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Donnerstag, 6. August 2009
Wie bei GWB....
George W. Bush hatte es gut.
Für ihn war Außenpolitik so viel leichter, als für die armen Menschen, die sich mit Faktenkenntnis und Hintergrundwissen herum schlagen müssen.
Bushs Amerika-Doktrin war dagegen so schön einfach und klar:
Alle Länder wurden in zwei Schubladen sortiert; erstens diejenigen, die die USA bedingungslos unterstützen und nicht widersprechen und zweitens die FEINDE.
Feinde sind alle scheiße und werden möglichst gedemütigt, getötet, gefoltert, oder auch mal im Falle des Ex-Alliierten Saddam, der im Gegensatz zu Bush, Merkel, Schäuble und Pflüger NICHT über die Massenvernichtungswaffen gelogen hatte, pro forma ein bißchen vor Gericht gestellt („bring them to justice!“), bevor er an den Galgen kam.
Solange die Bush-Administration eines Feindes noch nicht habhaft war, wurde er ignoriert.
Auf keinen Fall sollte mit „Feinden“ gesprochen werden!
Womöglich hätte einer noch widersprochen und sich nicht brav wie Merkel schleimspurziehend gen George Ws Anus bewegt.
Und dann kam da dieser Obama und hat alles wieder so kompliziert gemacht!
Schon im Wahlkampf haute er diese absurden Ankündigungen raus, daß er auch mit Gegner reden wolle.
Tstststs - wozu denn das?
Womöglich kommt es dann im Zuge dessen gar nicht mehr zu den schönen Kriegen und woher sollen dann die Milliardenaufträge für Halliburton, Blackwater und Co kommen?
Außerdem verlieren dann die Blackwatermänner womöglich endgültig ihre Lebensaufgabe, von der gerade heute wieder so nette Details bekannt wurden:
Ehemalige Mitarbeiter berichten, sie seien im Irak bewusst zum Morden getrieben worden. Der Firmengründer sehe sich als christlicher Missionar, der den Islam eliminieren wolle.
Zwei Mitarbeiter berichten über die Methoden des Blackwater-Chefs Prince:
Beide Männer geben wortgleich an, sie befürchteten Gewalttaten gegen sich als Vergeltung für die Vorlage der Erklärungen. Zeuge John Doe #2 erklärt, er habe von früheren Kollegen erfahren, dass Firmengründer Prince persönlich "eine Person oder mehr ermordet hat, oder "die Ermordung derer anordnete, die Informationen bereitstellten" im Rahmen staatsanwaltlicher Ermittlungen gegen das Unternehmen. Nach seinem Ausscheiden habe ihm das Firmen-Management persönlich Gewalt und Tod angedroht. Und John Doe #1 [hier ist seine eidesstattliche Erklärung] bangt um sein Leben, da er - nun offenbar für eine andere US-Sicherheitsfirma - demnächst erneut im Irak als privater Wachmann arbeiten wird. Auch dort, so will er vom Hörensagen wissen, seien bereits potentielle Zeugen der Anklage "unter verdächtigen Umständen ermordet worden". "Vision christlicher Vorherrschaft" Gemäß den Schilderungen des früheren Managers legte Firmengründer Prince es regelrecht darauf an, im Irak Menschen zu töten. "Er sieht sich selbst als christlicher Kreuzzügler mit dem Auftrag, Muslime und den islamischen Glauben von dieser Erde zu eliminieren", heißt es wörtlich in der eidesstattlichen Erklärung von John Doe #2. Zu diesem Zweck habe der inzwischen 40 Jahre alte Millionär "absichtlich Männer in den Irak geschickt, die seine Vision christlicher Vorherrschaft teilen". Prince habe "gewusst und gewollt, dass diese Männer jedwede Gelegenheit nutzen, Iraker zu ermorden".
Diese neuen sogenannten diplomatischen MethodenObamas mit vorher REDEN werden nun immer frecher angewandt.
So hat Bill Clinton doch tatsächlich mit Kim Jong Il geredet und die zwei amerikanischen Geiseln mit nach Hause gebracht!
Der diplomatische Fuchs hat also mal wieder nach seinem alten Leitsatz gehandelt und ging mit gutem Beispiel voran, statt erst mal draufzuhauen.
“people the world over have always been more impressed by the power of our example than by the example of our power.”
Das ist ja völlig falsch!
Die beiden Frauen hätten lieber in nordkoreanischen Knästen gefoltert werden sollen; denn damit würde ein möglicher Krieg in Korea dem US-Volk viel schmackhafter gemacht. Aber nun sieht das alles schon wieder so verdammt nach Entspannung aus.
Schlechte Zeiten für die Rüstungsindustrie.
Die Konservativen der US-Presselandschaft schäumen entsprechend.
Glücklicherweise ist dieser weicheierige Außenpolitikstil noch nicht überall eingerissen.
Obama, der (richtigerweise) den Fokus sehr stark auf Pakistan legt, führt dort (fälschlicherweise) die sympathieheischende Strategie seines Vorgängers fort.
Der von US-Seite meistgehasste Mann ist Taliban-Führer Baitullah Mehsud, der irgendwo in der Gegend Süd-Waziristan im Afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet operiert.
Die Obama-Regierung will ihn unbedingt tot sehen und daher ist ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.
Mit der Geldgeilheit der Taliban-Kämpfer ist es allerdings nicht wo weit her, wie sich das der Durchschnitts-Washingtoner so denkt.
Mullah Omar und Bin Laden sind bekanntlich auch nie verraten worden.
Da müssen die US-Truppen schon selbst agieren.
Blöd nur, daß Baitullah Mehsud dem US-Oberkommando nie so genau sagt, wo er gerade ist. Eine Unsitte ist das! Bin Laden und Mullah Omar geben auch nie ihre Adresse bekannt!
Als Ausweg haben sich die US-Militärs auf die schöne Tradition der Sippenhaft besonnen - mal wieder.
Saddams Söhne hatten sie schließlich auch schon mal prophylaktisch abgeknallt, als sie den Vater nicht finden konnten.
Vorgestern wurde nun mit einem US-Drohnenangriff die Ehefrau Baitullah Mehsuds getötet.
Ihn selber konnte man ja nicht finden - da ist die Ehefrau doch schon mal immerhin etwas - mag sich da der ein oder andere US-General gedacht haben.
Das war dann offensichtlich wieder mehr die Methode „example of our power“.
Bestimmt wird sich Mehsud, der die USA schon vorher nicht gerade verehrt hat nun in einen begeisterten Amerika-Freund wandeln!
Oder nicht?
Für ihn war Außenpolitik so viel leichter, als für die armen Menschen, die sich mit Faktenkenntnis und Hintergrundwissen herum schlagen müssen.
Bushs Amerika-Doktrin war dagegen so schön einfach und klar:
Alle Länder wurden in zwei Schubladen sortiert; erstens diejenigen, die die USA bedingungslos unterstützen und nicht widersprechen und zweitens die FEINDE.
Feinde sind alle scheiße und werden möglichst gedemütigt, getötet, gefoltert, oder auch mal im Falle des Ex-Alliierten Saddam, der im Gegensatz zu Bush, Merkel, Schäuble und Pflüger NICHT über die Massenvernichtungswaffen gelogen hatte, pro forma ein bißchen vor Gericht gestellt („bring them to justice!“), bevor er an den Galgen kam.
Solange die Bush-Administration eines Feindes noch nicht habhaft war, wurde er ignoriert.
Auf keinen Fall sollte mit „Feinden“ gesprochen werden!
Womöglich hätte einer noch widersprochen und sich nicht brav wie Merkel schleimspurziehend gen George Ws Anus bewegt.
Und dann kam da dieser Obama und hat alles wieder so kompliziert gemacht!
Schon im Wahlkampf haute er diese absurden Ankündigungen raus, daß er auch mit Gegner reden wolle.
Tstststs - wozu denn das?
Womöglich kommt es dann im Zuge dessen gar nicht mehr zu den schönen Kriegen und woher sollen dann die Milliardenaufträge für Halliburton, Blackwater und Co kommen?
Außerdem verlieren dann die Blackwatermänner womöglich endgültig ihre Lebensaufgabe, von der gerade heute wieder so nette Details bekannt wurden:
Ehemalige Mitarbeiter berichten, sie seien im Irak bewusst zum Morden getrieben worden. Der Firmengründer sehe sich als christlicher Missionar, der den Islam eliminieren wolle.
Zwei Mitarbeiter berichten über die Methoden des Blackwater-Chefs Prince:
Beide Männer geben wortgleich an, sie befürchteten Gewalttaten gegen sich als Vergeltung für die Vorlage der Erklärungen. Zeuge John Doe #2 erklärt, er habe von früheren Kollegen erfahren, dass Firmengründer Prince persönlich "eine Person oder mehr ermordet hat, oder "die Ermordung derer anordnete, die Informationen bereitstellten" im Rahmen staatsanwaltlicher Ermittlungen gegen das Unternehmen. Nach seinem Ausscheiden habe ihm das Firmen-Management persönlich Gewalt und Tod angedroht. Und John Doe #1 [hier ist seine eidesstattliche Erklärung] bangt um sein Leben, da er - nun offenbar für eine andere US-Sicherheitsfirma - demnächst erneut im Irak als privater Wachmann arbeiten wird. Auch dort, so will er vom Hörensagen wissen, seien bereits potentielle Zeugen der Anklage "unter verdächtigen Umständen ermordet worden". "Vision christlicher Vorherrschaft" Gemäß den Schilderungen des früheren Managers legte Firmengründer Prince es regelrecht darauf an, im Irak Menschen zu töten. "Er sieht sich selbst als christlicher Kreuzzügler mit dem Auftrag, Muslime und den islamischen Glauben von dieser Erde zu eliminieren", heißt es wörtlich in der eidesstattlichen Erklärung von John Doe #2. Zu diesem Zweck habe der inzwischen 40 Jahre alte Millionär "absichtlich Männer in den Irak geschickt, die seine Vision christlicher Vorherrschaft teilen". Prince habe "gewusst und gewollt, dass diese Männer jedwede Gelegenheit nutzen, Iraker zu ermorden".
Diese neuen sogenannten diplomatischen MethodenObamas mit vorher REDEN werden nun immer frecher angewandt.
So hat Bill Clinton doch tatsächlich mit Kim Jong Il geredet und die zwei amerikanischen Geiseln mit nach Hause gebracht!
Der diplomatische Fuchs hat also mal wieder nach seinem alten Leitsatz gehandelt und ging mit gutem Beispiel voran, statt erst mal draufzuhauen.
“people the world over have always been more impressed by the power of our example than by the example of our power.”
Das ist ja völlig falsch!
Die beiden Frauen hätten lieber in nordkoreanischen Knästen gefoltert werden sollen; denn damit würde ein möglicher Krieg in Korea dem US-Volk viel schmackhafter gemacht. Aber nun sieht das alles schon wieder so verdammt nach Entspannung aus.
Schlechte Zeiten für die Rüstungsindustrie.
Die Konservativen der US-Presselandschaft schäumen entsprechend.
Glücklicherweise ist dieser weicheierige Außenpolitikstil noch nicht überall eingerissen.
Obama, der (richtigerweise) den Fokus sehr stark auf Pakistan legt, führt dort (fälschlicherweise) die sympathieheischende Strategie seines Vorgängers fort.
Der von US-Seite meistgehasste Mann ist Taliban-Führer Baitullah Mehsud, der irgendwo in der Gegend Süd-Waziristan im Afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet operiert.
Die Obama-Regierung will ihn unbedingt tot sehen und daher ist ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.
Mit der Geldgeilheit der Taliban-Kämpfer ist es allerdings nicht wo weit her, wie sich das der Durchschnitts-Washingtoner so denkt.
Mullah Omar und Bin Laden sind bekanntlich auch nie verraten worden.
Da müssen die US-Truppen schon selbst agieren.
Blöd nur, daß Baitullah Mehsud dem US-Oberkommando nie so genau sagt, wo er gerade ist. Eine Unsitte ist das! Bin Laden und Mullah Omar geben auch nie ihre Adresse bekannt!
Als Ausweg haben sich die US-Militärs auf die schöne Tradition der Sippenhaft besonnen - mal wieder.
Saddams Söhne hatten sie schließlich auch schon mal prophylaktisch abgeknallt, als sie den Vater nicht finden konnten.
Vorgestern wurde nun mit einem US-Drohnenangriff die Ehefrau Baitullah Mehsuds getötet.
Ihn selber konnte man ja nicht finden - da ist die Ehefrau doch schon mal immerhin etwas - mag sich da der ein oder andere US-General gedacht haben.
Das war dann offensichtlich wieder mehr die Methode „example of our power“.
Bestimmt wird sich Mehsud, der die USA schon vorher nicht gerade verehrt hat nun in einen begeisterten Amerika-Freund wandeln!
Oder nicht?
Sonntag, 2. November 2008
Letzte Bonbons - letzte Bonmots.
Selten war so viel Einigkeit wie heute:
Zwei Tage vor der Wahl eines neuen US-Präsidenten, muß man diejenigen mit der Lupe suchen, die nicht der Meinung sind, daß George W. Bush der schlechteste US-Präsident aller Zeiten ist.
Viele haben es schon 2000 gewußt, daß das nicht werden kann - sogar die Mehrheit der US-Wähler.
Aber es gab auch starke unterstützende Stimmen.
Religiöse Stimmen, christliche Stimmen.
Je tiefer die Nase in der Bibel steckt, desto größer die Begeisterung für Bush junior.
Deutsche politische Gummirücken verschweigen jetzt verschämt, daß es die Politiker der christlichen Volkspartei waren, die voller Enthusiasmus den Irakkrieg bejubelten.
Merkel, Schäuble, Friedberg Pflüger, Ecki von Klaeden, Christian Schmidt ließen keine liebesdienerische Pose der Unterwürfigkeit gegenüber den Neocons im Weißen Haus aus und schimpften statt dessen wie die Rohrspatzen auf die rot-grüne Bundesregierung, die sich im UN-Sicherheitsrat mutig und intensiv gegen die US-Kriegspläne stemmte.
Das Kriegsultimatum an Saddam verfochten die AußenpolitikEXPERTEN der CDU, Schäuble und Pflüger ausdrücklich, denn SIE wußten ja genau, daß Saddam im Irak Massenvernichtungswaffen hortete.
Es hieß damals „time is runnig out“ - gib die Waffen raus, oder wir machen dein Land platt.
Saddam Hussein, der wahrheitsgemäß sagte er habe diese Waffen nicht, ist inzwischen geköpft. Diejenigen, die LOGEN - Schäuble, Merkel, Pflüger und die ganze US-Administration, haben ein mea culpa bisher vermieden.
Angesichts solcher Perfide konnte man nur noch in Zynismus verfallen und so rückte dann die eine und EINZIGE wirkliche Qualität GWBs immer mehr in den Vordergrund:
Sein unfreiwillige Komik - verursacht durch sagenhafte Unwissenheit - gepaart mit Borniertheit und Überheblichkeit.
Ja, zu lachen hatte man mit GWB.
Bitterer Humor und selbst Maximalsarkasten wie mir, blieb letzte Woche bei der TV-Sendung „Being W.“ das Lachen im Hals stecken, als noch einmal die Kaskade von ultradreisten kriegstreiberischen Lügen aus Bushs Mund dokumentiert wurde.
Man kennt das alles, aber es ist wie bei besonders ekeligen Quallen, die tot am Strand liegen - man kann doch nicht anders als hin zu gehen und sie anzugucken.
Inzwischen sind die notorischen Bush-Unterstützer scheinbar ausgestorben.
Kein Wort mehr ist von Merkel zu hören und sogar die glühendsten Kriegsfreunde und Bush-Epigonen wie Jeff Gedmin, der lange Zeit nicht aus dem deutschen TV wegzudenken war, sind verschwunden.
Egal welchen Aspekt man auch fokussiert - im Vergleich zu dem Zustand Amerikas am Ende der Clinton-Präsidentschaft hat GWB aber auch wirklich ALLES verschlechtert.
Lange Zeit dachte man jenseits des Atlantiks, daß es am 20. Januar 2009 nur besser werden KANN - ganz egal wer regiert - und konnte gelassen auf die Wahlen blicken.
Wer kann denn auch ahnen, daß sich unter 300 Millionen Amerikanern tatsächlich die einzigen beiden noch Bekloppteren als GWB finden, um für das Amt zu kandidieren.
Wollen wir hoffen, daß es nicht Realität wird, was uns Palinaspresident zeigt.
Noch zwei Tage.
Und dann noch bange 11 Wochen, in denen eine zerschmetterte GOP noch viel Unheil anrichten kann - insbesondere, wenn sie so geschlagen werden sollte, daß sie sich für lange Zeit von den Hebeln der US-Militärmaschine entfernt sehen.
Für heute sei GWB ein weiteres Highlight in der Kette der Beweise seiner absoluten Unfähigkeit gegönnt.
Das Erstaunliche an Bush ist ja, daß er absolut beratungsresistent ist.
Bush 2008 klingt wie Bush 2001.
Vor seinem Amtsantritt wußte er nichts über die Welt und erstaunlicherweise ist es in acht Jahren keinen Deut besser geworden.
Ein Lied davon singen kann der australische Premierminister Kevin Rudd, der mit dem Potus über das am 15. November in Washington anstehende VON BUSH SELBST EINBERUFENE G-20-Weltfinanzgipfeltreffen in Washington telephonierte.
Wichtigere Themen dürfte es derzeit weltweit kaum geben - nur Bush irrlichtert:
The story, which acknowledged that Mr Rudd was not the only international leader to advocate broad global action, reported that when Mr Rudd argued for using the G20 as the forum for addressing the crisis, "Rudd was then stunned to hear Bush say, 'What's the G20?' "
G20? - Kenn ich nich...
Die G-20-Idee geht offenbar auf Rudd zurück, Bush konnte die Idee auch nicht haben, da er gar nicht weiß was das ist.
Tja, wir wundern uns nicht mehr über Washington.
Zwei Tage vor der Wahl eines neuen US-Präsidenten, muß man diejenigen mit der Lupe suchen, die nicht der Meinung sind, daß George W. Bush der schlechteste US-Präsident aller Zeiten ist.
Viele haben es schon 2000 gewußt, daß das nicht werden kann - sogar die Mehrheit der US-Wähler.
Aber es gab auch starke unterstützende Stimmen.
Religiöse Stimmen, christliche Stimmen.
Je tiefer die Nase in der Bibel steckt, desto größer die Begeisterung für Bush junior.
Deutsche politische Gummirücken verschweigen jetzt verschämt, daß es die Politiker der christlichen Volkspartei waren, die voller Enthusiasmus den Irakkrieg bejubelten.
Merkel, Schäuble, Friedberg Pflüger, Ecki von Klaeden, Christian Schmidt ließen keine liebesdienerische Pose der Unterwürfigkeit gegenüber den Neocons im Weißen Haus aus und schimpften statt dessen wie die Rohrspatzen auf die rot-grüne Bundesregierung, die sich im UN-Sicherheitsrat mutig und intensiv gegen die US-Kriegspläne stemmte.
Das Kriegsultimatum an Saddam verfochten die AußenpolitikEXPERTEN der CDU, Schäuble und Pflüger ausdrücklich, denn SIE wußten ja genau, daß Saddam im Irak Massenvernichtungswaffen hortete.
Es hieß damals „time is runnig out“ - gib die Waffen raus, oder wir machen dein Land platt.
Saddam Hussein, der wahrheitsgemäß sagte er habe diese Waffen nicht, ist inzwischen geköpft. Diejenigen, die LOGEN - Schäuble, Merkel, Pflüger und die ganze US-Administration, haben ein mea culpa bisher vermieden.
Angesichts solcher Perfide konnte man nur noch in Zynismus verfallen und so rückte dann die eine und EINZIGE wirkliche Qualität GWBs immer mehr in den Vordergrund:
Sein unfreiwillige Komik - verursacht durch sagenhafte Unwissenheit - gepaart mit Borniertheit und Überheblichkeit.
Ja, zu lachen hatte man mit GWB.
Bitterer Humor und selbst Maximalsarkasten wie mir, blieb letzte Woche bei der TV-Sendung „Being W.“ das Lachen im Hals stecken, als noch einmal die Kaskade von ultradreisten kriegstreiberischen Lügen aus Bushs Mund dokumentiert wurde.
Man kennt das alles, aber es ist wie bei besonders ekeligen Quallen, die tot am Strand liegen - man kann doch nicht anders als hin zu gehen und sie anzugucken.
Inzwischen sind die notorischen Bush-Unterstützer scheinbar ausgestorben.
Kein Wort mehr ist von Merkel zu hören und sogar die glühendsten Kriegsfreunde und Bush-Epigonen wie Jeff Gedmin, der lange Zeit nicht aus dem deutschen TV wegzudenken war, sind verschwunden.
Egal welchen Aspekt man auch fokussiert - im Vergleich zu dem Zustand Amerikas am Ende der Clinton-Präsidentschaft hat GWB aber auch wirklich ALLES verschlechtert.
Lange Zeit dachte man jenseits des Atlantiks, daß es am 20. Januar 2009 nur besser werden KANN - ganz egal wer regiert - und konnte gelassen auf die Wahlen blicken.
Wer kann denn auch ahnen, daß sich unter 300 Millionen Amerikanern tatsächlich die einzigen beiden noch Bekloppteren als GWB finden, um für das Amt zu kandidieren.
Wollen wir hoffen, daß es nicht Realität wird, was uns Palinaspresident zeigt.
Noch zwei Tage.
Und dann noch bange 11 Wochen, in denen eine zerschmetterte GOP noch viel Unheil anrichten kann - insbesondere, wenn sie so geschlagen werden sollte, daß sie sich für lange Zeit von den Hebeln der US-Militärmaschine entfernt sehen.
Für heute sei GWB ein weiteres Highlight in der Kette der Beweise seiner absoluten Unfähigkeit gegönnt.
Das Erstaunliche an Bush ist ja, daß er absolut beratungsresistent ist.
Bush 2008 klingt wie Bush 2001.
Vor seinem Amtsantritt wußte er nichts über die Welt und erstaunlicherweise ist es in acht Jahren keinen Deut besser geworden.
Ein Lied davon singen kann der australische Premierminister Kevin Rudd, der mit dem Potus über das am 15. November in Washington anstehende VON BUSH SELBST EINBERUFENE G-20-Weltfinanzgipfeltreffen in Washington telephonierte.
Wichtigere Themen dürfte es derzeit weltweit kaum geben - nur Bush irrlichtert:
The story, which acknowledged that Mr Rudd was not the only international leader to advocate broad global action, reported that when Mr Rudd argued for using the G20 as the forum for addressing the crisis, "Rudd was then stunned to hear Bush say, 'What's the G20?' "
G20? - Kenn ich nich...
Die G-20-Idee geht offenbar auf Rudd zurück, Bush konnte die Idee auch nicht haben, da er gar nicht weiß was das ist.
Tja, wir wundern uns nicht mehr über Washington.
Freitag, 13. Juni 2008
Die Amöbe.
Bush ist auf Abschiedstour durch Europa und gibt Bahnbrechendes von sich:
"Ich bereue ihn überhaupt nicht", antwortet er auf eine Frage nach dem Irakkrieg. "Saddam Hussein ist nicht mehr an der Macht, die Welt ist sicherer."
Der polnische Satiriker Stanislaw Jerzy Lec würde jetzt sagen:
Die Worte der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth, daß es sich um „sieben verlorene Jahre“ handele, sind noch erstaunlich mild – so einig ist man sich hierzulande über das desaströse Wirken des Politcowboys von Washington, der sich so gar nicht um Fakten und Wahrheiten kümmerte, dafür hundertfach nach Herzenslust log, Kriege anzettelte und den Ruf der USA so nachhaltig ruinierte, wie es noch nie vorher denkbar war.
Wieder einmal demonstriert der irrlichternde Okkupant des Oval Office, daß er der Realität weit entrückt ist und trägt seine Beschränktheit wie eine Monstranz vor sich her: Die Schäden für das Image seines Landes will Bush nicht wahrnehmen.
"Ich glaube diese Theorie nicht", sagte er. "Amerika ist eine Macht des Guten. Amerika ist eine Macht der Freiheit. Amerika ist eine Macht, die Krankheiten bekämpft."
Erstaunlicherweise gab es dennoch zwei CDU-Hansel – Pofalla und Klaeden, die (auch) Positives über Bush zu sagen wußten.
Aber naja – CDU-Außenpolitiker eben – da wundert einen schon lange nichts mehr, wenn man sich an Merkels ehemaligen Chefaußenpolitiker Friedberg Pflüger erinnert, der heute in peinlichster Weise in Berlin umherdebakuliert. Als Friedbert Pflüger noch außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion war, wusste er mehr als andere:
"Ich weiß, dass die Bundesregierung weiß, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt", erklärte er im Februar 2003. Die Waffen seien nur "gut versteckt".
Tja, lieber Friedberg – nun war doch Bush gerade in Deutschland – wieso hast Du ihm nicht gesteckt, wo die verborgenen Chemie- und Atomwaffen sind?
Der arme Mann sucht ja immer noch!
Oppositionspolitiker sind erfrischend deutlich – so sagt Deutschlands längster Außenminister Genscher: "Bush ist für einen weltweiten Einfluss- und Ansehensverlust verantwortlich. Bush hat alles getan, um den Abstand zwischen den USA und Europa zu verbreitern“ und das SPD-Superhirn Egon Bahr hält konsterniert fest:
„Ich kenne überhaupt keinen Präsidenten der amerikanischen Geschichte, der seinem Land mehr geschadet hat“
Eckard Pflüfalla ist allerdings eine krasse Minderheit – da es auch in der Union Menschen mit einem IQ über Zimmertemperatur gibt, kann niemand im Ernst Bush loben.
Polenz: „Es gibt keinen Grund ihm eine Träne nachzuweinen“, "Wir freuen uns alle auf einen neuen US-Präsidenten“ seufzt auch CSU-Kollege Karl-Theodor Freiherr von Guttenberg ganz und gar Diplomatie-frei.
In der ganzen Union?
Nein – eine Person leistet unbekümmert Widerstand gegen das Meinungsmainstreaming – eine Person, die sich zwar grundsätzlich nicht in Politik einmischt, aber doch als Kanzlerin und CDU-Vorsitzende gezwungenermaßen ab und an politische Themen streifen muß.
Merkel, die das Präsidentenpaar in Begleitung von Ehemann Joachim Sauer in Meseberg empfing, zeigte sich voller Vorfreude. "Ich bin erst mal voller Erwartung auf das Treffen".
Auf seine "Ändschela" kann er sich aber verlassen. "Die Zusammenarbeit macht Spaß", sagt die Kanzlerin. Die Beziehung sei freundschaftlich und direkt. Ihr gefalle, dass sie mit Bush nicht um den heißen Brei herumreden müsse.
Bush ist dementsprechend entzückt von seiner devoten Gastgeberin. Ganz im Grünen, weit weg vom Protestiererhort Berlin grillte er gemütlich mit Angie: Er lobt das Gästehaus als "bescheidene kleine Hütte am See", eine leicht abgewandelte Wiederholung seiner Bemerkung vom vergangenen Jahr in Heiligendamm.
Merkel und Bush sind gute Bekannte, sie haben sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits insgesamt elf Mal getroffen. Der Mecklenburger Hosenanzug war sechs Mal in den USA. Nach mehreren Besuchen in Washington und New York war sie im vergangenen November auch auf der Ranch der Bushs im texanischen Crawford zu Gast. Man kennt sich, schätzt sich, mag sich und tut einander nicht weh.
Da lässt sich die neuerliche Klatsche des obersten US-Gerichtshofes über Guantanamo schon besser verkraften. Der Richterspruch ist vor allem ein Schlag gegen den "Military Commissions Act", den die Bush-Regierung 2006 erlassen hatte - und so US-Gerichten die Kompetenz absprach, über einzelne Klagen von Guantanamo-Insassen zu entscheiden. Das Weiße Haus hatte argumentiert, deren Rechte seien in den Militärtribunalen ausreichend gewahrt.
Ohrfeige für US-Regierung schallt es aus den Presseorganen - nur Merkel sagt NICHTS zu Guantanamo! Menschenrechte scheinen ihr völlig egal zu sein.
Selbst in den USA also nur noch Gegenwund für den texanischen Rambo mit Erbsenhirn.
Da ist es kein Zufall, dass Bush auf seiner Abschiedstour durch Europa Halt bei Merkel macht. Seit ihren Tagen als Oppositionsführerin zählte sie zu seinen Fürsprechern auf dem Kontinent. Nach der Eiszeit, die Gerhard Schröder mit dem Nein zum Irak-Krieg begonnen hatte, hatte sich unter Merkel das transatlantische Verhältnis wieder normalisiert. (SPON)
Im Konflikt mit Teheran kann Bush sich auch durchaus weitere monströse Kriege vorstellen."Alle Optionen liegen auf dem Tisch", antwortet Bush auf die Frage, ob in den letzten Monaten seiner Amtszeit ein Krieg gegen Iran ausgeschlossen sei.
Merkel, die meinungslose Politmurmel widerspricht NICHT.
Was ist los mit Bush?
Verstehen kann man ihn natürlich nicht – aber muß man das? Erwiesenermaßen ist er nur ein bösartiger alter Lügner mit sehr beschränkten geistigen und emotionalen Fertigkeiten. Spiegel-Korrespondent Gregor Peter Schmitz vermutet, daß Bush ohnehin nur noch an sein Bild in den Geschichtsbüchern denkt und sich daher nicht von Kritik beeindrucken lässt. Mit krude-abstrusen Vergleichen wähnt er sich scheinbar schon im Olymp der ganz großen Staatsmänner, in den er dereinst einziehen wird.
Bush hingegen wirkt laut Aussagen von Personen, die mit ihm zu tun haben, trotz aller Kritik an seiner Amtsführung nach wie vor mit sich selbst im Reinen. Viele Beobachter nehmen an, dass er sich bereits auf den Ruhestand freut.
Was ist los mit Merkel?
Das ist schon leichter zu erklären. Sie ist eine durch und durch egomanische Person ohne die geringsten Rudimente irgendeines Rückgrats, die beliebt sein und ihren Job behalten will.
Der Fortgang der internationalen Politik oder gar das Wohlergehen Deutschlands sind ihr dabei herzlich egal.
Beispiel Klimaschutz – es ist populär sich bei internationalen Konferenzen gegen die vermeidlich Klima-sündenden Industrienationen als Klimaqueen aufzublasen. Das tat Merkel in Heiligendamm und Bali!
Sie erntete das Lob und setzte von all den großkopferten Ankündigungen …NICHTS um.
Pustekuchen; ein Jahr später ist von den Klimaschutzmaßnahmen nur noch ein peinlicher Kniefall vor der KFZ-Lobby geblieben.
Nette Jubelbilder reichen!
Deutschlands unstrittige Megaprobleme wie der absurde politlähmende Föderalismus werden einfach ignoriert.
Kein Merkel nirgends.
Fritz Kuhn ist es noch aufgefallen: „Merkel interessiert sich nicht für die Föderalismusreform. Da gibt es keinen roten Teppich, auf dem sie „Bella figura“ machen kann“.
Aber wen interessiert das auch - es ist ja auch Fußballmeisterschaft - sich mit so einem chinesischen Plastikfähnchen am Auto zu schmücken, ist allemal wichtiger.
Im Politbarometer von heute hat sie es mit einem Wert von +1,8 wieder auf den ersten Platz gebracht und auch international sieht sie das Pew Global Attitudes Project als Außenpolitikerin ganz vorn:
In Deutschland erklärten 76 Prozent der Befragten, dass sie den außenpolitischen Entscheidungen der Bundeskanzlerin vertrauen. Noch mehr waren es in Frankreich, wo 84 Prozent ein positives Bild von Merkel haben. In Großbritannien trifft die ostdeutsche Politikerin mit ihrer Arbeit bei 53 Prozent der Befragten auf Zustimmung, in Spanien sind es 51 Prozent. Allein in Polen und in der Türkei sind weniger als die Hälfte der Befragten von Merkel überzeugt - über 40 Prozent der Polen haben sogar einen schlechten Eindruck von ihr. Am wenigsten anerkannt wird die deutsche Bundeskanzlerin in der Türkei - hier äußerten 68 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Zweifel. Und nur sechs Prozent der Türken befürworten ihre Politik.
Polen und Türken haben recht!
Die Deutschen, die immerhin 16 lange Jahre den korrupten Lügner und Schwarze Kassen -Wart wiederwählten, taumeln geistig offenbar mal wieder.
Nicht so Gunter Hofman, der in seinem lesenswerten Artikel von gestern doch ein bißchen genervt davon ist, daß Merkel EINFACH NICHTS TUT, sich außenpolitisch rein gar nichts traut.
Sie habe sich zu Schulden gemacht, „dass man über die Bilanz hinweglächelte“.
Sie nutze ihren unbezweifelbar vorhandenen Einfluss auf Washington überhaupt nichts, werbe nicht für Europa und gebe Obama und McCain keinerlei Orientierung.
Der Spiegel schreibt in seiner jüngsten Ausgabe schon schaudernd von einem aufkeimenden Kagan’schen Weltbild, das in Washington in der verzweifelten Suche nach neuen Feinden um sich greife. In seinem neuen Werk ("Die Demokratie und ihre Feinde") fabuliert Robert Kagan verschwörerisch vom „Sino-russischem Club der Autokraten“ gegen den die „Achse der Demokratie unter Amerikas Führung“ (natürlich!) vorgehen müsse!
Prima – noch mehr Antagonismus und Aggressivität.
Der Neocon-Nonsens hat bisher schon so toll funktioniert.
Anke Plättner PHOENIX Runde mit Anke Plättner zum Thema Good bye Bush - Weltmacht auf neuen Wegen? sah sich Hans-Ulrich Klose genötigt darauf hinzuweisen, daß die von den USA immer wieder geschmähte „Konsenspolitik“ - embrace their old foes- in Europa seit Jahrzehnten EXTREM erfolgreich ist, während das kriegerische Haudrauf der US-Außenpolitik stets gescheitert ist. (Das Video der Diskussion kann man im Internet ansehen)
Lieder ist die öffentliche Wahrnehmung in den USA eine diametral entgegen gesetzte.
Und Merkel?
Hat sie dazu irgendeine Idee? Lieder nein. Auch Hofman stößt das auf: Welchen Platz, welches Selbstverständnis aber sollte man der deutschen Politik wünschen zwischen diesen klassischen »Polen«, zwischen Washington sowie Moskau oder auch Peking? Allenfalls erahnen kann man den Kurs ….Seltsam gleichwohl, dass sich dieser Wandel in Berlin nicht widerspiegelt in neuem Selbstvertrauen. Ein merkwürdiger Defensivgeist wird offenbar.
Merkel, die doch eigentlich die Richtlinien der Politik vorgeben sollte ist ein einziger Totalausfall. Oder wie es in der ZEIT euphemistisch heißt: „Verzagtheit und Leisetreterei“
Aber es macht beliebt – von Merkel erwartet man NICHTS und sie liefert:
Tut also nichts.
Der Lohn: Beliebteste Politikerin in Deutschland und international als Außenpolitikerin in den höchsten Tönen gelobt.
NACHTRAG:
Wie Merkel perfekt auf den schönen Schein achtet, beschreibt Christoph Schwennicke in dem Artikel
"Ich bereue ihn überhaupt nicht", antwortet er auf eine Frage nach dem Irakkrieg. "Saddam Hussein ist nicht mehr an der Macht, die Welt ist sicherer."
Der polnische Satiriker Stanislaw Jerzy Lec würde jetzt sagen:
„Sein Gewissen ist rein – er hat es noch nie benutzt!“
Undiplomatisch scharf äußerten sich Vertreter aller Parteien in Deutschland.Die Worte der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth, daß es sich um „sieben verlorene Jahre“ handele, sind noch erstaunlich mild – so einig ist man sich hierzulande über das desaströse Wirken des Politcowboys von Washington, der sich so gar nicht um Fakten und Wahrheiten kümmerte, dafür hundertfach nach Herzenslust log, Kriege anzettelte und den Ruf der USA so nachhaltig ruinierte, wie es noch nie vorher denkbar war.
Wieder einmal demonstriert der irrlichternde Okkupant des Oval Office, daß er der Realität weit entrückt ist und trägt seine Beschränktheit wie eine Monstranz vor sich her: Die Schäden für das Image seines Landes will Bush nicht wahrnehmen.
"Ich glaube diese Theorie nicht", sagte er. "Amerika ist eine Macht des Guten. Amerika ist eine Macht der Freiheit. Amerika ist eine Macht, die Krankheiten bekämpft."
Erstaunlicherweise gab es dennoch zwei CDU-Hansel – Pofalla und Klaeden, die (auch) Positives über Bush zu sagen wußten.
Aber naja – CDU-Außenpolitiker eben – da wundert einen schon lange nichts mehr, wenn man sich an Merkels ehemaligen Chefaußenpolitiker Friedberg Pflüger erinnert, der heute in peinlichster Weise in Berlin umherdebakuliert. Als Friedbert Pflüger noch außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion war, wusste er mehr als andere:
"Ich weiß, dass die Bundesregierung weiß, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt", erklärte er im Februar 2003. Die Waffen seien nur "gut versteckt".
Tja, lieber Friedberg – nun war doch Bush gerade in Deutschland – wieso hast Du ihm nicht gesteckt, wo die verborgenen Chemie- und Atomwaffen sind?
Der arme Mann sucht ja immer noch!
Oppositionspolitiker sind erfrischend deutlich – so sagt Deutschlands längster Außenminister Genscher: "Bush ist für einen weltweiten Einfluss- und Ansehensverlust verantwortlich. Bush hat alles getan, um den Abstand zwischen den USA und Europa zu verbreitern“ und das SPD-Superhirn Egon Bahr hält konsterniert fest:
„Ich kenne überhaupt keinen Präsidenten der amerikanischen Geschichte, der seinem Land mehr geschadet hat“
Eckard Pflüfalla ist allerdings eine krasse Minderheit – da es auch in der Union Menschen mit einem IQ über Zimmertemperatur gibt, kann niemand im Ernst Bush loben.
Polenz: „Es gibt keinen Grund ihm eine Träne nachzuweinen“, "Wir freuen uns alle auf einen neuen US-Präsidenten“ seufzt auch CSU-Kollege Karl-Theodor Freiherr von Guttenberg ganz und gar Diplomatie-frei.
In der ganzen Union?
Nein – eine Person leistet unbekümmert Widerstand gegen das Meinungsmainstreaming – eine Person, die sich zwar grundsätzlich nicht in Politik einmischt, aber doch als Kanzlerin und CDU-Vorsitzende gezwungenermaßen ab und an politische Themen streifen muß.
Merkel, die das Präsidentenpaar in Begleitung von Ehemann Joachim Sauer in Meseberg empfing, zeigte sich voller Vorfreude. "Ich bin erst mal voller Erwartung auf das Treffen".
Auf seine "Ändschela" kann er sich aber verlassen. "Die Zusammenarbeit macht Spaß", sagt die Kanzlerin. Die Beziehung sei freundschaftlich und direkt. Ihr gefalle, dass sie mit Bush nicht um den heißen Brei herumreden müsse.
Bush ist dementsprechend entzückt von seiner devoten Gastgeberin. Ganz im Grünen, weit weg vom Protestiererhort Berlin grillte er gemütlich mit Angie: Er lobt das Gästehaus als "bescheidene kleine Hütte am See", eine leicht abgewandelte Wiederholung seiner Bemerkung vom vergangenen Jahr in Heiligendamm.
Merkel und Bush sind gute Bekannte, sie haben sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits insgesamt elf Mal getroffen. Der Mecklenburger Hosenanzug war sechs Mal in den USA. Nach mehreren Besuchen in Washington und New York war sie im vergangenen November auch auf der Ranch der Bushs im texanischen Crawford zu Gast. Man kennt sich, schätzt sich, mag sich und tut einander nicht weh.
Da lässt sich die neuerliche Klatsche des obersten US-Gerichtshofes über Guantanamo schon besser verkraften. Der Richterspruch ist vor allem ein Schlag gegen den "Military Commissions Act", den die Bush-Regierung 2006 erlassen hatte - und so US-Gerichten die Kompetenz absprach, über einzelne Klagen von Guantanamo-Insassen zu entscheiden. Das Weiße Haus hatte argumentiert, deren Rechte seien in den Militärtribunalen ausreichend gewahrt.
Ohrfeige für US-Regierung schallt es aus den Presseorganen - nur Merkel sagt NICHTS zu Guantanamo! Menschenrechte scheinen ihr völlig egal zu sein.
Selbst in den USA also nur noch Gegenwund für den texanischen Rambo mit Erbsenhirn.
Da ist es kein Zufall, dass Bush auf seiner Abschiedstour durch Europa Halt bei Merkel macht. Seit ihren Tagen als Oppositionsführerin zählte sie zu seinen Fürsprechern auf dem Kontinent. Nach der Eiszeit, die Gerhard Schröder mit dem Nein zum Irak-Krieg begonnen hatte, hatte sich unter Merkel das transatlantische Verhältnis wieder normalisiert. (SPON)
Im Konflikt mit Teheran kann Bush sich auch durchaus weitere monströse Kriege vorstellen."Alle Optionen liegen auf dem Tisch", antwortet Bush auf die Frage, ob in den letzten Monaten seiner Amtszeit ein Krieg gegen Iran ausgeschlossen sei.
Merkel, die meinungslose Politmurmel widerspricht NICHT.
Was ist los mit Bush?
Verstehen kann man ihn natürlich nicht – aber muß man das? Erwiesenermaßen ist er nur ein bösartiger alter Lügner mit sehr beschränkten geistigen und emotionalen Fertigkeiten. Spiegel-Korrespondent Gregor Peter Schmitz vermutet, daß Bush ohnehin nur noch an sein Bild in den Geschichtsbüchern denkt und sich daher nicht von Kritik beeindrucken lässt. Mit krude-abstrusen Vergleichen wähnt er sich scheinbar schon im Olymp der ganz großen Staatsmänner, in den er dereinst einziehen wird.
Bush hingegen wirkt laut Aussagen von Personen, die mit ihm zu tun haben, trotz aller Kritik an seiner Amtsführung nach wie vor mit sich selbst im Reinen. Viele Beobachter nehmen an, dass er sich bereits auf den Ruhestand freut.
Was ist los mit Merkel?
Das ist schon leichter zu erklären. Sie ist eine durch und durch egomanische Person ohne die geringsten Rudimente irgendeines Rückgrats, die beliebt sein und ihren Job behalten will.
Der Fortgang der internationalen Politik oder gar das Wohlergehen Deutschlands sind ihr dabei herzlich egal.
Beispiel Klimaschutz – es ist populär sich bei internationalen Konferenzen gegen die vermeidlich Klima-sündenden Industrienationen als Klimaqueen aufzublasen. Das tat Merkel in Heiligendamm und Bali!
Sie erntete das Lob und setzte von all den großkopferten Ankündigungen …NICHTS um.
Pustekuchen; ein Jahr später ist von den Klimaschutzmaßnahmen nur noch ein peinlicher Kniefall vor der KFZ-Lobby geblieben.
»Bei Bundeskanzlerin Merkel hört der Klimaschutz da auf,
wo die Interessen der Autoindustrie anfangen.«
Volker Ratzmann, Kandidat für den Parteivorsitz der Grünen, über Träume von einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene
Glücklicherweise – für sie – sind die Deutschen aber zu tumb, um weiter als bis zur ihrer Nasenspitze zu denken und interessieren sich nicht für Konsequenzen.wo die Interessen der Autoindustrie anfangen.«
Volker Ratzmann, Kandidat für den Parteivorsitz der Grünen, über Träume von einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene
Nette Jubelbilder reichen!
Deutschlands unstrittige Megaprobleme wie der absurde politlähmende Föderalismus werden einfach ignoriert.
Kein Merkel nirgends.
Fritz Kuhn ist es noch aufgefallen: „Merkel interessiert sich nicht für die Föderalismusreform. Da gibt es keinen roten Teppich, auf dem sie „Bella figura“ machen kann“.
Aber wen interessiert das auch - es ist ja auch Fußballmeisterschaft - sich mit so einem chinesischen Plastikfähnchen am Auto zu schmücken, ist allemal wichtiger.
Im Politbarometer von heute hat sie es mit einem Wert von +1,8 wieder auf den ersten Platz gebracht und auch international sieht sie das Pew Global Attitudes Project als Außenpolitikerin ganz vorn:
In Deutschland erklärten 76 Prozent der Befragten, dass sie den außenpolitischen Entscheidungen der Bundeskanzlerin vertrauen. Noch mehr waren es in Frankreich, wo 84 Prozent ein positives Bild von Merkel haben. In Großbritannien trifft die ostdeutsche Politikerin mit ihrer Arbeit bei 53 Prozent der Befragten auf Zustimmung, in Spanien sind es 51 Prozent. Allein in Polen und in der Türkei sind weniger als die Hälfte der Befragten von Merkel überzeugt - über 40 Prozent der Polen haben sogar einen schlechten Eindruck von ihr. Am wenigsten anerkannt wird die deutsche Bundeskanzlerin in der Türkei - hier äußerten 68 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Zweifel. Und nur sechs Prozent der Türken befürworten ihre Politik.
Polen und Türken haben recht!
Die Deutschen, die immerhin 16 lange Jahre den korrupten Lügner und Schwarze Kassen -Wart wiederwählten, taumeln geistig offenbar mal wieder.
Nicht so Gunter Hofman, der in seinem lesenswerten Artikel von gestern doch ein bißchen genervt davon ist, daß Merkel EINFACH NICHTS TUT, sich außenpolitisch rein gar nichts traut.
Sie habe sich zu Schulden gemacht, „dass man über die Bilanz hinweglächelte“.
Sie nutze ihren unbezweifelbar vorhandenen Einfluss auf Washington überhaupt nichts, werbe nicht für Europa und gebe Obama und McCain keinerlei Orientierung.
Der Spiegel schreibt in seiner jüngsten Ausgabe schon schaudernd von einem aufkeimenden Kagan’schen Weltbild, das in Washington in der verzweifelten Suche nach neuen Feinden um sich greife. In seinem neuen Werk ("Die Demokratie und ihre Feinde") fabuliert Robert Kagan verschwörerisch vom „Sino-russischem Club der Autokraten“ gegen den die „Achse der Demokratie unter Amerikas Führung“ (natürlich!) vorgehen müsse!
Prima – noch mehr Antagonismus und Aggressivität.
Der Neocon-Nonsens hat bisher schon so toll funktioniert.
Anke Plättner PHOENIX Runde mit Anke Plättner zum Thema Good bye Bush - Weltmacht auf neuen Wegen? sah sich Hans-Ulrich Klose genötigt darauf hinzuweisen, daß die von den USA immer wieder geschmähte „Konsenspolitik“ - embrace their old foes- in Europa seit Jahrzehnten EXTREM erfolgreich ist, während das kriegerische Haudrauf der US-Außenpolitik stets gescheitert ist. (Das Video der Diskussion kann man im Internet ansehen)
Lieder ist die öffentliche Wahrnehmung in den USA eine diametral entgegen gesetzte.
Und Merkel?
Hat sie dazu irgendeine Idee? Lieder nein. Auch Hofman stößt das auf: Welchen Platz, welches Selbstverständnis aber sollte man der deutschen Politik wünschen zwischen diesen klassischen »Polen«, zwischen Washington sowie Moskau oder auch Peking? Allenfalls erahnen kann man den Kurs ….Seltsam gleichwohl, dass sich dieser Wandel in Berlin nicht widerspiegelt in neuem Selbstvertrauen. Ein merkwürdiger Defensivgeist wird offenbar.
Merkel, die doch eigentlich die Richtlinien der Politik vorgeben sollte ist ein einziger Totalausfall. Oder wie es in der ZEIT euphemistisch heißt: „Verzagtheit und Leisetreterei“
Aber es macht beliebt – von Merkel erwartet man NICHTS und sie liefert:
Tut also nichts.
Der Lohn: Beliebteste Politikerin in Deutschland und international als Außenpolitikerin in den höchsten Tönen gelobt.
NACHTRAG:
Wie Merkel perfekt auf den schönen Schein achtet, beschreibt Christoph Schwennicke in dem Artikel
"Det is keen Bild hier!"
sehr ansachaulich.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Bilanz ziehen...
Friedberg Pflüger, Christian Schmidt, Wolfgang Schäuble und Angela Merkel waren die Unionspolitiker, die 2002 und 2003 am schärfsten Schröders Weigerung Bushs Irakkurs zu folgen, kritisierten.
Merkel verhält sich dazu HEUTE wie üblich, indem sie zu allen brisanten Themen schweigt.
(Unnötig zu erwähnen, was die dpa heute über die vom „Hessen-Hitler“ (Titanic) angestoßene Diskussion zur Jugendstrafrechtsverschärfung meldet:
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will zunächst die Diskussion abwarten.)
Durch ein ganzen Jahr G8-Präsidentschaft gelang ihr das auch ganz wunderbar bezüglich des Iraks – das Problem wurde durch Deutschland überall von der Tagesordnung und der Diskussion gestrichen.
Merkels Vertrauen auf die Doofheit und die Siebhirnigkeit des Urnenpöbels erwies sich als richtig – sie ist nach wie vor der Umfragestar.
Die Politiker, wie Fischer oder Schröder, die sich tatsächlich ernsthaft um Lösungen diesbezüglich bemüht haben und unablässig dafür stritten, sind hingegen im demoskopischen Keller verschwunden.
Von Pflüger und Schäuble habe ich ab und an noch mal vernommen, daß dieser Saddam ja aber auch wirklich ein ganz ganz übler Diktator und Massenmörder gewesen sei.
Ach was?
Ist ja ganz neu.
Weswegen hat dann die Kohlregierung mit den Kabinettsmitglieder Merkel und Schäuble die Lieferung von Giftgas und Raketen an Saddam genehmigt?
Davon mal abgesehen ist es der Hinweis auf den Charakter des inzwischen hingerichteten irakischen Präsidenten schon sein sehr dürftiges Ablenkungsmanöver.
Dieser stand nämlich nie zur Debatte – was Merkel und Schäuble hingegen ultimativ von Schröder verlangten, war das Bush’sche Ultimatum zu unterstützen. Dies lautete:
ENTWEDER die Massenvernichtungswaffen rausrücken, ODER es gibt Krieg.
Eine No-Win Situation; der Mann hat schlicht ungreifend die Wahrheit gesagt, als er sagte, daß der Irak keine Massenvernichtungswaffen habe.
Gut, das kann sich ein Mann wie Schäuble nicht vorstellen, daß mal ein Politiker nicht lügt....
Aber Frau Merkel – auch wenn man es eigentlich nicht merkt – angeblich sollen Sie ja einen Job haben, der auch irgendwie entfernt politische Dinge tangiert, oder??
Da wäre es doch mal ganz schön ein „Ich habe mich VÖLLIG GEIRRT“ von Ihnen zu vernehmen.
Auch wenn Sie sich weigern Unangenehmes anzusprechen und fest die Augen vor den Problemen der Welt verschließen:
Es geht nicht mehr so wie in der Vorstellung eines Dreijährigen – das Irak-Problem, das der von Ihnen adorierte und unterstützte US-Präsident angezettelt hat, besteht weiter.
Die Bilanz für das letzte Jahr sieht übrigens düsterer denn je aus:
Rekordzahl von getöteten irakischen Zivilisten, Rekordzahl von getöteten GI’s: Für die US-Truppen im Irak war das vergangene Jahr das verlustreichste seit der Besetzung des Landes im Frühjahr 2003: 900 Soldaten seien bei Einsätzen ums Leben gekommen. In den vergangenen fünf Jahren starben insgesamt mehr als 3900 US-Soldaten, teilte das US-Militärkommando mit. Im Jahr 2006 waren im Irak 822 Soldaten aus den USA gestorben. Die Zahl der Iraker, die 2007 von Terroristen, Milizionären, Soldaten oder Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet wurden, wird auf 18.000 geschätzt, darunter mehr als 16.000 Zivilisten.
Interessiert das eigentlich in Berlin noch irgendwen?
Merkel verhält sich dazu HEUTE wie üblich, indem sie zu allen brisanten Themen schweigt.
(Unnötig zu erwähnen, was die dpa heute über die vom „Hessen-Hitler“ (Titanic) angestoßene Diskussion zur Jugendstrafrechtsverschärfung meldet:
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will zunächst die Diskussion abwarten.)
Durch ein ganzen Jahr G8-Präsidentschaft gelang ihr das auch ganz wunderbar bezüglich des Iraks – das Problem wurde durch Deutschland überall von der Tagesordnung und der Diskussion gestrichen.
Merkels Vertrauen auf die Doofheit und die Siebhirnigkeit des Urnenpöbels erwies sich als richtig – sie ist nach wie vor der Umfragestar.
Die Politiker, wie Fischer oder Schröder, die sich tatsächlich ernsthaft um Lösungen diesbezüglich bemüht haben und unablässig dafür stritten, sind hingegen im demoskopischen Keller verschwunden.
Von Pflüger und Schäuble habe ich ab und an noch mal vernommen, daß dieser Saddam ja aber auch wirklich ein ganz ganz übler Diktator und Massenmörder gewesen sei.
Ach was?
Ist ja ganz neu.
Weswegen hat dann die Kohlregierung mit den Kabinettsmitglieder Merkel und Schäuble die Lieferung von Giftgas und Raketen an Saddam genehmigt?
Davon mal abgesehen ist es der Hinweis auf den Charakter des inzwischen hingerichteten irakischen Präsidenten schon sein sehr dürftiges Ablenkungsmanöver.
Dieser stand nämlich nie zur Debatte – was Merkel und Schäuble hingegen ultimativ von Schröder verlangten, war das Bush’sche Ultimatum zu unterstützen. Dies lautete:
ENTWEDER die Massenvernichtungswaffen rausrücken, ODER es gibt Krieg.
Eine No-Win Situation; der Mann hat schlicht ungreifend die Wahrheit gesagt, als er sagte, daß der Irak keine Massenvernichtungswaffen habe.
Gut, das kann sich ein Mann wie Schäuble nicht vorstellen, daß mal ein Politiker nicht lügt....
Aber Frau Merkel – auch wenn man es eigentlich nicht merkt – angeblich sollen Sie ja einen Job haben, der auch irgendwie entfernt politische Dinge tangiert, oder??
Da wäre es doch mal ganz schön ein „Ich habe mich VÖLLIG GEIRRT“ von Ihnen zu vernehmen.
Auch wenn Sie sich weigern Unangenehmes anzusprechen und fest die Augen vor den Problemen der Welt verschließen:
Es geht nicht mehr so wie in der Vorstellung eines Dreijährigen – das Irak-Problem, das der von Ihnen adorierte und unterstützte US-Präsident angezettelt hat, besteht weiter.
Die Bilanz für das letzte Jahr sieht übrigens düsterer denn je aus:
Rekordzahl von getöteten irakischen Zivilisten, Rekordzahl von getöteten GI’s: Für die US-Truppen im Irak war das vergangene Jahr das verlustreichste seit der Besetzung des Landes im Frühjahr 2003: 900 Soldaten seien bei Einsätzen ums Leben gekommen. In den vergangenen fünf Jahren starben insgesamt mehr als 3900 US-Soldaten, teilte das US-Militärkommando mit. Im Jahr 2006 waren im Irak 822 Soldaten aus den USA gestorben. Die Zahl der Iraker, die 2007 von Terroristen, Milizionären, Soldaten oder Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet wurden, wird auf 18.000 geschätzt, darunter mehr als 16.000 Zivilisten.
Interessiert das eigentlich in Berlin noch irgendwen?
Freitag, 19. Oktober 2007
Verona gegen Albert.
Am Mittwoch, den 17. Oktober 2007 führte die Hamburger Körber-Stiftung ein hochinteressantes Streitgespräch durch.
Das Thema: Ist Amerika eine Belastung für die Sicherheit Europas?
Die beiden Podiumsdiskutanten waren Egon Bahr und Eckart von Klaeden – was natürlich ungefähr so ist, als ließe man Verona Feldbusch mit Albert Einstein über Grundlagenphysik sprechen. Gegen ein solch hochintelligentes Superhirn mit 60 Jahren analytischer Erfahrung wie Bahr, sieht das kleine CDU-Pummelchen von Klaeden natürlich recht albern aus.
Obwohl er zwar vom „Desaster im Irak“ sprach und auch erwähnte, daß Guantanamo und Abu Ghraib nicht das Idealvorbild für einen demokratischen Frieden sind, musste der Unions-Schwabbel natürlich seiner devoten Amerikophilie frönen.
Man erinnert sich gleich wieder plastisch daran, wie Angela Merkel und Friedberg Pflüger unmittelbar vorm Irakkrieg schleimspurziehend nach Washington robbten, um dort analen Einlaß zu finden. Im Januar 2003 war es dasselbe außenpolitisch irrlichternde Polit-Duo, das bei der Münchner Wehrkundetagung mit Tränen in den Augen Rumsfeld mit den Worten umschmeichelten, daß im Falle eines CDU-Wahlsieges natürlich Deutschland an der Seite Amerikas gen Irak stünde.
Noch heute bin ich stolz auf Joschka Fischer, der damals 24 Stunden pro Tag dafür arbeitete, daß das verhindert würde, der auf eben dieser Wehrkundetagung dem amerikanischen Verteidigungsminister ein „Excuse me, I am not convinced“ entgegen schleuderte, der brillant informiert im UN-Sicherheitsrat den ungeheuerlichen Lügentiraden des amerikanischen Außenministers entgegentrat. Merkel und Schäuble behaupteten dagegen ebenfalls sicher zu wissen, daß Saddam Massenvernichtungswaffen besäße und daher nur ein Abgeben dieser Waffen durch Saddam einen Krieg verhindern könne. Eckart von Klaeden fand es stattdessen damals wichtiger sein politisches Wirken damit zu füllen im Bundestag dn Außenminister wegen irgendwelcher Demonstrationen, an denen er vor über 30 Jahren teilgenommen hatte, zu molestieren.
600.000 zivile Tote im Irak später wäre es ja wohl an der Zeit, daß Merkel, Klaeden, Schäuble und Pflüger endlich mal den Gang nach Canossa antreten und sich für Ihre Lügen und Fehleinschätzungen entschuldigen, die eine ganze Region ins Chaos gestürzt haben. Statt dessen haben sie Bush zugesprochen und nehmen bis heute nichts von ihren wüsten Beschuldigungen zurück.
Während der Körber-Debatte wird eine Befragung des Auditoriums durchgeführt: Ist also Amerika eine Belastung für die Sicherheit Europas?
Egon Bahr meinte »ja«, der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU Eckart von Klaeden vertrat den gegenteiligen Standpunkt. Im Publikum standen zu Beginn der Debatte 152 Personen auf der Seite Bahrs, 74 verneinten die Frage. Bedrohlich sei die gegenwärtige amerikanische Administration, betonte Bahr, »und zwar zunehmend«. Die einstündige Debatte kann man sich als Podcast oder Audiocast anhören – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.
Depp-Ecki fand natürlich, daß eher alle anderen – Iran, Russland oder Nordkorea an allem Schuld seien. Die Debatte führte abschließend nicht dazu, die Vorbehalte gegen die USA zu mindern. Im Gegenteil: In der Abschlussabstimmung sahen 161 Teilnehmer die USA als Belastung für die Sicherheit Europas, nur 68 teilten diese Meinung nicht.
Das Thema: Ist Amerika eine Belastung für die Sicherheit Europas?
Die beiden Podiumsdiskutanten waren Egon Bahr und Eckart von Klaeden – was natürlich ungefähr so ist, als ließe man Verona Feldbusch mit Albert Einstein über Grundlagenphysik sprechen. Gegen ein solch hochintelligentes Superhirn mit 60 Jahren analytischer Erfahrung wie Bahr, sieht das kleine CDU-Pummelchen von Klaeden natürlich recht albern aus.
Obwohl er zwar vom „Desaster im Irak“ sprach und auch erwähnte, daß Guantanamo und Abu Ghraib nicht das Idealvorbild für einen demokratischen Frieden sind, musste der Unions-Schwabbel natürlich seiner devoten Amerikophilie frönen.
Man erinnert sich gleich wieder plastisch daran, wie Angela Merkel und Friedberg Pflüger unmittelbar vorm Irakkrieg schleimspurziehend nach Washington robbten, um dort analen Einlaß zu finden. Im Januar 2003 war es dasselbe außenpolitisch irrlichternde Polit-Duo, das bei der Münchner Wehrkundetagung mit Tränen in den Augen Rumsfeld mit den Worten umschmeichelten, daß im Falle eines CDU-Wahlsieges natürlich Deutschland an der Seite Amerikas gen Irak stünde.
Noch heute bin ich stolz auf Joschka Fischer, der damals 24 Stunden pro Tag dafür arbeitete, daß das verhindert würde, der auf eben dieser Wehrkundetagung dem amerikanischen Verteidigungsminister ein „Excuse me, I am not convinced“ entgegen schleuderte, der brillant informiert im UN-Sicherheitsrat den ungeheuerlichen Lügentiraden des amerikanischen Außenministers entgegentrat. Merkel und Schäuble behaupteten dagegen ebenfalls sicher zu wissen, daß Saddam Massenvernichtungswaffen besäße und daher nur ein Abgeben dieser Waffen durch Saddam einen Krieg verhindern könne. Eckart von Klaeden fand es stattdessen damals wichtiger sein politisches Wirken damit zu füllen im Bundestag dn Außenminister wegen irgendwelcher Demonstrationen, an denen er vor über 30 Jahren teilgenommen hatte, zu molestieren.
600.000 zivile Tote im Irak später wäre es ja wohl an der Zeit, daß Merkel, Klaeden, Schäuble und Pflüger endlich mal den Gang nach Canossa antreten und sich für Ihre Lügen und Fehleinschätzungen entschuldigen, die eine ganze Region ins Chaos gestürzt haben. Statt dessen haben sie Bush zugesprochen und nehmen bis heute nichts von ihren wüsten Beschuldigungen zurück.
Während der Körber-Debatte wird eine Befragung des Auditoriums durchgeführt: Ist also Amerika eine Belastung für die Sicherheit Europas?
Egon Bahr meinte »ja«, der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU Eckart von Klaeden vertrat den gegenteiligen Standpunkt. Im Publikum standen zu Beginn der Debatte 152 Personen auf der Seite Bahrs, 74 verneinten die Frage. Bedrohlich sei die gegenwärtige amerikanische Administration, betonte Bahr, »und zwar zunehmend«. Die einstündige Debatte kann man sich als Podcast oder Audiocast anhören – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.
Depp-Ecki fand natürlich, daß eher alle anderen – Iran, Russland oder Nordkorea an allem Schuld seien. Die Debatte führte abschließend nicht dazu, die Vorbehalte gegen die USA zu mindern. Im Gegenteil: In der Abschlussabstimmung sahen 161 Teilnehmer die USA als Belastung für die Sicherheit Europas, nur 68 teilten diese Meinung nicht.
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Was hat die Herman eigentlich?
Der Irak unter Saddam war ein säkulares Land.
Es gab völlige Religionsfreiheit, der Außenminister z.B. war Christ und die 500.000 Christen samt ihres Bischofs in Bagdad waren sicher und geschützt. Frauen studierten und mussten keine Schleier tragen. Blöderweise wurde aber der Irak irgendwann von Amerika als „böse“ angesehen, während der engste und vertrauteste Freund Amerikas natürlich Saudi Arabien war und ist!
Als 1991 George HERBERT Bush seine Truppen in Saudi Arabien stationierte, um den bösen und unfreien Irak anzugreifen, hatte das wahabitisch-radikale Gesetz den saudischen Frauen bereits ultimativ das Autofahren verboten!
Ähnlich war es bei den anderen damaligen Verbündeten der USA – den Taliban. Ich bin zwar kein Koran-Experte, bezweifele aber doch, daß sich unter den genau den Tagesablauf regelnden Suren schon spezielle Frauen-am-Steuer-Regeln befinden.
In Riad gibt es so einige allerliebste Regelungen; so berichtet zum Beispiel diese Woche die saudi-arabische Zeitung "Okas“:
Mit jeweils 7.000 Peitschenhieben sind zwei Homosexuelle in Saudi-Arabien bestraft worden, weil sie Sex miteinander hatten. Die Wärter des Gefängnisses der Stadt el Baha im Süden des Königreichs hätten in der Nacht gestern mit der Auspeitschung begonnen. Die Hiebe würden den beiden Männern nicht auf einmal verabreicht, sondern über mehrere Tage verteilt.
Aber das sind ja Bush’s Freunde und in einigen Aspekten sind wir den saudischen Zuständen auch erstaunlich nahe:
So ermittelt das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Fortune“ jedes Jahr die wichtigsten Frauen in der internationalen Wirtschaft.
Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt gebietet Deutschland bekanntlich auch über eine Menge auch international als „groß“ einzustufenden Konzernen. Frauenmäßig seiht es bei und aber aus wie bei den Saudis – nachdem bisher nie auch nur eine einzige Deutsche auf der Liste der TOP 50 stand, ist aber in der just erschienenen Liste des Jahres 2007 doch verblüffenderweise erstmals eine Deutsche – nämlich Ingrid Matthäus-Maier als Chefin der KfW auf Platz Nr. 31.
Nr 1 außerhalb Amerikas ist Mrs Carroll – Chefin des britischen Bergbaukonzerns „Anglo American“.
Nr 2 ist Anne Lauvergeon (Boss der frz. Nuklearfirma Areva), Nr 3 Marjorie Scardino (Chefin des britischen Megaverlages „Pearson“).
Die amerikanische Liste wird gesondert geführt – dort ist die unumstrittene Nr 1 Indra Nooyi (51) - seit dem 1. Oktober 2006 ist die brillante Strategin Vorstandschefin von Pepsico.
Unter allen Vorstandsmitgliedern der 30 deutschen DAX-Unternehmen ist gerade eine einzige Frau: Bettina von Österreich – stellvertretendes Vorstandsmitglied des Münchner Immobilienfinanzierers „Hypo Real Estate“.
Gratulation Deutschland:
Nach Pisa, Wirtschaftswachstum, Akademikern, etc mal wieder ein grandioser LETZTER Platz in internationalen Rankings!
Zufrieden Eva Braun?
Es gab völlige Religionsfreiheit, der Außenminister z.B. war Christ und die 500.000 Christen samt ihres Bischofs in Bagdad waren sicher und geschützt. Frauen studierten und mussten keine Schleier tragen. Blöderweise wurde aber der Irak irgendwann von Amerika als „böse“ angesehen, während der engste und vertrauteste Freund Amerikas natürlich Saudi Arabien war und ist!
Als 1991 George HERBERT Bush seine Truppen in Saudi Arabien stationierte, um den bösen und unfreien Irak anzugreifen, hatte das wahabitisch-radikale Gesetz den saudischen Frauen bereits ultimativ das Autofahren verboten!
Ähnlich war es bei den anderen damaligen Verbündeten der USA – den Taliban. Ich bin zwar kein Koran-Experte, bezweifele aber doch, daß sich unter den genau den Tagesablauf regelnden Suren schon spezielle Frauen-am-Steuer-Regeln befinden.
In Riad gibt es so einige allerliebste Regelungen; so berichtet zum Beispiel diese Woche die saudi-arabische Zeitung "Okas“:
Mit jeweils 7.000 Peitschenhieben sind zwei Homosexuelle in Saudi-Arabien bestraft worden, weil sie Sex miteinander hatten. Die Wärter des Gefängnisses der Stadt el Baha im Süden des Königreichs hätten in der Nacht gestern mit der Auspeitschung begonnen. Die Hiebe würden den beiden Männern nicht auf einmal verabreicht, sondern über mehrere Tage verteilt.
Aber das sind ja Bush’s Freunde und in einigen Aspekten sind wir den saudischen Zuständen auch erstaunlich nahe:
So ermittelt das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Fortune“ jedes Jahr die wichtigsten Frauen in der internationalen Wirtschaft.
Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt gebietet Deutschland bekanntlich auch über eine Menge auch international als „groß“ einzustufenden Konzernen. Frauenmäßig seiht es bei und aber aus wie bei den Saudis – nachdem bisher nie auch nur eine einzige Deutsche auf der Liste der TOP 50 stand, ist aber in der just erschienenen Liste des Jahres 2007 doch verblüffenderweise erstmals eine Deutsche – nämlich Ingrid Matthäus-Maier als Chefin der KfW auf Platz Nr. 31.
Nr 1 außerhalb Amerikas ist Mrs Carroll – Chefin des britischen Bergbaukonzerns „Anglo American“.
Nr 2 ist Anne Lauvergeon (Boss der frz. Nuklearfirma Areva), Nr 3 Marjorie Scardino (Chefin des britischen Megaverlages „Pearson“).
Die amerikanische Liste wird gesondert geführt – dort ist die unumstrittene Nr 1 Indra Nooyi (51) - seit dem 1. Oktober 2006 ist die brillante Strategin Vorstandschefin von Pepsico.
Unter allen Vorstandsmitgliedern der 30 deutschen DAX-Unternehmen ist gerade eine einzige Frau: Bettina von Österreich – stellvertretendes Vorstandsmitglied des Münchner Immobilienfinanzierers „Hypo Real Estate“.
Gratulation Deutschland:
Nach Pisa, Wirtschaftswachstum, Akademikern, etc mal wieder ein grandioser LETZTER Platz in internationalen Rankings!
Zufrieden Eva Braun?
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