TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

Um die beklagte Seitenaufbaugeschwindigkeit zu verbessern, bin ich auf einen zweiten Blog umgezogen. Und zwar hierhin. Ich bin dankbar für ein Feedback!

Sonntag, 15. Juli 2007

Gargalesis & Knismesis

Menschen sind doch seltsam triebgesteuerte Etwasse.

Es behagt mir eigentlich nicht dazu zu gehören – zu diesen Gestalten, die von ihren biologischen Funktionen bestimmt sind. Wieviel können wir eigentlich selbst entscheiden? Oder müssen wir vor unseren Erbanlagen kapitulieren.
Dazu ein bizarres Beispiel, mit dem ich mich heute beschäftigte:
KITZELN.
Wozu ist das wohl gut?

Bin im Spiegel-Archiv mal wieder fündig geworden, Heft 39/1999. Dort heißt es:

Kaum eine menschliche Verhaltensweise ist so sonderbar wie das Kitzeln. Wie kann es sein, dass sich ein Kitzel-Opfer gleichzeitig quält und halb totlacht? Warum ist es unmöglich, sich selbst zu kitzeln? Und schließlich: Welcher biologische Sinn steckt hinter dem masochistischen Gegacker?

Jaja, auch das ist ein Gegenstand der Forschung und man kann es sich ja gerade noch vorstellen, daß wir zu unserem Steinzeit-Tagen sinnvollerweise empfindlich reagierten, wenn irgendwelche Insekten im Schlaf auf uns umher krochen.

Den sanften Druck von Spinnenbeinen zählen die Forscher dabei zum „leichten Kitzeln“, „Knismesis“ genannt. Um „starkes Kitzeln“ („Gargalesis“) auszulösen, bedarf es dagegen heftigerer Reize. Geeignet sind etwa zeitlich gut gewählte Attacken, bei denen sich Zeigefinger neckisch in zarte Körperseiten bohren.

Gargalesis konnte ich natürlich noch nie leiden und ICH lache sowieso niemals. Blöde platthirnige Humanoide, die darüber ins Entzücken geraten, tststs.

Dieser Widerspruch ist es, der die Forscher am meisten verwirrt. Obwohl auf Kitzeln oft fröhliches Kichern folgt, entdecken Generationen von Kindern immerwieder neu, wie sie ihre Spielkameraden mit gut organisierten Kitzel-Attacken martern können.Im Mittelalter wurde der tätliche Angriff auf die Lachmuskeln sogar als Folter angewandt: Die gefesselten Füße wurden mit Salz bestreut, das eine Ziege sodann aufleckte. So mancher Unglückselige musste sich zu Tode lachen.

Möglicherweise besser als Pfählen, in die eiserne Jungfrau zu kommen oder mit der analen Birne traktiert zu werden – was sich da eben die Kirche so ausgedacht hat in ihrer segensreichen Geschichte..
Jedenfalls haben Forscher auch eine Erklärung dafür, daß wir insbesondere unsere Blagen sadistisch durch Kitzeln quälen – damit richtet man sie ab!!

Ich zitiere weiter:

Das unangenehme Gefühl beim Kitzeln, ermutige Kinder dazu, sich selbst zu verteidigen. Weil die Kleinen dabei aber zugleich so vergnügt lachten, würden die Eltern darin bestärkt, immer weiter zu kitzeln - so werde der Lerneffekt optimiert. Mit der Theorie vom frühkindlichen Nahkampftraining ließe sich auch erklären, weshalb die stärker im Zweikampf engagierten Männer kitzeliger sind als Frauen. Die Anzahl der Rezeptoren, die in der Haut den Kitzel-Reiz registrieren, sei allerdings bei allen Menschen fast gleich, betont der Physiologe Robert Foreman von der University of Oklahoma.

Hmmm, da muß man sich also vorstellen, daß Leute wie Saddam oder Schwarzenegger oder Ernst August von Hannover als kleine Bubis von ihren Mamis pausenlos durchgekitzelt wurden, weil sie dabei gar fröhlich lachten.

Himmel – was man alles anrichten kann mit seinen Bälgern.....

Samstag, 14. Juli 2007

Kollaps

Nach dem inzwischen offensichtlichen Totalsausfall Gottes Mundwerks (G.W. Bush – nach eigenen Angaben), ist der schleichende Wahnsinn Petrus’ nun in ein rasendes Gagatum übergegangen.

Für jemanden, der wie ich bei den Inuit geboren ist, wird es Zeit sich mal langsam auf einen Eisplaneten wie Jupiter (Durchschnittstemperatur: – 150 °C schöööön), Uranus( recht frische MINUS 215 °C) oder Mars (round about – 63 °C) abzusetzen.
Kann man nicht inzwischen solche Trips bei Richard Branson buchen?

Ein Blick in die Meldungen von heute und ich sattele sofort die Hühner:

In Orofino im Bundesstaat Idaho war ein einjähriger Junge gestorben, nachdem er von seinen Eltern bei 38 Grad Celsius im Auto zurückgelassen worden war. Im kalifornischen Palo Alto kam eine obdachlose Frau in einem Buschfeuer ums Leben..............In der Casino-Stadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada zeigte das Thermometer am Samstag «nur» noch 44 Grad an, drei Grad weniger als am Vortag. ............Die griechische Hauptstadt Athen erlebt seit Donnerstagabend einen der grössten Waldbrände seit mehr als 25 Jahren. Mehr als 130 Feuer waren nach der extremen Hitze der vergangenen Tage mit Temperaturen um 45 Grad Celsius im ganzen Land ausgebrochen..............In Rumänien erhöhte sich die Zahl der in Folge der brütenden Hitze gestorbenen Menschen nach Behördenangaben auf 32. In Bukarest war am Dienstag die Rekordtemperatur von 45 Grad Celsius gemessen worden.

Schreck lass nach – in Zeiten, in den Angies Beauftragter für Klimapolitik – Ole von Beust LOL - ganz auf Vattenfall setzt, die Verträge der Stadt Hamburg mit den Atomstümpern erneuert (1 Mio Gewinn TÄGLICH für Vattenfall! Brillant verhandelt Hamburg-CDU! Denen warfen wir doch gerne die HEW in den Rachen!) und ganz auf CO2-intensive neue Braunkohlekraftwerke setzt, sollte ich auch nicht dauernd nach der Klimaanlage rufen.

Vielleicht hilft mir ein Blick in die Literatur:

Joshua Piven und David Borgenicht: „Das Survival-Buch“. Ullstein, München.

Daran findet man Interessantes, wie z.B WAS TUN wenn der Alligator zuschnappt: Keine Panik! Hat er das Bein schon im Maul? Nichts ist verloren. Nur schnell dem Beißer die Augen zuhalten, das besänftigt ihn. Wenn nicht: eins auf die Schnauze, und schon trollt er sich. Wenn nicht: weiterlesen unter Abschnitt fünf. Das sind Tipps, die im Ernstfall niemand missen möchte. Man erfährt was man zu tun hat, sollte bei einem Flug den Piloten ein Herzinfarkt fällen. Das Ruder übernehmen, keine Frage: „Schieben, ziehen, tragen oder reißen Sie den Piloten von seinem Sitz.“ Dann wird der Ersatzpilot narrensicher zur Bruchlandung geleitet – ein Höhepunkt des Buches: Den Gashebel suchen (immer Leder schwarze), Funkgerät auf Notruffrequenz 121,5 einstellen, schließlich unverzagt auf dem nächsten Acker aufsetzen. Wenn die Maschine steht, „steigen Sie so schnell wie möglich aus und laufen weg. Nehmen Sie den Piloten mit.“

Hm, dann informiert das schlaue Büchlein noch, wie man mit tobenden Grizzlys umgeht, Mörderbienen entkommt, vom Motorrad aus ein Auto entert, möglichst unverletzt vom Hochhaus fällt oder Passanten auf der Straße mit Kugelschreibern Luftröhrenschnitte verpasst.

Verdammt – aber nichts über den baldigen mors per Grill....

Ich muß weiter suchen.

Freitag, 13. Juli 2007

Papale Pornokratie

ICH WOLLTE ES DOCH LASSEN

Dieser widerlich aufdringliche Kreuz.net-icon lässt mir keine Ruhe. Ich werde einer gewissen drogen – und sexsüchtigen haupstädtischen haltlosen Gestalt nie verzeihen, daß ich von ihr mal den Link bekam. Einmal angeklickt und ich bin verdorben! Eine schwere Obsession hat mich mittlerweile erfasst. Ob es dagegen, bzw dafür auch eine Selbsthilfegruppe gibt? So was wie die „Anonymen Katholiken“?

Ob ich mich deswegen krank schreiben lassen könnte? Schade, daß ich von der BU als zu irre abgelehnt wurde, sonst könnte ich mich jetzt einweisen lassen und von meinen Pfründen leben.

Aber NEIN...., mir wird auch nichts gegönnt und so habe ich tagtäglich mit dem unwiderstehlichen Drang zu kämpfen die geisteskranken Sedivakanten anzuwählen, um mich in immer tiefere und abstrusere gedankliche Wirrnisse fallen zu lassen.

Nicht, daß ich nicht wüsste welche Abgründe von Hass, Homphobie, Xenophobie, Erotophobie, Nudophobie, Phronemophobie, Malaxophobie, Allodoxaphobie, Antisemitismus und Enissophobie mich dort erwarten, aber das Ausmaß ist doch immer wieder überraschend.

Immerhin habe ich mir dadurch jetzt eine ausgeprägte THEOPHOBIE zugezogen.

Heute stritt ich mit ein paar 150%igen über die miesen Charaktere Pio Nono und natürlich den Pacelli-Papst.

Ich will jetzt nicht deren extremen eliminatorischen Judenhass aufgreifen, weil das sooo unerfreulich ist.

Aber ich hätte mal wieder eine nette kleine Buchempfehlung:

„Das Sexleben der Päpste. Die Skandalchronik des Vatikans von Nigel Cawthorne von Taschen Verlag (Broschiert - August 2002)“

Da staunt man ja dann doch, wie im Vatikan gehurt, vergewaltigt und überhaupt jeder sexuellen und sadistischen Spielart gefrönt wurde – während gleichzeitig natürlich vom Volk Keuschheit verklangt wurde und sich der Klerus mit dem Ablasshandel für die Unkeuschheit der Bürger eine goldene Nase verdienten!

Hier ein paar meiner Lieblingspäpste – zitiert aus dem Spiegel, Nr 11/1997 – „Opfer am Altar der Liebe“

Pikanteste Tatsachen, wie z.B. daß

-Papst Innozenz I. (401 bis 417) sich ausnahmslos an präpubeszenten Mädchen vergnügte, während Sixtus III. (432 bis 440) die reifere Nonnenschaft an seiner Manneskraft teilhaben ließ;

- Papst Johannes XII. (955 bis 963) in der Peterskirche ein Bordell betrieb - bis er beim Koitalvollzug vom Ehemann einer seiner vielen Buhlerinnen erstochen wurde;

- Papst Paul II. (1464 bis 1471) sich am Folterschmerz von nackten Männern erregte, bevor er es mit seinen Lustknaben trieb - er schied durch mors in paedicatio, den Tod beim Verkehr zwischen Mann und Mann;

- Papst Gregor XVI. (1831 bis 1846) die Frau seines Barbiers neben seinen Privaträumen einquartierte - ihre sieben Kinder waren die wahrscheinlich letzten von vielen, die ihr irdisches Dasein päpstlichen Keimdrüsen verdankten.
Einfachen Priestern hingegen , die sich eine Konkubine hielten, drohte gar die Kastration; erlaubt war ihnen die Wollust nur, wenn sie dem Papst das „Cullagium“ zahlten - eine Art Sex-Steuer, mit der sie sich von ihrem Keuschheitsgelübde freikaufen konnten. Fast alle Pfarrer griffen zu diesem Zweck in den Klingelbeutel. Denn sie trieben es so wild wie ihre Oberen, kein Gemeindeglied, ob weiblich oder männlich, war vor ihren Übergriffen sicher. Als sich kaum noch jemand zur Beichte traute, die der Priester bis dahin in einem abgeschiedenen Winkel der Kirche hörte, wurde 1614 der Beichtstuhl eingeführt.

Potent war auch Innozenz VIII. (1484 bis 1492), der sich an seinen acht Töchtern ebenso verging wie Julius III. (1550 bis 1555) an seinen zwei Söhnen - zum Lohn für ihre sexuellen Frondienste weihte er sie 15jährig zu Kardinälen. Zu ihrem Höhepunkt gelangte die papale Pornokratie unter Alexander VI. (1492 bis 1503), der den Heiligen Stuhl endgültig zum Sündenpfuhl machte. Er war ein Unverwüstling sondergleichen, der jede Nacht 25 der formschönsten Freudenmädchen Roms zu sich befahl. Daneben verfügte der Papst aus der berüchtigten Familie der Borgias noch über genügend Ausdauer, um mit seiner Kindsbraut Giulia, seiner Tochter Lucrezia sowie deren Mutter und Großmutter zu konkubieren.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Unverständliches Volk

Heute las ich beim Friseur länger über unseren Innenminister, als meinem Magen gut tut.

Was ich von dem Lügner halte, habe ich ja schon dargelegt und daher zitiere ich nur kurz aus dem Leitartikel der ZEIT:

„Gezielte Erschießung von Terroristen, vorsorgliche Internierung von »Gefährdern«, ein Handy- und Internetverbot für Verdächtige, die man weder strafrechtlich fassen noch ausweisen kann, ein neuer Tatbestand der »Verschwörung«, überhaupt, »neue Begrifflichkeiten« nach Bedarf – dies kommt alles so kunterbunt und verwirrend (um nicht zu sagen wirr) daher, dass man sich fragen muss: Was reitet den Innenminister..?Wer immer sich zu terroristischen Zwecken mit anderen zusammentut, hat den Staatsanwalt auf dem Hals. Auch die Vorbereitungshandlungen von terroristischen Einzeltätern fallen unter das Rubrum Mord und Totschlag. Doch selbst wenn es da noch etwas zu präzisieren gäbe – »Verschwörungen« jedenfalls, also das terroristische Zusammenwirken mehrerer, sind längst strafbar. Gezielte Tötung von Terroristen: Trifft man einen bin Laden im afghanischen Kriegsgebiet an, gilt ohnedies das Kriegsrecht. Hat man aber mit Terroristen im eigenen Land zu tun, gelten – sofern sie im Augenblick zur mörderischen Tat schreiten – seit Langem die Vorschriften über den »finalen Rettungsschuss«; ansonsten werden sie aufgegriffen, angeklagt, verurteilt. Basta!“

Vor allem dachte ich aber an Volker Pispers, der zu dem Thema einen ausgezeichneten Part in seinem aktuellen Programm „bis neulich“ hat.

Tourdaten findet man unter:

http://www.volkerpispers.de/index.php?id=tourplan

HINGEHEN!!!

Woher kommt wohl die Schäublisches Hysterie und die allgemeine Terrorangst der Deutschen? Wieso diese irrationale und paradoxe Verhalten?

Zunächst einmal waren wir ja einigermaßen aus der Schußlinie, weil der deutsche Bundeskanzler Schröder der prominenteste Kritiker von Bushs Kriegszügen war. Ganz im Gegensatz zu seiner Nachfolgerin, die 2002 gleich mal schleimspurziehend nach Washington robbte und erklärte, daß Deutschland unter CDU-Führung an Bush’s Seite stünde.

Die Position finden die hiesigen Wähler scheinbar ganz toll – haben sie doch das ansonsten stets wolkig unkonkrete Modell „Njett“ (zu jeglichen Reformen in der Schröderzeit) a) zur Kanzlerin gewählt und küren sie b) zur beliebtesten Politikerin.

Andere Länder (Italien, Spanien,..) haben ihre Bush-arschkriechenden Regierungen abgewählt und wir wählen uns extra eine her!

Bizarr.

Aber was ist nun mit der Terrorgefahr? Wieso meinen wir so auf der Hut vor Osama sein zu müssen, daß wir dafür gleich prophylaktisch Rechtsstaat und Demokratie auf den Müll werfen?

Wieviele Tote hat den Osama pro Jahr in Deutschland zu verantworten?

2007 sind es ...NULL.

Zum Vergleich:

Krebstote in Deutschland: ~200.000 = 550 PRO TAG

Verkehrstote: ~ 6000 = 16 pro Tag

Durchs Auto Verletzte: ~ 500.000 = 1370 PRO TAG

(Davon schwer verletzt: ~ 100.000 = 275 PRO TAG)

Interessant auch: Laut neusten Untersuchungen sterben noch einmal 17.000 Menschen in Deutschland pro Jahr durch Ärztepfusch und Behandlungsfehler – auch noch mal 46 Tote PRO TAG, die nicht sterben müssten!

Aber wir sorgen uns um Osama?

Mittwoch, 11. Juli 2007

Nach Petrus ist auch die Fauna insgesamt dem Wahnsinn anheim gefallen!

Vorgestern morgen erlitt ich um ein Haar eine Herzattacke, als ich davon aufwachte, wie sich jemand von außen an meiner Balkontür zu schaffen machte. Todesmutig – in einem Anfall von schlaftrunkener Umnachtung -sprang ich mit einem Fünfmetersatz von meinem Bett direkt in den Vorhang, riß ihn in der Absicht auf den diebischen Übeltäter vor Schreck abstürzen zu lassen. Jener potentielle Eindringling war zwar kleiner als erwartet, jedoch auch wesentlich schreckloser als ich hoffte: Es war ein Sciurus vulgaris (europäisches Eichhörnchen , auch Eichkätzchen, Eichkater oder niederdeutsch Katteker, ein Säugetier aus der Ordnung der Nagetiere (Rodentia). Es gehört zur Familie der Hörnchen (Sciuridae).)

Unverschämt dreist hatte sich der Katteker genau in meiner Kopfhöhe vor mir am Fliegengitter festgekrallt und riß es feinsäuberlich aus den Fugen. Da ich ein höflicher Mensch bin, versuchte ich dem pinselohrigen Nachbarn zu erklären, daß er mich gerade geweckt habe und doch bitte woanders seinen kriminellen Tätigkeiten nachgehen solle, aber einige Leute brauchen eben keine Ratschläge, sondern NUR Schläge. Ich hätte ihm auch gerne die Ohren noch etwas länger gezogen, fürchte mich aber vor seinem auch als biologischer Waffe einsetzbaren Schwanz. Wie man sich erzählt, reisen in den roten Haarbüschen Myriaden Flöhe mit. Zehn Grimassen und zwei Blutdrucksenker später war das Eichhorn zwar weg, aber ich musste zu Brettermaxe, um das ganze Fliegengitter zu erneuern.

Immerhin sah es dann wieder schön sauber und ordentlich gespannt aus – bis HEUTE morgen, als der rote rockernde rabiate Rotzlöffel wieder auf Kriegspfad war. Aus Erfahrung klug übersprang ich allerdings die höfliche Phase und brüllte gleich los.

Kein Benehmen diese Nager von heute! Da erschien mir die Meldung aus der SZ vom 14.6.7 gleich noch gruseliger:

Rentner stoppt Eichhörnchen Drei Personen sind gestern von einem Eichhörnchen attackiert worden. Wie die Polizei mitteilte, war das Eichhörnchen gestern in der Mittagszeit über eine offene Terrassentür in eine Wohnung eingedrungen und hatte eine Frau gebissen. Mit dem festgebissenen Tier am Körper lief die Frau auf die Straße und schüttelte es ab. Dort biss der Nager einen Bauarbeiter und flüchtete in einen Garten. Schließlich biss das Eichhörnchen einen 72 Jahre alten Mann, der es mit einer Krücke totschlug.

Und was machen die armen unbekrückten Menschen?

Inzwischen erscheint mir der amerikanische Waffenfanatismus (durchschnittlich drei Pistolen pro Haushalt!!!) auch verständlicher, denn immerhin leben die weitaus meisten Sciurus-Arten dabei auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Nur drei der 28 Arten leben in der Alten Welt; sie sind über Europa, Vorder-, Nord- und Ostasien verbreitet.

So gesehen habe ich ja mit meinem Pazifismus leicht reden – kann man doch die einzig deutsche Art – das Sciurus vulgaris – mit Gehhilfen erfolgreich bekriegen.

Aber mit gleich 25 Variationen, die an jeder Ecke darauf lauern einen zu attackieren, kann man schon verstehen, daß das amerikanische Volk etwas paranoid ist und nicht ohne Schnellfeuerwaffe aus dem Haus geht! Das ist ja schlimmer als im Irak und Vietnam zusammen!

Bei der Gelegenheit gleich auch noch mein mea maxima culpa dazu, daß ich die Amis wegen des Stella-Awards verlacht habe!

(Die Bezeichnung Stella Award geht auf einen spektakulären Fall aus dem Jahr 1992 zurück: Die damals 79-jährige Stella Liebeck hatte die Fast-Food-Kette McDonald's verklagt, weil sie sich an einem heißen Kaffee verbrannt hatte. Als Entschädigung wurden der alten Dame vor Gericht Schadensersatz und Schmerzensgeld von insgesamt 4,5 Millionen US-Dollar zugesprochen)

Einige dieser Klagen habe doch wirklich ihre Berechtigung, so z.B.:

„Stellen Sie sich vor, Sie sehen auf einem Supermarkt-Gelände ein Eichhörnchen. Würden Sie sich nicht bedroht fühlen und den Supermarkt verklagen?“

Andere Fälle, die mir derzeit noch leicht bizarr vorkommen, mögen ja auch ihre Berechtigung haben, oder?

Z.B.

Kathleen Robertson aus Austin/Texas wurden von einer Jury 780.000 $ Schadenersatz zugesprochen, weil sie sich in einem Möbelgeschäft den Knöchel gebrochen hatte, nachdem sie über einen auf dem Boden herumkriechenden Säugling gestolpert und gestürzt war. Der Säugling war der Sohn der Klägerin.

Oder:

Ein Restaurant in Philadelphia musste an Ms Amber Carson aus Lancaster/Pennsylvanien ein Schmerzensgeld von 113.500$ zahlen, weil diese im Restaurant auf einer Getränkepfütze ausgerutscht war und sich das Steißbein gebrochen hatte. Auf dem Fußboden befand sich das Getränk, weil Ms. Carson es 30 Sekunden zuvor ihrem Freund ins Gesicht geschüttet hatte.

Oder:

Der Wohnwagenhersteller Winnebago MotorHomes musste Merv Grazinski aus Oklahoma City nicht nur ein neues Wohnmobil stellen, sondern auch 1.750.000$ Schmerzensgeld bezahlen. Auf dem Heimweg von einem Football-Spiel hat Mr. Grazinski die Tempomatic seines Gefährts auf 110 km/h eingestellt und danach den Fahrersitz verlassen, um sich im hinteren Teil des Wohnmobils einen Kaffee zu bereiten. Das Wohnmobil kam prompt von der Straße ab und überschlug sich. Mr. Grazinski begründete seine Forderung mit der Tatsache, dass in der Betriebsanleitung des Wohnmobils nicht darauf hingewiesen worden sei, dass man auch bei eingeschalteter Tempomatic den Fahrerplatz nicht verlassen dürfe.

Dienstag, 10. Juli 2007

Das ist NICHT witzig!

Wie vielleicht der ein oder andere schon mal gehört hat, soll ja Alkohol langfristig suboptimal auf die Organe im allgemeinen und auf die grauen Zellen im besonderen wirken.

Dennoch gibt es verblüffenderweise immer noch jede Menge Individuen, die ungehemmt dem Rausche frönen und keinerlei Einsicht zur Besserung zeigen.

Daher muß ich hier das Thema in all seiner dunklen Schwärze aufgreifen und an die allgemein wenig vorhandene Vernunft appellieren.

Leute, lasst Euch helfen!

Als positives Beispiel möchte ich da Dr. Elisabeth D Svendsen vom The Donkey Sanctuary,
Sidmouth, in Devon, EX10 0NU erwähnen. Und zitiere aus der Selbstbeschreibung ihres Institutes:

“The aims of The Donkey Sanctuary are to prevent the suffering of donkeys worldwide through the provision of high quality, professional advice, training and support on donkey welfare. In the UK and Ireland permanent sanctuary is provided to any donkey in need of refuge. In the UK and Ireland the Donkey Sanctuary has taken over 12,000 donkeys into its care. The Sanctuary has an excellent veterinary clinic designed specifically for treating donkeys”

Den weltweiten Eselalkoholismus hatte ich bisher ganz unterschätzt, aber Dr Svendsen kennt das Problem mit zivilen Eseln, denen sie in ihrem Donkey Sanctuary, dem weltgrößten Refugium für heimatlose Esel im Südwesten Englands, das Saufen abgewöhnen mußte - alles schwerentziehbare Alkoholiker, die wie viele, allzu viele Esel irgendwann im Laufe ihres Lebens an die Flasche gerieten.

„Der Esel mit Namen Bracken zum Beispiel fand eines Tages den Weg in den Pub neben seiner Weide, wo er fortan immer willkommen war. Georgina leistete einer Dame aus gehobener Schicht bei der nachmittäglichen Zufuhr von Gin Tonics Gesellschaft. Um diese Zeit hatte Vanessa schon ordentlich einen in der Kirsche, weil sie mit den Arbeitern im Steinbruch am Ende ihrer Wiese zum Lunch immer ein paar Bierchen zischte. Michel verkam gar zum Schwarzbrennerer schlürfte in einer schottischen Whisky-Destille von der Maische, die er dann in seinem Verdauungsschlauch zu Alkohol vergor.
Die Klientel in der Entzugsabteilung von Dr. Svendsens Sanktuarium nahe Sidmouth in Devon verkörpert ein von Biologen ausdauernd beforschtes Phänomen, das trotz zahlreicher, mitunter bewegender wissenschaftlicher Publikationen etwa über die Trinkfolgen beim Fisch bislang keine öffentliche Aufmerksamkeit fand.“ (http://snapoo.com/magazine/tieralkholismus/tiere.html)

Schuld an Brackens traurigen Schicksal sind – wie kaum anders zu erwarten – natürlich wieder besonders miese Homo sapiens:

„durch juxgeplagte Menschen, die ihnen zugängliche Vertreter der behaarten und gefiederten Fauna auch mal schwanken sehen wollen kamen die Esel ins Verderben, die sich in Frau Dr. Svendsens segensreichem Institut einer Entziehungskur unterwerfen mußten. Exemplarisch ist der Weg, den Bracken nahm, nachdem er seinen Kopf durch das Fenster des Pubs gereckt hatte, das sein Schicksal werden sollte.
Sofort gab ihm eine feuchte Frohnatur ein Bier aus. Fortan kam er jeden Abend und amüsierte seine grobkörnigen Zechgenossen in der ländlichen Trinkstätte, indem er Flaschen am Hals ins Maul nahm und dann mit erhobenem Kopf leerte. Auch Spirituosen kippte er bald auf ex, Biergläser hob er mit den Lippen hoch, allzeit trank er volle Pulle.
"Kein Tier", bedauert Elisabeth Svendsen, "ist durch alkoholischen Unfug derart gefährdet wie der Esel." Denn keines ist so komisch, wenn es betrunken ist - nur Gemüter mit einem sehr erwachsenen Humor können nicht darüber lachen, wenn den Tieren etwa die großen Ohren unkontrollierbar am Kopfe kreisen wie zwei asynchron rotierende Propeller.
In schweren Fällen wie dem von Bracken hat sich das Therapieverfahren der graduellen Reduktion bewährt, bei dem der Patient allmählich immer geringere Alkoholdosen verabreicht bekommt. Minder schwere Säufer werden im Donkey Sanctuary gleich auf Null gesetzt - fünf Tage dauert die Entzugskrise in der Regel, sie muß grausam sein: Die Esel geben in dieser Zeit Töne von sich, die an den Ruf eines hustenkranken Muezzins erinnern.
Der englische Militäresel Gordon, wohl eher an den Kasernenhofton gewöhnt, soff hingegen für den Rest seines Lebens.“

Ich bin entsetzt!

Montag, 9. Juli 2007

Bin selbst ein Handbuch des nutzlosen Wissens

Heute musste ich wieder ein bisschen auf diversen Webseiten rumschlauen, daß Schäuble tatsächlich für ein pathologischer Lügner ist und daß das schon immer so war. Sine Tötungsphantasien haben nun doch ein wenig für Unbehagen bei einigen Behaglichen gesorgt.

Offenbar sind aber alle vollkommen verblüfft von der Erkenntnis, daß der Innenminister ein sadistischer Irrer ist. Keiner kann sich erinnern, wie diese fiesguckende Verbrechernatur schon als Kanzleramtsminister unter Kohl log, daß sich die Balken bogen. Der Höhepunkt war für mich seine Hassattacke über einen Abgeordneten der Grünen, namens Otto Schily, der vor über 20 Jahren Kohl wegen Falschaussage bei der Flickspendenaffäre verklagt hatte. Das sei ja wohl der Gipfel der infamen Lügerei und zeige wie verkommen die Grünen seien.

Tja, irgendwie lustig heute, wenn man weiß, daß Schily noch nicht mal ahnte wie VERKOMMEN Kohl und Schäuble tatsächlich waren und raffgierig die Schwarzgeldkoffer horteten.

Ich erinnere mich noch an die Skandale von damals und wundere mich überhaupt nicht, daß Pinocchio Schäuble – von Merkel auf den Stuhl des Verfassungsminister gesetzt – sogleich damit fortfährt das Recht zu sabotieren und seinen miesen Tötungsphantasien zu frönen.

Darüber hätte ich gerne dem Fax-Verkäufer bei Saturn ausschweifender etwas vordeklamieren können. Ist doch auch nicht unwichtig – geht es doch immerhin um die Grundfeste unser deutschen Demokratie.

Statt dessen schrumpfte ich dem ALL-IN-ONE-Experten gegenüber auf Mausgröße, wagte es kaum noch Fragen zu stellen und grübelte was wohl die Worte, die mir aus seinem haarumkranzten Munde entgegenflogen bedeuten sollten.

Rätsel über Rätsel. Dabei wollte ich doch nur, daß das Ding möglichst geräuschlos funktioniert und daß man am besten nicht erst vorher sieben Semester Informatik studieren muß, um das Wunderteil anzuschließen.

Aber darüber weiß ich natürlich nichts und schleppte ein etwa Elefantengroßes Monstrum mit Funktionen, die ich nur erahnen kann in meine Wohnung.

Dafür wählte der bärtige Saturnling vielleicht die CDU – man kann eben nicht alles wissen.

Sonntag, 8. Juli 2007

Wie kommt’s?


Nach einem wenig erbaulichen Blick durch die Wochenendzeitungen, der mich mit schrecklichen Mutanten wie Roland Koch und seiner creationistischen Vize-Volksverblöderin konfrontierte, überlege ich was wohl die Ursache für das fortschreitende Abgleiten der Deutschen in morialogische Sphären sein könnte.

Möglicherweise ist der Volkssport Nummer 1 Schuld!

Inzwischen ist es nämlich erwiesen, daß Fußballer weiche Birnen und kümmerliche Testikel haben. Jaja, is’ so!

Kann man zusammenfassend nachlesen im Spiegel-Archiv (mal wieder), Heft 10/1998 unter dem Titel:

Mäßig bestückt

Wissenschaftler haben herausgefunden: Zuviel Arbeit mit dem Ball kann zu Störungen in Hirn und Hoden führen.

Darin heißt es unter anderem:

Forscher der italienischen Universität zu Pavia haben die Geschlechtsorgane von 198 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren eingehend begutachtet. Ein Drittel der Kinder, die wöchentlich zehn Stunden und mehr kickten, hatte Krampfadern und Krampfaderbrüche in den Blutgefäßen der Testikel. In einer Vergleichsgruppe von unsportlichen Knaben trat indes kein einziger dieser Krankheitsfälle auf; auch waren die Nachwuchsathleten im Gegensatz zu den Sportmuffeln nur mit mäßiger Hodengröße bestückt.

Diese Befunde wurden anschließend von vielen anderen Universitäten geprüft – mit ebenfalls bemerkenswerten Ergebnissen; ich zitiere weiter:

Wissenschaftler der Universität Helsinki tasteten sich mittels eines Magnetresonanzverfahrens in das Gehirn von Amateurfußballern vor.
Daß Kicken nicht die Intelligenz befördert, stand ja irgendwie schon immer im Raume - spätestens seit der Münchner Profi Lothar Matthäus seine Erkenntnisse über deutsche Fernsehmikrofone verbreitete: „Wir dürfen den Sand nicht in den Kopf stecken.“

Fast alle untersuchten Spieler, so das Resümee, hätten Verletzungen im Kopfinneren - unbemerkte, winzige Traumen, wie sie bislang nur vom Boxsport bekannt.

Wenn Fußballer sich verbal verbreiten, wird dann auch überdeutlich, daß die eindeutig ein paar Schläge zuviel auf den Hinterkopf hatten.

Als Beispiele nur

„Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien“ (Andy Möller)

„Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert“ (Olaf Thon)

„Ich fliege in den Süden – vielleicht nach Kanada“ (Mehmet Scholl)

„Ich bin körperlich und physisch topfit“ (Thomas Häßler)
“Keiner liebt mich – da können sie meine Frau fragen!“ (Hans Meyer)

Mehr demnächst.....

Samstag, 7. Juli 2007

Schlimmer geht es offenbar immer

Oh Mannomann – da habe ich noch vor ein paar Tagen bei den kreuznetlerischen Fanatikern warme Worte für die stellvertretende Ministerpräsidentin Hessens gefunden, weil man natürlich ob Ihres Outings auf sie einprügelte!

Vergebliche Liebesmüh: Es ist einfach ein unumstößliches Naturgesetz, daß sich Hessen-CDU und politisch-korrupte wahrheitswidrige Abartigkeiten nicht trennen lassen.

Macht ein Mitglied der hessischen Regierung den Mund auf, kommt so sicher wie das „Amen“ in der Kirche irgendein realitätsnegierender Unsinn heraus.

Ich zitiere aus der FR:

„Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich am Donnerstag vor seine Kultusministerin Karin Wolff gestellt, die die biblische Schöpfungslehre im Biologie-Unterricht behandeln lassen will. Im Lehrplan stehe, dass religiöse und philosophische Fragen die naturwissenschaftliche Lehre ergänzen sollten, zitierte Koch. "Wer sagt, er setzt den Glauben absolut, hat genau so Unrecht wie der, der sagt, er setzt die Naturwissenschaften absolut"

Offenbar soll nun auch noch die Entstehung der Arten „brutalst möglich“ aufgeklärt werden. Ich nehme an, daß deshalb auch so viele Lehrer in Hessen fehlen, weil sie es nicht fertig brachten die Herkunft der Rasse Mensch aus alttestamentarischen jüdischen Vermächtnissen zu erklären.

Kein Problem für Neolesbe Karin Wolff: „In der Geschichte von den sieben Schöpfungstagen gebe es eine "erstaunliche Übereinstimmung" mit der wissenschaftlichen Theorie.“

Fein – das ist also die Aussage einer KULTUSMINISTERIN in Deutschland.

Besonders bizarr ist, daß die Koch-Regierung 1999 mit einem hochgradig xenophobischen Wahlkampf („Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?“– unterstützt von CDU-Generalsekretärin Merkel) an die Macht kam. Seit dem blockiert die CDU jegliche Fortschritte beim Zuwanderungsrecht und reitet weiter auf der ausländerfeindlichen Schiene (Z.B. Rüttergs im Wahlkampf: „Kinder statt Inder!“)

Heute ist das Gejammere über den Fachkräftemangel groß! Tja, liebe CDU - bis DEUTSCHE Kinder den Fachkräftemangel ausgleichen, wird es wohl noch dauern!

Die hessischen Schulen helfen schon mal recht wenig weiter!

Was wohl sinnfreier ist: Bei Aushilfslehrern Däumchen drehen, oder in einem naturwissenschaftlichen Fach seit 150 widerlegte Irrlehren anzuhören, die noch nicht mal Benedikt XVI mehr glaubt!

Haha, der überführte Lügner Koch hat vermutlich einfach weniger Probleme mit kreationistischen Kernaussagen, wie z.B.:


“ Der Zeitpunkt der Schöpfung ist demnach der 23. Oktober 4004 vor Christi Geburt, was einem Erdalter von rund 6.000 Jahren entspricht. In der Regel gehen Kreationisten davon aus, dass die Erde bis etwa 10.000 Jahre alt ist.“

Fairerweise muß man dazu sagen, daß die hessische CDU nicht die erste Landesregierung stellt, die erkenntnistheoretisch irrlichtert; so hat Dieter Althaus sich am Dialog mit Kreationisten interessiert gezeigt und lud im Herbst 2005 Siegfried Scherer, einen der Autoren des Buchs „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“, zum so genannten „Erfurter Dialog“ in der Thüringer Staatskanzlei ein.

Gute Nacht Wissenschaftsstandort Deutschland!

Freitag, 6. Juli 2007

MISTVIECHER

Heute hatte ich mal wieder eine Variante meines Lieblingsvorfalls im Gemüseladen.

Wie meine persönlich subjektive Statistik besagt, gibt es auf der Welt nichts rücksichtsloseres als junge Mütter und Hundehalter.

Dabei haben Babys gegenüber den Hunden den Vorteil, daß sie recht harmlos sind. Ich selbst bin noch nie von so einem Windelträger angefallen worden. Klar vollziehen sie akustische und olfaktorische Attacken – aber das muß man als Großstädter eben abkönnen. Außerdem sollte man an dieser Stelle ruhig einmal lobend erwähnen, daß das gemeine Durchschnittsbaby so gut wie nie Kackhaufen auf dem Gehweg als Tretminen platziert.

Sehr löblich. Die hechelnden Vierbeiner hingegen können das natürlich alles: Kläffen, stinken und scheißen – das alles am liebsten gleichzeitig, ungehemmt und erstaunlicherweise ziemlich genau da, wo ich irgendwann später mal meinen Fuß aufsetzen werde!

Bevor ich gevierteilt werde – jaja, sie können natürlich nichts dafür: Die Stadt ist kein natürlicher Lebensraum, sie müssen gepressten Dreck aus Dosen fressen, der die analen Hinterlassenschaften unweigerlich nicht unbedingt nach frischem Rosenwasser duften lässt und zudem sind sie genetisch-evolutionär eben sehr kleinhirnig.

Bis auf die allerliebsten chinesisch-nackten Schopfhunde (wer sie nicht kennt – die sehen so aus wie eine Kreuzung aus E.T. und einer Ingwerknolle), sind diese städtischen Kackmaschinen aber üblicherweise behaart. Als Hundehaarallergiker bin ich in der Regel nicht gerade vollkommen begeistert, wenn mich so eine sabbernde Haarschleuder ankrakt.

Richtig interessant wird es aber, wenn man versucht Prophylaxe zu betreiben – also wenn man einen Hundehalter bittet seinen kniehohen geistigen Kumpanen mal zur Raison zu bringen. Immerhin sind die Halter ja prinzipiell im Unrecht, weil es in Hamburg Leinenzwang gibt. Nur halten müssen sie sich scheinbar nicht daran – das ist so wie bei Mercedesfahrern; die haben ja auch die eingebaute Vorfahrt und dürfen auch jedes andere Auto zuparken, so daß man nicht mehr weg kommt.

Bittet man also jemanden höflich seinen Hund von einem fern zu halten, bricht der PURE HASS aus! Das ist immer das selbe: Mit nichts anderem kann man solche Schimpfkanonaden ernten! Käme ich in die Bäckerei, würde erklären ich sei Hitler persönlich und vergewaltige jeden morgen drei Babys, würde man mir mehr Freundlichkeit entgegen bringen.

Hunde sind das ABSOLUTE TABU! In der Öffentlichkeit muß man sie lieben und dies auch stets bezeugen, sonst ist man ein Outlaw! (Seltsam nur, daß in rauen Mengen – insbesondere zu Ferienbeginn - vernachlässigte Hunde in Tierheimen landen, die einfach rausgeschmissen wurden! Nach einer Woche beginnt dann das große Einschläfern. Die NICHT hundhaltenden Menschen wie ich können ja wohl kaum dafür verantwortlich sein)

Heute im Gemüseladen sah ich wie draußen zwei Omen ihrem Kläffer zusahen, wie er auf einen Sack Kartoffeln pisste, der bei den Auslagen gelagert war.

Hübsch! Sind ja immerhin Lebensmittel. Wie appetitlich. Da verlor sogar ich meine Contenance und bat darum das doch mal dringend zu unterlassen. Ergebnis wie immer: Die feinen Damen um um die 80 raunten mir nur ein „Sie Arschloch“ zu und setzten ihre Hassfratzen auf.

Ich überlegte schon, wie kräftig das Vieh wohl zubeißen könne, falls die es auf mich hetzen sollten – kam allerdings zu dem Schluß, daß ich die erste Angriffswelle von diesem ca Katzengroßen überfütterten Pralinensack überleben dürfte. Zur Not wäre ich in den Kühlraum hinten im Laden geflohen – der hat eine dicke Stahltür.

Zuhause wollte ich mich mal schlau machen, wie oft eigentlich Hunde tatsächlich zubeißen. Also diejenigen, von denen die Besitzer immer schwören „der tut nichts!!!“

Ich habe mal gelesen, daß in Deutschland pro Jahr ca 50.000 Hundebissfälle dieser lieben kleinen MEIN-Hund-beißt-nicht-Gestalten den Versicherungen gemeldet werden.

Verblüffenderweise konnte ich aber keine ganz konkreten und aktuellen Zahlen aus Deutschland finden! (In Österreich und der Schweiz gibt es solche Statistiken) Da hat wohl jemand echt gute Lobbyarbeit betrieben. Immerhin hat das statistische Bundesamt die TODESFÄLLE durch Hundebisse seit 1970 nach Rassen aufgegliedert:

TODESFÄLLE durch Hundeattacken:
American Staffordshire Terrier 4, Bernhardiner 1, Boxer 1, Dackel 2, Dobermann 1, Dogge 5

Jagdhund 1, Labrador 1, Pitbull 3, Rottweiler 7, Schäferhund 25, Sibirischer Husky 1, Windhund 1......Summe 53

In Krankenhäusern gemeldete Bissverletzungen 1998 aufgeschlüsselt nach Rassen:

Schaeferhundmischlinge: 2379, Deutsche Schaeferhunde: 1956 , Rottweiler: 542 , "Pit Bull": 320 , Doberman Pinscher: 223 , Bull Terrier: 169

Natürlich schätzt man, daß es eine enorme Dunkelziffer gibt. In Amerika soll es sich demnach PRO JAHR so verhalten: 4-5 Mio Hundebisse, in 70 % der Fälle wird der Besitzer gebissen. 17 % suchen Arzt auf. 20 Tote pro Jahr

NETT! Und dann pissen sie auch noch auf meine Kartoffeln!

Donnerstag, 5. Juli 2007

ALLE IRRE AUßER ICH!

Beim Blättern durch die heutigen Nachrichten kann ich mal wieder nur in Depressionen versinken.

Überall nur hausgemachte Schwachsinnigkeiten, die man a) hat kommen sehen und b) hätte verhindern können. OH Schock, der Klimawandel kommt! Ist ja auch nur seit 30 Jahren prognostiziert worden und bekannt seit dem Ozonloch. Pünktlich ist er auch noch – na so was.

Dazu wählt man sich aber eine Regierung, die es bei ein paar warm-vagen und extra wischiwaschi-weichen Worten beläßt. Nach uns die Sintflut.

Im Jahre 21 nach Tschernobyl fällt der Deutschen beliebtesten Kanzlerin ein, daß man ja wieder mehr Atomkraftwerke bauen könnte. Das verstößt zwar gegen geltendes Recht und wird von niemanden gewollt – noch nicht mal den Stromkonzernen - aber wenn man sich auf Energiegipfeln nicht einigen kann – Wat soll’s? Wozu bräuchten wir auch Ergebnisse? Krümmel produziert eine schwere Panne nach der nächsten und die Leukämiefälle in der Umgebung sind schon seit meiner Studienzeit vor 20 Jahren dokumentiert. Aber wozu sollte man da was unternehmen?

Haha, nun ist der Merz damit gescheitert, weiterhin das Volk belügen zu dürfen, wem seine eigentliche Loyalität gilt. Sehr lustig – nun kam also die Liste

heraus, wer ihn bezahlt: Anwaltssozietät Mayer, Brown, Rowe & Maw LLP, Berlin/Frankfurt, Rechtsanwalt, AXA Konzern AG, Köln, Vorsitzender des Beirates, AXA Versicherung AG, Köln, Mitglied des Aufsichtsrates (bis 19.4.2007), jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), BASF Antwerpen N.V., Antwerpen, Mitglied des Verwaltungsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, Dortmund, Mitglied des Beirates, ehrenamtlich, Commerzbank AG, Frankfurt/Main, Mitglied des zentralen Beirates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), DBV-Winterthur Holding AG, Wiesbaden, Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Deutsche Börse AG, Frankfurt/Main, Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Interseroh AG, Köln, Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), IVG Immobilien AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Stadler Rail AG, Bussnang/Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund, Dortmund, Mitglied des Wirtschaftsrates, ehrenamtlich, Hilfskasse des IPV e.V., Varel/Berlin, Mitglied des Verwaltungsrates (bis 30.06.2007), Industrie-Pensionsverein IPV e.V., Varel/Berlin, Mitglied des Verwaltungsrates (bis 30.06.2007).

Na wie überraschend, daß solche Konzerne politisch geschützt von einem Rekordgewinn zum nächsten hüpfen.

Beim Bundestagspräsidenten sind es beispielsweise: Widenmoos Resort, Reitnau (Schweiz), Vortrag, November 2005, Stufe 1 (1000 bis 3500 Euro); Mai 2007, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro), Kultur Ruhr GmbH, Essen, Mitglied des Aufsichtsrates, RTL Television GmbH, Köln, Mitglied des Programmausschusses, Ruhr 2010 GmbH, Essen, Mitglied des Aufsichtsrates, Ruhrfestspiele Recklinghausen GmbH, Recklinghausen, Mitglied des Aufsichtsrates, RAG und RAG Beteiligungs AG, Essen, Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)

Das geht immer so weiter, Ex-Minister Riesenhuber wird gleich von 16 verschiedenen Firmen bezahlt so abzustimmen, wie die es gerne hätten.

Der zivilisierte Mensch ist eine unerschöpfliche Fundgrube für die Morialogie,

der Wissenschaft von der Dummheit.

(Dazu zum Abschluß noch ein paar Worte aus dem Spiegel Nr 171999)

Um uns überhaupt noch in Erstaunen zu setzen, muß man schon auf Nachrichten besonderer Art zurückgreifen, etwa die von

- dem ungeduldigen Engländer, der sich einen Einlauf mit Fließbeton verpaßte, um den „gottverdammten Ärzten zu zeigen, wie man einen Durchfall in Null Komma nichts kuriert“;

- den zwei brasilianischen Fliegern, die mit ihrer Cessna abstürzten, als sie ihre entblößten Hintern an die Cockpit-Scheiben preßten „ als Ausdruck ihres Mißfallens über eine auf Parallelkurs fliegende Maschine;

- dem Stockholmer Zahnarzt, der einem zahlungsunfähigen Patienten sämtliche Brücken von den implantierten Titanstiften riß und den Malträtierten bündig beschied: „Kein Geld, keine Zähne“;

- dem Tokioter U-Bahn-Fahrgast Katsuo Katugoru, dessen Unterhose sich im Rush-hour-Gedränge ballonartig zu blähen begann erst barsten die Nähte seiner Anzughose, dann die Rippen zweier Mitpassagiere, denen Herr Katugoru höflich eröffnete, es handle sich um eine bedauerliche Fehlzündung seiner preßluftbetriebenen Erfindung gegen erdbebenbedingte Flutwellen;

- dem Vorsitzenden der tschechischen Pensionärspartei Eduard Kremlicka, der in Erfüllung eines Wahlversprechens öffentlich einen lebenden Käfer aß; das hatte er gelobt, falls seine Partei den Einzug ins Parlament nicht schaffe;

- dem Drogenkriminellen Fernando Varro, der eine Briefbombe an die kolumbianische US-Botschaft schickte, jedoch am Porto sparte; wieso er ausgerechnet auf der Toilette saß, als er das wegen Unterfrankierung retournierte Paket öffnete, konnte der Kokainero der Nachwelt nicht mehr mitteilen.

Gute Nacht!

Mittwoch, 4. Juli 2007

Die U.S.A. ......

Immer wieder das leidige Thema..., da dachte man doch in Europa 2003, daß die Libby-Plame-Niger-Uran-Irak-Nummer einem solchen Sprengstoff beinhaltet, daß GWB nicht wieder gewählt werden könne. Bekanntlich kam es anders, aber nur vier Jahre nach dem Rest der Welt fiel den Amis ein, daß Cheneys Appendix Libby doch wohl ein Fall für das Gefängnis ist. Todestrafenrekordunterzeichner Bush wurde darauf hin allerdings vor Mitleid übermannt. Einige Kommentatoren wiesen darauf hin, dass Bush zwar Mitgefühl für einen Straftäter aus dem Weißen Haus habe, aber keines für einfache Leute. So kümmerte es den Präsidenten nicht, dass ein 17-jähriger schwarzer Junge zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, weil er einvernehmlichen Sex mit einer 15-Jährigen hatte. Auch hatte sich Bush über die Todeskandidatin Carla Faye Tucker lustig gemacht.

Die Berliner Zeitung von heute: „Ohne sich - wie in solchen Fällen üblich - mit dem Justizministerium zu beraten, entschied er den Fall Libby nur im engsten Beraterkreis. Das Haftmaß sei "übermäßig", beschloss Bush und erließ Libby das Gefängnis. Die 250 000 Dollar Geldstrafe und die zweijährige Bewährungsfrist aber ließ er bestehen.“

Die ZEIT meint: „... Libby muss lediglich seine Geldstrafe von 250.000 Dollar zahlen, für die der republikanische Präsidentschaftskandidat Fred Thompson bereits Spenden sammelt. Nach amerikanischen Recht kann der Präsident jederzeit eine Begnadigung aussprechen. Üblich ist aber, dass er dies erst zum Ende seiner Amtszeit tut, und auch, dass der Verurteilte zumindest einen Teil der Strafe absitzt. Die wenigsten Zeitungen nehmen es Bush ab, dass Mitgefühl sein Motiv war. Vermutlich habe er nur Angst gehabt, Libby könne auspacken, schrieb die New York Times. Der Präsident klinge wie ein Mann, der „sich sorgte, was ein früherer Loyalist sagen könne, wenn er eine Gefängniswand anstarren müsste“.“

Tja, glücklich wer in Amerika mächtige Freunde hat.

Besonders, wenn sie derart wichtig sind, daß sie PARDON-Recht haben.

Dazu muß ich heute gleich mal wieder ein nettes Büchlein empfehlen:

FALK VON HELSING: „SCHACHSPIELEN BEIM SEX STRENGSTENS VERBOTEN“

(Eichborn Feb. 2003)

Natürlich hat gods own country noch viele andere tolle Gesetze zu bieten:

Zum Beispiel:

In Hogansville, Georgia dürfen Männer kein Lasso benutzen, um ihre zukünftige Geliebte zu bändigen.

In Riverside, USA, dürfen sich Liebespaare nur dann küssen, wenn sie sich vorher mit karbolsaurem Rosenwasser die Lippen abgewischt haben.

In West-Virginia müssen ledige Paare, die zusammenleben und sich „lüstern miteinander vereinigen“ mit Gefängnis mit bis zu einem Jahr rechnen.

In Romboch, Virginia, ist Sex bei eingeschaltetem Licht gesetzeswidrig.

In North Carolina wird Oralsex als „Verbrechen wider die Natur“ betrachtet und mit drei Jahren Gefängnis geahndet.

Das Gesetz in Michigan schreibt fünf Jahre Gefängnis für Männer vor, die sich grob unanständig verhalten, indem sie masturbieren.

Texas sieht zwei gesetzliche Ausnahmen für Spanner vor: Männer über 50 Jahre und Einäugige dürfen dort wegen Voyeurismus nicht betraft werden.

Dienstag, 3. Juli 2007

Wie sich die Weltsicht ändert.


Heute habe ich mal in meiner politischen Zitatensammlung sortiert und stieß auf ein frappierend euphemistisches Spiegeldokument: Anfang 2001 erschien ein Artikel über George W Bush, mit der harmlosen Überschrift „Putzige Patzer“. (No 11/01)

Geworben wurde für das scheinbar pietätlose Buch:

Jacob Weisberg (Hrsg.): „George W. Bushisms“. Fireside,

New York; 96 Seiten; 9,95 Dollar. 2001

Nach ein paar Monaten Amtszeit erschien uns GWB noch als harmloser Irrer, der zwar intellektuell unterbelichtet wäre und mit der Rhetorik allgemein auf Kriegsfuß stände, aber sorgen brauche man sich nicht – er wäre doch ganz “putzig”.

Die Wahl dieses Adjektivs wurde wie folgt belegt:

„GWB: „Ich habe mit meinem kleinen Bruder Jeb gesprochen – ich habe das noch nicht vielen Leuten erzählt, aber er ist der Gouverneur von – ich sollte ihn nicht meinen kleinen Bruder nennen –, also: mein Bruder Jeb, der große Gouverneur von Texas…“ Interviewer: „Florida“. Bush: „Florida. Der Staat von der Florida.“ Es sprudelt nur so aus ihm heraus: Einmal „wachsen Flügeln Träume“, dann wieder „kommt die ganz große Mehrheit unserer Importe aus dem Ausland“. Es gibt fundamentale Erkenntnisse wie: „Wenn es uns nicht gelingt, laufen wir Gefahr zu versagen“, oder Rätselhaftes wie: „Ich habe in der Vergangenheit gute Entscheidungen getroffen, und ich habe in der Zukunft gute Entscheidungen getroffen.“ Unwiderlegbares: „Die Zukunft ist morgen“ steht neben Visionärem: „Die Menschheit ist bereit, das Sonnensystem zu betreten.“

Theorien, die begründen sollten, weshalb der US-Präsident derart enthirnt faselt, wurden auch geliefert; so sei die amerikanische Star-Journalistin Gail Sheehy überzeugt, dass Bush Junior wie sein jüngerer Bruder Neil an einer Leseschwäche leide, die ihn dazu bringe, die Sätze auf seinem Teleprompter gnadenlos zu verwursten.

Ist doch ganz rührend wie naiv wir alle den kleinen Deppen aus Texas einschätzten. Da vergaß man glatt, daß Zimmertemperatur-IQ hin oder her, sein Amt ungeheure Macht mit sich bringt – die Macht die Welt ins Elend zu stürzen.

Wenn er doch bloß in dem Stadium des putzigen Debilen geblieben wäre, anstatt uns mit Klopfern wie diesen zu schrecken:

„I’m a war president. I make decisions here in the oval office in foreign policy matters with war in my mind” (8.Februar 2004)

„God speaks through me“ (9. Juli 2004)

“The world is more peaceful and more free under my leadership” (28. Oktober 2003)

Montag, 2. Juli 2007

Die Heldin des Tages

Mika Brzezinski heißt sie und ist die Tochter des früheren nationalen Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezinski!

Inzwischen wimmelt ja das Netz von Meldungen darüber – ich zitiere mal von Spiegel-online:

„Seit Wochen berichten Medien in aller Welt über jeden Schritt von Paris Hilton. Einer US-Fernsehjournalistin reichte es jetzt: Sie zerriss vor laufender Kamera eine Meldung über die Hotel-Erbin mit Gefängnis-Erfahrung, eine zweite Nachricht steckte sie in den Reißwolf.

Washington - Die Fernsehjournalistin Mika Brzezinski sollte den Nachrichtenblock in der Morningshow des TV-Senders MSNBC mit einer Meldung über Paris Hilton beginnen. Sie weigerte sich, der Moderator der Sendung, der ehemalige republikanische Abgeordnete Joe Scarborough, lästerte. Als ihr der Redakteur die Meldung zum wiederholten Mal als Aufmacher vorlegte, zerriss sie den Zettel, nahm das Feuerzeug eines Kollegen an sich und drohte damit, die Fetzen anzuzünden. Eine weitere Meldung über den Ex-Häftling übergab sie dem Reißwolf. Sie wolle über die Geschichte nicht berichteten, sagte Brzezinski zu ihren Kollegen und den Zuschauern, vor allem nicht als Top-Story einer Nachrichtensendung. Die Meldung mit der sie schließlich nach Wortgefechten mit ihren Kollegen die Nachrichten begann, handelte von Kritik eines republikanischen Senators an der Irak-Politik von US-Präsident Bush.“

Ansehen kann man sich das natürlich auch:

http://www.youtube.com/watch?v=6VdNcCcweL0&mode=related&search=

Dieser Hilton-Wahn ist ja auch schon lange ein komplettes Rätsel.

Es war gerade der G-Punkt-8-Gipfel von Angie in Heiligendamm, als ich verstärkt CNN und amerikanische Medien antickte, um festzustellen, wie aus deren Sicht berichtet wird. Nur gelang es nicht, weil die das für vollkommen irrelevant hielten im Vergleich dazu, daß diese umoperierte Vakuumköpfin mit der extrem abstoßenden Physionomie und entwaffnenden Talentlosigkeit heulend in den Knast wanderte.

Geistig erschöpft habe ich es akzeptiert, daß die Ami-Medien vollkommen verblödet sind. Das bewies auch das angebliche Urgestein der Seriosität, Larry King auf CNN just wieder. In seine Show eingeladen war Michael Moore, den er aber kurzerhand wieder auslud und nach Hause schickte, als er plötzlich die Gelegenheit hatte das erste post-Gefängnis-Interview mit der stelzenbeinigen Orgasmusbremse ohne Hirnzellen zu bekommen.

Da plauderte er dann lieber eine Stunde mit dem widerwärtigen Huhn, als mit Michael Moore.

Man muß eben Prioritäten setzen!

Aber wieso zum Teufel muß man in Deutschland auch diese mentale Totalverflachung mitmachen?? Bevor man sich die grausige Hilton-Fratze auf dem TV-Bildschirm anglotzt, wäre es doch wichtiger, das Trocknen der Wandfarbe jedes Klos in Timbuktu zu dokumentieren!

Wer hätte gedacht, daß das erste Signal der Besserung aus gerechnet aus Amerika selbst und dann auch noch von MSNBC kommt??
Amerika - Du überrascht mich immer wieder! Ich kann nur alle Moderatoren auffordern es Mika Brzezinski nach zu machen. Weigert Euch dem debil posierenden blonden Alptraum eine Plattform zu bieten! Nebenbei bemerkt wäre das auch eine sehr viel härtere Strafe als 20 Tage Knast!

Allein die Sühne für die seelischen Schmerzen, die diese Inkarnation der Dummdreistheit MIR angetan hat, ist schon kaum noch abzugelten.

Sonntag, 1. Juli 2007

Brüsselsche Nachwehen



Da das Merkel in Frau Christiansen, Frau Mohn und Frau Springer drei offizielle und medienmäßig maximal monströse Unterstützerinnen hat, muß man sich ja nicht wundern, daß hierzulande nur Loblieder über ihre EU-Präsidentschaft gesungen werden. Mit Vagheiten kommt sie ja immer gut durch und der deutsche Betrachter lässt es ohnehin an jeglicher Vigilanz fehlen.

Faktisch lässt sich das orgiastisch-debil jauchzende Angie-Jubilieren natürlich nicht halten.

Denn „hinten rausgekommen“, wie es bei der CDU hießt, ist ja im Grunde GAR nichts:

Flagge, Hymne, Verfassung wurden einfach fallen gelassen. Nun also nur ein Vertrag.

Das EU-Haupthemmnis, nämlich, daß keine Entscheidungen getroffen können, ob des Vetorechts jedes Depps, bleibt bei Außen-, Steuer – und Sozialpolitik bestehen.

Da können sich die Herren am Potomac River weiter über Europa totlachen – von dort droht ihnen jedenfalls auch künftig niemand „mit einer Telephonnummer“, der mal ein gewichtiges Wort sprechen würde.

Noch nicht mal das Abstimmen wird vereinfacht – da Angie vor Lolek und Bolek eingeknickt ist, wird es bis 2017 bei dem derzeitigen unsinnigen Verfahren bleiben.

Ziemlich lasch das alles....aber die Kanzlerin ist ja die Frau, die mit einem „besser als erwartet“ berühmt geworden ist und man hat halt NICHTS erwartet.

Nun ist also Portugal dran!

Das brachte mich auf die Idee mal nachzusehen, wer denn zukünftig die Ratspräsidentschaft hat. Bis 2020 ist dies schon festgelegt, welcher arme Irre die undankbare Aufgabe hat die mindestens 27 Staaten mit einer Bevölkerung von gut 500 MILLIONEN Menschen unter einen Hut zu bringen, die Logistik zu organisieren, Treffen zu veranstalten und jedes einzelne Land mit Heeren von Diplomaten zu begöschen.

Wie man hört, war ja der gesamte Apparat der deutschen Bundsregierung bis zum Äußersten mit Arbeit belastet und man schlief fast nie.

Günstigerweise HAT Deutschland aber einen immerhin großen Beamtenapparat und ein enormes diplomatisches Chor. Auch wenn mit dieser massiven Masse nicht gerade weltbewegendes erreicht worden ist.

Aber wie soll denn so eine Mammutaufgabe von Ländern wie Zypern (700.000 Einwohner ~ Frankfurt), Estland (1,4 Mio ~ Bremen), Slowenien (2 Mio), Lettland (2.3 Mio) oder Malta (400.000 Einwohner ~ Bochum) gewuppt werden??

Jetzt mal völlig ohne Vorurteil – aber kann die Größe des Regierungsapparates von denen dafür nur annährend ausreichen?? Und vielleicht sind wir ja bald noch viel mehr Länder – Mazedonien, z.B. schart ja schon mit den Hufen.

Tja, wenn der derzeitige Abstimmungsmodus, den die Kartoffelköppe durchgedrückt haben ausläuft (2017) ist also MALTA dran sich damit rumzuschlagen, wie es weiter gehen soll.

Die Armen müssen dann also die Suppe auslöffeln, weil Angie die Entscheidung einfach um zehn Jahre verschoben hat!

Ein erneuter Ratsvorsitz Deutschlands ist übrigens bis 2020 nicht vorgesehen!

Die zukünftigen EU-Präsidenten:

Portugal Juli – Dezember 2007
Slowenien Januar – Juni 2008
Frankreich Juli – Dezember 2008
Tschechische Republik Januar – Juni 2009
Schweden Juli – Dezember 2009
Spanien Januar - Juni 2010
Belgien Juli – Dezember 2010
Ungarn Januar – Juni 2011
Polen Juli – Dezember 2011
Dänemark Januar – Juni 2012
Zypern Juli – Dezember 2012
Irland Januar – Juni 2013
Litauen Juli – Dezember 2013
Griechenland Januar - Juni 2014
Italien Juli – Dezember 2014
Lettland Januar – Juni 2015
Luxemburg Juli – Dezember 2015
Niederlande Januar – Juni 2016
Slowakei Juli – Dezember 2016
Malta Januar – Juni 2017
Vereinigtes Königreich Juli – Dezember 2017
Estland Januar – Juni 2018
Bulgarien Juli – Dezember 2018
Österreich Januar – Juni 2019
Rumänien Juli – Dezember 2019
Finnland Januar – Juni 2020