TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Mittwoch, 4. November 2009

Uuuuuups.

Verdammte moderne Technik!“, dachte sich auch der katholische Gottesmann Edward P. Lyman letzte Woche im Bistum Scranton.
Der gute Mann ist viel beschäftigt - er hat sich gleich um drei Kirchengemeinden zu kümmern und steht St. Anthony, St. Bridget und St. John als Reverend zur Verfügung.
Glücklicherweise hat der liebe Gott den Laptop erfunden und so kann Pater Lyman schon mal auf Support von Bill Gates zurück greifen.
So auch am 25. Oktober bei einer Messe, die er in der St. Bridget's Church abhielt.

Die Katholen in den USA haben einen notorisch hohen Geldverbrauch - wir wissen ja auch wieso - und so wollte unser Priester seinen Schäfchen besonders eindrücklich einschärfen an der jährlichen Wohltätigkeitsveranstaltung teilzunehmen.
Zur Einstimmung plante Lyman eine Info-DVD abzuspielen - selbst reden ist schließlich anstrengend.
Muß auch mal reichen den Schafen ein Filmchen vorzusetzen.

Diese Arbeitsersparnis barg allerdings unvorhergesehene Risiken und Nebenwirkungen.
So ein Gottesmann ist schließlich nicht der klassische PC-nerd.
Statt die vorhergesehene DVD zu laden, übertrug sein Laptop - die haben aber auch verdammt viele kleine Knöpfe - einige persönliche Dateien des Kirchenmannes auf den großen Bildschirm, den gebannt seine Messebesucher anstarrten.
Wofür sich Edward P. Lyman privat so interessiert - man ahnt es schon anhand seines Berufes - machte er nun gleich coram publico klar:
Fast nackte männliche Jünglinge grinsten der erstaunten Gemeinde - aus des Pfarrers Laptop entstiegen - lasziv entgegen.
Bistumssprecher William Genello nannte das Sonntagsmessliche Anschauungsmaterial der besonderen Art später "inappropriate personal photographs".
Scrantons oberster Katholik, Kardinal Justin Rigali von Philadelphia, entband Lyman inzwischen von seinen Aufgaben - wegen des "unfortunate" disclosure of the photographs.
(Zum Erzbistum Philadelphia gehören die Bistümer Pittsburgh, Harrisburg, Scranton, Wilmington, Allentown, Altoona-Johnstown, Erie und Greensburg. Unter der Leitung des Kardinals dienen vier Weihbischöfe)
"Unfortunate"; gute Wortwahl; ja das war etwas „unglücklich“ die privaten Priester-Pornos ausgerechnet in der Sonntagsmesse vorzuführen.

Das macht man sonst nur, wenn Priester untereinander sind, oder wenn sie gerade die neuen Messdiener befummeln.
In diesen Kreisen sind Homopornos oder Pädobildchen sicher üblich, aber wozu soll sich das die ganze Gemeinde ansehen?
Wie alle amerikanischen Kardinäle dürfte Seine hochwürdigste Eminenz allerdings routiniert im Umgang mit peinlichen Sexaffären seiner Gottesmänner sein:
Er sei "deeply concerned" für die in der Messe anwesenden Gemeindemitglieder, die "offended and disturbed by the unfortunate images which were shown last weekend."

In dem Sinne äußerte sich auch Lymans Nachfolger Rev. Jeffrey Walsh:
"This event was greatly disturbing to those who were present at St. Bridget's".

Da kann man nur hoffen, daß sich Walsh schnell bei einem PC-Kurs anmeldet, um sicher zu gehen, daß er nicht auch mal aus Versehen seine Privatdateien der versammelten Gemeinde präsentiert.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Lacher des Tages:

http://magazine.web.de/de/themen/finanzen/wirtschaft/9257096-Opel-Merkel-nimmt-Obama-in-Schutz.html

Ach, da bekam man schon richtig Bauchweh vor bösartiger Freude. ;)

Sorry for "Off Topic"!

Der Nordstern.

TAMMOX hat gesagt…

Danke für den Link.

Ja schon lustig..

"Die Bundeskanzlerin wies darauf hin, dass die Bundesregierung darauf dringen werde, dass General Motors schnellstmöglich eine neue Konzeption zu Opel vorlegt und der Brückenkredit bis Ende November zurückgezahlt wird"


Dann WIRKE mal schön Frau Merkel. Die GM’ler sind sicher ungeheuer beeindruckt.

Hat mich heute schon in den Fingern gejuckt was zu Opel zu schreiben - aber damit stehen ja ohnehin schon alle Zeitungen voll und es mangelt nicht an Häme für das Gestümpere der Kanzlerin.


Man sind die doof, man!
Wenn die Bundesregierung signalisiert:

„Ökonomische Überlegungen sind uns völlig wurscht - wir zahlen so viele Milliarden wir ihr wollt, weil wir uns beim Wähler einschleimen wollen“

Dann muß man sich nicht so sehr über GMN wundern, die sich denken, daß sie die Klitsche auch selbst behalten können, statt daß ihr KnowHow und die Milliardenhilfen nach Russland fließen.
Da wird Rüttgers noch was zu tun bekommen bis zur Wahl im Mai 2010.
LG
T