TAMMOX IST UMGEZOGEN / AUS TAMMOX WURDE "TAMMOX-II"

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Freitag, 1. Januar 2010

Impudenz der Dekade 2000-2010

Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - normalerweise als „hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.“
Der Kalender will es so, daß diesmal nicht nur auf einen Monat, sondern auf ein Jahr und genau betrachtet sogar auf ein Jahrzehnt zurück zu blicken ist.

Es gab natürlich einige geeignete Kandidaten; George W. Bush zum Beispiel drängte sich auf; aber da dieser nun glücklicherweise Geschichte ist, möchte ich den Titel der Jahrzehnts-Impudenz lieber an eine immer noch aktiv virulente Gefahr vergeben.

Den Titel bekommt in Würdigung der steten Peinlichkeiten im Rückblick auf die letzten zehn Jahre, sowie der aktuellen Hochform der Gaga-Performance, die FDP!

Unvergessen die die Gipfelpunkte der Widerlichkeit, die das FDP-Spitzenpersonal bei seiner immerwährenden „Tour de Fettnapf“ auf dem Weg durch das Gestrüpp der deutschen Politik erreichte.

Man muß es bewundern, wie eine scheinbar sinnentleert mäandernde Marschrichtung dennoch so zielgerichtet jeden Fettnapf erklomm.

Dem Teufel muß ganz warm ums Herz werden, wenn er sich die Stationen der peinlichsten Partei Deutschlands in Erinnerung ruft.


Da war die Erkenntnis des FDP-Vizekanzlers a.D. und Vizeparteichefs Möllemann, daß die Juden selbst am Antisemitismus Schuld wären.
Der im Übrigen tief in illegale Geldgeschäfte verstrickte Westerwelle-Freund tippte dabei nicht nur mal den Zeh in den braunen Sumpf, sondern tauchte so tief darin ein, daß Urgestein Hildegard Hamm-Brücher keinen anderen Ausweg mehr sah, als nach 56 Jahren die Partei zu verlassen.

Da war die Ausrufung der FDP zur „Spaßpartei“, die der schrill redende und intellektuell unterbelichtete Parteichef Westerwelle ausrief und seine Arbeit vorzugsweise im quietschegelben „Guidomobil“ und bei Auftritten zwischen Jürgen und Zlatko in Deutschland debilster TV-Show „Big Brother“ verrichte.



Da war die Chamäleon-artige Verwandlung zum Roland-Koch-Wahlverein, als FDP-Chefin Wagner die oppositionellen Angriffe mit „Du Arschloch“-Gegröle (gerichtet gegen Grünen-Fraktionschef Al-Wazir) von der hessischen Regierungsbank aus kommentierte.
Daß ihr Koalitionspartner die unappetitlichste Affäre der bundesdeutschen Geschichte angezettelt hatte, störte sie dagegen gar nicht.
MP Koch, der Erfinder der angeblichen „jüdischen Vermächtnisse“, Anzettler mehrerer auf Lügen basierender xenophobischen Kampagnen und der Verantwortliche für mit erheblicher krimineller Energie verschleierte Spendenmillionen, wird bis heute liebesdienerisch und speichelleckend vom CDU-Fanclub „Hessen-FDP“ im Amt gehalten.

Da war die von Hobbyhistoriker Westerwelle zu Tage geförderte Erkenntnis, daß die von der West-FDP wegfusionierten DDR-Blockparteien LDPD und NDPD, die in der Volkskammer Mauer und Schießbefehl abgenickt hatten, in Wahrheit das Rückgrat der DDR-Opposition gewesen wären.

Da war die in einem Lapsus von Ehrlichkeit geschehene Ausrufung zur „Partei der Besserverdienenden“ durch den ehemaligen FDP-Generalsekretär Werner Hoyer.

Da war die völlige Entledigung des Themas Bürgerrechte.

Da ist die FDP-Europa-Chefin Silvana Koch-Mehrin, die unter allen annähernd 1000 EU-Parlamentariern nachweisliche faulste Abgeordnete, die zudem noch beim Lügen ertappt wurde.

Da war die endgültige Metamorphose zur reinen Klientelpartei, die sich ausschließlich als Lobbywerkzeug versteht und vollkommen unberührt von „Liberalitäts- und Deregulierungsgeschrei“ für staatliche Monopole und Schutzmechanismen ihrer Finanziers eintritt.
Apothekenfilialverbot, Verbot von Reimportmedikamenten, Kampf gegen DocMorris, Verbot von Apothekenprodukten in Drogerien - wo immer es zum finanziellen Schaden des Verbrauchers darum ging Privilegien der Pharmalobby zu verteidigen stand die FDP fest zur staatlichen Korsettierung.

Da ist die FDP, die stets das eine fordert und dann das andere tut.

Da ist das Blockieren jeglicher ökologischen Nachhaltigkeit. Ohne mit der Wimper zu zucken strich die NRW-FDP soeben den Umweltschutz aus dem Landesgesetz. Zum Schaden von Natur, Verbraucher und gegen geltendes Recht, buckeln die Gelben devot vor der CO2-schleudernden Uralt-Industrie von E.on - ein Kniefall vor der Kohlestrom-Lobby ist die leichtesteÜbung der real existierenden FDP.
Mit den Stimmen der schwarz-gelben Regierungskoalition hat der Landtag in Düsseldorf eine als »Klimaschutzparagraf« bekannte Stelle im Landesentwicklungsprogramm gestrichen. Diese Vorschrift verpflichtete Nordrhein-Westfalen bislang dazu, bei seiner Stromversorgung »insbesondere einheimische und regenerierbare Energieträger« einzusetzen. Genau das störte freilich den Konzern E.on, der ein neues Prestigeprojekt behindert sah.

Es ist erfrischend und nur folgerichtig, daß die FDP nach elf Jahren Abstinenz nun auch mit den letzten ihr zugestandenen Kompetenzfeldern aufräumt.

Da war zunächst die in den K.O.litionsverhandlungen offenbarte finanzpolitische Amok-Ideologie, als der sich selbst schon als Finanzminister wähnende FDP-Prinz Solms den Durchbruch verkündete 50 bis 60 Milliarden Euro Schulden in einem Schattenhaushalt verschwinden zu lassen - eine Taktik, die die (eben noch) Oppositions-FDP gar nicht scharf genug geißeln konnte.
Die sogenannten „FDP-Finanzexperten“, die Doppel-Ottos (Fricke und Solms) schossen sich endgültig ins Aus, als sie sich in den schwarzgelben K.O.litionsverhandlungen vollkommen davon überrascht zeigten, daß der Bund offenbar doch nicht, wie erwartet, auf riesigen Geldreserven hockte, die die FDP nun nach Lust und Laune verteilen könne.
Stattdessen zeigte sich nach den Börsenjahren 2008/2009 und diversen Milliardenrettungspaketen, daß es doch ein bißchen knapp in den öffentlichen Kassen zugeht - eine völlig neue Erkenntnis für die Dekaden-Impudenz 2000-2010.

Da wollte der frühsenile Pfälzer Weinfreund Brüderle Leichtfuß in nichts nachstehen und gab sich die größte Mühe auch dem letzten Deutschen zu beweisen, daß die FDP jegliche ihr zuphantasierte Wirtschaftskompetenz erfolgreich abgespeckt hat.
Die Operation ist schon nach wenigen Wochen gelungen - sämtliche Wirtschaftsfachleute und Wirtschaftsjournalisten geißeln die FDP-Wirtschaftspolitik unisono als sinnlose und unseriöse Klientelpolitik, die sich nur negativ auf Deutschlands Zukunft auswirken könnte.
Mit dem Verschuldungsbeschleunigungsgesetz fand die komplette Inkompetenz der FDP in ökonomischen Dingen ihren sichtbaren Ausweis.

Der Weinwirtschaftsminister bewies zudem nur wenige Tage später, daß er gar nicht in der Lage ist die ökonomischen Zwänge intellektuell zu erfassen und plapperte fröhlich sinnentleert von weiteren 20 Milliarden Entlastungen.

Beinahe unnötig zu erwähnen, daß der Parteichef ebenfalls inzwischen erreicht hat sich im Ausland unmöglich zu machen, indem er muksch und beleidigt mit dem Füßchen aufstampfte und verkündete dann gehe er eben nicht zur Afghanistan-Konferenz - ein Verhalten, wie er es aus FDP-Hinterzimmerrunden gewöhnt ist, wenn sich die lästige Realität anders als die rosarote Westerwelle-Welt präsentiert.

Was auch immer jemals für die FDP sprach - einige mögen sich noch an die Bürgerrechtspartei und den Ostpolitik-Kurs erinnern - es ist gründlich ausgetrieben.

Ein Deutscher mit einem IQ über Zimmertemperatur kann die Partei des „Ich, als Außenminister - es ist Deutschland hier“-Westerwelle nicht mehr wählen.

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

"«Hoffentlich ist da jetzt keine Falte im Teppich, über die du gleich stolperst.»"

"«Ich bin ja nicht in einem Schloss groß geworden, sondern in einem Altstadtreihenhaus in Bonn.»"

"Westerwelle wollte dies aber nicht auf eine latente Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen in Deutschland zurückführen.
Er wolle «nicht glauben, dass das in Deutschland etwas damit zu tun hat, dass ich mit einem Mann zusammenlebe»."
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1537799.html

Auch und gerade auch dieser Art Suelze kann ich ueberhaupt nicht mehr ab.
Das ist ja schon seit einiger Zeit in Mode und wird so langsam extrem aezend.
Da kommt einer dieser ueblen, schizophrenisch'ambitionierten Charaktaere, der sich mit eckelhaft oberflaechlich'sinnleerer Unfaehigkeit ans Ziel seiner groessenwahnverdaechtigen Traueme geellbogt hat, und pienzt mir jetzt pausenlos einen rein.

Diesbezueglich nur kurz auf Guido eingegangen, aergert er sich ueber 'Haeme' ueber seine unverzueglich (erwartet)offensichtlich groben Verfehlungen.
Das ist natuerlich keine Haeme sondern angebracht und man koennte ihm ja raten, jetzt halt mal damit aufzuhoeren Scheisse zu laabern wenn er auch nur die Lippen bewegt oder einfach wie Andere die Fresse zu halten auch wenn sie was sagen.
Mal sehen!

Die Realitaet angebrachter Kritik fuer Unfahigkeit mit Haeme konfusionierend, schiebt er dann noch entschuldigend sein Reihenhaues'chen auf sein Konto und wenn schon ein Arsch, kommt auch der Schwulenbonus um Kritik zu denunzieren.

Das Westerwelle mit dieser beschissenen Nummer nicht der Einzige ist und die Folgen dieser Fehlbesetzungen immer fataler werden ist nur noch schwer zu verdauen.

Wenn Guidos, Merkels, Gutties, Althaus', Obamas, ......... mit ihren beschissenen, semiverklemmten Storys zu erklaeren versuchen, warum Sie ein totales Arschloch sind, ist es an der Zeit ihnen nicht mehr zuzuhoeren.
So oder so kriegt man sie leider nicht los.

Crappy New Year
Jake

TAMMOX hat gesagt…

Westerwelle ist wirklich das ALLERLETZTE!

Und das mimosenhafte „huhu, die sind nur gegen mich, weil ich so ein mutiger Vorkämpfer für die Homo-Rechte bin“ ist der Gipfel der Heuchelei.

Westerwelle ist nichts als ein opportunistisches Arschloch, das als FDP-Chef im Bundestag GEGEN die Einführung der „Homoehe“ von Rot-Grün gestimmt hat und sich auch fein zurück hielt, als sich Volker Beck, Wowereit und Beust geoutet haben.
Guido hat die schön alles ausfechten lassen und sich dann „bekannt“ als es ihm opportun erschien und er sicher war, daß er sich damit geradezu beliebt macht.

Aber dummerweise ist die Gesellschaft doch schon etwas weiter und so kann ich Westerwelle einen widerwärtigen Blindgänger nennen, ohne daß ich mich bemüßigt fühle ihn zu schonen, nur weil er zufällig eine Tunte ist.

Einige Schwule fühlen sich ja schon bemüßigt klarzustellen, daß sie Guido auch für so beschissen halten, wie er ist:

Gays against Guido - GAG nennt sich das.

http://samstagisteingutertag.wordpress.com/2009/09/12/gays-against-guido/

Das führt allerdings ein bißchen weit - wenn ich anfangen sollte mich von allen Heteros zu distanzieren, die ICH scheiße finde, bin ich in drei Jahren noch nicht fertig!

LGT