TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!
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Samstag, 15. August 2009

Sex helps

Als Fan von Patrick Wolf, er spielt übrigens gestern in Hamburg auf dem DOCKVILLE FESTIVAL 2009, las ich natürlich das Interview, das Mopo-Frau Katja Schwemmers mit ihm führte.
Im Internet kursieren verscheidene Versionen - offensichtlich wurde der Text mehrfach verkauft und gekürzt.

Schwemmers:
Meine Lieblingszeile auf "The Bachelor" ist ja "Who will penetrate the tightening muscle?". [andere Version der Frage: In "Who Will?" singen Sie davon, dass bestimmte Muskel penetriert werden sollten - ich weiß nicht, was Frau Schwemmers wirklich gefragt hat]

PW:
(lacht) Ich wurde gestern gefragt, ob das ein Song über Analsex ist. Aber auch das Herz ist ja ein Muskel. Die Frage, die sich also stellt, ist: Wer kommt in mein Leben, entspannt mich und bringt mich in Einklang mit mir selbst? Der Song ist aber auch eine gute Metapher für Alleinstehende, die sich aufheben für den einzig wahren Partner. So wie sich Nonnen aufheben für Jesus. Denn vor allem dreht sich das Stück um meine Tante, die Nonne war, was natürlich bedeutet, dass sie jungfräulich und keusch leben musste. Sie bekam Eierstockkrebs und starb daran. Ein erstaunlich hoher Prozentzahl der Nonnen bekommt diesen Krebs, das ist wissenschaftlich belegt – die Vagina sollte also verwendet werden!

Schwemmers:
Könnte Masturbation da nicht helfen?

PW:
Das klingt nach einem wirklich guten Ansatz!

[Who will? Ist in der Tat auch mein Lieblingssong des Albums - der Text ist aber weniger zweideutig, als hier unterstellt wird:
Who will penetrate
The tightening muscle
Who will cut across
The thickening skin Who will be the one
To reach their hand in
And pull out The golden heart
Who will?
Who will….]

Die Frage ist nun aber, ob Wolfs Angaben bezüglich der Ovarialkarzinomhäufigkeit stimmen.

Er hat tatsächlich Recht - das sind in der Medizin ganz bekannte Zusammenhänge.

Die ZEIT schrieb bereits 1969 (!!!!) über eine Studie des Journal'of the National Cancer Institute, April 69:
Eine Arbeitsgruppe des amerikanischen National Cancer Institute hat die Todesursachen von 31 658 römisch-katholischen Nonnen untersucht, die zwischen 1900 und 1954 gestorben sind, und dabei festgestellt: Dickdarm-, Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs war bei den Ordensschwestern wesentlich häufiger diagnostiziert worden, als nach den für weiße Amerikanerinnen in jenem Zeitraum geltenden Statistiken zu. erwarten gewesen wäre.

Inzwischen ist in der Hinsicht viel geforscht worden.
Man kennt einige Ursachen: Brustkrebs ist bei Nonnen wesentlich häufiger, weil sie nie gestillt haben.
Neuere Studien sagen hingegen, daß Zervixkarzinome gerade bei Nonnen seltener sind, da HPV-Viren eine größere Rolle spielen und den negativen Effekt der Enthaltsamkeit überlagern.

Ausgesundheitlichen Gründen wäre also Masturbation eher als GV angesagt.

Außerdem werden enthaltsame Frauen bekanntlich hysterisch.

(Die Hysterie gilt als die älteste aller beobachteten psychischen Störungen. Sowohl in Plato und Hippokrates in Griechenland, wie auch alte ägyptische Papyri, beschrieben schon bestimmte Charaktereigenschaften als hysterisch, typischerweise: Ichbezogenheit, Geltungsbedürfnis, Kritiksucht, etc... - so wie verrückte Frauen eben sind – aber sie können nichts dafür, weil sie anatomisch prädestiniert sind. Konzeptionell ging man davon aus, dass die Gebärmutter, wenn sie nicht regelmäßig mit Samen gefüttert werde, im Körper suchend umherschweife und sich dann am Gehirn festbeiße. Dies führe dann zum typischen "hysterischen" Verhalten. Hysterie (von griechisch hystera: Gebärmutter, verwandt mit lat. Uterus „vom Uterus ausgehend“,) und so galten die typischen hysterischen Beschwerden, wie allgemeine Unleidlichkeit, Schlafstörung und Ohnmachtsanfälle, als Folge eines Staus von Körpersäften im weiblichen Geschlechtstrakt.
Abhilfe schafft da nur geregelte Masturbation, für die mediziner schon früh eine Vielzahl von Apparaten entwickelten)


Immerhin - da gleichen sich dann die Probleme von Nonnen und Mönchen. Sofern sie tatsächlich NICHT masturbieren, steigt dadurch ihre Prostatakrebsrisiko, wie unter anderem eine Australische Studie von 2003 belegt.

Belastung durch zellschädigende Stoffe in der Drüse geringer

Regelmäßiges Masturbieren verringert bei Männern die Gefahr von Prostatakrebs, vermuten australische Forscher.
Über das Ergebnis einer entsprechenden Studie berichtet das Magazin New Scientist (19. Juli, S. 15). Der Mediziner Graham Giles vom Viktoria-Krebsrat in Melbourne und sein Team befragten über tausend Männer mit Prostatakrebs nach ihren sexuellen Gewohnheiten und verglichen die Antworten mit denen von gesunden Männern. Aus den Umfrageergebnissen errechneten die Forscher, dass Masturbieren das Risiko von Prostatakrebs um bis zu einem Drittel verringert. Vor allem regelmäßige Selbstbefriedigung im Alter von 20 bis 30 Jahren habe demnach einen schützenden Effekt.

Also liebe Damen und Herren von der Zölibatsfraktion:

Gesund ist das nicht, was Ihr da treibt!

Die Bibel, die den Zölibat sogar ausdrücklich VERBIETET, hat vielleicht RECHT!

Sonntag, 12. Juli 2009

Große Schiffe.

Inzwischen werden Containerschiffe gebaut, die 400 m lang sind und wie die Monstren der Emma-Mærsk-Klasse angeblich 16.000 Container tragen können.
Über 14.000 Liter Kraftstoff verbraucht so ein Schiff PRO STUNDE.

Es muß aber einst noch ein wesentlich größeres Schiff gegeben haben.
Die Arche Noah nämlich.

Uiui, das muß ein echtes Monstrum gewesen sein.

Immerhin konnte sie von jeder der schätzungsweise 1,8 Millionen Tierarten je ein Paar mitnehmen.
OK, Herr und Frau Blattlaus haben wenig Platz gebraucht, aber damals, als Noah sein Schiff zusammen zimmerte, lebten schließlich noch die Dinosaurier - die Erde ist bekanntlich nur 6000 Jahre alt.

Das berühmte Creation-Museum in Kentucky weiß genau, daß Noah auch rund 50 Dinosaurierpaare aufgenommen hatte.
Das haben „Wissenschaftler“ eigens auf der Noah’s Ark Construction Site dargestellt:

See the scaffolding, smell the freshly-cut timbers in the busy work site of Noah’s Ark. Delve into the belly of the Ark and imagine the stalls full of animals, in close quarters. Listen to the sounds of thunderous, driving rains and the pounding of water against the sides of the great Ark.

Dieses vor zwei Jahren eröffnete Megamuseum in2800 Bullittsburg Church Rd.
Petersburg, KY 41080, das die Richtigkeit der biblischen Schöpfungsgeschichte beweist und bereits 715.000 begeisterte Besucher anlockte, ist überhaupt eine ewige Quelle der Weisheit:

The state-of-the-art 70,000 square foot museum brings the pages of the Bible to life, casting its characters and animals in dynamic form and placing them in familiar settings. Adam and Eve live in the Garden of Eden. Children play and dinosaurs roam near Eden’s Rivers. The serpent coils cunningly in the Tree of the Knowledge of Good and Evil. Majestic murals, great masterpieces brimming with pulsating colors and details, provide a backdrop for many of the settings.

Schade, daß die koreanischen Werften heutzutage nicht über so viel Know How verfügen und solche Schiffchen einfach aus Zypressenholz Marke Eigenbau zusammen zimmern können.

Die schlagen sich mit Materialprüfungen, Stabilitätsberechnungen und Schwingungen herum. Sogar mit Kraftstoffverbrauchreduzierungemaßnahmen - 14.000 Liter pro Stunde sind allerdings auch für deutsche Verhältnisse nicht eben wenig.

Warum hören die Werften nicht auf die Anweisungen in der Heiligen Schrift - da steht doch wie man das macht:

Genesis,6:
14 Mach dir eine Arche aus Zypressenholz! Statte sie mit Kammern aus, und dichte sie innen und außen mit Pech ab! 15 So sollst du die Arche bauen: Dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch soll sie sein. 16 Mach der Arche ein Dach und hebe es genau um eine Elle nach oben an! Den Eingang der Arche bring an der Seite an! Richte ein unteres, ein zweites und ein drittes Stockwerk ein! 17 Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden.

Alles auf Erden soll verenden - immer wieder ganz reizend, der liebe Gott.

Fragt sich nur was vor der einheitlichen IUPAC-Vereinheitlichung „eine Elle“ war.
Archäologen meinen, daß eine Elle damals etwa 44 cm waren, so daß die Arche so circa 130 m lang war.

Das ist natürlich bei 1,8 Millionen Tierpaaren - darunter 100 Dinosauriern ein wenig knapp.

Ob hier womöglich ein kleiner Fehler in der biblischen Theorie vorliegt?

Da sollten auch christliche CDU-Politiker, die der Kreationismus-„Theorie“ das Wort reden, noch mal nachdenken.

Die ehemalige Hessische Schulministerin Wolff:
„Ich halte es für sinnvoll, fächerübergreifende und -verbindende Fragestellungen aufzuwerfen, dass man nicht einfach Schüler in Biologie mit der Evolutionslehre konfrontiert und Schüler im Religionsunterricht mit der Schöpfungslehre der Bibel. Sondern dass man gelegentlich auch schaut, ob es Gegensätze oder Konvergenzen gibt.“

Ein anderer tiefgläubiger Kreationismus-Anhänger ist der CDU-Ministerpräsident von Thüringen - der auch wegen fahrlässiger Tötung verurteilt ist.

Wenn solche Typen von der CDU in die Landesregierungen gewählt werden, muß man sich jedenfalls nicht mehr wundern, daß Deutschlands Jugend konsequent verdummt.

Sonntag, 20. Januar 2008

Im Sumpf

OK, Roland Koch ist in der Liste der Brechreizauslöser unübertreffbar, aber nachdem ich schon seine Stellvertreterin Frau Wolff mehrfach in diesem Blog diesbezüglich abklopfte, muß ich doch der Vollständigkeit halber noch ein paar andere groteske Hessen erwähnen.

Da gibt es einen unfähigen Verteidigungsminister in Berlin – auch „Kochs U-Boot“ genannt. Hat von dem Sachthema zwar keine Ahnung, soll aber Koch über Kabinettsinterna auf dem Laufenden halten.

Wie sich der hessische Innenminister Bouffier mit den schlechtesten Zahlen aller Bundesländer bei der Jugendkriminalität als harter und konsequenter Kriminalitätsbekämpfer selbst belügt, dürfte inzwischen deutlich geworden sein. Die Jugendlichen, die er nun so hart bestraft sehen will, jene 12-14-Jährigen, die nun auch mal in den Knast sollten, waren wohlgemerkt noch im Kindergarten oder gar in den Windeln als der lügende Bouffier 1999 sein Amt antrat – unter seiner Herrschaft kam es zu den Zuständen, die er jetzt beklagt.
"Jetzt verbreitet das Ministerium von Minister Bouffier schon CDU-Propaganda innerhalb der hessischen Polizei. Das ist ein Skandal", sagte dazu Jürgen Walter, der im SPD-ZUKUNFTSTEAM für das Innenressort zuständig ist.

Ebenfalls überführt wurde der hessische Europaminister Volker Hoff, der auch die Öffentlichkeit nachweislich belogen hat. Gegen Hoff als „Knoten des CDU-Netzwerks“ und seine Firma ZHP, der er gründete und der er als Gesellschafter dient, gibt es seit 2005 ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft. Die Firma soll eine Art Durchlaufstation für all die schmutzigen Geldflüsse der Hessen-CDU gewesen sein.

Herzallerliebst auch der vormalige CDU-Innenminister und Hessen-CDU-Chef Manfred Kanther, der die Unions-Tradition (begonnen von Old Schwurhand Zimmermann...) weiter führte, daß Verfassungsminister der Union stets Lügner, vorbestraft oder sonst irgendwie verfassungsfeindlich sein müssen. Schäuble ist da ja auch ganz traditionell. Am 18. April 2005 wurde Manfred Kanther erstinstanzlich vom Landgericht Wiesbaden zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit Bewährung verurteilt, weil Kanther sich der Untreue gemäß § 266 des Strafgesetzbuches schuldig gemacht habe. Uneinsichtig und widerborstig wand er sich noch und ging in Revision. Am 25. September 2007 wurde das Verfahren vor dem Landgericht Wiesbaden erneut eröffnet und Kanther am 27. September 2007 wegen Untreue zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Tagessätzen verurteilt.

Noch tiefer im Sumpf steckte wohl der hessische CDU-Finanzmann Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (Landesschatzmeister der hessischen CDU 1976-1998). Er wurde natürlich auch angeklagt, aber wegen erheblicher gesundheitlicher Probleme wurde das Verfahren eingestellt. Die ganze CDU-Spendenaffäre kann man überall besser nachlesen, das will ich nicht noch mal alles aufführen – schön jedoch für die Hessen-CDU, daß es stets geneigte Staatsanwälte gab, die ihnen den gröbsten Ärger vom Hals hielten.

So konnten die Top-Lügner in ihren Ämtern bleiben.

Neben Koch ist da vor allem der immer noch amtierende hessische Finanzminister Karlheinz Weimar zu nennen: Streitpunkt ist eine Entscheidung Weimars aus dem Jahre 2000, seiner Partei keinen Schenkungssteuerbescheid zu schicken. Der Finanzminister hatte argumentiert, es gebe eine bundeseinheitliche Regelung, nach der anonyme Liechtensteiner Stiftungen wie heimliche Schwarzgeldkonten behandelt werden müssten. Grundlage für Weimars Entscheidung ist ein umstrittener Behördenvermerk des Landes Nordrhein-Westfalen, der bisher nur gegen Privatpersonen angewendet wurde und Parteien verschonte. Knackpunkt in dem Streit ist, dass der Vermerk erst zwei Jahre später, im Oktober 2002 verfasst wurde. Die Opposition im hessischen Landtag hält das Vorgehen Weimars für einen Skandal. Während jeder Bürger vom Finanzamt zur Steuer herangezogen werde, verschone der Finanzminister die eigene Partei, argumentierte SPD-Frantionschef Jürgen Walter. Außerdem habe im Jahre 2000 jede rechtliche Basis gefehlt, die hessische CDU vor der Schenkungssteuer zu bewahren. Ist die Auslegung des Landes Nordrhein-Westfalen stimmig, dann entgeht der hessischen Landeskasse nach Aussagen von Steuerfachleuten mindestens vier Millionen Euro, möglicherweise sogar sechs Millionen.

Der Spiegel von morgen wird in anderer Sache über den korrupten Mann mit der Rotzbremse berichten, daß unter seiner Ägide wiederholt Steuerfahnder mit miesen Methoden aus dem Verkehr gezogen wurden, die nicht so wie bei der CDU üblich mauscheln wollten:
Denn inzwischen häufen sich unter Weimars Verantwortung Fälle, bei denen seine Finanzverwaltung noch schlechter aussieht. Mehrere gutausgebildete Steuerfahnder, die mit ihren Vorgesetzten wegen dienstlicher Angelegenheiten über Kreuz lagen, hat das Land Hessen mit Hilfe psychiatrischer Gutachten zu pensionsberechtigten Ruheständlern gestempelt - teilweise schon im Alter von 36 Jahren. Und mindestens einer von ihnen, der 46-jährige Rudolf Schmenger, will sein auf Staatskosten erworbenes Fachwissen jetzt nutzen, um die Einnahmen des Staats gezielt zu verringern: Seit einigen Wochen besitzt der Ex-Fahnder eine Zulassung als privater Steuerberater. Dabei gehörte der Ex-Amtsrat zu jenen einst hochgelobten Finanzexperten, die dem Fiskus einen Milliardenbetrag an Steuernachzahlungen und Hinterziehungszinsen eingebracht hatten. Er und andere Fahnder konnten sich nicht damit anfreunden, daß die hessische CDU reiche Steuerflüchtlinge durch die mit Weimars Finanzministerium abgestimmte Verfügung unzulässig schonte.
Aber Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind natürlich in einem CDU geführten Ministerium Hessens ein Fremdkörper – so wie ein Eiswürfel in der Hölle:
Für die Fahnder, die mit ihrer Opposition gegen die Verfügung die Sache ins Rollen gebracht hatten, begannen harte Zeiten in der Weimar-Administration. Knapp ein Dutzend von ihnen wurde versetzt. Schmenger und einige seiner Kollegen berichten über "Mobbing".
Gegen ihn, so Schmenger, seien unbegründet disziplinarische Vorermittlungen eingeleitet worden, die ein Gericht später stoppte.

Freitag, 11. Januar 2008

Auch das noch...

Da begibt sich schon das Merkel zum Oberlügner Koch in die NPD-Schnittmenge, rührt ungerührt in der xenophobischen Rassismussoße und als ob das noch nicht genug der Niedertracht wäre, kuschelt nun auch noch die siebenfache Familienmutter der Nation – Ursula von der Leyen - mit den Evangelikalen.
Die Familienministerin, die auch schon im Duo mit Bischöfin Käßmann dazu aufforderte, daß Elter mit ihren Kindern mehr beten sollten, übernahm jüngst die Schirmherrschaft für den ultrarechten christlichen Kongress "Christival 2008" in Bremen.
Das Christival wird in diesem Jahr vom 30. April bis 4. Mai zum fünften Mal ausgerichtet und zielt in erster Linie auf junge Christen aus aller Welt. Unter dem Dach versammelt auch schauderhafte Hassprediger, die alles dafür tun Schwule und Lesben in den Selbstmord zu treiben, indem sie sie als schlimme Sünder brandmarken.
Hochgradiger hanebüchener Unsinn mit dem Segen der CDU-Bundesministerin von der Leyen. Schwule in allen Parteien und Verbänden können nur mit dem Kopf schütteln. So schreibt beispielsweise queer.de über die im Rahmen des „Christival 08“ angebotenen Kurse:
"Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen", heißt es dabei in der Seminarbeschreibung. Den Veranstaltern geht es "um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen". Diese als "Ex-Gay-Bewegung" bezeichneten "Heilungs"-Ansatz kommt aus den USA. Dort werden bereits Camps zur Umpolung von Schwulen und Lesben angeboten. Kritiker beklagen, dass derlei Aktivitäten Jugendliche in den Selbstmord trieben.

Nachdem sich inzwischen zwei CDU-Landesregierungen schon für die Gaga-Scheinargumente der Creationisten-Spinner erwärmen konnten – nämlich die hessischen Vizeministerpräsidentin Wolff und der thüringische Ministerpräsident Althaus, grätscht es aus der Kanzlerpartei wiederholt nach ganz ganz rechts in den fundamentalistischen Sumpf aus Desinformation und Hass.

Begeistert ist immerhin das ultrakatholische und fundamentalschwachsinnige Kreuznet, das sofort begann auf Kritiker der homophoben Seminare einzudreschen.
Sie illustrieren ihre vollkommen derangierten Hirnfunktionen, indem sie ausgerechnet den für Toleranz und Friedfertigkeit eintretenden Personen wie Volker Beck „blanken Hass“ unterstellen:

Am Dienstag entbrannte der Haß des notorischen Grünen-Politikers Volker Beck gegen die Veranstaltung. Er forderte die christdemokratische Familienministerin auf, die Schirmherrschaft zurückzulegen. Der selbsterklärte Homo fürchtet angebliche „gefährliche Psychokurse“ und „minderheitenfeindliche Angebote“.

In den mannigfachen Kommentaren zu dem Katholiban-Artikel wird dann – wie gewohnt – den volksverhetzenden Ansichten der selbsternannten Christen gefrönt – unzensiert von den christlichen Administratoren:

„ich will auch keinen in die Hölle verdammen…aber ich bin davon überzeugt, dass Homo-Unzucht schwere Sünde ist und man als HSler nicht Teil sein kann der himmlischen Gemeinschaft. Das geht einfach nicht. Daher ist alles, was sich sog. christliche HSler in der Hinsicht vormachen Selbstbetrug. Da können der Papi und die Mammi noch so sehr hinter ihnen stehen. Das nutzt alles nichts, denn die schmerzliche Erkenntnis verbleibt: HS ist Sünde und macht eine lebendige Beziehung mit Gott unmöglich.“ „verdammt sich ein Christ etwa zu einem qualvollem Dasein, wenn er ein natürliches Eheleben führt. Dann doch wohl eher jene Kreaturen, die sich in sog. Darkrooms pferchen und dort ihren perversen, gottlosen Praktiken nachgehen. Das ist seelische Qual und eigentlich doch schon die Hölle, aber wie es scheint hat der Teufel diese Menschen so betrogen, dass sie meinten, sie spielten Purzelbaum auf grünen Wiesen. „ (von matt2)

oder auch:
„Wenn Volker Beck erst schwul wurde nachdem er Claudia Roth begegnet ist wäre dies ein Milderungsgrund. Dass ein solcher Politiker und nicht Watschenmann in einem russischen Jahrmarkt ist sagt eigentlich alles über ein System aus“ (von Florian Geyer)

Oder auch:
„HS halte ich nicht nur für eine kleine Spielwiese, denn sie beflügelt den moralischen Verfall der Gesellschaft und wirkt vor allem in den Köpfen junger Menschen und verpfuscht ihr Leben. Und ich wehre mich vor allem gegen Bestrebungen einer Gleichstellung von HS Partnerschaften und der Ehe zwischen Mann und Frau. Denn die Partnerschaften sind eine Kultur des Todes. Sie bringen aus sich selbst kein Leben hervor und sind für eine Gesellschaft mehr als schädigend. Ausserdem halte ich nach wie vor die Gleichstellungsbestrebungen für ein Einfalltor vieler weiterer „Neigungen“ sich unter dem Deckmantel der Toleranz Akzeptanz zu verschaffen.“ (Bruder Theophil)

Nette Gesellschaft, die sich die bundesdeutsche CDU-Familienministerin da ausgesucht hat.

Samstag, 1. Dezember 2007

Die Monats-Impudenz.

Zum 1.Dezember küre ich heute den Depp des Monats, die Oberarschgeige des Novembers, das imbezilste politische Individuum.
Es ist KARIN WOLFF, die creationistische Hessen-Lesbe und Koch-Vizin.
2006 war vermutlich ihr schönstes Jahr, weil die fanatischen hardcore-Christen vom Verband Deutscher Evangelikaler zur „Christin des Jahres“ gekürt wurde, weil sie in Sachen Schöpfungslehre „tapfer für die Meinungsfreiheit gekämpft“ habe. Unlängst bezeichnete Wolff in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die Behandlung der biblischen Schöpfungslehre im Biologie-Unterricht als „modern“.
Bedauerlicherweise wird dies wohl die einzige Auszeichnung des Verbandes an die stellvertretende Ministerpräsidentin Hessen bleiben, da sie sich zwischenzeitlich geoutet hat und Evangelikale hassen nun mal nur ein noch mehr als Realität, Vernunft und die Wahrheit: Homosexuelle!
Arme Karin.
Aber dafür kommt eben von mir zum Ende des Jahres 2007 die Auszeichnung als „Monats-Impudenz“, denn sie als für die Schulen zuständige Ministerin hat sich jetzt an noch eine Uralt-Tradition erinnert, die ebenfalls aus finsteren Zeiten stammt – genau wie die ID-Absurdo-Theorie.
In der Bibel, im zweiten Buch Samuel, kann man lesen, wie der spätere König David reagierte, als er vom Tod König Sauls in der Schlacht am Berg Gilboa erfuhr: Er ließ den Berichtenden kurzerhand von einem seiner Männer erschlagen. Die Überbringer schlechter Nachrichten zu töten war generell eine Zeit lang recht beliebt. Entsprechende Berichte finden sich in der griechischen Antike und auch der Aztekenherrscher Montezuma soll, als ihm das Nahen des Spaniers Cortez gemeldet wurde, die Hinrichtung der Boten angeordnet haben.
Ähnlich erging es just dem sogenannten Mr. Pisa,
Andreas Schleicher.
Als Chef der Abteilung für Indikatoren und Analysen bei der OECD in Paris leitet er die Pisa-Studien und legte sich in den letzten Jahren immer wieder mit deutschen Bildungspolitikern an. Für die 16 deutschen Kultusminister ist Andreas Schleicher ein alter Bekannter - einer, vom den sie nicht gern hören.
Denn wann immer es eine neue PISA-Studie gibt, kommt das gleiche raus:
Deutschland ist am Ende der Skala und ruht sich auf dem ungerechtesten, ineffektivsten Schulsystem aus.
Deutsche Schüler sind einige Jahre hinter den europäischen Nachbran zurück, brauchen dennoch am längsten für die Schule, haben die höchste Abbrecherquote und zudem hängt es in keinem Land der Welt so sehr vom Wohlstand der Eltern ab, welche Chancen das Kind bekommt.
Und nun IGLU – da sieht es doch auf den ersten Blick so aus, als ob Deutschland mal nicht auf dem angestammten Platz Nummer letzt gelandet ist, sondern sich auf dem grandiosen Platz 13 (von 57) gesetzt hat.
Daß deutsche Grundschüler nun doch mal besser abschnitten, als die 9-Jährigen in Rumänien, Montenegro, Mexiko, Indonesien, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Tunesien, Aserbaidschan, Katar und Kirgisien, veranlasste die untätigen Unions-Wuchtbrummen Wolff und Annette Schavan zu orgiastischen Jubelgesängen.
Gar nicht gerne sehen sie die Kommentare der Lehrerverbände, daß man sich auf der Studie nicht ausruhen dürfe, weil diesmal insbesondere Umweltfragen gecheckt wurden, die traditionellerweise in Deutschland viel präsenter sind als in Kirgisien und Kasachstan. Am Mittwochabend betonte Schleicher auf Tagesschau.de, die jüngsten Ergebnisse
bedeuteten keine Verbesserung Deutschlands, weil die Tests von 2003 und 2006 wegen ihrer geänderten Aufgabenstruktur nicht vergleichbar seien.
Das jüngste Testverfahren habe bestimmte Stärken von deutschen Schülern begünstigt Ähnlich äußerte sich auch Matthias Rumpf, Pressesprecher des Berlin Centre der OECD: Aus den neuen Ergebnissen der deutschen Schüler dürfe man nicht den Schluss einer Verbesserung ziehen. "In den vergangenen Jahren wurden Naturwissenschaften nur eingeschränkt abgeprüft", sagte Rumpf.
Grrrrrrrrrr dachte sich da die Wolff’sche und forderte für die CDU-Kultusminister nun mal echte Konsequenzen:
Andreas Schleicher solle zurück treten! Bote weg, Problem gelöst! Vielen Dank Frau Wolff – daß man auch nicht in früher auf den tollen Plan gekommen ist – da hätten wir und ausufernde Feuilletondebatten über die teutonische Verdummung sparen können!
Wolff forderte, Schleicher müsse von seinen Aufgaben bei der OECD entbunden werden. Die Minister seien "grob verärgert" über die Vorabveröffentlichung und die Kommentierung durch Schleicher. Aus ideologischen Gründen könne er es wohl nicht ertragen, wenn Deutschland durch erhebliche pädagogische Reformen besser geworden sei und sich nicht auf das Gleis der Schulstrukturdebatte begeben habe, warf die hessische Kultusministerin Schleicher vor.
Jaja – das ist wirklich wahr.
Keine Satire!
Die Presse reibt sich langsam auch verwundert sie Augen und so schreibt CHRISTIAN FÜLLER:

Verteidigung der Klassenunterschiede - Was in den letzten beiden Tagen mit "Mr. Pisa" geschehen ist, kann einen schon verwundern. Man wusste gar nicht, wie viel Schmutz der feine Lehrerpräsident Josef Kraus in seiner Aktentasche herum trägt, um den Koordinator der Pisa-Studie, Andreas Schleicher, damit zu bewerfen. Und was die Vizeministerpräsidentin aus Hessen, Karin Wolff, an Unwahrheiten verbreiten kann. Gar kein gutes Vorbild, das die beiden LehrerInnen Kraus und Wolff, da für junge Leute abgeben. Du sollst nicht falsch Zeugnis gegen deinen Nächsten ablegen - das ist eine der wichtigsten abendländischen Regeln. Also, nicht lügen!

Eine Frage Herr Füller:
Den Vorwurf der LÜGE verstehe ich allerdings nicht so recht – denn das ist es doch, was Evangelikale professionell tun – kann man da anderes von der Christin des Jahres 2006 erwarten?

Samstag, 7. Juli 2007

Schlimmer geht es offenbar immer

Oh Mannomann – da habe ich noch vor ein paar Tagen bei den kreuznetlerischen Fanatikern warme Worte für die stellvertretende Ministerpräsidentin Hessens gefunden, weil man natürlich ob Ihres Outings auf sie einprügelte!

Vergebliche Liebesmüh: Es ist einfach ein unumstößliches Naturgesetz, daß sich Hessen-CDU und politisch-korrupte wahrheitswidrige Abartigkeiten nicht trennen lassen.

Macht ein Mitglied der hessischen Regierung den Mund auf, kommt so sicher wie das „Amen“ in der Kirche irgendein realitätsnegierender Unsinn heraus.

Ich zitiere aus der FR:

„Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich am Donnerstag vor seine Kultusministerin Karin Wolff gestellt, die die biblische Schöpfungslehre im Biologie-Unterricht behandeln lassen will. Im Lehrplan stehe, dass religiöse und philosophische Fragen die naturwissenschaftliche Lehre ergänzen sollten, zitierte Koch. "Wer sagt, er setzt den Glauben absolut, hat genau so Unrecht wie der, der sagt, er setzt die Naturwissenschaften absolut"

Offenbar soll nun auch noch die Entstehung der Arten „brutalst möglich“ aufgeklärt werden. Ich nehme an, daß deshalb auch so viele Lehrer in Hessen fehlen, weil sie es nicht fertig brachten die Herkunft der Rasse Mensch aus alttestamentarischen jüdischen Vermächtnissen zu erklären.

Kein Problem für Neolesbe Karin Wolff: „In der Geschichte von den sieben Schöpfungstagen gebe es eine "erstaunliche Übereinstimmung" mit der wissenschaftlichen Theorie.“

Fein – das ist also die Aussage einer KULTUSMINISTERIN in Deutschland.

Besonders bizarr ist, daß die Koch-Regierung 1999 mit einem hochgradig xenophobischen Wahlkampf („Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?“– unterstützt von CDU-Generalsekretärin Merkel) an die Macht kam. Seit dem blockiert die CDU jegliche Fortschritte beim Zuwanderungsrecht und reitet weiter auf der ausländerfeindlichen Schiene (Z.B. Rüttergs im Wahlkampf: „Kinder statt Inder!“)

Heute ist das Gejammere über den Fachkräftemangel groß! Tja, liebe CDU - bis DEUTSCHE Kinder den Fachkräftemangel ausgleichen, wird es wohl noch dauern!

Die hessischen Schulen helfen schon mal recht wenig weiter!

Was wohl sinnfreier ist: Bei Aushilfslehrern Däumchen drehen, oder in einem naturwissenschaftlichen Fach seit 150 widerlegte Irrlehren anzuhören, die noch nicht mal Benedikt XVI mehr glaubt!

Haha, der überführte Lügner Koch hat vermutlich einfach weniger Probleme mit kreationistischen Kernaussagen, wie z.B.:


“ Der Zeitpunkt der Schöpfung ist demnach der 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, was einem Erdalter von rund 6.000 Jahren entspricht. In der Regel gehen Kreationisten davon aus, dass die Erde bis etwa 10.000 Jahre alt ist.“

Fairerweise muß man dazu sagen, daß die hessische CDU nicht die erste Landesregierung stellt, die erkenntnistheoretisch irrlichtert; so hat Dieter Althaus sich am Dialog mit Kreationisten interessiert gezeigt und lud im Herbst 2005 Siegfried Scherer, einen der Autoren des Buchs „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“, zum so genannten „Erfurter Dialog“ in der Thüringer Staatskanzlei ein.

Gute Nacht Wissenschaftsstandort Deutschland!