Klasse, der vorgestern im Hamburger Abendblatt veröffentlicht wurde.
Robert Skoruppa heißt der arme Junge, dem seine gewissenlosen Eltern erlaubten mit einem Priester zur Papstmesse nach Berlin zu fahren.
Unfassbar.
Es wäre wenig verwunderlich, wenn der kleine Robert zur Einschulung Zigarren bekommen hätte und an seinem zehnten Geburtstag eine Kiste seines Lieblings-Whiskys von Papa gereicht bekommen hätte.
Das Brainwashing hat groteske Züge angenommen.

Der Kleine fasst das erlebte Grauen in eigene Worte:

Die Sitzplätze waren so unterteilt, dass vorne der Altar war, wo der Papst, die Bischöfe und einige Priester saßen, auf dem Spielrasen in der Mitte befanden sich Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff.
[…] Vor der heiligen Messe kam der Papst dann mit dem Papamobil an. Sofort sind alle Menschen aufgestanden, um ihn zu begrüßen und ein Foto zu schießen.
In diesen Augenblicken sah es von Weitem so aus, als würden Millionen von funkelnden Sternen das ganze Stadion erhellen.
[…] Bei der Kommunionausteilung bat mich ein Pfarrer, seinen großen Regenschirm zu halten. Der Schirm war für die Menschen, die die heilige Kommunion empfangen wollten, ein Zeichen, zu dem sie hinkommen konnten. Der Pfarrer war so nett, dass er mir den Schirm sogar als Andenken schenkte.
[…] Nach der heiligen Messe haben wir uns dann alle am Bus vor dem Stadion versammelt und fuhren glücklich und überwältigt nach Hause.
Dieser Tag hat mir wirklich sehr gefallen und ich werde so etwas vielleicht nicht noch mal erleben. Es war ein Tag voller wunderbarer Eindrücke.
(HH Abla 18.01.12)

Ich denke hier kann nur noch eine lange, intensive Psychotherapie helfen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Montag, 9. Januar 2012

Wenn alte Männer (sich) hassen.

Jetzt bin ich aber echt langsam genervt!

Ich fühle mich ernsthaft homosexuell belästigt. Dauernd muß man sich mit dem Thema rumärgern. Dabei interessiert es mich gar nicht besonders - so wie mich generell nicht interessiert, was die Leute in ihren Schlafzimmern treiben.

Neulich hat mal ein Kathole in einer Talkshow empört von einem „Dammbruch“ (eine in dem Zusammenhang etwas verunglückte Metapher) gesprochen, den die „Homo-Ehe“ darstelle. Was komme dann als Nächstes? Die Ehe zu dritt? Dann könne man wohl auch bald seinen Schäferhund heiraten oder seinen Bruder!

Lassen wir mal den Schäferhund weg, weil ich meine, eine Ehe darf nur freiwillig eingegangen werden (und wer weiß schon genau was ein Schäferhund insgeheim denkt), aber ansonsten: Why not?
Ich kann prinzipiell kein moralisches Problem dabei erkennen, wenn drei, vier oder sieben Leute miteinander verheiratet wären.

Mit dem Statement möchte ich eigentlich die Diskussion abschließen.

Aber diese homomanischen Kleriker können es ja einfach nicht lassen. Dauernd hauen die wieder solche Klopper raus, die man einfach nicht unkommentiert lassen kann.
Jetzt war es wieder mal der Pontifex Maximus, den man unglücklicherweise nicht ignorieren kann, weil er für 1,2 Milliarden Katholiken spricht.

"Papst Benedikt XVI. hat vor dem Untergang der Menschheit gewarnt, sollten Regierungen Schwule und Lesben gesetzlich gleichstellen.
Schwule und Lesben könnten die Welt in den Abgrund reißen, warnte der Papst."


ABSOLUT ÜBERZEUGEND, Herr Ratz!

Da bin ich noch a posteriori stolz auf unsere wackeren Parlamentarier, die Ihren Weisheiten stehend applaudierten!

Das ist das Schlimme daran.
Spräche der Chefkathole in seinem bunten Kleid und den roten Schühchen nur zu seinen Schäfchen, die sich das freiwillig anhörten, hätte ich keinerlei Probleme mit solchen Äußerungen.

Aber solche Leute werden von Steuergeldern bezahlt, maßen sich an für die gesamte Menschheit zu sprechen und werden zu allem Übel auch noch so hofiert, daß kein Rundfunkrat, keine Schwangerenberatung, keine Talkshows und auch keine Ethikkommission ohne sie auskommt.

Kurioserweise hat man dabei durchaus mal leicht kritische Anmerkungen zur Qualifikation Kardinal Marx‘ für Angela Merkels Atom-Ethikkommission gelesen. Was wisse denn ein Theologe über Atomphysik?
Berechtigte Frage.
Aber eigentlich liegt doch die Frage, was eigentlich alte zölibatäre Männer, die nichts mit Frauen zu tun haben wollen und immer mal wieder mit Päderasten-Skandalen auffallen, eigentlich als Sexualmoralisten qualifiziert, viel näher.

Papst und Katholische Kirche mischen sich aber mehr und mehr massiv in die Gesetzgebung ein, um ihre homophoben Vorstellungen FÜR ALLE durchzudrücken.

Und nun also der nächste Ausfall des Hetzers aus Rom.
Heute legte er beim traditionellen nachweihnachtlichen Empfang vor Diplomaten im Vatikan noch mal eine ordentliche Schippe Hass nach; ich zitiere Radio Vatikan:

Die Ehe, schärft der Papst den Diplomaten aus 178 Ländern ein, ist eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Das sei nicht bloß gesellschaftliche Konvention, sondern „die Grundzelle der ganzen Gesellschaft“. Deshalb bedroht eine Politik, die die Familie gefährdet, letztlich „die Zukunft der Menschheit selbst“.
(RV.va 09.01.12)

Außer einem klaren Ziel wie dem, die Jugendlichen zu einer vollen Kenntnis der Realität und damit der Wahrheit zu führen, braucht die Erziehung auch Räume. Unter diesen steht die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete Familie an erster Stelle. Es handelt sich dabei nicht um eine bloße gesellschaftliche Konvention, sondern um die Grundzelle der ganzen Gesellschaft. Folglich bedroht eine Politik, welche die Familie gefährdet, die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst. Der familiäre Rahmen ist grundlegend auf dem Erziehungsweg und für die Entwicklung der Individuen und der Staaten; demnach ist eine Politik notwendig, die den Wert der Familie betont und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Dialog unterstützt. […]
Generell bin ich, vor allem mit Blick auf die westliche Welt, davon überzeugt, dass Gesetzesmaßnahmen, welche die Abtreibung aus persönlichen Motiven der Nützlichkeit oder aus zweifelhaften medizinischen Gründen nicht nur erlauben, sondern zuweilen sogar fördern, der Erziehung der Jugendlichen und damit der Zukunft der Menschheit entgegenstehen. [??]
(Papst Benedikt XVI am 09.01.12)

Gefährlich sind weniger die Schwulen. Gefährlich ist dieser Papst.

Die im Original auf Französisch gehaltene Rede forderte natürlich Widerspruch heraus.
Zum Beispiel:

Nun, das mag Benedikts Sicht auf die Welt sein. Ich kenne kaum Familien, die durch die Homosexualität eines Sohnes, einer Tochter, eines Kindes, eines Enkels in den Grundfesten erschüttert wurde. Höchstens durch Ablehnung und Festhalten an überalterten Vorstellungen, man könne „so etwas“ heilen. Daran zerbrechen übrigens noch immer viele junge Homosexuelle, die Selbstmordrate ist um ein Vielfaches höher als bei gleichaltrigen Heterosexuellen. Wenn der Papst so etwas sagt, dann gibt es junge, homosexuelle Menschen auf der ganzen Welt, die verängstigt sind, ja die sich fortan selbst hassen für das, was sie sind. Einer, der die Hand gegen sich selbst erhebt, weil der Papst solche Worte sagt – man mag den Gedanken nicht zu Ende denken. Doch was der Papst sagt, gefährdet andere. Gerade junge Menschen.
Der Papst müsste eigentlich auch besser wissen, dass Institutionen, die für andere da sind, die sich um eine bessere Gesellschaft bemühen, oftmals ohne Homosexuelle, die sich nicht um ihren Fortbestand, sondern um die Gemeinschaft kümmern, gar nicht mehr existieren könnten. Warum er das wissen müsste? Nun, es gibt den begründeten Verdacht, dass seine eigene eine solche ist.
(Christian Eckl 09.01.12)

Ich denke hier kommen wir zum psychologischen Kern des päpstlichen Widerstandes gegen die zunehmende Anerkennung von Homosexuellen-Rechten.
Akzeptierte, ganz normale Schwule gefährden den Fortbestand der Katholischen Kirche.
So hat vor einiger Zeit der Nollendorfblog argumentiert. (Leider offline im Moment)
Aus meinem Gedächtnis zusammengekratzt:

Die RKK fühlt sich bedroht, weil das über Jahrhunderte praktizierte Rekrutieren junger Männer für den Priesterberuf nicht mehr funktioniert, wenn Homosexualität so „normal“ ist und geduldet wird, daß jeder schwule Junge vom Dorf machen kann, was er will.
Früher „mussten“ sie eben Pfarrer werden, um nicht aufzufallen.
Der Zwang fällt jetzt mehr und mehr weg und die Konsequenz sehen wir ja auch an der rapide sinkenden Zahl der Priesterseminarkandidaten.

Für die RKK als größte transnationale Schwulenorganisation der Welt ein echtes Problem.

Vereinfacht gesagt: Wenn die Tunten heutzutage Bürgermeister oder Außenminister werden, bleiben weniger für den Vatikan übrig.
Und da braucht es so einige.

In diese Richtung argumentiert auch Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann im Gespräch mit dem „weißen Pferd“.

Ranke-Heinemann:
Durch die Begünstigung der homosexuell Veranlagten verwechselt mancher junge Mann - in aller Unschuld - seine homosexuelle Veranlagung mit göttlicher Berufung. In keinem Beruf ist der Anteil der Homosexuellen so hoch wie im katholischen Klerus - und da wiederum: je höher in der Hierarchie, desto größer der Prozentsatz. 60 % des Vatikans sind homosexuell.

Redaktion:
Wieso werden die Homosexuellen begünstigt?


Ranke-Heinemann:
Das oberste Gebot der Priestererziehung lautet, besonders seit der Mönch Luther eine Nonne geheiratet und eine riesige Priesterheiratswelle ausgelöst hatte: »Kein Skandal mit Frauen.« Je höher man in der Kirchenhierarchie steigt, desto mehr wird man handverlesen. Da werden nur Leute genommen, bei denen man in diesem Punkt sicher ist. Bischöfe müssen eigens schwören: keine Frauenpriester, keine Priesterfrauen, keine Verhütung. Daran sieht man übrigens, zu welchem Zölibats-Credo das Christentum zusammengeschrumpft ist ...

Redaktion:
Warum will die Kirche den Zölibat nicht aufgeben?

Ranke-Heinemann:
Die Homosexuellen im Vatikan würden mit Abschaffung des Zölibats ihr ideales Biotop verlieren, darum halten sie mit Zähnen und Klauen an ihm fest. Wenn nämlich jetzt plötzlich die First Lady des Papstes den Kardinälen die Schau stehlen würde, dann käme dieses frauenlose, monosexuelle Terrarium durcheinander. Bisher ist es doch so: Alle Hirten sind Männer, alle Frauen sind Schafe. Dieses klare Oben und Unten wäre gefährdet.

Ratzinger steckt also in der Patsche, denn nur eine homophobe Gesellschaft liefert ihm genügend Nachwuchs.
Würde sich die Kirche selbst homofreundlicher geben, wie es die armen Verwirrten von der HUK wünschen, hülfe das auch nichts, denn eine offiziell schwule Geistlichkeit würde die Klemmschwestern abschrecken, die dann ihre Deckung verlören.

Es bleibt dem Papst also nur übrig weiterhin gegen viele Menschen zu hetzen.

In dem Zusammenhang möchte ich auf eine Facebook-Diskussion in der frommen Gruppe „SUPERSTAR FRANZ-PETER TEBARTZ-VAN ELST“ verweisen.

Ein echter Fan des Limburger Bischofs bat die Administratoren inständig seinen Oberhirten endlich zufrieden zu lassen.

Ich zitiere zwei Kernsätze seines Schreibens:

„….aber bitte lassen Sie doch einfach den Bischof in Ruhe. Er (ER...) vertritt lediglich den katholischen Glauben in einer Zeit, in der das vielen nicht (mehr) geläufig scheint.“

„aber bitte lassen Sie den Bischof in Ruhe. Er (ER....) tut niemand etwas zuleide und würde es auch nicht tun, wenn er (ER -...) "die Macht dazu" hätte.“
(FB 08.01.12)

Tja, genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Ich möchte ja gerne die Meisners und Müllers und Mixas und Overbecks und Wagners und Launs und Huoanders und Krenns und Woelkis und Tebartz-van-Elsts in Ruhe lassen.
Ich möchte auch gerne den Papst in Ruhe lassen. Spaß macht mir der 84-Jährige im Nachthemd schon lange nicht mehr.

Aber, wer über einen Funken Solidarität verfügt, kann eben nicht still daneben sitzen, wenn die homophoben Herren ihre Attacken gegen Minderheiten und Schwache loslassen.

Ich bin ein großer Verfechter des „leben und leben lassen“. Ich bin der letzte Mensch, der andere ihren Glauben nicht praktizieren lassen würde.

Und wenn es denn so wäre, daß Tebartz-van-Elst sich auch daran hielte, wäre ich der erste, der ihm applaudierte.

Leider ist TVE aber diesbezüglich ein echtes Negativbeispiel.
Was damit beginnt, daß wir als atheistische Steuerzahler sein Gehalt bezahlen.
TVE gibt das Geld mit vollen Händen aus, läßt sich einen Prunkbischofssitz erbauen, schafft sich eine BMW-Limousine an, etc pp.
Er ist damit ein echter Heuchler, der sich so lange er über Ungläubige herzieht, aber deren Geld nimmt, auch gefallen lassen muß, daß man ihn kritisiert.
Wie es auch anders geht, hat ja sein direkter Vorgänger, Bischof Kamphaus gezeigt, den auch ich sehr schätze.
TVE ist selbst derjenige, der Öl ins Feuer gießt, indem er beispielsweise den Wetzlarer Bezirksdekan Peter Kollas abberief, nur weil der zwei Homosexuelle gesegnet hatte. TVEs Homophobie, die im Übrigen klar grundgesetzwidrig ist, hat er immer wieder dokumentiert. Er ist damit derjenige, der Millionen Deutsche massiv und fortwährend beleidigt und diffamiert.
Nun darauf zu dringen, man solle den armen TVE doch „in Ruhe lassen“ ist unredlich. Wir leben hier immer noch in einer Demokratie. Da darf auch TVE andere Menschen düpieren und kränken, wie er es laufend tut.
Aber in einer Demokratie haben die Angegriffenen auch das Recht sich zu wehren.

TVE verhält sich auch in seiner hervorgehobenen Rolle als Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz so, daß er Millionen vor den Kopf stößt: Unbarmherzig und grausam:

„Ehe und Familie seien ein "unverwechselbarer Lebensentwurf, zu dem es keine Alternative gibt".
(TVE via KNA am 7.10.11)

Wenn Herr TVE „in Ruhe gelassen werden“ will, empfehle ich ihm dringend nicht mehr die Majorität der hier lebenden Menschen zu beleidigen und zu attackieren.

„Der katholische Familienbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst kritisiert die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) geplante stärkere Bezuschussung von künstlicher Befruchtung scharf. In der Zeitung "Die Welt" wandte er sich auch gegen die sogenannte Homo-Ehe. Zugleich sprach er sich für ein Betreuungsgeld aus. Ziel der Politik müsse eine Stärkung von Ehe und Familie sein, sagte der Limburger Bischof. Er widersprach der Auffassung, dass Familie dort sei, wo Kinder seien.“
(Kirchensite 07.12.11)

Er trampelt auf der Würde von Kindern herum, deren Eltern sich nicht nach den antiquierten Regeln der größten transnationalen Schwulenorganisation (=RKK) richten - als ob sich ein Kind aussuchen könnte, wo es geboren wird.

TVE ist damit zutiefst amoralisch.
Er kann diese Ansichten gerne unter Ausschluß der Öffentlichkeit vertreten, aber wenn er coram publico solche Gemeinheiten verkündet, kann ich nur hoffen, daß er dafür NICHT „in Ruhe gelassen wird“.

Ich bestreite, daß TVE „ein guter Mensch“ ist.
Ich bestreite, daß Joseph Ratzinger ein guter Mensch ist.

Freitag, 16. Dezember 2011

Déjà-vuDéjà-vuDéjà-vuDéjà-vuDéjà-vuDéjà-vuDéjà-vu

Was passiert, wenn die Macht der katholische Kirche eines Landes so weit bröckelt, daß sie nicht mehr selbstherrlich vertuschen kann, wie sie möchte?

Irgendwann wird der Druck so groß, daß sie sich gezwungen sieht sich mit Vorwürfen der Kindesmisshandlungen zu beschäftigen, die es scheinbar überall auf der Welt gegen katholische Geistliche gibt.

In einigen streng katholischen Ländern sind die zölibatären Gottesmänner noch mächtig genug, um ihrerseits genügend Druck auf die Politik auszuüben, damit die Politik sie vor der Justiz beschützt. In Spanien, Portugal, Italien oder Polen hat die zentralistische Papstkirche des Joseph Ratzinger, der immerhin 25 Jahre als Präfekt der Inquisitionsbehörde selbst oberster Kindersex-Vertuscher war, noch Gewalt wie in den vorherigen Jahrhunderten.

Aber vor zehn Jahren kippte mit den USA die erste starke Katholiken-Bastion.
Die von Priestern vergewaltigten Kinder waren erwachsen und so selbstbewußt geworden, daß sie sich nicht mehr mundtot machen ließen.

Obwohl die amerikanischen Bischöfe und Kardinäle systematisch versuchten die Opfer zu drangsalieren und die Sextäter schützten, sind heute über 3000 katholische US-Priester als Sex-Täter identifiziert.
Sie haben mindestens 50.000 Kinder vergewaltigt.

Opfer-Vertreter haben rund 130.000 Akten auf BishopAccountability (welches schon Jahre, ebenso wie der zugehörige ABUSE-TRACKER auf diesem Blog verlinkt ist) online gestellt.

McKiernan ruft ein Dokument auf: "Sehen Sie, ein Brief an Papst Johannes Paul II. Der Absender beschreibt, wie er im Alter von zehn Jahren, beim Schwimmen, von einem katholischen Priester vergewaltigt wurde. Der Mann erhielt keine Antwort vom Vatikan." Er klickt weiter: "Hier finden Sie Dokumente darüber, wie sich gleich drei Priester an einem jungen Messdiener vergingen." Noch ein Klick: Auf dem Bildschirm tauchen Notizen verschiedener Bischöfe über einen Geistlichen auf, der des Kindesmissbrauchs verdächtig war - und trotzdem weiterhin mit Kindern arbeiten durfte.
[…] die Papiere belegen, dass Kirchenobere an der Vertuschung der skandalösen Vorgänge beteiligt waren. Nun müssen weitere US-Diözesen bangen. McKiernan hackt zornig auf den Laptop. Es ist die Stimmung, in die er jedes Mal gerät, wenn er Dinge wie diese liest. Seit einem Jahrzehnt halten immer neue Enthüllungen über Missbrauchsfälle die US-Katholiken in Atem, zwei Millionen Amerikaner haben deswegen in den letzten Jahren die Kirche verlassen. McKiernan aber hat sich nicht einfach abgewandt, er handelt.
[…] McKiernan zeigt einen Brief aus dem Jahr 1948, in dem ein US-Priester einem Freund beschreibt, wie himmlisch der Sex mit einem Knaben gewesen sei. Bestraft wurde er nie. "Es ist, als schaue man dem Bischof über die Schulter, der von solchen Fällen liest - und dann nichts unternimmt."
(Gregor Peter Schmitz, Washington 16.12.11)

Andere Länder folgten dem amerikanischen Beispiel; die Opfer hörten auf zu schweigen, sie ließen sich nicht mehr wie in früheren Dekaden und Jahrhunderten von der Kirche einschüchtern.

Australien, Irland, Belgien, Deutschland, die Schweiz und Österreich waren die nächsten Stationen, an denen die RKK sich gefallen lassen mußte, daß ihre Taten an das Licht der Öffentlichkeit kamen.

Die Ergebnisse waren immer die gleichen: Missbrauch in Myriaden Fällen.

Die einerseits zölibatäre und misogyne, aber anderseits auch verklemmte und sich mächtig wähnende Priesterschaft zog systematisch sexuell unreife und latent gewalttätige Männer an, die sich in ihrem frauenfreien Umfeld, in dem über Sex nicht gesprochen wurde, an kleine Jungs ranmachten.

Jungen sind die naheliegenden Opfer.
Verfügbar, beeinflussbar und sexuell unreif wie die Täter - nur daß letztere in erwachsenen Körpern steckten.
Und Jungs haben einen weiteren Vorteil - sie sind keine Mädchen, was in einer Ideologie, wie der katholischen, in der Frauen als so sündhaft und unrein gelten, daß sie bis heute nicht einmal die geringsten geistlichen Ämter antreten dürfen, ein großes Plus ist.

Der nächste umgefallene Dominostein ist nun Holland.

Auch hier exakt dasselbe Bild - massenhafter sexueller Missbrauch an Kindern durch katholische Geistliche!
Dies ergab ganz unmissverständlich eine von der Niederländischen Katholischen Kirche selbst in Auftrag gegebene Studie.
Selbst in dem kleinen Land sind schon 800 kinderfickende Priester namentlich identifiziert.
Dabei sind im 16-Millionen-Volk der Holländer 55% konfessionslos. Nur ein Viertel sind Katholiken.
Die Taten waren der Führung der Kirche mindestens seit den 1960er Jahren bekannt. Sie unternahm nicht nur nichts, um die Kinder davor zu bewahren, sondern schütze im Gegenteil die Täter. Dabei wären die allermeisten Fälle vermeidbar gewesen, wenn die Bischöfe ihre Pädopriester schlicht und ergreifend der Polizei gemeldet hätten. Oder sie zumindest von der „Arbeit“ mit Kindern abgezogen hätten.

Aber ganz offensichtlich - und das ist nun eindeutig weltweit bewiesen - gilt für die Moralexperten von der RKK, daß Kinderficken höchstens ein minderes Vergehen ist. Im Gegensatz zu schwerwiegenden Sünden wie Ehebruch oder Kondombenutzung.

In Einrichtungen der katholischen Kirche in den Niederlanden sind nach Angaben einer unabhängigen Untersuchungskommission zwischen 1945 und 2010 "mehrere zehntausend Minderjährige" sexuell missbraucht worden. Die Kinder seien "leichtem, schwerem und sehr schwerem" Missbrauch ausgesetzt gewesen. Das geht aus dem Abschlussbericht der Kommission hervor, die mit der Untersuchung von Missbrauchsvorwürfen in den Niederlanden beauftragt worden war.
(Stern 16.12.11)

Ja, es ist schon wieder derselbe Film.
Man kennt das alles und dennoch wird der Mann, welcher der oberste Verantwortliche für diese Verbrecherorganisation ist, Joseph Ratzinger, verehrt und mit standing ovations im deutschen Bundestag bedacht.
Auf „die Politik“ zu warten, ist müßig. Sie wird die Bürger nicht vor den Kirchen schützen, weil ihr die Religion als Machtfaktor allemal wichtiger ist.
Das konnte man soeben in Spanien beobachten, wo die Katholische Kirche konservativer denn je ist.
Nur mit ihrer massiven Unterstützung gelang es die sozialistische Regierung wegzufegen und die Ultrakonservativen zurück an die Macht zu bringen.
Unter tätiger und aktiver Mithilfe Ratzingers, der sich mehrfach live zu großen Anti-Zapatero-Kundgebungen auf die Plätze von Madrid und Barcelona schalten ließ, können jetzt endlich die verhassten UN-Menschenrechte wieder zurück gedreht werden.
Gleichgeschlechtliche Ehe, Adoptionen und Scheidungsrechte für die Frauen werden von der neuen konservativen Regierung wieder abgeschafft.

Man kann sich nur auf eine Weise gegen die Kinderficker-Organisation wehren.

Austreten - und zwar schnell.

Eltern sind das ihren Söhnen und Töchtern schuldig.
Holland ist mal wieder eine deutliche Lehre.

In 90 Prozent der Fälle handelt es sich um leichten bis mittelschweren Missbrauch wie unangemessene Berührungen. Viele Kinder wurden aber auch Opfer von Vergewaltigungen. Die Wahrscheinlichkeit, in einer katholischen Einrichtung "unerwünschtem sexuellen Kontakt" ausgesetzt zu sein, war doppelt so hoch wie sonst unter minderjährigen Niederländern: Sie betrug 20 Prozent.
[…] Das Problem sei den Kirchenoberen bekannt gewesen, sagte Kommissionsleiter Wim Deetman, ehemaliger Bürgermeister von Den Haag. Doch habe man Skandale gefürchtet und "schmutzige Wäsche" nicht nach draußen hängen wollen. Die Kirche habe nichts für die Opfer getan.
(Matthias Drobinski und Thomas Kirchner 16.12.11)

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Christlichen Minister den „Runden Tiusch Kindesmissbrauch“ hauptsächlich mit Tätern besetzten und sich auf die Seite der RKK stellten, ist die politische Rückendeckung aus Den Haag deutlich geringer.

Das hat zur Folge, daß die Kirche zumindest in schweren Fällen bis zu 100.000 Euro Entschädigung zahlen muß.

Immerhin das 20-fache des lumpigen halben Bischofsmonatgehalts, das deutsche Opfer maximal erwarten können.

Freitag, 7. Oktober 2011

Hat Laun Recht?

Nachdem die massenhafte Vergewaltigung kleiner Kinder durch Angehörige der RKK-Amerika ins Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit gelangte, fragt man sich natürlich wie groß die Zahl weltweit ist.
Die Zahl der sexuell missbrauchen Mädchen und Jungs.
Von den Millionen Kindern, die in christlichen Einrichtungen „nur“ verprügelt und seelisch misshandelt wurden, sprechen wir gar nicht.
Bei den SEX-Missbräuchen sind wir jetzt bei einer ungefähren Zahl von 100.000 - and still counting.

Dieselben Verfahren und Richtlinien wurden praktisch überall dort vorgefunden, wo die sexuelle Gewalt dokumentiert wurde, wie u.a. in Australien, Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Mexiko. Einige Beobachter haben die Zahl der Opfer sexueller Gewalt durch Priester und den Klerus im Laufe der letzten drei Jahrzehnte auf nahezu 100.000 geschätzt; diese Zahl wird sich mit aller Wahrscheinlichkeit noch erhöhen, wenn sich mehr Überlebende melden und die zivilen Behörden ihre Untersuchungen in Lateinamerika, Afrika und Asien aufnehmen.
(SNAP-Klageschrift 13.09.2011)

100.000?

100.000? In der Wahrnehmung der von Ratzinger umschmeichelten Piusbrüder handelt es sich um eine MIßbrauchs-Hoax, da Mißbräuche nur „sehr selten“ vorkämen.

Die besten Fachleute in Deutschland haben sich die Kehle heisergerufen: Der sexuelle Mißbrauch ist in der Katholischen Kirche eine seltene Randerscheinung. Unter allen kirchlichen Mißbräuchen – liturgischer, dogmatischer und disziplinärer Art – ist er mit Abstand der geringste.
(Kreuznet 31. Juli 2011)

Mißbräuche sind in der Kirche ein winziges Randphänomen. Doch nicht zuletzt eskalierende bischöfliche Stellungnahmen vermitteln einen ganz anderen Eindruck.
(Kreuznet 3. April 2011)

100.000 Kinder vergewaltigt?
Na und. Ist doch nur eine Kleinigkeit.

Noch armseliger als das Kleinreden der Fall-Anzahl war der Relativierungsversuch vom Lieblingsbischof der Konservativen Katholiken, Andreas Laun.
Er versuchte es mit Tu-Quoque und jammerte in der ARD

„Warum schaut man denn bei den Evangelen nicht mal genauer hin???“

Eben. Nun bleibt nur noch zu hoffen, daß auch protestantische Pfaffen möglichst viele Kinder gefickt haben und schon ist die Laun-Welt wieder in Ordnung.

Als ob dann auch nur ein betroffenes Kind besser dastünde.

Nun durchleben aber protestantische Pfarrer in Spe keine Frauen- und sexualfeindliche Verklemmten-Indoktrinierung in 100%-männlichen Priesterseminaren. Bei ihnen staut sich nicht so viel ventilloser Sexualfrust auf. Wenn sie Sex haben wollen, können sie sich jemanden suchen, der mit ihnen Sex haben will, weil sie Sex haben dürfen. Sie sind nicht zur Heimlichkeit verdammt und müssen daher nicht auf dominierbare Untergebene zurückgreifen. Sie sind auch nicht durch manisches Sex-Tabuisieren selbst auf der Stufe von Pubertierenden stehengeblieben, so daß sie auf die Idee kämen 13-Jährige seien auf dem gleichen Entwicklungsstand wie sie.

Alles zusammen also schlechte Bedingungen für Bischof Launs Wunsch nach kindervergewaltigende Protestanten.

Armer Laun.

Glücklicherweise kommen aber wenigstens ab und zu doch mal evangelische Kindersex-Fälle vor.

Ein Oldenburgischer Küster hat sich gerade ganz nach dem Geschmack Launs verhalten.

"Herzlich Willkommen beim "Freundeskreis Kita Regenbogen der Ev.-Luth. Friedenskirche e. V." Wilhelmshaven"
heißt es auf der Startseite der Internetpräsenz der Friedenskirche - Fedderwardergroden.

Als Logo wählten sie sich - wie ungeheuer kreativ - einen Christus-Fisch:

„Etwas davon zeigt dieser Fisch, er entstand zum Gemeindefest, die Schuppen werden gegen Spende verkauft, und jede Schuppe steht für einen Menschen, der die Arbeit im Kindergarten unterstützt. Zum 5. Geburtstag des Vereins bekam der Fisch seinen Namen: Rebo. Gleichzeitig spielt er auf das Logo des Freundeskreises an, ein Schwarm bunter Fische verschiedener Größe und Farben. In der Form ist der christliche Gedanke unserer Arbeit zu sehen, der Fisch als Erkennungszeichen der ersten Christen (gr. ichtys = Fisch = Abkürzung für den Satz: "Jesus Christus ist Gottes Sohn, der Retter der Welt").“

Linguistisch wird hier sehr schon die geistige Unterentwicklung der Christeneltern dargestellt. Simpel-Metaphorik zum Lobe des Herrn.
Nun ja.

Für einige Kinder war es aber nicht nur öde und indoktrinierend als kleines Fischlein im Teich der Friedenskirche - Fedderwardergroden zu schwimmen. Gewisse Küster werden bis heute mit keinem Wort auf den Webseiten der Friedenskirche erwähnt.

Küster Wilfried F., 55, schwamm nämlich als Hai ebenfalls im Kirchensumpf umher.
Er wohnt in der Anliegerwohnung und fand unter den Veranstaltungen seiner Gemeinde besonderen Geschmack am

Konfirmandenunterricht dienstags 16.00 - 18.00 Uhr, Konfirmandenunterricht donnerstags 16.00 - 18.00 Uhr und dem Tenie-Club (ab 12 Jahre) freitags (14 tägig) 17.00 - 18.30 Uhr.

Seit den frühen 90er Jahren pickte er sich regelmäßig Jungs um die 12 oder 13 Jahre hinaus und trieb es mit ihnen.
Und da Wilfried F. „ein korrekter Typ“ ist schrieb er alles penibel in Akten-Ordner.

“Der Küster führte 20 Jahre akribisch Tagebuch. Mit Datum, Namen seiner Opfer und Beschreibungen der Taten. 400 Seiten, dicht beschrieben mit Schreibmaschine.“

Gestern stand er vor Gericht.

Wilfried F. gestand gestern beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Oldenburg alle Übergriffe. Der 55-Jährige ist des schweren sexuellen Missbrauchs gegen einen Zwölf- und 13-Jährigen angeklagt.
[…] Der Angeklagte bestritt, jemals Gewalt angewendet zu haben. „Die Jungen sind immer freiwillig zu mir gekommen, haben auch mal Freunde mitgebracht“, sagte Wilfried F. vor Gericht aus. Der 55-Jährige verfolgte schweigend die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, in 13 Fällen seine Vertrauensstellung als Küster missbraucht zu haben, indem er Kinder zu sexuellen Handlungen aufgefordert hatte. Der Vorsitzende Richter las minutenlang aus den akribischen Aufzeichnungen des Ex-Küsters vor, der die Jungen in seiner von der Kirche zur Verfügung gestellten Dienstwohnung missbrauchte. Alle Handlungen wurden bewusst von ihm gefilmt oder mit versteckter Kamera im Badezimmer aufgenommen.
[…] Einen der Jungen lernte der Angeklagte über eine kirch­liche Jugendgruppe kennen. Der damals Zwölfjährige ist laut Zeugenaussage eines Polizisten geistig behindert. Das Ausmaß der Aufzeichnungen erreichte ein für alle Ermittler bisher nicht gekanntes Ausmaß. Zuerst machte sich der Angeklagte Notizen, wenig später tippte er die Daten auf seiner Schreibmaschine ab und heftete alles fein säuberlich ab.
(NWZonline 7. Oktober 2011)

Zufrieden Herr Laun?

In einem Punkt ist der der Pädo-Küster vom Kirchenkreis Oldenburg allerdings schon wieder fast katholisch.
Wenn ein über 50-Jähriger Mann Sex mit einem 12-Jährigen hat, ist für den Evangelen klar, daß es der Junge ja so wollte.

„Ich bin davon ausgegangen, dass sie einverstanden waren. Sie sind immer selbst zu mir gekommen. Ihnen hat es doch auch Spaß gemacht.“
(Küster Wilfried F.)

In einem Interview hatte vor drei Jahren der katholische Bischof von Teneriffa Bernardo Álvarez Afonso Homosexualität und Päderastie gleichgestellt und behauptet, dass Minderjährige nicht immer schuldlos an sexuellem Missbrauch seien:

"ES GIBT13-JÄHRIGE KNABEN, DIE DAS SOGAR WÜNSCHEN
WENN DU NICHT AUFPASST, PROVOZIEREN SIE DICH."

Ökumene kann so einfach sein.

Samstag, 20. August 2011

Anpassungen

Das mit dem Monotheismus ist so eine Sache.
Monotheistisch muß sich die Katholische Kirche ja nennen, denn schon im ersten Gebot befiehlt der liebe Gott grundgesetzwidrig unter Religionszwang und Androhung von Sippenhaft nur ihn allein anzubeten.

»Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: bei denen, die mir feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Genera­tion.«

Wäre Gott Mitglied der UNO, würde er also die Menschenrechtscharta keinesfalls unterschreiben.

Aber ein wahrer Katholik schert sich natürlich weit weniger um die Inhalte der Bibel als es Atheisten tun.
Letztere lesen und verstehen die Bibel - deswegen sind sie ja Atheisten.
Christ sein, Katholischer noch dazu, geht nur, wenn man entweder sehr dumm, schizophren oder ein Religiot ist.

Der übliche Katholik mag eigentlich keinen Monotheismus, hat sich daher auch das lästige Erste Gebot bis zur Unkenntlichkeit zu Recht gebogen und damit wieder den vorher üblichen Polytehismus durch die Hintertür erschaffen.

Da ist zunächst einmal die Dreifaltigkeit, die besagt, daß es außer dem einzigen Gott, neben dem es keine anderen Götter geben darf, doch noch zwei andere Götter gibt.
Nämlich zunächst einmal Jesus und schließlich noch den Heiligen Geist, der den Staffelstab auf Erden übernahm, nachdem Gott Junior in den Sack gehauen hatte und mit gerade mal 30 Jahren in Rente ging.
Zum Glück war Franz Müntefering damals noch nicht geboren, als Jesus verkündete, „och, ich hab‘ jetzt genug getan, ich fahr‘ jetzt in den Himmel zum Relaxen und schicke stattdessen einen Zeitarbeiter (Heiliger Geist) um all den Kram fertig zu machen, den ich liegen lassen habe!“

So toll geklappt hat das ja auch nicht.
Wie immer, wenn man unqualifizierte Leiharbeiter einstellt.
Die Bibel wurde erst hunderte Jahre später geschrieben, aber wieder nur von antiken Ein-Eurojobbern, die nicht so richtig wußten worum es geht.
Daher wimmelt es bis heute von Widersprüchen in der Heiligen Schrift. Widersprüche, die so eklatant sind, daß man bis heute darüber streitet und noch mehrere andere Religionen entstanden.

Immerhin waren aufgrund der mangelnden frühchristlichen Arbeitsmoral schon mal drei Götter da, welche sogar bald in die „Heilige Vierfaltigkeit“ erweitert wurden.
Auch Muttern durfte noch im Götterbusiness mitmachen damit die Christliche Produktpalette auch das Hausfrauensegment abdeckte.
Maria stiehlt sogar in vielen Gegenden der Welt ihrem Sohn die Show.
Logisch. Wem gelingt es schon a) geschwängert zu werden und b) ohne Kaiserschnitt ein Kind zu bekommen und dennoch ein intaktes Hymen zu haben?
Durchaus beeindruckend!

Jesus hingegen konnte noch nicht mal schwimmen und war modisch eine Niete.

Nun waren es also schon vier Götter, die der moderne Monotheist anbeten konnte.

Das reichte aber bald auch schon nicht mehr aus - schließlich waren Christen eifrig damit beschäftigt Kriege zu führen und sich gegenseitig zu massakrieren.
Da will man sich ja schon ein bißchen unterscheiden. Ist doch suboptimal, wenn jeder Denselben anbetet.

Aber die Marketingabteilung des Himmels ist geschult in der willkürlichen Erweiterung ihres Angebotes und so wurden die Heiligen peu à peu gewissermaßen als frühchristliche Actionfiguren eingeführt.

Eine tolle Sache, denn anders als die First Family, läßt sich der Kreis der Heiligen beliebig erweitern.

Der Kathole von heute hat daher einen ganzen Supermarkt aus göttlichen Wundertätigen, die er nach Herzenslust kultisch verehren kann.

Im Internet muß der Strenggläubige nur
heiligenlexikon.de
anklicken und kann dort einerseits nach Daten und Orten den passenden Heiligen suchen, oder aber auch ganz zweckführend über die jeweiligen Patronate fündig werden.

Unter den Rubriken Berufe, Bistümer, Gruppen, Krankheiten, Orte, Sachen, Tiere und Widerfahrnisse findet man wie in einer ausgeklügelten Bürokratie für jeden Zweck etwas.

Zuständig für Artillerie und Bergbau ist die heilige Barbara, um den Feierabend kümmert sich der heilige Notburg von Rattenberg.

Für besonders wichtige Dinge gibt es sogar mehrere Heilige.
Die Mission zum Beispiel wird betreut vom heiligen Franz Xaver und der heiligen Thérèse von Lisieux. Die sind aber nur für Weiße (früher „Herrenmenschen“).
Die Mission unter Schwarzen wird in der RKK extern vom heiligen Petrus Claver geregelt.

Zuviel ist aber auch nicht gut, wie wir an den Heiligen für das Wetter - Lukas, Petrus, Theodor von Sitten, Winthir von Neuhausen - sehen.
Viele Köche verderben den Brei und so kommt es dann zu Klimawandel und Aprilwetter.

Ganz besonders differenziert ist das katholische Heiligenwesen für Krankheiten.

Da gibt es von Aids (heiliger Sebastian) über Frostbeulen (die heilige Basilissa) bis zu Zahnschmerzen (Apollonia, Blasius, Christophorus, Ida von Nivelles, Medardus, Romedius von Tavon, Theodorich von St-Hubert, Theodulf von St-Thierry) reichlich Auswahl.

(Besonders effektiv sind die Krankheitsheiligen offenbar nicht, wie man an den Sterbstatistiken ablesen kann. Bei 25 Millionen HIV-Toten und 33 Millionen Infizierten ist der heilige Sebastian hoffnungslos überfordert)

Alpinisten beten den heiligen Uguzo (Lucius) von Cavargna an, Reiter verehren den heiligen Georg den Märtyrer und den heiligen Martin von Tours und arme Seelen im Fegefeuer können sich immerhin noch an den heiligen Nikolaus von Tolentino wenden.
(Nur für Atheisten gibt es nichts)

2004 wurde das Martyrologium Romanum aktualisiert, worin 6650 Heilige und Selige verzeichnet sind, sowie 7400 Märtyrer.

Akkord-Heiligenmacher war bekanntlich ein Pole names Woytila.
Papst Johannes Paul II. hat 1338 Personen selig- und 482 Personen heiliggesprochen.

Das Ganze ist im wahrsten Sinne des Wortes zu einer eigenen Wissenschaft geworden - die Hagiographie beschäftigt sich nur mit den vielen verschiedenen Heiligen und Seligen.

Als Heiliger verehrt zu werden ist übrigens noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Die Top-Heiligen, gewissermaßen das Präsidium der Wundertätigen, zeichnen sich dadurch aus, daß sie päpstlich anerkannte Kirchenlehrer sind.
Derzeit gibt es 33 Kirchenlehrer, darunter drei Frauen. Durchschnittlich alle 60 Jahre wird ein Heiliger zum Kirchenlehrer erhoben.
Das ist also wirklich die Crème de la Crème. Nur ein halbes Prozent der Normalo-Heiligen wird Kirchenlehrer.
Kein Wunder also, daß die konservativen spanischen Kleriker orgiastisch jubelten, als Ratzi ihnen heute mitteilte einen neuen Kirchenlehrer zu ernennen.

Papst Benedikt XVI. will den im 16. Jahrhundert einflussreichen spanischen Heiligen Johannes von Avila mit dem Titel des Kirchenlehrers ehren – einer der höchsten Auszeichnungen der katholischen Kirche. Für seine überraschende Ankündigung während der Messe erntete der Papst anhaltenden Beifall von den in der Kathedrale versammelten Seminaristen, Priestern, Bischöfen und Kardinälen. Benedikt sagte, er werde Johannes von Avila bald zum Kirchenlehrer ernennen, ein genaues Datum dafür nannte er nicht. Der Titel des Kirchenlehrers wird an Theologen verliehen, die mit ihren Schriften in besonderem Maß der Kirche gedient haben.
[…] Zuletzt wurde im Jahr 1997 die Heilige Therese von Lisieux durch Papst Johannes Paul II. mit dem Titel geehrt. Johannes von Avila (1500-1569) ist der Schutzheilige des spanischen Diözesanklerus' und galt als einer der wichtigsten Prediger seiner Zeit.
(Abla 20.08.11)

Johannes von Avila die Kirchenlehrerschaft anzutragen ist allerdings naheliegend für einen Pontifex wie Ratzi.
Denn Avilas Vater war Jude und konvertierte zum Christentum. Damit möchte Benedikt, der auch die Karfreitagsfürbitte gegen die Juden wieder eingeführt hatte und damit zum Held der Antisemiten und Holocaustleugner wurde, unterstreichen, daß man erst zum Katholizismus konvertieren muß, um nicht automatisch in der Hölle zu schmoren.

Der zweite Grund ist Ratzingers Vorliebe für Pädophile, denen er unter allen Umständen weiterhin eine Heimat in der RKK bieten möchte.

Sexuell unreife und paraphile Menschen kann man aber nur in die Priesterseminare ziehen, solange a) der Zölibat und b) der konsequente Ausschluß von Frauen gilt!
Kinderficker unter Protestanten gibt es schließlich kaum und so will ihnen JR eins der letzten Biotope erhalten.

Der Zölibat bringt allerdings auch zwei Probleme für den Vatikan.
Er ist einerseits notorisch unbeliebt beim Kirchenvolk und anderseits auch noch im Neuen Testament ausdrücklich VERBOTEN. Aus dem neutestamentarischen Text 1, Timotheus 3, geht hervor, daß Bischöfe (Priester) Kinder haben und verheiratet sein müssen.

Der Obertheologe und Stellvertreter Gottes auf Erden interpretiert anders.

Ratzinger folgert aus:

2 Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau,……. 4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. 5 Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?

daß Bischöfe und Priester im Zölibat leben müssen; ehe- und kinderlos.

Und hier kommt nun Kirchenlehrer Johannes von Avila ins Spiel.

Er fand heraus, daß Bischöfe im Zölibat leben müssen.

So schließt sich der Kreis.

Sonntag, 10. Juli 2011

Neue Jagdgründe.

Wenn der eurozentriert denkende Joseph Ratzinger, der ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger fremde Kulturen verabscheut, auf seine 1,2 Milliarden Anhänger blickt, entdeckt er nicht viel Gutes.
Ja, die Katholiken werden immer noch mehr, aber das RKK-Wachstum kann mit dem Islam und den Evangelikalen nicht mithalten.

In Europa (und dort vor allem in den katholischen Kernländern) nehmen die absoluten Zahlen sogar ab. Millionen Mitglieder verlassen die Papst-Kirche, die ihnen bestenfalls langweilig und irrelevant erscheint. Viele werden aber auch durch die Kindersexskandale und Ratzingers ultrarechten, bis ins Antisemitische und holocaustleugnenden Kurs regelrecht aus der Kirche herausgetrieben.

In Nordamerika und Australien, den Erdteilen, die JR neben Europa noch einigermaßen verständlich sind, sieht es noch schlimmer aus.
Dort erschüttern schon seit zehn Jahren immer neue Kinderficker-Affären die Ortskirchen.
(Natürlich unternimmt Ratzi nichts dagegen, indem er beispielsweise den Zölibat aufheben würde) Die amerikanischen Konsequenzen sind für den Vatikan weit unangenehmer. Durch die US-spezifischen Schmerzens- und Schweigegeldpraktiken, haben die amerikanischen Priester schon ganze Bistümer regelrecht in die Pleite gepoppt.
Die RKK mußte inzwischen Milliarden Dollar an die Opfer ihrer Pädo-Priester überweisen.
Mit den 5000 Euro pro vergewaltigtes Kind, das die deutsche RKK maximal zu zahlen bereit sind, käme man in den Staaten nicht sehr weit.

In den katholischen Hochburgen Südamerikas sieht es ebenfalls mau aus für den Vatikan.
Nachdem Ratzinger und Woytila die südamerikanischen Geistlichen, die sich auf die Seite der Armen und Unterdrückten und gegen die faschistoiden Diktatoren stellten, konsequent aus der RKK verbannt hatten, waren nur noch stramm konservative Priester an der Seite der Folterregime übrig.
Wieder einmal stand Rom aber auf der Verliererseite.
Inzwischen gibt es kaum noch rechtsgerichtete Diktatoren in Südamerika. Das Volk wurde selbstbewußter und erkämpfte sich bei Wahlen eher linke Volkstribune als Präsidenten.
Mit Hugo Chavez, Evo Moralez und Rafael Correa kann die RKK natürlich nichts anfangen.
Zudem gelten im temperamentvollen Lateinamerika die katholischen Gottesdienste als grottenlangweilig. Für evangelikale Christen und insbesondere Pfingstkirchler ist es ein Leichtes in Südamerika zu missionieren. Sie wachsen rasant.

Bleiben Asien und Afrika.
Asien ist mit der Ausnahme der Philippinen traditionell ein schweres Pflaster für Rom und Afrika…, nun ja.
In Afrika hat die RKK noch Zulauf.
Wenn bloß nicht all die Afrikaner wären.

Ich bin mir nicht sicher, ob Ratzinger Afrikaner überhaupt als vollwertige Menschen ansieht. Sein Interesse an dem Problemkontinent geht gegen Null.
Die einzig bekannte Äußerung des Papstes dazu war der Satz, daß Kondome das AIDS-Problem verschlimmerten.

Inzwischen beginnt der Vatikan aber Afrika mehr und mehr zu schätzen.
Der eher chaotische Kontinent mit dem wackeligen Rechtssystem hat durchaus Vorteile, wenn man über massenhaft Pädophile in den eigenen Reihen verfügt und nicht dauernd Millionenklagen am Hals haben will.

Die Kinder in Europa sind ja inzwischen viel zu aufmüpfig und immer öfter müssen geile Geistliche befürchten, daß befummelte Messdiener zur Polizei laufen, nachdem sie unter die Sudel-Soutanen gezerrt wurden.

In Afrika hingegen herrscht noch Respekt vor den Geistlichen.

Das nutzte auch "Kenias vermutlich bekanntester Priester" Renato Kizito. In Kenia wie in ganz Afrika haben Kirchenleute eine kaum zu erschütternde Autorität, zumal solche mit weißer Hautfarbe. Ältere Männer genießen besonderen Respekt.
Es ist verpönt, sich zu homosexuellen Handlungen zu bekennen. Vor allem aber war es die materielle Abhängigkeit, die die Jugendlichen und Männer schweigen ließ. Zahlreiche Opfer bezeugen, dass der Pater kleinere und größere Geldbeträge nach Gutsherrenart vergeben habe. Gunst drückt sich aus in Jobs, Bargeld, Krediten; Missgunst in Kündigungen, Drohungen, dem Entzug von Geld. Starke Druckmittel in einem Land mit Millionen von Arbeitslosen.

(Horand Knaup 29.Juni 2011)

Der Italiener Renato Sesana, geboren 1943 in Lecco ist pädophil, geltungssüchtig und brutal.
Da bot sich die RKK als Arbeitgeber an. Von Missionaren inspiriert wurde er 1970 zum Katholischen Priester ordiniert und nahm den Namen 'Kizito' (nach dem 1886 verbrannten Ugandischen Heiligen) an.
Nach Aufenthalten in Kalifornien und Zambia, landete er 1988 schließlich in Kenia, wo er seinen eigenen Kinderharem, die Koinonia Gemeinschaft gründete, der heute etwa 30 Jungs und Männer angehören.

Koinonia is a lay Christian community inspired by the life of the first Christians as reported in the Acts of the Apostles. Members of the community live as one family, sharing dreams, successes and failures.
[…] Koinonia Community members strive to counteract the economic and social evils bred by individualism and abject poverty. The Community gives priority to the marginalized members of the society, such as children in difficult circumstances, especially street children, women and young people from poor backgrounds.
(Selbstbeschreibung)

Die halbwüchsigen Jungs setzte er nach bewährter Priester-Manier mit all seiner Autorität unter Druck.

Schon im Sommer 2009 hatten drei junge Männer, 16 und 24 Jahre alt, eidesstattlich versichert, über längere Zeit von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Benson S. sagte damals aus, er sei als 15-Jähriger erstmals von dem Pater angefasst worden.
Bei einem der Treffen habe der Pater ihn gebeten, sich auszuziehen und ein Bad zu nehmen. Weiter heißt es in dem Protokoll: "Als ich aus dem Badezimmer kam, stand er mit einem Handtuch und Vaseline bereit." Benson: "Er nahm die Vaseline, berührte mein Geschlecht und meinen Hintern, dann bat er mich, zu ihm ins Bett zu kommen, und immer sollte ich die Augen geschlossen halten."
Die drei Jungen Männer gaben zu Protokoll, dass der Pater sie angeblich zum Oral- und Analverkehr genötigt habe. Es sei stets eine Filmkamera gelaufen, manchmal seien andere weiße Männer dabei gewesen, stets habe der Pater gedroht, die jungen Männer "körperlich schlimm zu bestrafen", wenn einer über das Erlebte spreche. "Ich habe das Vertrauen in die Katholische Kirche verloren", sagte einer von ihnen damals.
(Horand Knaup 29.Juni 2011)

Anderen erzählte er wie der Mexikaner Degollado von der physischen Notwenigkeit einer Triebabfuhr.

Der Priester Maciel Marcial Degollado, Gründer des einflussreichen Ordens "Legionäre Christi" und Multimillionär war der erklärte Liebling des Papstes Johannes-Paul II.
Da er sagenhafte Summen in die Kasse der RKK spülte, drückte der Wächter der Glaubenslehre Ratzinger alle Augen zu.
Maciel Marcial Degollado hatte mindestens fünf Kinder von zwei Frauen und vergewaltigte darüber hinaus mehrere Dutzend (bis zu 100) Jungs.
Die Vorgehensweise war laut STERN immer gleich:
Vater Maciel rief die ca 12-Jährigen Jungs zu sich, klagte über „schmerzhaften Samenstau in den Hoden“, müsse sich zur Abhilfe masturbieren lassen und dabei auch Kinder penetrieren.
Er erklärte dazu, er habe eine persönliche Erlaubnis von Papst Pius XII „die Schmerzen im uro-genitalen Bereich“ derart zu behandeln.
Hochwürden Samenstau bevorzugte dabei blonde und hellhäutige kleine Jungs, die ihm seine „Legionäre“ weltweit suchten und zuführten.
Seit 1976 wurden Berichte über diese Kindesvergewaltigungen nach Rom geschickt.
Man hielt dort immer die schützende Hand über Maciel. JP-II ("Maciel ist ein vorbildlicher Priester") würdigte ihn 2004 mit einem Empfang im Petersdom, Ratzinger stellte die Untersuchungen gegen ihn bereits 1999 ein.

Zurück nach Kenia:
Auch der 25-jährige Hesbon Ouma behauptet, Opfer des Paters geworden zu sein. 2007 sei er vom Pater wiederholt zum Abendessen eingeladen worden. Der Padre erklärte ihm, er leide unter Bluthochdruck, die Ärzte hätten ihm Sex als Therapie nahegelegt, deshalb habe er gebeten:

"Ich brauche deine Hilfe".
Ouma fragte nach: "Wie kann ich dir da helfen?" "Aber was werden die Leute sagen?"
Pater Kizito: "Du weißt schon wie...."
Uoma: "Brauchst du eine Frau?"
Der Pater: "Nicht direkt. Auch du kannst mir helfen."
Uoma: "Aber was werden die Leute sagen?"

In dieser Nacht sei nichts passiert, sagt Ouma. Einige Tage später kochte der Padre Spaghetti und Fleisch, auf das er selbst allerdings verzichtete. "Ich wurde plötzlich schwach", sagte Ouma SPIEGEL ONLINE. "Als ich wach wurde, war ich ganz ölig. Ich habe geduscht, und am nächsten Morgen entschuldigte sich der Padre bei mir." Es geschah immer wieder - doch Ouma ging dennoch immer wieder zum Padre. Wie oft? "Zwei Jahre lang, oft, ich habe es nicht gezählt."

(Horand Knaup 29.Juni 2011)

Seine älteren und kräftigeren Jünger molestierte der Pfaff, indem er ihnen ein Betäubungsmittel ins Essen mischte und sie dann im bewußtlosen Zustand ausführlich anal und oral vergewaltigte.

Sein langjähriger Sekretär Collins Ochieng, 26, war zur Polizei gegangen und hatte ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Jahrelang habe ihn der Pater missbraucht. Zuletzt Anfang März habe er ihn zu sich nach Hause gebeten, ein Essen angeboten. Er sei müde geworden, der Pater habe begonnen ihn einzuölen. Dann sei es passiert. Noch Tage später habe er Schmerzen gehabt. Ochieng kannte die Prozedur schon. Aber er wollte sie sich nicht mehr länger antun. Am 24. Mai ließ er sich noch einmal von Kizito einbestellen, wieder gab es zu essen, er wurde müde; doch diesmal ging er danach erst ins Krankenhaus und dann zur Polizei. Das ärztliche Attest lautete nüchtern: "Vergewaltigung; Unzucht".
(Horand Knaup 29.Juni 2011)

Wer sich widersetzte, dem entzog der liebe katholische Missionar die Lebensgrundlage; schmiss ihn raus.
Aber selbst als es landesweit offensichtlich wurde, was der Priester tat, versandeten alle Vorwürfe.

Ein weiterer langjähriger Mitarbeiter der Koinonia-Stiftung, dem sich zahlreiche Jugendliche anvertraut hatten, bestätigte SPIEGEL ONLINE die mutmaßlichen sexuellen Umtriebe des Paters. "Alle erzählten das Gleiche." Von den Zeugen sei mindestens einer mit einer Pistole bedroht worden und habe daraufhin seine Aussage eilig zurückgezogen. Nachdem die Fälle 2009 in Kenia einigen Wirbel ausgelöst hatten, hatten Kirche, Polizei und der Generalstaatsanwalt weitere Ermittlungen angekündigt. Die kamen jedoch - was nicht unüblich ist in Kenia - nie zu Ergebnissen. Und das, obwohl es einschlägiges Material in Hülle und Fülle gibt. In Nairobi kursieren diverse Videos, die den Pater im Ganzkörpereinsatz zeigen: mal völlig nackt, mal nur mit Socken bekleidet. Die Szenen sind so traurig wie die Kulisse: Eine schäbig-schmale Schlafstätte, ein benutztes Leintuch, eine Wolldecke. Die Videos müssen mit Wissen des Paters entstanden sein, denn das Objektiv ist fest eingestellt auf das Bett.
(Spon 29.06.11)

Die Stiftung des Paters hat Macht, denn in einem so armen Umfeld kann sie Straßenkinder ohne Familie ganz leicht fertig machen.

Koinonia Community thanks all the people that in this time of trial have stood by Father Kizito and its activities, with their economic support and prayers. We also pray that in the future no such other media campaign will be launched without first conducting satisfactory investigations into such allegations, against innocent people, who are working at the service of the disadvantaged, to discredit them and their Church, by people guided by mean, selfish and shortsighted economic advantages.
(Koinonia Community, Dezember 2010)

Der oberste Zuständige für diese Skandale, ein gewisser Joseph Ratzinger, zeigt einmal mehr was er von Afrika hält, indem er die Opfer ignoriert und seine perversen Padres ungehindert agieren lässt.
Warum auch nicht?
Anders als in den USA und Deutschland haben sie keine Lobby und können sich keine teuren Anwälte leisten.

Mehrere andere Kinderficker-Geistliche aus Ratzingers Stall treiben ihr Unwesen in Afrika:

Bischof Cornelius Schilder aus Nairobi mußte aus seiner Mission fliehen, in der er 20 Jahren lang Messdiener vergewaltigt hatte. Der Vatikan ließ ihn gewähren. Flüchten mußte er erst, als der inzwischen bis ins ferne Europa bekannt gewordene Skandal von niederländischen Zeitungen aufgedeckt wurde.

Am 1. August 2009 wurde sein Rücktrittsgesuch „aus Gesundheitsgründen“ von Papst Benedikt XVI. angenommen. Anderthalb Jahre später wurde bekannt, dass Schilder sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wurde; die Polizei wurde nicht in Kenntnis gesetzt.
(Wiki)

Afrika entwickelt sich inzwischen zum neuen El Dorado für in anderen Kontinenten pädophil auffällig gewordene Priester.

Ratzinger zieht sie nämlich nicht aus dem Verkehr, nur weil sie ein paar kleine Jungs vergewaltigt haben.
Im Gegenteil, Ratzinger betätigt sich als Kopf einer kriminellen Vereinigung sogar hilfreich dabei den Pädophilen neue Opfer zuzuführen.
Und zwar dort, wo es die Justiz nicht ganz so genau nimmt mit kinderfickenden Katholiken: Afrika.

Für interne Diskussionen oder mehr Sensibilität haben all diese Fälle aber nicht geführt. Vielleicht auch deshalb sollte im vergangenen Jahr ein Jesuitenpater, der in Brasilien acht Jungen und junge Männer missbraucht haben soll, geräuschlos nach Mozambik transferiert werden.

Auch bei Pater Kizito schaut der Vatikan geduldig zu. Seine Straßenkinder-Projekte betreibt der Pater weiter. Was er sonst noch so treibt, ist nicht im Detail bekannt. Und es scheint so, als ob es die Kirche auch weiterhin nicht wissen will.

(Spon 29.06.11)


Der Bundestagsvizepräsident Thierse empört sich unterdessen darüber, daß einige ganz wenige SPD-Abgeordnete am 22.09.11 nicht andächtig im Bundestag dem weltweiten Förderer der Päderastie lauschen wollen.

Thierse: Und deswegen kann ich all denen sagen, die nicht einer Kirche angehören, die sich nicht als Christen verstehen: Hört doch interessiert zu, Ihr müsst doch nicht glauben, dass Ihr missioniert werden, sondern Ihr könnt kritisch zuhören und frei entscheiden, ob Ihr die Ansprache gut oder schlecht findet.

domradio.de: Mit welchen Gefühlen schauen Sie denn persönlich der Rede entgegen?

Thierse: Ich bin neugierig und gespannt, was der Papst uns zu sagen hat, welches Thema er wählt.

Freitag, 15. April 2011

Die schlechten alten Zeiten.

Wenn man sich tagtäglich mit Kasper-Bischöfen wie Walter Mixa oder Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Hardcore Katholen wie Overbeck, Müller, Marx und Meisner beschäftigt, wirkt der Chef des Epikopats noch vergleichsweise harmlos.
Herr Zollitsch ist selbstverständlich konservativ und hat wie so viele seiner Kollegen auch schon alle Augen inkl. Hühneraugen zugedrückt, wenn es darum ging pädophile Priester vor der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft zu schützen.
Aber das ist nur normal, nachdem ein inzwischen recht bekannt gewordener Kardinal names Joseph Ratzinger 2001 bei Androhung der schlimmsten Kirchenstrafen von den Bischöfen „ewiges Stillschweigen“ über die Kinderfickereien verlangte.

Der gemütliche Donauschwabe Robert Zollitsch, der während seiner gesamten klerikalen Karriere nie aus Freiburg rauskam, kann sich immerhin im Zaum halten, wenn er Interviews gibt. Anders als seine nervös mit den Hufen scharrenden Kollegen Tebartz-van Elst und Overbeck träumt er nicht rund um die Uhr vom roten Kardinalshut und muß sich daher auch nicht mit homophob-rechtsradikalen Sprüchen beim Vatikan einschleimen.
Der Freiburger kann durchaus einige Sätze über katholische Laienorganisationen, den Zölibat, die Protestanten oder Frauen formulieren, ohne daß auf der Stelle wieder 1000 Mitglieder aus der Kirche austreten.
Kaum zu glauben, aber Zollitsch verzichtet sogar auf dreiste Holokaust-Vergleiche, die seine Kleidchen-Kollegen immer wieder gerne auftischen.
In der Realität lebt der deutsche Oberhirte deswegen noch lange nicht. Obwohl seine Organisation so viel Unheil über fast alle Kontinente mit Abermillionen Todesopfern brachte, obwohl seine Kirche unter Hitlers Rockschöße kroch und anschließend die extremsten Nazis vor der alliierten Justiz nach Südamerika schleuste, obwohl seine Kirche in Säuglingsheimen Hunderttausende Kleinkinder brutal mißhandelte und noch viel mehr Kinder in Heimen verprügelte und als Zwangsarbeiter ausbeutete, obwohl seine Kirche über Dekaden systematisch sexuelle Gestörte ihre Perversionen an Kindern ausleben ließ, beklagt sich der Bischof nun es gäbe zu wenig Religion.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat vor einer Verdrängung des Religiösen aus der Öffentlichkeit gewarnt. „Es gibt eine große Sehnsucht nach Hoffnung“, so Zollitsch. Hier habe die Kirche eine bleibende Aufgabe.
(erzbistum-freiburg.de)

Herr Zollitsch, da muß man doch wohl einiges klarstellen.
Das Gegenteil ihrer Beobachtung ist der Fall. In geradezu aberwitziger Weise unterstützt die Politik weit über das grundgesetzlich erlaubte Maß hinaus die beiden Christlichen Kirchen.
Das „Religiöse“ ist weit überproportional in öffentlichen Gremien, Rundfunkräten und Ethikkommissionen vertreten - während die größere Gruppe der Konfessionslosen, Humanisten und Atheisten tatsächlich aus der Öffentlichkeit verdrängt ist.
Die deutsche Bundesregierung beispielsweise besteht zu 100% aus Christen, alle schworen „so wahr mir Gott helfe“ bei ihrem Amtseid.

Aber, Herr Zollitisch, wir haben das 21. Jahrhundert und auch wenn es Ihnen furchtbar Leid tut - die Kirche hat nicht mehr die Macht willkürlich Menschen auf den Scheiterhaufen und in Bischöfliche Folterkeller zu werfen, wenn sie nicht religiös genug sind.

Obwohl die Kirche Jahrhunderte massiv gegen die verschiedenen Menschenrechte ankämpfte, sind doch diese Kämpfe alle verloren gegangen. Soviel zu der Mächtigkeit Ihres Gottes, den Sie auf Ihrer Seite wähnen. Der Liebe Gott hat auf ganzer Linie verloren.

Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Rechtsstaat, Frauenemanzipation, Aufhebung der Sklaverei, Folterverbot, Abschaffung der Todesstrafe, Freiheit der Kunst, Abschaffung der Prügelstrafe, Schwulenrechte, Tierrechte, Aufhebung des Verbots gemischtrassiger Ehen, Aufhebung des Verbots gemischtkonfessionellen Ehen, gleiches Wahlrecht für alle, Selbstbestimmungsrecht der Frauen, Verbot der Kinderarbeit und des Schlagens von Kindern in der Schule etc - all das wurde gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen von Humanisten erkämpft.

Nun ist es aber so und das bedeutet für Sie, Herr Zollitsch, daß Ihr Verein nur noch einer unter vielen ist.
Und in Konkurrenz mit dem „World-of-Warcraft“-Verein, attac und den Wannsee-Nudisten sind die beiden Kirchen ganz offensichtlich zu unattraktiv und zu unglaubwürdig.
Ihr Angebot hat sich als realitätsuntauglich erwiesen.

Erzbischof Zollitsch bekräftigte, dass der von der Kirche angestrebte Gesprächsprozess grundsätzlich offen für alle Themen sei. „Dialog darf nicht von vorneherein auf bestimmte Themen beschränkt bleiben und auch nicht möglicherweise sensible Fragestellungen außer Acht lassen“, sagte Erzbischof Zollitsch bei einem Vortrag im Wilhelm-Böhler-Club am Mittwochabend in Bonn.
(erzbistum-freiburg.de)

Hier spricht ein Bischof, denn wahr ist das natürlich nicht.
Gerade diese Woche konnten wir erleben, wie die Kirche auf die Fragen nach den 260.000 in ihren Säuglingsheimen malträtierten Babys reagiert: Gar nicht.
Keine Stellungnahme, keine Entschuldigung und erst recht kein Dialog.
Mit der totalen Dialogverweigerungen treiben insbesondere Bischof Müller, Kardinal Meisner und Bischof Tebartz-van Elst die Gläubigen aus der Kirche. Mit einer gehörigen Portion Sadismus sabotieren sie die Bemühungen aller Katholischen Laienorganisationen. Dialog à la Bischof bedeutet: „Wir geben Anweisungen, ihr hört zu!“

Erzbischof Zollitsch forderte weiter, die Kirche „wieder neu erkennbar und erfahrbar“ zu machen „als Ort, an dem Menschen Zugang finden zu einer Wahrheit, die sie beglückt und frei macht, die sie ihr ganzes, zugleich so buntes wie auch gefährdetes Leben verstehen lässt. Menschen vertrauen der Kirche, wenn sie den Glauben tatsächlich glaubwürdig an sie heranträgt und lebt.“
(erzbistum-freiburg.de)

Glaubwürdigkeit ist kein Begriff, den ich Ihnen, Herr Zollitsch, empfehlen würde.
Schließlich hat die Kirche sich systematisch an den Schwächsten vergriffen und die Sextäter geschützt.
Nun will sie die teilweise in den Selbstmord, zumindest aber in Psychosen getriebenen Opfer mit maximal 5000 Euro, also einer knappen Hälfte eines bischöflichen Monatsgehalt abspeisen.

Glaubwürdig wäre die katholische Kirche in dem Punkt, wenn sie einsähe, daß es bei den Protestanten nicht in dieser Häufung Mißbrauch an kleinen Jungs gibt.
Es ist offensichtlich, daß mit der Bibel-widrigen Praxis des Zwangszölibats, der Homophobie und der Frauenordinierungs-Panik, genau die unreifen und komplexbeladenen Typen in die Priesterseminare gelockt werden, die nachher den Ministranten in die Hose fassen.
Eine glaubwürde Kirche würde das ändern.

Dazu gehört Ihr Verein nicht, Herr Zollitsch.

Samstag, 19. März 2011

Kirche bequem und kompakt.

Vor einigen Jahren, als mal wieder die peinliche Situation auftrat, daß meine katholischen amerikanischen Verwandten zu Besuch in Deutschland waren und selbstverständlich sonntags in die Kirche gehen mußten - während wir in der deutschen Diaspora Lebenden noch nicht einmal wußten wo überhaupt katholische Kirchen sind, geschweige denn wann dort Gottesdienste stattfinden.
Man hatte aber einen modus vivendi gefunden - keiner versucht mehr den anderen zu überzeugen. Einer der Besucher löste nach dem Gottesdienstbesuch die etwas verkrampfte Situation auf, indem er lachend bemerkte, er wisse jetzt wieso „you Germans“ nicht in die Kirche gehen.
Die Bänke auf denen man hier kniet wären nämlich unglaublich unbequem. Blankes Holz. Da wäre das Beten eine echte Qual. Zu Hause in den USA wären die katholischen Kirchen viel Rentner-freundlicher mit komfortablen Polsterungen auf den Bänken.

Liegt hier der Schlüssel für den zunehmenden Atheismus in Deutschland?

Dümpelt die westeuropäische RKK im Religioten-Abklingbecken, weil der Katholizismus den Gläubigen einfach zu sperrig und unbequem geworden ist?

(Religiotie definiert nach MSS: Darunter verstehe ich eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird. Religiotie führt zu deutlich unterdurchschnittlichen kognitiven Leistungen sowie zu unangemessenen emotionalen Reaktionen, sobald es um glaubensrelevante Sachverhalte geht – etwa um das Anerkennen der empirischen Belege der Evolutionsbiologie. Religiotie ist sicherlich die am leichtesten zu erkennende Form einer weltanschaulich bedingten, partiellen Denkschwäche.)

Müßten die Bischöfe ihre Kirchenschiffe einfach zu gemütlichen Chill-out-Lounges umbauen und die Kunden wie in modernen Kinos auf ultrabequemen Fauteuils in halbliegender Position bepredigen, während attraktive Hostessen Snacks und Cocktails reichen?
Wird die Kirche der Zukunft eine Wellness-Oase für Pediküre und Thai-Massage mit dem Pfarrer als Zusatzangebot?

Vielleicht ist der Gedanke gar nicht so abwegig - zu offensichtlich liegt der Erfolg des Katholizismus in der Show begründet. Für’s Auge bietet der Vatikan so viel wie keine andere Religion.
Man sieht die Konservativ-Klerikalen schon schäumen bei solchen Vorschlägen. Kirche reduziert auf Show für Festtage wie Weihnachten und Hochzeit?

„Was nützen mir 2 Millionen Besucher beim Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages, wenn anschließend der Platz voller Kondome liegt?“ ätzte einst ein gewisser Kardinal Ratzinger über die ultraerfolgreichen Teenager-Papstmessen des Johannes Paul II.

Der Kampf gegen den „Relativismus“ und die „religiöse Beliebigkeit“ ist wenig überraschend das Hauptcharakteristikum des gegenwärtigen Pontifikats.
Benedikts Alptraum ist das Motto „anything goes“ für einen Katholizismus, der Frauen zu Priestern macht, Homosexuelle segnet, Abendmahl mit den minderwertigen Protestanten zuläßt und auf den Zölibat verzichtet.

Ein verwässerter Glaube ist für die Koalition aus Kreuznet, Piusbrüdern, Meisner, Ratzinger und Overbeck der Grund für die jährlichen Austrittszahlen in Hundertausenderschritten.

Offensichtlich ziehen Kirchenführung und Kirchenfußvolk dabei nicht an einem Strang, da die Laien in diametral entgegengesetzter Einschätzung der Lage gerade die Starrheit des Kirchenadels als Austrittsgründe ausmachen.*

Tatsächlich erscheint es mir psychologisch einleuchtend zu sein, daß einige Gläubige die „Heiligkeit“ ihrer Hirten (die sich ehrfürchtig mit "Hochwürden" anreden) bröckeln sehen würden, wenn diese auf einmal auf Unbequemlichkeiten wie die Enthaltsamkeit verzichteten.

Unterstreicht es nicht die Gläubigkeit und die eigene Überzeugung, wenn man bereit ist für das Priestertum eine Menge Nachteile in Kauf zu nehmen? Sonst könnte ja jeder Priester werden.

Im Gegensatz zu normalen Menschen denken Katholiken immerhin, daß wir alle grundsätzlich mit Erbsünde geboren werden und deshalb fortlaufend demütig und büßend auf den Knien rutschend den Gott um Gnade anbetteln müssen.
Das Leiden gilt vielen Katholiken daher schon an sich als Ausweis von besonderer Spiritualität.

Manche Fanatiker wie die Opus Dei-Mitglieder peitschen und matern sich tagtäglich, um Jesus näher zu sein.
Der vorherige Papst hat extra eine Enzyklika des Leidens verfasst.

Die Masochistenfraktion der Soutanenträger sieht explizit darin eine Wertschätzung des Sadisten (vulgo: Gott), der das alles verursacht.
Immerhin hat er schon seinen eigenen geliebten Sohn bestialisch foltern und töten lassen - natürlich nur AUS LIEBE zu den Menschen.
Wenn es dem heutigen Homo Sapiens ähnlich ergeht, soll man dankbar sein.

Insbesondere die körperlichen Qualen, die ein Mensch erLEIDen kann - Schmerzen - sind den Christenexperten hochwillkommen.
Unter Schmerzen wurdest du geboren, unter Schmerzen musst du sterben“ - das erklärte schon Gott persönlich in Gen, 3:

16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen, und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.

Johannes Paul II, der Große, stellte schon zu einer frühen Phase seines Pontifikats klar, daß Leid generell zu begrüßen sei.
Im

heißt es:

Paulus: »Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage«.(2)
………Die Kirche, die aus dem Geheimnis der Erlösung im Kreuz Christi geboren wird, muß die Begegnung mit dem Menschen vor allem auf dem Weg seines Leidens suchen.
…..6. Die Heilige Schrift ist ein großes Buch über das Leiden………

Stimmt die Theorie, daß erst in Leid und Schmerz eine innige Beziehung zu Gott entsteht, leistet „der Herr“ immerhin ganze Arbeit.

Chapeau, Gott, Du altes Haus, in Ost-Japan und Libyen klappt das ja mal wieder großartig mit der Kotaktaufnahme zu den Schäfchen auf der Erde.

Folgt man dieser Denkrichtung wird das nichts mit einem bequemen Katholizismus mit Wohlfühl-Charakter.

Andererseits lebt die Papst-Kirche auch von Widersprüchen.
Während die einfachen Ordensleute oft mit Gelübden, Verboten und Einschränkungen gematert werden, dürfen die Kirchenfürsten im größten Luxus leben.
Die Kleiderkammer des Papstes ist größer als der Schuhschrank von Imelda Marcos. Getragen wird nur das Teuerste; kaum ein Gewand, welches ohne Perlen und Goldfäden auskommt.
Statt Polyester-Schal von „kik“, muß es eine Hermelinstola sein.

(„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in den Himmel kommt“ - Jesus)

Aber auch die meisten der 4000 Bischöfe wohnen in prächtigen Palais', haben Diener, Privatköche, Sekretäre, Luxuslimousinen samt Fahrern und keinerlei finanziellen Sorgen.

Ist dann nicht doch an der Zeit es auch den einfachen Gläubigen etwas bequemer zu machen?


Die Kollegen von der Protestanten-Sekte gehen diesen Weg. Hier frönen die Pfaffen den Freuden des Ehebetts und Frauen werden Bischöfinnen. Die Gottesdienste sind nicht so elend langweilig und erfordern von den Gläubigen auch keinen Gymnastik-Einsatz (Bekreuzigen, Knien,…).

Der neuste Hit der Wellness-Christen ist das Twitter-Angebot eines Gebetes in 140 Zeichen!

Evangelische Landeskirche in Baden das "Gebet to go" ins vereinseigene Portfolio aufgenommen.
Halleluja! Täglich gegen 12 Uhr erhalten interessierte Jünger das "Twittagsgebet". Initiator Oliver Weidermann erklärt, man verbreite die frohe Botschaft über den Mikroblogging-Dienst Twitter, weil dieser einen "hoch konzentrierten Austausch" ermögliche. Das ist insofern richtig, als dass das erste Gebot lautet: Du darfst nicht mehr als 140 Zeichen absondern. Nun fällt Verzicht schwer, und die Kirche wäre nicht die Kirche, fasste sie nicht Verbote mitunter nur als Empfehlungen auf. Kurz-Nachricht: Schon am ersten Tag setzte die Kirche zu viele Zeichen und sprengte die Beschränkung mit einem Doppel-Tweet. Gut, es gibt schlimmere Sünden.

(HH Abla 17.03.2011)

Welche ein Fortschritt.
Statt der drögen, ollen dicken Bibel, gibt es die frohe Botschaft nun auf’s Handy.

Kostproben:

Essen gibst Du und Getränke, Leben und Zukunft sind Deine Geschenke. Wir danken Dir, Gott, für diese Fülle, in Deine Liebe uns alle hülle.

Die Katastrophe nimmt kein Ende. Wo bist Du, Gott? schreit der Zweifel. Du bist da! sagt zaghaft der Glaube. Lass Deine Welt nicht allein!

Wochenend, vielleicht sogar Sonnenschein – und die Welt kommt nicht zur Ruhe. Lass mich wieder Kraft tanken und bei Dir zur Ruhe kommen.

hina, yuuki, nanami, kaito, ayaka, haruto, shouta, ... so rufen die menschen in japan – suchend - Gott, du kennst sie alle mit namen!

Ganz schöner Trubel um mich herum in der Fußgängerzone, am Imbiss... Du bist lebendig! Dank fürs Essen & die Kamellen - und für mein Leben!

Unverstehbarer Gott, erschreckende Nachrichten erreichen uns aus Japan. Wo bist Du? Erbarme Dich Deiner Menschen und schenke Du Hoffnung!

Essen schenkt uns Leben & ist ein Geschenk des Lebens für uns. Dafür sind wir dankbar. Jeden Tag gibt es hierfür ein Gebet o einen Impuls.

Irgendwie wenig verwunderlich, daß die Protestanten mit noch massiveren Austrittsströmen zu kämpfen haben.




*(Solange weiterhin Scharenweise Gläubige ihre Kirchenmitgliedschaft kündigen sind mir beide Interpretationen recht, obwohl beides Unsinn ist)