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Sonntag, 24. Mai 2009

Kirchenschändung

Sonntagsgedanken.
Die letzten Tage habe ich wieder vermehrt über die Kindersexskandale der Katholiken weltweit recherchiert. Die Bilder scheinen sich überall zu gleichen.
Nach außen hin gibt sich die Kirche stets sittenstrengt und sexualfeindlich, aber wenn man mal hinein piekst, quellen aus den Reihen der Priester die Päderastrenfälle.
Das ist auch in den katholischsten Staaten wie Portugal und Polen so.
Es gleicht sich auch das Verhalten der Kirchenfürsten - so streng und abfällig sie sich gegen alle möglichen Formen des EINVERNEHMLICHES Sex' zwischen Privatpersonen geben, so tolerant sind sie auch gegenüber Kindesmißbrauch ihrer eigenen Leute.
Da wird vertuscht, verharmlost und bagatellisiert, was das Zeug hält.

Eine besondere Perfidie dabei ist, daß ausgerechnet jene Zölibatären, die in Kleidern herumlaufen und ihre sexuellen Begierden ephebophil auf ihre Messdiener richten, gerne mal den Schwulen unterstellen Knabenschänder oder Kinderschänder zu sein.

Dabei hat es nie eine Organisation gegeben, die auch nur in annähernd vergleichbarer Quantität Kinderschänder hervorgebracht hat, wie die Katholische Kirche.

So weit, so schlecht.

Mir fiel dabei mehr und mehr auf, daß ich einen extremen Widerwillen gegen das Wort „Kinderschänder“ empfinde.
Könnte man nicht wenigstens korrekte Begriffe verwenden?

Kurz rekapituliert:

Ein Sodomit hat Sex mit Tieren.

Einen Sodomist gibt es in gar nicht - das ist ein Phantomwort der Kreuznetbesucher, die damit in despektierlicherweise Schwule bezeichnen.

Päderastie ist der eigentlich veraltete Begriff für „Knabenliebe“ - vor allem in Sinne der griechischen Antike. Dort geschah die Knabenliebe aber nur mit Postbubertären (bis zur Volljährigkeit) und einvernehmlich. Die Jugendlichen waren die Eromenos und wurden von den Erastes „geliebt“. Die sexuelle Beziehung endete in der Regel, wenn mit der Heirat einer der beiden.
Es wird aber berichtet, daß Eromenos und Erastes üblicherweise lebenslang sehr enge Freunde blieben und sich gegenseitig halfen und beschützten.

Pädophile haben Sex mit Jungen und/oder Mädchen VOR der Pubertät, während Ephebophile auf bereits pubertierende fixiert sind.

Die Kindersexfälle der katholischen Priester sind fast immer Vergewaltigungen im ephebophilen Sinne an Jungen.

Wieso dieses Verhalten so extrem überproportional bei katholischen Priestern vorkommt, ist psychologisch und soziologisch erklärbar.

Der Begriff „Kinderschänder“ ist ein Propagandabegriff mit dem sich Abseitige aller Couleur unter anderem für Todesstrafe und Folter strak machen.

Kinderschänder sind in der Hierarchie der Verbrecher die ultimativ unterste Stufe.

Der Begriff ist aber sachlich komplett falsch - wenn man mal in ein Herkunftswörterbuch guckt.

Glücklicherweise habe ich die diesbezüglichen Begriffe
1.) Entomologie, 2). Enantiomorphorie, 3.) Endarteriektomie, 4.) Eleuteriologie, 5.) Embolektomie, 6.) Entomogamie, 7.) Enzephalomalazie, 8) Endokrinologie, 9.) Epigastralgie 10.) Etymologie schon in einem anderen Posting definiert.

Er drückt nämlich aus, daß über das Kind von dem Vergewaltiger Schande gebracht wurde!

Ganz so, wie man in einigen archaischen islamischen Gesellschaften die eigene Tochter umbringen muß, wenn sie vergewaltigt wurde, um die Familienehre wieder herzustellen, während der Vergewaltiger nicht belangt wird - zumindest nicht getötet wird.

Nun sind humanistische Standards sehr unterschiedlich - ICH finde es jedenfalls höchst amoralisch das OPFER zu töten und den Täter zu schonen.

Genau das impliziert aber der verbale Gebrauch des Wortes Kinderschänder:
Die Opfer leben in Schande.

Tatsächlich ist das auch bis auf den heutigen Tag in der Mehrzahl der Fälle so, wie auch wieder die jüngsten Enthüllungen aus Irland zeigen:
Die mißbrauchten und vergewaltigten Opfer schämen sich, schweigen ob ihrer Schande über Dekaden, während die Täter aus den Reihen der Priester weiter unbehelligt bleiben.

Es wird mitunter sogar noch schlimmer, da einige Bischöfe den Opfern die Schuld in die Schuhe schieben - da liegt es dann der schwarze Peter nach Auffassung des höchst perversen Bischof Bernardo Álvarez Afonsos bei den 13-Jährigen Knaben, die es darauf anlegen.

Die moralisch verwerflichste Form des Indiviuums war wohl der deutsche Kardinal Degenhardt, der den Müttern eine Mitschuld zuschob - denn wenn sie überhaupt einen nackten Kinderkörper den Ehemännern zugänglich machten, wäre es verständlich, daß sie ihren Begierden nicht widerstehen könnten.

Damit offenbart der Kirchenfürst, daß seiner persönlichen Ansicht nach jeder Mann ein potentieller „Kinderschänder“ (in diesem Fall tatsächlich Pädophiler) sei.

Da kann man mal sehen wohin der Zölibat führt.


Die Priester vergreifen sich an Kindern, deren Chefs rechtfertigen und die Opfer haben mit der Schande zu leben.

Die Konsequenz einer kriminellen Tat fällt auf das Kind, es hat nun die Schande, Beschämung, Blamage, Bloßstellung, die Demütigung, Entehrung, Erniedrigung, Kompromittierung, Kränkung, den Schandfleck, die Schmach, Schimpf, den Skandal, die Unehre, den Verruf.

Kluges „Etymologischer Wörterbuch“ führt dazu aus:

Aus Neuniederdeutsche, mittelhochdeutsch. Stamm von Scham, dessen „m“ vor dental zu „n“ wurde. Bildungsgleich sind das angelsächsische scand (Schurke) und das dänische „skand (Teufel)

Fein, die Gottesmänner poppen das Kind und dieses ist dann des Teufels!

Ethymologie.info:

Die "Schande" leitet sich vom Wort "Scham" ab, wobei aber die genaue Herkunft beider Wörter dunkel ist. Fest steht, daß es ein altgermanisches Wort ist. Es gibt ein ahd. "scanta", ein got. "skanda", ein mhd. und ein niederl. "schande" und ein aengl. "scand". (A: gaed)
"Schande" und "Scham" haben nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachgeschichtlich miteinander zu tun - anders übrigens, entgegen unserer Vermutung, als die "Schande" und der "Skandal".
Zum Substantiv gibt es das Verb "schänden".
Der "Skandal" geht über frz. "scandale", lat. "scandalum" = "Ärgernis" zurück auf griech. "skándalon" = "Fallstrick". Und ein "Skandal" kann einem schon das Fortkommen erschweren. Es ist jedenfalls absurd, daß bei einer Vergewaltigung eines Messdieners dieser geschändet wäre. Geschändet ist der Vergewaltiger und die Kirche, die das deckt.

Die richtigen Begriffe sind: Kindesvergewaltiger und Kindesmissbrauch.

Alternativ müßte man von Kirchenschänder sprechen.

Kinderschänder gibt es nicht.

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