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Sonntag, 17. Februar 2008

Wie schade...

Der arme Michel Glos, 1944 gemütlich in Unterfranken geboren, gar nicht erst mit Gymnasium abgequält, nach der Mittleren Reife Lehre zum Müller.
Mit der 1967 im Alter von 23 Jahren bestandenen Meisterprüfung, hätte es so ein schönes laaaangsames Leben für den nicht gerade intellektuell brillierende Franken werden können. Blöderweise landete er aber in der CSU, die sich gerne einen Kläffer, Wadenbeißer und Pöbler in Berlin hielt:
Als scharf formulierender Rüpel gab Glos dem geneigten Publikum permanent Anlass zu Gelächter oder Brechdurchfall – je nach physischer Konstitution.
So bezeichnete er am 10. Februar 2004 vor Journalisten die Bundesminister Joschka Fischer und Jürgen Trittin als Öko-Stalinisten und ehemalige Terroristen. Nach der Europawahl 2004 verglich er die Partei Bündnis 90/Die Grünen mit Zecken. Er sagte im Zusammenhang mit der von Fischer zu verantwortenden "Visa-Affäre" am 24. November 2004 im Bundestag, Außenminister Fischer könne, wenn man so wolle, als „Zuhälter“ bezeichnet werden.
In der zweiten Reihe der Fraktion hätte er es sich auch weiter gerne zeternd festgesaugt, aber es gibt doch Gerechtigkeit: Zur Strafe für sein vorlautes Mundwerk, wurde der Michl 2005 Wirtschaftsminister und noch nicht einmal die stramm konservativsten Kommentatoren würden behaupten, daß Glos auch nur die geringste Ahnung von Wirtschaft hat.
Daß es in der Elite der Deutschland-AG allerlei schwarze Schafe hat, überraschte ihn gar sehr und so echauffiert er sich anlässlich der Zumwinkel-Katastrophe gegenüber der "Bild am Sonntag", die deutschen Manager müssten sich "ihrer Vorbildfunktion für die Gesellschaft bewusst werden. Andernfalls wird unsere soziale Marktwirtschaft unglaubwürdig". Er fügte hinzu: "Dann würde unser Land zum Übernahmekandidaten für die Linke."
Hört, hört!
Die Erkenntnis, daß die Soziale Marktwirtschaft partiell womöglich ein BISSCHEN unglaubwürdig wirken könne, kommt zwar ein bisschen sehr spät im Glosgehirn eingetrudelt, aber wo er recht hat, hat er recht.
Wenn man auch nicht klar verstehen kann, was wohl mit „Übernahmekandidaten für die Linke."gemeint ist.
Wer ist wohl „links“ in seinen Augen? Lafontaine und Gysi sicherlich, aber vermutlich doch auch Ypsilanti und Beck, nehme ich mal an..... und die „Ökostalinisten“ von den Grünen ja wohl erst recht. Im Bundesland Berlin regiert eh schon rot/rot und Arbeiterführer Rüttgers hat NRW ja auch schon übernommen.
Armer Michl – jetzt geht’s wohl zu Ende....

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